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Unterschiede deutsche Phraseologie Deutschland/Schweiz/Österreich


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72 Antworten in diesem Thema

#21 Stephan E.

Stephan E.
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  • Privatpilot

Geschrieben 12 September 2016 - 12:28

Hallo Dierk

 

Damit Du nicht noch mehr verwirrt wirst: Du kannst, wenn Du das willst, an jedem Flugplatz in der Schweiz Englisch funken und du wirst deswegen weder angemacht noch beargwöhnt und du bist dann auch völlig legal unterwegs.

 

Eine andere Frage ist natürlich die nach dem passiven Verständnis: In der Tat wirst Du in der Romandie in der Luft oft Französisch hören. Wenn Du dann nicht verstehst, was die sagen, ist das natürlich ein sicherheitsrelevanter Punkt.

 

https://www.bazl.adm...ugplaetzen.html

 

Beste Grüsse

Stephan


  • Brufi sagt danke

#22 cosy

cosy
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  • Privatpilot, Ultralight-Pilot

Geschrieben 12 September 2016 - 15:58

...

Auch dies wird nicht wahrer, wenn es öfters geschrieben wird. Nur jene Plätze in FR, auf welchen auf der VAC "Fr only" steht, sind nur mit französisch anzufliegen. Bei den meisten Plätzen ist dies nur ausserhalb der AFIS Zeiten der Fall. Ich habs nicht gezählt, aber bin der Meinung, die zahlenmässig meisten Plätze sind davon nicht betroffen.

 

zu deinem letzten Absatz: ich weiss nicht was du mit FCL Eintrag meinst. Voice oder Proficiency? Ein LPC ist nur erforderlich im Verkehr mit Luftraum C/D, soweit mein Kenntnisstand. Du kannst also problemlos XC FLüge machen, wenn du ausserhalb von C/D bleibst und auf nicht kontrollierten Plätzen startest/landest. Du darfst sogar mit FIS reden, ganz ohne LPC. Bitte um Berichtigung, falls ich dies falsch in Erinnerung habe.

 

Zu guter Letzt besteht zurzeit die Diskussion, dass jeweils nur EIN LPC erforderlich ist. Es ist dabei nicht spezifiziert, dass es sich dabei zwingend um den LPC für die in Gebrauch stehende Sprache handelt. Ist eine gewagte Argumentation, aber wenn man die Vorschriften wortgenau (und dies tun Juristen) interpretiert, kann man zu diesem Schluss kommen. ..

Ich bin ja nur Hobbykutscher, aber FCL sollte schon klar sein: Flight Crew License . Die Vorgaben der EASA betr. Skills, Ausbildungsumfang, Tests usw..sind in "Weisungen" niedergeschrieben, die abgekürzt FCL x.yyyyy heissen.

 

Dummerweise wurden diejenigen für die Kompetenzen im Sprachverkehr beim Fliegen vor ein paar Jahren umnummeriert, resp. alte Vorschriften durch Neue mit andern Nummern ersetzt (Vermutlich, weil nicht alle Länder Zeitgleich die Änderungen übernahmen- so kann man verifizieren, welchen Test man macht resp. für welche Skills man autorisiert wurde). Schaut mal in Eurem Testzertifikat nach: wenn darin nicht

- entweder die FCL-Nummer

- oder der offizielle Titel

explizit genannt wird, ist das Zertifikat ungültig oder der Ausbildner wurde nicht validiert oder die Ausichtsbehörde (in CH das BAZL) hatte geschlampt

 

Hier eine kleine Geschichte der Voice aus Sicht von Frankreich:

QRI  Qualification de radio-telephonie  internationale* (th. + prakt. Ausbildung, Test in englisch), basierend auf ICAO

QRRI Qualification de radio-telephonie restrainte internationale* (dito, Test in französisch)

- Wiederholungstests gab es nicht (zumindest nicht im VFR-Bereich) soweit ich weiss

QRI wurde mit Einführung der EASA FCL zu FCL 1.200 (die Ausbildung mit Erstprüfung)

 Stufensystem wurde eingeführt: 4-4.99: 3 Jahre bis zur Prüfungswiderholung, 5.0-5.9: 6 Jahre ; 6.0 : Lebenslang (keine Widerhohlung)

- neu:  Wiederholungsprüfung EASA FCL 1.028 entweder VFR oder IFR, und spezifisch je nach PPL (Flächen oder Helikopter) , ich glaube wegen der praktischen Prüfung (simulierte Emergency)

FCL 1.028 wurde abgelöst durch die FCL.055 , auch wieder VFR oder IFR, jetzt nicht mehr getrennt, alle Stufen gleich

(auch FCL1.200 wurde abgelöst durch das gleiche Reglement, die entsprechende Erstprüfung heisst da FCL.055D )

 

Der Eintrag der erfolgreich absolvierten Prüfung findet im EASA Ausweis unter Rubrik XII (basiseintrag) und XIII (Erweiterung und Gültigkeit).

 

Weil nun alle Proficiency Qualifikationen FCL.055 heissen, nannte ich sie kurz FCL.

Für Dich ist offenbar die Voice die (deutsche)? FCL, die Proficiency die englische...???...


Cosy

#23 cosy

cosy
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  • Privatpilot, Ultralight-Pilot

Geschrieben 12 September 2016 - 16:09

Wie verhält man sich nun auf Plätzen ohne TWR / AFIS in Frankreich OHNE FCL 'francais' ?

- In Frankreich gibt es etwa 450 Flufplätze / Flughäfen (ohne UL-Terrains), die meisten davon sind 'Auto-Information' (keine Koordination, Info oder dgl.)

 

Das franz. Reglement sagt:

 

Arrêté du 27 juin 2000, procédures de radiotéléphonie (siehe SIA) :

2. Langues utilisables en radiotéléphonie
2.1 Langues de base
Les langues utilisables sont publiées par la voie de l'informationaéronautique.
Dans les espace aériens exploités par l'administration française, les languesutilisées sont :
- La langue française
- La langue anglaise sauf indication contraire publiée par la voie del'information aéronautique.

 

Zu wählende Sprache:

- einige VAC's enthalten die Bemerkung 'French only'. Da ist es wohl klar.

- viele unbetreute Plätze enthalten keine Anmerkung. Gefunkt wird aber durchgehend in französisch

- Auf solchen Plätze ist meist Funk nicht obligatorisch

 

Wer jetzt aber meint, er könne einfach nichts sagen, der hat sich getäuscht:

Gemäss SIA ist es Vorschrift, ein funktionierendes Funkgerät oder ein funktionierender Transponder (7000) auch ordnungsgemäss zu benutzen.

 

Die Regeln von Anflug, Integration und Volte sind in Frankreich genau definiert für Plätze ohne Dienste.

 

Das interessiert vermutlich erst die Versicherung bei Schäden. Dann ist es aber zu spät...

 

Die allgemeine Haltung auf all diesen Plätzen ist, dass die ortsfeste Sprache verwendet wird.

Jemand der nun französisch sich anmeldet, dann einen Kapitalfehler macht und schliesslich einen Unfall produziert, wird vermutlich

(bitte ankreuzen):

(a)  zur Rechenschaft gezogen, wenn er kein Attest FCL.055 in französischer Sprache vorweisen kann

(B) entschuldigt, weil Tourismus wichtiger ist als Gesetze in der Fliegerei

© weiss es nicht


Cosy

#24 Stephan E.

Stephan E.
  • ILS-Gönner
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  • Privatpilot

Geschrieben 12 September 2016 - 20:17

Hoppla, bis ich das gelesen habe bin ich schon nach Belfort und zurück geflogen
  • cosy sagt danke

#25 Poensch

Poensch
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  • Privatpilot

Geschrieben 12 September 2016 - 21:05

...

Ich bin ja nur Hobbykutscher, aber FCL sollte schon klar sein: Flight Crew License . Die Vorgaben der EASA betr. Skills, Ausbildungsumfang, Tests usw..sind in "Weisungen" niedergeschrieben, die abgekürzt FCL x.yyyyy heissen.

 

Dummerweise wurden diejenigen für die Kompetenzen im Sprachverkehr beim Fliegen vor ein paar Jahren umnummeriert, resp. alte Vorschriften durch Neue mit andern Nummern ersetzt (Vermutlich, weil nicht alle Länder Zeitgleich die Änderungen übernahmen- so kann man verifizieren, welchen Test man macht resp. für welche Skills man autorisiert wurde). Schaut mal in Eurem Testzertifikat nach: wenn darin nicht

- entweder die FCL-Nummer

- oder der offizielle Titel

explizit genannt wird, ist das Zertifikat ungültig oder der Ausbildner wurde nicht validiert oder die Ausichtsbehörde (in CH das BAZL) hatte geschlampt

 

Hier eine kleine Geschichte der Voice aus Sicht von Frankreich:

QRI  Qualification de radio-telephonie  internationale* (th. + prakt. Ausbildung, Test in englisch), basierend auf ICAO

QRRI Qualification de radio-telephonie restrainte internationale* (dito, Test in französisch)

- Wiederholungstests gab es nicht (zumindest nicht im VFR-Bereich) soweit ich weiss

QRI wurde mit Einführung der EASA FCL zu FCL 1.200 (die Ausbildung mit Erstprüfung)

 Stufensystem wurde eingeführt: 4-4.99: 3 Jahre bis zur Prüfungswiderholung, 5.0-5.9: 6 Jahre ; 6.0 : Lebenslang (keine Widerhohlung)

- neu:  Wiederholungsprüfung EASA FCL 1.028 entweder VFR oder IFR, und spezifisch je nach PPL (Flächen oder Helikopter) , ich glaube wegen der praktischen Prüfung (simulierte Emergency)

FCL 1.028 wurde abgelöst durch die FCL.055 , auch wieder VFR oder IFR, jetzt nicht mehr getrennt, alle Stufen gleich

(auch FCL1.200 wurde abgelöst durch das gleiche Reglement, die entsprechende Erstprüfung heisst da FCL.055D )

 

Der Eintrag der erfolgreich absolvierten Prüfung findet im EASA Ausweis unter Rubrik XII (basiseintrag) und XIII (Erweiterung und Gültigkeit).

 

Weil nun alle Proficiency Qualifikationen FCL.055 heissen, nannte ich sie kurz FCL.

Für Dich ist offenbar die Voice die (deutsche)? FCL, die Proficiency die englische...???...

viel text und wenig Inhalt. Ich fragte, ob du dich auf den Eintrag für die Radiotelefonieprüfung oder den Language proficiency Eintrag beziehst. 

 

Und ja, überall wo nicht French only ist, darfst du auch englisch funken. Ob es sinnvoll ist, wenn du die andern und die andern dich nicht verstehen, steht auf einem anderen Blatt.

 

gruss

roland



#26 cosy

cosy
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Geschrieben 13 September 2016 - 06:15

viel text und wenig Inhalt. Ich fragte, ob du dich auf den Eintrag für die Radiotelefonieprüfung oder den Language proficiency Eintrag beziehst.

Und ja, überall wo nicht French only ist, darfst du auch englisch funken. Ob es sinnvoll ist, wenn du die andern und die andern dich nicht verstehen, steht auf einem anderen Blatt.

gruss
roland


Wenig Inhalt? Dann hast Du offenbar das Wenige nicht gelesen. (Frust Off). Und ja, es ist das gegenseitige Nicht-Verstehen, um das es hier letztlich dreht.
Zunächst mal kannst Du den Skillchecks sagen wie Du willst, aber einer französischen "Voice" sagt sicher niemand Voice oder 'Language Proficiency Check'.

Und man funkt ja nur aus einem Grund im nicht-kontrollierten Luftraum: Um Informationen auszusenden sowie sich selbst zu informieren.

Und das ist keine Banalität. Man nehme das Bsp von Meldungen der Fallschirm-Absetzer: in der Linken Hälfte der Schweiz und in ganz Frankreich ausschliesslich französisch.

Diese Meldungen zu verstehen ist oft nicht banal. Und das soll nicht wichtig sein?
Cosy

#27 Andreas Meisser

Andreas Meisser
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Geschrieben 13 September 2016 - 08:53

in der Linken Hälfte der Schweiz und in ganz Frankreich ausschliesslich französisch.

Diese Meldungen zu verstehen ist oft nicht banal. Und das soll nicht wichtig sein?


... und in der rechten Hälfte der Schweiz ausschliesslich in Englisch. Und wie erklärst du uns dieses "Phänomen".....

Gruss
Andreas

#28 cosy

cosy
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Geschrieben 14 September 2016 - 19:56

... und in der rechten Hälfte der Schweiz ausschliesslich in Englisch. Und wie erklärst du uns dieses "Phänomen".....

Gruss
Andreas

Das muss ich Dir gar nicht erklären. Aber vielleicht fragat Du dich mal, wieviele Deutsche die Sprache des grössten Nachbarns beherschen-und auch wie flüssig. Gar nicht??? Ach du lieber Himmel. Sag jetzt nicht die Aussprache und Grammatik seien zu kompliziert!!! Genau das sagen romainsch-Sprachige vom Englischen. Kapiert?

Bearbeitet von cosy, 14 September 2016 - 20:12 .

Cosy

#29 Andreas Meisser

Andreas Meisser
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Geschrieben 15 September 2016 - 13:44

Hoi Cosy

Also doch noch eine Erklärung......;-)

Aber ich weiss immer noch nicht genau, was du uns sagen willst. Soeben bin ich wieder einmal von einem langen Frankreich Flug zurück. Alles halb so schlimm, wie du uns weismachen möchtest. Überall nette Leute am Funk, manchmal sogar in E an F only Plätzen!! Mein Französisch (nicht flüssig, nicht grammatikalisch fehlerfrei) reicht locker aus, zu verstehen, was so um mich herum passiert und sogar darauf zu antworten - zumal an den französischen F only Plätzen eh nicht viel los ist.

Es ist auf jeden Fall unnötig, wegen der ganzen Funksprachen-Idiotie auf Auslandflüge zu verzichten. Schauermärchen helfen uns da gar nicht weiter, sondern lassen die Hürden nur immer weiter wachsen

Vive la France!

Gruss
Andreas

#30 Dierk

Dierk
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Geschrieben 15 September 2016 - 14:30

Also mir ging es weniger um Funken in Frankreich, ich habe ja schon den Eintrag für Französische RTF (sowie Englisch).

 

Wie ist es denn in Deutschland, wenn man dort an D-only Plätzen mit Englisch ankommt? 

 

Wegen der Flugleiter-Pflicht muss man wohl an stillen Plätzen manchmal vorher jemand arrangieren, damit überhaupt wer am Platz ist, da in Abwesenheit des Flugleiters offenbar nicht gestartet und gelandet werden darf. Man klingelt also einen Rentner aus dem Bett :) Ohne einen Spracheintrag in Deutsch (der mir noch fehlt, den ich aber machen möchte) müsste dieser dann theoretisch englische RTF können, wenn man selbst zwar Deutsch spricht aber nicht in dieser Sprache funken darf...? Auch auf tagsüber mit Flugleiter besetzten Plätzen und PPR Zoll war ich überrascht, dass der gerade anwesende Türmer kein englische RTF konnte bzw. (mündliche Auskunft) im Fall des Falles ein entsprechender Türmer organisiert werden müsste... jedenfalls schien man nicht sonderlich erfreut, englisch sprechen zu müssen. Aber das war vielleicht ein Einzelfall.


Grüsse,
Dierk

#31 cosy

cosy
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Geschrieben 27 September 2016 - 11:36

Definitive abschliessende Beurteilung des Sachverhalts:

 

Ich wollte es genau wissen und habe Skyguide und danach das BAZL angefragt.

Hier die unmissverständlichen Antworten:

 

Lizenzeinträge Radiotelefonie und Sprachkompetenz:

Gemäss EASA FCL.055 muss der Pilot selber alle für den vorgesehenen Flug erforderlichen Einträge haben, d.h. es ist nicht zulässig, jemanden als „Stellvertreter“ an Bord zu haben, der die erforderlichen Berechtigungen hat, ohne dass der Pilot diese Berechtigungen ebenfalls hat. Ein Pilot, der ausschliesslich eine Radiotelefonieberechtigung (und Sprachkompetenzeintrag) auf Französisch hat, kann also nur in Lufträumen/auf Plätzen fliegen, wo Französisch als „Kommunikationssprache“ zugelassen ist.

 

In der Kommunikation zugelassene Sprachen:

Massgebend sind die Angaben im AIP bzw. VFR Manual (COM), wobei auf Englisch in der Schweiz überall kommuniziert werden darf, auch wenn nur eine Amtssprache publiziert ist. Hingegen darf z.B. in einem Luftraum/auf einem Platz, wo nur Englisch zugelassen ist (LSZH!), nicht in einer Amtssprache kommuniziert werden, und in Lufträumen/auf Plätzen, für welche eine Amtssprache angegeben ist, darf (ausser Englisch) keine andere Sprache verwendet werden. Somit kann ein Pilot mit franz. Radiotelefonie und Sprachkompetenz nicht auf einem deutschsprachigen Platz landen/starten.

 

Ein reiner Durchflug der Lufträume G oder E (VFR only) ohne Landung ist hingegen theoretisch möglich, wenn – falls überhaupt – zu keinem Zeitpunkt eine Kommunikation in einer anderen Sprache erforderlich ist als in jener, wofür der Pilot berechtigt ist.

 

Im Übrigen verweisen wir auf AIC B 007/2013, welches genau erklärt, was innerhalb der Schweiz erlaubt ist. Sie finden dieses unter folgendem Link: https://www.skybrief...st/aic-series-b

 

 

..nun wissen wir's. Meine Aussagen zu Schweizer Piloten mit romanischem Hintergrund, französischen Piloten , deutschen Piloten  in den entsprechenden fremdsprachigen Teilen in der Schweiz ist also geklärt-- und entgegen einiger Diskussionsteilnehmer sehr wohl relevant.

 

Guten Flug!!  -- und vor Allem : gute Flugvorbereitung!

 

 


  • Dierk sagt danke
Cosy

#32 iwl

iwl
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Geschrieben 28 September 2016 - 00:09

Man klingelt also einen Rentner aus dem Bett :) Ohne einen Spracheintrag in Deutsch (der mir noch fehlt, den ich aber machen möchte) müsste dieser dann theoretisch englische RTF können, wenn man selbst zwar Deutsch spricht aber nicht in dieser Sprache funken darf...?

 

Du kannst ihm ja am Telefon einfach kurz vorsprechen er soll sagen:

 

Lend et juhr Diskreschen

 

Start ist ja dann sowieso gleich.

 

Wenn sie Dich hassen hängen sie Dir auch mit passender LP was an und wenn es nix ist, es wird reichen.

 

Die offiziellen deutschen Phrasen kennst Du aber? Sonst kauf Dir einen Fliegertaschenkalender oder such im Netz.


Bearbeitet von iwl, 28 September 2016 - 00:14 .

  • Dierk sagt danke
Ingo

#33 DaMane

DaMane
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Geschrieben 28 September 2016 - 01:19

.................

 

Wie ist es denn in Deutschland, wenn man dort an D-only Plätzen mit Englisch ankommt? 

........

Gibt es da überhaupt noch welche? Mir fällt auf Anhieb keiner ein.

 

...........Ohne einen Spracheintrag in Deutsch (der mir noch fehlt, den ich aber machen möchte)..........

Wer mit Vornamen Dierk heißt, sollte doch eigentlich keinen weiteren Nachweis mehr erbringen müssen, daß er deutscher Muttersprachler ist.  :) 

Bei uns hatte man sich seinerzeit dazu durchgerungen, daß, wer in Deutschland geboren wurde und hier zur Schule ging, automatisch LP6 für Deutsch in die Lizenz eingetragen bekam.

 

Man klingelt also einen Rentner aus dem Bett [:)]  .............................müsste dieser dann theoretisch englische RTF können, wenn man selbst zwar Deutsch spricht aber nicht in dieser Sprache funken darf...? Auch auf tagsüber mit Flugleiter besetzten Plätzen und PPR Zoll war ich überrascht, dass der gerade anwesende Türmer kein englische RTF konnte bzw. (mündliche Auskunft) im Fall des Falles ein entsprechender Türmer organisiert werden müsste... jedenfalls schien man nicht sonderlich erfreut, englisch sprechen zu müssen. Aber das war vielleicht ein Einzelfall.

Ein solches Problem dürfte es tatsächlich nur dann geben, wenn außerhalbv der regulären Betriebszeiten notgedrungen eine Vertretung für den hauptamtlichen Flugleiter gefunden werden muß.

 

Gruß

Manfred


  • Dierk sagt danke

#34 iwl

iwl
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Geschrieben 28 September 2016 - 01:51

Wäre ich mir nicht sicher, gibt sicherlich auch Plätze mit Betriebszeiten mit Rentnern da, die nicht Englisch können.

 

Im Osten war damals nur Russisch Pflicht, Englisch im Grunde schon mangelnde Haltung zum Sozialismus, des Privilegs fliegen nicht wert...


Bearbeitet von iwl, 28 September 2016 - 02:13 .

Ingo

#35 cosy

cosy
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Geschrieben 28 September 2016 - 09:37

 

Wer mit Vornamen Dierk heißt, sollte doch eigentlich keinen weiteren Nachweis mehr erbringen müssen, daß er deutscher Muttersprachler ist.  :)


Gruß

Manfred

Hervorragend - Manu!! es gibt hier sogar ein Formular, wonach ein EASA-Lizenzinhaber von Braunschweig automatisch den Eintrag mit einer 6 erhalten sollte!! Ich werde es jedenfalls probieren!!!


  • Dierk sagt danke
Cosy

#36 DaMane

DaMane
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Geschrieben 28 September 2016 - 11:51

Hervorragend - Manu!! es gibt hier sogar ein Formular, wonach ein EASA-Lizenzinhaber von Braunschweig automatisch den Eintrag mit einer 6 erhalten sollte!! Ich werde es jedenfalls probieren!!!

Viel Erfolg!

 

Manfred



#37 iwl

iwl
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Geschrieben 28 September 2016 - 12:30

Höchstwahrscheinlich nur in Braunschweiger Lizenzen...

Da sollte wirklich ein separates Dokument möglich sein...

Ingo
  • Dierk sagt danke
Ingo

#38 Dierk

Dierk
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Geschrieben 07 Oktober 2016 - 16:32

So nun geht's an's Eingemachte ;-)

 

Im deutschen Lehrbuch (ein PDF vom Fluglehrer) werden die Funksprüche nach initialer Kontaktaufnahme seitens des Piloten von diesem jeweils mit dem vorangestelltem Rufzeichen begonnen. Das ist doch schon lange veraltet, oder?

 

Sowohl in Englisch als auch in Franzöisch wird das Rufzeichen im laufenden Zwei-Wege-Kommunikation seitens des Piloten an das Ende gesetzt.

 

Im übrigen habe ich dieses ICAO-Dokument gefunden, in dem steht, dass die Ergänzung jedes einzelnen Funkspruchs mit Rufzeichen bei etablierter Zwei-Wege-Kommunikation nicht erforderlich bzw. nur unter bestimmten Umständen Pflicht ist:

 

5.2.1.7.3.3.2    After contact has been established, continuous two-way communication shall be permitted without further identification or call until termination of the contact.

 

Aber:

 

5.2.1.7.3.3.3    In order to avoid any possible confusion, when issuing ATC clearances and reading back such clearances, controllers and pilots shall always add the call sign of the aircraft to which the clearance applies.

 

Also, wenn's wichtig ist und es um Freigaben geht, muss das Rufzeichen dazu. Jedoch soll dabei das Rufzeichen nicht am Anfang, sondern am Ende stehen:

 

5.2.1.9.2.2    PANS.— An aircraft station should acknowledge receipt of important air traffic control messages or parts thereof by reading them back and terminating the readback by its radio call sign.

 

http://www.icao.int/...-3/wgc3_wp7.doc

 

Nun kann es sein, dass entweder meine ICAO-Quelle nur ein Arbeitsdokument ist, das gar keine Gültigkeit hat. Oder, was wahrscheinlicher ist, dass die mir seitens des Fluglehrers überlassene deutsch/englische RTF-Vorlage ungenau oder veraltet und leider bezüglich Positionierung des Rufzeichens schlicht falsch ist. Ähnliches ist mir übrigens schon bei der Vorbereitung des französischen Spracheintrags passiert: französisch-kanadische oder französische RFT-Handbücher aus dem Internet (auch offizielle Quellen) enthielten so in der Schweiz nicht umgesetzte Radiotelephonie-Schemata, ebenfalls mit "falscher" Positionierung des Rufzeichens. Ärgerlich. 

 

Also meine Frage: ich bin doch richtig mit der Annahme, dass nach Erstkontakt, z.B. 

 

Pilot: "Grenchen Rollkontrolle, HB-ZZZ"

Rollkontrolle: "HB-ZZZ, Grenchen Rollkontrolle" 

 

und Vorstellung seiner selbst (fiktives Beispiel, ich war noch nie in Grenchen)

 

Pilot: "HB-ZZZ, Katana, Abstellplatz Sektor Grün, VFR über Whiskey, Information alpha, rolle zum Rollhalt Piste 07 über Rollweg alpha"

Rollkontrolle: "H-ZZ, verstanden, Wind 090/10 Knoten, QNH 1017" (falls überhaupt jemand antwortet, da ja laut AIP keine Flugverkehrskontrolle auf dem Rollfeld stattfindet)

 

nun der restliche Funkverkehr seitens des Piloten auch in deutscher Sprache mit Rufzeichen am Ende stattfindet:

 

Pilot: "Rollhalt Piste 07, abflugbereit, H-ZZ"

Rollkontrolle: "H-ZZ, verstanden, rufen Sie Turm auf 120.1"

Pilot "120.1, H-ZZ" (oder: "Rufe Turm auf 120.1, H-ZZ")


Bearbeitet von Dierk, 07 Oktober 2016 - 16:42 .

Grüsse,
Dierk

#39 Brufi

Brufi
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Geschrieben 07 Oktober 2016 - 17:46

ja genau


  • Dierk sagt danke

#40 Dierk

Dierk
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Geschrieben 07 Oktober 2016 - 18:08

Aber wenn in dieser Zwei-Wege-Kommunikation eine längere Pause entsteht, z.B. wenn man es melden soll, wenn man nach einigen Minuten einen Pflichtmeldepunkt erreicht hat, und möglicherweise zwischenzeitlich die Bodenfunkstelle mit anderen Luftfahrzeugen Kontakt aufgenommen hat, dann heisst es 

 

"H-ZZ, Sierra, 3500 Fuss"

 

und nicht 

 

"Sierra, 3500 Fuss, H-ZZ"

 

wobei ich glaube, für den Fall gibt es keine offzielle Sprachregelung, dürfte aber einfacher für den Lotsen sein, wenn er sofort weiss, wer spricht, oder? Ein erneuter Aufruf beginnend mit "Grenchen Turm" ist sicher nicht nötig. 


Bearbeitet von Dierk, 07 Oktober 2016 - 18:13 .

  • DaMane sagt danke
Grüsse,
Dierk