Vollständige Version anzeigen : Video mit dem neuen IPhone 4s erstellt
Walter Fischer
17. October 2011, 11:01
http://vimeo.com/30578363
Man erinnere sich, dass erst vor etwa 4 Jahren die ersten HD- Videos auf Web- Plattformen auftauchten. Gemacht damals mit teuren HD- Camcordern.
Und heute sind solche Filme möglich geworden mit einem Handy:cool:.
Gruss Walti
Hans Mueller
17. October 2011, 11:17
... Und heute sind solche Filme möglich geworden mit einem Handy...
Tagi Artikel (http://www.tagesanzeiger.ch/digital/mobil/Telekom-meldet-Probleme-mit-dem-iPhone-4S/story/12895024)
Das ist wunderprächtig. Jetzt müssten sie einfach mal eine Kamera erfinden, mit der man SMS schreiben und telefonieren kann.
Die Welt verblödet.
Hans
sirdir
17. October 2011, 11:26
Das ist wunderprächtig. Jetzt müssten sie einfach mal eine Kamera erfinden, mit der man SMS schreiben und telefonieren kann.
Die Welt verblödet.
Sind wir etwas gehässig?
Lies mal die Kommentare, die Probleme scheinen durchaus überlebbar zu sein...
josch
17. October 2011, 11:30
Immer wieder faszinierend, wie sich die Leute in die Schlange stellen, um für volles Geld Betatester zu werden :D
The new eyePhone - by MOM:
http://www.youtube.com/watch?v=EaHUpWuqNHY
Gruß
Johannes
sirdir
17. October 2011, 11:41
Immer wieder faszinierend, wie sich die Leute in die Schlange stellen, um für volles Geld Betatester zu werden :D
Nicht ganz, er Betatest (an dem ich teilgenommen habe) lief schon seit Juni.
Es stehen übrigens auch Leute an, die es nicht nötig hätten:
http://techcrunch.com/2011/10/14/steve-wozniak-on-how-the-iphone-4s-will-change-his-life-tctv/#ooid=s2Zjl3MjqTNWwfUo6iUnbPuPAmCWbdiD
Danix
17. October 2011, 11:41
ein Vorteil hat das 4GS - man hat hat damit sogar vollen Empfang, und das bereits nach der Lancierung :005:
Danix
17. October 2011, 11:44
Es stehen übrigens auch Leute an, die es nicht nötig hätten:
Ja, ganz grosse PR-Klasse. Das geht ungefähr in die Richtung vom Simpson-Videoclip. Wenn man sogar den anderen Steve dafür einspannen kann, da sind die Apple-Leute der Konkurrenz einfach meilenweit überlegen. Wahrscheinlich hat sich das noch der Steve I. ausgedacht.
josch
17. October 2011, 11:51
Die Diskussion hatten wir eh schon mehrere male. Jedem das Seine, würd' ich mal sagen! Sowohl Befürwortung ("Fanboy-tum") als auch Kritik müssen erlaubt sein - selbst wenn es dem jeweiligen Gegenüber irrational erscheint! :)
Das iPhone mag ein cooles Gadget sein, das noch coolere Funktionen und Features hat - aber ich mag die Philosophie von Apple nicht. :009:
so long
Johannes *uga uga*, der Steinzeitmensch
sirdir
17. October 2011, 11:52
Ja, ganz grosse PR-Klasse. Das geht ungefähr in die Richtung vom Simpson-Videoclip. Wenn man sogar den anderen Steve dafür einspannen kann, da sind die Apple-Leute der Konkurrenz einfach meilenweit überlegen. Wahrscheinlich hat sich das noch der Steve I. ausgedacht.
Ich glaube nicht, dass sich Woz da 'einspannen' lässt. Ich glaube Apple würde den nur zu gern mit einem klangvollen Titel für sich einspannen, aber der tickt nunmal anders.
Sein Maximum an Kooperation war wohl, dass er Apple nicht für's Einstellen der Siri-App gerügt hat.
Man konnte übrigens auch mit dem iPhone 4 von Anfang an telefonieren, das 'Problem' war eigentlich nur, dass das Telefon zu guten Emfpang anzeigte und der 'Einbruch' wenn man's anpackte dann entsprechend krass aussah.
Aber wenn es dich persönlich irgendwie weiter bringt, kannst du gerne noch etwas Gift und Galle verspritzen ;)
Mein 4GS ist zur Zeit in Frankreich (in Spanien ist's ja noch nicht zu kriegen...) und ich freu mich drauf.
tino-dietsche
17. October 2011, 13:24
Hallo Jungs
Kommen wir doch lieber wieder zum eigentlichen Ursprung von Waltis Posting wo es eigentlich ja nur um die Leistung der im iPhone 4GS verbauten Kamera geht.
Ich muss selber zugeben, dass ich nicht gedacht hätte, dass damit soviel zu machen ist, egal ob Foto oder Film. Ich bin auch kritisch gegenüber solchen Sachen aber ich muss offen und ehrlich zugeben, dass langsam aber sicher die einfache Digi-Kamera für die Hosentasche nicht mehr zwingend ein eigenes Gerät sein muss, sondern dass für so manche "spontan-Bilder" bzw. Dokumentation etc. die in den aktuellen Mobiltelefon verbauten Kameras den kompakten Digicams absolut das Wasser reichen können.
Eine "richtige" Kamera mit entsprechenden Objektiven etc. werden die Mobiltelefone nie ersetzten können, aber für den "Schnappschuss" reicht es allemal.
Das Iphone 4GS werde ich mir auf jeden Fall anschauen und wohl früher oder später mein 3GS in den verdienten Ruhestand schicken.
Gruss Tino
sirdir
17. October 2011, 13:44
Ich muss selber zugeben, dass ich nicht gedacht hätte, dass damit soviel zu machen ist, egal ob Foto oder Film. Ich bin auch kritisch gegenüber solchen Sachen aber ich muss offen und ehrlich zugeben, dass langsam aber sicher die einfache Digi-Kamera für die Hosentasche nicht mehr zwingend ein eigenes Gerät sein muss, sondern dass für so manche "spontan-Bilder" bzw. Dokumentation etc. die in den aktuellen Mobiltelefon verbauten Kameras den kompakten Digicams absolut das Wasser reichen können.
Naja, was fehlt ist der Zoom.
Aber das Handy hat den unschätzbaren Vorteil, dass man es immer dabei hat, die Digi-Knipse hab ich hingegen selten bis nie dabei. Die Spiegelreflex schon gar nicht.
Von dem her freu ich mich auch sehr über jede Verbesserung der Kamera am iPhone. Es ist einfach die, die ich am meisten brauche. Dazu kommt noch das Geo-Tagging, das auch ganz praktisch ist.
Und ich könnte mich heute noch ohrfeigen, dass ich in meinem Florida-Urlaub mit der Digi-Knipse gefilmt habe, wo doch die Kamera des iPhone 4 auch schon um 10er-Potenzen besser war. Keine Ahnung was mich da geritten hat.
Tyl
17. October 2011, 14:27
nettes Video tja was die Technik alles möglich macht ^^ Unglaublich
josch
17. October 2011, 14:34
Die Qualität ist schon gut - geht halt alles exponentiell, wie in der IT üblich. Die Jungen hier glauben wohl auch kaum, dass unsereins vor 20 Jahren mit einem Megabyte RAM (1 MB!) die dollsten Adventures gezockt hat...
Ich hoffe, dass es bald eine Art Handy-Jammer (Störgerät) gibt, der verhindert, dass man im Alltag von einem Fremden (z.B. Partygesellschaft) unerwünschterweise im Hintergrund mitaufgezeichnet wird und das Foto oder Video sogleich auf FB oder G+ landet, wo mein Gesicht softwareseitig erkannt und getagged wird und meine Frau dann sieht, dass ich - anstatt mit ihr im Kino eine Schnulze anzusehen - lieber mit meinen Kumpels auf einem Bier war...oder zweien :005:
Gruß
Johannes
ErnstZ
17. October 2011, 16:15
Dann freuen wir uns doch, dass uns in Zukunft die tausenden Leserreporter gestochen scharfe Bilder und HD-Videos von Unfällen, verpatzten Landungen und sonstigen Peinlichkeiten liefern werden...
Vielleicht gibt es dann in Zukunft mit dem iPhone 5 oder 6 (oder einem zukünftigen Smartphone eines anderen Herstellers) eine Funktion, damit man z.B. über blick.ch gleich hautnah via Livestream eines Leserreporters bei einem Unfall, Brandplatz oder Absturzort dabeisein kann.
Gruss, Ernst
Walter Fischer
17. October 2011, 22:20
Ein Zoom braucht's gar nicht- oder kannst Du etwa mit Deinen Augen zoomen? Zoomen können eh nur Profis wirklich:005: Für alle anderen gibts die Füsse...(Nebeneffekt: Kein seekrank machendes Gewackle).
Der Clip zeigt doch eindrücklich, was für Qualität mit so einem Gerät möglich ist, das man stets dabei hat.
Mal einfach ruhig durch die Gegend schlendern und das Auge und die Cam schweifen lassen.
Zu Hause in einer Viertelstunde den Zuschnitt machen, eine Prise Musik, ein Titel dazu und fertig ist ein sehenswerter Clip.
Gruss Walti
Turkish Pilot
17. October 2011, 22:50
HTC Sensation ist besser...
http://www.youtube.com/watch?v=j-PB8glrqds&feature=related
Greez TP
sirdir
18. October 2011, 00:19
Ein Zoom braucht's gar nicht- oder kannst Du etwa mit Deinen Augen zoomen? Zoomen können eh nur Profis wirklich:005: Für alle anderen gibts die Füsse...(Nebeneffekt: Kein seekrank machendes Gewackle).
Hö, dann film du mal meine Hunde beim Spielen ;)
Dann siehst du ganz schnell nur noch ein Pixelchen rumhüpfen und wenn du dann da hin pilgerst, rennen sie wieder da hin wo du eben warst...
Und ich mein auch eher für Fotos als für Filme, die werden sonst schon etwas chaotisch ;)
@josch: 1 MB, wie luxuriös, ich hab mich Jahre lang mit 64KByte rumgequält. Und das war damals schon üppig.
josch
18. October 2011, 08:43
@josch: 1 MB, wie luxuriös, ich hab mich Jahre lang mit 64KByte rumgequält. Und das war damals schon üppig.
Tjaja - da kann man mal sehen...
Und man stelle sich vor - ich habe mich früher mit einer Nikon 801s durchschlagen müssen. Da musste man tatsächlich noch einen Film einlegen und bei jedem Foto überlegen, ob es das Auslösen wirklich wert war :005:
Gruß
Johannes
sirdir
18. October 2011, 10:58
Tjaja - da kann man mal sehen...
Und man stelle sich vor - ich habe mich früher mit einer Nikon 801s durchschlagen müssen. Da musste man tatsächlich noch einen Film einlegen und bei jedem Foto überlegen, ob es das Auslösen wirklich wert war :005:
Luxus. Meine Eltern haben bei sowas regelmässig auf das faulste Ei gesetzt. Erst hatten sie noch so ne Kodak, die man zusammenschieben musste um zum nächsten Bild zu kommen. Dann kam die 'tolle' Kodak-Disc. Erinnert sich jemand? Irgendwie miese 16 Bilder, Filmfläche so klein, wie man sich's nur vorstellen kann, die Bilder sind scheusslich.
Ich persönlich hab mir gar nie eine 'Film-Kamera' gekauft, die Kosten waren mir zu hoch. Erst mit aufkommender Digitalfotographie hab ich mir Ende 90er meine erste eigene Fotokamera gekauft.
stefanw
18. October 2011, 12:30
Ich hatte sogar noch Super 8 Film. Heute gibt's das als Spezialeffekt :rolleyes:
Walter Fischer
18. October 2011, 16:25
Und Tatsache wahr, meine über 30- jährige Super-8 Kamera Canon 1014 XLS wird noch immer um die 500 Euro gehandelt, vom Bauer T610 Stereo Projektor desselben Alters gar nicht zu reden:005:.
Es gibt da so Werbefilmer, die darauf stehen. Und irgendwie ist es halt einfach so ein richtiges *Kino-Look* Bild mit diesen satten Ektachrome- Farben und der leichten Unschärfe. Und den 24 fps:cool:.
Gruss Walti
josch
18. October 2011, 17:19
War halt damals Qualität mit Charme und Seele - so wie u.A. auch Autos und Flugzeuge dereinst. Alles, was nach 1985 gebaut wurde, kann man getrost einschmelzen - das meiste ist ohnehin Plastik und Kabelstränge! ;)
Gruß
Johannes
sirdir
18. October 2011, 17:23
Nun, das sehe ich anders. Gerade was die Photographie angeht, hat das Thema für mich erst mit der digitalen Variante begonnen.
Super8 fand ich immer schon schrecklich, ebenso VHS und seine erfolgloseren Brüder. Wirklich interessant scheint mir auch die Filmerei erst seit ein paar Jahren, was Qualität und Handhabung angeht.
josch
18. October 2011, 17:33
@Patrick: Naja - wie schon erwähnt musste man sich, wenn man Filmmaterial hatte, etwas bemühen - kostete ja alles Geld und es wurde nicht jeder Müll aufgezeichnet bzw. geknipst.
Freunde meiner Eltern brachten letztens von einem vierwöchigen Südafrika-Trip 5000 (!) digitale Fotos mit. Was für ein quantitativer Alptraum - auch für meine Eltern, selbst wenn es sich "nur" um eine Selektion handelte :009:
Der eine liebt Patina und Unvollkommenheit, der andere die technische Perfektion. Mir war das Amiga-Gedüdle auch lieber, als dann am Pentium die 16-Bit Soundmaster Patterns, die schon nahezu "realistisch" waren. Je realistischer was ist, desto weniger Raum bleibt für Fantasie und Kunst!
Gruß
Johannes
sirdir
18. October 2011, 17:59
@Patrick: Naja - wie schon erwähnt musste man sich, wenn man Filmmaterial hatte, etwas bemühen - kostete ja alles Geld und es wurde nicht jeder Müll aufgezeichnet bzw. geknipst.
Das ist schon richtig. Andererseits hat mich genau das eben komplett abgehalten.
Freunde meiner Eltern brachten letztens von einem vierwöchigen Südafrika-Trip 5000 (!) digitale Fotos mit. Was für ein quantitativer Alptraum - auch für meine Eltern, selbst wenn es sich "nur" um eine Selektion handelte :009:
Ja, andererseits gibt es aus meiner Kindheit vielleicht 20 Fotos und zwischen 5 und 20 überhaupt keines. Irgendwie auch traurig.
Der eine liebt Patina und Unvollkommenheit, der andere die technische Perfektion. Mir war das Amiga-Gedüdle auch lieber, als dann am Pentium die 16-Bit Soundmaster Patterns, die schon nahezu "realistisch" waren. Je realistischer was ist, desto weniger Raum bleibt für Fantasie und Kunst!
Ich sehe das anders. Fotos und Filme sollen das möglichst gut abbilden, was sie abbilden. Genau so wie eine Musikaufzeichnung so klingen soll, wie das Original geklungen hat. Von dem her hat mich das gelaber von 'wärmer klingenden Schallplatten' immer nur amüsiert. Ich will nicht, dass ein Gerät ob seiner unvollkommenheit 'Kunst' erschafft. Wenn, will ich das selbst tun.
Walter Fischer
18. October 2011, 18:22
Und hier hat sich einer an eine Fernsehproduktion gewagt, alleine und nur mit einer Lumix mit marginalem Zubehör:
http://www.slashcam.de/artikel/Interviews/Fernseh-Doku-mit-der-Panasonic-GH2---Nachtschicht-von-Timo-Grosspietsch.html
Sein Credo: Was nützt Dir eine Millionenschwere Ausrüstung, wenn Du keine Story, keine Inspiration hast:cool:.
Mal sehen morgen Abend im TV, ob er die üblicherweise mit Sattelschleppern anrückende Reportage- Armada so locker in die Ecke stellt:D.
Gruss Walti
josch
18. October 2011, 18:51
(...) gelaber von 'wärmer klingenden Schallplatten' immer nur amüsiert.
Hier liegst Du teilweise falsch!
Digitalisieren macht überall "Treppen" rein. Das menschliche Ohr (Analog) mag in gewissem Ausmaß digital überlistbar sein, aber vor allem Kenner und Geschulte erkennen wesentliche Unterschiede bei gewissen Genres zwischen CD und Vinyl, selbst wenn man meint, dass 44,1 kHz Samplerate in einem Bereich liegt, wo das Ohr als "überlistet" gilt. Das Mastering spielt nat. auch eine Rolle.
Heute hört man ja fast nur mehr MP3, und es ist schon sophisticated, wenn man WAV bzw. CD hört, weil da wenigstens nicht alles komprimiert und abgeschnitten ist.
Hier im Forum gibt es gewiß paar Audio-Menschen, die besser Bescheid wissen. Bitte wissenschaftlich Fundiertes, was allgemein erwiesen ist und Patrick auch selbst verifizieren kann - sonst glaubt er es uns nicht :009:
Ansonsten frage ich einen Kumpel, der Tontechniker ist nochmal, wie das im Detail ist.
Kann aber etwas dauern.
Zum Abschluß: Transistoren machen per se keinen besseren Sound als Röhren ;)
Gruß
Johannes
Walter Fischer
18. October 2011, 19:41
Hören ist eine ziemlich individuelle Angelegenheit, wie man bei Test's immer mal wieder sehen:005: kann. Meine mickrigen Ohrkopfmikros zu 150 Euros machen derart phänomenale Aufnahmen, dass sie von mehreren Soundtechnikern nicht eindeutig vom 60 tsd Euro kostenden Original Neumann- Kunstkopf unterschieden werden konnten. Ich suche mal nach dem Test. Gefunden:http://www.soundman.de/inhalt_de.html (auf Bachelorarbeit in der Mitte ungefähr klicken).
Zunächst hier was zur aktuellen Diskussion:
http://partysan.net/screen/das-mp3-phanomen/
Gruss Walti, Google Techniker...
Danix
18. October 2011, 21:35
vor allem Kenner und Geschulte erkennen wesentliche Unterschiede bei gewissen Genres zwischen CD und Vinyl, selbst wenn man meint, dass 44,1 kHz Samplerate in einem Bereich liegt, wo das Ohr als "überlistet" gilt. Das Mastering spielt nat. auch eine Rolle.
ich habe das nie geglaubt. Meiner Meinung "hören" diese Menschen einfach eine völlig rauschfreie Aufnahme, worauf sie sofort schliessen, dass es eine digitale Aufnahme sein muss. Worauf sie sagen, dass es zu "kühl", zu "trocken", zu "steril" klingt. Aber ich glaube, diese Diskussionen sind inzwischen überholt, weil a) die meisten eine CD haben, b) CDs auch in Hi-End-Anlagen Verwendung finden (ja sogar CD-Spieler mit Röhren gibt es!) und c) heutzutage alles DDD gemastert wird, also sämtliche Produktionsketten durchdigitalisiert sind.
Ich glaube, ich erkenne den Unterschied zwischen mp3 und CD, also eine niedrigere Samplingrate (wobei es natürlich auch höhere Samplingraten für mp3 gibt), aber das glaubt mir niemand, und ich habe es auch noch nie in wasserdichter Anordnung ausgetestet. Meistens hört man eben mp3 auf schlechten Schallwandlern.
Habe jetzt noch den zitierten Test von Walti gelesen. Hier glaube ich nicht, dass die Tester den Unterschied zwischen Vinyl und digital nicht erkennen können, weil das können Fachleute normalerweise. Vielleicht konnten die Tester den Unterschied zwischen den unterschiedlichen Samplingrate nicht genau ergründen, aber Vinyl hört man einfach. Da hats Knacker und Knister. OK, vielleicht beim ersten Mal noch nicht...
Dani
josch
19. October 2011, 08:06
Der Punkt ist, die Formate auf einer Studio-Abhöre (= nüchternes Profi-Setup in einem entsprechend ausgebauten Raum) zu vergleichen und nicht mit HIFI-Speakern oder Kopfhörern, wo man mitunter vorher noch mit seinen sündigen Fingern an einem Equalizer herumgepfuscht hat. Selbst Bass und Treble sind da tabu. DANN hört man sehr wohl, wo Unterschiede liegen.
Ich glaube Dir jedenfalls Danix - ich höre das auch. Ausser man spielt es mit irgendwelchen Trash-Devices ab, wo das Signal nicht vernüftig verstärkt werden kann und/oder die Kopfhörer mies sind.
Im Endeffekt sind wir wieder mal in einer Grundsatzdiskussion angelangt.
Worum geht es eigentlich? Gadget-Nerds (Du Walti bist damit nicht gemeint), die in ihrem Handy ein Zusammentreffen von großem Kino, HIFI-Anlage, Nikon D800, Tablet-PC, Spielkonsole, Status-Messenger, und...da war doch noch was,....ach ja - und Telefon sehen, und dazu noch Apple-Anhänger sind (die Aktie hat heute übrigens 6% verloren), werden immer wissen, das Teil zu verteidigen. Viele verbringen schliesslich mehr Zeit damit, als mit der Partnerin zu sprechen oder mit den Kumpels. Ich traue mich auch sagen, dass viele ihr Display mittlerweile zeitlich gesehen mehr "streicheln", als einen geliebten Mitmenschen :009:
Letztens war ich auf einer Fete, wo im Club die meiste Zeit alle mit ihren iPhones beschäftigt waren, anstatt zu feiern bzw. eine Gaudi zu haben - es mussten ja Fotos auf FB gestellt werden und Statusmessages, wer grade wieviel sauft und wer welchen Scheiss gelabert hat...
Traurige Sache - die Leute kommunizieren bald nur mehr über ihre Devices. Bald schickt einem die Freundin eine Message auf die andere Seite des Ehebettes, welche einem mitteilt, daß sie Kopfweh habe. Naja - dann können sie wenigstens über Bluetooth ihre iPhones syncen - wohl die kommunikative Zukunft der Partnerschaft :D
Gruß
Johannes
Hans Mueller
19. October 2011, 09:43
Hören ist eine ziemlich individuelle Angelegenheit, ...
Der Punkt ist, die Formate auf einer Studio-Abhöre (= nüchternes Profi-Setup in einem entsprechend ausgebauten Raum) zu vergleichen und nicht mit HIFI-Speakern oder Kopfhörern, ...
So ist es. Speziell Walters Aussage hat für mich (Amateur) Gewicht. Ich höre heute - bei demselben Equipment - anders als ich gestern hörte, gestern war ich angespannt, heute nicht. Es fängt beim Menschen an. Hören ist sehr individuell. Ich habe in jüngeren Jahren weder eigenen Finanzaufwand noch fremde Mühen gescheut, mir eine der besten, für mich noch bezahlbaren, Audioanlagen zusammenzukaufen. Heute steht sie noch herum, schade.
Was im Schalltoten Raum passen mag, muss nicht zwingend gut tönen, so meine Einschätzung von etwa 95% aller (Vinyl)Tonträger von "Deutsche Grammophon" So ging ein schöner Teil meiner Löhne für Direktschnitte drauf, aufgenommen u.a. mit dem Neumann Kunstkopf. So muss ich sagen, dass von all den bisher genannten Geräten Waltis Ohrwaschelmikrofon mein grösstes Interesse weckt.
Zu den Handys, welche mit kleineren Ausnahmen alles können: Ist doch gut. Techniksüchtig darf man doch sein. Lästern sollte man auch dürfen. Wir haben früher, so in den 70er Jahren mal einen Flyer gemacht: "Esst Scheisse, 25 Millionen Fliegen können sich nicht irren" mit einer Zeichnung eines Grafikers, Tomi Ungerer?, ich weiss es nicht mehr. Beigelegt kleinen, gescheiten Büchern. Dies kommt mir immer dann in den Sinn wenn ich zum lesen anderer, gegenläufiger oder auch gleichlautender Kommentare ermuntert werde. :)
Irgendwas war noch, wollte ich unbedingt noch mitteilen. Aber das App: "Halt endlich die Gosche" im Abschnitt "A" der Einheit "B.R.A.I.N." unterbindet das.
Hans
sirdir
19. October 2011, 10:53
Hier im Forum gibt es gewiß paar Audio-Menschen, die besser Bescheid wissen. Bitte wissenschaftlich Fundiertes, was allgemein erwiesen ist und Patrick auch selbst verifizieren kann - sonst glaubt er es uns nicht :009:
Hast du den gross angelegten Test im c't mal gelesen?
Der Einzige, der z.B. mp3 mit 256 kbit/s erkennen konnte, war einer mit einem Hörschaden.
Für mich haben Schallplatten immer nur scheusslich geklungen und dabei bleib ich. Was nützt mir das Fehlen von 'Treppen', wenn es rauscht und knistert? Die Samplingrate liegt so gesehen heute eh höher, da Zwischenstufen 'berechnet' werden, d.h die Treppen werden auch noch abgefeilt. Ausserdem gibt es heute Audiformate mit wesentlich höherer Auflösung, nur braucht sie kein Mensch, weil niemand den Unterschied hört. Kaputtkomprimiertes mp3 erkenne ich auch. aber AAC mit 192 kbit/s reicht mir persönlich. Ich habe allerdings auch nicht (mehr) die allerbesten Ohren, denke ich.
Ich hab mal nen Test mit einem Kollegen gemacht, der Musiker war und mir gesagt hat, er höre *sofort* ob ein DAT (kennt das noch jemand) in Longplay oder in SP aufgezeichnet sei. Nun, ich habe ihn dann mal getestet und er lag >50% falsch.
josch
19. October 2011, 11:13
Ok, lassen wir es mal so stehen...
Schallplatten und "scheußlich" ist natürlich gewagt ;)
Geschmäcker sind halt - wie wir wieder mal feststellen dürfen - verschieden!
Wäre ich in Deiner Situation (el Aussteiger), hätte ich eine alte charmante Finca statt einer neuen Villa, eine Citroen DS statt dem S6, zwei Katzen statt den Dobis, keinen Empfang statt dem iPhone und würde mit sonnenzerfurchten nativos Backgammon spielen, statt den PPL im hiesigen Fliegerclub aufrecht zu erhalten :005:
Gruß
Johannes
Danix
19. October 2011, 11:17
Wie ihr gesagt habt: Reine Geschmackssache. Wer zerkratzte Vinyls als Kind lieben gelernt hat, ist wahrscheinlich unrettbar in sie verliebt. Wer die scheusslichen Dinger immer anhören musste, weil es nichts anderes gehabt hat, wird sie ein Leben lang hassen.
AnkH
19. October 2011, 12:13
Versteh nicht ganz, warum Vinyl immer mit zerkratzt, alt und schlechter Qualität gleichgesetzt wird... Ich habe als Kind immer Vinyl gehört, mein Vater ist absoluter Hi-Fi Fan und findet die analoge Musikwiedergabe besser als die digitale. Klar, Geschmacksache, aber eine Topaufnahme auf Vinyl aus dem Jahre 2011 kratzt erstens nicht, rauscht keinen Meter und klingt, gerade bei klassischer Musik, wie wenn man im Konzertsaal selber sitzt. Oder denkt ihr etwa, ein Plattenspieler für mehrere Tausend CHF plus die dazu passenden Geräte (LS, Verstärker etc.) sei dazu gedacht, alte, verkratzte und am Besten noch staubbedeckte Vinylplatten abzuspielen? :004:
sirdir
19. October 2011, 12:22
Ok, lassen wir es mal so stehen...
Schallplatten und "scheußlich" ist natürlich gewagt ;)
Vom grundsätzlichen Klangproblem abgesehen, für mich war das mit den CDs ähnlich wie mit der Digitalfotographie: Erst zu dem Zeitpunkt wurde ich zum echten Konsumenten! Ich hatte ein paar wenige Schallplatten, aber mich hat das fast in den Irrsinn getrieben, oftmals waren die Platten schon zerkratzt, wenn man sie gekauft hat. Und mit jedem Abspielen wurde es etwas schlimmer.
Geschmäcker sind halt - wie wir wieder mal feststellen dürfen - verschieden!
Wäre ich in Deiner Situation (el Aussteiger), hätte ich eine alte charmante Finca statt einer neuen Villa, eine Citroen DS statt dem S6, zwei Katzen statt den Dobis, keinen Empfang statt dem iPhone und würde mit sonnenzerfurchten nativos Backgammon spielen, statt den PPL im hiesigen Fliegerclub aufrecht zu erhalten :005:
Ich hab ja ne Finca... nicht uralt, aber auch nicht neu. Charmant sicher. Aber ob du dann wirklich eine alte haben wolltest, darüber könnten wir ja dann nach dem ersten nasskalten und windigen Winter nochmal sprechen ;)
Der S6 ist ja auch schon fast antik, aber immerhin noch einigermassen zuverlässig und das muss ein Auto für mich sein.
Dobi hab ich nur einen, das andere ist ein Rotti... aber Katzen mag ich auch. Müssten wir nicht ab und an auf die Schäferhunde eines Verwandten aufpassen, welche die Katzen sofort meucheln würden, würde ich durchaus versuchen unsere Hunde an 2 Kätzchen zu gewöhnen.
Und ob die 'nativos' mit dir Backgammon spielen wollten, das kann ich nicht beantworten ;)
sirdir
19. October 2011, 12:24
Oder denkt ihr etwa, ein Plattenspieler für mehrere Tausend CHF plus die dazu passenden Geräte (LS, Verstärker etc.) sei dazu gedacht, alte, verkratzte und am Besten noch staubbedeckte Vinylplatten abzuspielen? :004:
Nein, die sind dazu da gewissen 'Audiophilen' das Gefühl zu geben, dass sie nun was ganz Tolles haben.
PS: Gell am besten tönen die digital gemasterten Schallplatten, zumindest solange man das noch nicht weiss...
Wie hoch ist eigentlich die 'theoretische' Auflösung der Schallplatte? Wie hoch der Dynamikumfang? Nun, man liest verschiedene Zahlen, aber sie sind schlicht um Grössenordnungen tiefer als bei der CD.
Danix
19. October 2011, 12:28
und wie lange bleibt denn so eine Schallplatte ohne Staub? Ich weiss es nicht, bitte erklär es mir. Meiner Meinung kann man so eine Vynil genau einmal abspielen. Es gibt zwar Plattenwaschmaschinen, aber das ist doch ein gewisser Aufwand.
AnkH
19. October 2011, 13:40
Nein, die sind dazu da gewissen 'Audiophilen' das Gefühl zu geben, dass sie nun was ganz Tolles haben.
Nana, lassen wir mal aussen vor, wozu ein S6 da ist... Jedem sein Plaisierchen. Ich finde schlicht, dass auf einer exzellenten Anlage wie sie an Hi-Fi Messen gezeigt werden und auch auf der unteren Mittelklasse-Anlage meines Vaters eine CD nicht besser klingt als eine gute Aufnahme auf Vinyl. Wenn man die Schallplatte sauber hält in der richtigen "Verpackung" und das Ding vor dem Abspielen noch mit einem feinen Bürstchen vom groben Staub befreit, knistert und knackt tatsächlich nicht mehr viel, ob ihrs glaubt oder nicht...
sirdir
19. October 2011, 13:59
Nana, lassen wir mal aussen vor, wozu ein S6 da ist...
Naja, sicher völlig unnötig, aber was soll's? Heute gäb's für das Geld, das ich für den noch kriegen würde keinen Smart mehr, also behalt ich ihn lieber.
Eines ist jedenfalls sicher: Da braucht man nicht zu 'fühlen', die technischen Daten stehen fest und sind leicht überprüfbar.
Jedem sein Plaisierchen. Ich finde schlicht, dass auf einer exzellenten Anlage wie sie an Hi-Fi Messen gezeigt werden und auch auf der unteren Mittelklasse-Anlage meines Vaters eine CD nicht besser klingt als eine gute Aufnahme auf Vinyl. Wenn man die Schallplatte sauber hält in der richtigen "Verpackung" und das Ding vor dem Abspielen noch mit einem feinen Bürstchen vom groben Staub befreit, knistert und knackt tatsächlich nicht mehr viel, ob ihrs glaubt oder nicht...
Ja Moment, jetzt sind wir also schon nur noch bei 'nicht schlechter' angekommen?
stefanw
19. October 2011, 15:00
Versteh nicht ganz, warum Vinyl immer mit zerkratzt, alt und schlechter Qualität gleichgesetzt wird... Ich habe als Kind immer Vinyl gehört, mein Vater ist absoluter Hi-Fi Fan und findet die analoge Musikwiedergabe besser als die digitale. Klar, Geschmacksache, aber eine Topaufnahme auf Vinyl aus dem Jahre 2011 kratzt erstens nicht, rauscht keinen Meter und klingt, gerade bei klassischer Musik, wie wenn man im Konzertsaal selber sitzt.
Ich hab die relevanten Punkte mal markiert.
Eine gute (!) digitale Aufnahme von einem Klassikkonzert schlägt jede Schallplatte, locker. Eine Schallplatte hat z.B. im unteren Frequenzbereich schon mal Probleme die durch die physische Eigenschaft der Platte (Rille) bedingt sind, das hast du bei CDs schon mal nicht.
Dass die Aufnahme im Original meistens sowieso digital ist heute wurde ja schon erwähnt.
Notabene, ich bin auch mit Vinyl gross geworden und mache seit 1992 Musik, zu Beginn also auch noch mit Mehrspurband und grossen Mischpulten etc. Ich kenn die Sachen also auch noch aus eigener Erfahrung (und bin froh, dass ich sie nicht mehr benutzen muss)
Oder denkt ihr etwa, ein Plattenspieler für mehrere Tausend CHF plus die dazu passenden Geräte (LS, Verstärker etc.) sei dazu gedacht, alte, verkratzte und am Besten noch staubbedeckte Vinylplatten abzuspielen? :004:
Ein Plattenspieler für mehrere tausend Franken ist in erster Linie dazu gedacht, dass Hersteller und Händler mehrere tausend Franken daran verdienen. So ähnlich wie bei Kabeln für 100 CHF pro Laufmeter.
Ich finde es immer wieder witzig, wie die Leute zuhause so viel Geld ausgeben für Lautsprecherkabel (als ein Beispiel) um damit Aufnahmen zu hören die in Studios gemacht wurden wo Lautsprecherkabel für 5 CHF pro Meter eingesetzt werden :D
Wenn man die Schallplatte sauber hält in der richtigen "Verpackung" und das Ding vor dem Abspielen noch mit einem feinen Bürstchen vom groben Staub befreit, knistert und knackt tatsächlich nicht mehr viel, ob ihrs glaubt oder nicht...
Bei meinen CDs und Dowloads knistert und knackt gar nichts. Ausser bei Minimal House, aber dort muss das so sein.... ;)
AnkH
19. October 2011, 15:07
Naja, sicher völlig unnötig, aber was soll's? Heute gäb's für das Geld, das ich für den noch kriegen würde keinen Smart mehr, also behalt ich ihn lieber.
Eines ist jedenfalls sicher: Da braucht man nicht zu 'fühlen', die technischen Daten stehen fest und sind leicht überprüfbar.
Sorry, ich habe vergessen, dass die S Linie von Audi primär existiert, um den Menschen eine aufgrund "technischer Daten" bessere Version des A6 Basismodell anzubieten. Verkaufstechnische Argumente wie "Beschleunigung", "Sportfahrwerk", "Allradantrieb", "Höchstgeschwindigkeit", "PS-Zahl" haben selbstverständlich mit dem FahrGEFÜHL überhaupt nichts zu tun, richtig :004:
Ja Moment, jetzt sind wir also schon nur noch bei 'nicht schlechter' angekommen?
Wenn schon zitieren, dann richtig. Ev. noch mal mein Text lesen...
EDIT: Danke Stefan für die ausführliche Antwort. Ich stimme Dir teilweise zu. Ab einer gewissen Grenze ist das Ganze sicher wie so oft reine Geldmacherei. Trotzdem durfte ich schon einige Dinge "miterleben", und glaub mir, ich habe meinen Vater des öftern damit aufgezogen, dass er doch sinnlos Geld in was investiert, was kein Schwein hört. ABER: es gab Momente, da klang sowohl eine CD wie auch eine Schallplatte deutlich "besser" wenn er wieder mal ein Kabel ausgewechselt hat oder einen besseren Tonarm an seinen Plattenspieler montiert hat. Das konnte sogar ich mit meinen MP3 gewohnten Ohren hören, dass da ein Unterschied bestand.
Sehen wirs doch so: ein FullHD Film auf Bluray zu Hause auf einem 20 Zöller und Fernsehlautsprecher ergibt nicht das selbe Erlebnis wie im Kino mit Surround-Klang. Und trotzdem ist das Ausgangsmedium das Selbe, resp. der Film, der Sound ist nicht plötzlich besser im Kino. Der Vergleich mit den billigen Kabel im Studio hinkt also dahingehend, dass ein billiges Kabel im Studio nicht zwangsweise ausschliesst, dass in den eigenen vier Wänden ein 20 Franken Kabel bessere Ergebnisse erzielen kann, als ein 5 Franken Kabel. Womit wir wieder bei der von Dir markierten Wahrnehmung sind...
stefanw
19. October 2011, 15:30
es gab Momente, da klang sowohl eine CD wie auch eine Schallplatte deutlich "besser" wenn er wieder mal ein Kabel ausgewechselt hat oder einen besseren Tonarm an seinen Plattenspieler montiert hat. Das konnte sogar ich mit meinen MP3 gewohnten Ohren hören, dass da ein Unterschied bestand.
Das Problem ist, dass unser Gehör ein extrem subjektives Sinnesorgan ist. Das merkt man z.B. schon am bekannten Cocktailparty-Effekt - viele Leute sprechen, man hört und versteht aber trotzdem sein Gegenüber - naja, jedenfalls je nach Anzahl der Cocktails die man selbst oder das Gegenüber schon hatte. Die anderen Stimmen werden also praktisch ausgeblendet. "Wissenschaftlich" betrachtet sind die anderen Stimmen aber natürlich noch da. Was zeigt, dass wir unserem Gehör eigentlich nicht wirklich trauen können.
Wenn du also z.B. überprüfen willst, ob ein Lautsprecherkabel besser oder schlechter klingt als ein anderes, dann musst du das verblindet testen. Du machst also eine ganze Versuchsreihe von Vergleichen, wobei du nicht weisst wann welches Kabel eingesetzt wurde (und ob es überhaupt gewechselt wurde). Wenn du dabei dann über eine gewisse Anzahl von Versuchen statistisch relevant häufig immer wieder das eine Kabel bevorzugst, ja dann steckt wohl wirklich was dahinter.
Solche Versuche wurden aber z.B. gerade mit verschiedenen Sampling Rates schon oft durchgeführt, und noch nie sind dabei relevante Unterschiede erkannt worden.
Womit ich den Hi-Fi Markt per se nicht schlecht machen will. Wenn ich mir eine teure Flasche Rotwein (oder einen Apple Computer...) gönne, dann ist der Preis rein wissenschaftlich vielleicht auch nicht gerechtfertigt, aber wenn ich Freude dran habe, who cares :005:
Es ist einfach dann heikel, wenn man Unterschiede pseudotechnisch herbeireden will, wo keine sind.
Walter Fischer
19. October 2011, 15:49
Und die Ohren so alle paar Monate mal spülen lassen vom Spezialisten. Ihr werdet staunen, was da alles rauskommt:008:. Grad bei Stadtmenschen:005:.
Gruss Walti
sirdir
19. October 2011, 16:19
Sorry, ich habe vergessen, dass die S Linie von Audi primär existiert, um den Menschen eine aufgrund "technischer Daten" bessere Version des A6 Basismodell anzubieten. Verkaufstechnische Argumente wie "Beschleunigung", "Sportfahrwerk", "Allradantrieb", "Höchstgeschwindigkeit", "PS-Zahl" haben selbstverständlich mit dem FahrGEFÜHL überhaupt nichts zu tun, richtig :004:
Natürlich hat es mit FAHRGEFÜHL zu tun, aber wenigstens ist es *messbar*, ganz objektiv. Nebenbei, bevor dir noch die Zähne ausfallen wegen einem alten S6: Man muss auch berücksichtigen, wer bereit ist welches Auto einzutauschen, wenn man einen Kombi braucht und welche Kombis der dann auch zu bieten hat. Der Audi war nie mein Wunschauto. Aber er ist gut.
Wenn schon zitieren, dann richtig. Ev. noch mal mein Text lesen...
Ja, was habe ich denn falsch zitiert? Du sagst, die CD klinge nicht besser. Entschuldige, aber die Schallplatte klinge nicht schlechter ist da wohl nicht sooo völlig eine andere Aussage.
Sehen wirs doch so: ein FullHD Film auf Bluray zu Hause auf einem 20 Zöller und Fernsehlautsprecher ergibt nicht das selbe Erlebnis wie im Kino mit Surround-Klang. Und trotzdem ist das Ausgangsmedium das Selbe, resp. der Film, der Sound ist nicht plötzlich besser im Kino. Der Vergleich mit den billigen Kabel im Studio hinkt also dahingehend, dass ein billiges Kabel im Studio nicht zwangsweise ausschliesst, dass in den eigenen vier Wänden ein 20 Franken Kabel bessere Ergebnisse erzielen kann, als ein 5 Franken Kabel. Womit wir wieder bei der von Dir markierten Wahrnehmung sind...
Natürlich gibt es - besonders bei analogen Signalen - Unterschiede in der Kabelqualität. Die sollten aber *messbar* sein, und nicht nur 'erfühlbar'.
josch
19. October 2011, 17:37
Uiuiui - da geht's aber rund...
I rest my case - ich habe über den oben bereits erwähnten Tontechnik-Kumpel Zugang zu Meinungen aus der Audio-Oberliga im deutschsprachigen Raum. Also Typen, die jeden Tag vor fetten Neve-Konsolen hocken und namhafte Interpreten recorden, abmischen, mastern, etc.
Werde die Fragestellung Emailen, in knapp drei Wochen auf ihn treffen und die Infos dann hier posten.
Bin selbst schon gespannt...
Gruß
Johannes
stefanw
19. October 2011, 18:17
Also Typen, die jeden Tag vor fetten Neve-Konsolen hocken und namhafte Interpreten recorden, abmischen, mastern, etc.
Wenn ich eine fette Neve Konsole in meinem Studio finanzieren müsste, dann würde mit Sicherheit nicht sagen, dass es ebendiese Konsole eigentlich gar nicht braucht :005:
Ich kenne genug Fälle von Leuten im Studiobereich, die einfach noch eine Konsole rumstehen haben "damit es halt nach Tonstudio aussieht" (O-Ton). Effektiv ging dann über die Konsole nur noch ein Stereo Aux Return vom Audiointerface des Studiorechners ;)
Flying-Andy
19. October 2011, 19:56
...waoooooo !!! :eek:
Wahnsinn was so ein kleines IPhone heute zu leisten vermag ....wo da wohl die Entwicklung noch hinführt ? :rolleyes:
Gruässs
Andy :)
josch
19. October 2011, 20:08
Wenn ich eine fette Neve Konsole in meinem Studio finanzieren müsste, dann würde mit Sicherheit nicht sagen, dass es ebendiese Konsole eigentlich gar nicht braucht :005:
Schon klar was Du meinst - aber eben diese "Poser" meine ich nicht. Ich meine Typen, die in den Audio-Magazinen interviewt werden und auf ihren Teilen, gegen die das F/E-Panel der Concorde verblasst, wirklich arbeiten ;)
Habe auch schon von Fällen gehört, wie Du es beschreibst. Kauft sich als Semi ein gebrauchtes ehemaliges top analog-Mischpult und schaut blöd, wenn es dann unglaublich Strom zieht und gemäß Bedienungsanleitung eigentlich nicht ganz ausgeschaltet werden sollte, weil sich durch ständiges Warm-Kalt die ganzen Schaltungen (Potties, etc.) verstellen, welche initial von einem Wartungsmenschen feineingestellt werden müssen (das kostet).
Ein Gerät, welches dafür sorgt, dass die Stromspannung stets konstant bleibt, kostet auch nochmals und braucht nochmals gut Strom.
Da ist die Digitaltechnik definitiv weniger zickenhaft - aber dennoch, Abbey-Road-Sound ist und bleibt legendär :D
Gruß
Johannes
selli
19. October 2011, 20:41
Vor Jahren, als ich noch Physikstudent war und noch nicht zur Informatik gewechselt hatte, haben wir mal über Möglichkeiten diskutiert, Vinyl wirklich staubfrei zu halten bzw. zu bekommen und das ganze zerstörungsfrei abzutasten. Die beste Idee war es noch, die Platte elektrisch leitend anzufertigen, sehr dicht über dem Plattenteller eine starke Elektrode anzubringen und zwischen Plattenteller und Elektrode ein starkes Feld anzulegen. Die Staubpartikel würden dann elektrisch geladen, und weil sie natürlich die gleiche Ladung wie die Platte hätten würden sie abgestoßen, während die Elektrode den Staub anziehen würde. Diese Elektrode müßte dann nur klebrig sein, sonst würde der Staub zwischen Platte und Elektrode Ping-Pong spielen.
Zur Abtastung wurde ein optisches Verfahren vorgeschlagen, soweit ich weiß, gab es sogar mindestens Prototypen davon. Das Ergebnis wäre eine unverfälschte Abnahme dessen, was auf der Platte codiert ist, mithin also präziser als jede CD. Nur: Wie kann man eine Platte unverfälscht herstellen? Und wäre das extrem komplizierte Handling den Aufwand wert? Was würden entsprechend kratzfeste und elektrisch Leitfähige Platten kosten? Möglicherweise wäre ein Reinraum zur Lagerung und zum Betrieb des Spielers die bessere Idee.
Das nächste Problem wäre die dem Verstärker inhärente Verzerrung. Bei einem ILS Sender ist das ganze digital gelöst: Das Signal wird digital erzeugt und mit Hilfe von Feedback so lange verzerrt, bis die Verzerrung des Eingangssignals und die der Verstärkereinheit sich gerade auslöschen. Seit dies gemacht wird (ich glaube die S4000 von SEL war der erste ILS Sender mit diesem Verfahren), sind die Signale um Klassen präziser als vor dieser Zeit. Ich weiß nicht wie hoch der Aufwand ist einen verzerrungsfreien Verstärker zu bauen, aber irgendwann verginge mir die Lust am "puren" Vergnügen. Dann gehe ich lieber in ein live-Konzert und höre den Sound analog ohne Verfälschung...
sirdir
19. October 2011, 20:50
Zur Abtastung wurde ein optisches Verfahren vorgeschlagen, soweit ich weiß, gab es sogar mindestens Prototypen davon.
Hihi, ich erinnere mich. Als ist als (noch nicht mal) Teen meine Mama fragte, ob sie sich nicht mal eine Stereoanlage kaufen möchten, meinte sie: Ja, sie habe von Laserabtastung für Schallplatten gelesen, so etwas werde sie dann kaufen.
Weil das nie raus kam, haben sie bis heute keine Stereoanlage ;)
Das Ergebnis wäre eine unverfälschte Abnahme dessen, was auf der Platte codiert ist, mithin also präziser als jede CD. Nur: Wie kann man eine Platte
Jaja, was ICH so gelesen habe, sind die Aufnahmen auf Schallplatten heftig verfälscht, aus verschiedenen Gründen, die natürlich zum Teil wegfallen würden, wenn nicht mehr von einer Nadel abgetastet würde. Es hätte aber in jedem Fall andere Platten gebraucht.
Seien wir ehrlich: Gäbe es einen Markt für 'bessere' Musik, es wäre technisch heute kein Problem Musik mit der 10-fachen Auflösung zu sampeln.
Turkish Pilot
19. October 2011, 20:56
Hallo Zusammen...
Ich weiss, EUCH gefällt es sehr mich zu ignorieren!!!!!!! Um mich wie ein IDIOT darzustellen.!!!!.....
http://www.egadgets.ch/Galaxy+Nexus+von+Samsung+und+Google/513194/detail.htm
IPHONE wird untergehen.....
Das ist leider die Tatsache!!
Greez TP
sirdir
19. October 2011, 20:57
Um mich wie ein IDIOT darzustellen......
Kann es sein, dass du es darauf anlegst? ;)
Turkish Pilot
19. October 2011, 21:02
Hab keine Lust mich mit euch zu streiten...
@Sirdir....
Da ich so dumm bin, muss ich fragen....
Was meinst du mit anlegen? Geld anlegen?
sirdir
19. October 2011, 22:05
Da ich so dumm bin, muss ich fragen....
Was meinst du mit anlegen? Geld anlegen?
'es darauf anlegen' heisst soviel wie ein Risiko bewusst eingehen.
Walter Fischer
19. October 2011, 22:13
Hier der angesprochene TV- Film:http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nachtschicht171.html
Jürgen und Hans, lasst uns reinhören in ein kürzliches Live- Konzert (habe die Ohrkopfmikros eingesetzt, sonst nichts):http://www.youtube.com/watch?v=xhZHZRPaWaw&feature=related
Gruss Walti
stefanw
20. October 2011, 08:38
Schon klar was Du meinst - aber eben diese "Poser" meine ich nicht. Ich meine Typen, die in den Audio-Magazinen interviewt werden und auf ihren Teilen, gegen die das F/E-Panel der Concorde verblasst, wirklich arbeiten ;)
Klar, ich muss auch zugeben, wenn ich wirklich das Geld übrig hätte für eine SSL (und den Tontechniker dazu), dann würde ich mir das vermutlich auch gönnen. Wobei man schon sehr vieles an analogem Feeling heute mit Plugins emulieren kann. Aber wenn man sich das Original leisten kann, warum emulieren :cool:
Hallo Zusammen...
Ich weiss, EUCH gefällt es sehr mich zu ignorieren!!!!!!! Um mich wie ein IDIOT darzustellen.!!!!.....
http://www.egadgets.ch/Galaxy+Nexus+von+Samsung+und+Google/513194/detail.htm
IPHONE wird untergehen.....
Das ist leider die Tatsache!!
Warum sollte man etwas lustiges ignorieren? ;) Die Welt ist doch schon traurig genug.
Ich habe mir aber erlaubt die Schriftgrösse auf ein erträgliches Mass zu reduzieren.
sirdir
21. October 2011, 17:45
Hier noch das (wohl) erste Musikvideo, das mit dem 4S gedreht wurde.
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=cDBHcpHVebo
vBulletin v3.7.0, Copyright ©2000-2013, Jelsoft Enterprises Ltd.