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Frank Holly Lake

Quo Vadis Boeing?

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Falconer

Und was den Verkauf einiger Defense Sparten betrifft, sollte die Kassa leer sein..?

 

http://www.boeing.com/defense/

 

Gibt es viele Produkte, die nicht einmal im Entferntesten was mit der Airlinerproduktion zu tun haben..

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Gulfstream



  
Schau Dir einmal an, was China selbst entwickelt hat in der Luftfahrt? Nix..Lauter Kopien westlicher Technologien..und Schlechte noch dazu..  

Und das sind Alles Fakten..


Nein, sind keine Fakten.

Es gibt in China 4 grosse Konglomerate, welche wiederum je 40 Konzerne drunter führen, welche wiederum zB mit den Russen zusammenarbeiten. Zwei davon sind:

AVIC International (Aviation Industry Corporation of China; chinesisch: 中国航空工业集团公司 Zhōngguó Hángkōng Gōngyè Jítuán Gōngsī) ist ein staatlicher chinesischer Rüstungs- und Flugzeugkonzern mit Sitz in Peking. CEO ist Tan Ruisong.
Verlässliche Daten sind aufgrund von Geheimhaltung nur schwer zu erhalten, aber Fortune gibt den Umsatz 2011 mit 31 Mrd. US-Dollar und die Mitarbeiterzahl mit gut 400.000 an[1], 2012 mit 40 Mrd. US-Dollar bei 480.000 Angestellten[2], Forbes schätzt den Umsatz 2011 auf 25 Mrd. US-Dollar, die Mitarbeiterzahl auf 575.000.


Und AEC:

Aero Engine Corporation of ChinaRechtsformZentral Verwaltetes UnternehmenGründung2016SitzPeking, [https://upload] Volksrepublik ChinaLeitungCao Jianguo[1]Mitarbeiterzahl96.000[2]BrancheTriebwerkeWebsitewww.aecc.cn
Die Aero Engine Corporation of China (AECC) ist ein chinesischer Triebwerkshersteller, der im August 2016 gegründet wurde. China plant damit die Dominanz von Rolls-Royce und General Electric bei kommerziellen Strahltriebwerken zu brechen.[3]
AECC ist ein Gemeinschaftsunternehmen zwischen der Aviation Industry Corporation of China (AVIC), dem Flugzeughersteller COMAC und der Pekinger Stadtregierung.[2]


Jetzt wirst du sagen, dann erkläre mal was genau die machen. Darf ich aber nicht. Aber ich war bei allen vor Ort, habe die jeweiligen technischen Leitungen mehr als einmal getroffen.

Und ich garantiere dir, dass die Chinesen allenfalls etwas länger brauchen, sich aber längstens die Technologie zusammengekauft haben und wissen, was sie tun wollen und auch werden.

Ist eine Frage der Zeit. Steht vielleicht nicht China drauf, ist aber drin. Und sie haben die Power, das auch in die Welt hinaus zu tragen.

Markus

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onLoad
vor 55 Minuten schrieb Falconer:

 

Es gibt sicher jede Menge Consumer Goods, die in China hergestellt werden, und Teil unseres täglichen Lebens geworden sind....

 

Und das sind Alles Fakten..

 

Was genau sind die Fakten? Du hast wohl recht mit den Consumer Goods, das war in den letzten 10-20 Jahren vielleicht so. Doch China ändert sich und mischt inzwischen zB

bei der Mobilfunk Technologie ganz vorne mit.

 

Wenn deine (Fakten basierte?) Behauptung, dass China wegen des repressiven Regimes nicht mithalten kann, stimmt, wie erklärst du dir die Jahrzehntelange Dominanz der unterdrückten Sowjets in der Raumfahrt?

 

LG

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Falconer
4 minutes ago, onLoad said:

wegen des repressiven Regimes nicht mithalten kann, stimmt, wie erklärst du dir die Jahrzehntelange Dominanz der unterdrückten Sowjets in der Raumfahrt?

 

Naja, dafür haben die Menschen nix gehabt in der Sowietunion..und die Mondlandung ist dann eben den USA geglückt...

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Urs Wildermuth
vor 15 Stunden schrieb reverser:

Das wäre höchst ironisch: Da würde China erst recht Fuss fassen in den USA, falls die Produktion dort bliebe. Geschweige denn Boeing ausgelagert - "Made in China"😎

Dann schau mal was in der GA passiert ist. Cessna, Mooney, Beech, Cirrus, Continental... praktisch alles in China Hand. 

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Falconer
4 minutes ago, Urs Wildermuth said:

Dann schau mal was in der GA passiert ist. Cessna, Mooney, Beech, Cirrus, Continental... praktisch alles in China Hand. 

 

 

Naja, Textron, und dazu gehört Cessna und Beech, sind schon noch auch von den Aktienanteilen US Firmen….eben , weil auch Textron stark im militärischen Bereich vertreten ist...

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Urs Wildermuth

Wer China unterschätzt wird sich noch wundern Gerd. 

 

In der Mobilfunktechnik, sprich Handy Produktion e.t.c haben die gelernt und stehen heute weit oben, siehe Xiaomi. Habe vor 4 Jahren für meine Frau ein Redmi S3 gekauft, das steckt heute noch viele ähnliche Samsungs und Iphones betreffend Robustheit, Batterielebensdauer und anderes in die Tasche. Und mit anderen Produkten ist das genau so. 

 

Ja, sie überfluten hier die Märkte mit Billigramsch über Ali und Wish (US Marke) aber dahinter steht noch einiges mehr. Airbus und andere lagern nicht umsonst Produktionen dort hin aus. 

 

Und wenn man sieht was Boeing ablieferte mit der Max, dann ist es ziemlich überheblich, den Chinesen vorzuwerfen sie bauen nur Mist. Im Gegenteil, ich denke, viele Airlines werden Boeing berechtigterweise davonlaufen und sich neu orientieren. Und so viele Hersteller gibt's ja nicht: Airbus wird einen Teil absahnen aber andere werden auch sonst schauen wo sie gutes Gerät herkriegen. Und gerade für die Kurzstrecke gibt's da durchaus auch Produkte, die in solchen Situationen attraktiv werden können. 

 

Wer solche Leute unterschätzt hat dann oft später das Nachsehen. 

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Falconer
14 hours ago, Kuno said:

 

Lieber Ged - genau das ist es, was ich meinte. du liest nicht einmal mehr, was andere schreiben... ich habe weder behauptet, dass ich "Ahnung von Luftfahrt" habe, noch habe ich zum ausdruck gebracht, dass ich "korrute Diktaturen unterstütze".

Es gibt in diesem Forum kaum mehr ein Thema, auf dass du dich nicht sofort mit einer enormen Kadenz an Beiträgen stürzt und sofort alles "zudonnerst". Du stehst kurz davor, deine eigenen Beiträge zu beantworten.... 😉

 

 

 

Hi Kuno,

 

tut mir leid…mir ist da wieder was passiert...

 

soll jetzt keine Entschuldigung sein, obwohl ich mich entschudligen möchte...

 

bin ein bissel sehr in "Overload" mit sehr anspruchsvollen Pflegefällen in der Familie..

 

da soll man sich mit "posten" wohl zurückhalten..da ist man oft nicht souverän in so einer Situation..

 

was ich nun tun werde..

 

Nein, ist nicht meine Ausdrucksweise..normalerweise

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kruser
vor 4 Stunden schrieb Falconer:

Naja, Textron, und dazu gehört Cessna und Beech, sind schon noch auch von den Aktienanteilen US Firmen….eben , weil auch Textron stark im militärischen Bereich vertreten ist...

 

Der liebe aber schrullige Gerd muss einfach all überall, immer und dies auf jeden Fall, immer und überall das letzte, allerletzte Wort haben. Immer. In jedem Fall.

 

 

seufz

jens

 

 

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Falconer
2 minutes ago, kruser said:

 

Der liebe aber schrullige Gerd muss einfach all überall, immer und dies auf jeden Fall, immer und überall das letzte, allerletzte Wort haben. Immer. In jedem Fall.

 

 

seufz

jens

 

 

 

Das hat gar nix damit zu tun das letzte Wort haben zu wollen..gar nix..

 

aber es is so..

 

https://www.textron.com/

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Gulfstream

Wenn er recht hat, hat er recht (dieses Mal, sorry Jens ). Die top 5 sind alles Amerikaner und besitzen ca. 37% der shares von Textron:

 

ShareholdersNameEquities%T. Rowe Price Associates, Inc. (Investment Management)29,575,191

12.9%

The Vanguard Group, Inc.25,420,141

11.0%

Capital Research & Management Co. (Global Investors)14,904,451

6.48%

SSgA Funds Management, Inc.10,465,691

4.55%

BlackRock Fund Advisors6,007,972

2.61%

 

Markus

 

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Rainero
Am 5.11.2019 um 07:39 schrieb Oli88:

 

Lass uns von deiner allwissenende Weissheit teilhaben

Uh mein, das hat er nicht so gemeint, der Oli, lieber nicht..... zu spät.

 

Tip: es gibt eine ignore Liste.

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Phoenix 2.0

Der US-Flugzeughersteller Boeing wird nun auch wegen der 787 „Dreamliner“ mit Vorwürfen konfrontiert. Ein ehemaliger Mitarbeiter, der für die Qualitätssicherung zuständig war, sagte gegenüber der BBC, dass es Mängel an den im Notfall überlebenswichtigen Sauerstoffmasken gab. Der Konzern wies die Anschuldigungen zurück.
 

Der Mitarbeiter ging 2017 in den Ruhestand, wie die BBC berichtet. Bis dahin war er 32 Jahre lang bei Boeing beschäftigt und sieben Jahre für die Qualitätssicherung in einem Werk im US-Bundesstaat South Carolina zuständig – eine von zwei Produktionsstätten für den „Dreamliner“. Momentan geht er rechtlich gegen den Hersteller vor: Die von ihm aufgebrachten Vorwürfe hätten zu Hindernissen in seinem Berufsleben geführt und ihn letztlich zum Rückzug gezwungen – der Konzern weist das zurück.

 

Laut dem Mann soll aufgrund des Drucks, neue Flugzeuge fertigzustellen, die Montage beeinträchtigt und dadurch die Sicherheit vernachlässigt worden sein. Boeing wehrt sich gegen die Vorwürfe: „Sicherheit, Qualität und Integrität sind zentrale Werte für Boeing“ [...] Ganzer Artikel & Quelle: ORF.at

 

------------------

 

Kann es richtig vor meinem geistigen Auges sehen, wie man in der Teppichetage beschlossen hat, Seattle mehr und mehr den Rücken zu kehren, um u.a. in der "Redneck-Pampa" billigst produzieren lassen zu können. Der Spirit, für Boeing zu arbeiten, ist bei vielen dort nicht vorhanden - it's just a job! ("you gotta do, what you gotta do"). Im Raum Seattle war/ist die Tätigkeit für Boeing ein Ziel oder eine Familien-Sache (Opa/Vater waren auch schon dabei). So wird unsere westliche Industrie am Schafott des Aktienmarktes geopfert, und die laut manchem ach so hinterwäldlerischen Chinesen reiben sich die Hände...

 

Jedenfalls erstaunlich, was so abläuft - auch bei Airbus bzw. den Triebwerksherstellern. In meiner gesamten Enthusiasten-Zeit (zw. 1986 und heute) gab es so eine Kumulation von Qualitäts- und sonstigen Mängeln nicht; andere Zeiten davor (DC-10, Comet, etc.) sprechen natürlich eine andere Sprache.
 

Bis in die 90er hatten halt - so wie Piloten und Nautiker auch - die Projektmanager noch was zu sagen. Als "Herrscher" eines dezidierten Regelkreises muss man ihnen eine gewisse Freiheit und auch Macht bzw. einen Handlungsspielraum zugestehen, sonst wird das nichts. Heute hingegen wird einem von oben ein unglaublicher Druck gemacht (Marketing, Image und fake-Rollouts sind wichtiger, dafür wird operativ jeder Cent umgedreht), und wer sich dagegen stellt oder Kritik äußert, verliert Job, dann ggf. Haus, in Folge oft die Ehepartnerin und lebt am Ende "on foodstamps" in einer der Zeltstädte Seattles, wo nach 2007/2008 auch viele "gefallene" Mittelschichtler mit ihren Kindern hausen. Sozusagen der "Amerikanische Traum 2.0" in Aktion... und ich wette, dass das auch zu uns kommt.

Gestern erst gelesen: eines unserer wichtigsten Unternehmen in AUT (VOEST Alpine) und einer der wichtigsten Arbeitgeber in Linz und an anderen Standorten, hat einen ziemlichen Umsatzrückgang (- 65%) zu verbuchen - vor allem im Automotive-Bereich, der bislang ein Drittel des Gesamtumsatzes ausmacht. Diese Elektrokarren sind halt vorwiegend aus Kunst- und Verbundswerkstoffen und nicht mehr aus Blechen. Wenn das so weitergeht bzw. die VOEST nicht in anderen Feldern erfolgreich innovativ wird und auch vor Ort etwas produziert, kann der Großraum Linz in 10 - 15 Jahren einpacken. Da werden die grünen Youngsters (Achtung Wortspiel) schauen, wenn Papa plötzlich seinen Job verliert und es auf einmal darum geht, ob man die Bude noch heizen kann und ordentlich was zu essen hat, denn die Sozialleistungen hat man ja in den Jahren zuvor, als man noch im Saft stand und ein gutes Einkommen hatte, abgewählt ("alles Schmarotzer!"), und die Grünen sind zwar irgendwie für alles Mögliche, aber nicht für bessere Sozialleistungen für "normale" Einheimische. Aus dem Nichts werden m. E. wohl in Massen keine neue gleichwertigen Jobs für Menschen entstehen, die zwischen 35 und 60 ihren Job verlieren... 

 

Hypothese als Fazit von mir: den Vorständen, Bossen und Aufsichtsräten sind die Arbeiter/Angestellten mehr denn je egal, ebenso die Qualität sowie die PAXe. Solange das eigene Gehalt, die Boni, das Netzwerk und die Aktienkurse passen, ist alles andere nebensächlichst - das Produkt darf ruhig mit den Kunden (PAXen) der Kunden (Airlines) drinnen "reifen" (ist ohnehin mittlerweile überall Usus).

 

Gruss

Johannes

Edited by Phoenix 2.0

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Falconer
8 hours ago, Phoenix 2.0 said:

Hypothese als Fazit von mir: den Vorständen, Bossen und Aufsichtsräten sind die Arbeiter/Angestellten mehr denn je egal, ebenso die Qualität sowie die PAXe. Solange das eigene Gehalt, die Boni, das Netzwerk und die Aktienkurse passen, ist alles andere nebensächlichst

 

Da mag was dran sein, ja...

 

jetzt für 2019 ist für Muilenburg zumindest einmal Schluss mit Boni, die offenbar bis zu 90% seines Gehalts ausmachen...

 

"...

 

Muilenburg will likely lose out on at least $10 million — and possibly significantly more — since 90% of his compensation is at risk, under a formula spelled out in Boeing’s proxy statement.

 

He received $20.4 million in short- and long-term cash bonuses and equity awards as part of a pay package that totaled $23.4 million in 2018, the company disclosed in a regulatory filing earlier this year. In the two previous years, those components amounted to $14.2 million and $11.6 million, respectively.

 

Muilenburg presumably will still get a salary, which was $1.7 million last year. He also received other taxable perks, such as use of the company aircraft and life insurance premiums…"

 

https://www.seattletimes.com/business/boeing-aerospace/boeing-chairman-says-ceo-will-forgo-bonus-pledges-safety-reform/

 

P.S.: Das mag wohl ein prinzipielles Problem sein, der hohe Anteil der Boni am Gesamtgehalt…da verlieren in vielen Branchen die CEOs schnell einmal die Bodenhaftung..

 

Wobei man fairerweise wohl sagen kann, der Muilenburg war seit Amtsantritt wahrscheinlich zu 90% damit beschäftigt die Baustellen die McNerney sein Vorgänger hinterlassen hat, zu reparieren…( mag einer von vielen Gründen sein, warum manche Probleme beim final run der 737 MAX Zulassung an ihm offenbar vorübergingen, und er, zumindest scheint es so, wenn man seine Aussagen in den US Kongressanhörungen gehört hat, da nur sehr unvollständig informiert war, oder sich selbst nur unzureichend informiert hat....was immer auch wirklich gewesen war..)

 

Der McNerney hatte jahrelang viel angestellt…von South Carolina angefangen etc etc etc..die 737 MAX war dann offenbar die nun sehr sichtbare Spitze des Eisbergs..

 

Hier der neue Aufsichtsratspräsident von Boeing zum Thema..

 

 

 

Edited by Falconer

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cosy
On 11/5/2019 at 12:33 AM, Frank Holly Lake said:

Lesen geht, sind ja nur 6000 gängige Schriftzeichen.

Ist das nicht ein Widerspruch? Chinesische Schrift ist ja eine reine Lautschrift, jeder Japaner spricht Chinesisch korrekt ab Blatt, versteht davon aber kein Wort (Japaner benutzen zum Schreiben 3 'Alphabete' , unter Anderem die chin. Schriftzeichen..

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Gulfstream



 

warum manche Probleme beim final run der 737 MAX Zulassung an ihm offenbar vorübergingen, und er, zumindest scheint es so, wenn man seine Aussagen in den US Kongressanhörungen gehört hat, da nur sehr unvollständig informiert war, oder sich selbst nur unzureichend informiert hat....was immer auch wirklich gewesen war.
 


Gerd, als CEO eines Konzerns dieser Grösse kennt man diese Details nicht, da muss man sich auf seine direkten unterstellten Divisions-Chefs verlassen.

Das hat nichts mit Desinteresse zu tun, sondern auch mit fachlicher Kompetenz, die es auf diesem Level nicht geben kann und auch nicht soll. Dafür hat man ja die Mitarbeitenden. Aber eben, man muss sich dann aber darauf verlassen können. Ein CEO muss und soll nicht der beste Ing sein.

Markus

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Falconer
54 minutes ago, Gulfstream said:


 

 


Gerd, als CEO eines Konzerns dieser Grösse kennt man diese Details nicht, da muss man sich auf seine direkten unterstellten Divisions-Chefs verlassen.

Das hat nichts mit Desinteresse zu tun, sondern auch mit fachlicher Kompetenz, die es auf diesem Level nicht geben kann und auch nicht soll. Dafür hat man ja die Mitarbeitenden. Aber eben, man muss sich dann aber darauf verlassen können. Ein CEO muss und soll nicht der beste Ing sein.

Markus

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Markus, Du hast sicher prinzipiell Recht..

 

Die Problematik bei einem Flugzeugbauer sehe ich aber schon darin, dass weitreichende Entscheidungen bereits im Designstadium von neuen Flugzeugen z.B. so sehr technisch bedeutend sind, dass der CEO, und der ist ja verantwortlich, das war für die Bauentscheidung damals der McNerney schon sehr genau wissen sollte, in welche Richtung der Zug abfährt..

 

Sagen wir so, früher einmal waren die CEOs von Boeing soweit auch als Flugzeugbauer technisch versiert, dass sie Entscheidungen, selbst wenn sie risikoreich waren, nimm 747 oder 777, als Beispiele offenbar richtig ein- und abschätzen konnten..

 

Mit McNerney als CEO hatte Boeing mit der Tradition gebrochen..

 

Paradoxerweise scheint eben die Berufung von Muilenburg als CEO, als Nachfolger von McNerney, bereits eine Rückkehr zu älterer Boeing Tradition wieder eingeläutet zu haben….der hat ja sein Berufsleben bis dato in verschiedenen durchaus auch technischen Managementfunktionen bei Boeing verbracht..

 

Allerdings als der den Job annahm war ja der Zug bei der 737 MAX was einige Details betroffen hat, schon abgefahren..und der Muilenburg hat, wenn man den CV liest da eben jahrelang gar nix mehr mit Airlinern zu tun gehabt, sondern war in der militärischen Sparte eher unterwegs im Konzern..

 

Aber Boeing ist eben nach dem Merger mit MDC und dem Vordringen in andere Geschäftssparten offenbar auch sehr gross geworden..eventuell zu gross...

 

Trotzdem, ich glaube 70% vom Umsatz der Boeinggruppe machen die zivilen Airliner aus..und da mag die Grösse des Konzerns und die anderen Geschäftsfelder zuviel Konzentration aufs Wesentliche, den Bau von Airlinern wegnehmen..

 

weil das Signature primäre Produkt von Boeing sind Verkehrsflugzeuge..und da kann eine kleine technische Fehlentscheidung dann Auswirkungen auf jahrzehntelange Produktion haben...

 

so könnte ich es mir vorstellen…als ein Faktor von Vielen..

Edited by Falconer

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Gulfstream

Dass der CEO und sein direkt berichtendes Kader kommerziellen Druck gemacht haben, ist offensichtlich und dass dadurch in den unteren Chargen speed before quality herrschte, offenbar auch.

 

Aber ich kann mir  nicht vorstellen, dass der CEO einen bewussten Einfluss auf das MAX Design und damit Desaster hatte. Erstens bezweifle ich, dass er sich mit dem Thema auseinander gesetzt hat (war ja offenbar auch schon durch, als er anfing) und zweitens denke ich nach wie vor nicht, dass ein CEO in dieser Größenordnung dieses Detail-Wissen hat und auch haben muss. Er versteht und hinterfragt allenfalls, wie man das Problem des tiefen Fahrwerks gelöst hat, was es sich mit den neuen Treiber und damit dem Flugverhalten auf sich hat, denn er versteht soviel von Aviatik, dass er weiss, was Schub ausmachen kann. Aber geht er in Details von 1 oder 2 Sensoren, von erschwerter manueller Trimmung, von SW in einem MCAS....? Er fragt allenfalls, was MCAS auf sich hat und tut - und versteht es allenfalls auch, wenn man es ihm (richtig?) erklärt. Aber richtig challengen und tief hinterfragen....? Das macht ein CEO eines Konzerns mit x 100'000 Menschen nicht, solche Diskussionen finden auf diesem Level nicht statt. Einen, zwei levels drunter ja, denn das Design muss ja von der Division/Bereich abgenommen werden. Aber ein CEO unterschreibt hier nicht. Nur schon aus Gründen der seperation of duty nicht (Governance). 

 

Aber CEO minus 1 oder 2, dort, auf der Entscheidungsebene, herrschte offenbar der kommerzielle Druck, um die Augen zu schliessen. Diese gelebte Kultur (share holder value und kommerzieller Druck in einer super anspruchsvollen Industrie) kann man hingegen dem CEO, Vorstand und Board of Directors anhängen. 

 

Kristallkugel: wenn ich jetzt so nachdenke, hat er eigentlich keine Ahnung von seinem Geschäft - welcher vernünftig denkende CEO setzt kommerziellen Erfolg vor safety im super kritischen Airliner Business?!? Und damit würde das MAX Thema erst recht an ihm vorbei gehen....

 

Markus

 

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