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Vollständige Version anzeigen : 14.09.2009 | Contact Air Fokker 100 | Stuttgart | Notlandung


-Tobias-
14. September 2009, 10:49
Hallo zusammen

Soeben kam eine Sondermeldung im Radio: In Stuttgard musste eine Maschine mit Franz Müntefering an Bord notlanden. Verletzt wurde angeblich niemand.

Am heutigen Vormittag ist es auf dem Flughafen Stuttgart gegen 10.40 Uhr zu einem Flugzeugunfall gekommen.

Bei einer Fokker 100 der „Contact Air“ aus Berlin Tegel hatten bei der Landung auf den Flughafen Funken gesprüht. Ob die Maschine dadurch in Brand geriet, sei noch unklar.

Nach BILD-Informationen saß auch SPD-Chef Franz Müntefering (69) an Bord der Maschine.

Die Passagiere wurden bereits aus der Maschine evakuiert, nach vorläufigen Angaben hat es keine Verletzten gegeben. Fünf Passagiere haben einen Schock erlitten, eine Flugbegleiterin wurde zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht.

Rettungskräfte sind vor Ort, darunter 40 Feuerwehrwagen.

Wegen des Zwischenfalls ist die Start- und Landebahn am Flughafen Stuttgart vorübergehend gesperrt.

Quelle:
http://www.bild.de/BILD/news/2009/09/14/fokker-notlandung-muentefering/flughafen-stuttgart.html

Ich halte euch auf dem Laufenden

Liebe Grüsse,
Tobias

FalconJockey
14. September 2009, 10:54
Falsches Forum! Jetzt haben wir extra ein separates Unterforum eingerichtet und es wird nicht genutzt.

EDIT: Thema verschoben und an die Richtlinien bzgl. Threadtitel angepasst.

-Tobias-
14. September 2009, 11:11
Hier der Bericht der Contact Air (http://www.contactair.de):

Contact Air

14. September 2009 / 11:14 Uhr
Contact Air: Notlandung in Stuttgart

Contact Air bestätigt, dass der Flug LH 288 von Berlin/Tegel nach Stuttgart
mit nur teilweise ausgefahrenem Hauptfahrwerk um 10.49 Uhr (MESZ) auf einem Schaumteppich
in Stuttgart gelandet ist. Das Flugzeug startete um 8.44 Uhr in Berlin.
Nach ersten Berichten sind bei der Landung keine Fluggäste verletzt worden;
sie konnten das Flugzeug selbstständig verlassen.
Lufthansa hat zur Betreuung der Gäste speziell geschulte Mitarbeiter aktiviert.

Es befanden sich 82 Fluggäste und fünf Besatzungsmitglieder an Bord
der Fokker 100 mit dem Kennzeichen D-AFKE.
Trotz mehrfacher Versuche der Cockpitcrew konnte das Hauptfahrwerk nicht ausgefahren werden.

Alle Medienanfragen, die den Vorfall betreffen, werden durch die Contact Air beantwortet.
Die Telefonnummer hierzu lautet: 07 11/1 67 65 67 .

PS: Sorry für's falsche Forum. Ist das erste Mal, dass ich einen solchen Bericht hier hinzufüge. Wird nicht wieder vorkommen.

Liebe Grüsse,
Tobias

HB-GRMN
14. September 2009, 11:19
(...)mit nur teilweise ausgefahrenem Hauptfahrwerk(...)

(...)konnte das Hauptfahrwerk nicht ausgefahren werden.(...)

Was stimmt jetzt?
Wurde es nur teilweise odr nicht ausgefahren?!

Basti P.
14. September 2009, 11:42
Webcam Nummer 1
Connection timed out Wegen eines technischen Defekts können derzeit keine Webcambilder ausgestrahlt werden.

Schade, hätt ich ja gern gesehen, wie sie das alles managen.
Trotzdem kann man froh sein, dass alles so glimpflich ausgegangen ist...

Tis
14. September 2009, 13:00
Bildchen vom Scratchdown, gehostet bei der Stuttgarter-Zeitung (hatten wir noch nicht, oder?) :
http://www.stuttgarter-zeitung.de/media_fast/1203/IMG_0597.jpg

Sieht ziemlich eindrücklich aus.

Grüsse,

Tis

Thomasluethi
14. September 2009, 13:49
Anscheinend soll SPD Chef Franz Müntefering an Board der Fokker gewesen sein:

http://www.bluewin.ch/de/index.php/1399,179086/Flugzeug_von_SPD-Chef_Franz_Muentefering_musste_notlanden/de/news/ausland/bundestagswahl2009/

Lesen einfach nur mal lesen was im ersten post steht

Basti P.
14. September 2009, 14:03
Lesen einfach nur mal lesen was im ersten post steht

dachte ich mir auch so...
noch etwas von der TAZ:
klick (http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/muentefering-musste-rutschen/)

Der Stuttgarter Flughafen eröffnet folgendes:
Start- und Landebahn bis zum frühen Abend gesperrt
Vereinzelt Starts auf Rollweg ermöglicht - Meldung Nr. 6
Ab sofort sind vereinzelte Starts kleinerer Maschinen wieder möglich. Dazu wurde der parallel zur Start- und Landebahn verlaufende Rollweg Sierra freigegeben.

Nach dem Landeunfall einer Fokker 100 der Contact Air in Stuttgart bleibt die Start- und Landebahn voraussichtlich noch bis zum frühen Abend gesperrt. Unter den Passagieren gab es keine Verletzten.
Die Ermittlungen der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BfU) dauern an. Sobald der Unfallort freigegeben ist, wird mit der Bergung der Maschine begonnen.

Passagiere und Abholer, die heute noch zum Flughafen möchten, müssen sich nach wie vor auf mehrstündige Verspätungen und Flugausfälle einrichten. Für Informationen zu den betreffenden Flügen sollten sich Fluggäste an ihre betreffende Airline wenden.

Bastian B.
14. September 2009, 15:07
Das Problem konnte nicht behoben werden. Nächste Durchsage des Piloten: «Schnallen Sie sich gut an! Wir machen jetzt einige Flugmanöver, um das Problem zu beheben.» 20Min

Was sind das für Flugmanöver?

Thomasluethi
14. September 2009, 15:14
G kraefte auf das das Gear auswirken lassen in der hoffnung das es runterschwingt und einrastet

retoisler
14. September 2009, 17:17
War ja fast klar, dass es davon ein Video gibt: YouTube.com-Video (http://www.youtube.com/watch?v=K6MfGRfd2G4)

Gruss, Reto

Bastian B.
14. September 2009, 17:23
"Dieses Video zeigt die dramatischen Minuten..." obwohl das Vid nur 40 Sekunden läuft... :009::p

retoisler
14. September 2009, 17:25
"Dieses Video zeigt die dramatischen Minuten..." obwohl das Vid nur 40 Sekunden läuft... :009::p
... Jaja, und der Pilot hat die Fahrgäste auch über das bevorstehende Problem informiert...

Reto

wEASy
14. September 2009, 17:28
Hihi..Das Problem bestand ja "nur" am Boden wo halt gefahren wird *grins

Andreas Stiller
14. September 2009, 17:36
Hihi..Das Problem bestand ja "nur" am Boden wo halt gefahren wird *grins


Aber Wisi !!!! Ein Flugzeug fährt doch nicht, es rollt !!!!! Daher sind es maximal "Rollgäste" :D:rolleyes::D:rolleyes::D

Obwohl: Müßte es dann nicht auch "Rollwerk" heißen, statt "Fahrwerk" ???

Fragen über Fragen..... :D:D:D

retoisler
14. September 2009, 17:57
Aber Wisi !!!! Ein Flugzeug fährt doch nicht, es rollt !!!!! Daher sind es maximal "Rollgäste" :D:rolleyes::D:rolleyes::D

... und im konkreten Fall dann wohl eher Rutsch- oder Schleif-Gäste... Aber es wäre glaub schon besser, jetzt damit aufzuhören :p

Reto

Walhalla
14. September 2009, 18:01
Aber es wäre glaub schon besser, jetzt damit aufzuhören


Gute Idee.

FalconJockey
14. September 2009, 18:10
Und wo ist der Schaumteppich? :D

selli
14. September 2009, 18:53
Den Schaumteppich haben die Schaumschläger hinzugedichtet. :007:

Berni
14. September 2009, 19:45
Gut gescratcht! Würde jetzt allerdings in Malle am Pool sitzen... würde. Mussten nach FKB diverten um dann statt dem dritten Leg nach PMI das Taxi ins verregnete Stuttgart zu nehmen. Dafür hab ich jetzt ne Änderung für morgen bekommen: Proceeding nach Hamburg - Contact F100 ...

Cheers!
Börni

Manfred J.
14. September 2009, 20:00
Ja, am FKB war Heute ungewöhnlich viel los, ohne die erwarteten, noch weitere 14, insgesamt !

Marc_H
14. September 2009, 20:08
Der "Schaum(teppich)" wurde erst nach der Landung verspritzt :D

Ich habe mal gelesen, dass man heute keine Schaumteppiche mehr legt, denn erstens wären sie relativ uneffektiv, und zweitens muss der Schaum aufwendig durch Spezialfirmen entsorgt werden. Quelle: pprune

Danix
14. September 2009, 20:40
Das ist richtig. Ausserdem ist es sehr schwierig, ihn zu "treffen", meistens rollt man drüber hinaus oder erreicht ihn gar nicht, weshalb er gar nichts nützt.

selli
15. September 2009, 05:28
Wohin divertiert man üblicherweise, wenn EDDS zu ist? Friedrichshafen wäre für kleinere Maschinen sicherlich eine gute Alternative, denn die Oberschwaben nutzen für ihre Flugreisen typischerweise Stuttgart oder Zürich, als Abflugort. Die Paxe könnten direkt vor dem Flughafen in den Zug steigen (es sollte sich mit der Bahn absprechen lassen, daß ausnahmsweise am Flughafen gehalten wird) und zwei Stunden später, ist man in Stuttgart.

In Frankfurt dürfte alleine schon das Verlassen des Flughafens erheblich länger dauern und auch eine Reise von Dort nach Stuttgart dauert länger. Ähnliches gilt für München.

Benjamin M
15. September 2009, 07:14
Wie Berni weiter oben schon geschrieben hat, ist einiges nach FKB gegangen, mindestens eine LH ist nach MUC gekommen und die eine oder andere BER ist offensichtlich wieder zurück zum Abflugort geflogen.

Danix
15. September 2009, 09:05
und wahrscheinlich sind die meisten gar nicht weggeflogen, weil der Flug ja so kurz ist innerhalb Deutschland.

Weiss jemand, wann STR wieder offen war und ob heute alles normal ist?

Norbert EDDS
15. September 2009, 11:50
STR war ab 18.30 Uhr wieder offen und heute läuft soweit wieder alles normal.

Gruss, Norbert

Kjeld
15. September 2009, 15:22
FKB bietet sich doch an...lange Bahn, ich glaube inzwischen sollte das neues ILS auch fertig sein (oder?), viel Platz

Manfred J.
15. September 2009, 19:53
FKB bietet sich doch an...lange Bahn, ich glaube inzwischen sollte das neues ILS auch fertig sein (oder?), viel Platz


Jawohl die Landebahn ist seit mitte letzter Woche wieder voll nutzbar.
Es sind nun wieder knapp 3000m. zur Verfügung! Die nächste Nebelsaison kommt auch bestimmt, allerdings unproblematischer als früher, da man nun
CATIIIb hat!

Manfred

Kjeld
15. September 2009, 20:17
freue mich dann wenn ich im Januar zurück bin - im vergangenen Jahr war das Taxiway Chaos doch teilweise sehr störend...
auch wenn mir persönlich das cat III nix bringt ;)

tamiko
15. September 2009, 23:43
Wohin divertiert man üblicherweise, wenn EDDS zu ist? Friedrichshafen wäre für kleinere Maschinen sicherlich eine gute Alternative, denn die Oberschwaben nutzen für ihre Flugreisen typischerweise Stuttgart oder Zürich, als Abflugort. Die Paxe könnten direkt vor dem Flughafen in den Zug steigen (es sollte sich mit der Bahn absprechen lassen, daß ausnahmsweise am Flughafen gehalten wird) und zwei Stunden später, ist man in Stuttgart.

In Frankfurt dürfte alleine schon das Verlassen des Flughafens erheblich länger dauern und auch eine Reise von Dort nach Stuttgart dauert länger. Ähnliches gilt für München.

Klingt auf den ersten Blick ganz vernünftig, allerdings ist die praktische Umsetzung kaum möglich.
Meistens sind die, die Infos am nötigsten hätten, nämlich die an der Front - also an den Checkin- und Ticketschaltern diejenigen, die die Infos als allerletztes bekommen, oder von Passagieren drauf hingewiesen werden werden, dass es problematisch werden könnte, pünktlich nach Stuttgart zu fliegen :D

Weiters ist dann unklar, wielange der Flughafen geschlossen bleiben wird, und die Maschinen die gerade im Turnaround zwischen 2 Flügen sind, sind dann sowieso "gegroundet" gewesen in Stuttgart bis der Flughafen wieder offen ist...

Wenn man in so einem Falle diverten muss, weil der Zielflughafen aufgrund eines Accidents geschlossen ist, macht es schon Sinn, zumindest einen Flughafen zu wählen, den man auch im Liniendienst anfliegt, da man dort dann eine Station oder zumindest einen Vertrag mit einem Handlingagent und entsprechendes Ticketschalterpersonal hat.

Würde eine Germanwings Maschine nach Friedrichshafen diverten, wäre das übertrieben gesagt ca. gleich wie sich auf irgendeinem polnischen Regionalflughafen auf dem Weg nach Warschau niederzulassen: Man ist zwar am Boden, ja die Türen sind offen, ja es steht eine Gangway bereit und Busse für die Passagiere, aber der einzige Ansprechpartner "vor Ort" ist der Pilot in Command, bis die OPS der Fluglinie einmal eine Kontaktfax/telefonnummer für den Flughafen herausgefunden hat, bzw. der PIC zwischen Bodenpersonal und OPS vermittelt via Flugzeughandy etc.

Anders natürlich bei einem Medical Emergency, da landet man logischerweise am nächstgelegenen geöffneten Flughafen mit genügend langer Piste... Aber da ist dann nach der Landung und Übergabe des erkrankten Passagieres das erste Ziel, alles in die Wege zu leiten um schnellstmöglich wegzukommen und weiterzufliegen, und nicht, zu warten bis Stuttgart wieder öffnet und die Passagiere einstweilen zur Eisenbahn zu schicken, die von nichts weiss :D

Lg,

Joseph

PS: 4U2756/2757 Rotation STR-VIE-STR war gestern Abend gegen 23 Uhr in VIE anstatt 18:45

Norbert EDDS
17. September 2009, 09:45
Hier sind erste Untersuchungsergebnisse

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2199226_0_9223_-notlandung-in-stuttgart-zerbrochenes-ventil-blockierte-das-fahrwerk.html

Quelle: Stuttgarter-Zeitung vom 17.09.09

Gruss, Norbert

Viktor D.
17. September 2009, 09:57
Was ist denn mit "Nebenfahrwerk" gemeint? Höre zum ersten mal, dass es so etwas gibt.
Finde es aber wiederum erstaunlich, dass trotz aller möglichen Redundanzen nur eine Hydraulikleitung fürs Hauptfahrwerk zur Verfügung steht...

Kann man nur froh sein, dass es eine Fokker war - die sind ja quasi Bauchlandungserprobt. Bei einem A320 z.B. wäre ohne Hauptfahrwerk vermutlich mehr passiert.

FalconJockey
17. September 2009, 10:00
Ist eine simple Rechnung: Wie oft fällt das Ding aus? Wieviel wiegt es und wieviel kostet es an Wartung - über die Lebenszeit der gesamten Fokkerflotte gerechnet ?

Ist wohl billiger, diese harmlosen Bauchlandungen ab und an mal hinzunehmen.

Viktor D.
17. September 2009, 10:04
Stimmt, zumal man ja offenbar die Redundanz über irgendein "Nebenfahrwerk" umgesetzt hat, wäre interessant zu wissen wie das aussieht und funktioniert...
Irgendwie werde ich mit dem Begriff aber nicht schlau, bei google scheint es eine Wortneuschöpfung der Stuttgarter Zeitung zu sein... Andere Zeitungen melden nur "Notfall-System"...

FalconJockey
17. September 2009, 10:23
Ja, die meine wohl das Notfallsystem, womit man ein Ventil öffnet, den Druck aus den Hydraulikleitungen ablässt und somit das Fahrwerk durch die Schwerkraft herunterfällt und einrastet. Dieses Ventil scheint ja eine Fehlfunktion gehabt zu haben. Jo mei, kann man das ahnen. Man kann es halt nicht zehnfach redundant bauen.

selli
17. September 2009, 14:14
Gehen Bauchlandungen eigentlich glimpflicher aus, wenn der Flieger die Treiber am Heck statt unter den Flügeln trägt?

Viktor D.
17. September 2009, 16:25
Pauschal kann man das nicht sagen, aber mit meinem Physik-Halbwissen würde ich sagen: Ja.
Allein schon wenn die Treiber unter den Flügeln hängen und nichtzeitgleich aufsetzen kann dem Flugzeug einen Links-/Rechtsdrall geben. Bestenfalls brechen die Bolzen der Treiber und sie lösen sich, aber bis dahin wird von einer kontrollierten Notlandung keine Rede mehr sein.

Berni
17. September 2009, 18:58
737 partial gear-up landing

http://www.youtube.com/watch?v=g2HzJdLQG-c

Gruß,
Berni

Viktor D.
17. September 2009, 19:10
Hmm stimmt, wenn das Nose gear intakt ist, klappt das weil er so lang wie möglich den Kontakt der Triebwerke verhindert und auch nach dem aufsetzen die Nase des Fliegers oben bleibt.

Was die Triebwerke angeht: Meines Wissens gibts doch da sogar eine Sollbruchstelle, allerdings weiß ich nicht für welchen Fall und welche Kräfte die ausgelegt ist...

340-Fan
29. September 2009, 19:15
Dieser Bild-Artikel ist einfach zu köstlich: (V.a. der Titel)

http://www.bild.de/BILD/politik/2009/09/15/flugzeug-notlandung-in-stuttgart/warum-ist-muenteferings-flugzeug-nicht-explodiert.html

Volume
30. September 2009, 08:59
Man kann es halt nicht zehnfach redundant bauen.
Insbesondere kann man (praktisch) nicht völlig unabhängige Systeme bauen. Mehrfachredundanzen sind nur begrenzt machbar, ohne gleichzeitig die Anzahl der möglichen gemeinsamen Fehler noch zu erhöhen.
Beim Fahrwerk ist das Problem, das es nur einen Hydraulikzylinder zum Ausfahren gibt. Selbst wenn ich den unabhängig über 10 Systeme (3 Hydraulikkreise, einen Hydraulikakkumulator, eine elektrische Hydraulikpumpe, eine Stickstoffdruckflasche....) versorge, dann kann immer noch eine Dichtung am Kolben kaputt gehen, und ihre Überreste sich zwischen Kolben und Zylinder festklemmen und diesen blockieren. Die dann notwendigen vielen Leitungen und Ventile machen das System nicht unbedingt zuverlässiger. Selbst wenn ich mehrere Hydraulikzylinder installiere, kann ein blockierter das ganze Fahrwerk lahmlegen. Ich kann natürlich einen "seriengeschalteten" Zylinder konstruieren, bei dem quasi die Kolbenstange des ersten gleichzeitig ein vollständiger Zylinder mit einer weiteren, innenliegenden Kolbenstange ist. Aber damit erhöhe ich die Anzahl der Dichtungen die lecken können, die Anzahl der Teile die ein Einfahren verhindern können, die Anzahl der Teile die zu einem ungedämpften Freifall des Fahrwerks führen können etc.
Irgendwie muß man ein Optimum für das Gesamtsystem finden, und das wird immer die ein oder andere Ausfallmöglichkeit haben.

Gruß
Ralf

retoisler
15. November 2009, 22:09
Anscheinend ist die D-AFKE nach Ihrer Bauchlandung in Stuttgart (-> Bild (http://www.airliners.net/photo/Contact-Air/Fokker-100-(F-28-0100)/1578406/L/) vom 14.09.2009) am 11.11.2009 repariert von Woensdrecht, NL, wieder nach Stuttgart überführt worden. Somit dürften die Schäden eher gering gewesen sein.

Reto

IFixPlanes
18. November 2009, 09:51
Bericht kann jetzt im "BFU Bulletin September 2009" ab Seite 11 nachgelesen werden:
http://tr.im/FcFP