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Probleme mit O200-Motor: Idle Cut Off schaltet Triebwerk nicht ab


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63 Antworten in diesem Thema

#1 iwl

iwl
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Geschrieben 28 August 2016 - 14:29

Hallo,

 

ich bin kürzlich mal wieder einen O200 geflogen.

Der ließ sich mit Idle Cut Off nicht abstellen, zwar ganz kurz vorm ausgehen aber nicht ganz.

Ein ganz blöder Betriebspunkt natürlich, Vibrationen und vermutlich auch hässliche Bordspannung.

Habe dann mit der Zündung ausgemacht.

Auf Nachfrage wurde dann gesagt ich solle mehr Gas geben > 1000 U/min, da geht er dann aus.

Ich fragte ob da das Ventil nicht richtig schließt.

Nein der Leerlauf wäre zu fett eingestellt und deswegen.

Wie ist das nun macht Idle Cut Off immer ganz zu wenn gezogen oder nicht?

 


Ingo

#2 DaMane

DaMane
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  • 4.175 Beiträge
  • Aviatik-Fan, Instrumentenflug, Privatpilot, Flightsimmer, Fluglehrer

Geschrieben 28 August 2016 - 15:33

Hallo,

 

ich bin kürzlich mal wieder einen O200 geflogen.

Der ließ sich mit Idle Cut Off nicht abstellen, zwar ganz kurz vorm ausgehen aber nicht ganz.

Ein ganz blöder Betriebspunkt natürlich, Vibrationen und vermutlich auch hässliche Bordspannung.

Habe dann mit der Zündung ausgemacht.

Auf Nachfrage wurde dann gesagt ich solle mehr Gas geben > 1000 U/min, da geht er dann aus.

Ich fragte ob da das Ventil nicht richtig schließt.

Nein der Leerlauf wäre zu fett eingestellt und deswegen.

Wie ist das nun macht Idle Cut Off immer ganz zu wenn gezogen oder nicht?

Ich hatte dein Problem noch nie. Es muß wohl tatsächlich eine Einstellungssache an diesem Exemplar sein. Oder beim Bedienweg des Mixture-Hebels? Gas reinschieben hilft natürlich zum leersaugen.

 

Manfred


Bearbeitet von DaMane, 28 August 2016 - 15:34 .


#3 iwl

iwl
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  • Instrumentenflug, Privatpilot, Heli-Pilot, Deltapilot, Segelflug-Pilot, Modellflieger

Geschrieben 28 August 2016 - 16:07

Ich hoffe auf eine Antwort von einem Motor / Vergaser Fachmann.
Ob die Leerlaufeinstellung tatsächlich am Idle Cut Off vorbei geht, oder nicht.

Ingo

Bearbeitet von iwl, 28 August 2016 - 16:10 .

Ingo

#4 Brufi

Brufi
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Geschrieben 29 August 2016 - 13:01

Bei den auf Lycoming und Continental Motoren üblichen Marvel-Schebler Vergasern ist das Mixture Ventil ein simpler Drehschieber welcher wohl nie völlig dicht schliesst.

In einem älteren Flugzeugkenntnisse - Buch (vom legendären, inzwischen leider verstorbenen Jack Rufli) sehe ich eine Schnittzeichnung eines solchen Vergasers. Das Mixture Ventil sitzt am Ausgang aus der Schwimmerkammer, die Verzweigung zur Hauptdüse bzw. zum Leerlaufsystem folgt erst anschliessend. Somit schliesst das Mixture Ventil auch den Treibstoffzufluss zum Leerlaufsystem ab.

Falls damit der Motor nicht normal abgestellt werden kann, ist einer der Gründe sicher die Undichtheit des geschlossenen Mixture Ventils, aber eben nicht nur, denn eine gewisse Leckage an dieser Stelle ist wohl immer vorhanden.

Wenn das Leerlaufgemisch zu fett eingestellt ist (eine häufige Sünde der schraubenden Zunft), dann kann es u.U. vorkommen, dass der Motor nicht abstellt.

Abhilfe: Etwas Gas geben! Damit öffnet man die Drosselklappe, der Motor saugt dadurch mehr Luft an aber wegen dem geschlossenen Mixture Ventil wird in der Folge das Gemisch derart mager, dass die magere Zündgrenze unterschritten wird und der Motor abstellt.

 

Gruss

Philipp



#5 FalconJockey

FalconJockey
  • Moderator
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  • Aviatik-Fan, Airline-Pilot, Privatpilot

Geschrieben 29 August 2016 - 13:10

Ich habe mal den Titel des Themas angepasst, davor war er etwas arm an Informationen. Wer Fachfragen beantwortet kriegen will, sollte auch die Überschrift entsprechend gestalten, sonst schaut keiner rein.
  • DaMane sagt danke

Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten! :D

Cheers, Andreas

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#6 Chipart

Chipart
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Geschrieben 29 August 2016 - 13:36

Abhilfe: Etwas Gas geben! Damit öffnet man die Drosselklappe, der Motor saugt dadurch mehr Luft an aber wegen dem geschlossenen Mixture Ventil wird in der Folge das Gemisch derart mager, dass die magere Zündgrenze unterschritten wird und der Motor abstellt.

Das löst leider nur ein Teil des Problems:

 

Der eigentliche Grund, warum wir unsere Motoren mit dem Mixture-Hebel abstellen und nicht mit dem Zündschalter ist doch, dass eigentlich sicher gestellt sein soll, dass kein Zündfähiges Gemisch mehr in den Zylindern ist. Damit kann dann auch bei defekter Zündanlage der Motor nicht "spontan" (also durch drehen am Prop) anspringen. 

 

Wenn durch Undichtigkeit des Mixture-Ventils aber Sprit "Nachlaufen" kann, dann ist dieses Sicherheits-Verhalten aber ausser Kraft gesetzt und bei einem Fehler in der Zündanlage kann der Motor deswegen anlaufen. Zum Beispiel ein durchdrehen des Drops, das einige Kollegen machen um das Öl im Motor zu verteilen kann dann ne ganz ganz schlechte Idee sein....

 

Florian



#7 iwl

iwl
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  • Instrumentenflug, Privatpilot, Heli-Pilot, Deltapilot, Segelflug-Pilot, Modellflieger

Geschrieben 29 August 2016 - 14:12

Mir gefällt das ganze auch nicht, aber auf meine paar Charterstunden kann man gut verzichten.
Können sich mal die Leute kurz melden, die erst mit dem neuen Betreff gelesen haben, das tät mich mal interessieren.

Ingo
Ingo

#8 Brufi

Brufi
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  • Berufspilot, Instrumentenflug, Fluglehrer

Geschrieben 29 August 2016 - 14:58

Das löst leider nur ein Teil des Problems:

 

Der eigentliche Grund, warum wir unsere Motoren mit dem Mixture-Hebel abstellen und nicht mit dem Zündschalter ist doch, dass eigentlich sicher gestellt sein soll, dass kein Zündfähiges Gemisch mehr in den Zylindern ist. Damit kann dann auch bei defekter Zündanlage der Motor nicht "spontan" (also durch drehen am Prop) anspringen. 

 

Wenn durch Undichtigkeit des Mixture-Ventils aber Sprit "Nachlaufen" kann, dann ist dieses Sicherheits-Verhalten aber ausser Kraft gesetzt und bei einem Fehler in der Zündanlage kann der Motor deswegen anlaufen. Zum Beispiel ein durchdrehen des Drops, das einige Kollegen machen um das Öl im Motor zu verteilen kann dann ne ganz ganz schlechte Idee sein....

 

Florian

 

Sicher ist, dass der Motor abstellt wenn so verfahren wird wie ich sage. Er stellt ab eben gerade weil das Gemisch nicht mehr zündfähig ist.

Klar ist auch, dass etwas nicht ganz in Ordnung ist mit diesem Exemplar. Etwas anderes habe ich ja auch mit keiner Silbe behauptet.

Wenn ich mir die Situation mal praktisch vorstelle, dann merkt der Aeronaut ja erst nach vollendetem Flug etwas, wenn der Lycontisaurier partout nicht abstellen will nachdem der mixture Hebel gezogen wurde. Was nun?

Meine Antwort habe ich gegeben: Etwas Gas geben! Dann stellt er nämlich ab weil das Gemisch so mager wird, dass es nicht mehr zündfähig ist. Meeerksch öppis? Zündung ist ja noch eingeschaltet und Motor stellt trotzdem ab. Was willsch noch mehr?

 

Was ist denn dein Alternativvorschlag? Den Motor laufen lassen bis der Tank leer wird? ;)


Bearbeitet von Brufi, 29 August 2016 - 14:59 .

  • FalconJockey, MarkusP210, mds und ein anderer sagt danke

#9 Urs Wildermuth

Urs Wildermuth
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  • Privatpilot, Aviation Ground Staff

Geschrieben 29 August 2016 - 15:02

Fuel Valve auf Aus?

Beste Grüsse
Urs
LSZH
http://www.hbdwc.ch


#10 iwl

iwl
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Geschrieben 29 August 2016 - 15:21

Das bei dem unscheinbaren Hebel in der 150iger mal ein nächster die Batterie leer macht, wäre noch das wenigste zu was kreative Lösungen führen.

 

Dass das mit dem Gasgeben funktionieren kann war mir auch klar.

 

Mich hat halt etwas Hintergrund interessiert, jedenfalls ein Grund mehr mit Propellern vorsichtig zu sein.


Ingo

#11 DaMane

DaMane
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Geschrieben 29 August 2016 - 16:10

..................
Können sich mal die Leute kurz melden, die erst mit dem neuen Betreff gelesen haben, das tät mich mal interessieren.

Ingo

Du stellst ja wieder Ansprüche heute ;)

 

Man darf halt nicht immer nur von jetzt-auf-gleich denken :) , sondern auch ein bischen in die Zukunft.

 

Andreas in seiner Eigenschaft als Mod hatte wohl die bessere Auffindbarkeit im Sinn, wenn in ein paar Monaten oder Jahren mal jemand etwas zu diesem Thema sucht.

 

Gruß

Manfred



#12 DaMane

DaMane
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Geschrieben 29 August 2016 - 16:16

................... Zum Beispiel ein durchdrehen des Drops, das einige Kollegen machen um das Öl im Motor zu verteilen kann dann ne ganz ganz schlechte Idee sein....

 

Florian

Na ja, die Idee wird deswegen nicht schlechter ;)

 

Manfred



#13 iwl

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Geschrieben 29 August 2016 - 16:20

Ist das nicht nur bei Sternmotoren nötig, oder hängenden Zylindern.

Ingo
Ingo

#14 DaMane

DaMane
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Geschrieben 29 August 2016 - 19:19

Ist das nicht nur bei Sternmotoren nötig, oder hängenden Zylindern.

Ingo

Ich denke, das Motoröl läuft in jedem Motor nach unten, wenn er steht. Deshalb können die höherliegenden Lager zunächst fast ungeschmiert sein, bis sie nach dem Anlassen wieder vom Ölkreislauf versorgt werden. Ein vorheriges Durchdrehen per Hand soll das verhindern.

Bei Sternmotoren kommt dazu, daß das Öl auch in die untenliegenden Zylinder läuft, was die Gefahr eines Hydraulik-Schlages beim Anlasssen in sich birgt, wenn es nicht vorher entfernt wird. Vorhandenes Restöl ist dann für die dekorativen Qualmwolken verantwortlich, die es fast immer beim Start von Sternmotoren gibt.

 

Manfred



#15 iwl

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Geschrieben 29 August 2016 - 20:15

So schnell dreht der Anlasser ja auch nicht.

Ingo
Ingo

#16 DaMane

DaMane
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Geschrieben 29 August 2016 - 20:38

So schnell dreht der Anlasser ja auch nicht.

Ingo

Spielt keine Rolle. Öl ist auch nicht langsam komprimierbar. Oder denkst du, die Zylinder würden nachgeben?

 

Manfred 



#17 iwl

iwl
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Geschrieben 29 August 2016 - 22:22

Ich bezog mich auf die ungeschmierten Lager, daß es bei Sternmotoren / hängenden Zylindern Sinn macht sagte ich ja. Der Normalflieger hat ja liegende Zylinder (Boxer).
Frage ist auch passt man dann beim Sternmotor auch auf und schraubt bei Widerstand die Kerze raus.

Ingo

Bearbeitet von iwl, 29 August 2016 - 22:25 .

Ingo

#18 DaMane

DaMane
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Geschrieben 29 August 2016 - 23:43

Ich bezog mich auf die ungeschmierten Lager,

OK, das hatte ich miß(t)verstanden. Ich vermute, daß die Druckbelastung eine wesentlich Rolle spielen könnte.

 

Frage ist auch passt man dann beim Sternmotor auch auf und schraubt bei Widerstand die Kerze raus.

Ingo

Ist auf jeden Fall ratsam nach längeren Standzeiten. Was "länger" ist, hängt m.E. vom Zustand der Kolbenringe ab.



#19 sheckley666

sheckley666
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Geschrieben 02 September 2016 - 07:21

SDann stellt er nämlich ab weil das Gemisch so mager wird, dass es nicht mehr zündfähig ist. Meeerksch öppis? Zündung ist ja noch eingeschaltet und Motor stellt trotzdem ab. Was willsch noch mehr?

Wahrscheinlich ist meine Überlegung viel zu theoretisch. aber:

Besteht nicht die Gefahr, dass das Gemisch in den Zylindern ungleichmässig mager ist? Der Motor stellt sicher schon ab, wenn es in drei von vier Zylindern unter die Zündgrenze fällt, aber wenn nachher jemand von Hand am Propeller dreht, kann es dann nicht sein, dass der eine Zylinder mit noch zündfähigem Gemisch zündet? Das reicht natürlich nicht, um den Motor wieder zu starten, aber für einen verletzungsträchtigen Schlag mit dem Propeller.


Grüsse, Frank

 

Das Leben ist ungesund, umweltschädlich und gefährlich. Höchste Zeit, es zu verbieten.


#20 DaMane

DaMane
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  • Aviatik-Fan, Instrumentenflug, Privatpilot, Flightsimmer, Fluglehrer

Geschrieben 02 September 2016 - 16:02

Wahrscheinlich ist meine Überlegung viel zu theoretisch. aber:

Besteht nicht die Gefahr, dass das Gemisch in den Zylindern ungleichmässig mager ist? Der Motor stellt sicher schon ab, wenn es in drei von vier Zylindern unter die Zündgrenze fällt, aber wenn nachher jemand von Hand am Propeller dreht, kann es dann nicht sein, dass der eine Zylinder mit noch zündfähigem Gemisch zündet? Das reicht natürlich nicht, um den Motor wieder zu starten, aber für einen verletzungsträchtigen Schlag mit dem Propeller.

Ausschließen kann man - theoretisch - eigentlich gar nix. Deshalb faßt einen Prop immer so an, als ob er "scharf" wäre....

 

Gruß

Manfred


  • MarkusP210 sagt danke