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Unterschiede deutsche Phraseologie Deutschland/Schweiz/Österreich


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72 Antworten in diesem Thema

#1 Dierk

Dierk
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  • 869 Beiträge

Geschrieben 05 September 2016 - 12:21

Hallo,

Nachdem ich schon die französische Phraseologie vorbereitet habe und dabei kleinere Unterschiede zwischen dem Gebrauch in der französischen Schweiz und Frankreich aufgefallen sind, welche die Vorbereitung auf das Examen in der Schweiz nicht erleichtert haben (man sollte am besten kein ausländisches Lehrmittel benutzen), stellt sich mir das Problem nun für die deutsche Phraseologie.

Gibt es Unterschiede im Gebrauch bzw. Wörtern/Redewendungen zwischen Deutschland / Schweiz / Österreich?

Die deutsche Radiotelefonieprüfung möchte in in der Schweiz ablegen.

Bearbeitet von Dierk, 05 September 2016 - 12:22 .

Grüsse,
Dierk

#2 Michi Moos

Michi Moos
  • Registrierter Benutzer
  • 530 Beiträge
  • Privatpilot

Geschrieben 05 September 2016 - 19:34

Hi Dierk,

Mir sind bisher in der Praxis nicht wirkliche Unterschiede aufgefallen. 

Für die Prüfung in der Schweiz waren wir mit dem Lehrmittel von Dagmar Hollerer sehr gut vorbereitet. Ist das identische Lehrmittel wie für die englische Voice, hat einfach noch die deutschen Ausdrücke dazu geschrieben. Man kann damit gleichzeitig die englische Phrasologie wieder auf Vordermann bringen :-) 

 

Wie hast du die franz. Voice gemacht? 


  • Dierk sagt danke
Gruss,
Michi

#3 Stephan E.

Stephan E.
  • ILS-Gönner
  • 110 Beiträge
  • Privatpilot

Geschrieben 05 September 2016 - 21:20

Hallo Dierk, die Frage ist schwer zu beantworten oder falsch gestellt, denn die (resp. überhaupt eine) deutsche Phraseologie wird in der Schweiz eigentlich nicht verwendet. Auch wenn schweizerdeutsch gesprochen wird, werden die englischen technischen Begriffe verwendet. Rollhalt, queranflug, endanflug, usw., wird m.W. nicht verwendet.

Vielleicht ist mein Eindruck auch falsch. Aber kein Witz: ich habe die deutsche Phraseologie nicht einmal gekannt, bevor ich in Deutschland rumzufliegen begann.

Beste Grüsse
Stephan
  • Dierk und ArcticChiller sagen danke

#4 cosy

cosy
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  • 434 Beiträge
  • Privatpilot, Ultralight-Pilot

Geschrieben 05 September 2016 - 21:48

Hallo,

Nachdem ich schon die französische Phraseologie vorbereitet habe und dabei kleinere Unterschiede zwischen dem Gebrauch in der französischen Schweiz und Frankreich aufgefallen sind, welche die Vorbereitung auf das Examen in der Schweiz nicht erleichtert haben (man sollte am besten kein ausländisches Lehrmittel benutzen), stellt sich mir das Problem nun für die deutsche Phraseologie.

Gibt es Unterschiede im Gebrauch bzw. Wörtern/Redewendungen zwischen Deutschland / Schweiz / Österreich?

Die deutsche Radiotelefonieprüfung möchte in in der Schweiz ablegen.

Ich empfele Dir das Buch "Calling tower" sowie das officielle AIS Manual in den beiden Sprachen. Ersteres ist zwar schon älter, aber immer noch sehr (didaktisch) gut, kannst Du bei mir ausleihen.
Der wichtigste Unterschied ist doch wohl 'Piste'(f) anst. des unsäglichen 'Start/Landebahn' Auch 'Volte' (f) ist so ein geniales Kurzwort in der Schweiz.
  • Dierk sagt danke
Cosy

#5 cosy

cosy
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  • 434 Beiträge
  • Privatpilot, Ultralight-Pilot

Geschrieben 05 September 2016 - 21:52

Hallo Dierk, die Frage ist schwer zu beantworten oder falsch gestellt, denn die (resp. überhaupt eine) deutsche Phraseologie wird in der Schweiz eigentlich nicht verwendet. Auch wenn schweizerdeutsch gesprochen wird, werden die englischen technischen Begriffe verwendet. Rollhalt, queranflug, endanflug, usw., wird m.W. nicht verwendet.

Vielleicht ist mein Eindruck auch falsch. Aber kein Witz: ich habe die deutsche Phraseologie nicht einmal gekannt, bevor ich in Deutschland rumzufliegen begann.

Beste Grüsse
Stephan

Im Motorflug hast Du recht. Aber für meine Segelfliegerprüfung musste ich die deutsche Voice machen, gefunkt wird dann auf schweizerdeutsch, in der Standardphraseologie.
  • Dierk und AirBuss sagen danke
Cosy

#6 Dierk

Dierk
  • Registrierter Benutzer
  • 869 Beiträge

Geschrieben 05 September 2016 - 22:51

Hi Dierk,
Mir sind bisher in der Praxis nicht wirkliche Unterschiede aufgefallen.
Für die Prüfung in der Schweiz waren wir mit dem Lehrmittel von Dagmar Hollerer sehr gut vorbereitet. Ist das identische Lehrmittel wie für die englische Voice, hat einfach noch die deutschen Ausdrücke dazu geschrieben. Man kann damit gleichzeitig die englische Phrasologie wieder auf Vordermann bringen :-)

Wie hast du die franz. Voice gemacht?


Hallo Michi und Stephan,

die franz. und englische Voice habe ich mit "Speaking VFR" von Wenger/Weber gemacht. Das ist ein französischsprachiges Werk, welches jeweils die englische und französische Voice nebeneinander stellt. Ergänzt hatte ich das damals noch durch einschlägige französische Publikationen, was jedoch keine gute Idee war.

Ich hab mir auch überlegt, einfach die deutschen Ausdrücke danebenzuschreiben. Ich möchte aber nichts falsches lernen, daher meine Frage.

Für die Schweiz habe ich von Peter Bregg "90 Sprechfunk für Segelflieger" gefunden, dem man schon einiges an Wortschatz entnehmen kann. Dort wird z.B. "zwei" als "zwo" ausgesprochen. Statt "Downwind" steht im Diagramm der Platzrunde allerdings "Gegenanflug", wie bei "Melden Sie Gegenanfllug Rechtsvolte Piste neun!" Während meinem Segelflug-Schnuppertraining wurde allerdings ausnahmslos "Downwind" gesagt, die Begründung war, dass die Romands am Platz das eventuell noch verstehen, während "Gegenanflug" sie überfordern würde...:D

Allerdings muss es eine offizielle Sprachregelung für die Prüfer des BAZL geben, entweder beide Wörter werden akzeptiert oder eines davon ist falsch.

Bearbeitet von Dierk, 05 September 2016 - 22:52 .

Grüsse,
Dierk

#7 Dierk

Dierk
  • Registrierter Benutzer
  • 869 Beiträge

Geschrieben 05 September 2016 - 22:55

Ich empfele Dir das Buch "Calling tower" sowie das officielle AIS Manual in den beiden Sprachen. Ersteres ist zwar schon älter, aber immer noch sehr (didaktisch) gut, kannst Du bei mir ausleihen.
Der wichtigste Unterschied ist doch wohl 'Piste'(f) anst. des unsäglichen 'Start/Landebahn' Auch 'Volte' (f) ist so ein geniales Kurzwort in der Schweiz.


Hallo Bruno,

Danke für das Angebot, komme eventuell darauf zurück. Wo findet man denn das offizielle AIS Manual?
Grüsse,
Dierk

#8 Philippe Seiler

Philippe Seiler
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  • Privatpilot

Geschrieben 06 September 2016 - 05:49

Hallo Dierk,
Ich kann Michi nur beipflichten mit der Empfehlung bezüglich Lehrmittel von Dagmar. Infos finden sich unter:
www.vfr-voice.ch

Ich rate sogar zu einem Kurs bei Ihr. So kannst Du sicher sein das Du auf dem neuesten Stand bist, englisch und deutsch.


Gruess Phibe

www.thun-airfield.ch
  • Dierk sagt danke
Gruess Phibe

#9 Chipart

Chipart
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Geschrieben 06 September 2016 - 06:38

"Melden Sie Gegenanfllug Rechtsvolte Piste neun!" 

 

Offenbar gibt es schon Unterschiede. In Deutschland würde man korrekt sagen: "Melden Sie rechten Gegenanflug Null Neun".

 

Florian


  • Brufi und Dierk sagen danke

#10 Brufi

Brufi
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Geschrieben 06 September 2016 - 10:10

Offenbar gibt es schon Unterschiede. In Deutschland würde man korrekt sagen: "Melden Sie rechten Gegenanflug Null Neun".

 

Florian

In der  CH genau gleich. Ich habe in der CH auch die Deutsche Sprechfunkausbildung und Prüfung gemacht. Im gleichen Kurs bei Dagmar Hollerer wie Michi. Offiziell gilt die Deutsche Phraseologie und diese gibts nur einmal.

Den Kurs bei Dagmar kann auch ich empfehlen und nur um es zu erwähnen: Sie macht auch Voice Unterricht per Skype, zu jenen Zeiten, die dem Schüler möglich sind, sehr flexibel.

Wenn lokal oder regional gewisse Ausdrücke anders angewandt werden, hat das nichts mit der korrekten Phraseologie zu tun.

Gruss

Philipp


  • Dierk und DaMane sagen danke

#11 iwl

iwl
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Geschrieben 08 September 2016 - 20:27

Ich habe sagen hören und dachte, in der Schweiz ist wegen den vielen Sprachen die Phraselogie nur in Englisch und der "Smalltalk" dazwischen in z.B. Deutsch.
Scheint wohl doch nicht zu sein.

Ingo
Ingo

#12 cosy

cosy
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Geschrieben 08 September 2016 - 22:56

Ich habe sagen hören und dachte, in der Schweiz ist wegen den vielen Sprachen die Phraselogie nur in Englisch und der "Smalltalk" dazwischen in z.B. Deutsch.
Scheint wohl doch nicht zu sein.
Ingo


Sicher nicht. Es gibt eine Trennlinie von nordwesten nach Südosten. (Südlich Basel über Saanen -Raron bis zum Simplonpass. Links französisch, techts deutsch, unten italienisch. An Flugplätzen mit Tower (Swisscontrol) alternativ englisch, in Zürich (einzige Ausnahme)ist englisch vor deutsch. 90% aller Hobbykutscher wagen sich nicht in die anderen (gilt für Romands) Sprachgebiete.
Die Teilung ist insofern unfair, als dass es Plätze im franz. FIR-Teil gibt, wo aber schweizerdeutsch gesprochen wird (Saanen, Raron, Zermatt (HEL)..., und umgekehrt. Im Aĺltag kommst Du mit Deutsch nicht weit in der Romandie profonde, im Tessin oder Puschlav (it.) aber schon.

Bearbeitet von cosy, 08 September 2016 - 22:57 .

  • Dierk sagt danke
Cosy

#13 iwl

iwl
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  • 1.977 Beiträge
  • Instrumentenflug, Privatpilot, Heli-Pilot, Deltapilot, Segelflug-Pilot, Modellflieger

Geschrieben 08 September 2016 - 23:35

Werde zwar sobald nicht hinkommen, ist in der Romandie dann Englisch auch so ein Problem wie in Frankreich?


Ingo

#14 Poensch

Poensch
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Geschrieben 09 September 2016 - 08:09

Sicher nicht. Es gibt eine Trennlinie von nordwesten nach Südosten. (Südlich Basel über Saanen -Raron bis zum Simplonpass. Links französisch, techts deutsch, unten italienisch. An Flugplätzen mit Tower (Swisscontrol) alternativ englisch, in Zürich (einzige Ausnahme)ist englisch vor deutsch. 90% aller Hobbykutscher wagen sich nicht in die anderen (gilt für Romands) Sprachgebiete.
Die Teilung ist insofern unfair, als dass es Plätze im franz. FIR-Teil gibt, wo aber schweizerdeutsch gesprochen wird (Saanen, Raron, Zermatt (HEL)..., und umgekehrt. Im Aĺltag kommst Du mit Deutsch nicht weit in der Romandie profonde, im Tessin oder Puschlav (it.) aber schon.

 

Ich erlebe dies jeweils anders. In der Deutschschweiz wird im Motorflug meist englisch gesprochen. Funk auf Deutsch höre ich meist nur von den Seglern und von Flugzeugen mit D-xxx Kennung.

 

Als ich das letzte Mal in Lausanne war, machte jemand nach meinen Erstaufruf eine Durchsage, dass jemand ohne französischen Funk im Anflug ist. Danach waren die meisten Meldungen der lokalen Piloten auch auf Englisch, waren aber wohl froh, als ich gelandet war und sie wieder auf franzöisch funken konnten.

 

gruss

 

roland


Bearbeitet von Poensch, 09 September 2016 - 08:10 .

  • consti, Brufi und Dierk sagen danke

#15 cosy

cosy
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  • Privatpilot, Ultralight-Pilot

Geschrieben 09 September 2016 - 12:51

Ich erlebe dies jeweils anders. In der Deutschschweiz wird im Motorflug meist englisch gesprochen. Funk auf Deutsch höre ich meist nur von den Seglern und von Flugzeugen mit D-xxx Kennung.
...

gruss

roland

Ja,auch ich vermeide deutsch und funke in der deutschschweiz mit Ausnahme von (Porrentruy und die franz. Juratäler) immer ENG.
In der Westschweiz sowie obg. Ausnahmen ists dann legal franz. (Dank FCL in FRA).
Was ich beschrieb, war die gültige Rechtslage. Wie das nach der anstehenden Revision des Luftfahrtrechts rauskommt, wissen die Götter. Mandatory Englisch wär eine Knacknuss un der Tod vieler 300sFR Kaffees...
Cosy

#16 cosy

cosy
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Geschrieben 09 September 2016 - 12:56

Werde zwar sobald nicht hinkommen, ist in der Romandie dann Englisch auch so ein Problem wie in Frankreich?

In meinem Bekanntenkreis hat es nebst einem Piloten mit 2500h auch Fluglehrer, die das FCL in englisch nicht schafften, ach ja und eine Apothekerin, die nach der Wiederholungsprüfung aufgab-trotz Reiselust und eigenem DR400. Jetzt macht sie halt laufend Korsika und so..
Cosy

#17 Young Pilot

Young Pilot
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Geschrieben 11 September 2016 - 15:02

Werde zwar sobald nicht hinkommen, ist in der Romandie dann Englisch auch so ein Problem wie in Frankreich?

 

Bressaucourt, Lausanne, Ecuvillens, Les Eplatures, Sion und Yverdon ist auf Englisch absolut problemlos. Waren oft da in letzter Zeit und nie Probleme gehabt. Die anderen (kleineren) Plätze in der Romandie kann ich nicht beurteilen, da ich noch nie dort war. Man hört halt ab und zu französische Funksprüche, aber das hat uns nie gross gestört. Ausserdem wechseln viele Romands auf Englisch wenn der grösste Teil auf der Freq. Englisch spricht :)


Gruss Roman

 

www.pilotenklasse13.ch


#18 PAO1908

PAO1908
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Geschrieben 12 September 2016 - 10:32

War gestern in Gruyere. Ich englisch, die anderen französisch. Überhaupt kein Problem. Wenn Sie merken, dass man ein paar Wörter französisch kann, plappern sie einen in französisch voll. Parque a droite de la cessna. Ein please in english hätte da sicher geholfen, wenn man es nicht verstanden hätte.

Grüsse
  • Spägi und cosy sagen danke
Gruss
Alekos

#19 cosy

cosy
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Geschrieben 12 September 2016 - 10:58

War gestern in Gruyere. Ich englisch, die anderen französisch. Überhaupt kein Problem. Wenn Sie merken, dass man ein paar Wörter französisch kann, plappern sie einen in französisch voll. Parque a droite de la cessna. Ein please in english hätte da sicher geholfen, wenn man es nicht verstanden hätte.

Grüsse

Dass es geht, wissen wir ja Alle aus eigener Erfahrung. Ich war auch lange vor der english proficiency in Deutschland, Italien  und sogar 1993 (!) bereits als VFR Hobbykutscher in Ungarn und Tschechien- ohne Zwischenfälle (wobei die Verständigung mit den ungarischen Militärs an den Mikrophonen der ACT schon eine arge Grenzerfahrung war).

 

Was hier speziell (meinerseits) eingeworfen worden war, ist der Umstand, dass eine regulatorische Grauzone entstanden ist. Jedes Land kann nun hingehen und im Extremfall Bussen oder Verwarnungen aussprechen, wenn

- Du auf einem Platz landest, für den die definierte Sprache nicht per FCL procicency in Deinem Ausweis eingetragen ist (nahezu 100% meiner Fliegerkollegen für Deutsch, die allermeisten Deutschen und sehr viele Deutschschweizer für Französisch). Das ist sehr relevant, denn z.B. die zahlenmässig meisten Plätze in Frankreich sind NICHT offiziell englisch (Voice) zugelassen.

- Wenn Du auf englisch funkst, von mir aus perfekt und flüssig in korrekter Phraseologie, jedoch keinen gültigen FCL- Eintrag hast. Das ist bei vielen privaten Cross-Country Piloten aus meinem Bekanntenkreis der Fall. Dies betrifft ganz besonders auch sehr viele Ultralight Piloten.

 

Ich weiss, im Moment ist die Praxis nicht entsprechend, aber wer weiss schon, was uns die EASA und Co. noch alles beschehrt?

 

(diese Anmerkung soll konstruktiv - prädiktiv verstanden werden)


Bearbeitet von cosy, 12 September 2016 - 10:59 .

Cosy

#20 Poensch

Poensch
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Geschrieben 12 September 2016 - 11:29

Was hier speziell (meinerseits) eingeworfen worden war, ist der Umstand, dass eine regulatorische Grauzone entstanden ist. Jedes Land kann nun hingehen und im Extremfall Bussen oder Verwarnungen aussprechen, wenn

- Du auf einem Platz landest, für den die definierte Sprache nicht per FCL procicency in Deinem Ausweis eingetragen ist (nahezu 100% meiner Fliegerkollegen für Deutsch, die allermeisten Deutschen und sehr viele Deutschschweizer für Französisch). Das ist sehr relevant, denn z.B. die zahlenmässig meisten Plätze in Frankreich sind NICHT offiziell englisch (Voice) zugelassen.

 

Auch dies wird nicht wahrer, wenn es öfters geschrieben wird. Nur jene Plätze in FR, auf welchen auf der VAC "Fr only" steht, sind nur mit französisch anzufliegen. Bei den meisten Plätzen ist dies nur ausserhalb der AFIS Zeiten der Fall. Ich habs nicht gezählt, aber bin der Meinung, die zahlenmässig meisten Plätze sind davon nicht betroffen.

 

zu deinem letzten Absatz: ich weiss nicht was du mit FCL Eintrag meinst. Voice oder Proficiency? Ein LPC ist nur erforderlich im Verkehr mit Luftraum C/D, soweit mein Kenntnisstand. Du kannst also problemlos XC FLüge machen, wenn du ausserhalb von C/D bleibst und auf nicht kontrollierten Plätzen startest/landest. Du darfst sogar mit FIS reden, ganz ohne LPC. Bitte um Berichtigung, falls ich dies falsch in Erinnerung habe.

 

Zu guter Letzt besteht zurzeit die Diskussion, dass jeweils nur EIN LPC erforderlich ist. Es ist dabei nicht spezifiziert, dass es sich dabei zwingend um den LPC für die in Gebrauch stehende Sprache handelt. Ist eine gewagte Argumentation, aber wenn man die Vorschriften wortgenau (und dies tun Juristen) interpretiert, kann man zu diesem Schluss kommen. Hier bei Interesse bitte Google bemühen.

 

gruss

 

roland