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Poensch

Instrument Rating in den USA in Schnellverfahren

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Poensch

Hallo Zusammen

 

Ich möchte mein Pilotendasein mit einem IR erweitern. Einerseits ist es eine spannende Materie, andererseits erhoffe ich mir mehr Freiheit und Einfacheit im länderübergreifenden Fliegen.

 

Aus verschiedenen Gründen möchte ich eine Ausbildung am Stück verfolgen, sprich möglichst viel Fliegen mit einer steilen Lernkurve, aber dies ist nicht meine Fragestellung.

 

Soweit ich herausgefunden habe, kann man in den USA nach Part 61 die Theorie im Fernstudium zuhause erlernen und vor Ort die Prüfung ablegen. Dabei gibt es einige Flight Schools, welche teilweise mit sehr kurzer Ausbildungsdauer werben. Das Minimum, was ich gefunden habe, war 11 Tage. Scheint mir doch ein wenig seehr kurz.

 

diese hier: http://www.doubleeagleaviation.com/tucson_flight_school.php#1

 

 

Ebenso sprechen natürlich die Preise eindeutig für die USA. Die MFGZ führt auf ihrer Website Kosten von ca 25' CHF auf, während man in den USA von ca. 8'500 USD ausgeht. Ich bin mir bewusst, dass mehr Zeit und Geld eingerechnet werden muss, nicht zuletzt auch für die Umschulung in die Schweiz.

 

Fragen hierzu:

 

Hat jemand von euch das IR (nicht das PPL) in den USA im Schnellmodus gemacht? Wo, Wie lange, mit welchen Kosten?

 

Kennt jemand in Europa eine Flugschule welche am Stück schult?

 

Besten Dank für eure Hinweise!

 

Roland

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ArcticChiller

Sali Roland,

 

ich habe vor einer Woche das instrument rating bestanden. :) Meine Homebase ist Centennial, KAPA. Allerdings lebe ich auf unbegrenzte Zeit in den USA und meine Ausbildung dauerte etwa fünf Monate, wovon die Hälfte nicht genutzt war wegen meiner Hochzeit und dann noch 1 1/2 Monate schlechtes Wetter - ja, in Denver. Zusätzlich arbeitete ich natürlich noch. Kein Vergleich also zum "Schnellmodus".

 

Die FAA hatte im Dezember 2014 eine Regeländerung. Es wurden 20h im Simulator erlaubt (vorher 10h), die zum Prüfungsminimum von 40h (simulated or actual instrument flight time) dazugerechnet werden durften. Zwei Tage vor meiner Prüfung wurde, wegen einer Beschwerde bei der FAA, wieder die 10h Regel eingeführt. Ich sass also auf 10h nutzloser Simulatorzeit und es fehlten zehn Stunden im echten Flugzeug. Wenn ich allerdings die Prüfung hätte machen können, wären die Kosten bei ca. $7500 gewesen. 1h Redbird FMX SImulator kostet $55, gegenüber $121/h in einer C172. Bei dir wird wohl die neue Regel wieder gelten. Die Kostenangaben der Flugschulen halte ich für recht genau. Es gibt nämlich wenig versteckte Kosten; keine Landegebühren, Lärmgebühren, etc.

 

Die Theorieprüfung kann man recht spontan machen. Ich meldete mich 15 Minuten vorher an der Rezeption und sie hatten gerade Zeit für mich, normal ist eine Wartezeit von zwei, drei Tagen. Selbststudium ist ohne weiteres möglich. Ich hatte über drei Monate eine Groundschool ($350), jede Woche einen Abend. Mir half das sehr, da das instrument rating bei mir im Selbststudium recht viele Fragen aufwarf. Ich denke aber es ist durchaus möglich, sich in der Schweiz für die Theorieprüfung vorzubereiten.

 

Zum Thema "Schnellmodus": In den USA ist vieles möglich. Während ich in Seattle innert 2 1/2 Monaten das PPL machte, hatte es ein Deutscher Flugschüler nach 14 Tagen schon hinter sich. Keine Ahnung wie das ging, aber es ging. :) Ebenso ist es möglich beim IR. Allerdings möchte ich mich beim Instrumentenfliegen sicher fühlen und bei mir war das noch nicht der Fall nach 20h Simulator und 20h Cessna. Trotz meinem Gefühl - mir wurde schon da gesagt, ich sei Prüfungsreif. Bei den Werbungen für 11 Tage bis zur Prüfung, muss man bedenken, dass ein Amerikaner sagt er sei eingerostet, wenn er zwei Wochen nicht geflogen ist. Wenn man also nicht routiniert anreist, dann wird es sicher schwierig.

 

So, das waren meine Gedanken dazu. :)

 

Liebe Gruess,

Flo

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DaMane

Hallo Zusammen

 

............

Soweit ich herausgefunden habe, kann man in den USA nach Part 61 die Theorie im Fernstudium zuhause erlernen und vor Ort die Prüfung ablegen. Dabei gibt es einige Flight Schools, welche teilweise mit sehr kurzer Ausbildungsdauer werben. Das Minimum, was ich gefunden habe, war 11 Tage. Scheint mir doch ein wenig seehr kurz.

...............

11 Tage sind schon recht optimistisch, aber nicht gänzlich ausgeschlossen.

Voraussetzung dafür wäre m.E., daß man den ganzen Theoriestoff bereits vorher prüfungssicher verinnerlicht hat, bereits bestens mit dem Fliegen in den USA vertraut, und US(!)-englischsprachlich topfit ist.

 

Ich habe es in gut 2 Wochen geschafft, obwohl ich mit null Theorie-Vorbereitung in den USA ankam (was so natürlich nicht geplant war), aber ich würde das nicht zur Nachahmung empfehlen. Es war der sprichwörtliche "Horror" ......

 

Es gibt einen deutschen Fluglehrer (mit praktisch allen möglichen US-Lehrberechtigungen), der mehrmals jährlich - im Frühjahr und Herbst - mit ausbildungswilligen Europäern für ca. 3 Wochen nach Texas geht, wo er für seine Schüler sehr gute Konditionen bei einer lokalen Flugschule bekommt. Da wird dann stramm geschult, und es kommt praktisch jeder mit dem gewünschten Zertifikat nach Hause. Ich habe miterlebt, wie ein junger 'Fußgänger' auf dem Weg zur PPL am 3. Tag mit 10 h solo war, was wohl für eine sehr gute und effiziente Ausbildungsmethodik spricht (der Aspirant fliegt heute beim LH-Konzern im Airliner-Cockpit).

 

Nähere Infos und Kontakt gerne per PM

 

Gruß

Manfred

Edited by DaMane
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Chipart

ich habe vor einer Woche das instrument rating bestanden. :)

 

Glückwunsch!

 

Florian

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Chipart

Kennt jemand in Europa eine Flugschule welche am Stück schult?

 

 

Ich würde mal in Reichelsheim nachfragen - die machen meiner Erfahrung nach alles möglich, was für Dich passt und irgendwie Sinn macht. 

 

Das Du Dir dort einen Fluglehrer "mietest" (und ein Flugzeug, wenn Du es brauchst) und mit dem eine Woche IFR-Ausbildung quer durch Europa fliegst sollte kein Problem sein. Ob die allerdings einer Ausbildung zustimmen, bei der Du 10 Tage lang jeden Tag ohne Pause mindestens 4 Stunden im Flugzeug/Simulator sitzt, musst Du mit denen diskutieren.

 

Ansonsten würde ich - unabhängig davon, ob Schnellkurse oder nicht bzw. USA oder nicht - jede Flugschule danach fragen, wie viele der Flugstunden actual IMC in einem echten Flugzeug sind. (Nur) dabei lernt man IFR-Fliegen. Den Nadeln eines GPS oder ILS zu folgen ist heute kaum noch ein Problem für Piloten, die mit FS groß geworden sind. Bei einem Missed Approach in IMC die Übersicht und Ruhe zu behalten, ist etwas ganz anderes...

 

Florian

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maxrpm

 

 

Ansonsten würde ich - unabhängig davon, ob Schnellkurse oder nicht bzw. USA oder nicht - jede Flugschule danach fragen, wie viele der Flugstunden actual IMC in einem echten Flugzeug sind. (Nur) dabei lernt man IFR-Fliegen. Den Nadeln eines GPS oder ILS zu folgen ist heute kaum noch ein Problem für Piloten, die mit FS groß geworden sind. Bei einem Missed Approach in IMC die Übersicht und Ruhe zu behalten, ist etwas ganz anderes...

 

Florian

 

 

Da bin ich nicht ganz bei Dir. Fliegen unter IFR und fliegen in aktuellem IMC sind zwei verschiedene Dinge, Ich rate jedem neuen IFR Piloten unbedingt 100h IFR unter VMC zu fleigen bevor er sich vorsichtig an IMC herantastet.  Natürlich ist echtes IMC in der Asbildung hilfreich, aber die Situation mit Fluglehrer am zweiten Sitz ist mit single Pilot IMC einfach nicht wirklich zu vergleichen.  Zuerst müssen die lokalen IFR Verfahren, der IFR Funk, die IFR spezifika der Maschine unter als verantwortlicher Pilot wirklich beherrscht werden. In dieser Phase nach der Schulung ist in VMC zu bleiben, bevor man sich in IMC vorwagt. Diese ersten IMC Erfahrung  sollte dann an Flugplätzen erfolgen wo bereits der IFR Verfahren unter VMC erfolgen wurden.

 

Single Pilot IFR unter IMC Bedingungen gehört zu an anspruchvollsten Herausforderungen des Fliegens überhaupt. Hier  ist mit entsprechendem Respekt heranzugehen.

 

 

ad Roland.

 

Wenn man die IFR Ausbildung als Berechtigung zum Flug unter Instumentenflugregel unter VMC Bedinungen begreift - kann diesen Ausbildung auch kurz und intensiv aber dennoch seriös sein. Unter drei Wochen erscheinen mir aber nicht realistisch. Ich selber habe in den USA 4 Wochen gebraucht und hatte  auch die gesamte Theorie schon vorher im Heimstudium erledigt.  Wichtig! So viel als möglich Simulatortrainng auch über die möglichen anrechenbaren Maxiamalstunden hinaus. Im aktuellen Flug wird sehr viel Zeit zum Positionieren verbraucht bis eindlich wieder eine Anflug und /oder Durchstartverfahren geübt wird. Am Simulator ist die Dichte des Trainings hier sehr viel grösser.

 

Deine Absicht Dich fliegerisch  über eine IFR Berechtigung weiter zu entwicken halte ich für sehr gut. Es gibt kaum eine Ausbildung die dem  fliegerischen Niveau in Theorie und Praxis so förderlich ist wie die IFR Ausbildung

 

Wolfgang

Edited by maxrpm
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Chipart

Da bin ich nicht ganz bei Dir. Fliegen unter IFR und fliegen in aktuellem IMC sind zwei verschiedene Dinge, Ich rate jedem neuen IFR Piloten unbedingt 100h IFR unter VMC zu fleigen bevor er sich vorsichtig an IMC herantastet.  

 

Da sind wir gar nicht so weit auseinander: 100h sind vielleicht ein bisschen viel, aber erst mal unter VMC zu fliegen und sich langsam an IMC heran zu tasten würde ich genau so empfehlen. Und dieses Herantasten fängt dann mit dem Durchfliegen einer dünnen Statusschicht bei 10 Grad OAT und nicht mit einem approach an.

 

Ich kenne viele IR-PPLer (mich eingeschlossen), deren persönliche Minima auch nach vielen (hundert) Stunden IFR weit über den CAT-1 Minima liegen.

 

Was ich aber sagen wollte: Wer nicht mal in der Ausbildung mit Fluglehrer ausgiebig in real IMC geflogen ist, der bekommt das später alleine schon gar nicht hin.

 

Florian

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Poensch

Besten Dank für die Antworten! Sehr interessant.

 

Ich kann mir das mit IFR in VMC nach Ausbildung gut vorstellen. Auch meine Minima sind eher konservativ, was Fliegen im Allgemeinen betrifft. Trotzdem denke ich, dass das IR eine echte Bereicherung und ein wichtiger Entwicklungsschritt im Pilotenleben ist.

 

Ich habe keine US Flugerfahrung, jedoch bin ich momentan fliegerisch ziemlich gut aufgestellt. Ich bin die letzten Monate viel geflogen und es ist immer wieder erstaunlich wie leichter das Fliegen geht, wenn man in Übung ist.

 

Wie lange braucht man Fulltime um sich die Theorie im Selbststudium zu erlernen? Kann man die Prüfung auch in Europa ablegen? Mit welchen Unterlagen habt ihr gelernt?

 

lg

roland

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Chipart

Trotzdem denke ich, dass das IR eine echte Bereicherung und ein wichtiger Entwicklungsschritt im Pilotenleben ist.

 

Ich habe keine US Flugerfahrung, jedoch bin ich momentan fliegerisch ziemlich gut aufgestellt. Ich bin die letzten Monate viel geflogen und es ist immer wieder erstaunlich wie leichter das Fliegen geht, wenn man in Übung ist.

 

 

Lieber Roland,

 

es ist in jedem Fall eine Bereicherung. Viel Spass und Erfolg dabei.

 

Ich bekomme die hundert Stunden dieses Jahr leider mal wieder nicht voll und bin daher neidisch auf jeden, der viel zum Fliegen kommt - trotzdem gönne ich das natürlich jedem.

 

Florian

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iwl

Ich habe mit dem King Kurs und etwas Sporties und Büchern, Youtube die IFR Theorie bestanden bei der Prüfung waren dann aber ein paar Fragen, die mir neu waren, man sollte also mindesten auf 90% lernen und mit solchen Überraschungen rechnen.

Ich bin schon allein deswegen gerne Simulator geflogen weil der in einem klimatisierten Raum stand.

Aktual IMC unbedingt, besonders muß man mal erlebt haben, daß es einem das Flugzeug durchschüttelt, man aber trotzdem noch Funken, Briefen, Approachen, etc muß.

Natürlich ist man ohne Lehrer gerade am Anfang wieder konservativer.

Edited by iwl
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bodyonic

Hallo Roland

bedenke, dass Schulen für "Eilige"  immer 11 Tage (wieviel auch immer) fliegbares Wetter voraussetzen. Und dass du 2 bis sogar 3 mal am fliegbaren Tag fliegst. Aber die dritte Lehrstunde kann dein Gehirn schon gar nicht mehr verarbeiten (wirst wohl selber wissen).

 

Theoriestunden wirst dort auch noch live erhalten.

 

In Florida hast immer wieder 2 Tage nur Thunderstorms....da sitzt dann auch wieder nur rum. Danach will jeder Schüler schnell die verlorene Zeit aufholen (Verfügbarkeit der Flieger?)

Dann am Tag des skills test ist der Examiner unerwartet in Chicago....und so weiter und sofort

 

Aber viel Spass

 

konrad :)

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BaluW

@Poensch

 

Roland, wie ist es dir ergangen?

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BaluW

Waren die 11 Tage realistisch?

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