Im Oktober 2009 hatte ich euch hier Teil 1 des Reiseberichts meiner USA-Reise vorgestellt. Die versprochene Fortsetzung gabs nie…
Jedenfalls finde ich heute, dass der etwas mickrige Bericht unserer fantastischen Reise nicht gerecht wird und ich habe mich entschieden, ihn neu zu schreiben und zwar an einem Stück. Ich hoffe, ihr habt nichts dagegen.
Natürlich gibts auch jetzt keine absolute Topqualität, weil ich ja die Fotos nicht noch einmal machen kann

Die Einführung kann ich gleich übernehmen:
Am 1.Juni 2008 bestieg ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Flugzeug. Genauer gesagt die Boeing 767-200ER N251AY der US Airways, welche meinen Vater und mich nach Philadelphia bringen sollte. Bisher hatten mich Flugzeuge überhaupt nicht interessiert, ich hatte sogar ein wenig Angst beim Gedanken ans Fliegen... An diesem Tag und in den folgenden Wochen änderte sich einiges. Mit jedem Flug wurde meine neue Leidenschaft für Flugzeuge stärker. Ganz nebenbei entstand auch noch ein zweites neues Hobby, und zwar die Faszination für die Natur des Südwestens der USA. Nicht mehr losgelassen hat mich auch die Liebe zur US Airways. (--> Das Lesen der Zeitung am 15. Januar 2009 brachte einen Riesenschrecken mit sich...)
Da mir, wie bereits erwähnt, Flugzeuge zu Beginn der Reise vollkommen egal waren, gibt es auch kaum Fotos von ihnen. Als Kamera hatte ich (nur) eine Panasonic DMC-TZ5 zur Verfügung, welche zwar als Reisekamera äusserst empfehlenswert ist, aber höheren Qualitätsansprüchen nicht genügt.
Die zurückgelegten Flüge:
1.6.08
US 711 B762 ZRH-PHL N251AY
US 598 A320 PHL-LAS
20.6.-21.6.08
US 2892 CRJ 900 (Mesa Airlines) LAS-AUS
US 2604 CRJ 900 (Mesa Airlines) AUS-CLT N933LR
23.6-24.6.09
US 754 A321 CLT-PHL
US 710 B762 PHL-ZRH N251AY
Here we go:
Ich war aufgeregt wie noch nie, als ich um 5 Uhr morgens erwachte. :005: Um sechs oder halb sieben gings dann auf den Zug Richtung ZRH. Alles klappte soweit problemlos, um 9.30 erreichten wir nach nerviger Befragung das Gate am Dock E. Die schöne US-767 wurde bereits beladen.
Tja, dann hiess es einsteigen! Der Flug war ausgebucht, wir hatten aber ganz vorne in der Eco reichlich Platz.
Wir rollten mit 10 Minuten Verspätung zur Rwy 16 und waren gleich Nummer 1. --> Take-off :cool:
Dass ich mich erstmal ziemlich festklammerte, möchte ich nicht verschweigen… Die ersten Meter mit der Linkskurve sind ja auch etwas gewöhnungsbedürftig.

Mangels Originalbild hier stellvertretend der 711-Take-off vom 14.4.10:
Und dann waren wir unterwegs

Eisschollen sahen wir Stunden lang.


Unterdessen wurde das Essen serviert. Jedenfalls unser Vegi-Menu war wirklich nicht zu verachten. Und trotz der vielen Passagieren gab sich das Personal grosse Mühe, stets alle Wünsche zu erfüllen (Das war super, merci!

Bilder gibt’s auch hier leider nicht

Und trotz allem kam mir der Flug dann recht lang vor, bis es hiess: „Ladies and Gentleman, US Airways welcomes you to Philadelphia! Local time is five past one p.m. …“
Das hiess: Wir hatten zwanzig Minuten Verfrühung – Umso besser.
PHL ist bekanntlich nicht der internationale Flughafen. Das war ein Riesenvorteil: Während die Einreise z.B. in JFK und EWR jeweils bis zu Stunden dauern soll, waren es in Phily gerade mal zehn Minuten!!!
Der Nachteil des Airports dagegen ist wohl v.a. bei Vegis ein Problem^^: ESSEN --> Im Transitbereich gibts unzählige China-Restaurants, sowie mehrere Fast-Food-Stände – Und das wars dann so ziemlich… Irgend einer verkaufte dann doch etwas für uns und zum Dessert spachtelten wir noch je 4 Donuts

Irgend eine AWE-Dame war dann so vom Südstaaten-Englisch meines Vaters angetan, dass sie fast mit gekommen wäre nach LAS :009: „VEGAS?! They have about fourty degrees today!...“
Das Ganze dauerte noch fünf Stunden und im Abendgrauen erreichten wir unser Ziel:
LAS VEGAS!!!
Im Nachhinein schade, dass wir kein Hotel am Strip gebucht hatten, doch 16 Dollar pro Nacht inkl. Frühstück sind auch nicht zu verachten

Der nächste Tag diente der Erkundung der Stadt:

Das da ist IM Venetian-Hotel^^



Wir gingen zur Abkühlung Indiana Jones schauen und am Abend sah es draussen dann so aus:


Nein, das ist nicht die echte :009:

Mit Vegas wars das schon. Gesehen haben wir noch einiges, aber eben nicht abgelichtet

Als Fazit kann man sagen: Vegas fasziniert einfach, aber nach zwei Tagen hat man es gesehen. Gut dass immer wieder alles umgebaut wird!
Also machten wir uns mit dem Miet-Toyota auf den Weg in die Wüste:

Erstes Ziel war das Valley of Fire, ein lohnenswerter Tagesausflug. Am besten geht man am Abend, wegen dem Licht.
Felszeichnungen von früheren Kulturen:




Das da ist das State Park-Highlight…

…und der Zutritt eigentlich verboten …chch…wir habens zu spät gesehen^^

Wo er wohl hin will?


Dieses Licht! :009:

Bereits für diesem ersten Abend unterwegs hatten wir keinen bestimmten Zielort ausgesucht. Dies mit der Folge, dass wir nun leicht verloren nach etwas suchten…

…und in einem der verlorensten Orte der Umgebung landeten: Meadview
Warum ich das sage? --> Der Hotellier wusste den Namen des Ortes NICHT :confused: - Er meinte, dass zwar sein Hotel „Meadview“ heisse, aber das Dorf keinen Namen hätte…ähmm…
Mit etwas Glück kamen wir sogar zu einem richtigen Abendessen (im einzigen Lokal des Ortes). Das Schloss des Hotelzimmers war leider aufgebrochen, aber was solls…^^
Am nächsten Tag gings dann Richtung Grand Canyon. Und ich muss sagen: Für mich gibt’s nicht Schöneres und v.a. nichts Beeindruckenderes!
Sogar ein First-Class-Zug fährt übrigens von Flagstaff ins GC-Village(!):

Der fantastische Blick. Es dürfte bekannt sein, dass sich das Weltnaturwunder kaum fotografieren lässt. (Dies wegen dem Dunst von L.A. und vom Kohlenkraftwerk in Page.)



Das Village ist ein sehr angenehmer Ort: Die Infrastruktur, wie auch die Campgrounds hab ich als sehr gut empfunden.
An einem der vier Abenden überraschte uns sogar ein Gewitter – Und ich glaub, ich hab mich noch nie so ab einem Gewitter gefreut

Chch^^:

Dann wanderten wir los, mit dem Ziel Colorado River! Das ganze bei 40 Grad







Schön, oder? =)

Der achtstündige Aufstieg bei 44 Grad am nächsten Vormittag hat mich auch als recht geübten Wander wirklich an die Leistungsgrenze gebracht.
Dafür gibt’s wieder das:


Nach einer weiteren Nacht im Village gings wieder auf der Strasse weiter. Man fährt noch eine Zeit lang am Rim entlang und kann immer wieder durch Stichstrassen verschiedene Aussichtspunkte besuchen…


…bis sich die Landschaft verändert. Wir befinden uns übrigens auf dem Weg Richtung Page.

Und dort gibt’s das grosse Highlight bereits vor dem Ortseingang:
Der Horshoe Bend bildet eigentlich den Eingang zum Grand Canyon. Dass das Wasser Grün statt Rot war, war ein Riesenglück!


Das da ist jetzt eben ein WildKANINCHEN und kein Hase. Hand aufs Herz: Wer kennt den Unterschied? ^^

Ich liebe die Weiten der Region wirklich:

Der Glen Canyon Dam:


Ein Indianer-Lebensmittel-Geschäft gibt’s in Page auch:

Ein heiliger Ort ist der „Antelope Point“

Das Städtchen selber besteht aus Golf- und vor allem Parkplätzen :005:

Das zweite Ortshighlight ist der berühmte Antelope Canyon. Für die Hinfahrt zum (upper) Canyon zahlt man pro Person rund 40 Dollar :mad:
Dafür ist das Ganze wirklich schön!









Sorry, für die Bilderflut

Dann fuhren wir weiter zum Monument Valley.
Diese Esel stammen von den Goldsucher-Tieren ab!

Vom Valley hatte ich nicht viel erwartet und wurde daher umso mehr überrascht: Diese Steinklötze übertreffen wohl den GC! (Für mich…)


Wer Eintritt bezahlt hat, kann sein Zelt aufbauen, wo er will. Die einzige Infrastruktur sind die Mobitoils (oder so ähnlich)


Und während sich auf der einen Seite die Sonne verabschiedete…

…sahs auf der anderen so aus:

Die Nacht wurde kurz, denn um fünf Uhr ergab sich dieses Bild:

Bereits gings wieder weiter. Nächstes Ziel: Der Bryce Canyon in Südutah. Diese Strassen sind sehr beliebt bei Motorradfahrern und offensichtlich hat sich auch mal ein Vierradler verschätzt!

Weit zurück das MV:




Hierbei handelt es sich um Ausläufer des Grand Staircase-Escalante National_Monuments:


Und das eigentliche Ziel:



Zu empfehlen ist der Weg in den Canyon hinunter:

Und dieser Komische xD:



Das ist bereits der Zion NP, für den wir leider nur sehr wenig Zeit hatten. Dies aus dem Grund, dass wir die Route folgendermassen abänderten: Statt Zion-Las Vegas-Death Valley-San Francisco-Yosemite-Las Vegas wollten wir nun noch nach L.A. und über den California-Hwy 1. Das heisst: Zion-(Las Vegas)-Los Angeles-San Francisco-Yosemite-Death Valley-Las Vegas. Was für ein Stress









Und weiter via LAS nach Los Angeles! Solche Lastzüge sind in Amerika üblich:

Das da ist in den Universal Filmstudios in Hollywood. Es hatte kurz vorher gebrannt (echt;)):

So filmt man fliegende Autos:

Was es hier wohl zu sehen gibt?!...

…DAS! (Man beachte den „Regen“) Kommentar: „Achten Sie bitte auf ihre technischen Geräte, wie zum Beispiel Kameras…“

Kulissen:

Wer kennt die aus dem TV? xD



Ein traurigeres Kapitel...:


Jetzt doch noch etwas aus der Stadt:



Der berühmte „Walk of Fame“:

Und der Stress ging weiter :-/
Hier irgendwo Richtung Frisco:

Der typische Nebel im sonnigen Kalifornien:

Aber es geht auch so:




Nächster Tag, neuer Nebel:




Und dann endlich San Francisco, die europäischste Stadt in den USA:

Chinatown


Und ein „Notschuss“ des Cablecars:



Höllendinger!


Und byebye Frisco!

Wie auch L.A. hätte auch S.F. noch einiges zu bieten gehabt.
Wir machten trotz des Zeitmangels noch einen Abstecher zur Stanford University:




Der nächste Campground hätte nicht friedlicher sein können: 8 Personen insgesamt!

Und nach nur einer Nacht der Endspurt zum Yosemite, der, um es gleich vorneweg zu nehmen, zu „schweizerisch“ für mich ist. Und vor allem ist er viel zu vollgelaufen.




DIE Überraschung! Der spazierte einfach plötzlich vor unserem Auto durch und schaute sogar noch zurück!




Alpenstimmung herrscht.

…und da sind wir schon wieder unten im Tal. Unser Flieger geht in 24 Stunden!

Also am nächsten Morgen früh auf und ab durchs Tal des Todes:

OMG



Einmal hatte sich eine Firma auf die Rohstoffförderung hier spezialisiert!



Jetzt noch 5 Stunden bis zum Abflug!...
…und hier noch zwei:

Nach Hause sollte es noch nicht gehen. Vielmehr war noch ein Besuch bei der ehemaligen Gastfamilie meines Vaters in der Nähe Charlottes NC geplant.
Wir hatten nur noch einen Nachtflug mit umsteigen in AUS erwischen können. D.h. Stopover in AUS von 2.00-8.00 Nachts! Ohne Hotel natürlich…
Auch das war zu schaffen und wir kamen gesund und munter in CLT an. Die Gasteltern dort haben nicht nur eine eigene Firma und entsprechend Geld, sondern auch einen Park ums Haus und einen passenden Fuhrpark



80 km/h läuft dieses Ding!

Dieser A321 im alten Paintsheme brachte uns nach PHL. Das Wetter war Gewittrig und so wurde das ganze (am frühen Morgen) ziemlich unangenehm…und mein Vater reisekrank.
Übrigens waren wir in CLT Nummer 29 beim Anstehen!

Cactus 710 war dann viel angenehmer:


So, mit diesem Bild möchte ich mich von euch verabschieden und mich bedanken, dass ihr euch Zeit genommen habt. Ich hoffe, es hat gefallen!
Für mich waren diese Ferien zugleich das schönste und das prägenste Ereignis, dass ich bisher erlebt habe. Täglich sitze ich 2 Stunden vor Karten und Reiseführern, weil ich keinen grösseren Traum habe, als wieder zu gehen….in den wunderschönen Südwesten der USA.
PS: Bitte schreibt einen Kommentar! Auch Kritik ist wie immer willkommen!