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Vollständige Version anzeigen : Minimale Schleppseil - Länge


dschnyder
7. January 2006, 21:25
Guten Abend miteinander.

Kennt Ihr eine Vorschrift oder Richtlinie wie lange ein Schleppseil mindestens sein muss?

Gruss Daniel

meeri
7. January 2006, 21:49
Empfohlene Länge min 30 Meter wenn ich mich nicht irre.

Zu kurz ist schlecht zu lange aber auch da du ja bei der Landung die Seillänge miteinberechnen musst. Ergo
Immer 30Meter höher anfliuegen, was bei kurzen pisten mit Zaaun oder Bäuen davor nicht immer super ist. Jetzt das sekbe mit 50 oder so, naja, kommt nicht so

Muss aber mal suchen obs was genaueres gibt in Ö

wkronester
7. January 2006, 22:27
In D kenne ich keine Vorschrift, aber in der Segelflug-Betriebsordnung (SBO) des DAeC steht eine Mindestlänge vom 40m. International verbindlich sind aber Angaben in dem Handbüchern der einzelnen Flugzeuge, z.B. beim Duo "Mindest-Seillänge 30m" , oder bei der LS4 "Seillängen von 30m bis 80m wurden erprobt".
Nach meiner Ansicht sollte das Seil, das bekanntlich Motorflugzeuge erst schön macht, mindestens 40m lang sein.
Gruß Walter

Romair
9. January 2006, 05:22
Hallo Segelflieger hier

Da gib es schon schon einschlägige Vorschriften. Die Länge ist eines und die Sollbruchstellen wegen den Gewichten ist das andere. (Sollbruchstellen an den richtigen Seiten!!!) Ich habe über Jahre viele Schleppseile selbst angefertigt und bei Lagern oder Wettbewerben immer noch ein eigenes Seil dabei gehabt. (zur Not versteht sich)

Zu Kurz oder zu Lang beides haben Ihre Tücken. Kurz braucht mehr Erfahrung seitens des Segelflugpiloten.

Wichtig ist auch die Beschaffenheit. Immer über den Asphalt gezogen und noch Nass ist auch nicht qualitätsfördernd.

Schleppseile brauchen Wartung!!!!

Heute haben die meisten Schleppflugzeuge Einzugsvorrichtungen deshalb
ist diese Problematik reduziert.

Gruss von einem Segelflieger aber leider A.D.

Roger

Christian Thomann
9. January 2006, 07:38
Hallo zusammen!

Ich kann mich euren Aussagen ziemlich anschliessen. Ich glaube, dass 40 - 60 Meter immer zutrifft. Im Birrfeld LSZF benutzen wir schon seit langer Zeit 60 m mit Einzugvorrichtung. Kürzer würde ich wegen der "Nervosität" des ganzen Schleppzuges auch nicht empfehlen. D.h. dass bei 60 m für die Beruhigung einer zappeligen Schlepplage eher Zeit bleibt, diese wieder zu erstellen.

Meines Wissens gibt es mindestens in der Schweiz keine verbindlichen Vorschriften betreffend die Seillänge.

Romair
9. January 2006, 12:41
Hallo Christian

Ich denke auch, dass es über die Länge keine Vorschriften gibt aber über die Gewichte der Sollbruchstellen. Dem wird bestimmt auch nicht immer Beachtung geschenkt.

Ich bin halt schon etwas länger weg von der Scene könnte aber nach einem Refresher der heutigen Vorschriften vermutlich schnell wieder einsteigen.

Bei den Längen spielen viele Faktoren eine Rolle. Es gibt ja auch den Doppel- und Dreifachschlepp. Dabei ist einer dann am kürzeren und der andere am längeren Strang. Bei dreien sind vermutlich 60m eher kurz es sei dann, man started in Zhukvoski/Moskau ( Zhukovski - near Moscow, is 5403 m (17726 ft) in length. Width is 84m (276 ft) ) mit links und rechts von der mitte ungleich langen Seilen.

Es gab ja in Südfrankreich einmal ein Fluglehrer der verlangte als Platzeinweisung eine Landung des Segler hinter der Schleppmaschine am Seil. Bei einem schnellen Landeanflug mit 40m vermutlich eher sehr schwierig zu kontrollieren. :005: Klinke ahoi!!

Gruess Roger

Christian Thomann
9. January 2006, 18:55
Stimmt, ist nicht vorgeschrieben, macht aber trotzdem richtig Spass! Schau auch hier (http://www.flightforum.ch/forum/showthread.php?t=33462).

Romair
9. January 2006, 19:32
Hallo Christian und Lukas

Sicher macht das mal Spass hinter der Schleppmaschine am Seil zu landen.
Aber ob das zu Ausbildungszwecken notwendig ist, bezweifle ich schliesslich können beide Klinken auch ein automatischer Seileinzug kann gekappt werden.
Ich denke mit einem 40m Seil und einer kurzen Piste bringen solche Uebungen auch ein Gefahrenmoment mit. Ein genaues Briefing mit Absicht und Notausweichmanöver muss abgesprochen sein.
Was passiert denn, wenn entlang des Landstreifens montiert wird und unzählige Röhren oder Autos stehen. Wir haben doch nicht alle
Birrfeld :008: - Moskau - Zhukovski Pistenlängen und Breiten ) siehe mein letzter Beitrag.

Christian Du als ILS Experte hier sage doch mal etwas über die Sollbruchstellen. Sicher wissen nicht alle was da eigentlich eingesetzt werden muss. Doppelsitziger schwerer Bock mit einer sackstarken Schleppmaschine mit einer Leichtgewichtsollbruchstelle falsch eingehängt.???

Wäre doch auch ein nettes Thema hier.
Vielleicht bin ich da nicht mehr informiert.

Gruss Roger (ehemals HB - UG = Uniform Golf =unheimliches Gewicht)

kestrel
10. January 2006, 06:41
Österreich (bei denen weis ich das es zur Ausbildung gehört)?

Hallo Lukas

Sagst Du mit Deiner Aussage, dass eine Schlepplandung zwingend zur Ausbildung gehört? Falls Ja, stimmt Deine Aussage nicht.

Für den Schein in OE brauchst man 27 Alleinflüge und 3 Prüfungsflüge, welche auch Solo abgehalten werden. Die drei Prüfungsflüge beinhalten jeweils eine Links- und Rechtskurve plus eine Glissade (=Slip wie die OE so schon sagen) im Anflug mit anschliessender Ziellandung.


Gruss....Toby (der den Schein in OE gemacht hat:) )

kestrel
10. January 2006, 07:15
Sicher wissen nicht alle was da eigentlich eingesetzt werden muss. Doppelsitziger schwerer Bock mit einer sackstarken Schleppmaschine mit einer Leichtgewichtsollbruchstelle falsch eingehängt.???

Hallo Roger

Ich greif jetzt mal Christian vorweg.

Ich hoffe schon, dass der jeweilige Segelflugpilot weiss, was 'da' eingesetzt wird! Wenn Du mit 'Schleppmaschine' sowohl die Winde als auch das Schleppflugzeug meinst, liegst Du richtig, dass unterschiedlich starke Sollbruchstellen eingesetzt werden (z.B. für einen Kestrel H-401 sind dies 600kp für Windenschlepp und 500kp für Flugzeugschlepp).

Wie stark die Sollbruchstelle sein muss, steht im Handbuch des jeweiligen Segelflugzeugs und dies ist massgebend. Dort wird dann auch unterschieden für Winden- bzw. Flugzeugschlepp.

Verantwortlich, dass die richtige Sollbruchstelle verwendet und das Seil richtig eingehängt wird ist der Segelflugpilot.

Gruss....Toby

Romair
10. January 2006, 10:55
Hallo Roger

Ich greif jetzt mal Christian vorweg.

Ich hoffe schon, dass der jeweilige Segelflugpilot weiss, was 'da' eingesetzt wird! Wenn Du mit 'Schleppmaschine' sowohl die Winde als auch das Schleppflugzeug meinst, liegst Du richtig, dass unterschiedlich starke Sollbruchstellen eingesetzt werden (z.B. für einen Kestrel H-401 sind dies 600kp für Windenschlepp und 500kp für Flugzeugschlepp).

Wie stark die Sollbruchstelle sein muss, steht im Handbuch des jeweiligen Segelflugzeugs und dies ist massgebend. Dort wird dann auch unterschieden für Winden- bzw. Flugzeugschlepp.

Verantwortlich, dass die richtige Sollbruchstelle verwendet und das Seil richtig eingehängt wird ist der Segelflugpilot.

Gruss....Toby

Hallo Toby

Danke, dass Du da so klare Worte schreibst. Ist alles richtig.
Aber trotzdem denke ich, wird das nicht überall so gelebt. Aus meiner Erfahrung weiss ich, dass das Schleppseil manchmal vom Schlepppiloten mitgebracht wird, oder ein Helfer hängt das ein oder, oder. Ich hoffe nicht, dass da nicht immer nur eine Kontrolle der blauen und roten Sollbruchstellen stattfindet. Ich denke die Beschaffenheit des Seils ist da genau so wichtig. Ich habe ja jahrelang Seile selbst gefertigt für den Verein und für Private. Der Ersatz der Seile zeigte auch wo die Schwachstellen sind. "Hartbelag und Nässe".
Auf jeden Fall ist ein Seilriss in 70m Höhe im Ausflug des Platz in nicht im geradeausflug landbaren Gelände sicher nicht angenehm.

Dies einfach noch hinzufügend.

Gruess ehemals HotelBravo UniformGolf

kestrel
18. January 2006, 12:30
Es gibt ja auch den Doppel- und Dreifachschlepp.


Nicht nur, es gibt auch Mehrfachschlepps (http://www.airdinger.de/data/images/001335.jpg):008:

Gruss.....Toby

Mosquito
18. January 2006, 13:50
http://www.nitra2005.sk/foto/day06_2005-07-15_SlovakEvening_by_Elfo/DSC07126.JPG