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Pilotenlizenz erwerben - ein Leitfaden? (Schweiz, Ausland, Beruf)

PPAusbildung Ausland Leitfaden ATPL

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162 Antworten in diesem Thema

#21 DaMane

DaMane
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Geschrieben 12 Januar 2017 - 17:57

..........................

 

Mit welcher Frage ich mich momentan noch beschäftige ist, wie man die Zeit da unten neben dem Fliegen am Besten verbringt. Ich nehme mal an dass man damit nur ca. 8h pro Tag beschäftigt ist. Was habt ihr so für Erfahrungen gemacht?  Vielleicht auch gut zu wissen ist, wie Ihr unterwegs wart (Familie, Freunde, alleine) und wie Ihr mobil wart in den Staaten.

Ich würde sagen, daß hängt sehr stark davon ab, wieviel Zeit Du dir ingesamt nehmen kannst oder möchtest. Meine Schulungsaufenthalte waren praktisch immer mit einem fest gebuchten Rückflugdatum verbunden, was i.d. Regel eine sachfremde Freizeitgestaltung kaum erlaubte.

Da es deine erste Flugausbildung sein wird, fehlt dir vielleicht noch ein bischen die Vorstellung, wie sehr sie dich fordern wird. Für die meisten stellt sie eine mehr oder weniger große Herausforderung dar.  Ich für meinen Teil mußte mich immer zu 110% darauf konzentrieren, und jede nicht-fliegende Begleitung hätte sich nur gelangweilt, oder eigenständig was unabhängiges unternehmen müssen.

Ich war im Frühjahr 2002 rd. 5 Wochen an einer Flugschule im Großraum L.A., um CPL-Single+Multi sowie IR single+multi zu schaffen, und ich habe mir nur einen einzigen freien Tag gegönnt, um mit einer vorausgebuchten Harley einmal die Küstenstraße über Malibu zu einer Air-Show nach Point Mugu zu brettern.

 

Daß es zeitlich so eng war, hing damit zusammen, daß mir zu den einzelnen Ausbildungen teilweise  noch die erforderliche Mindesflugerfahrung fehlte (z.B. Nachtflug und cross-country auf Single und Multi, etc.), die abzufliegen sich als deutlich zeitaufwändiger herausstellte, als geplant.

 

Meine Frau kam erst zum fix peplanten Anmietzeitpunkt eines Wohnmobiles nach, mit dem ich mich dann auf einer Californien-Arizona-Nevada-Rundreise vom Schulstress erholen konnte.

 

Gruß

Manfred



#22 Chipart

Chipart
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  • Privatpilot

Geschrieben 12 Januar 2017 - 18:07

Mit welcher Frage ich mich momentan noch beschäftige ist, wie man die Zeit da unten neben dem Fliegen am Besten verbringt. Ich nehme mal an dass man damit nur ca. 8h pro Tag beschäftigt ist. Was habt ihr so für Erfahrungen gemacht?  Vielleicht auch gut zu wissen ist, wie Ihr unterwegs wart (Familie, Freunde, alleine) und wie Ihr mobil wart in den Staaten.


Regelmäßig mehr als 2 Stunden am Tag fliegen ist ziemlicher Unsinn - ich kenne keinen Flugschüler, der in der dritten Stunde noch wirklich was gelernt hätte. Längere Streckenflüge ab und zu sind da ntürlich die Ausnahme, aber auch da sind mehr als 2 Stunden für einen Schüler schon echt hart - ausser, man will noch aus irgendeinem Grund Stunden schinden und faktisch fliegt der Lehrer...

Was man sonst macht hängt natürlich von der Lage der Schule und den eigenen Präferenzen ab. Etwas Theorie wird man sicher machen müssen - wenn man nicht schon alles vor Abflug in Deutschland gelernt hat. Aber auch das können die wenigsten wirklich effektiv mehr als 2-3 Stunden am Stück machen. Ob Du dann am Flugplatz rumhängen willst, wandern (Colorado) oder baden (Florida).

Wie Du das mit dem Transport machst, hängt wieder von der Lage der Schule ab: Wenn das Wohnheim oder Motel direkt am Flugplatz ist, dann geht es theoretisch auch ohne Auto. Dann wird aber irgendwann der Lagerkoller kommen. Deswegen ja nach vorhandenen finaziellen Möglichkeiten entweder Auto mieten oder kaufen - an manchen Schulen gibt es auch "Schulhuren", die von einem Shcüler zum nächsten weiterverkauft werden...

Florian

#23 handbauer

handbauer
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Geschrieben 12 Januar 2017 - 20:15

Naja ich wollte eigentlich auch nicht sagen dass man 8h in der Luft ist, sondern viel mehr vielleicht 8h auf dem Flugplatz ;)

 

Ich persönlich gehe sicher alleine, aber man muss ja in den paar Stunden neben dem Fliegen auch was machen. Und immer nur ein langweiliges Buch lesen ist auch nichts für mich :) Ich weiss halt auch nicht inwiefern ich dort auf andere gleichgesinnte treffe.

 

Schlussendlich werde ich sicher eine interessante beschäftigung finden. Aber von euren Erfahrungen zu hören ist doch auch immer interessant und jeder noch so kleine Tipp kann da wertvoll sein.


Sphair - 2013

 

LG Lukas


#24 iwl

iwl
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Geschrieben 12 Januar 2017 - 23:05

Eine günstige passable Unterkunft ist mit entscheidend, daß das ganze Spaß macht, erfolgreich ist und kosteneffektiv.
In den Staaten ist viel mehr Krach, Wände dünn, gern an der Straße.
Mehr als ein Flug am Tag ist bei vielen Geldverschwendung, es ist dann effektiver wenn man günstig Leben kann und das ganze gemütlich machen kann.
Bei AAA war damals ein Packet Mindeststunden inklusive 1 Monat Unterkunft und man konnte mit dem Fahrrad zum Flugplatz.

Ingo
Ingo

#25 DaMane

DaMane
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Geschrieben 13 Januar 2017 - 00:10

Regelmäßig mehr als 2 Stunden am Tag fliegen ist ziemlicher Unsinn - ich kenne keinen Flugschüler, der in der dritten Stunde noch wirklich was gelernt hätte. ................

Florian

Auch da sollte man nicht pauschalisieren. Ich habe am Rande eines vom Forenkollegen davidk erwähnten Intensivkurses - ein sehr erfahrener Fluglehrer mit "selbsgestrickter", aber nachweislich höchst effizienter Schulungsmethodik, kümmert sich um eine kleine Schülergruppe - mit eigenen Augen miterlebt, wie ein Fußgänger - nur mit PC-Sim-Erfahrung angetreten - am 3. Tag und nach 10 h solo flog, und schon bald darauf alleine Überlandflüge bei Nacht absolvierte. Das war natürlich einer, der ganz auf's Fliegen versessen war, und nun schon ein paar Jahre bei LH fliegt.

 

Gruß

Manfred

 .



#26 handbauer

handbauer
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Geschrieben 15 Januar 2017 - 12:20

Ich habe am Rande eines vom Forenkollegen davidk erwähnten Intensivkurses - ein sehr erfahrener Fluglehrer mit "selbsgestrickter", aber nachweislich höchst effizienter Schulungsmethodik, kümmert sich um eine kleine Schülergruppe - mit eigenen Augen miterlebt, wie ein Fußgänger - nur mit PC-Sim-Erfahrung angetreten - am 3. Tag und nach 10 h solo flog, und schon bald darauf alleine Überlandflüge bei Nacht absolvierte.

 

Ich wurde bereits von mehreren Personen auf die Seite aufmerksam gemacht, und hatte auch Kontakt mit besagtem Fluglehrer. Ich muss dazu sagen, dass seine Unterlagen sehr seriös ausgesehen haben und der Ablauf sehr detailliert beschrieben ist.

Da er aber in dem Zeitraum, in welchem ich in den USA bin dort keine Ausbildung betreibt, kommt diese Variante für mich nicht in Frage.

 

Ich hatte mittlerweile mit mehreren Schulen Kontakt, und auch mit dem Verantwortlichen einer Schule gesprochen. Bin mir aber nicht sicher ob der die ganze Wahrheit erzählt hat. Evtl kann mir da jemand weiterhelfen:

Es gibt Kombinierte Angebote für EASA & FAA PPLs in den USA, wobei man mit ca. 3'000$ Mehrkosten rechnen muss, als wenn man nur einen EASA Schein macht. Aber anscheinend kann man nur zuerst den EASA und anschliessend einen FAA Schein machen und umgekehrt soll das nicht gehen. Kennt sich jemand damit aus?

 

LG Lukas


Sphair - 2013

 

LG Lukas


#27 iwl

iwl
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Geschrieben 15 Januar 2017 - 13:10

Hier muss man vorsichtig sein, ich habe auch schon dubiose Sachen gehört man könnte irgendwo EASA machen.

Es gibt bei der CAA eine Liste von Schulen im Ausland, man kann sich auch das ATO-Zertifikat zeigen lassen.

Es gibt auch Leute die Dir alles erzählen und Dich abzocken, eine zertifizierte EASA ATO eher nicht.

Für den PPL würde ich nicht beides machen, entweder FAA wenn man danach dort gleich noch weiterfliegen will,

sonst EASA und umschreiben im nächsten Urlaub, wenn man gleich in Europa fliegen will.

Mit 6 Wochen schaffst Du geradeso PPL wenn durchschnittlich, kannst ja mit dem Lehrer etwas rumfliegen noch...


Ingo

#28 handbauer

handbauer
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Geschrieben 15 Januar 2017 - 14:28

Die Liste habe ich mir schon angesehen : https://www.easa.eur...ertificates.pdf

 

Daneben gibt es auch noch die Liste mit Schulen die mal ein ATo hatten, aber es nicht erneuert haben: https://www.easa.eur...ertificates.pdf

 

Naja ich hab da auch schon unterschiedliches gehört. Zum Besispiel dass die Conversion eines FAA PPL in ein EASA PPL ca. 1.5k Kostet beim Bazl. Also kriegt man die unabhängige Lizenz der FAA sozusagen gratis. Dazu muss ich aber nochmals beim Bazl anrufen um herauszufinden wie das genau läuft.

 

LG Lukas


Sphair - 2013

 

LG Lukas


#29 FalconJockey

FalconJockey
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Geschrieben 15 Januar 2017 - 23:00

Auf Basis eines EASA PPL kannst Du Dir mit wenig Aufwand eine FAA PPL Validation machen lassen: https://www.fliegen-...in-us-lizenzen/ . Die dann ausgestellte Validation ist ein Leben lang gültig bzw. solange die Lizenz gültig ist, auf der sie basiert.
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten! :D

Cheers, Andreas

#30 Chipart

Chipart
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Geschrieben 16 Januar 2017 - 08:23

Es gibt Kombinierte Angebote für EASA & FAA PPLs in den USA, wobei man mit ca. 3'000$ Mehrkosten rechnen muss, als wenn man nur einen EASA Schein macht. Aber anscheinend kann man nur zuerst den EASA und anschliessend einen FAA Schein machen und umgekehrt soll das nicht gehen. Kennt sich jemand damit aus?

 

Damit wäre eine evtl. noch vorhandene Preisersparnis im Vergleich zur Ausbildung in Europa dann sicher weg...

 

Wenn Du in Europa fliegen willst, dann brauchst Du mittelfristig den EASA-Schein - und für eine Umschreibung einer US-Lizenz musst Du zumindest im Moment noch mindestens 100 Flugstunden vorweisen können. Hier ist zwar eine Arbeitsgruppe dran, bessere Regelungen zu finden, aber es steht in den Sternen, wann das kommt.

 

Wenn Du also in den USA keine 100 Stunden fliegen wirst, dann kannst Du entweder versuchen, mit einer einjährigen Anerkennung des US-PPL die restlichen Stunden in Europa zusammen zu fliegen, oder das mit der EASA-Lizenz wird schwierig.

 

Was hier noch gar nicht angesprochen wurde, ist eine andere Variante: Da Du ja den Scheinerwerb in den USA wenn ich das richtig verstehe als "Abenteuer" siehst, kannst Du natürlich auch nur den US-PPL machen und in Europa dann halt nicht fliegen. 

 

Ansonsten gilt aus meiner Sicht immer noch das, was ich glaube ich auch hier schon gesagt habe: Man sollte immer das lernen, was man können will. Eine US-PPL zu machen wenn man ein EASA-PPL will ist unter dem Gesichtspunkt eher suboptimal.

 

Florian

 

P.S.: Was hier noch gar nicht angesprochen wurde: Du hast im Threadtitel auch das Wort "Beruf" verwenden und als Tag auch "ATPL". Alles was bisher gesagt wurde gilt nur für den PPL. Berufspilotenlizenzen in den USA und Umschreibungsverfahren sind eine andere Geschichte...



#31 handbauer

handbauer
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Geschrieben 16 Januar 2017 - 14:28

 

handbauer schrieb am 15 Jan 2017 - 12:20 PM:snapback.png

Es gibt Kombinierte Angebote für EASA & FAA PPLs in den USA, wobei man mit ca. 3'000$ Mehrkosten rechnen muss, als wenn man nur einen EASA Schein macht. Aber anscheinend kann man nur zuerst den EASA und anschliessend einen FAA Schein machen und umgekehrt soll das nicht gehen. Kennt sich jemand damit aus?

 

Damit wäre eine evtl. noch vorhandene Preisersparnis im Vergleich zur Ausbildung in Europa dann sicher weg...

 

Das würde ich so nicht unterstützen. In der Schweiz zahlt man doch gut 20k. In der USA habe ich das Angebot für die Hälfte.

 

Naja was das Problem ist, dass ich anschliessend noch weiterreisen möchte, und das ausstellen der Lizenz sicher 1 Monat in Anspruch nimmt. Das heisst, dass ich nach dem Erwerb mindestens 1 Monat warten müsste bis ich den Schein hätte. Und dann muss der noch an die richtige Adresse. Keine Ahnung wo ich dann genau sein werde. Und Validiert wurde davon dann noch nix, weder in der USA, noch sonst wo.

 

Das mit dem Beruf geht mich jetzt direkt nichts an, da ich nicht vorhabe Kommerziell zu fliegen, aber falls sich jemand damit auseinandersetzt, oder gesetzt hat, kann er hier gerne davon Berichten.


Sphair - 2013

 

LG Lukas


#32 Chipart

Chipart
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Geschrieben 16 Januar 2017 - 16:52

Das würde ich so nicht unterstützen. In der Schweiz zahlt man doch gut 20k. In der USA habe ich das Angebot für die Hälfte.

 

Also in den USA ähnlich wie in Deutschland! ;-)

 

Im Ernst: Wenn man sich die Kostenaufstellung diverser Flugschulen in der Schweiz so anschaut, dann liegen die hohen Kosten insbesondere daran, dass Fluglehrer in der Schweiz extrem gut bezahlt werden: Während in D in Vereinen so zwischen 10-20 EUR die Stunde üblich sind, scheint in der Schweiz 75 CHF/h allgemein akzeptiert. Wenn dann noch doppelt so viele Fluglehrerstunden wie Blockzeit entstehen, weil man den Fluglehrer auch dafür bezahlt, dass er zum Flugplatz läuft (was ja völlig ok ist, wenn man annimmt, dass Fluglehrer eben ein Beruf ist und man ihn natürlich für die ganze Zeit bezahlt, den man ihn in Anspruch nimmt - mach man beim Schreiner ja auch...), dann kommt schnell eine hübsche Summe zusammen.

 

Ich möchte um Himmels willen nicht sagen, dass das nicht ok ist - aber eben eine andere Philosophie, als in deutschen Vereinen wo FIs das praktisch ehrenamtlich oder aus Spass machen bzw. in den USA wo die FIs das zum Stundensammeln nutzen (und eher froh sind, dass sie die Flugstunden nicht bezahlen müssen...).

 

Florian

 

P.S.: So weit ich weiss bekommst Du in den USA unmittelbar nach Deinem Prüfungsflug die FAA Lizenz (zumindest eine vorläufige). Du musst also keinen Monat auf Zustellung warten...



#33 DaMane

DaMane
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Geschrieben 16 Januar 2017 - 17:40

.................

 

Naja was das Problem ist, dass ich anschliessend noch weiterreisen möchte, und das ausstellen der Lizenz sicher 1 Monat in Anspruch nimmt. Das heisst, dass ich nach dem Erwerb mindestens 1 Monat warten müsste bis ich den Schein hätte. Und dann muss der noch an die richtige Adresse. Keine Ahnung wo ich dann genau sein werde. Und Validiert wurde davon dann noch nix, weder in der USA, noch sonst wo.

....................

Ich weiß jetzt nicht, ob sich in diesem Punkt was gravierend geändert hat, aber früher bekam man nach bestandenem Prüfungsflug sofort ein vom Prüfer abgezeichnetes sog. "Temporary Airmans Certificate" ausgehändigt, mit dem man schon fliegen gehen konnte, bis innerhalb der nächsten 3 Monate die Original-Lizenz an die angegebene Heimatadresse verschickt wird.

 

Gruß

Manfred



#34 handbauer

handbauer
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Geschrieben 16 Januar 2017 - 19:24

 

Ich weiß jetzt nicht, ob sich in diesem Punkt was gravierend geändert hat, aber früher bekam man nach bestandenem Prüfungsflug sofort ein vom Prüfer abgezeichnetes sog. "Temporary Airmans Certificate" ausgehändigt, mit dem man schon fliegen gehen konnte, bis innerhalb der nächsten 3 Monate die Original-Lizenz an die angegebene Heimatadresse verschickt wird.

Das stimmt bei den FAA Lizenzen. Aber soweit ich das in Erfahrung bringen konnte nicht auch für in den USA ausgestellte EASA Lizenzen.


Sphair - 2013

 

LG Lukas


#35 FalconJockey

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Geschrieben 16 Januar 2017 - 19:27

Der Meinung bin ich auch. Bei meiner Validation habe ich auch sofort eine temporäre Lizenz erhalten, die laminierte Karte kam nach paar Wochen per Post zu Hause an.
  • iwl sagt danke
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Cheers, Andreas

#36 iwl

iwl
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Geschrieben 16 Januar 2017 - 20:09

Es werden in USA keine EASA Lizenzen ausgestellt, die kommt 1-2 Monate nach Prüfung von CAA, dann nochmal 1-2 Monate Lizenverifikation, FSDO Termin, dann FAA Anerkennung, BFR...
Auf dem von mir genannten Platz bei LEJ geht es bestimmt für 10K EUR, allerdings deutsche Behörden.

Ingo
Ingo

#37 FalconJockey

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Geschrieben 16 Januar 2017 - 23:22

Allerdings ist es ziemlich dröge, in Deutschland fliegen zu lernen, finde ich. Viel zu viele Regeln und Einschränkungen. Mach' den Schein lieber in den USA oder überlege Dir sogar, ob Du das nicht in Neuseeland machen willst. Man lernt doch noch echt fliegen, weil man ziemlich viele Freiheiten hat. Alpeneinweisung inbegriffen.
  • ArcticChiller und handbauer sagen danke
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Cheers, Andreas

#38 handbauer

handbauer
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Geschrieben 17 Januar 2017 - 08:12

Naja in Deutschland geht das schon, das ist mir bewusst. Aber es wäre nicht dasselbe ob es nun in DE oder den US ist. Wenn ich nur aufs Geld schaue, wäre DE wohl nicht ne schlechte Alternative. Aber der Abernteuer-Faktor ist im nicht europäischen Ausland doch grösser.

 

Neuseeland wäre sicher auch eine Option. Da habe ich einfach noch keine gute Schule gefunden, und kenne auch die Abläufe nicht genau.


Sphair - 2013

 

LG Lukas


#39 Chipart

Chipart
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Geschrieben 17 Januar 2017 - 08:46

Allerdings ist es ziemlich dröge, in Deutschland fliegen zu lernen, finde ich. Viel zu viele Regeln und Einschränkungen. Mach' den Schein lieber in den USA oder überlege Dir sogar, ob Du das nicht in Neuseeland machen willst. Man lernt doch noch echt fliegen, weil man ziemlich viele Freiheiten hat. Alpeneinweisung inbegriffen.

 

Es lebe das gepflegte Vorurteil!

 

Welche "Regeln und Einschränkungen" gibt es denn, die das Fliegen lernen in Deutschland "dröger" machen, als in den USA? Warum soll man hier nicht "echt fliegen" lernen können?

 

Mich ärgern solche Aussagen immer masslos, weil es offenbar Menschen gibt, die warum auch immer den Flugsport - insbesondere die Vereine - hier in Deutschland unbedingt totreden wollen.

Vielleicht liegt es daran, dass sie selber einen Verwaltungsfachangestellten als Fluglehrer hatten und anderen nicht gönnen, mehr Spass zu haben. Vielleicht auch nur daran, dass man sich ja so weltläufig geben kann, wenn man den "in Amerika ist alles cooler - sogar die Kälte"-Typen gibt. 

 

Ich habe sowohl meinen Segelflugschein, als auch alle meine Motorflugscheine, Berechtigungen und Ratings in Deutschland gemacht. Das ist zwar eine sehr beschränkte Erfahrung, aber eines war die Ausbildung nie: Dröge!

 

Es hat immer Spass gemacht, war herausfordernd und ich habe sowohl unter den FIs als auch unter den Fliegerkameraden Freunde gefunden, mit denen ich auch noch heute regelmäßig fliege. Natürlich macht auch fliegen in den USA Spass - es ist etwas anderes sowohl von den Landschaften als auch vom fliegen selber. Urlaub macht immer (naja: meistens) Spass.

 

Auch, wenn ich in diesem Thread eigentlich nicht "die Keule" rausholen wollte, man muss es schon auch mal hart sagen: Wer seine Ausbildung in den USA (oder sonst wo im Ausland) macht, der trägt zu einem gehörigen Stück selber zum sterben der Flugsportvereine in Deutschland (oder der Schweiz) bei und darf sich danach nicht beschweren, dass Flugzeuge chartern bei uns ja sooooo viel teurer ist! Ausbildung ist das wirtschaftliche Rückgrat jedes Charterbetriebes - egal ob Verein oder kommerziell. Ohne Flugschüler kann man kaum auf Auslassungen kommen, die für günstige Stundenpreise notwendig sind. 

Auch wenn es für den Einzelnen natürlich wirtschaftlicher ist, die vermeintlich (im Vergleich zu Deutschland ist der Unterschied nicht mehr so groß, wie er mal war; im Vergleich zur Schweiz schon noch) günstige Ausbildung in den USA mitzunehmen, ist das in Summe eine schwierige Entwicklung. Wenn wir dann auch noch selber so tun, als macht es in Deutschland weder Spass, noch lernt man was, dann können wir gleich einpacken. 

 

Es ist halt nie so klug, an dem Ast zu sägen, auf dem man sitzt, nur weil man beweisen will, wie toll man mit der Säge umgehen kann...

 

Florian



#40 FalconJockey

FalconJockey
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Geschrieben 17 Januar 2017 - 12:12

Hallo Florian,

ich glaube ich kann da ganz gut mitreden. Ich habe in Deutschland meine Segelfliegerausbildung gemacht, PPL-A in Brasilien, CPL/IFR/ATPL in der Schweiz. In Deutschland muss ich auf Überlandflügen auf 2000ft AGL fliegen. Langweilig. Ich darf nicht mal so eben tief runter bis auf 50ft oder weniger, weil es keine ausgewiesenen Tiefflugzonen gibt. Es gibt keine richtige Durchführung von "haarigen Flugmanövern", kein Trudeln etc.. Das Niveau der Fluglehrer ist immer wieder unter Durchschnitt was die Einhaltung von Betriebsabläufen angeht. Gerade in der prägenden Phase der ersten PPL-Stunden sollte man gedrillt werden. Ich muss Landegebühren zahlen, das nervt beim Platzrunden schrubben. Meine Flugschule in Neuseeland hat ihren eigenen Flugplatz! Die Landschaft ist langweiliger, wobei Du da ja zustimmst. Darum fliege ich in DE kaum, da laaaaaaaangweilig. Lieber im Urlaub in den USA, NZ, Afrika etc.. Und bei weitem nicht jeder ist mit dem Vereinswesen kompatibel, will aber auch nicht den kommerziellen Flugschulen Unmengen von Geld in den Rachen werfen.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich in der Seglerausbildung Glück mit den Ausbildern hatte, da waren einige Weltkriegsasse dabei, die hatten es wirklich drauf und haben einem keinen Mist durchgehen lassen!

Das einzige wirkliche Argument für eine Ausbildung hier ist der Fakt, dass man sie berufsbegleitend machen kann und somit zu Hause wohnt und nicht extra Geld dafür ausgeben muss. Die Umstellung von UNICOM in den USA auf "Pseudo-ATC" in Deutschland (Flugleiter, diese unnötige Zeit- und Geldverschwendung) ist schnell vollzogen.

------

Lukas, in Neuseeland gibt es diverse Flugschulen. Es gibt professionelle Schulen wie den Canterbury Aero Club in Christchurch, der auch ein paar Kiwi-Dollar mehr kostet. Ansonsten tun es aber auch Flugschulen/Clubs in Nelson, Hamilton, Ardmore (nahe Auckland) etc.. Wird vielleicht teurer als die USA werden, aber dafür ein tolles Erlebnis. Ich würde mir die Sache genauer anschauen, vielleicht gefällt Dir das ja.
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten! :D

Cheers, Andreas





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