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Vollständige Version anzeigen : Space Shuttle


minggi
1. February 2003, 14:56
Hallo!

Hab grad CNN eingeschaltet; Mission Control hat den Kontakt zum Space Shuttle Columbia 14:00 bei 2000`000 ft verloren, Augenzeugen berichten, am Himmel einen lauten Knall gehört zu haben, Rettungs-und Suchtrupps sind unterwegs.
Bei CNN sah man Bilder davon...Hoffentlich geht es der Crew gut!


Christoph Mangold
:(

Holgi
1. February 2003, 15:19
Hallo


Ja Die Raumfäre Columbia ist bei dem Wiedereintriet gebrochen

JOHNSON SPACE CENTER, Houston, Texas (CNN) -- The space shuttle Columbia, with seven astronauts aboard, broke up as it descended over central Texas Saturday toward a planned landing at Kennedy Space Center in Florida.
Quelle:CNN.COM
http://i.cnn.net/cnn/2003/TECH/space/02/01/shuttle.columbia/story.shuttle.landing.jpg



holgi:002:Kurz vor der geplanten Landung ist die amerikanische Raumfähre Columbia in rund 60.000 Metern Höhe zerbrochen
Quelle:RTL.com

Schock für die amerikanische Raumfahrt: Die Raumfähre "Columbia" ist aller Wahrscheinlichkeit nach beim Landeanflug zerbrochen. Die NASA hatte zuvor nach eigenen Angaben den Kontakt zur siebenköpfigen Besatzung verloren. Die "Columbia" sollte um 15.16 Uhr in Cape Canaveral landen, verschwand aber beim Eintritt in die Erdatmosphäre von den Bildschirmen.
Quelle:ARD
Die NASA hatte zuvor mitgeteilt, den Kontakt zu der Raumfähre verloren zu haben. Demnach verschwand die "Columbia" beim Eintritt in die Erdatmosphäre vom Bildschirm. Sie hätte um 15.16 Uhr (MEZ) in Cape Canaveral im US-Bundestaat Florida landen sollen.
Quelle:ARDhttp://www.tagesschau.de/styles/container/image/style_images_default/0,1984,OID1487648,00.jpg

MEIN BEILEID AN ALLE HINTERBLIEBENEN

TMJ
1. February 2003, 15:21
Das gibt Gesprächststoff! :rolleyes: :001:

Mein Beileid allen Angehörigen!!

Gruss Tobi

TooLowFlap
1. February 2003, 15:24
Shit happens.

Jo

Marcel Bitter
1. February 2003, 16:21
Schon ein wenig makaber von ATController, Beileidswünsche, und als Fussnote "runter kommt man immer"

Da hab ich schon etwas Mühe.........

Holgi
1. February 2003, 16:28
Hallo

Habe es jetzt weg getan...

Du hast schon recht der Satzt hat aber nicht mit dem Umfall zu tun ich habe ihn schon lange vorher reingetan..


HOLGI:002:

chrigel
1. February 2003, 17:21
Hallo zusammen

Nach meine letzten Informationen gibt es höchst wahrscheinlich keine Überlebende. :002: :002:

In Trauer
Christian

TooLowFlap
1. February 2003, 17:28
Man, habt ihr Probleme...

Das waren Berufssoldaten, die ihr Risiko kannten. Klar, trotzdem tragisch, aber soetwas passiert. Was mich an euerer Stelle nervöser machen würde wär die Tatsache, dass man Experimente mit Bakterien und Proteinen an Bord gemacht hat...und der Scheiß sich jetzt über ganz Texas verteilt hat! Wir reden hier - wenn es hart auf hart kommt - über eine potentielle Seuchengefahr! Hoffentlich war das alles ungefährliches Zeug an Bord!

Bush beruft nicht umsonst seine Berater zusammen...nicht wegen einem solchen marginalen Verlust (ein Irakkrieg wird weit mehr als 6 Menschenleben kosten)!

TLF

Thomasluethi
1. February 2003, 17:41
Hallo


Ich fliege grad bei Vatsim in den Staten und hier ist es das Top Tema im RW! Wir hatten vorhin eine Air Force One die von irgendwo in America nach Florida flog! Die hatte auch das Call Signen Air Force One! Voll "Dure" . Ich habe auchs chon die Explosion vom andern Gesehen als ich in Daytona wahr aber ich finde dass was TLF sagte schon mehr ängstlicher!

Gruss Thomas

Claudio
1. February 2003, 17:45
Original geschrieben von minggi
........ bei 2000`000 ft verloren,.........

Hallo Minggi!!

Kleine Korrektur anbei. Es waren ca. auf 60'000 Meter. Das entspricht etwa einer Höhe von 196'740 Fuss. Wohl eine Null zu viel getippt. :D

Mit freundlichem Gruss

Claudio :D

MarkusP210
1. February 2003, 19:15
'Space Schrottel' sag' ich da nur! Wieviele Missionen hatte das Ding schon auf em Buckel? Bei der Materialbelastung kein Wunder!

Man stelle sich vor, was die Amerikaner mit dem durch diese Missionen sinnlos verpulverten Geld alles anstellen könnten: Verbesserung des Sozialsystems, Schaffung von Arbeitsplätzen, Sanierung des Gesundheitssystems...:003:

Markus

TooLowFlap
1. February 2003, 19:18
Die Raumfahrzeuge sind für 100 Missionen ausgelegt worden, dies war die 28igste.

TLF

Flo-e
1. February 2003, 20:03
@Markus,
dann sei froh, dass du in einem demokratisch-sozialistischen Staat lebst, die USA sinds nunhaltmal nicht.

In den USA haben nun halt mal die Republikaner die Mehrheit in der Legislative, Exekutive und wenn ich mich nicht taeusche auch Judikative. Die Leute hier sind jedenfalls gluecklich mit ihrer Regierung (und den niedrigen Steuern).

Bitte last das nicht zu einer politischen Diskussion ausarten.

Gruss aus California,
Florian

Fraha
1. February 2003, 20:49
Auf www.web.de (http://www.web.de) steht, dass eventuell schon beim Start ein Teil beschädigt worden war, welches beim Wiedereintritt dann Probleme bereitete!? Welches Teil das war sagen die aber natürlich auch nicht...:o

wEASy
1. February 2003, 20:51
Hallo TLF

Glaubst Du nicht, dass sich das alles in dieser Höhe verflüchtigt..? Aehnlch dem Kerosin, wenns aus grosser Höhe gedumpt wird..? Oder die Kälte..? Können Bakterien diesen Temperaturen trotzen..?
Ich habe keine Ahnung von solchen Sachen, hoffe aber sehr, dass diese Bakterien und oder Proteine nichts schlimmes anrichten werden/können..

Wisi

Fraha
1. February 2003, 20:52
Es gingen auf jeden Fall Warnungen raus, man solle die Trümmerteile nicht anfassen.

Flo-e
1. February 2003, 21:02
Ja, die Behoerden in Texas warnten alle Bewohner nichts anzufassen. Die Behoerden kommen und schweissen alles in Plastikbeuteln ab.

Alexander
1. February 2003, 21:33
@Markus Wiesler:
Ob sich sowas nicht verflüchtigt..?
Ich glaub eher das wenn so ein Hochgiftiger Stoff in 40-60km Höhe freigesetzt wird wird's umsoschlimmer , dann kann er sich ja schön verteilen , oder nicht?

Alex

René Kälin
2. February 2003, 00:00
Hallo zusammen,

Ich bin kein Biologe, aber Bakterien und Aehnliches sind wahre Ueberlebenskünstler. Da gibt es extreme Varianten, die kochendes Wasser bevorzugen und andere, denen Minustemperaturen von weit über -140 Grad Celsius nichts anhaben können. Eine Krebszelle wurde für einige Tage zum Test auf -270 Grad eingefroren, und entwickelte sich nach dem Auftauen munter weiter. Ergo, es ist alles möglich auf unserem Wunder-Planeten.

Wer sagt denn, dass Aids eine Krankheit der Moderne ist?
Eine Variante wäre doch auch, dass in einem Labor Sch.... gebaut worden ist, und so ein Virus sich "selbstständig" gemacht hat

Gruss René

FalconJockey
2. February 2003, 03:15
....ja, und in 50-60 km Höhe ist die Temperatur auch nicht so sehr niedrig. Dort liegt ungefähr die Stratopause, wo normalerweise Temperaturen um 0° C herrschen!

Ist ne wirklich traurige Sache, aber eben, die Raumfahrt ist offenbar doch nicht sooo ausgereift, das musste man leider feststellen.

Gruss, Andreas

existence
2. February 2003, 04:43
hallooo
tickts bei euch nicht mehr richtig??? an alle die ihre bloeden bemerkungen hier reingeschrieben haben : lasst diese ********!! (sorry, aber das musste gesagt werden).
da waren 7 astronauten an board, die wohl auch familien zu hause hatten. was sagt ihr denen?

zu den anderen. die kann ich beruhigen. ich war an einem dieser versuche beteiligt. wir arbeiteten mit hefezellen (ist ein pilz fuer die, die es nicht wissen). die sind in jedem brot auch enthalten. unsere gruppe von der ETH hatte auch noch einen anderen versuch an board mit menschlichen knorpelzellen...ich wuerde mal sagen auch die sind nicht toxisch oder. und auch all die anderen versuche sind KEINESWEGS toxisch oder so, sonst haette es die NASA nicht erlaubt.

der grund, warum man die teile nicht anfassen darf ist der hochgiftige treibstoff und sonst irgendwelche chemikalien, mit denen das shuttle behandelt wird. das ist auch schon alles.

ihr alle besteht aus proteinen und es leben auch bakterien in euch, also macht bitte nicht so ne panik.

mein beileid an die verbliebenen

Fraha
2. February 2003, 08:35
Wenn irgendwo eine Bombe hochgeht, die 7 Menschen tötet redet hier auch keiner davon, über die Columbia reden wir doch auch nur weil ihr Absturz etzwas mit Luftfahrt zu tun hatte. Dass wir trauern ist klar, aber trotzdem muss das hier ja nicht gleich ein Gejammer werden. Da kann ich mich Jo nur anschließen:
Man, habt ihr Probleme...

Und zurück zu den Tatsachen: Beim Start sei ein Stück aus einem der Tanks herausgebrochen, das sich in eine Tragfläche gebohrt habe (laut "Welt am Sonntag"). Aber davon fliegt doch keine Raumfähre auseinander, oder doch? Was können eigentlich Boden-Luft Raketen in 60 000 Metern Höhe so anrichten? Ganz abwegig wäre die Version des Anschlags doch nicht...

Martin Janser
2. February 2003, 09:17
Hallo zusammen
Beim Start soll laut Medienberichten ein Stück Schaumstoffisolation eines Kraftstofftanks abgebrochen sein, welches eventuell den Tragflügel beschädigt haben könnte. Heute morgen habe ich im Radio gehört, dass das NASA-Controll-Center kurz bevor der Funkkonakt abbrach, eine Störung in der Tragfläche, einen Druckabfall in den Reifen und einen extrem schnellen Anstieg der Temaparaturen im Shuttle bemerkt hat.

Terror mit Boden-Luft-Raketen?!?!? Hollywood. So hoch kommen nur Russische und Amerikanische Raketen, welche im Weltraum stationiert sind, oder ICBMs. Das kann man glaube ich ausschliessen. Terror wäre beim Start oder in einem späteren Stadium der Landung ein Thema gewesen.
Einzig der Eintrittswinkel könnt absichtlich zu steil angegeben worden sein...

Alles ist jedoch im Moment noch Spekulation. Ich kann nur sagen, was ich so in den Medien gehört habe. Lassen wir doch die NASA abklären.

Auch mein Beileid an die Opfer und Angehörigen. Jedoch muss ganz klar gesehen werden, dass dies Berufssoldaten waren. Wären sie bei einem Flugzeugcrash getötet worden, hätte dies niemand berührt. Das Risiko fliegt auch heute noch mit! Raumfahrt ist keine Routine!


Gruss
Martin

Joerg Schoenfelder
2. February 2003, 09:53
Schon schlimm!:(

Allen Angehörigen mein tiefstes Beileid:(

Aber ich habe noch ne Frage

Die NASA sagte ja sie wird keine Flüge zur ISS durchnehmen , bis die Absturzursache geklärt wurde!

Was wäre denn , wenn jetzt irgendwas auf der ISS passiert? ( Nahrung geht aus etc....)

MFG Jörg

Alexander
2. February 2003, 10:21
Hi,
na dann gehen die Russen hoch und holen sie oder die Amis, die nach ihren eigenen Angaben ein Shuttle innerhalb von 5 Tagen startklar machen können...

MarkusP210
2. February 2003, 10:30
Die Raumfahrzeuge sind für 100 Missionen ausgelegt worden, dies war die 28igste.

So so, 100 Missionen...

Nicht mal die Jungs von der NASA können für 100 Missionen im Voraus die Materialeigenschaften (und Veränderungen) berechnen! Dafür bräuchte es genaue Daten über alle Randbedingungen (LaPlace Theorem). Und die Temperatur mit Sicherheit nicht der einzige Einflussfaktor.

Die Aerodynamik stumpfer Körper im Überschallbereich ist alles Andere als erforscht. Das Fehlen von Teilen in einer Struktur welche sich mit solch grossen Geschwindigkeiten fortbewegt ist demnach ein unkalkulierbares Risiko. Astronauten und Kosmonauten sind sich dieses Risikos bewusst.

Markus

wEASy
2. February 2003, 10:48
ich will mich hier nicht festlegen oder etwas behaupten (von dem ich nichts weiss) aber ich habe gehört die Space Shuttles seien für 10 Raumfahrten vorgesehen gewesen..

Marco Haas
2. February 2003, 11:37
Hallo,

Das glaub ich auch.
Ich hab gehört dass die Columbia schon lange eingemottet werden solte.
Aber sie ist für millionen wieder instangesetzt worden, um nochmal nach oben zu kommen.

MFG MARCO HAAS

TooLowFlap
2. February 2003, 11:50
Original geschrieben von existence
zu den anderen. die kann ich beruhigen. ich war an einem dieser versuche beteiligt. wir arbeiteten mit hefezellen (ist ein pilz fuer die, die es nicht wissen). die sind in jedem brot auch enthalten. unsere gruppe von der ETH hatte auch noch einen anderen versuch an board mit menschlichen knorpelzellen...ich wuerde mal sagen auch die sind nicht toxisch oder. und auch all die anderen versuche sind KEINESWEGS toxisch oder so, sonst haette es die NASA nicht erlaubt.

Eben geht durch den Newsticker: Bush erklärt Texas und Teile von Louisiana zum Notstandsgebiet.

Ich weiß nicht was an Bord war, aber da oben wurde an 80 verschiedenen Experimenten gearbeitet - also nur weil eines in deinen Augen ungefährlich ist, muss das leider nicht für alle gelten.

Eine Anmerkung sei mir noch erlaubt: Die ach so verantwortungsvolle Nasa hat schon ganz andere Sachen nach oben befördert (z.B. große Mengen Plutonium), in sofern...

Ich weiß es nicht; ich hoffe nur das Beste...

Wegen der 100 Missionen: Diese Information stammen aus meinem leider mehr als 5 Jahre alten Script "Bahnmechanik" der Uni Hamburg. In wieweit das richtig ist weiß ich leider nicht.

Jo

P.S.: Die 7 waren Berufssoldaten; sie kannten ihr Risiko und sind während einer Mission gefallen. Tragisch ja, aber darum so ein Theater zu machen?

Wilko Wiedemann
2. February 2003, 12:07
Hallo zusammen

Die 10 Missionen von Markus entsprechen eher der Realität, das kann man auf NASA-Websites nachlesen. Dazu kommt, dass die Columbia die älteste von allen Space Shuttle war. Baujahr 1979. Sie wurde viele Male überarbeitet und modernisiert. Die Shuttles waren nie für eine solange Einsatzzeit geplant, doch das Geld für den längst fälligen Nachfolger fehlt immer noch.

Die Bakterien an Bord halte ich für ungefährlich. Wie Existence schon sagte, handelte es sich um ungiftige Substanzen.

Und jegliche Spekulationen über terroristische Hintergründe halte ich für Schwachsinn und unnötig. Warten wir Fakten ab.

Einen Absturz eines Linienflugzeuges mit 100 Passagieren finde ich persönlich tragischer als der Absturz eines Raumfahrzeugs, mit sieben hochbezahlten Wissenschaftlern an Bord, die genau wussten, worauf sie sich einlassen. Aber darüber redet heute ja fast niemand und der dümmste Präsident aller Zeiten benutzt einen solchen Unfall auch nicht, um sich mit einer Rede an die Nation über ein verlorengegangenes Objekt voller Nationalstolz in Szene zu setzen. Nüchtern betrachtet war es ein Gleiter mit knapp 40 Metern länge. Ein kleines Frachtflugzeug also, mit einer Nutzlast von 30 Tonnen.

Also bitte nicht zuviel Wind um diesen Unfall machen.


MEIN BEILEID DEN ANGEHOERIGEN:


Gruss

Wilko

TooLowFlap
2. February 2003, 12:27
Hallo Wilko,

lauf ->DIESER<- (http://spaceflight.nasa.gov/shuttle/reference/basics/) Website hatte ich doch Recht...
Each of the four space shuttle orbiters now in operation -- Columbia, Discovery, Atlantis and Endeavour -- is designed to fly at least 100 missions. So far, altogether they have flown a combined total of less than one-fourth of that.

Ansonsten macht mich die Panikartige Reaktion der US - Regierung schon etwas stutzig. Wrackteile werden von Mitarbeitern in Biochemischen Anzügen gebprgen und sofort eingeschweißt usw.

Wie gesagt, ich denke wir werden nie erfahren, was da wirklich der Grund für ist...wegen etwas Hydraulikflüssigkeit oder Treibstoff macht keiner so einen Aufwand.

Jo

Wilko Wiedemann
2. February 2003, 12:30
Hallo

Irgendwie ist das ja auch egal. Es sind auch schon neue Flugzeuge abgestürzt.

MfG

Wilko

Flo
2. February 2003, 13:20
Hallo zusammen

Ich bekam gestern Nacht auf CNN ein Interview mit einem hohen NASA-Mann mit, welcher klar sagte, dass Raumfahrt schon immer hohe Risiken beinhaltet habe, derer man sich halt einfach bewusst sein müsse. Dieses Bewusstsein sei in der Allgemeinheit verlorengegangen. Weiter führte er aus, dass unbedingt neue Technologien entwickelt werden müssten, um die Raumfahrt in der Zukunft sicherer zu machen.

Die Öffentlichkeit wähnt sich oft in falscher Sicherheit, Beispiele dafür gibts aus allen Bereichen.

Gruss

Flo

harry
2. February 2003, 14:02
Original geschrieben von Alexander
Hi,
na dann gehen die Russen hoch und holen sie oder die Amis, die nach ihren eigenen Angaben ein Shuttle innerhalb von 5 Tagen startklar machen können...

ich hab gelesen dass die da oben eine russische kapsel haben, mit der sie sich wesentlich schneller ais in 5 tagen verdruecken koennen, wenn noetig...

Wilko Wiedemann
2. February 2003, 14:07
Hallo

An der ISS ist dauernd eine Sojus TM3-Kapsel als Rettungsmodul angekoppelt.

MfG

Wilko

Alexander
2. February 2003, 14:12
Gut , diese Möglichkeit haben sie auch ... ( hab's ganz vergessen...:rolleyes: )

Fraha
2. February 2003, 16:00
Wenn die Absturzursache wirklich schon beim Start entstanden sein sollte, hätte es dann noch eine Möglichkeit zur Rettung der Astronauten gegeben? Ein Andocken an einer Raumstation oder so etwas? Die Missionen werden doch so ausführlich geplant, da ist es doch bestimmt schwierig die Route einer Raumfähre einfach zu ändern. Weil wenn es noch Rettung gegeben hätte und der Fehler auch rechtzeitig entdeckt worden sein könnte, dann möchte ich jetzt nicht in der Haut des Nasa-Verantwortlichen stecken...

TMJ
2. February 2003, 17:26
Wenn es wierklich an diesen Dingen gelegen haben sollte, dann haben halt wohl die Leute der Nasa das ganze zu wenig ernst genommen. Bzw. die Situation nicht richtig erkannt...!

Hm... was für welche Bakterien dort sind kann ja fast niemand wissen!
Aber wenn diese Bakterien wierklich so unschädlich sind wie ihr sagt, warum macht den Bush so einen riesigen Notfall daraus? Das wäre ja genau das, was man nicht machen sollte! Jetzt muss er damit rechnen, das Gerüchte herumgeistern, und beruhigend für die Bevölkerung in Texas ist das was er macht ja auch nicht.
Wenn's also wierklich so ungefährlich ist, warum so einen Aufstand veranstalten???

Gruss Tobi

Um eine gute Seite zu sehen: Vielleicht werden wir ja jetzt wieder wachgerüttelt, und wir stellen uns mehr hinter die Sicherheit, als hinter den Gewinn!

gianrico
2. February 2003, 17:59
...habe das mit den 100 missionen auch zweimal von nasa-leuten in interviews gehört. sie legten sich dabei aber klar auf die ZELLSTRUKTUR fest. also bei dem wartungsaufwand etc. kann ich mir das schon vorstellen.

heute kursierten in den zeitungen diese grafiken vom wiedereintrittsprozess. ist ja wirklich krass, das das shuttle rund eine halbe stunde vor der landung noch auf 120km höhe über san francisco fliegt, schon 15 minuten später 14000 km/h und 60 höhenkilomter vernichtet hat...und nochmals 15 minuten später dann landet...da darf man die materialbeanspruchung sicherlich hinterfragen...

Markus Burkhard
2. February 2003, 19:25
Original geschrieben von TMJ
Um eine gute Seite zu sehen: Vielleicht werden wir ja jetzt wieder wachgerüttelt, und wir stellen uns mehr hinter die Sicherheit, als hinter den Gewinn!

Gewinn?
Ein Shuttle-Start kostet mehr als 110 Millionen US-Dollar! Im Space-Shuttle Programm gab es nie einen finanziellen Gewinn und es wird nie einen geben...

Gruss Markus

TBlake
2. February 2003, 20:00
So tragisch das ganze auch ist, so unverständlich ist für mich das Theater, dass um diesen Unfall gemacht wird.

Jedes Jahr sterben in Afrika Millionen am Hungertod und kein Schwein interessierts ! :001:

Gruss
Tom

wEASy
2. February 2003, 20:03
Da kann doch das Schwein nichts dafür..

Flo
2. February 2003, 21:00
Ausschnitt aus einer Meldung der AFP:

***
Nach der Explosion der Columbia ist ein offenbar unterschätzter Schaden am Hitzeschild der Raumfähre ins Blickfeld der Experten gerückt: Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA meldete die Crew am Samstag kurz vor dem Unglück den Ausfall eines Temperaturfühlers an der linken Tragfläche, bevor die Raumfähre barst und aus fast 62 Kilometern Höhe über dem US-Bundesstaat Texas abstürzte. Tausende Experten und Helfer suchten in der Absturzregion nach sterblichen Überresten und Trümmerteilen, die über hunderte Kilometer verstreut wurden.
Der Chef des NASA-Shuttle-Programms, Ron Dittemore, erklärte, die Bodenkontrolle habe in den Minuten vor dem Unglück den Ausfall von Temperatursonden sowie steigende Hitze in der linken Shuttle-Seite registriert. Mit 20.100 Stundenkilometern war das Space Shuttle zu diesem Zeitpunkt in die Erdatmosphäre eingetreten. Möglicherweise gebe es einen Zusammenhang mit einem Zwischenfall beim Start der Columbia am 16. Januar, als ein Stück der Hartschaum-Isolierung des Außentanks in den linken Flügel des Shuttles eingeschlagen war. Dies sei damals als nicht beunruhigend eingestuft worden.
***

Sams88
2. February 2003, 21:37
@Fraha:

Die Colambia hätte ein andocksystem gebraucht das glaube ich nur Atlantis verfügt. Mehr weiss ich auch nicht.

Frage: Verfügt ein Shuttle über eine Blackbox?

MarkusP210
2. February 2003, 21:42
Habe heute abend wieder mal 'Welt der Wunder' (PRO7) gekuckt. Der Unfall war Thema und ein deutscher Physiker und Raumfahrtexperte hat Stellung genommen. War mit interessanten Dokumentarbildern versehen.

Nach dessen Meinung hat das Teil welches beim Start wegflog mit grosser Wahrscheinlichkeit am linken Flügel Keramikkacheln weggerissen. Dies hat offenbar dazu geführt, dass die Querruder in itleidenschaft gezogen wurden. Da das Shuttle in dieser Phase des Fluges selber steuert, hat es während dem Eintauchen leicht geschoben was zur Folge hatte dass die Plasmawolke (ca. 2000°C) nucht nur am Hitzeschild sondern auch an ungeschützten Teilen der Karosserie anlag, was wiederum zu extremen Temperaturwerten führte (was ja von der Telemetrie auch gemessen wurde).

Allem Anschein nach war die Crew also vom Start an zum Scheitern verurteilt. Rettungsmechanismen gibt's nur sehr wenige, andocken an der ISS war auch keine Alternative (keine Dockvorrichtung, keine Ausbildung fürs Dockmanöver).

Einzige Rettungsmöglichkeit ist wenn der Landeanflug bis auf 5 km Höhe funktioniert hat, gibt's hinter dem Cockpit ne Luke welche abgesprengt werden kann. Die Crew könnte dann mit dem Fallschirm raus. Allerdings nur wenn sich das Shuttle in einer stabilen Fluglage befindet. (Und das Shuttle hat bekanntlich ne Aerodynamik wie ein 40 Tonnen schwerer Stein).

Markus

Markus Burkhard
2. February 2003, 22:01
Hallo Sams

Ein Shuttle braucht keine Blackbox da sämtliche relevanten Daten fortlaufend zur Erde gefunkt werden. Die Leute in Houston wissen zum Teil mehr über den Zustand des Fluggerätes als die Astronauten selber.

Gruss Markus

BITTERLINAIR
3. February 2003, 09:35
Ich persönlich glaube eher die Sache mit den Bakterien wurde aus Ermittlungstechnischen Gründen so Probagiert.
Es gibt den Schaulustigen Sufenierjäger (sorry so geschrieben wie ausgesprochen ) eine Angst das Zeug zu berühren.
Das Beweismaterial bleibt so sicher an dem Ort wos liegt und wird sicher auch gemeldet.
Das möchte ich aber nicht als Behauptung aufstellen sondern nur als meine Persönliche Theorie

Und was den Tod von 7 Astronauten betrifft so muss ich als med.Präparator der Rechtsmedizin und Pathologie sagen, es ist um jeden Menschen schade der so unerwartet und tragisch aus dem Leben geht aber auch nicht mehr als beim Herr Müller oder Meier bei dem nur 3 Angehörige weinen und bei dem nur im regionalen Teil eine 1/8 Spalte übrig bleipt.
Alle Menschen sind wertvoll und niemand wertvoller.
Wenn ihr versteht was ich meine.

TMJ
3. February 2003, 19:47
@Markus

Gewinn muss nicht gleich Gewinn sein!
Ein Gewinn ist es auch dann, wenn aus einem grossen Verlust ein kleiner Verlust wird, sprich:
Anstatt der 110Millionen, werden halt nurmehr 105Millionen ausgegeben!
Gewinn im Vergleich zum Vorjahr: 5Mio

Und das die Raumfahrt nicht aus touristischen Gründen betrieben wird, ist auch mir klar! Ein Gewinn kann auch sein, das mehr Experimente in kürzerer Zeit ausgeführt werden, sprich:
100Experimente werden nicht mehr innerhalb von 8Flügen gemacht, sondern innerhalb von 5Flügen, dafür wird beim Gewicht des Shuttles ein wenig gespart!

Gruss Tobi ;)

@Bitterlinair
Erstens: die letzten paar Sätze stimmen zwar, werden aber LEIDER heute nicht mehr so genommen! :002: :002:

Diese "Sufenierjäger" geistern leider schon lange rum, und verkaufen das Zeugs massenweise! Aber eigentlich keine schlechte Theorie!

Markus Burkhard
3. February 2003, 20:33
Hallo Tobi

Gut bei deiner Betrachtungsweise ist Gewinn aber das falsche Wort, da müsstest du von Kosteneinsparungen sprechen.
Aber die Zahl von 110 Mio $ stammt ohnehin aus dem Jahre 1985, daher gehe ich davon aus dass diese Zahl heute bereits enorm nach oben korrigiert ist...

Gruss Markus

MichiK
4. February 2003, 01:50
Hallo,

also wenn ich mich richtig erinnere, rechnen die heute mit 500 Mio. $ pro Shuttle-Start, wobei das nur die reinen Flug- und Personalkosten sind, die Kosten für den wissenschaftlichen Teil der Mission würden dann noch dazukommen.

Und zu den Theorien über Rettungsmöglichkeiten: Ein Umsteigen in die ISS wäre nicht möglich gewesen, da die ISS und das Shuttle sich auf völlig unterschiedlichen Erdumlaufbahnen befanden. Und das Shuttle hatte nicht genügend Treibstoff, um seine Bahn soweit zu korrigieren, dass es die ISS "trifft". Und selbst wenn genügend Treibstoff an Bord gewesen wäre - das Andockmodul für die ISS war, wie bereits gesagt, nicht an Bord. Man hätte zwar theoretisch mit Raumanzügen aussteigen und dann in die ISS genauso wieder einsteigen können, allerdings waren nur Raumanzüge für zwei Astronauten an Bord, da die Mission halt eine reine "Innen-"Mission war. Eine Reperatur des Schadens im All wäre auch nicht die Lösung gewesen, da die Astronauten nicht für einen solchen Raumspaziergang ausgebildet waren. Ganz abgesehen davon, war das nötige Werkzeug für sowas sowieso nicht an Bord.

Wenn man dem Fehler allerdings etwas mehr Bedeutung beigemessen hätte, wäre eine Rettung sicherlich möglich gewesen, man hätte lediglich im Eilverfahren ein weiteres Shuttle starten müssen (mit nem Andockmodul für die beiden Shuttles an Bord) und dann die Crew im zweiten - unbeschädigten - Shuttle zur Erde bringen müssen. Die Transportkapazität ist da, das Shuttle braucht zur Bedienung nur zwei Personen und hätte onhe Probleme neun Leute zur Erde bringen können. Und das Boden-Equipment für einen Start innerhalb von fünf Tagen ist sicherlich auch vorhanden.

Dies alles setzt aber voraus, dass man sich des Schadens eher hätte bewusst werden müssen und durch die Astronauten selbst oder notfalls durch einen in der Nähe befindlichen Satelliten mit entsprechenden Kameras (Spionagesatelliten von US Air Force, CIA oder NSA oder notfalls auch von den Russen hätten sowas doch hinbekommen müssen...) mal nen Blick drauf werfen müssen. Dies ist nicht geschehen...

Michael

Flo-e
4. February 2003, 03:13
Guten Abend
ich wuerde nicht sagen, dass man falls es einen Schaden beim Start gab, den unterschaetzt hat. Auch wenn es oft Space Shuttle Missionen gibt, ist es noch nicht eine Routine. $500 Mio wie Michi sagte, heisst dass man Sorge gibt. Es ist sicher nicht im Interesse der Nasa ein Risiko einzugehen.

Heute morgen hiess es auf CNN uebrigens, dass man die drei Astronauten vorderhand auf der ISS laesst, dass es keinen Grund gibt sie zurueckzuholen. Es ist eine Russische Proton Rakete auf dem Weg zur ISS, die Verpflegung bringt. Diese sollte reichen bis Juni/Juli. Bis dann muessen die Space Shuttles wieder starten oder die Crew muss mit einer Sojus Kapsel runter geholt werden.

Gruss
Florian

Wilko Wiedemann
4. February 2003, 10:28
Hallo

Es scheint, als verdichten sich die Hinweise, dass die Beschädigung beim Start für den Absturz verantwortlich ist.

Was wurde da bloss wieder gewurstelt, dass man so etwas einfach als harmlos eingestuft hat ?

MfG

Wilko

Mike Strasser
4. February 2003, 10:58
Nun ja, Wilko

So einfach ist das halt auch nicht. Als dieses Teil abfiel welches den Shuttle beschädigt hatte, hat es keine Möglichkeit mehr gegeben, den Start abzubrechen. Sind die Festtoffbooster mal gezündet, gibt es kein Zurück mehr! Das ist wie mit einer 1. August-Rakete....

Was ich allerdings bemängle (sofern mir das überhaupt zusteht) ist, dass es offensichtlich nicht vorgesehen ist, einen spontanen Weltraumspaziergang zu machen um den Schaden zu inspizieren. Die Astronauten dieses Fluges waren offensichlich nicht dafür ausgebildet oder ausgerüstet, wie auch immer...!?

Alexander
4. February 2003, 15:22
@Mike :
Das ist falsch
Bis zu einer Gewissen Höhe können die Feststoffbooster abgeschmissen werden und das Spacshuttle kann vor dem Austritt aus der Erdatmosphäre noch Notlanden.

Alex

MarkusP210
4. February 2003, 16:12
@Wilko

Ich denke da nicht unbedingt an Wurstlerei denn vielmehr daran, dass sich die NASA-Techniker des Ausmasses der Beschädigung nicht bewusst waren! Das Teil was beim Start wegflog war offensichtlich ein Teil der Schaumstoffisolation des grossen Tanks im Verbund mit Eis! (Ja, Eis, das Shuttle stand offenbar während Tagen in der Kälte).

Sehr ähnliche Aussenbedingungen führten zur Challenger-Katastrophe. Damals hatten Gummidichtungen (ähnlich grossen O-Ringen) aufgrund der Kälte ihre Funktion versagt, was zur Undichtheit der Brenner eines Boosters und damit zum grossen Knall beitrug.

Offenbar hat man zum zweitenmal die Auswirkungen grosser Kälte und der hier herrschenden Schwerkraft (im All ist's ja auch kalt) unterschätzt. Der Ehrlichkeit halber muss ich aber auch sagen, dass es bei einem so komplexen Gesamtsystem unheimlich schwierig sein muss so einen Sachverhalt zu erkennen und dann auch noch richtig darauf zu reagieren.

@Alex

Ist das wirklich so? Habe mir nämlich auch schon gedacht, das wäre doch eine Lösung für eine Rettung innerhalb der Atmosphäre.

Markus

MichiK
4. February 2003, 16:13
Hallo,

ja, bis zu einer gewissen Höhe ist das durchaus noch möglich. Rein theoretisch ist es jederzeit möglich, allerdings muss man sich mal das Video anschauen, auf dem übrigens sehr deutlich zu erkennen ist, dass sich irgendein brennendes Teil vom Shuttle löst. Dort befindet sich das Shuttle bereits in einem leichten Rückenflug. Selbst wenn die Booster abgesprengt sind, gibt es immernoch das Problem, dass der große, dunkelrote Treibstofftank noch am Shuttle hängt. Der ist in dem Moment sicher auch nicht ganz leer. Und den abzusprengen dürfte nicht ganz so einfach sein, da er sich ja über dem Shuttle befindet - da wäre das Risiko, dass das Shuttle in einen unkontrollierten Flugzustand gerät, einfach zu groß. Ich denke nicht, dass das Shuttle in Rückenlage flugfähig ist. Und den Piloten der es schafft, das ohnehin nur schwer steuerbare Shuttle unter diesen Bedingungen um 180° zu drehen, den will ich sehen...

Michael

harry
5. February 2003, 11:10
Original geschrieben von Flo-e
Diese sollte reichen bis Juni/Juli. Bis dann muessen die Space Shuttles wieder starten oder die Crew muss mit einer Sojus Kapsel runter geholt werden.

nur 4 bzw 5 monate? keine chance! ich glaube die NASA-leute koennen froh sein wenn sie bis juni/juli wissen was schiefgegangen ist, und dann muessen die anderen shuttles noch modifiziert werden um zu verhindern dass es nochmal passiert. das duerfte nochmal mindestens ein halbes jahr dauern. IOW glaube ich nicht dass wir vor weihnachten ein shuttle starten sehen. bei challenger hat es ja 2 jahre gedauert. also wenn die russen nicht regelmaessig nachschub liefern koennen (kosten!), wird ihnen nichts anderes uebrigbleiben als die besatzung der ISS wieder runterzuholen. und wenn sie damit zu lange warten, gibt es medizinische probleme durch die lange schwerelosigkeit...

Skywalker
5. February 2003, 12:08
Hallo zusammen,

ich habe kurz nach dem Vorfall im deutschen Fernsehen ein Interview mit Ulrich Walter (ESA) gesehen, und er meinte, dass 4 Minuten nach dem Start ein Emergency-Procedure eingeleitet werden kann, mit welchen der Shuttle in Südost-Europa, Afrika und sonst noch wo hätte landen können.

Gruss,
Oli

l_schneider
5. February 2003, 15:22
Hi

Ulrich Walter's Ausführungen waren wirklich sehr&nbsp;interessant.

Da für die Ausführung der Emergency-Procedure nur 4 Minuten zur Verfügung standen, war die Zeit für Houston verdammt knapp. Nach diesen 4 Minuten ist das Shuttle schon viel zu schnell, um eine Umkehr vor Verlassen der Atmosphäre einzuleiten. (siehe Mike's Beitrag zum Thema "Shuttle und der Wiedereintritt (http://www.flightforum.ch/newforum/showthread.php?s=&amp;threadid=11065&amp;perpage=25&amp;pagenu mber=1)"). Das Ding beschleunigt von 0 auf 28'000 km/h in 8 Minuten!

Und ich kann mir nicht vorstellen, dass&nbsp;ein Shuttle mit der Aerodynamik eines VW-Busses, bei sagen wir mal 20'000 km/h noch grosse Manöver fliegen kann.

Leider haben weder die Crew noch irgendwelche Sensoren beim Start eine Beinträchtigung der Funktionsfähigkeit des Shuttles festgestellt. Daher gabs augenscheinlich auch keinen Grund für einen Abbruch der Mission. Während des Aufenthalts im All hat man dann versäumt, weitere Abklärungen betreffend des potentiellen Schadens an der Unterseite zu machen. Die Crew hatte aber auch keine "Raketenrucksäcke" an Bord, um eine Untersuchung der schwer erreichbaren Unterseite durchzuführen.

Weiterhin hatte die 'Columbia' zuwenig Treibstoff an Bord, um die ISS zu erreichen, von der fehlenden Andockvorrichtung ganz zu schweigen.

Ich glaube nicht, dass die NASA grob fahrlässig gehandelt hat. Abgesehen vom Verlust der sieben Menschenleben wäre ein verlorenes Shuttle teurer geworden als eine Rettungsaktion mittels eines anderen Shuttles, mit anschliessender Reparatur-Mission, was laut Spezialisten bei "kleineren Schäden" möglich gewesen wäre.

so long

Lars

Fraha
5. February 2003, 16:36
Löste Weltraum-Müll das Unglück aus?

Washington (dpa/WEB.DE) - Vier Tage nach dem Absturz der Raumfähre Columbia ist eine neue Theorie über die Ursache der Katastrophe aufgetaucht.

Die NASA schließt nicht aus, dass der Orbiter von Weltraummüll getroffen wurde.

Ein Stück abgerissenes Isoliermaterial, das beim Start des Shuttle am 16. Januar gegen den linken Tragflügel des Shuttle prallte, ist zwar weiter der Hauptverdächtige bei der Suche nach der Unglücksursache. Wie NASA-Flugdirektor Milt Heflin der 'Los Angeles Times' sagte, sei die Behörde aber noch nicht davon überzeugt.


Ich wollte das nur mal mitteilen, einige haben sich vielleicht schon in der Isoliermaterialtheorie festgefahren, aber es steht ja wohl dank der Video Aufnahmen auch fest, dass diese nicht gerade abwegig ist. Vielleicht hat der Weltraummüll den Schaden ja auch nur verstärkt.
Aber noch mal eine andere Frage: Hätte die Besatzung es nicht merken müssen, wenn Weltraummüll gegen ihre Fähre knallt? Was schwirrt da oben überhaupt so für Müll rum?

MichiK
5. February 2003, 16:47
Hallo,

Was schwirrt da oben überhaupt so für Müll rum?

da gibts ne breite Palette... angefangen bei irgendwelchen kleineren Teilen, wie z.B. Werkzeuge, die bei Reperaturen im All verlorengegangen sind, abgesprengte Teile von ausgebrannten Raketenstufen (ganze Stufen wohl nichtmehr), aufgegebene Satelliten, "inoffizielle" Militär- und Spionagesatelliten, uvm.

Und ich denke schon, dass man das hätte merken müssen, denn in absoluter Schwerelosigkeit dürfte es schon ziemlich stark auffallen, wenn plötzlich ein Ruck durchs ganze Shuttle geht - wenns keine Erschütterung gegeben hat, kann der Aufprall ja eigentlich auch nicht stark genug gewesen sein, um was zu beschädigen.

So eine Kollision wäre aber doch sicher von den Messgeräten an Bord des Shuttles (wenn nicht von den Astronauten selbst) bemerkt worden... daher bleibe ich eigentlich bei der "Isoliermaterial-Theorie"...

Michael

Alexander
5. February 2003, 16:47
Hi !
@Fraha:
Was da so herumschwebbt?
Also was du dir so denken kannst , Restteile von BRennstufen der "Apollo" MIssionen , Wrackteile...
Kurz= Alles was die NASA und Co. da hochgeschafft haben...

MichiK
5. February 2003, 16:49
Wow, ein echtes Synchronposting:eek: :D

Alexander
5. February 2003, 18:13
:D
Nur ich habs kürzer Gehalten !;) :D

Fraha
5. February 2003, 19:48
Aus welchen Materialien sind denn dann die Wekzeuge? Billigmetal würde bei diesen WahnsinnsTemperaturen (sowohl + als auch - ) ja wohl nicht lange durchhalten.

Ich habe gerade im Fernsehen gehört, dass eine dritte Theorie auch nicht ganz ohne ist: Die Columbia könnte von einem Asteroiden beschädigt worden sein. Damit gibt es drei (bekannte...) Theorien, denen die Nasa nachgeht.

daher bleibe ich eigentlich bei der "Isoliermaterial-Theorie"
Für diese spricht nicht mehr als für die anderen. Man sollte sich wie gesagt nicht festfahren, in ein paar Wochen wissen wir sicher mehr.

MichiK
5. February 2003, 20:01
Hallo,

Für diese spricht nicht mehr als für die anderen. Man sollte sich wie gesagt nicht festfahren, in ein paar Wochen wissen wir sicher mehr.

ich fahre mich nicht fest... aber im Moment ist das die wahrscheinlichste Unglücksursache. Denn wenn im All irgendetwas das Shuttle getroffen hätte, sei es Schrott, ein Asteroid, ein UFO ( ;) ) oder was auch immer... die Messinstrumente und sicher auch die Astronauten hätten es registriert und dann sicher noch einmal ganz genau nachgeschaut.

Diese Hitzschild-Kacheln sind ziemlich robust, da muss schon ein ordentlicher Brocken gegenfliegen, damit da was kaputtgeht. Und den Aufprall kann man dann eigentlich garnicht ignorieren.

Michael

TMJ
5. February 2003, 20:49
Ich denke ja auch gar nicht, das die Nasa sich keine Mühe gibt!

Aber die Nasa hat laut eigenen Angaben zuwenig Geld!
Aber das Raumfahrtprogramm stoppen können sie ja nicht, logisch, daher wird mit weniger Mitteln das Gleiche herausgeholt!(Bzw. versucht das Gleiche herauszuholen, was daneben gehn kann)

Und jeder, der das abstreitet versteht nicht sehr viel von Wirtschaft! Ueberall wird heute gespart, und man muss damit rechnen, das irgendwann etwas passiert! Vielleicht ist dieses Unglück nicht auf Geldmangel zurückzuführen, aber irgendwann wird es das noch geben, bzw. gibt es schon, z.B oft bei Bergbahnen oder Privatunternehmungen, die einfach kein Geld mehr haben!

Gruss Tobi

Ueli Zwingli
5. February 2003, 22:19
Hallo zusammen
Für mich ist die Mülltheorie sehr unwahrscheinlich, weil Gegenstände in der Höhe von 60-80 Km Höhe vom dortigen Widerstand der Atmosphäre sehr schnell abgebremst werden und zur Erde stürzen oder verglühen. Satelliten mit einer Flugbahn von ca 150 Km. Höhe haben eine Lebensdauer von 1-2 Wochen.
Asteroiden sind glücklicherweise auch nicht vorhanden, sie haben einen Durchmesser von einigen Metern bis einige Kilometer und kreisen in grossem Abstand um die Sonne. Wenn so ein Ding sich auf 100 Millionen Km der Erde nähert, ist das schon eine astronomische Sensation. Andernfalls... Siehe den Krater in Arizona ;)

MarkusP210
6. February 2003, 11:46
Stan dheute morgen in der Mittellandzeitung:

Die NASA-Ingenieure gehen mittlerweile nicht mehr von einem Defekt des linken Flügels durch ein Stück Isolationsmaterial aus. Vielmehr rückt ein beschädigter Hitzeschild als Ursache immer mehr in den Mittelpunkt.

Damit sind wir einmal mehr bei der enormen Materialbelastung.

Markus

Martin Janser
6. February 2003, 19:26
Hallo zusammen

@MichiK
Ich glaube kaum, dass der Absturz teurer kommen würde, als eine Reparatur. Kostet ein Start eines solchen Shuttles mehr als 500Mio US-$, kommen noch die Reparaturkosten des Shuttles und all der sonstige Aufwand hinzu; ich glaube, das Shuttle abstürzen zu lassen wäre doch günstiger. Die NASA hat doch so:

1. Das älteste Shuttle entsorgt
2. Publicity erreicht
3. Bekommt im neuen Jahr mehr Geld für ihre Projekte

7 Astronauten zu opfern, es kommt billiger. Ausserdem kann dann G.W. Bush die Menschen trösten und gegen die Welt hetzen.

Dies soll jedoch keine Anschuldigung sein, war nur so eine Idee.

Gruss
Martin

Fraha
6. February 2003, 19:59
Inwiefern hat Bush überhaupt Einfluss auf die Nasa? Ist sie vollkommen staatlich kontrolliert? Ich fürchte nämlich mit deiner "Idee" könntest du gar nicht mal so falsch liegen...

MichiK
6. February 2003, 23:28
Hallo,

hm, also diese Theorie klingt mal... hmmm... anders. Also es is zwar ziemlich verrückt, aber Bush würd ich alles zutrauen. Wobei da dann wieder die Frage im Raum steht, ob Israel sowas zulassen würde (wenn sie es denn erfahren haben - der Mossad erfährt verdammt viel...).

Direkten Einfluss auf die NASA hat die Regierung eigentlich nicht, aber sie hat ja die Finanzen als perfektes Druckmittel "Macht ihr nicht dieses oder jenes, gibts im nächsten Jahr weniger Geld!".

Michael

Flo-e
7. February 2003, 01:16
Hallo
finde ich ein wenig zu absurd, diese Idee. George Bush ist immer noch kein krimineller, und ihm sowas zuzuschreiben finde ich falsch. Zudem ist der Kongress, der der das Finanzpaket bewilligt. Der Praesident schlaegt es nur vor.
Gruss
Florian

harry
7. February 2003, 10:09
Original geschrieben von Ueli Zwingli
Hallo zusammen
Für mich ist die Mülltheorie sehr unwahrscheinlich, weil Gegenstände in der Höhe von 60-80 Km Höhe vom dortigen Widerstand der Atmosphäre sehr schnell abgebremst werden und zur Erde stürzen oder verglühen.


naja, in der hoehe kann sich nichts sehr lange halten, aber wie hoch war denn die columbia? wer sagt denn dass da oben nichts passiert ist? wenn die columbia in 60 km hoehe auseinandergefallen ist, heisst das ja noch lange nicht dass der schaden der das ganze ausgeloest hat auch in der hoehe entstanden ist.

harry
7. February 2003, 10:16
Original geschrieben von Martin Janser
Hallo zusammen

@MichiK
Ich glaube kaum, dass der Absturz teurer kommen würde, als eine Reparatur. Kostet ein Start eines solchen Shuttles mehr als 500Mio US-$, kommen noch die Reparaturkosten des Shuttles und all der sonstige Aufwand hinzu; ich glaube, das Shuttle abstürzen zu lassen wäre doch günstiger.

ein shuttle entsorgen indem man es abstuerzen laesst? was bringt das wenn man anschliessend ein neues bauen muss um den bedarf an transportkapazitaet zu decken? so ein shuttle kostet ja auch ne kleinigkeit. und selbst wenn sie da modernere technik einbauen als in den "alten" shuttles steckt, waere eine umruestung immernoch billger...
und die ganze suchaktion und untersuchung kostet ja auch noch was...

also eine reparatur waere mit sicherheit die bessere option gewesen.

MarkusP210
8. February 2003, 13:32
So so, Georg W. Bush ist also kein Krimineller?

Markus

MichiK
8. February 2003, 22:18
Pssssst... sei vorsichtig und pass auf, was du sagst... sonst...

George Bush besucht eine Schule. Nachdem er eine Rede gehalten hat, haben die Schüler die Möglichkeit, Fragen an ihn zu stellen.
Bob steht auf.
"Mister President, ich habe drei Fragen:
1. Wie haben Sie es geschafft, die Wahl zu gewinnen, obwohl Sie 500 000 Stimmen weniger hatten als Al Gore?
2. Warum wollen Sie ohne Grund den Irak angreifen?
3. Was ist Ihrer Meinung nach der größere terroristische Anschlag: Die Atombombe auf Hiroshima oder zwei Flugzeuge ins World Trade Center?"
Bevor George Bush antworten kann, klingelt es zur Pause und alle Schüler rennen raus. Nach fünf Minuten kommen sie wieder und haben erneut die Gelegenheit, Fragen zu stellen.
Joey steht auf.
"Mister President, ich habe fünf Fragen:
1. Wie haben Sie es geschafft, die Wahl zu gewinnen, obwohl Sie 500 000 Stimmen weniger hatten als Al Gore?
2. Warum wollen Sie ohne Grund den Irak angreifen?
3. Was ist Ihrer Meinung nach der größere terroristische Anschlag: Die Atombombe auf Hiroshima oder zwei Flugzeuge ins World Trade Center?
4. Warum hat es heute 20 Minuten eher zur Pause geklingelt als sonst?
5. Wo ist Bob?!?"

Nein... George Bush ist nicht kriminell...

;)