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14.07.16 | Easyjet | LFSB | Drohne kollidiert fast mit Easyjet-Maschine


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388 Antworten in diesem Thema

#161 FleaFlyFloh

FleaFlyFloh
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  • 40 Beiträge
  • Aviatik-Fan, Flightsimmer, Modellflieger

Geschrieben 11 Januar 2017 - 13:06


Unfälle mit Modellflugzeugen sind mir auch nicht bekannt.

 

Beispiele:

21. Modellflugschau in Samedan - 1.8.2010 - 1 toter Zuschauer

Modellflugschau in Ocseny, Ungarn - 13.05.2006 - 2 tote, 4 verletzte Zuschauer

Pima County Fairgrounds, Arizona, USA - 19 Mai 2002 - Pilot tot, ist sich selber in den Brustkorb geflogen, weil von der Sonne geblendet.

 

Ein bekannter schweizer RC-Helipilot hat sich auch selber umgebracht mit seinem RC Heli


  • Danix und DaMane sagen danke

#162 Andreas Meisser

Andreas Meisser
  • Registrierter Benutzer
  • 143 Beiträge
  • Privatpilot

Geschrieben 11 Januar 2017 - 13:49

 

 

Unfälle mit Modellflugzeugen sind mir auch nicht bekannt.

 

 

Hier hab ich einen gefunden.

 

Andreas


  • Danix sagt danke

#163 Amira

Amira
  • Moderator / ILS-Mitglied
  • 368 Beiträge
  • Aviatik-Fan

Geschrieben 11 Januar 2017 - 13:59


Mit deinem Post ist mir nun endlich auch aufgegangen, weshalb die Leute derart Angst vor einer Drohne haben. Das sind die linken Positionen, die Obamas Drohnenkrieg ablehnen. Drohnen haben in den Medien und in Hollywood einen extrem negativen Beigeschmack. Was ich übrigens überhaupt nicht verstehe (find ich viel besser als Boots on the Ground).

 

Dani

 

Du findest es gut, dass einzelne Leute einfach auf Verdacht mit der Drohne abgeknallt werden können? Ohne denen jemals einen Prozess gemacht zu haben? Das hat mit Rechtsstaatlichkeit überhaupt nichts mehr zu tun! Deswegen sind Drohnen im Verruf und nicht weils Drohnen sind.

 

Lg Sara


Bearbeitet von Amira, 11 Januar 2017 - 13:59 .

Always gonna fly away - just because you know you can

 

Liebe Gruess Sara


#164 Volume

Volume
  • Registrierter Benutzer
  • 6.808 Beiträge

Geschrieben 11 Januar 2017 - 14:22

und vor allem http://www.bfu-web.d...publicationFile

Kollision von einer G109 mit einem Motorflugmodell (F-Schlepp Flugzeug), Tragfläche abgerissen, 2 Tote.

Und die Grob ist (wie der Name andeutet) ein Panzer, ich habe schon einen SpeedAstir landen sehen, dem mindestens 1/3 der einen Tragfläche vor dem Holm gefehlt haben, nachdem er von Trümmern einer ASK13 einer anderen Kollision über ihm getroffen wurde...

 

Gruß

Ralf



#165 Danix

Danix
  • ILS-Mitglied
  • 9.066 Beiträge
  • Aviatik-Fan, Airline-Pilot, Berufspilot, Instrumentenflug, Flightsimmer, Spotter, Modellflieger

Geschrieben 11 Januar 2017 - 15:04

Danke, die Aufzählung dieser paar Unfälle bekräftigen meine Aussasge, dass es keine Unfälle gibt mit Drohnen. Auch und vor allem mit Verkehrsflugzeugen.

 

Ui, es ist schon mal einer in einen hineingeflogen. Jeden Tag fahren Autos in Menschen hinein. Müssen wir sie (die Autos) deshalb mit Transpondern ausrüsten? Wichtig ist vor allem die Tatsache, dass es meistens die Lenker sind, die den Fehler machen, und nicht ein ferngesteuertes Auto.

 

Sara, ja, ich stehe dazu: Drohnenkrieg ist wesentlich "humaner" als flächendeckender Landkrieg. Letzterer verursacht um Dimensionen mehr Kollateralschäden, an Menschen, Maschinen, Gebäuden und Landschaft. Es ist kein Vergleich. Die wichtigsten Angriffskriege der letzten Jahre haben ganze Länder verwüstet hinterlassen. Es gibt keine zielgerichteteren Schläge als mit Drohnen. Das sollte den meisten langsam aufgehen. Interessant auch, dass es vor allem die "Nicht-Kriegsgurgeln" wie Clinton und Obama waren, die es gefördert haben. Und dass sie im Nachhinein als Lichtgestalten gelten. Während die anderen, inklusive Trump, in den Niederungen der Geschichtsschreibung versinken werden.

 

Dani


  • Ted sagt danke

#166 Hans Tobolla

Hans Tobolla
  • Registrierter Benutzer
  • 2.481 Beiträge

Geschrieben 11 Januar 2017 - 16:33

Du findest es gut, dass einzelne Leute einfach auf Verdacht mit der Drohne abgeknallt werden können? Ohne denen jemals einen Prozess gemacht zu haben? Das hat mit Rechtsstaatlichkeit überhaupt nichts mehr zu tun! Deswegen sind Drohnen im Verruf und nicht weils Drohnen sind.

 

 

 

Wie bitte kann  man diesen  Terrorplanern  einen rechtsstaatlichen Prozess machen?   Kidnappen oder  vielleicht  in Abwesenheit verurteilen, während diese Personen   lustig weiter bei uns Anschläge initiieren? Tote bei uns sind hinzunehmen,  wenn es um die Wahrung der Rechtsstaatlichkeit geht?  Es gibt in dieser  Lage keine rechtlich vollkommen einwandfreie Handlungsalternative.  Es handelt sich um ein  Dilemma.

 

Wir sollten das aber  hier besser nicht weiter diskutieren,  denn das hat mit den Drohnen um die es hier geht nichts zu tun.

 

Gruß!
Hans


Bearbeitet von Hans Tobolla, 11 Januar 2017 - 16:35 .

  • FalconJockey und Ted sagen danke

#167 Volume

Volume
  • Registrierter Benutzer
  • 6.808 Beiträge

Geschrieben 11 Januar 2017 - 16:39

Drohnenkrieg ist wesentlich "humaner" als flächendeckender Landkrieg.

Der Drohnenkrieg ist (teilweise) völkerrechtlich kein Krieg, es wurde den Ländern kein Krieg erklärt, es werden einfach gezielt Menschen ohne Beweise und Prozess bewusst getötet, incl. akzeptierter Kollateralschäden (Rest der Familie, andere Autos im Konvoi...). Aber das ist OT.

 

 

die Aufzählung dieser paar Unfälle bekräftigen meine Aussasge, dass es keine Unfälle gibt mit Drohnen

gab, Dani. Dass es keine Unfälle gab mit Drohnen. Und selbst diese Aussage triffst du aufgrund von Nichtwissen (keinen dokumentierten Unfall kennen), es kann sehr wohl schon welche gegeben haben, die nie an die große Glocke gehangen, oder gar nie aufgeklärt wurden.

Es wird Unfälle mit Drohnen geben werden, und dann werden all die die vorher nichts tun wollten gewaltig in Erklärungsnot kommen. Mit "das hat ja niemand ahnen können" wird man dann nicht weiterkommen (naja, alle Verantwortlichen in Politik und Luftverkehr werden damit wohl durchkommen, analog MH17 oder Abgasbetrug...)

 

Gruß

Ralf


  • DaMane sagt danke

#168 Flying Bull

Flying Bull
  • Registrierter Benutzer
  • 331 Beiträge

Geschrieben 11 Januar 2017 - 18:00

Danke, die Aufzählung dieser paar Unfälle bekräftigen meine Aussasge, dass es keine Unfälle gibt mit Drohnen. Auch und vor allem mit Verkehrsflugzeugen.

 

Ui, es ist schon mal einer in einen hineingeflogen. Jeden Tag fahren Autos in Menschen hinein. Müssen wir sie (die Autos) deshalb mit Transpondern ausrüsten? Wichtig ist vor allem die Tatsache, dass es meistens die Lenker sind, die den Fehler machen, und nicht ein ferngesteuertes Auto.

 

Sara, ja, ich stehe dazu: Drohnenkrieg ist wesentlich "humaner" als flächendeckender Landkrieg. Letzterer verursacht um Dimensionen mehr Kollateralschäden, an Menschen, Maschinen, Gebäuden und Landschaft. Es ist kein Vergleich. Die wichtigsten Angriffskriege der letzten Jahre haben ganze Länder verwüstet hinterlassen. Es gibt keine zielgerichteteren Schläge als mit Drohnen. Das sollte den meisten langsam aufgehen. Interessant auch, dass es vor allem die "Nicht-Kriegsgurgeln" wie Clinton und Obama waren, die es gefördert haben. Und dass sie im Nachhinein als Lichtgestalten gelten. Während die anderen, inklusive Trump, in den Niederungen der Geschichtsschreibung versinken werden.

 

Dani

Hi Dani,
da liegts Du falsch - nur um so mal ganz grob zu suchen:
http://www.avherald.....x=0&search.y=0

und hier kannst Du sehen, wie ein Radome nach einem Dronencrash aussieht
http://www.avherald....=4a319157&opt=0

 

Die Dinger sind eine zunehmend größer werdende Gefahr, weil die Technik das Fliegen für jedermann möglich macht - und bei jedermann sind leider viel zu viele Schwachmaten dabei, die die Tragweite ihres handelns leider nicht überzuckern!

Gruß Udo

Flying Bull


  • DaMane sagt danke

#169 Danix

Danix
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  • 9.066 Beiträge
  • Aviatik-Fan, Airline-Pilot, Berufspilot, Instrumentenflug, Flightsimmer, Spotter, Modellflieger

Geschrieben 11 Januar 2017 - 19:14

Herzlichen Dank Udo, für die Zusammenstellung, die hilft uns weiter!

 

 

 

The airline reported the aircraft received minor damage, when an object impacted the nose section of the aircraft. The aircraft was fully examined and has already been cleared to depart for its next flight.
The occurrence aircraft was able to resume service 2 hours after landing.

 

http://www.avherald....=4970605b&opt=0

 

jetzt wissen wir, was passiert, wenn ein Spielzeug mit einem Verkehrsflugzeug in Berührung kommt.

 

Wenn du den Thread verfolgt hast, weisst du, dass der in Mossambique eine Ente war.

 

Im gleichen Beobachtungsraum hast du vielleicht 100 mal mehr Near Misses mit "echten" Flugzeugen und noch einmal 100 mal mehr Birdstrikes. Tatsächlich unterliegen Piloten dem gleichen Beobachtungsfehler wie die Forumsteilnehmer: Sie abstrahieren die Gefahr anhand von Einzelereignissen.

 

Wobei ich seit Anfang der Diskussion nirgends gesagt habe, dass man Drohnen einen Freibrief geben soll. Aber die Behörde haben das Gefahrenpotential erkannt und entsprechend reagiert. Das kommt schon gut. Selbst wenn es heute oder morgen einen Unfall geben sollte, kann ich nicht erkennen, weshalb die heutigen Gesetze nicht ausreichen würden.

 

Die Mechanik der öffentlichen Betrachtung erinnert sehr stark an die der Laserattacken. Auch da kam eine neue Technologie auf, und auch sie beinhaltet ein gewisses Gefahrenpotential. Die Behörden haben entsprechend reagiert und verfolgen die Schuldigen. Inzwischen hat sich das Problem auf tiefem Niveau beruhigt. Das Potential ist weiterhin vorhanden. Die Gesetze sind gut. 

 

Ich wiederhole mich, wenn ich sage, dass ich hier nicht zum Verteidiger für die Drohnen verkommen will. Ich will nur, dass diese Hysterie aufhört. Wir brauchen Lösungen, nicht Aktionismus. Die Lösungen sind längst da. Gebt dem System Luftfahrt eine Chance. Beruhigt euch ein bisschen, es ist alles gut.

 

Ich wünsche euch einen schönen Abend

Dani


  • FalconJockey und wkhard sagen danke

#170 kuno

kuno
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  • 1.073 Beiträge
  • Aviatik-Fan

Geschrieben 11 Januar 2017 - 21:48

Ich habe mir gestattet, noch einmal auf der ersten Seite dieses Themas nachzuschauen. Dort heisst es:

 

"Die SUST fordert in ihrem Bericht daher die schnelle Umsetzung vom zielführenden Massnahmen. Aus Sicht der Flugsicherheit würden dazu insbesondere Massnahmen zählen, welche die Sichtbarkeit unbemannter Fluggeräte sowohl für direkt Betroffenen als auch für Drittpersonen wie etwa die Flugsicherung ermöglichen. International werde etwa eine Transponderpflicht diskutiert."

 

Daraus schliesse ich jetzt nicht, dass die Behörde auch der Meinung ist, dass eigentlich alles in Ordnung ist, so wie es sich heute darstellt sondern... eher das Gegenteil.

 

Ich glaube auch nicht, dass wir weiterkommen, wenn wir grad alle Drohnen in einen Topf werfen - ich gehe davon aus, dass die Behörde das auch nicht machen wird und bestimmt zwischen einer "Wohnzimmerspielzeugdrohne" und einem "schweren Gerät für den professionellen Kameraeinsatz" unterscheidet.

 

Die in den letzten Beiträgen erwähnten Kampfdrohnen welche (vorwiegend) die USA einsetzen, sind noch einmal eine ganz andere Kategorie. Nicht nur von den Dimensionen her sondern auch vom Einsatz. Ich glaube, um die Dinger geht es der SUST nicht in erster Linie.

 

Nebenbei: Ist es nicht auch so, dass die Drohnen unserer Armee permanent von einem Helikopter oder Pilatus Porter begleitet werden müssen?



#171 kruser

kruser
  • ILS-Gönner
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  • Aviatik-Fan, Flightsimmer, Spotter, Modellflieger

Geschrieben 12 Januar 2017 - 01:10

Oh, jetzt wird's heiss, denn politisch..  Also ob Clinton heute noch immer  :unsure:  als "Lichtgestalt" dasteht möchte ich doch leicht bezweifeln.. Seine Frau Hillary jedenfalls sicher nicht ("Pay for play../ "I did not have sexual relations with (Lewinsky) that woman") Und: Werden Personen vorsätzlich, nach Plan gedacht und gemacht, "getötet, dann werden diese nicht getötet sondern ermordet. 

Aber genug dieser Lügen, Meineide, Unwahrheiten.. einfach widerlich.

 

Aber ich meine: Wir sollten diesen Thread schliessen oder dann einen neuen öffnen mit Thema

"Drohnen/Modellflugzeuge; resultierende Unfälle/Abstürze in der Aviatik"

 

Wir sind nämlich schon sehr (zu)lange weg vom eigentlichen Titel der da heisst: Drohne kollidiert  F A S T  mit Easyjet. FAST, beinahe, aber nix passiert!  Liest man die meisten Beiträge hier könnte man meinen, Abstürze, Katastrophen Tote seien an der Tagesordnung..  

 

 

Trotz alledem; saluti

jens



#172 Volume

Volume
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Geschrieben 12 Januar 2017 - 09:46

jetzt wissen wir, was passiert, wenn ein Spielzeug mit einem Verkehrsflugzeug in Berührung kommt.

Jetzt wissen wir was passiert, wenn ein Spielzeug dieser Größe ein Verkehrsflugzeug mit dieser Geschwindigkeit an dieser Stelle in Berührung kommt.

 

Jedes Jahr passieren Millionen von Birdstrikes, die meisten hinterlassen nicht mal Schäden, nur ein paar Blutspuren. Wissen wir jetzt was passiert, wenn ein Vogel mit einem Verkehrsflugzeug in Berührung kommt? Nein, denn wir wissen auch von Hunterten von dadurch verursachten Abstürzen. Nach bald 100 Jahren gemeinsamer Luftraumnutzung.

 

Unsere Drohnenstatistik basiert erst auf ein paar Jahren, die Resultate sind statistisch völlig irrelevant für die ist-Situation, und völlig irrelevant für die Situation die wir in 10 Jahren erkennbar haben werden.

 

hier könnte man meinen, Abstürze, Katastrophen Tote seien an der Tagesordnung..  

Nein, man könnte meinen die konkrete Gefahr stehe in einer realistischen Relation zur Frequenz in der Abstürze, Katastrophen, Tote derzeit passieren.

 

Die Luftfahrtvorschriften zielen auf einen Totalverlust alle 1000000000 Flugstunden, wie viele Stunden fliegen wir bisher in Lufträumen, in denen es auch Drohnen gibt? (Kleine Hilfestellung, 2015 gab es 37600000 Flubewegungen).

Niemand erwartet einen täglichen Unfall, aber einer in 10 Jahren wäre schon unakzeptabel. Und so lange haben wir noch keine Drohnen. Wenn also in 5 Jahren immer noch kein Unfall passiert ist, können wir langsam sagen, das Risiko ist im Rahmen anderer Gefahren. Wenn auch in 20 Jahren noch kein Unfall passiert ist, können wir langsam sagen, es ist ein akzeptables Risiko da im Vergleich relativ selten. Alles natürlich unter der Annahme, die Zahl der Drohnen bliebe konstant...

 

Ich vermute mal, die meisten die hier keine Gefahr durch Drohnen sehen fahren auch ohne Sicherheitsgurt, haben keine Versicherungen abgeschlossen, und lassen auch ihr Haus immer unverschlossen. Sie haben ja bisher gut überlebt. (oder wie der Kölner an sisch sagen würde: Et hätt noch immer jotjejange)

 

Gruß

Ralf



#173 Pioneer300

Pioneer300
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Geschrieben 12 Januar 2017 - 16:53

Ich will nur, dass diese Hysterie aufhört.

 

Ich moechte nicht, dass so lange mit Massnahmen zugewartet wird, bis das erste Passagier- oder GA-Flugzeug durch eine Drohne zum Absturz gebracht wurde.

Aber so laeuft das in unserer Gesellschaft immer: Warten bis auf den grossen Knall, bevor etwas unternommen wird.

 

 

Chris



#174 Volume

Volume
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Geschrieben 13 Januar 2017 - 09:42

Alles ausser warten ist bereits Hysterie...

Ruhe ist die erste Bürgerpflicht. Wenn wirklich eine Gefahr da ist, wird der Staat es schon richten (bzw. die Luftfahrtindustrie, da ein positives Sicherheitsimage ja deren Geschäftsgundlage ist, und daher niemand so viel Interesse an Sicherheit hat wie sie...).

 

Gruß

Ralf



#175 Danix

Danix
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Geschrieben 13 Januar 2017 - 10:25

Es wird ja gar nicht gewartet! Die Vorschriften sind erlassen, jetzt müssen die jeweiligen Schuldigen nur verfolgt werden, wenn mal was passiert. Und das tun sie ja auch. Analog den Laserpointern. So wie ich das aus meiner Warte sehe, war das eine Hype, und jeder hatte Angst davor, man fürchtete, das sei ein Wilder Westen, jeder Junge dürfe eine Maschine vom Himmel holen. Nachdem der eine oder andere eine saftige Busse erfahren hat, hat es sich herumgesprochen, dass das wohl nicht so toll ist, und das ganze ist eingeschlafen.

 

Niemand ausser jemand mit terroristischen Beweggründen wird sich einem derartigen Risiko (für eine Strafe) aussetzen, und für Terroristen ist es nicht lohnenswert, weil es nicht viel bringt. Also können wir getrost davon ausgehen, dass alles seine richtige Bahnen fortsetzt.

 

Auch wäre es für die Schweizer Behörden völlig unmöglich, selbständig etwas zu machen. Das muss im internationalen Kontext getan werden. Wir Schweizer sind berühmt dafür, dass wir die Fahne in den Wind halten und dann in Kooperation mit den anderen mithalten (ob das nun positiv oder negativ ist). Da die Amis und die EU nichts machen, zeigt ja wohl, dass es nicht unmittelbar nötig ist. Die haben nämlich auch eine starke Lobby und ein paar kluge Köpfe in ihren Luftfahrtämtern. Und keiner von ihnen ist ein Drohnenfreund. Also wenn was passieren müsste, es wäre längst passiert.

 

Dani



#176 Volume

Volume
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Geschrieben 13 Januar 2017 - 16:04

So wie ich das aus meiner Warte sehe, war das eine Hype, und jeder hatte Angst davor,

Der Hype ist alles andere als vorbei. Die Behörden fangen gerade erst an sich damit zu beschäftigen, da zukünftig stark involviert zu sein. Drohnen werden die Behörden in Kürze mehr beschäftigen als die GA sie beschäftigt.

 

Da die Amis und die EU nichts machen, zeigt ja wohl, dass es nicht unmittelbar nötig ist.

Sowohl Amis, als auch EU sind derzeit fieberhaft mit diesem Thema beschäftigt.

 

DOT and FAA Finalize Rules for Small Unmanned Aircraft Systems

The rule’s provisions are designed to minimize risks to other aircraft and people and property on the ground. The regulations require pilots to keep an unmanned aircraft within visual line of sight. Operations are allowed during daylight and during twilight if the drone has anti-collision lights. The new regulations also address height and speed restrictions and other operational limits, such as prohibiting flights over unprotected people on the ground who aren’t directly participating in the UAS operation.

 

The UK government is crashing drones into airplanes to see what happens

However, drones certainly still pose a danger to larger aircraft, and the damage they can cause needs to be assessed in the same way that regulators and aeronautic companies examine collisions with birds. (This phenomenon is known as "birdstrike," and has caused 255 deaths worldwide since 1988 as well as $900 million annual damage in the US.)

The EASA concluded that further studies needed to be carried out, but these findings — as with the CAA's — will be used to determine future drone regulations. In years to come, this won't just affect hobbyists, but perhaps also drone delivery schemes run by companies like Amazon and Google.

 

 

 

 

Die haben ... ein paar kluge Köpfe in ihren Luftfahrtämtern. Und keiner von ihnen ist ein Drohnenfreund. Also wenn was passieren müsste, es wäre längst passiert.

Die Leute in den Luftämtern können sich beruhigt zurücklegen, es ist ja bereits alles verboten, wovon eine Gefahr ausgehen könnte. Auf der Gesetzgebungsseite ist alles sauber.

Es hält sich nur eine gewisse Anzahl Personen nicht daran, deshalb muss man die Situation wohl neu bewerten. Das kann aber relativ langsam geschehen, da die "Schuld" ja nicht bei den Luftämtern liegt.

 

Die haben nämlich auch eine starke Lobby

Das ist Teil des Problems...

 

Gruß

Ralf


Bearbeitet von Volume, 13 Januar 2017 - 16:30 .

  • PeterH sagt danke

#177 Danix

Danix
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Geschrieben 13 Januar 2017 - 21:43

man kann alles schlecht reden oder alles gut reden. Ich redete von der Hype der Laserpointer.

 

Wenn die Leute jetzt Versuche mit Drohneneinschlägen machen, dann finde ich das absolut positiv. Es ist genau die Art von Unaufgeregheit, die wir hier brauchen. Wir tun nämlich nichts, bis wir wissen, was wir tun müssen. Drohnenverbote und Flabbatterien sind völlig fehl am Platz. 

 

Man kann sich auch über die hiesigen Behörden aufregen und ihnen verschiedenes vorwerfen. Die Tatsachen sind aber schwer von der Hand zu weisen, dass die Luftfahrtindustrie unbefleckt dasteht, dass die Sicherheit sensationell gut ist und immer besser wird, dass Unfälle von westlichen Airlines in westlichen Ländern praktisch nicht mehr existent sind. Das ist hart für Kritiker.

 

Aber eben, es kommen immer wieder neue Technologien, wo man sich drüber aufregen kann. Aktionismus hat noch nie geholfen. Und ich verabscheue diese Tendenz, die nicht nur in der Luftfahrt, aber auch da vorherrscht, dass man nach jedem Vor- oder Unfall meint, die Vorschriften seien falsch gewesen. Dies ist sehr anschaulich im Luftraum rund um ZRH zu beobachten, wo nach jedem Near Miss die Abstände noch mehr vergrössert werden und die Verfahren noch mehr verkompliziert werden. Inzwischen sind wir soweit, dass ZRH praktisch von seinem Betriebskonzept stranguliert wird.

 

Man macht auch nicht nach jeder Geschwindigkeitsüberschreitung auf der Strasse tiefere Maximalgeschwindigkeiten.

 

Auch wenn es morgen einen Zusammenstoss mit einer Drohne geben würde, ich würde nichts an der aktuellen Lage ändern. Sobald jedoch neue Erkenntnisse vorliegen, bin ich bereit, wenn der Gesetzesrahmen geändert wird. Aber bitte schön recht logisch, unaufgeregt und gerecht.

 

Dani



#178 Danix

Danix
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Geschrieben 13 Januar 2017 - 21:54

Ah, hier steht ja alles! EASA sei Dank. Und Ralf natürlich auch. Im obigen Artikel in The Verge wird ein EASA-Bericht verlinkt, der eigentlich alles beinhaltet, was wir bisher wissen, und was wir noch wissen müssen.

 

Das nenne ich die Art von Unaufgeregheit, die das Thema benötigt.

 

Unter anderem wird darin geschrieben:

 

 

More specifically, for the case of a collision with a ‘Medium’ drone, only an impact above 10 000 ft at cruise speed is believed to lead to ‘High’ severity effects. At lower altitudes, the severity level of a collision with a drone of this category is expected to be ‘Low’ due to the lower kinetic energy at impact.

 

https://www.easa.eur...ation (005).pdf

 

also eigentlich genau das, was ich vor gefühlten 10 Seiten Diskussion auch schon geschrieben habe. Aber es ist halt oft schwierig gegen eine Hype anzukämpfen.

 

Und ich bin ganz zuversichtlich, dass es die Behörden im Griff haben.

 

Dani



#179 F-LSZH

F-LSZH
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  • Instrumentenflug, Privatpilot

Geschrieben 13 Januar 2017 - 22:09

In dem gleichen Bericht steht auch:

 

For smaller aeroplanes and light rotorcraft, more components are vulnerable and the severity level is higher.

Du hast ja schon hinreichend dargelegt, dass Du die kleine GA hasst und am liebsten vom Himmel verbannen würdest.

 

Uns ist es aber dennoch nicht ganz so egal wie Dir, da wir ungerne unser Leben auf's Spiel setzen damit irgendjemand mit seiner Drohne rumspielen darf. Wirst Du nicht verstehen, musst Du auch nicht. Ändert auch sowieso nichts.


  • Pioneer300 sagt danke

Friedrich


#180 Danix

Danix
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Geschrieben 13 Januar 2017 - 22:32

oder man könnte höher als 1000ft fliegen, dann bist du auch wieder entsprechend sicherer.

Dass ich GA hasse finde ich jetzt ein bisschen doch sehr gemein. Ich bin nur dafür, dass jeder Mensch die gleichen Rechte hat. Du willst also Modellflugzeuge verbieten, damit du freie Fahrt hast?