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Vollständige Version anzeigen : Brillenträger und PPL


rindi
29. May 2001, 19:37
Gentlefolk's
Ich hätte die Absicht die PPL zu erwerben.
Leider bin ich Brillenträger.
Mich würde nun interessieren ob es trotzdem möglich ist, dass ich die PPL erwerben kann?!

Für eine prompte Antwort wäre ich dankbar.

gruess
Rolf

Wolfgang Lutz
29. May 2001, 20:58
Hallo,

hier die prompte Antwort:

1.)
PPL-A (Privat-Pilotenlizens) kein Problem bis 5 Dioptrien.

2.)
Berufspilotenlizens (CPL, ATPL) kein Problem bis 2 Dioptrien.

Also, wenn Du nicht gerade Drogensüchtig bist, Herzkrank oder Alterssenil klappt das mit der fliegerärztlichen Untersuchung.

Meine Aussagen gelten für die BRD.
http://www.privat-flieger.de

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Viele Grüße
Wolfgang

Hans Fuchs
30. May 2001, 02:18
Wenn jemand genau wissen will, was nun nach JAR-FCL 3 die Requirements für ein Class 2 Medical bezüglich Augen sind, klicke er auf: http://www.jaa.nl/jar/jar/jar/jar.fcl.3.340.htm
Vielleicht ist jemand unter uns, der das auch noch übersetzen kann. Ich habe zugegebenermassen meine liebe Mühe. Ich glaube aber zu lesen, dass auch einer mit einer höherer Fehlsichtigkeit als 5 Dioptrien durch einen Spezialisten für flugtauglich erklärt werden kann. Der unter (1) für diesen Fall zitierte Appendix ist hier zu finden: http://www.jaa.nl/jar/jar/jar/jar.fcl.3.apx.b.c.13.htm

Wenn ich das ganze richtig interpretiere liegt dann die Grenze bei 8 Dioptrien, wenn keine schlimmer Augenkrankheit vorliegt, die Fehlsichtigkeit nach dem 17 Altersjahr für mind. 4 Jahre stabil ist und die vorgenommene Korrektur optimal ist.

Heinz Richner könntest Du nicht den fliegendnen Arzt, den Du doch kennst mal anfragen?

Hans

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Gletscherfliegen (http://www.gletscherflug.ch)

[Dieser Beitrag wurde von Hans fuchs am 30. Mai 2001 editiert.]

Heinz Richner
30. May 2001, 07:29
Hallo zusammen

Hans, ich werde ihn mal anfragen und zu gegebener Zeit hier rein posten.

Abgesehen davon, ich bin auch Brillenträger und habe die Piste bisher noch immer gefunden. Nur - so richtig butterweiche Landungen kriege ich trotz den Gläsern vor den Augen leider nur selten hin.

Heinz

teedoubleyou
30. May 2001, 08:11
Mit der Brille ist es wie mit dem Nachbarn. Das klappt bestimmt. Mein Untersuchung ist gerade mal 3 Monate her, ich hab auch ne Brille und bin jetzt schon in der Luft.

Regards
Tom

edelweiss
30. May 2001, 10:04
Hallo zusammen
habe mich heute mal bei der Swissair Aviation School erkundigt bis wiviel Dioptrin man Pilot bei der Swissair werden kann. Sie hat gesagt sie möchte da nich so eine genaue Auskunft geben den es gäbe immer ein aber und wenn, aber bis zu +/-drei Dioptrin sei es kein Problem. Jetzt meine Frage:man hätte etwa 4Dioptrin und man macht eine Operation kann man dann doch noch Linienpilot werden. Bei der Armee giltet das nicht.
Gruss Mikael

teedoubleyou
30. May 2001, 10:09
Meine Freundin hat ihre Augen gelasert. In der Informationbroschüre ist klar gestanden, dass sie nicht mehr fliegen darf. Mein Doktor hat das dementiert, ein anderer Arzt wiederum nicht.



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Happy Landings
Tom

Wilko Wiedemann
30. May 2001, 14:42
Hallo

Ich denke das Flugvwerbot nach der Laserbehandlung hat weniger mit der Sehkraft zu tun, sondern eher mit dem Augendruck. Das Auge ist ja geschwächt, nach so einer Operation. Genau weiss ich das allerdings auch nicht, bin schliesslich nur Flugzeugmechaniker und kein Mediziner.

MfG

Wilko

teedoubleyou
30. May 2001, 23:01
Ja aber Wilko

Schäm dich. Hattest du an der PP Theorie den kein Menschliches Leistungsvermögen? Da wird man doch schon fast zum Mediziner ausgebildet. http://www.flugsimulation.ch/ubb/smilies/smile.gif


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Happy Landings
Tom

Hans Fuchs
31. May 2001, 00:17
Was heisst da Laser Behandlung?

Da gibt es offensichtlich Verschiedenes. (1. Laserbehandlung bei Grünem Star, 2. Laserbehandlung zum Entfernen z.B von Hornhauttrübungen) Dass danach die Flugtauglichkeit reduziert sein kann, ist begreiflich.

Ich nehme aber an hier es geht darum, die Fehlsichtigkeit Mittels Abtragungen an der Hornhaut zu verbessern. Ich glaube das geht zum Teil mit Laser, es kann aber auch durch mechanische Mittel (computergesteuertes Skalpell oder so) geschehen. Bei dem Thema hab ich gerade bei der Vorlesung gefehlt, darum keine Einzelheiten. http://www.flugsimulation.ch/ubb/smilies/smile.gif

Die Ergebnisse dieser neuen Methoden sind total frappierend, und ich kann nicht glauben, dass ein so Behandleter nicht zum Fliegen zugelassen werden sollte, wenn er die geforderten Sehleistungen erreicht.

Jedem, der diese Operstion schon gemacht hat, würde ich raten, sie, da praktisch auch für einen normalen Fliegerarzt nicht sichtbar, nicht an die grosse Glocke zu hängen.

Wenns zufällig doch mal raus kommt, ists auch nicht so schlimm, denn dass ein Pilot nicht ein bisschen blöd sein darf, steht ganz sicher niergends geschrieben. http://www.flugsimulation.ch/ubb/smilies/smile.gif

Kleiner Rat eines, der sich schon ein paar Jährchen durchs Leben mogelt. Natürlich heute

Inkognito http://www.flugsimulation.ch/ubb/smilies/smile.gif

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Gletscherfliegen (http://www.gletscherflug.ch)

[Dieser Beitrag wurde von Hans fuchs am 31. Mai 2001 editiert.]

petersutch
31. May 2001, 06:55
Guten Morgen zusammen,

ei wie fein - noch heute dann ist Urlaubszeit !!!

Zum Thema Laserbehandlung - LASIK Verfahren:

Vom bundesdeutschen LBA wird das Ganze folgendermaßen gemacht:

Nach einer LASIK Behandlung der Augen wird die medizinische Flugtauglichkeit Klasse I (Berufs/Verkehrspiloten) ungültig für 12 Monate. Nach Ablauf dieser Frist hat sich der Pilot selbständig und auf eigene Kosten um ein "aktivieren" des frozen medical`s zu bemühen. Dies kann in Form eines medizinischen Gutachtens oder einem Verweis auf etwaige medizinische Forschungsreihen o.ä. geschehen. Es ist ausdrücklich darauf hinzuweisen das eine normale Standardaugenuntersuchung NICHT ausreicht um die volle Flugtauglichkeit wieder zu erlangen.

Das LBA begründet seine strikten Maßnahmen mit mangelnden Langzeitstudien und evt. Spätschäden am Auge - versichert aber seinen Standpunkt bei Neuigkeiten zu überdenken.

Vom Verschweigen einer vorgenommenen LASIK Behandlung bei einer Untersuchung zur Flugtauglichkeit ist dringend abzuraten - erstmal würde die Tauglichkeit rückwirkend mit massiven Folgen entzogen, und zweitens könnte es im ungewünschten Fall eines Unfalls zu unangenehmsten Fragen und Konsequenzen kommen.

Inwieweit allerdings ein Arzt eine LASIK Behandlung erkennen kann weiss ich nicht - würde ich aber gerne wissen.

Gruss

Hans Fuchs
31. May 2001, 20:43
Na Jobst,

Es war mir ja auch nicht so ernst mit dem Rat; ich hoffe doch, dass alle unsere Forums Piloten das mitgekriegt haben.

Wie das Thema nun bei uns tatsächlich gehandhabt wird, würde mich brennend interessieren, denn nach meiner Matura 1973 war meine Fehlsichtigkeit der Hauptgrund, dass ich nicht habe in die Fliegerei einsteigen können. Heute könnte ich mich womöglich operieren lassen, und danach tatsächlich das ATPL machen. Nur das Alter müsste ich dann halt ein wenig frisieren. Man muss nun wirklich dem Onkel Doktor nicht immer alles sagen, oder doch? http://www.flugsimulation.ch/ubb/smilies/smile.gif

Sogar meine Frau hält mich für jünger, als ich bin. Wie mach ich das bloss? http://www.flugsimulation.ch/ubb/smilies/smile.gif

Hans

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Gletscherfliegen (http://www.gletscherflug.ch)

Wolfgang Lutz
31. May 2001, 21:46
Hi Hans,

wenn ich das gewußt hätte, daß Deine Sehkraft nicht mal zum ATPL reicht, wäre ich nicht zu Dir in den Flieger gestiegen.

http://www.flugsimulation.ch/ubb/smilies/eyes2.gif

Na ja, wie man es dann fertig bringt, eine C182 doch auf so wenig Gras perfekt zu landen wundert mich, wenn die ärztliche Untersuchung Sinn machen soll. Mit ATPL und einer C421 in EDDS oder EDDF hättest Du mehr Platz.

http://www.flugsimulation.ch/ubb/smilies/smil203.gif
http://www.privat-flieger.de

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Viele Grüße
Wolfgang

TooLowFlap
13. June 2001, 17:31
Mahlzeit,

Meine Aussagen beziehen sich auf die Angaben des Medizinischen Dienstes der LH.

- Nach einer Augen-OP 12 Monate kein Fliegen
- dann muß man beim LBA um seine Lizens kämpfen
- Grenzen für die Einstellung: +/- 3 Di. @ 100% Sehkraft (LH will +/-1 Di offiziel, +/-2 sind in Einzelfällen möglich)
- Nachuntersuchungen: +/- 3 Di. @ 70%

Alle Angaben auch unter www.LBA.de (http://www.LBA.de)

MFG

TLF

helilama
9. July 2003, 07:54
Hallo
Nachdem das letzte Posting in diesem Thread schon 2 Jahre her ist würde ich gerne wissen, wie der Stand heute ist. Als Brillenträger und PPL-Lizenzinhaber hätte ich gerne Antworten auf folgende Fragen:

Gibt es unter euch Privatpiloten, welche Brillenträger waren und mittels Laser-Operation ihre Kurz- und/oder Weitsichtigkeit korrigieren liessen? Was sind eure Erfahrungen damit? Wie reagierte euer Fliegerarzt?

Bin mal gespannt auf eure Postings!

Gruss, Werner

Philip
9. July 2003, 08:33
Für PPL ist eine Korrektur bis -8 Dioptrien zulässig, sofern keine evidenten pathologischen Fundusveränderungen (also auf der Netzhaut, bzw. am Glaskörper).

LASIK nur zulässig, wenn die prä-operative Myopie kleiner war als -5 Dioptrien! Siehe Appendix 12 zu JAR-FCL 3.
Es gibt aber eine 12-monatige Wartefrist mit anschliessender Neubeurteilung. Es besteht also ein gewisses Risiko, dass bei Fehlschlagen der OP Du nicht mehr fliegen darfst.

Und als "Fan" dieses Themas, hier nochmals den Verweis auf mein gestartetes Thread im Cpt. Corner (JAR und Augen) :D
http://www.flightforum.ch/newforum/showthread.php?s=&threadid=14173

Gruss,
Philip

Stefan Burri
6. August 2003, 17:07
Original geschrieben von Philip
Für PPL ist eine Korrektur bis -8 Dioptrien zulässig, sofern keine evidenten pathologischen Fundusveränderungen (also auf der Netzhaut, bzw. am Glaskörper).


Hallo Philip

unter http://www.jaa.nl/jar/jar/jar/jar.fcl.3.apx.b.c.13.htm steht auch dass zudem die Sehschwäche in den letzten 4 Jahren nach 17 Jahren stabil geblieben sein muss.

Nun, was ist, wenn das 17. Altersjahr noch nicht 4 Jahre her ist?

Gruss
Stefan

Philip
7. August 2003, 13:15
Wenn Du etwas Glück mit Deinem Fliegerarzt hast, dann ist das kein Problem . . .

Gruss,
Philip

Stefan Burri
7. August 2003, 13:49
tja mit dem Glück ist das so eine Sache. :002:

aber danke für deine Antwort.

Nur noch eine allgemeine Frage: Wenn ich es richtig im Kopf habe, gibt es für Kontaktlinsen und Brillen einen anderen Dioptrienwert, für die gleiche Fehlsichtigkeit. Von welchem Wert wird in der Jar Regel gesprochen?

gruss
stefan

Philip
7. August 2003, 14:03
Das ist in der Tat eine gut Frage. Bei Kontaktlinsen ist der Wert "Minus Zylinder", bei Brille "plus Zylinder".

Ich glaube, dass eigentlich der Brillenwert massgeblich ist - aber Fliegerärzte schauen da nicht so drauf. Ich würde eher die Linsenwerte angeben. Schliesslich steht das nirgends explizit.

Gruss,
Philip

novo
10. August 2003, 10:59
Hi,

leider ist der Linsenwert massgeblich. Dieser ist eben noch etwas höher (ca. 0.5) als der Brillenwert (aber auch da lässt sich sicher mit dem Arzt diskutieren).

Man muss, um mit zwischen -5 und -8 Dioptrien (kurzsichtig) noch zugelassen zu werden, folgende Vorraussetzungen erfüllen:

JAR-FCL Part 3(Medical) Appendix 13 paragraph 2 (b):

1) Es dürfen keinerlei Augenkrankheiten oder Abnormalitäten vorliegen
2) Die Korrektur muss seit 4 Jahren stabil sein (seit Alter von 17 Jahren)
3) Optimale Korrektur (Kontaktlinsen) muss vorliegen.

Zum Punkt 2 brauchst du nur einen netten Optiker finden, der dir das schriftlich gibt. Dann geht's zum Spezialaugenarzt (Frau Dr. Nagel in Bülach), was 400 CHF kostet und dann bist du ready für das Medical Class 2 (an Class 1 ist leider nicht zu denken).

Gruss,

Christian

Philip
10. August 2003, 14:07
Novo:
leider ist der Linsenwert massgeblich. Dieser ist eben noch etwas höher (ca. 0.5) als der Brillenwert (aber auch da lässt sich sicher mit dem Arzt diskutieren).

Nein, das stimmt nicht. Wie ich bereits in meiner e-mail erwähnt habe, ist der Brillenwert höher. Dies aufgrund des DELTA-Abstandes zwischen der Augenlinse und der Brillenlinse.

Die Information, dass der Linsenwert massgebend ist, woher hast Du die? Wage das zu bezweifeln.

Philip

novo
10. August 2003, 14:21
Hi,

ich bin (kurz vor meiner PPL) auf Linsen umgestiegen. Mein Optiker meinte, dass (bei gleichgebliebener Sehschaerfe) die Werte nun etwas hoher seien, da man die Linsenwerte anders (wie auch immer) berechne.

Ausserdem sagte er, dass bei rechtsverbindlichen Angaben ueber die Sehschaerfe immer der Linsenwert verwendet wuerde.

Bin kein Augenarzt, nur Pilot... :confused:

Gruss,

Christian

Stefan Burri
10. August 2003, 14:30
Da muss ich Philip zustimmen, der Brillenwert ist höher. Und zwar -wie er schon richtig sagt- genau um den Wert des Zylinders.

gruss
stefan

novo
10. August 2003, 14:34
Hi,

gut gut, dann stimmt das wohl. Hab ich mir verm. falsch gemerkt. Aber ich bin mir sicher, dass er die Linsenwerte nimmt!

Umso besser, da der Wert ja doch kleiner ist.. ;)

Gruss,

Christian

Philip
10. August 2003, 15:02
Aber ich bin mir sicher, dass er die Linsenwerte nimmt!

Ich wünschte Du hast recht, aber ich habe nun schon mehr als einmal (sowohl von Optikern, als auch von Ophthalmologen) das Gegenteil gehört. Ich würde das aber auch gerne herausfinden. Darf ich fragen, woher Du diese Information hast? Es wäre wirklich super (auch für mich), wenn das wirklich stimmen würde.

Gruss,
Philip

Stefan Burri
10. August 2003, 15:12
hallo ihr zwei

Ich denke mal wenn es nicht vom Gesetz defieniert wird, wurde es durch ein Gerichtsverfahren entschieden.

gruss
Stefan

Philip
10. August 2003, 19:27
Ein solches Urteil ist mir persönlich nicht bekannt, da hier aber natürlich alle JAA-Staaten betroffen sind (ev. sogar die ICAO-Staaten!), müsste man natürlich die Judikatur dieser Länder überprüfen. Aber dafür müsste die Frage natürlich bereits einmal aufgeworfen worden sein. Ob das der Fall war?

Gruss,
Philip

ursmunger
10. August 2003, 22:04
Kleine Anekdote zum Fliegen mit Brille:

Laut meinem Fahrausweis darf ich nicht ohne Brille Autofahren.......ein Flugzeug darf ich aber sehr wohl ohne Korrektur fliegen. Sogar für's Medical Class 1 (oder ist's nun das Class 2, das man für's ATPL sowie als Fluglotse braucht??? - ich verwechsle die immer, da mir mein Fliegerarzt immer beide gleichzeitig ausstellt) käme ich noch ganz knapp ohne Brille durch.........klar, beim Fliegen muss ich ja nur bis zum Instrumentenbrett sehen, beim Autofahren muss ich noch sehen können, ob die Blondine, die ich überhole ein heisser Stuhl ist oder nicht :D

Philip
15. August 2003, 13:27
Korrektur: Habe einen Fehler gemacht . . . Natürlich hat minus und plus-Zylinder nicht mit Brillen- oder Linsenwert zu tun. Zylinder betrifft ja nur die Hornautverkrümmung, wenn ich mich nicht irre.

Was aber stimmte ist folgendes:
Der Delta-Abstand steht im Zusammenhang mit den Linsen- und Brillenwerten. Bei der Brille ist demnach der Dioptrien-Wert höher.

Philip

Stefan Burri
15. August 2003, 13:36
ach so, dann stimmt es bei mir nur per Zufall, dass man beim Brillenwert minus Zylinder auf den Linsenwert kommt.

wegen einem Urteil habe ich auch nichts gefunden, ich habe allerdings nur beim schweizerischen Bundesgericht geschaut.

gruss
Stefan

Philip
15. August 2003, 17:52
Beim BGer findest Du natürlich nichts. Die meisten BGEs zum Thema Luftfahrt - wie könnte es in der Schweiz anders sein - beschäftigen sich mit dem Thema Fluglärm . . . Doch auch die sind spannend zu lesen :-D

Gruss,
Philip

Executor2001
24. September 2003, 15:55
mit -9.25 Dioptrien beidseitig brauche ich lt. den JAR-Regelungen dann wahrscheinlich nicht darauf hoffen, dass mich irgendein Fliegerarzt fuer PPL tauglich schreibt, da der "Ermessensspielraum" bei -8 ja zu Ende ist...?

Gruesse,
Stefan

Philip
24. September 2003, 17:24
Da sind die Aussichten wohl eher schlecht. Was Du aber machen könntest ist folgendes: Du machst ein US-medical und eine US-PPL Lizenz. Da funktioniert es. Einzige Einschränkung: Du darfst in Europa nur auf N-immatrikulierten (also USA-immatrikulierten) Flugzeugen fliegen. Ist aber insoweit kein Problem, als Du sicherlich jemanden finden wirst, der solche verchartert.

Gruss,
Philip

Wilko Wiedemann
24. September 2003, 17:49
Hallo

Mal eine andere Frage: Ist es überhaupt vernünftig und verantwortungsbewusst, auf biegen und brechen eine PPL zu machen, wenn man leider Gottes solch schlechte Augen hat ?

Gruss

Wilko

Philip
24. September 2003, 18:48
Das ist sogar sehr verantwortungsbewusst, denn in den USA - und ich muss mich halt wieder wiederholen - fliegen Linienpiloten mit -15 Dioptrien!!!
Kannst Du mir bitte einen Grund sagen, wieso man mit -10 Dioptrien nicht fliegen kann? Autofahren geht ja auch, und ein Flugzeug kann man auch mit -3.5 Dioptrien nicht mehr sicher landen. Dafür hat man ja eine Ersatzbrille.

Mir haben Augenärzte des BAZL bestätigt, dass es für die -8 Dioptrien-Grenze KEINEN vernüftigen Grund gäbe.

Philip

tamiko
24. September 2003, 18:58
Naja, ich kann eigentlich bei mir selbst schauen wie sich dazu die Gesetzeslage entwickelt, stehe mit meinen 17 Jahren jetzt schon bei -7 Dioptrien :eek: , und habe schon vor irgendwann den PPL zu machen...

mfg


Joseph

Wilko Wiedemann
24. September 2003, 19:10
Original geschrieben von Philip
Das ist sogar sehr verantwortungsbewusst, denn in den USA - und ich muss mich halt wieder wiederholen - fliegen Linienpiloten mit -15 Dioptrien!!!

Ich habe nie behauptet, das ich die USA als vernünftig errachte in der Hinsicht. :D :D

Gruss

Wilko

Flo
24. September 2003, 20:16
Vernünftige Gründe gibts wohl für gar keine Grenze...ab einem gewissen Punkt bist du einfach blind wenn dir Brille runterfällt/Kontaktlinsen rausfallen, ob ich nun -8 oder -6 habe - Instrumente abzulesen wird ohnehin ein Ding der Unmöglichkeit...

Gibts fürs Autofahren eigentlich irgendwo eine Grenze? Ich würde da nicht riskieren wollen dass meine Brille (-6.5/-5.75) bei 160 km/h auf der Autobahn runterfällt...:cool:

Gruss
Flo

MarkusP210
24. September 2003, 20:34
Nu denn

Ob einem mit -5 Dioptrien oder einem mit -15 Dioptrien die Linsen rausfallen kommt im Endeffekt auf dasselbe raus. Die Piste trifft am Schluss keiner!

Wenn sich das blöde BAZL endlich dazu durchringen könnte, das Lasern (Lasik-Methode) anzuerkennen, wäre das Problem auch für diejenigen jenseits der 8 Dioptrien gelöst. Und das mir jetzt keiner sagt: lasern, ist das nicht gefährlich?

Nein, ist es nicht. Die Lasik-Methode erfolgt durch einen computergesteuerten Präzisionslaser. Der Erfolg ist durchaus sehr gut, die Erfahrung reicht bereits 15 Jahre zurück.

Markus

Philip
24. September 2003, 20:52
Wenn sich das blöde BAZL endlich dazu durchringen könnte, das Lasern (Lasik-Methode) anzuerkennen, wäre das Problem auch für diejenigen jenseits der 8 Dioptrien gelöst.

Das ist keine Frage der BAZL-Politik, sonder der JAA. Ausserdem ist LASIK bis -5 Dioptrien i.O.

Und das mir jetzt keiner sagt: lasern, ist das nicht gefährlich?

Gefährlich ist es nicht, aber ein Optiker hat mir gesagt, dass die neusten Erhebungen eigentlich eher pessimistisch stimmen. Die misslungenen Behandlungen sind beachtlich! Bereits sehr viele Augenärzte raten übrigens von LASIK inzwischen ab und empfehlen stattdessen die (reversible!) Linsentransplantation.

Ist aber natürlich ein Streit unter Optikern und Akademikern. Was stimmt, ist wohl schwer zu sagen.

Gruss,
Philip

Stefan Burri
25. September 2003, 13:56
Flo, Joseph und Stefan, ich dachte immer man müsse weit suchen, bis man noch mehr so stark kurzsichtige findet wie ich. Dass dies gerade in einem Fliegerforum passiert ist irgendwie ungerecht. :002:

Als ich meinen letzten Besuch beim Fleigerarzt hatte, habe ich ihn über den Sinn der Dioptrienbegrenzung interviewt. Er meinnt durch den Sehfehler und der entspechenden Korrektur, ergäbe sich eine verkleinerung des Blickfeldes. :confused: Hat jemand eine Ahnung davon? Das habe ich bis jetzt zum ersten mal gehört.

Zu den USA: Dort trägt das (klein)Flugzeug eher zur Mobiliät bei als bei uns (grössere Distanzen). Das wird wohl der Grund sein, warum man auf eine Dioptrienbegrenzung verzichtet, da man sonst ungerechte Verhältnisse schafft, gegenüber denen die auf den Land leben. Das ist wohl auch der Grund, warum man bei uns beim Auto keine (mir bekannte) Grenzen hat.
Aber vorsicht das ist nur eine Annahme von mir

Zu der Ganzen Geschichte habe ich auch noch einige Fragen?
1. Wie sieht es bei den Laser OP's in den USA aus, sind die mehr als 5 Dioptrien erlaubt
2. Für welches Medical gilt die Grenze von 5 Dioptrien für die Laser OP's, nach JAA
3. Gelten nach dem ersten Untersuch lockere Bestimmungen, was die Sehkraft angeht? Wenn ja wo habe ich das schwarz auf weiss?

Gruss
Stefan

Executor2001
25. September 2003, 14:32
Philip, danke fuer die interessante Information mit dem US-PPL. Weisst du zufaellig auch, wie das in anderen nicht-EU-Laendern aussieht, z. B. Australien?

Mir haben Augenärzte des BAZL bestätigt, dass es für die -8 Dioptrien-Grenze KEINEN vernüftigen Grund gäbe.

Na ja, stark kurzsichtige Personen haben, so weit ich weiss, rein statistisch gesehen ein stark erhoehtes Risiko der spontanen Netzhautabloesung und somit u. U. der quasi vollstaendigen Erblindung innerhalb kuerzester Zeit. Da hilft natuerlich auch keine Ersatzbrille mehr. Vielleicht ist das der Grund fuer die Beschraenkung.

Andererseits bezweifle ich ernsthaft, dass dieses Risiko groesser ist als z. B. das eines spontanen, toedlichen Herzinfarktes oder Schlaganfalls bei ansonsten gesunden Menschen (insbesondere aelteren), was fuer die Flugsicherheit vermutlich nicht weniger relevant sein duerfe. Leider liegen mir dazu aber keine Zahlen vor.

Stefan, die Verkleinerung des Blickfeldes ist ein durchaus deutlich sichtbarer Effekt. Wenn du (wie ich deinem Posting entnehme) stark kurzsichtig bist und die Korrektur mit einer Brille vorgenommen wird, muesste dir eigentlich schon aufgefallen sein, dass durch die Brille alles viel kleiner (natuerlich auch schaerfer) aussieht als ohne. :eek:
Mit Kontaktlinsen ist dieser Effekt andererseits kaum merklich.

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das irgendein Problem darstellen soll, denn beim Sehtest wird ja ueberprueft, was ich sehen (lesen) kann, und nicht, wie (gross oder klein) ich es empfinde.
Wenn ich die dritte Reihe auf der Tafel lesen kann wie ein Normalsichtiger auch, sollte es doch egal sein, ob ich die Buchstaben kleiner sehe als normal?!

Mit verwirrtem Gruss,
Stefan

Stefan Burri
25. September 2003, 15:11
hallo Stefan

Ich bin zwar kein Mediziner, aber das Risiko der Netzhautablösung scheint mir auch sehr gering. Ich habe auch erst im Zusammenhang mit dem Medical zum ersten mal etwas davon gehört.

Das wegen dem Blickfeld ist mir bei der Brille schon aufgefallen, aber wie du sagst, bei den Linsen habe ich davon noch nie etwas gemerkt.

Beim Sehtest ist das natürlich kein Problem, aber in der Praxis beim Fliegen eventuell schon, wenn man ein sehr stark verkleinertes Blickfeld hat. Zum Bsp bei der Luftraumbeobachtung. Da auch ein mensch mit guter Sehkraft in den äusseren Teilen des Blickfeldes nicht scharf sieht, muss er wie ein Scheinwerfer die Umgebung absuchen. Wenn man nun ein sehr stark verkleinertes Blickfeld hat, ist das der gleiche Effekt wie wenn man einen kleineren Scheinwerferkegel hat. Aber wie schon gesagt, ich denke bis 10 dioptrien sollte das kein Problem sein

Gruss
Stefan

Executor2001
25. September 2003, 16:20
Stefan, das Beispiel mit dem Scheinwerferkegel ist logisch, aber meiner Ansicht nach so nicht auf die Augen uebertragbar.

Im Gegenteil ist es naemlich so, dass ich beim Blick durch die Brille (dadurch dass alles kleiner wird) MEHR Raumwinkel gleichzeitig einsehen kann als ohne! Effektiv habe ich also ein Weitwinkelobjektiv vor dem Auge (natuerlich in engen Grenzen...).

Ich kann das direkt beschreiben: vor mir an der Wand haengt ein Poster. Schaue ich es durch die Brille an und halte den Kopf so, dass die Oberkante des Posters gerade den oberen Rand der Brille "beruehrt", und schaue jetzt ohne Kopfbewegung mit den Augen ueber den Brillenrand hinaus, so geht das Poster da (unscharf) jetzt noch ein ganzes Stueck nach oben weiter. Durch die Brille hatte ich es aber schon vollstaendig "im Auge".

Somit habe ich mit starker Brille eher einen groesseren Scheinwerferkegel, um in deinem Bild zu sprechen; da alles verkleinert wird, kriege ich gleichzeitig mehr vor die Augen!

Und, wie du schon richtig bemerkt hast, zum Rand des Gesichtsfeldes hin wird's ohnehin immer unscharf, egal ob kurz- oder normalsichtig.

Das geht jetzt vielleicht alles etwas vom urspruenglichen Diskussionsthema ab, interessant sind diese Effekte aber allemal!

Gruesse,
Stefan

novo
25. September 2003, 16:33
Hi,

Kegel hin oder her... ab 5 diop. (bis 8) muss man nach JAR sowieso Kontaktlinsen tragen ("best correction"), wenn sich dadurch die beschriebenen Effekte der starken Kurzsichtigkeit kompensieren lassen!

Ciao,

Chris

Philip
25. September 2003, 17:35
novo:
Dass man über -5 Dioptrien Kontaktlinsen tragen muss, das steht nirgends. Allenfalls könnte man über Auslegung zu so einem Schluss kommen, da gebe ich Dir Recht.

Stefan:
Leider weiss ich nicht, wie das in Australien geregelt wäre, sorry.

Die Verkleinerung von Objekten durch Sehhilfen entstehen tatsächlich nur bei einer Brille. Umso unverständlicher ist diese Regelung für alle Kontaktlinsenträger.

Mouches volantes oder sog. Glaskörperverdichtungen: Viele stark Kurzsichtige sehen unter ungünstigen Lichtverhältnissen auf hellem Hintergrund Schatten, umhersurrende Fliegen oder "Flärren". Sogar das sei - wie ich einmal von kompetenter Stelle vernommen habe (!) - aus flugmedizinischer Sicht vollkommen unbedenklich.
Relevant wird es dann, wenn die mouches volantes stärker werden, sich bleibende Verdunkelungen im Gesichtsfeld einstellen, Blitze im Dunkel zu sehen sind, oder sog. Pechregen zu sehen ist. Das sind Anzeichen für eine Netzhautablösung!

Eine Netzhautablösung passiert aber nicht innert Minuten, sondern eher innert Stunden oder allenfalls Tagen. Da sie ferner sicherlich nicht auf beiden Augen gleichzeitig entsteht, dürfte das während einem Flug wohl auch nicht ein grosses Problem sein. Ausserdem ist die Chance für eine Ablösung bei ca. 2% - sofern der betreffende Kurzsichtige nicht unter übermässig starken Netzhautveränderungen leidet. Dies ebenfalls Zahlen eines Augenarztes.

Klingt doch alles nicht so schlimm, oder? Da ist es dann schon gefährlicher, wenn der Pilot vor dem Flug noch ein Bierchen trinkt - und das passiert deutlich häufiger als ich gedacht habe!

Und welcher Mann über 40 oder 50 ist schon vollkommen vor einem Herzinfarkt gewappnet? Sollen diese Piloten jetzt alle mit Fliegen aufhören???

Ich finde es deutlich gefährlicher, wenn 80-jährige Leute Auto fahren - dies zum Schluss.

Liebe Grüsse,
Philip

Bernhard Tastler
25. September 2003, 19:16
Wie genau wird bei euch in der Schweiz, oder in Deutschland das Medical gemacht?

Bei mir wurde es, meiner Meinung nach, äußerst schlampig getan. Ich hatte keinen Sehtest, sondern nur "Farbtest", und 3D und sowas, aber einen Sehtest nicht. Und als er mich fragte, wieviel ich habe, wusste ich es auch nicht genau. Also könnte ich im Prinzip 10 Dioptrin haben, und er hätte nichts gesagt.

Er hat mir das Medical einfach ausgefüllt und unterschrieben und fertig wars. Und dann meinte er, er wolle einen "Befund" vom Augenarzt haben. Natürlich habe ich ihm diesen zukommen lassen, aber ich bin mir sicher, er hätte darauf vergessen.
Und mein Medical hatte ich ja bereits fix und fertig in der Hand.

Naja - der Fliegerarzt wird mich so schnell nicht mehr wieder sehen. Denn wenn schon denn schon! :D :D :D

Grüsse

Bernhard

Philip
27. September 2003, 10:25
Ja, das hört sich wirklich ein bisschen so an, als ob es Dein Fliegerarzt nicht so genau genommen hätte. Bei mir zumindest lief das ganz anders. Es gibt da halt auch grosse Unterschiede zwischen den Ärzten. Die einen machen es sehr genau, die anderen halt nicht so. Aber ein Sehtest sollte eigentlich schon dazu gehören bevor man das medical ausstellt.

Gruss,
Philip

Flugfussi
13. December 2004, 17:46
Ich hol das Thema aus der Versenkung:
1. Wird man da als Brillenträger mittlerweile zugelassen? (mein Vater wurde mit -1 Dioptrien und einer Brille bereits nicht mehr als Militärpilot zugelassen) Wenn ja, wo liegt die Grenze?
2. Ich habe in den letzten Jahren eine Verschlechterung meiner Witsichtigkeit festgestellt, bis ich dann letzten Sommer mit -0.8 Diops eine Brille bekam. Wird sich die Kurzsichtigkeit weiterhin verschimmern? :(
3. Mein Vater ist mittlerweile ständiger Brillenträger und meine Mutter findet ohne Brille die Haustür nicht :001: ....- ist Kurzsichtigkeit erblich? :confused:

Ihr werdet euch damit sicher etwas auskennen. Wenn nicht, kann ich mich von mir aus auch mal wieder aus dem Sesel hieven und zum Büchergstell schleppen. :)

Philip
13. December 2004, 17:48
Hoi Oliver,

bezieht sich Deine Frage auf die Militärfliegerei, private Fliegerei, Linienfliegerei, oder, oder, oder??? :confused:

Gruss,
Philip

MartinZ
13. December 2004, 18:01
hi oliver
zu 1 kann ich nichts sagen, würde mich aber auch interessieren!
zu 2:
Ich habe seit ca. 3 Jahren eine Brille, dieses Jahr musste ich mir eine neue kaufen da ich wieder schlechter sah. Also meiner Meinung nach wird es (jedenfalls bei mir) immer schlimmer :( . Mir wurde die schlechte Weitsichtigkeit von einem auf den anderen Tag "angeworfen" war einfach plötzlich da und ich holte mir dann sofort eine Brille die ich jetzt eigentlich immer anhabe (aus Gewohnheit) obwohl ich sie eigentlich nur in der Schule bräuchte um die Tafelanschrift scharf zu sehen...
Für Linsen sehe ich noch zu gut. Die Hornhautverkrümmung kann erst mit Linsen korrigiert werden wenn ich noch schlechter sehe :D

zu 3:
Bei mir sind, bzw. waren auch beide Eltern Brillenträger.
Ich denke es ist erblich.
Auch der Optiker meinte damals wenn beide Eltern Brillen haben sei es fast "normal" das die Kinder auch Brillen tragen müssen...

So, hoffe ien bisschen geholfen zu haben.

mfg m.

Flugfussi
14. December 2004, 12:56
Hoi Oliver,

bezieht sich Deine Frage auf die Militärfliegerei, private Fliegerei, Linienfliegerei, oder, oder, oder??? :confused:

Gruss,
Philip

Oh, sorry! :001:
Ich meinte die Militärfliegerei. Mein Vater konnte da noch einen Kurs zur Fliegererkennung machen, (er erkennt erstaunlicherweise auch heute noch alle Flieger in etwa 20000´Fuss Höhe, auch die, die es dazumals noch gar nicht zu sehen gab! :) ) aber nicht Pilot werden - trotz FVS.

Flugfussi
14. December 2004, 13:05
zu 2:
Ich habe seit ca. 3 Jahren eine Brille, dieses Jahr musste ich mir eine neue kaufen da ich wieder schlechter sah. Also meiner Meinung nach wird es (jedenfalls bei mir) immer schlimmer :( . Mir wurde die schlechte Weitsichtigkeit von einem auf den anderen Tag "angeworfen" war einfach plötzlich da und ich holte mir dann sofort eine Brille die ich jetzt eigentlich immer anhabe (aus Gewohnheit) obwohl ich sie eigentlich nur in der Schule bräuchte um die Tafelanschrift scharf zu sehen...
Für Linsen sehe ich noch zu gut. Die Hornhautverkrümmung kann erst mit Linsen korrigiert werden wenn ich noch schlechter sehe :D
Mir gings genauso - auf einmal sah ich nicht mehr richtig an die Tafel und den Hellraumprojektor. Mittlerweile bin ich bei -0.8 Dioptrien, aber schon hier kommt mir der Unterschied mit- ohne Brille gross vor, weshalb auch ich sie immer trage.

zu 3:
Bei mir sind, bzw. waren auch beide Eltern Brillenträger.
Ich denke es ist erblich.
Auch der Optiker meinte damals wenn beide Eltern Brillen haben sei es fast "normal" das die Kinder auch Brillen tragen müssen...
Naja, wenn ich wirklich soviel von den Eltern erben würde, dann wäre ich von der Mutter her schon jetzt ein Maulwurf. Ich schätze aber, dass ich sowieso noch nicht am Ende dieser Augenentwicklung bin. Aber die Tatsache, dass ich bis zum 14. Lebensjahr keine Anzeichen von Kurzsichtigkeit erkennen liess, lässt darauf hoffen, dass sie nicht allzu gross ist....

Philip
14. December 2004, 15:31
Sorry, bei Mil-Aviatik kann ich nicht weiterhelfen. Hoffe, jemand anders hier im Forum kennt sich damit aus.

Gruss,
Philip

Wilko Wiedemann
14. December 2004, 16:27
1. Wird man da als Brillenträger mittlerweile zugelassen?
Nein, bis jetzt immer noch nicht. Wird wohl auch so bleiben. Gerade in der Schweiz, wo wenig Bedarf an Militärpiloten besteht und es sehr viele Bewerber gibt, ist es auch nicht notwendig, dies zu ändern.

Wird sich die Kurzsichtigkeit weiterhin verschimmern?
Kann sein, muss aber nicht. Das kann dir nur ein Augenarzt mehr oder weniger genau beantworten. Ich war früher Weitsichtig und trug eine Brille, heute sehe ich völlig normal.

ist Kurzsichtigkeit erblich?
Auch das beantwortet am besten ein Augenarzt.

Gruss

Wilko

Philip
14. December 2004, 16:31
es sehr viele Bewerber gibt, ist es auch nicht notwendig, dies zu ändern.

Aha, da haben wir es wieder! ;) Ist also keine Frage der Flugsicherheit, sondern eine politische! :001:

Würde mich jetzt wundernehmen, Wilko, ob das die offizielle Begründung ist. Wäre spannend!

PilotChris
15. December 2004, 10:53
Ich habe eine grundsätzliche Frage: Wie läuft das eigentlich ab bei der Fliegerärztlichen Untersuchung? Bringt man einfach ein Rezept vom Optiker mit, oder muss man zu einem Augenarzt, um die entsprechenden Tests zu machen?
Gibt es spezielle Formulare dafür, oder reichen die beiden Dioptrie Werte der Augen? Geht man zuerst zum Arzt und dann zum Augenarzt, oder umgekehrt?

Vielen Dank für Eure Antworten, Chris

Wilko Wiedemann
15. December 2004, 14:04
ob das die offizielle Begründung ist
Nein, meine persönliche Meinung. Unserem geringen Bedarf an Militärpiloten kann man locker decken, mit den brillenlosen Bewerbern, so hart es für die anderen auch ist. Im übrigen ist ja nicht eine Frage ob Brille ja oder nein, sondern wie gut ist die Sehfähigkeit ohne Korrektur. Und diese geforderten Werte sind relativ hoch, da bleiben oft auch Nichtbrillenträger auf der Strecke. Man stelle sich noch folgenden Fall vor: Ein Pilot verliert während eines Luftkampfes seine Brille, oder sie geht zu Bruch............

Wie läuft das eigentlich ab bei der Fliegerärztlichen Untersuchung?
Der Fliegerartz führt selber einen Sehtest durch. Bei Problemen oder Grenzfällen wird wohl ein Facharzt hinzugezogen.

Viele Grüsse

Wilko

Stefan Burri
15. December 2004, 15:30
Wie läuft das eigentlich ab bei der Fliegerärztlichen Untersuchung?

Wie jetzt Militär oder nach JAR?
also nach Jar kommt man mit dem Rezept vom Obtiker. Getestet wird vor ort nur die Sehfähigkeit mit der Korrektur.

Wenn man keine korrektur braucht, könnte ich mir vorstellen dass der Arzt dann einfach ohne Korrektur schaut.

Gruss
Stefan

Silvio Gely
15. December 2004, 15:57
Als ich damals vor der PIL RS für eine 2-tägige ärztliche Untersuchung (ohne die psychologische) aufgeboten wurde, habe ich mich gefragt, was die denn während 2 Tagen bei mir testen wollen. Aber das Programm welches man zu durchlaufen hatte war gross. Unter anderem eben auch das ganze mit den Sehtests.

Für alle Sehtests brauchte man fast 4 Stunden. Neben den traditionellen Sehtests mit den E's und Buchstaben oder mit dem Farbpunkte-Buch und dem gewöhnliches ins Auge schauen, wurden weitere Tests durchgeführt. Ich erinnere mich dabei noch an die Vermessung des Auges mit Bestimmung dieses blinden Teils des Auges (wie auch immer das heissen mag) oder auch an die Augeninnendruckmessung.

Wenn man also sieht, dass von 2 Tagen ein halber in etwa dem Auge gewidmet war, so ist wohl klar, dass dem Sehen beim Militärpiloten ein grosser Stellenwert zukommt. Ich kann mich dann auch an keinen Mitrekruten erinnern, der permanent eine Brille trug.

Ich selber durfte wegen eines zuhohen Augeninnendrucks bei der Messung am FAI in Dübendorf, anschliessen noch zu einem Augen-Spezialisten, der dann Entwarnung gab.

Gruss, Silvio


EDIT: Die genauen Grenzwerte, ab wo man nicht mehr zur MIL Pilotenausbildung zugelassen wird, erfährt man sicher am Fliegerärtzlichen Institut (FAI) an der Bettlistrasse 16 in Dübendorf. Einfach mal anrufen, und nachfragen. Die freuen sich sicher, wenn mal jemand anruft.

Johannes Müller
15. December 2004, 16:13
Wie sieht es eigentlich mit Kontaktlinsen aus? Gelten diese gleich wie eine Brille (sozusagen als "Sehhilfe") - oder sind sie gar nicht erlaubt? (Für das PPL - als Nicht-Schweizer habe ich eh 0.00000-Chance, im Militär überhaupt aufgenommen zu werden, sollte ich das überhaupt wünschen :D :D)

Ich habe nur irgendwo gelesen, dass man eine Zweit-Brille immer beim Fliegen dabei haben sollte - mit Kontaktlinsen stelle ich mir das etwas schwieriger vor (besonders der Wechsel).

Gruss
Johannes, Linsenesser und -träger

PS Silvio, hast du's bestanden + akzeptiert?

Philip
15. December 2004, 16:16
Kontaktlinsen sind sogar um einiges besser als Brille - wegen dem Gesichtsfeld. Ich selber trage NUR Kontaktlinsen und habe IMMER eine Reservebrille dabei. Auf Reservekontaktlinsen verzichte ich indessen. Das wäre der Flugsicherheit sicherlich abträglich! :cool:

Gruss,
Philip

RetoSwissPilot
15. December 2004, 21:29
Hallo zusammen
Habe auch eine kurze Frage... Wie ist das mit der Herzkrankheit?... Ich hatte als Kind einen Herzfehler der aber verheilt ist. (So die Ärzte)... Kann ich dan trotzdem die PPL erwerben?... Wie ist es mit Linienpilot? :(

Gruss

Reto

Silvio Gely
15. December 2004, 21:55
Hallo Reto

Deine Frage, ob du infolge deines früheren Herzfehlers die PPL oder die ATPL (Linienpilotenlizenz) erlangen kannst, wird dir hier im Forum wohl leider niemand mit Sicherheit beantworten können. Wir sind die meissten keine Ärzte, und selbst wenn wir welche wären, könnten wir vermutlich keine Ferndiagnose erstellen. :)

Ich kann dir folgendes sagen. Jeder Pilot der fliegt, benötigt ein Medical (oder auf Deutsch: Tauglichkeitszeignis). Hier gibt es zwei Stufen. Das Medical Stufe 2 ist für alle PPL und SPL Piloten. Es ist weniger schwer zu erlangen, und man muss weniger oft zum Arzt, um es zu erneuern, als beim Medical Stufe 1, welches für ATPL und CPL Piloten ein muss ist. Es kann also sein, dass ein Pilot das Medical Stufe 2 erhält, ihm die Stufe 1 aber nicht gegeben wird. Dies nur zur Information.

Wie kannst du nun herausfinden, ob du ein Medical erhälst? Das ist in meinen Augen eigentlich nur möglich, wenn du einen Vertrauensarzt des BAZLs in deiner Umgebung aufsuchst, und dich bei diesem erkundigst. Der kann dir dann genau Auskunft geben, und wenn du das willst, dann auch gleich ein Medical ausstellen, so dass du mit der Flugschulung beginnen kannst. Wer in deiner Region Vertrauensarzt ist, muss dir aber jemand aus deiner Umgebung sagen. Frag am besten mal auf dem nächsten Flugplatz nach.

Ich hoffe du wirst den Pilotenschein und das Medical kriegen. *daumendrück*
Silvio

tamiko
15. December 2004, 22:46
beim Medical Stufe 1, welches für ATPL und CPL Piloten ein muss ist. ...und auch als Fluglotse benötigt man ein Class 1 Medical...

mfg


Joseph, links -7.5 Dioptrien, rechts -7.0 Dioptrien :(

RetoSwissPilot
15. December 2004, 22:57
Hallo Silvio

Ich danke dir herzlich für die schnelle Antwort. Es ist eines der Themen die mich sehr beunruigten ob ich nun doch einmal im Cockpit sein werde. Ich werde gleich Morgen noch einen Arzt aufsuchen :p
Danke viel mal.....

Gruss
Reto