Zum Inhalt springen

Motorprobleme der Breitling Super Constellation


Ernst Dietikon

Empfohlene Beiträge

Hättest du interesse daran, ein Muster weiterzubetreuen das nur noch in Afrika fliegt, sicher nie mehr Geld bringt aber noch sehr, sehr viel Ärger?

Hier gibt es doch immer Leute, die meinen eine Firma hätte die Aufgabe Geld zu verdienen...

Lieber Ralf,

 

ich erwarte ja gar nicht, dass Du einen 2 Monate alten Thread ganz liest. Aber dann lass das doch mit den Antworten sein!

 

Es ging hier nicht um wirtschaftliche Fragen! Eben gerade das Gegenteil: Es wurde hier behauptet, dass bei der Caravelle die Finanzierung klar wäre (was man sicher auch bezweifeln kann) und die Übernahme des TC nur an rechtlichen Barrieren hängen würde. Daher die Frage, welche rechtlichen Barrieren das denn sein sollten ...

 

Florian

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Es ging doch darum, warum AIRBUS das TC aufgegeben und den Support eingestellt hat. Es ging um (wie man Neudeutsch zu unerwünschter berechtigter Kritik sagt) "Airbus bashing".

 

Ich habe mir als Konsequenz eh geschworen, nie ein französisches Flugzeug zu betreiben, schon gar nicht etwas wo Airbus die Finger drin hat.

Boeing hält noch diverse TC für wenige Einzelstücke aufrecht. Einige Segelflugzeughersteller auch. Und letztere haben bei weitem nicht den finanziellen Hintergrund.

 

Die Rechtliche Barriere ist schlicht, dass man niemand zwingen kann ein TC zu verkaufen. Du hast als TC Holder schlicht das Recht, eine Flotte für immer zu grounden. Es gibt keine Verpflichtung all dein Wissen (und all die Dokumente) über ein Muster weiterzugeben. Ohne all das, kannst du aber kein TC übernehmen. Spätestens bei der ersten fälligen Reparatur die über das SRM hinausgeht, oder wenn du ein Ersatzteil nicht mehr bekommst und selbst herstellen musst, brauchst du die Unterlagen.

So einiges an Wissen aus der Caravelle und der Concorde steckt halt auch bis heute in jedem Airbus, verständlich, dass man es nicht herausgeben will.

Das ist halt der Spagat zwischen Investitionsschutz der Besitzer des Flugzeugs und dem geistigen Eigentum des Herstellers. Da stehen sich zwei Rechte im Weg.

Dazu kommt noch, das an TC Holder Ansprüche gestellt werden, sie müssen personell (Anzahl und Expertise) in der Lage sein, ihre Aufgabe zu erfüllen. Du kannst nicht einem Zahnarzt und einem Betriebswirt ein TC verkaufen, und hoffen sie könnten jetzt den technischen Support leisten um die Lufttüchtigkeit aufrechtzuerhalten.

 

Der einzige Ausweg ist im Prinzip, dass zum Erlangen eines TC die kompletten Dokumente (in Kopie natürlich) der Behörde zu übergeben sind, so dass diese im Zweifelsfalle das TC zu 100% übernehmen kann, solange es noch lufttüchtige Exemplare gibt, der Hersteller aber pleite geht oder ein TC aufgibt und nicht verkaufen will. Dazu müsste man sie natürlich auch personell entsprechend ausstatten, und das Risiko es eventuell mal übernehmen zu müssen über die Gebühren für ein TC abdecken. Das widerspricht aber komplett dem seit mindestens 2 Jahrzehnten verfolgten Konzept der Verwaltung, das mehr und mehr auf Eigenverantwortung der Hersteller und outsourcen von technischer Expertise setzt.

 

Solange man Projekte wie die Connie über kommerziellen Passagiertransport finanziert, verbieten sich auch in Europa jegliche "Experimental" Konstrukte. Bei Kleinflugzeugen die nur im Verein betrieben werden kein Problem, aber sobald du zahlende Passagiere einsteigen lässt, geht das rechtlich nicht. Da brauchst du ein zugelassenes und musterbetreutes Flugzeug. Ohne diese Einnahmen, nur mit Spenden, finanzierst du so ein Flugzeug aber nicht. Dann braucht es einen Brausebaron oder Sortwareschmied, der sein Herz und seine Geldbörse öffnet...

 

 

Es ging hier nicht um wirtschaftliche Fragen!

Exakt das aber hat Airbus behauptet, sie wollten sich laut ihrer Pressemeldung ein paar alte TC (HansaJet, Caravelle, Concorde...) nicht mehr leisten. Aber vielleicht weisst du ja mal wieder alles viel besser, als die betroffenen.

 

Gruß

Ralf

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

 

 

Die über den Winter neu angefertigten Felgen mussten einem Funktions- und Vibrationstest unterzogen werden. Dabei ist das Fahrwerk wegen Überhitzung der Bremsen in Brand geraten.

 

Im Wissen darum dass die Bremsen (notabene wohl nicht mit heutigen Systemen vergleichbar) bei Taxi-Tests extremen Belastungen ausgesetzt sein werden müsste man meinen dass für den/die Tests ein genaues Drehbuch existiert haben müsste um genau das zu verhindern. Da sind unendlich viele, sauteure Koriphäen von Seiten der Maintenance und der 'kompetenten' Behörde beteiligt und trotzdem bringt man es nicht fertig einen zerstörungsfreien Test durchzuführen! Ob derart viel Unvermögen könnte einem glatt der Kragen platzen!

 

Markus

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

An der Vulcan haben sie zwei der wertvollen Triebwerke zerstört, weil sie Trockensäcke (Silicagel) im Einlauf vergessen haben...

Es mögen die begeistersten und motiviertrtesten Leute sein, die so Oldtimer betreiben, die fähigsten sind es leider nicht immer.

 

Wer zu vernünftig ist, würde wohl gleich die Finger davon lassen. Das wäre dann auch nicht besser.

 

Verstehen muss man nicht, was da immer alles schiefgeht.

 

Gruß

Ralf

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

 

 

Es mögen die begeistersten und motiviertrtesten Leute sein, die so Oldtimer betreiben, die fähigsten sind es leider nicht immer.

 

Ich glaube nicht dass es an den Betreibern lag, so blödsinnige Tests werden von der 'kompetenten' Behörde verlangt und durchgeführt von den Maintenance-Leuten. Da spiegelt sich wieder was allgemeine Tatsache ist: im Bemühen seinen eigenen Arsch allzeit im Trockenen zu halten werden Luftfahrzeuge heute schlicht kaputtgeprüft.

 

Markus

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Wilko Wiedemann

im Bemühen seinen eigenen Arsch allzeit im Trockenen zu halten werden Luftfahrzeuge heute schlicht kaputtgeprüft.

 

Markus

Das ist leider nicht nur in der Fliegerei so  :blush:

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Und leider sind es eben oft genau dieselben Leute, welche sich übers kaputtprüfen enervieren, die am Lautesten heulen, sollte iwas mal nicht so funktionieren, wie sie es sich vorstellen. Und schon schliesst sich der Kreis... (Ich will explizit niemanden hier ansprechen, das ist eine generelle Feststellung)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

 

Welche TC hält Boeing für Einzelstücke aufrecht?

z.B. das für die 307. Obwohl das einzige flugtaugliche Exemplar seit Jahren in Washington im Museum steht.

 

 

im Bemühen seinen eigenen Arsch allzeit im Trockenen zu halten werden Luftfahrzeuge heute schlicht kaputtgeprüft.

Solange nur wenige bereit sind, freiwillig ihren A**** hinzuhalten, muss man wohl damit leben, dass die, die es tun etwas übervorsichtig sind.

Oft genug ist eben das Problem, dass niemand die Verantwortung für alternative Maßnahmen übernehmen will, also wird "nach den Regeln der Kirche" gearbeitet.

Auch im Umgang mit der Behörde kann man entweder sagen: "So wollen wir es machen, hier ist die zugehörge Berechnung, ist das OK ?", oder man kann fragen "was sollen wir machen ?". Letzteres führt nicht unbedingt zu der einfachsten Lösung...

 

Gruß

Ralf

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Die Lockheed Super-Constellation, was für ein eleganter Vogel, besser geht es nicht. (Meisterwerk des genialen Konstrukteurs Kelly Johnson, welcher auch die P-38 / F104 / U2 entwarf, nach seiner Pensionierung bei der TR-1 mitwirkte: Wahrlich ein Genie)

Und erst der fette Sound aus den 4 Curtiss Wright`s Doppelsternmotoren. Beschaut man sich die komplizierte Konstruktion wundert man sich, dass das Ding sich überhaupt drehte. Die enormen  Wartungs- und Unterhaltsarbeiten eben dieser hochgezüchteten Triebwerke waren damals denn auch verantwortlich, dass die Super-Connie nicht gerade als zuverlässig galt. Bei der LH zum Beispiel fiel praktisch bei jeder dritten (!) Langstrecke einer der Motoren aus; zum Glück gab`s deren vier..

 

Die Breitling-Connie könnte noch Jahrzehnte fliegen, man würde es ihr wirklich gönnen. In US kurven zB. B-52 seit über 60 Jahren rum; das Pensionsalter ist längst erreicht. Allein Wartung, Instandhaltung und deren Kosten verdoppeln sich in immer kürzeren Abständen, Luxus den sich heute nur Militärs noch leisten können. (Wie lange noch??) 

 

Leider befürchte ernsthaft, bei der Breitling-Connie ähnliches.. 

 

 

 

Saluti del Ticino

jens

 

 

Übrigens, es gibt ein fantastisches, wenn auch nicht billiges Buch über die Super-Connie:

 

https://uniquebooks.ch/produkt/geschenk-fuer-freunde-der-super-connie/

Bearbeitet von kruser
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

 

 

Leider befürchte ernsthaft, bei der Breitling-Connie ähnliches.. 

 

 

Saluti del Ticino

jens

 

 

Sie können helfen das zu verhindern !  :)

 

http://www.superconstellation.org/index.php/de/news-de/673-2017-06-01-2017-ist-kein-flugjahr2

 

http://www.superconstellation.org/index.php/de/

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Wir können helfen, das hinauszuzögern...

 

Gruß

Ralf

Vor einigen Jahren trat ich dem Verein bei, um zu helfen das Flugzeug zu erhalten. Damals mit einer Mitgliedschaft auf drei Jahre. Danach kam ich zum Schluss, dass diese Maschine ein Fass ohne Boden ist und verzichtete auf die Erneuerung der Mitgliedschaft. Sehr bemühte man sich auch nicht, mich zu einer weiteren Mitgliedschaft zu bewegen.

 

Gruss

Ernst

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

 

Sehr bemühte man sich auch nicht, mich zu einer weiteren Mitgliedschaft zu bewegen.

Das ist heute ein allgemeingültiges Phänomen. Bei Arbeitgebern, Fluggesellschaften, Vermietern, Geschäften, Vereinen, Telefongesellschaften, Internetprovidern...

Neumitgliedern/Neukunden bietet man Vergünstigungen, Bestandskunden sind nichts wert. In die Werbung wird ein Vermögen gesteckt, statt in den Service für Stammkunden / die Motivation von Mitarbeitern/Mitgliedern..

 

Gruß

Ralf

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Vor einigen Jahren trat ich dem Verein bei, um zu helfen das Flugzeug zu erhalten. Damals mit einer Mitgliedschaft auf drei Jahre. Danach kam ich zum Schluss, dass diese Maschine ein Fass ohne Boden ist und verzichtete auf die Erneuerung der Mitgliedschaft. Sehr bemühte man sich auch nicht, mich zu einer weiteren Mitgliedschaft zu bewegen.

 

Gruss

Ernst

Ich kann mir vorstellen, daß ein Großteil der Mitgliedschaften nur abgeschlossen wurden, weil sie Voraussetzung zum Mitfliegen sind, und eben nicht alle so eingefleischte Fans sind, um so ein Projekt dauerhaft zu unterstützen. Wahrscheinlich haben viele nicht einmal die Folgebeiträge bezahlt, ohne daß teure Mahn- oder gar Inkasso-Verfahren eingeleitet wurden. Es würde sich nicht rechnen, und die Außenwirkung wäre eher negativ.

 

Gruß

Manfred

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Der SCFA Verein hat aktuell rund 3500 Mitglieder

 

Die "Super Connie" hat verrückte Liebhaber

 

http://www.badische-zeitung.de/eschbach/die-super-connie-hat-verrueckte-liebhaber--124363891.html

 

Wie ein Basler Verein eine Super Constellation in der Luft hält

 

http://www.badische-zeitung.de/basel/wie-ein-basler-verein-eine-super-constellation-in-der-luft-haelt--126577939.html

Bearbeitet von guy
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Hier noch eine ausführliche Doku der Connie    49:20  english

           

 

 

Ein besonderer Leckerbissen, kurz aber lecker aus einer Airshow 2017    3:17 english

                  

 

 

greets

jens

Bearbeitet von kruser
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

...............     

 Ein besonderer Leckerbissen, kurz aber lecker aus einer Airshow 2017    3:17 english

                  

 

 

greets

jens

Eindrucksvoller Feuerzauber! :o

 

Als einer, der die Kolben-Ära ab den 1950er Jahren bis zu derem Ende noch selbst miterlebt hat, stellt sich mir schon die Frage, ob hier nicht ein bischen "nachgeholfen" wird, um dem staunenden Puplikum eine Attraktion zu  bieten? Oder sind die Auslaßventile alle so undicht? Früher, im Original-Kolbenzeitalter, war das nicht so. Andernfalls wäre es mir auch als Kind bzw. Jugendlicher aufgefallen, und so in Erinnerung geblieben. Ich wohnte weniger als 3 km Luftlinie vom Startbahnende der ehemaligen 25L von München-Riem, und insbesondere vollbetankte Connies, die zuvor den Flugplatzzaun mit geschätzten 20 m AGL passiert hatten und immer sehr flach wegstiegen,  donnerten vergleichsweise schnell (geschätzte 350-400 km/h) in sehr geringer Höhe (eher weniger als 200-250 m) über mein Elternhaus, wo sprichwörtlich die Wände gewackelt haben. Alles  Glas und Porzellan klirrte in den Schränken.

Ich kann mich nicht erinnern, bei Tageslicht Auspuff-Flämmchen gesehen zu haben. Um so eindrucksvoller waren dagegen nächtliche Abflüge von Prop-Linern mit aufgeladenen Motoren, wie DC-6/DC-7, Super-Connies und Starlinern, deren Auspuff-Endrohre Lichterkränze aus blauen(!) Flämmchen um die Triebwerke zauberten.

 

Kann es vielleicht daran liegen, daß an den heute noch fliegenden Connies die komplizierte Turbo-Compound-Technik zurückgebaut wurde, und die Zylinderauslässe nun direkt ins Freie blasen, anstatt Kompressoren oder Turbolader anzutreiben? Meines Wissen ist heutzutage auch der hochoktanige Sprit gar nicht mehr verfügbar, der seinerzeit zum (Voll-Last-)Betrieb dieser Motoren erforderlich war.

 

Gruß

Manfred 

Bearbeitet von DaMane
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Dein Kommentar

Du kannst jetzt schreiben und Dich später registrieren. Wenn Du ein Konto hast, melde Dich jetzt an, um unter Deinem Benutzernamen zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Nur 75 Emojis sind erlaubt.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.

×
×
  • Neu erstellen...