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CarstenB

Drei L-1649 Starliner für die Lufthansa

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Stefi

Kuno, mir ist bewusst dass dieser Aspekt schon gefallen ist. Habe die Diskussion bis jetzt mit gelesen. Aus meiner Sicht untermauert es gerade aus diesem Grund die Aussage von Bernhard. 

 

Ich halte mich nun wieder Raus, verstehe zu wenig von dem Geschäft. 

 

Gruss Stefan 

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reverser

LH, Mateschitz, Breitling machen es nicht aus reinem Entushusiasmus für die Fliegerei sondern weil  es sind Werbeprojekte für sie und ihre Unternehmungen haben auch die entsprechenden Mittel dafür.

Nehme durchaus ernst, was Du da schreibst:

 

LH baut nun mal diesen Flieger.

 

Idealismus? Oder knallhartes Business-Werbeprojekt?

Ich würde sagen es   vermischt   sich beides.

In der LH-Chef Etage gab es vielleicht sowohl Befürworter als auch Gegner, wie's halt so im Leben ist: Die einen dafür, die anderen dagegen; und für das Projekt Super-Star-Constellation gab's letztendlich Grünes Licht:

Wie die Entscheidungsfindung war - wie knapp, oder wie eindeutig dieser Entscheid gefällt wurde, entzieht sich unserer stammtischmäßigen Erkenntnis;-)

 

"Retro Design" hat jedenfalls großen Marktwert.

Mir fällt gerade der weltweit populäre VW-Käfer ein, eine "Ikone" ,  wie der gute alte VW-Bus;-))

Der Käfer ist bekanntlich wiederauferstanden und wurde als "New Beetle"  nicht etwa in Deutschland, sondern in Mexiko erfolgreich (re)produziert. Ein bisschen Idealismus mag dabei gewesen sein, aber vorrangig war es eine reine Business Idee, sage ich mal.

 

Bei der Lufthansa Super Star Constellation könnte das Verhältnis etwas anders sein: Vielleicht eine Prise mehr Idealismus,  who knows.

 

Gruss

Richard

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DaMane

Patrick und andere,

 

nochmal meine These: LH, Mateschitz, Breitling machen es nicht aus reinem Entushusiasmus für die Fliegerei sondern weil  es sind Werbeprojekte für sie und ihre Unternehmungen haben auch die entsprechenden Mittel dafür. Auch dagegen habe ich nichts! Ich habe aber etwas dagegen wenn man mir "blauäugig" weismachen will, dass  Idealisten in ihrer Freizeit diese alten Kisten mühsam zusammenschrauben und wieder zum Fliegen bringen!

.............................

 

Bernhard (LSZH)

Zumindest dem Herrn Mateschitz kann man ein Herz für die Luftfahrt nicht absprechen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß der Werbewert einer Oldtimerflotte bei der brausetrinkenden Jugend die Kosten auch nur annähernd hereinholt.

Zum Starliner-Projekt muß ich sagen, daß ich allergrößte Hochachtung vor den Leuten habe, die hands-on an dieser Aufgabe, und der Lösung all der unvorhergesehenen Probleme arbeiten. Auch wenn es als Wertschöpfung in keiner Bilanz auftaucht, ist die Leistung dieser Spezialisten unbezahlbar.

Ein so altmodisch denkender Mensch wie ich könnte sogar auf die Idee kommen, daß die beiläufig mitentwickelte Problemlösungskompetenz im Unternehmenswert niederschlagen müßten. Selbst dann, wenn damit nur das Image poliert wird.

 

Gruß

Manfred

bearbeitet von DaMane
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quinto55

Zumindest dem Herrn Mateschitz kann man ein Herz für die Luftfahrt nicht absprechen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß der Werbewert einer Oldtimerflotte bei der brausetrinkenden Jugend die Kosten auch nur annähernd hereinholt.

Zum Starliner-Projekt muß ich sagen, daß ich allergrößte Hochachtung vor den Leuten habe, die hands-on an dieser Aufgabe, und der Lösung all der unvorhergesehenen Probleme arbeiten. Auch wenn es als Wertschöpfung in keiner Bilanz auftaucht, ist die Leistung dieser Spezialisten unbezahlbar.

Ein so altmodisch denkender Mensch wie ich könnte sogar auf die Idee kommen, daß die beiläufig mitentwickelte Problemlösungskompetenz im Unternehmenswert niederschlagen müßten. Selbst dann, wenn damit nur das Image poliert wird.

 

Gruß

Manfred

 

Manfred, good Points. Es ist sicher auch eine tolle Sachen wenn man bei so einem Projekt mitarbeiten kann, aber ich wiederhole mich, da braucht es eine ziemlich professionelle Organsiation drum herum, reiner Idealismus hilft da nicht weit.

Der Brause-Chef ist von seinem Produkt und auch sicher aviatikbegeistert. Ich wünschte mir aber die Begeisterung für die Brause hätte sich nicht so sehr mit der Farbgestaltung seiner Oldtimer-Flotte vermischt....

 

Bernhard (LSZH)

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guy

 Sie fliegt  !  :)

 

 

Einfach schön wie die in der Luft liegt !  (2:11)  

bearbeitet von guy

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DaMane

...... Ich wünschte mir aber die Begeisterung für die Brause hätte sich nicht so sehr mit der Farbgestaltung seiner Oldtimer-Flotte vermischt....

 

Bernhard (LSZH)

Ja, da stimme ich dir zu. Aber ohne diesem "Design"  würde das Finanzamt die Ausgaben wohl kaum als Werbungskosten anerkennen. Das eine bedingt das andere,  Lieber ein, zwei Hände voll flugfähig gehaltener Oldtimer im Reklame-Dress in der Luft erleben, als flügellahme Museumsexponate in Originallackierung :) im dauerhaften Static-Display.

 

Gruß

Manfred

bearbeitet von DaMane

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quinto55

Ja, da stimme ich dir zu. Aber ohne diesem "Design"  würde das Finanzamt die Ausgaben wohl kaum als Werbungskosten anerkennen. ...

 

ja unter diesen Umständen müssen wir ja recht froh sein, dass der Brausemeister kein Kunstmäzen geworden ist. Stell'  dir eine Mona Lisa oder ein anderes restauriertes Kunstwerk mit einem Brausesticker drauf vor......

 

Bernhard (LSZH)

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flieger28

Ich habe zweifel das, selbst wenn der LH Starliner mal fliegt, er die Kosten der Restaurierung wieder einfliegt.
Im besten Fall werden die laufenden Kosten gedeckt. 
Ich finde es klasse wenn ein Unternehmen wie die LH Geld,Manpower und inzwischen fast 9 Jahre investiert, um ein solches Projekt zu verwirklichen. Und ich glaube nicht das es nur darum geht auf der Retro Welle zu reiten. Die Do27, die Ju52 und die Taifun gibt es ja auch schon etwas länger. Auch wird ja eine Fw200 (wenn auch nicht Flugfähig) aber auch mit Unterstützung der Lufthansa restauriert. Und davon hört man wenig / nichts. 
Man muss der LH vielleicht auch zugestehen das sie auch ein wenig Interesse an der eigenen Geschichte haben  

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reverser

 

Man muss der LH vielleicht auch zugestehen das sie auch ein wenig Interesse an der eigenen Geschichte haben  

 

Ein zusätzlicher Aspekt:

Warum sollten die Lufthanseaten kein Interesse an ihrer eigenen Geschichte haben?

 

So wie wir auch;

Gruss

Richard

bearbeitet von reverser

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guy

Nochmals, vergesst mir nicht die Sponsoren !  :)

 

Die LH schreibt auf ihrer Seite ohne die Hilfe der Sponsoren wäre das Projekt nicht möglich . Die Haupt-Sponsoren sind (neben LH) :

 

 Airbus, Boeing, Pratt&Whitney,  General Electric, Rolls Royce, Shell,  Hamilton, Embraer, Honeywell , Chromalloy 

 

http://superstar.lufthansa.com/en/sponsors.html

 

Man könnte fast sagen , es ist ein Projekt der gesamten Luftfahrtbranche !

bearbeitet von guy
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Kuno

Sponsoren sind das eine. Ich bin mir auch nicht sicher, ob man sich da bei LH mit dem Projekt nicht etwas übernommen hat. Das Flugzeug wird ja eigentlich neu gebaut und gleicht nur noch äusserlich der Originalmaschine. Das ist natürlich technisch alles möglich... aber m.E. nicht unbedingt sinnvoll. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es genug zahlende Kunden gibt, die mit dieser Maschine den Atlantik überqueren wollen, um sie am fliegen zu halten... das "Betreibsmodell" der Schweizer Maschine scheint mir da schon eher realistisch zu sein (wenn auch ebenfalls nicht einfach).

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Phoenix 2.0

Verstehe so manche Aussage hier nicht. Wie kann es unter Aviatik-Enthusiasten Kritik geben, wenn die LH  sowie private Initiativen Oldtimer der Lüfte restaurieren und flugtüchtig machen/halten? Ist ja fast wie bei Diskussionen um Steuern und andere Themen, wo sich viele sogleich selbst irgendwie betroffen fühlen und empören ("meine Abgaben werden da sinnlos verschwendet!!"); hier wirft man der LH u.a. vor, dass sie auf der einen Seite spart und auf der anderen - für irgendeinen "Luxus-Firlefanz", den man sich selber halt leider nicht leisten kann - sozusagen Geld vernichtet, und das für MEIN Geld, dass ich für die Tickets bezahle. Oder es wird kritisiert, dass dort und da ein Sponsorenlogo auf einem in der Sonne glänzenden Vintage-Rumpf klebt. Wer Kinder hat hat mehr Spaß daran, die alten Flieger in real zeigen zu können, als in einem Museum oder anhand von Fotos von Flugzeugfriedhöfen auf Anet.

 

Leute, das geht uns gar nix an, lasst LH, Mateschitz und Konsorten doch machen, auch wenn es nicht in den eigenen Kram passt! So tolerant bzw. offen kann man ja wohl noch sein, dass man nicht alles per se schlecht finden muss, was den eigenen Ansichten zuwider läuft; man stelle sich vor, alle Menschen auf der Welt wären gleich. :wacko:

Mann oh Mann, kein Wunder dass vieles mehr und mehr im Argen liegt, da jede/r meint, die eigenen Maßstäbe auf alles und jeden umlegen zu müssen. Wenn jede/r vor seiner eigenen Türe kehrte und nicht bei den anderen, wäre die Menschheit wohl schon ein Stück weiter...

 

Bzgl. Red Bull: Die Auswirkungen von den Leidenschaften, Vorlieben und "Hobbies" reicher Menschen begleiten uns seit längerem überall. Die Carnegie Hall in New York etwa heißt deswegen so, weil eben damals einer der reichsten Männer der Zeit deren Bau finanziert hat - nicht mehr und nicht weniger. Wenn man die ganzen Museen, Konzerthäuser, Parks und sonstigen Anlagen, die von solchen Stiftern/Mäzenen/Gönnern errichtet wurden, entfernte, würden viele Städte plötzlich ziemlich anders aussehen. Und nein, ich finde es nicht gut, dass heute angeblich knapp 60 Menschen mehr besitzen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung, aber was soll man machen? Sich dauernd aufregen und ein Magengeschwür holen?
Ich etwa finde - in Anlehnung an eines meiner letzten Postings - Paul Allen's Stratolaunch an sich sehr interessant und hadere nicht damit, dass er da seine Kohle reinsteckt. Was mich nur etwas befremdet ist die Konstruktion an sich bzw. die Stabilität des Trägerflugzeuges, weshalb ich aber sein Projekt nicht per se verteufle.

 

Also durchatmen und locker bleiben - die LH kann machen, was sie will; gibt ja noch andere Airlines, mit denen man fliegen kann und falls sie wegen der Super Star in Konkurs gehen, dann hat es so sein sollen...

 

Sorry, dass ich mich aufrege, aber es regt mich einfach auf, wenn die anderen sich aufregen und nicht so denken wie ich! :)  :P  ^_^

 

Gruss

Johannes

bearbeitet von Phoenix 2.0
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guy

Sponsoren sind das eine. Ich bin mir auch nicht sicher, ob man sich da bei LH mit dem Projekt nicht etwas übernommen hat. Das Flugzeug wird ja eigentlich neu gebaut und gleicht nur noch äusserlich der Originalmaschine. Das ist natürlich technisch alles möglich... aber m.E. nicht unbedingt sinnvoll. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es genug zahlende Kunden gibt, die mit dieser Maschine den Atlantik überqueren wollen, um sie am fliegen zu halten... das "Betreibsmodell" der Schweizer Maschine scheint mir da schon eher realistisch zu sein (wenn auch ebenfalls nicht einfach).

 

Alles richtig. Indem sie schreiben dass es ohne die Sponsoren nicht ginge geben sie ja indirekt zu dass sie sich übernommen haben.  2015 stand das Projekt anscheinend kurz vor dem Aus. Aber mit all diesen finanzkräftigen Sponsoren wird es wohl zu Ende geführt werden.   :)

bearbeitet von guy

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quinto55

.... Das Flugzeug wird ja eigentlich neu gebaut und gleicht nur noch äusserlich der Originalmaschine. Das ist natürlich technisch alles möglich... aber m.E. nicht unbedingt sinnvoll.

 

doch, doch! Sichert die Zulassung zur Beförderung von Passagieren. Restaurien allein reicht nicht aus. Wenn der Rumpf z.B. seine Life-Cycle-Time, so  heisst das soweit ich weiss, überschritten hat, ist da nichts mehr zu machen. Dann "endet" ein restaurierter Flieger halt dann als fliegende Litfasssäule oder die Passagiere unterschreiben sehr spezielle Beförderungsbedingungen beim Ticketkauf.

Dann noch, solche Projekte müssen sich sicher nicht gewinnbringend rentieren, die Kosten werden steuertechnisch geschickt verrechnet und es gibt wahrscheinlich Abschreibungsmöglichkeiten.

Viel Aspekte also die nur mit Enthusiasmus und Idealismus nicht zu lösen und nicht einfach zu verstehen sind. Umsomehr, wenn man nur die reine Freude an alten Fliegern am Himmel sucht.....

Wenn diese Dinge die aviatisch Interessierten nicht zumindest im Hinterkopf haben sollten, um es besser verstehen und werten zu können, wer denn sonst?

 

Bernhard (LSZH)

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Kuno

Bernhard; da - so wie ich es verstehe- die LH ihr Flugzeug kommerziell betreiben will, muss sie ganz andere Bedingungen erfüllen, als die "Super Connie" in der Schweiz. Die ist ja innen für die Passagiere nur rudimentär eingerichtet und eignet sich kaum für Transatantikflüge, so wie es die LH machen will. Aber für das, was die LH will, muss sie halt auch auf viele Bedingungen eingehen, die so etwas mit sich bringt. Z.B. grössere Türen einbauen, damit man eine moderne Notrutsche installieren kann.

 

An diesem Flugzeug wird recht viel abgeändert, so dass es eignetlich nur noch äusserlich dem Original entspricht. Ob das dann den "Nostalgieenthusiasten" noch so weit anspricht, dass er sich einen teuren Transatlantikflug damit leisten will? Und andererseits, müsste man nicht all die Um-/Neubauten machen, wenn man sozusagen als Konkurrenz zur Schweizer-Connie niedrig fliegen und den Begeisterten ein Erlebnis bieten möchte.

 

Ich habe irgendwie das Gefühl, die LH hat sich da in etwas verrannt...

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quinto55

Die JU52 D-AQUI hat z.B. eine Zulassung zur Personenbeförderung Klasse 1. LH könnte mit ihr sogar regulären Liniendienst machen mit allen rechtlichen Verpflichtungen die von der IACO und wer weiss noch von wem damit verbunden sind,  zumindest national. Die LH will das wohl mit der L-1649 auch, die wollen da sicher (Beförderungs-)rechtlich sowohl national als auch international (amerikanisch) auf der absolut sicheren Seite sein. Auf Grund der Grösse wird da wohl Sicherheitstechnik nachgerüstet werden müssen. Das mit den Notrutschen habe ich noch nicht gehört, erscheint aber sinnvoll. Ein Transatlantikflug mit Zwischenstopp in Shannon und Gander? Den Markt halte ich aber da für sehr begrenzt, bestenfalls ein oder zweimal als Überführungsflüge im Jahr um auch in Amerika präsent zu sein. Konkurrenzprobleme mit den Schweizer Anbieter sehe ich nicht.

Ich hoffe halt nur, das die Lufthansa nicht nur noch als Anbieter von Nostalgie-Flügen bestehen bleibt....

 

Bernhard (LSZH)

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Kuno

Ein Transatlantikflug mit Zwischenstopp in Shannon und Gander? Den Markt halte ich aber da für sehr begrenzt, bestenfalls ein oder zweimal als Überführungsflüge im Jahr um auch in Amerika präsent zu sein.

 

Genau das meine ich.

Und wenn man nur "Nostalgieflüge" anbietet, wie die Schweizer... dann braucht man eigentlich keine Druckkabine... die Leute wollen ja meist auch noch etwas sehen und da ist es besser, nicht allzu hoch zu fliegen.

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quinto55

Jetzt sind wir wieder bei der Frage "warum überhaupt" und du hast recht, es ist nicht billig! Interesse an der eigenen Firmengeschichte? 0.K., mag sein, dann wär's aber überissen, da reichen statische Exponate. Vielleicht doch ein paar Flugzeugromantiker im Konzern? Sicher nicht in der Mehrheit. Werbestrategie? Da wird's doch interessant. Wenn Werbestrategie, dann sicher nicht nur in Deutschland und Europa. Dann müssen sie mit dem Teil auch nach Amerika und Asien! Dann müssen sie dort damit Werbung für sich machen können, dort sind die Rennstrecke auf denen Geld verdient werden kann. Mit der JU52 haben sie es mal in Amerika probiert. Die ist aber mühsam über den Teich zu kriegen und hat ausserdem ein "Nazi"-Renomee...

 

Bernhard (LSZH)

 

 

 

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Phoenix 2.0

Jetzt sind wir wieder bei der Frage "warum überhaupt" [...]

 

Warum? Weil es Menschen, Vereine, Unternehmen, Stiftungen, etc. gibt, die Interesse an der Vergangenheit haben, an "lebendiger" Geschichte/Historie, Tradition und dem sich daraus ergebenden kulturellen - und in diesem Falle - industriellen Erbe. Und wenn man damit etwas Marketing und Aufsehens machen kann, warum nicht? Ansonsten könnte man gleich fragen: Warum wird in der Schweiz die Tradition so hochgehalten und man sieht Alphornbläser, Typen mit riesigen Kuhglocken auf den Ranzen geschnallt, Fahnenwedler, Schwingfeste, Schützen-Events, etc.? Man könnte das ja alles auch in einem Wachsfigurenkabinett ausstellen, da geht es dann wenigstens [Achtung, Sarkasmus] ohne Lärm, Alkohol und verlorene Produktivitätszeiten für die Volkswirtschaft...

 

Ad Lufthansa: die "müssen" gar nix! Die können ihr Geld auch auf dem Frankfurter Rollfeld verbrennen, wenn der Vorstand das will. Wenn LH in Konkurs geht, dann sicher nicht wegen der Superstar!

 

Ich zitiere die Website der Lufthansa:

 

Die Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung wurde mit dem Ziel gegründet, historische Flugzeuge zu restaurieren und zu erhalten sowie die Wissenschaft auf dem Gebiet der zivilen Luftfahrt zu fördern. Diesem Leitgedanken ist der Stiftungsvorstand verpflichtet, der sich derzeit aus Bernhard Conrad (Vorsitzender), Thomas Kropp und Flugkapitän Jürgen Raps zusammensetzt.

Quelle und ganzer Artikel: https://www.lufthansa-technik.com/de/super-star-dlbs

 

Ich finde das Projekt jedenfalls gut und freue mich, falls das Teil mal in meine Ecke kommen sollte (Airport oder enroute). Dann bin ich am Flughafen oder sitze mit dem Fernrohr draußen und warte auf das sonore Brummen. Wäre cool, wenn Jürgen Raps das Teil fliegt, falls er das vom Alter her noch darf.

 

Gruß

Johannes

bearbeitet von Phoenix 2.0
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guy

Das Projekt wurde mehrmals in Frage gestellt 

 

Besagter Jürgen Raps, ehemaliger Vorstand der DLBS, soll 2013 gesagt haben

 

"Hätten wir gewusst auf was wir uns da einlassen, hätten wir die Finger davon gelassen "  (Das glaube ich auch ! :) )

 

Es wurde trotzdem beschlossen fortzufahren, trotz Sparkurs.  Das kann man zum Beispiel in diesem interessantem Artikel nachlesen :

 

http://biztravel.fvw.de/super-conny-weiterbau-trotz-lufthansa-sparkurs/1/116485/4075

 

2015 wurde das Projekt dann kurzzeitig auf Sparflamme gesetzt. 

 

Jetzt wird wieder 6 Tage die Woche dran gearbeitet. Das kann man in diesem interessanten  Artikel von Ralph Petterson, der das Projekt besucht hat, nachlesen:

http://www.conniesurvivors.com/1-lufthansa_starliner_update-2016.htm

 

Wie gesagt, mit Hilfe all der namhaften Sponsoren wird die Superstar jetzt wohl fertig gebaut werden. 

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Phoenix 2.0

Das Projekt wurde mehrmals in Frage gestellt 

 

"Hätten wir gewusst auf was wir uns da einlassen, hätten wir die Finger davon gelassen "  (Das glaube ich auch ! :) )

 

Kann ich nachvollziehen, aber offenbar haben sehr rational veranlagte Menschen dann dennoch beschlossen, das weiter durchzuziehen.

Seien wir uns ehrlich, wenn alle bei den ersten Widerständen und Widrigkeiten aufgäben, säßen wir heute noch in Höhlen, und das muss dann - bei aller Melancholie und Vintage-Faible - doch nicht sein. ;)

 

Jürgen Raps ist bei LH fast so etwas wie eine lebende Legende. Hier ein Kurzfilm von seinem letzten Flug auf einer A380 und hier ein ausführlicheres Interview. 

 

Gruss

Johannes

bearbeitet von Phoenix 2.0

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reverser

Well said, Johannes.

 

Wie auch immer man dieses Unterfangen betrachten mag:

Das Prädikat  "Einmalig"  hat es verdient.

 

 "Outstanding!"; ich stelle mir die Reaktion in den USA vor, wenn der (ursprünglich in Burbank entwickelte)  Flieger dort anlandet. (Bin auf die Crew-Uniformen gespannt:-)

 

Sowas hat nicht einmal eine US-Airline geschafft!  Weder hat American Airlines eine DC-7 "Seven Seas", oder eine andere Legende, den Stratocruiser, nachgebaut, und United Airlines auch nicht die DC-6 oder die Connie, mit denen sie einst die Kontinente beflog.

 

Ein Publicity-Stunt wird es allemal werden:

In unserer zunehmend uniformen Zeit hat das   "Einmalige"   große Konjunktur - ich würde das nicht unterschätzen wollen.

 

Und da ist noch so eine US-Ikone:

Der Howard Hughes :) ...

 

Gruß

Richard

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Volume

An dem LH Projekt sieht man eigentlich auch, wie extrem der Aufwand für ein solches Flugzeug ist.

Wie extremen Aufwand man treiben kann.

 

Ich denke LH macht hier sehr viel mehr, als nötig. Komplett neue Avionik und extra designte Sitze zum Beispiel wären wohl kaum nötig gewesen, und werden von echten Nostalgie-Puristen wohl sogar negativ gesehen.

 

Wenn man sieht, wieviel Geld in anderen Bereichen verbraten wird die sich z.B. als "Kultur" verstehen, dann ist so eine Pflege von Traditionsmaterial schon etwas tolles, gut dass sich immer noch Leute und Organisationen finden, die Zeit und Geld in derartige Projekte investieren. Unsere heutige Gesellschaft ist eben nicht nur ein Produkt von Mozart, Van Goch und Shakespeare, sondern eben auch von Dampflok, Superconnie und Vinylplatte. Am Leben zu halten wo wir herkommen ist gut und wichtig. Und manchmal rechnet es sich sogar, wenn man aus technischen Fehlern der Vergangenheit lernt, weil man sie noch nicht vergessen hat...

 

Gruß

Ralf

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Ernst Dietikon

Nun soll das Flugzeug nach Deutschland verlegt werden. Dazu weden die Flügel demontiert. Nun gibt es Zweifel, ob danach das Flugzeug je wieder fliegen kann. Die Flügel sind nich für eine demontage gebaut.

 

Siehe: http://www.aero.de/news-28784/Lufthansa-verlegt-Super-Star-nach-Deutschland.html

 

Kennt dich jemand aus, wie dies mit der Flügeldemontage geht?

 

Gruss

Ernst

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Phoenix 2.0

Auch wenn ich ein Fan von Oldtimern und dem "goldenen Zeitalter" der Luftfahrt bin, 200 Millionen USD (bereits investiert bzw. eher "versenkt") für so ein Projekt sind m.E. kaum vertretbar.

 

Das Vorhaben mag zum damaligen Zeitpunkt Sinn gemacht und überschaubar gewirkt haben. Ein guter Projektleiter bzw. eine gute Führung haben jedoch das Vermögen zu erkennen und sich einzugestehen, wann man den Stecker ziehen muß - allen Schmerzen und Emotionen zum Trotz.

 

Wäre schade, aber so wie es sich liest wird es wahrscheinlich darauf hinauslaufen, in absehbarer Zeit die teuerste Conny aller Zeiten in Speyer oder so stehen zu haben.

 

Gruß

Johannes

bearbeitet von Phoenix 2.0

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