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Voice nur noch Englisch in der Schweiz


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46 Antworten in diesem Thema

#41 Pioneer300

Pioneer300
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  • 652 Beiträge
  • Privatpilot, Ultralight-Pilot

Geschrieben 24 März 2017 - 21:53

Also der Argumentation kann ich ehrlich gesagt nicht so ercht folgen.

 

Das macht nichts :)

 

Ich bin sogar sehr sicher, dass das irgendwann kommen wird.

 

Na dann... Wir beide werden das nicht mehr erleben.

 

 

Chris



#42 Heiri_M

Heiri_M
  • ILS-Gönner
  • 260 Beiträge
  • Aviatik-Fan, Privatpilot, Flightsimmer

Geschrieben 24 März 2017 - 23:40

Natürlich kann man sich in der Muttersprache präziser verständigen. Allerdings, wenn ich an Italien denke, oder an Frankreich, (VFR), dann ist die Gefahr gross, dass sich die Piloten nicht so kurz wie möglich fassen, sondern ins Plaudern kommen. Da hätte eben das Standard-Englisch schon Vorteile, auch wenn es nicht perfekt ist. Man darf durchaus merken, dass ein Franzose, ein Italiener oder Ostschweizer unterwegs ist.

Noch etwas anderes. Beim Anflug wäre es von Vorteil, wenn man sich an das Englisch des Türmers gewöhnen könnte. Wenn er dauernd spanisch spricht, und erst für dich auf sein Englisch wechselt, kann es schwierig werden.

Wie war es denn vor 20 Jahren? Hat doch auch funktioniert,  ja, nicht perfekt. Wir machten uns da nie Gedanken, welche Sprache da erlaubt war und welche nicht. Mit dem Standard-Englisch kamen wir überall durch in Europa. Vielleicht ab und zu ein wenig holprig, zugegeben.


Bearbeitet von Heiri_M, 24 März 2017 - 23:42 .

  • Sfera72 sagt danke
Beste Grüsse

Heiri

#43 Pioneer300

Pioneer300
  • Registrierter Benutzer
  • 652 Beiträge
  • Privatpilot, Ultralight-Pilot

Geschrieben 25 März 2017 - 07:41

Wie war es denn vor 20 Jahren? Hat doch auch funktioniert,  ja, nicht perfekt. Wir machten uns da nie Gedanken, welche Sprache da erlaubt war und welche nicht. Mit dem Standard-Englisch kamen wir überall durch in Europa. Vielleicht ab und zu ein wenig holprig, zugegeben.

 

Ja eben. Es werden Probleme herbeigeredet, die real nicht existieren. Es gaebe weit dringendere Anliegen.

 

 

Chris



#44 Chipart

Chipart
  • Registrierter Benutzer
  • 5.425 Beiträge
  • Privatpilot

Geschrieben 26 März 2017 - 15:57

Wie war es denn vor 20 Jahren? Hat doch auch funktioniert,  ja, nicht perfekt. Wir machten uns da nie Gedanken, welche Sprache da erlaubt war und welche nicht. Mit dem Standard-Englisch kamen wir überall durch in Europa. Vielleicht ab und zu ein wenig holprig, zugegeben.

 

Vor 20 Jahren war es relativ ähnlich wie heute. Und weil das mit dem Englisch bei vielen Piloten (sogar Linienpiloten) schwierig war, hat man irgendwann LPV eingeführt. 

 

Vor 30 Jahren war es in der Tat anders: Da haben wir uns über Englisch am Funk noch nicht so viele Gedanken gemacht. Das war allerdings auch vor Schengen und grenzüberschreitende Flüge waren damals sehr viel seltener, als heute. Deswegen war es gar kein Problem, wenn wir damals nur in unserer Muttersprache gefunkt haben - und für das jährliche Segelfluglager in Aosta haben wir halt die französischen Sprechgruppen gelernt. 

 

Florian



#45 Volume

Volume
  • Registrierter Benutzer
  • 7.055 Beiträge

Geschrieben 30 März 2017 - 08:06

Wer fit genug ist um ein Flugzeug zu steuern, der ist auch fit genug um die Standardphrasologie in Englisch zu lernen und einfache Sachverhalte in freiem Englisch wiederzugeben.

Völlig einverstanden.

Umgekehrt hat man aber natürlich auch die Französischen Standardphrasen nach einer halben Stunde drauf, bei den Finnischen vielleicht nach 2 Stunden...

Interessant wird es aber, wenn es über die Standardprasen hinausgeht. Wie im Parallelthread zu Teneriffa ja auch schon diskutiert, ist da ein signifikanter unterschied zwischen "ready for takeoff" und "ready for departure". Spätestens wenn es um bedingte Freigaben geht (die ja streng minimiert werden sollen, aber trotzdem noch oft verwendet werden) wird es schon tricky, genau zu verstehen ob man nun hinter einem Flugzeug (räumlich) oder nach einem Flugzeug (zeitlich) kreuzen soll. Spätestens bei einem echten Emergency braucht man freie Sprache ohne Phrasen, es gibt reichlich Flugunfälle bei denen man sich nicht richtig verstanden hat, zuletzt der Fall in Peru (der Pilot wollte Vektoren, die Richtung zur Bahn, einen Kompasskurs, die Fluglotsin hat ihm Enternungen angesagt).

 

Was überwiegt ist sicher nicht einfach zu sagen.

Ich denke, da sind wir uns alle einig.

Ein Grund mehr, eine derartige Entscheidung nicht Politikern zu überlassen...

 

Gruß

Ralf



#46 Chipart

Chipart
  • Registrierter Benutzer
  • 5.425 Beiträge
  • Privatpilot

Geschrieben 30 März 2017 - 10:10

wird es schon tricky, genau zu verstehen ob man nun hinter einem Flugzeug (räumlich) oder nach einem Flugzeug (zeitlich) kreuzen soll. 

 

Ähhh - in welcher Situation ist das genau ein Unterschied? Kann ich zeitlich davor, aber räumlich dahinter die Bahn kreuzen? Oder umgekehrt?

 

Florian



#47 HRK

HRK
  • Registrierter Benutzer
  • 416 Beiträge
  • Fluglotse

Geschrieben 30 März 2017 - 16:27

Ähhh - in welcher Situation ist das genau ein Unterschied? Kann ich zeitlich davor, aber räumlich dahinter die Bahn kreuzen? Oder umgekehrt?

 

Florian

Kann schon einen kleinen Unterschied machen...

 

"XY, extend downwind and turn base behind a XY on 3 miles final"

Zeitlich wie auch räumlich gemeint.

 

"XY, behind the departing traffic, backtrack behind"

Rein zeitlich, aber nicht räumlich.


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Gruss
Hansruedi