cosy Geschrieben vor 8 Stunden Geschrieben vor 8 Stunden Dieser schwere Vorfall liegt zwar schon fast genau 1 Jahr zurück. Ich erfasse diesen Fall, weil die BEA vor ein paar Tagen einen sehr ausführlichen fundierten Schlussbericht veröffentlichte. 5 Schwerverletzte auf 143 Paxen, 4 Cabin, 2 Pilots. Der Bericht hier ist zwar französisch, aber die Bilder und der Inhalt wird einem ATPL sofort bekannt vorkommen. Es sind zum Beispiel die Beschleunigungswerte an verschiedenen Positionen am Flugzeug ausgewertet worden. Es ist erstaunlich, wie gross die Differenz zum Wert im Schwerpunkt ist. Den nachfolgenden Text hab ich mangels Zeit auto-übersetzt aus der Zusammenfassung (auf der BEA Website auch fr). Während des Sinkflugs durch eine Wolkenschicht erkannte die Flugbesatzung erst spät Echos auf dem bordeigenen Wetterradar, die auf ihrer Flugbahn lagen. Diese späte Erkennung ließ keine Zeit, die Echos zu analysieren und eine Ausweichstrategie zu entwickeln. Das Flugzeug flog auf Höhe von etwa FL 260 in eine isolierte Konvektionszelle ein und durchquerte einen Bereich starker Turbulenzen, begleitet von Hagel. Da keine Aufzeichnungen der Wetterradardaten (Einstellungen und Anzeige auf dem ND) vorlagen, konnte die Untersuchung nicht klären, warum die Flugbesatzung die Konvektionszelle erst so spät wahrnahm. Das Wetterradar war funktionsfähig; die Konvektionszelle hatte sich etwa 45 Minuten vor dem Durchflug des Flugzeugs entwickelt und war – je nach Höhe – mit mäßigen bis starken Niederschlägen (flüssiges Wasser) verbunden. Der Kern der Zelle blieb bis etwa 12:10 Uhr unterhalb von FL 230. Als das Flugzeug die Zelle sechs Minuten später passierte, wies sie eine starke vertikale Entwicklung auf, was die Heftigkeit der Turbulenzen erklärt. Cosy Zitieren
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