|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
#26 | |
|
Registrierter Benutzer
Aviation Ground Staff
Registriert seit: Nov 2004
Ort: Zürich
Alter: 38
Beiträge: 211
|
Zitat:
Was du uns da erzählst wurde schon hunderttausendmal durch die Presse gezogen... Der ganz grosse Unterschied von CRX zu anderen Airlines ist, dass die Piloten anderer Airlines über mehr Loyalität gegenüber der Firma verfügen. Saludos David |
|
|
|
|
|
|
#27 |
|
Registrierter Benutzer
Airline-Pilot
Registriert seit: Feb 2006
Ort: Göteborg
Beiträge: 23
|
Wenn ich mich recht erinnere, ist der Kachelmann mal mit mir von Dreseden nach Zürich geflogen - auf dem SAAB 340.
Und wir mussten den Start abbrechen, das wäre 1998 gewesen. Während des Take Off Rolls hat mein Höhenmesser plötzlich Red Flags gezeigt. Wir sind zurück gerollt, ich habe mit der Technik gesprochen, und da das Flag weg und das Wetter gut war entschieden, dass wir nochmals einen Startversuch machen. Die Durchsage besagte, dass wir drei Höhenmesser haben und auch ohne weiteres mit zwei funktionierenden fliegen könnten. So etwa hab ichs im Kopf. Mit wurde gesagt, dass Kachelmann häufig mit uns auf der Strecke flog und Flugangst hätte - da bringt man halt vielleicht Sachen durcheinander. Es haben scheints sehr viele Passagiere Flugangst, zum Teil auch unbewusst. Gewisse Business Leute benehmen sich scheints unmöglich gegenüber den Flight Attendants, um nicht zugeben zu müssen, dass sie auch Flugangst haben. Zum Thema Hans Lutz fliegt auf den falschen Flugplatz an: Das hatte nichts mit dem Vorhandensein moderner Navigationsinstrumente zu tun, die waren ja auf einem privaten Alpenrundflug nach Sichtflugregeln, das Cockpit voll mit filmenden Passagieren. Beim fälschlichen Absinken Richtung Italien hat die Crew Sion aufgerufen, wo sie landen wollten, keine Antwort gekriegt und dann den Fehler realisiert. Übrigens sind ja schon mehrmals Airliners im Linienverkehr unter IFR auf falsche Flughäfen angeflogen, gerade letzthin ein Airbus, der für Ryanair unterwegs war irgendwo in Irland. René |
|
|
|
|
|
#28 | |
|
Moderator
Flightsimmer
Airline-Pilot Privatpilot |
Hi!
Man mag über den "Unglückspiloten" denken wie man mag, aber ich muss auch den Fahrwerksvorfall mit der Saab 340 korrigieren. Zitat:
Dummerweise war auf diesem Flugzeuge die Logik oder ein Schalter/Messfühler kaputt und so wurde das Fahrwerk eingefahren. Hätte nicht passieren dürfen.
__________________
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten! ![]() Cheers, Andreas |
|
|
|
|
|
|
#29 | |
|
Registrierter Benutzer
Airline-Pilot
Privatpilot Registriert seit: Oct 2004
Ort: Ostschweiz
Beiträge: 458
|
Um's gleich vorweg klarzustellen, ich habe nicht im geringsten im Sinn, mich hier in die Diskussion um Sicherheitsstandards einzuschalten; bei allem Respekt vor dem FlightForum ist hier nicht der richtige Ort dazu.
Aber wenn konkrete Ereignisse erwähnt werden, sollten die Fakten schon stimmen. Zitat:
Der Kommandant war der Meinung, dass am Boden bei belastetem Fahrwerk die Funktion des Einziehmechanismus unterbrochen sei, wie dies beispielsweise bei kleineren Flugzeugen der Fall ist. Tatsächlich verhinderte die entsprechende Sicherung der Saab 340 aber nur die Betätigung des Fahrwerkhebels. Der Kommandant betätigte den down lock release button, der die Sicherung übersteuerte, und der Copilot stellte den Fahrwerkhebel in die Einfahrposition. Entgegen der Annahme des Kommandanten begannen die Hydraulikpumpen zu arbeiten und der Einziehvorgang konnte nicht mehr unterbrochen werden. Das Flugzeug schlug auf dem Boden auf und erlittTotalschaden. Der von dir erwähnte Sicherungsmechanismus war also nicht defekt, sondern wurde vom CMD bewusst übersteuert. Als Folge davon wurde er dann ja auch firmenintern nicht mehr als Instruktor eingesetzt. Gruss Ruedi |
|
|
|
|
|
|
#30 | |
|
ILS Gönner
Privatpilot
Aviatik-Fan Registriert seit: Jul 2005
Ort: Benissa (Spanien)
Alter: 38
Beiträge: 4,116
|
Zitat:
Erinnert mich an meine Zeit in einem Rechenzentrum des Bundes. Da war es auch immer schick, Besucher zu beeindrucken in dem man bei einem AS/400 eine der Harddiscs aus nem RAID raus riss (wo ein paar hundert Leute dran arbeiteten...)... bis das dann mal schief ging... Ob das nun war, weil kurz vorher schon ne ähnliche Demo mit ner anderen Platte gemacht hatte, ob ne Platte ausgefallen war, ohne dass es jemand gemerkt hatte oder ob grad per Zufall noch ne 2. Platte ausfiel weiss ich nicht mehr... Aber die Demos mussten auf jeden Fall in Zukunft unterbleiben ![]() |
|
|
|
|
|
|
#31 |
|
Moderator
Flightsimmer
Airline-Pilot Privatpilot |
Hallo Ruedi,
also ich war bisher davon überzeugt, dass selbst bei Betätigung des Hebels, die Hydraulikpumpen nicht aktiviert würden. Zumindest glaube ich das mal so gelernt zu haben. Oder ist das etwa eine Modifikation des B-Models? Wie auch immer, danke für die Information, da lag ich offenbar nicht 100% richtig! Naja, jeder kennt das Risiko, sowas zu demonstrieren. Dies wurde ja nicht gemacht, um anzugeben, sondern um den Schülern das System aktiv zu demonstrieren. Die werden sich auf jeden Fall gut gemerkt haben, dass das in diesem Modell der Saab 340 nicht so gemacht werden sollte Warum das der Hans Lutz aber als Lehrer nicht besser gewusst hat weiss ich nicht. Wie gesagt, ich ging auch von einem anderen Sachverhalt aus, muss ich nochmals mein Saab-AFM wälzen. Call you back.
__________________
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten! ![]() Cheers, Andreas |
|
|
|
|
|
#32 |
|
Registrierter Benutzer
Airline-Pilot
Privatpilot Registriert seit: Oct 2004
Ort: Ostschweiz
Beiträge: 458
|
Wobei wir uns wohl einig sind, dass die ganze Sache auch bei Vorliegen einer technischen Störung voll auf die Kappe des CMD's ging.
Wie z.B bei einer Startberechnung hat ein Pilot immer davon auszugehen, dass ein System im dümmsten Moment seinen Dienst versagt, was eben auch für Schutzmechanismen gilt. Nicht umsonst habe ich meinen Schülern immer beigebracht, einen Fahrwerkshebel am Boden nicht einmal zu berühren Gruss Ruedi |
|
|
|
|
|
#33 | |
|
Registrierter Benutzer
Privatpilot
Segelflug-Pilot Aviatik-Fan Modellflieger Registriert seit: May 2006
Ort: Nähe Zürich
Beiträge: 1,104
|
Zitat:
Ja, die Tücken der Technik sind vielfältig und schwer durchschaubar. Da hatten wir einmal vor Jahren den Captain einer bekannten Airline, der sogar vierstrahliger Brummer flog. Dieser Kollege wollte in seiner Freizeit einmal Motorsegler fliegen (Es handelte sich um einen simplen SF 25 C - Falken). Er startete auf der ca. 800 Meter langen Rasenpiste. Wie er es von seinen dicken Brummern gewohnt war, glaubte er, nach dem Erreichen der nötigen Abhebgeschwindigkeit durch das bei grösseren Fliegern nötige Rotieren in die Luft zu kommen. Erschwerend kam hinzu, dass es leicht regnete und die Tragflächen daher nass waren. Zum Grundwissen beim Handling dieses Flugzeugtypes gehört, dass dieser ein regenempfindliches Profil hat und die Abhebegeschwindigkeit daher um etwa 20 km/h höher liegen sollte als bei trockenen Wetterverhältnissen. Dies ist der eine Punkt. Der zweite Punkt ist, dass dieser Motorsegler - korrekt getrimmt - bei Erreichen der Abhebegeschwindigkeit ohne jegliches Zutun seines Piloten selbständig abhebt. In diesem Zustand kann er sich aber nur im Bodeneffekt in der Luft halten. Das heisst, nach dem selbständigen Abheben muss nachgedrückt und Geschwindigkeit aufgeholt werden, um dann erst in den Steigflug übergehen zu können. Unser Captain rotierte also - wie er es von seinen Airlinern her gewohnt war - und sackte prompt durch. Dann rollte er weiter und versuchte es ein zweites Mal. Und wieder sackte er durch. Noch immer wollte er nicht glauben, dass man mit diesem Flugzeug auf diese Art nicht in die Luft kommt - und versuchte es zum dritten Mal, statt den Start abzubrechen. Der Platzrand mit einer quer verlaufenden Landstrasse war inzwischen erreicht und so quälte sich der falsch verstandene Motorsegler noch eben knapp über die Strasse und krachte dann in ein Kornfeld. Dem Bruchpiloten passierte zum Glück nichts - der lädierte Vogel musste jedoch zur Generalüberholung und stand für längere Zeit nicht mehr zur Verfügung. Dass Beispiel zeigt, dass nichts und niemand vor den Tücken der Technik sicher ist. Gruss - Dietwolf ![]()
__________________
I L S - ICH LIEBE SEGELFLIEGEN |
|
|
|
|
|
|
#34 | |
|
Registrierter Benutzer
Privatpilot
|
Zitat:
Erinnert mich an Experten die an einer Turboprop-Twin die minimale Stall-Speed in Landekonfiguration unterschreiten um zu demonstrieren wie gut sie sind...... (Das Ergebnis dürfte bekannt sein) Markus |
|
|
|
|
|
|
#35 |
|
Registrierter Benutzer
Aviatik-Fan
Registriert seit: Jun 2007
Ort: Schweiz
Beiträge: 8
|
Ja, es war so schlimm. Ungezählte Go arounds, immer wieder lustige Fragen der Attendants im Cockpit, ob man als Gast irgendwas von den Cockpit-Ansagen verstanden hätte und, ich kannte halt ein paar Teilzeit-Piloten persönlich, Warnungen, dass man es besser vermeiden sollte, die marode Gesellschaft zu benutzen; ich habe es trotzdem oft getan (lustig in den Postings zu lesen, dass ich dann noch gleichzeitig Flugangst hatte - ganz ohne Promibonus kratze ich meilentechnisch immer an der HON-Grenze entlang und fliege oft und gerne auch in den anderen Allianzen herum) und musste ganz ohne Warnungen mancher Crossair-Piloten erkennen: Die Crossair war eine erbärmliche Fluggesellschaft, die sicher viele tolle professionelle Mitarbeiter hatte, denen ich auch in grosser Zahl begegnet bin.
Peinlich nur, dass sich manche dieser Mitarbeiter in eine Zwangssolidarität begeben, statt mit Distanz zur Kenntnis zu nehmen, dass der Fehler durchaus im System lag und nicht immer bei den armen Einzelfehlermenschen. Das ist reichhaltig dokumentiert und kann an verschiedenen Orten eingesehen werden. Warum wir in der Schweiz immer noch über die Crossair-Standards traurig sind? Weil wir in der Schweiz (manchmal zu Recht, manchmal zu Unrecht) denken, dass wir bei uns mehr erwarten dürfen als anderswo. Und die Crossair war weniger, viel weniger als anderswo. Und jetzt freue ich mich auf viele sachbezogene Kommentare zu Wettervorhersagen. Übrigens bauen wir gerade 200 zusätzliche Stationen, auch mit Windmessungen, nachzuverfolgen im Wetter- und Warnportal www.meteocentrale.ch. |
|
|
|
|
|
#36 | ||
|
Registrierter Benutzer
Flightsimmer
Aviatik-Fan Registriert seit: Mar 2002
Ort: Schweiz 9450 Altstätten
Alter: 24
Beiträge: 1,053
|
Zitat:
Zitat:
Aber die beiden Zitate, die ich oben von dir angegeben habe, wiedersprechen sich meiner Ansicht nach! Da ich aber nie (oder nur 1mal??) mit Crossair geflogen bin, enthalte ich meine Stimme. Dass aber die Piloten schlecht ausgebildet waren glaube ich schlicht und einfach nicht. Möglicherweise hatten sie während ihrer Ausbildung eine nicht so professionelle Betreuung, aber auch die damalige Flugschule der Crossair (Horizon??) hat ihre Standarts, die sie einhalten müssen. Ich bin zwar kein Experte aber denke, dass nach der Ausbildung alle Piloten ein ähnliches Mass an Können haben. Lg Tobias Nebenbei gesagt: Im Gegensatz zu vielen Usern hier finde ich deine Wettervorhersage sehr informativ, bzw. die Website sehr gut. Da ich in Altstätten, unweit einer Messstation von dir, wohne, treffen deine Vorhersagen meist sehr gut zu. Zumindest ich benutze entweder deine Seite oder die der "Landi"... aber anscheinend kriegst du dieselben Daten wie Meteo Schweiz, aber dann kannst du diese besser deuten oder aber besser darstellen. |
||
|
|
|
|
|
#37 | |
|
ILS Gönner
Aviatik-Fan
Registriert seit: Jul 2003
Ort: Schweiz
Beiträge: 387
|
Zitat:
- von grösster Bedeutung. Hier kann man nicht kritisch genug sein.Mit vielen Grüssen Dan
__________________
The natural laws are honest - if you make a mistake, they will kill you! |
|
|
|
|
|
|
#38 |
|
Registrierter Benutzer
Flightsimmer
Aviatik-Fan Registriert seit: Mar 2002
Ort: Schweiz 9450 Altstätten
Alter: 24
Beiträge: 1,053
|
Ich hoffe, du hast Recht!
Bei der Wahl meiner Flugschule habe ich aber zu rund 50% der befragten Personen, auch von Piloten, das Gegenteil gehört. Die haben gemeint die Wahl der Flugschule sei nicht entscheidend für die Fähigkeit als Pilot und spätere Jobsuche. Vielmehr sei es wichtig, dass man Kontakte habe, sich gut verkaufen könne oder aber im besten Falle bei einer Airline einen Vorvertrag erhält (z.B AB). Ich war aber auch eher deiner Meinung, weshalb ich mich meine Entscheidung dann aufgrund jenere 50% gefällt haben, die mir zu einer renommierten Flugschule geraten haben. Ich bin weiterhin der Meinung, das Horizon grundsätzlich eine gute Flugschule ist, die sich im europaweiten Vergleich nicht zu schämen braucht und schon gar nicht schlechte "Licence Holder" aus der Ausbildung entlässt. Lg Tobi |
|
|
|
|
|
#39 |
|
ILS Gönner
Privatpilot
Aviatik-Fan Registriert seit: Jul 2005
Ort: Benissa (Spanien)
Alter: 38
Beiträge: 4,116
|
Die Frage ist halt, wie weit die Leistungen dann von der Flugschule abhängen.
1. sind wohl viele Piloten ("aus der Pampa) nicht von Horizon ausgebildet worden und 2. was nutzt dir eine Ausbildung, in der du lernst, dann du z.B. den Vogel am Boden lassen musst oder diverten und ne Sicherheitslandung machen, wenn der Arbeitgeber dann was ganz anderes von dir verlangt und du den Job nicht verlieren 'darfst'? |
|
|
|
|
|
#40 |
|
Registrierter Benutzer
Flightsimmer
Airline-Pilot Aviatik-Fan Registriert seit: Jul 2003
Ort: Neftenbach
Alter: 45
Beiträge: 2,259
|
Lieber Jörg Kachelmann,
Ich finde es super, dass du hier persönlich Stellung nimmst. Wie du in einem meiner Beiträge zu diesem Thema entnehmen kannst, habe ich dir (teilweise) Recht gegeben. Allerdings bin ich nicht generell mit deinen Aussagen einverstanden. Z.B. mag es lustig klingen für dich, wenn eine CA (Cabin Attendant) fragt ob man die PA verstanden hat, aber das ist Dienst am Kunden. In einem Turboprop ist es halt einfach schwieriger zu verstehen. Gerne hätte ich diesen Dienst auch bei grossen Airlines, denn dort verstehe ich auch nichts (trotz Flüsterjets). Und Go-arounds sind eben gerade ein Gütezeichen von Airlines. Nur wer nie einen Go-around macht fliegt gefährlich! Die Operation mit Turboprops auf kleinen Flughäfen und/oder im Gebirge ist halt einen Zacken "gefährlicher". Probleme in der Airline orte ich eher anderswo, wo du als Passagier eher nicht dahinter siehst. Crossair war sicher nicht grottenschlecht. Es war einfach eine andere Art der Fliegerei. Wenn du zu der damaligen Zeit mit einem anderen Commuter-Airline geflogen bist, in Europa, oder in den USA, auf den Malediven oder wo auch immer, das war ungefähr vergleichbar. Crossair hat dann einfach den Schritt zu einer grossen Airline nicht richtig geschafft. Und viele Piloten, die drüber schlecht reden, tun es weil sie den Erfolg von Crossair nicht verstehen konnten. Wieso sollten wir über Deine Messstationen diskutieren? Das Thema hier sind Deine Erinnerungen an Crossair. Liebe Grüsse Dani (Ex-Crossair-Pilot) |
|
|
|
|
|
#41 | ||
|
Registrierter Benutzer
Privatpilot
Modellflieger Registriert seit: Nov 2003
Ort: Weinland
Beiträge: 869
|
Zitat:
..und Zitat:
![]()
__________________
Saludos Thomas |
||
|
|
|
|
|
#42 |
|
Registrierter Benutzer
Flightsimmer
Airline-Pilot Aviatik-Fan Registriert seit: Jul 2003
Ort: Neftenbach
Alter: 45
Beiträge: 2,259
|
Von einem Pilot, der eine gültige Lizenz hält, von dem erwarte ich, dass er sein Flugzeug in jeder Situation beherrscht. Natürlich mag der eine ein bisschen besser sein als der andere, aber der schlechtere muss gut genug sein, damit es sicher ist. Wenn also ein "License Holder" nicht genügt, dann liegt das nicht am Pilot, sondern an der Airline (oder am Bazl...). Sie ist verantwortlich für den Stand ihrer Piloten. Meine sämtlichen Erfahrungen haben mich gelehrt, dass "schlechte Piloten" meist schlecht trainierte Piloten sind. Wenn eine Airline von ihrer Airline verlangt, dass sie immer fliegen, auch wenn nicht alles 100% sicher ist, dann ist das nicht das Unvermögen des Piloten.
Dani |
|
|
|
|
|
#43 |
|
Moderator/ILS-Mitglied
Airline-Pilot
Registriert seit: Jul 2000
Ort: 58636 Iserlohn, Germany
Alter: 59
Beiträge: 2,765
|
hallo Kollegen, und hallo an den lieben "Wetterfrosch" Jörg...
woher kommt eigentlich diese nie endene Sehnsucht, sämtlich irgendwie verfügbare Negativ-Meldungen zu extraieren und als DEN Standard einer Airline genüßlich zu posten? Würde man jedes Mal, wenn unsere Wetterfrösche (egal ob im TV, Online oder die geliebten Jungs aus dem Dispatch) danebenliegen/danebenlagen ein Heckmeck im Net stattfindet, dann hätten wir noch lange solchen Extrakt an Fehler- und Falschmeldungen zu verdauen. Es (Jörg) meldet sich -berechtigt kritisch- jemand, der nach eigenen Aussagen "nur selten fliegt" und der sich ermutigt, alle dabei festgestellten Negativ-Erfahrungen ratz fatz hochzurechnen. Mit der "genialen" Erkenntnis, dass die in Rede stehende Airline somit Kacke ist... Reicht das nicht zur privaten globalen Negativmeldung, dann werden -ratzfatz -hilfsweise andere Ereignisse eingefügt. Um nur ja die eigenen Negativ-Eindrücke zu unterstützen. Hallo, wo sind wir denn? Hat hier JEMAND den Schuß nicht gehört oder gff. als Diplom Metrologe alle Basics hinsichtlich hochrechenbarer Statistik vergessen? Jörg, bitte, so nicht.... Ich wünschte mir diesbezüglich auch von den Assen der Wetterprognosen erheblich mehr Professionalität, nämlich eine Abwägung zwischen Einzelerlebnissen und deren Hochrechnung auf einen ganzen Airlinebetrieb.... cheers Peter |
|
|
|
|
|
#44 |
|
Registrierter Benutzer
Registriert seit: Sep 2004
Ort: Adligenswil
Beiträge: 149
|
Ich glaube, dass man sich in diesem Forum auch mit George Bush oder Nelson Mandela anmelden könnte und alle würden den Nick für bare Münze nehmen ...
Manchmal siegt halt Naivität über Vernunft! Und no en Gruess vom Kurt PS: Sorry, bin ich jetzt ein Spielverderber? |
|
|
|
|
|
#45 |
|
Registrierter Benutzer
Aviatik-Fan
Registriert seit: Oct 2006
Ort: Badenerland
Alter: 43
Beiträge: 464
|
Haupsache nicht Joschka und Schrödi
|
|
|
|
|
|
#46 | |
|
Moderator/ILS-Gönner
Aviatik-Fan
|
Zitat:
![]() Gruss Wilko
__________________
"Es ist einfacher, Atomkerne zu zertrümmern, als ein Vorurteil zu beseitigen" (Albert Einstein)
|
|
|
|
|
|
|
#47 | |
|
Moderator/ILS-Mitglied
Airline-Pilot
Registriert seit: Jul 2000
Ort: 58636 Iserlohn, Germany
Alter: 59
Beiträge: 2,765
|
Zitat:
dieser liebe Jörg ist real....: die Mehrheit gestandener Leute hier bei uns hat es nicht nötig, sich unter irgendeinem Psyedonym anzumelden.... Und, die-wir- Moderatoren haben manchmal einen Info-Vorsprung, manchmal cheers Peter |
|
|
|
|
|
|
#48 | ||
|
Moderator/ILS-Vorstand
Aviation Ground Staff
Aviatik-Fan |
Zitat:
ich denke es geht hier nicht primär um die Crossair-Eigene Flugschule, die war ja in der Tat nicht schlecht. Die grossen Sicherheitsbedenken hatte man bei den aufgrund des schnellen Wachstums aus Osteuropa angestellten Piloten. Von denen waren garantiert nicht Alle schlecht! Aber man erfährt dann doch von Beispielen die nicht so positiv sind... Kleines Beispiel: Flugzeug landet, Captain übergibt das Flugzeug einem anderen Captain und meint noch dazu "Aircraft good!", der Andere sieht in den Unterlagen, dass einer der Hebel für die Unterbrechung der Wasserzufuhr in die Leitungen INOP ist. Dieser hat das dann natürlich nicht akzeptiert, nicht auszudenken was passiert, wenn eine Wasserleitung ein Leck hat und man die Zufuhr zu dieser Leitung nicht unterbrechen kann... Lässt sich bestimmt gut fliegen mit Wasser im Bauch... (Stichwort Avionics) Das wäre ein Beispiel eines halt wirklich nicht so guten Piloten welcher damals aus Osteuropa zu Crossair kam. Ein anderes Beispiel von zwei Piloten, die im Simulator den Saab 2000 bei 60 Knoten rotieren um das Bugrad von der Runway zu haben. Die Frage nach dem Warum wurde mit einem "wegen Steinschlag" beantwortet. Diese Piloten sind deswegen nicht schlechte Piloten, es zeigt einfach, dass sie ganz anders ausgebildet wurden. Wobei natürlich ein Rotate auch in jenen Ländern erst bei Vr ausgeführt werden sollte, Ausnahmen in Notfällen vorbehalten. Eine Mischung aus Unfähigkeit (1. Beispiel), unterschiedlicher Ausbildung (2. Beispiel) und noch dazu Verständigungsschwierigkeiten wegen schlechtem English kann dann halt doch irgendwann gefährlich werden. Noch einmal, ich will mit diesen Beispielen nicht alle Piloten aus Osteuropa in den selben Topf werfen! Ich will damit nur zeigen, woher primär die Bedenken an der Fähigkeit der Piloten damals bei Crossair gekommen waren. Ein Beispiel, dass die Crossair-Interne Ausbildung auch gute Leistungen vollbracht hat zeigt sich am Beispiel Smoke in the Cockpit. Bei Swissair war ja bekanntlich bis zum Absturz von SWR111 das Procedure da, im Falle von Rauch in jedem Fall zuerst herauszufinden, woher dieser kommt und ob man in evtl. dann verringern könnte. Bei einem meiner Kollegen der damals für Crossair die MD-80 geflogen hatte war das ein Tag vor dem Absturz im Simulator-Check ganz anders. Es wurde genau dieses Szenario von Smoke of unknown Origin geübt. Der Instruktor hatte den beiden Piloten bei diesem Check sehr energisch eingetrichtert, wenn "Smoke da ist muss man innert 15 Minuten am Boden sein, OHNE Ausnahme!!. Herausfinden woher der Rauch kommt kann man dann, wenn man keine Möglichkeit hat für eine Landung!". Ja und die Geschichte hat uns gezeigt, welche Methode die Bessere ist. Soviel zum Thema die Ausbildung der Swissair wäre in JEDEM Fall besser gewesen. Aber Anderes war dann doch wieder besser, z.B. die Tatsache, dass bei Swissair die IFR-Twins bereits Multicrew geflogen wurden, bei Crossair jedoch nicht. Ja... es war halt bei beiden Airlines nicht alles so gut wie es schien, niemand ist perfekt! Zitat:
Es ist ja so, dass nun mal nicht jeder Pilot für jede Kategorie von Flugzeugen geeignet ist. Es gibt solche die sind die besten Turboprop-Piloten, flogen alles was je schon ein Rotor auf dem Dach hatte, aber wenn es dann um Jets geht, dann sind sie nicht schnell genug, kommen mit den schnelleren Abläufen eines Jets nicht klar. Das heisst dann aber nicht, dass so ein Pilot schlecht oder gar gefährlich ist, gefährlich wird es erst, wenn er dank Kontakten dann doch im Jet weiterfliegt. Gruess Markus |
||
|
|
|
|
|
#49 |
|
Moderator
Flightsimmer
Airline-Pilot Privatpilot |
Hallo Jörg,
wir "kennen" uns ja aus dem Forum der Wetterzentrale. Ich hätte mir eigentlich gewünscht, dass Du hier etwas differenzierter über eine Sache schreiben würdest, von der Du - mal vom Wetter abgesehen - nicht sooooooooo viel verstehst. Wir Piloten sind ja nicht wirklich blöde. Warum sollten wir ein Flugzeug fliegen, dass sogar eine Gefahr für uns selbst darstellt? Es gibt für jedes ausgefallene Instrument oder Bauteil eine genaue Definition, die vorschreibt ob es überhaupt ausgefallen sein darf und wenn ja, wie lange das so sein darf und welche Limitierungen man dann hat. In meinen 5 Jahren, in denen ich als Pilot für die Crossair unterwegs war, hatten wir niemals einen Flug auf dem irgendetwas auf illegale Weise getan wurde. Wir wurden nicht von Vorgesetzten "gepushed". Im Gegenteil: Eines Abends sassen wir im Cockpit unseres ERJ145 in Basel als ein kräftiger CB den Platz überquerte und für Sturmböen sorgte (Wind >50kts). Zum Glück standen wir mit der Nase im Wind und wurden einfach nur ein wenig durchgerüttelt - eine Ausseninspektion ergab keine auffälligen Dinge. Wir starteten dann die Triebwerke, um unsere Passagiere nach Oslo zu bringen. Kurz vor der Startbahn wurden wir vom Tower Basel zurückgerufen: Die Firma habe angerufen und alle Flüge abgesagt, weil an einem anderen ERJ145, der uns gegenüber - also mit dem Heck gegen den Wind - geparkt war. Dort hatte der Wind das Höhenrudergestänge stark beschädigt und so hatte man entschieden alle ERJ145 in Basel zunächst eine gründlichen Inspektion zu unterziehen. Der Flug wurde abgesagt, die Passagiere mussten in Basel übernachten - eine teure Sache für CRX! Aber es wurde so gemacht, Sicherheit geht vor, "sogar" bei der Crossair. Es gibt zu diesem Thema noch mehr positive Beispiele (auch negative!), Markus Burkhard hat dies ja auch schon ausführlich dargelegt. Das ändert natürlich nichts daran, dass Du, Jörg, Dich damals nicht Wohl an Bord unserer Maschinen gefühlt hast. "Wohlfühlen" ist am Ende eben doch eine überwiegend unbewusste Sache, da kann man dann mit Argumenten nicht viel bewegen - ich habe das als Pilot schon oft bei ängstlichen Fluggästen gesehen.
__________________
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten! ![]() Cheers, Andreas |
|
|
|
|
|
#50 |
|
Moderator/ILS-Mitglied
Airline-Pilot
Registriert seit: Jul 2000
Ort: 58636 Iserlohn, Germany
Alter: 59
Beiträge: 2,765
|
huhu, Andreas
safety reasons oder andere, übergeordnete Gründe sind immer im "Jackpot". Aus expliziten Problemen heraus jedocj den gesamten Flugbetrieb einer ganzen Company anzuprangern, ist sehr kühn und nicht der Realität ensprechend. Beispiele gefällig: ich bin früher sehr sehr oft (by my own as privat) per Domestic Flight im Urlaub mit Phillips Airlines geflogen (PAL = means: allways late) und könnte unfassbare "Abenteuer" dazu posten. Es wäre mir nie in den Sinnn gekommen, die "Exkursionen" auf den ganzen Laden hochzurechnen und mich als Poster in den Problemen zu sonnen. Überall (!!) geht was in die Hose. Stellt Euch z.B. vor, jemand packt sämtliche - der ungewöhnlich wenigen - Negativereignisse der , sagen wie (einfach so) Lufthansa zu sammen und leitet daraus ab, der ganze Laden ist unsafe. Oder der Swiss oder ....oder... Ich erwarte von Leuten, die selber für sich und ihr Unternehmen einen glaubwürdigen, professionellen Betrieb als Basic in den Raum stellen, dass deren Entscheidungsträger (z.B. "auch beim Kachelmann-Wetter und Co.) die einfachsten Spielregelns einer fairen und objektiven Beurteilung walten lassen und sich nicht effekthaschenden Headlines anschließen. Nur um ggf. auf diesem Weg "kostenlos" ins Rampenlicht gelangen. Im TV-Moviebereich würde man dazu sagen: free charge own product placement...... cheers Peter |
|
|
|