cosy Geschrieben vor 20 Stunden Geschrieben vor 20 Stunden Am 4.11.2026 um 21:05 schrieb reverser: Fatum schon wieder was gelernt: Fatum n. ‘Götterspruch, Schicksal, Bestimmung’. Lat. fātum wird seit dem 16. Jh. bedeutungsgetreu in dt. Schriften verwendet. Der Plur. lat. fāta wird auch für ‘Erlebnisse, Abenteuer’ üblich. Für den heute ausschließlich gebrauchten Singular werden die lat. Flexionsformen erst im 19. Jh. aufgegeben. Der Begriff des Fatums steht in Diskrepanz zur Vorstellung der christlichen Vorsehung (s. fatal). Danke Cosy Zitieren
cosy Geschrieben vor 20 Stunden Geschrieben vor 20 Stunden Am 5.11.2026 um 18:54 schrieb LS-DUS: Das Flugzeug ist vor dem Einschlag mit 51700 feet/Min gesunken. Das Entspricht 945 Km/h. Ein ausfgefahrenes Fahrwerk hätte da nicht mehr viel gebracht. Zumal das Flugzeug auch Bremsklappen hat. Dann wären sie vielleicht noch mit 850 Km/h verunglückt. In purer Unkenntnis aber mit einer Portion Logik folgere ich aber daraus: Mit ausgefahrenem Fahrwerk eine (vermutlich mit TW auf idle oder wenig Schub) würde wohl kaum auf diese Geschwindigkeit ansteigen, solange aerodynamisch noch "alles dran" ist. Die Geschwindigkeiten stammen doch vermutlich aus ADS-B Out Data. Diese basieren doch auf GNSS? Dann sind es wahre Werte relativ zum Ground. Da Mach 1.0 auf FL350 bei ISA aber schon bei 1067km/h ist, waren die somit mit Mach 0.885 in Richtung Tod unterwegs. Das war entweder eine bereits zerlegte Struktur oder aber eine in aerodynamischer "clean" Konfig. Cosy Zitieren
LS-DUS Geschrieben vor 1 Stunde Geschrieben vor 1 Stunde vor 19 Stunden schrieb cosy: Mit ausgefahrenem Fahrwerk eine (vermutlich mit TW auf idle oder wenig Schub) würde wohl kaum auf diese Geschwindigkeit ansteigen, solange aerodynamisch noch "alles dran" ist. Wenn alles dran ist würde man das Flugzeug stabilisieren können. Es sei denn es kam zu einem Kontrollverlust im IMC. Bei einem Stall würde man auch nicht das Flugzeug bremsen wollen und das Fahrwerk ausfahren. In dieser Gewitterzelle war sicher einige Zeit keine Sicht möglich. Das klingt sehr theoretisch da im richtigen Moment das Fahrwerk auszufahren. Eine These ist ja, dass durch den Auftrieb der Gewitterzelle und der Vereisung etwas vom Höhenleitwerk abgebrochen ist. Aber da muss man die Untersuchung abwarten. Was ich nicht verstehe. Wenn ich freie Sicht habe auf FL350, dann sehe ich doch jede Gewitterwolke? Dann brauche ich nicht auf ein Wetterradar zu sehen. Nur wenn ich keine freie Sicht habe, dann brauche ich das Wetterradar? Zitieren
SirGalahad Geschrieben vor 16 Minuten Geschrieben vor 16 Minuten vor 20 Stunden schrieb cosy: schon wieder was gelernt: Fatum n. ‘Götterspruch, Schicksal, Bestimmung’. Lat. fātum wird seit dem 16. Jh. bedeutungsgetreu in dt. Schriften verwendet. Der Plur. lat. fāta wird auch für ‘Erlebnisse, Abenteuer’ üblich. Für den heute ausschließlich gebrauchten Singular werden die lat. Flexionsformen erst im 19. Jh. aufgegeben. Der Begriff des Fatums steht in Diskrepanz zur Vorstellung der christlichen Vorsehung (s. fatal). Danke Cosy Was ist das Fatum / Schicksal? Was verstehen die Stoiker unter "Fatum" und wie unterscheidet sich ihr Begriff vom modernen Schicksalsbegriff? Das stoische Fatum (lateinisch für "Schicksal", heimarmene auf griechisch) ist kein blindes, willkürliches Schicksal, sondern die rationale Ordnung des Universums. Die Stoiker definieren Fatum als eine "Verkettung von Ursachen" (Ursachennetz) - jedoch nicht als simple zeitliche Abfolge von Ereignissen. Durch das Schicksal ist alles kausal miteinander verknüpft. Das geschieht durch die göttliche Vernunft, den logos, durch das pneuma. Es ist ein rationales System und keine Willkür. Alles hat einen Sinn, warum es so funktioniert. Anders als unser moderner Schicksalsbegriff impliziert Fatum bei den Stoikern keine passive Unterwerfung. Das Fatum ist vielmehr die vernünftige Struktur der Welt, mit der wir in Einklang leben sollen. Somit gehen Selbsterkenntnis und Welterkenntnis Hand in Hand. Praktische Bedeutung: Wenn wir verstehen, dass das Fatum die rationale von Gott gewollte Ordnung des Kosmos ist, können wir lernen, uns mit dieser Ordnung zu harmonisieren, anstatt gegen sie anzukämpfen. heimarmene Heimarmene (εἱμαρμένη): Schicksal, Fatum - die notwendige Verkettung aller Ursachen durch den logos. Nicht blinde Zufälligkeit oder willkürliche Macht, sondern die rationale (pneumatische) Notwendigkeit des Weltganzen, die mit pronoia (göttlicher Vorsehung) identisch ist. Das stoische Bild des Hundes, der an den Wagen gebunden ist (Chrysipp/Hippolyt): Er kann mitlaufen oder geschleift werden - die Richtung des Wagens (Heimarmene) ist nicht zu ändern, wohl aber die Haltung zur Fahrt. Amor fati ist die höchste Form der Zustimmung zur Heimarmene. Schon wieder was gelernt Stefan Zitieren
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