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Voll daneben: Luftfahrt - die subventionierte Umweltsau (Zeit Online)


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Geschrieben
vor 32 Minuten schrieb Urs Wildermuth:

Paris wäre in der Tat eine Destination, wo ich mir den TGV überlegen würde, obwohl der auch recht teuer ist. Dort wäre aber das Plus, dass man mitten in der Stadt ankommt, während man mit dem Flieger entweder in CDG oder ORY ankommt und dann noch RER e.t.c. in die Stadt rein braucht. 

Der TGV kostet *etwa* gleich viel wie der Flieger. Ich nehme geschäftlich lieber den TGV, weil ich dort im Gegensatz zum Flieger 4 Stunden am Stück am Laptop arbeiten kann. Dann ist es aber 1. Klasse und 230.- pro Weg oder so.

RER vom Flughafen in die Stadt macht kosten- und zeitmässig aber nicht mehr so viel aus. Kosten tut nur die Busse, wenn du aus Unwissen nur ein lokales Metroticket löst anstatt RER! (been there, done that)

 

 

Geschrieben

Nach Paris kann man sehr wohl mit dem Flugzeug reisen. Anstatt des Abzock-Taxis bestellt man einfach einen Uber und zahlt die Hälfte.

 

Von Karlsruhe aus nehme ich nach Paris allerdings auch immer wieder den TGV/ICE, weil Air France leider Frankfurt vernachlässigt und nur mit den "Regio-Töffs" hinfliegt, die dann im CDG Terminal 2G ankommen/abfliegen, was total unpraktisch ist und ausserdem hasse ich diese Bretterbude. Ab dem Gare de l'Est nehme ich dann jeweils ein Uber nach Le Bourget. In der Metro und in den Regionalzügen fahren leider jede Menge zwielichtige Typen mit, inklusive Taschendiebe.

Geschrieben
vor 16 Stunden schrieb FalconJockey:

CDG Terminal 2G ankommen/abfliegen, was total unpraktisch ist und ausserdem hasse ich diese Bretterbude.

 

Den LSD-Farbtraum in Pink und Orange?!?🤣 Diese Bruchbude wäre ja auch halb so problematisch, wenn man mal bei dem blöden airside People Mover noch die fehlenden 300 Meter ergänzt hätte... 

 

vor 16 Stunden schrieb FalconJockey:

In der Metro und in den Regionalzügen fahren leider jede Menge zwielichtige Typen mit, inklusive Taschendiebe.

 

Tja, in Uniform ist man da halt benachteiligt. Als Tourist schaut man einfach, dass man auch etwas zwielichtig daherkommt😇

 

 

Geschrieben (bearbeitet)

 

 

Bearbeitet von Maxrpm
Geschrieben
vor 14 Minuten schrieb Maxrpm:

Von Europa kommt die Unternehmerin oder der Tourist heute nicht mehr direkt nach Prag oder Budapest. Sie braucht dafür ein Drehkreuz wie München oder Wien.

Oder halt so Ausbeuterbuden wie Wizzair.

Geschrieben
Am 6.1.2026 um 13:45 schrieb Urs Wildermuth:

Paris wäre in der Tat eine Destination, wo ich mir den TGV überlegen würde, obwohl der auch recht teuer ist. Dort wäre aber das Plus, dass man mitten in der Stadt ankommt, während man mit dem Flieger entweder in CDG oder ORY ankommt und dann noch RER e.t.c. in die Stadt rein braucht. 

 

Aber eben, nicht jede Destination ist so einfach mit dem Zug zu erreichen. 

 

Paris, Mailand und Frankfurt sind so ziemlich die einzigen Städte, wo der Zug klar im Vorteil ist. Wenn man genug Sitzleder hat, kann man noch Hamburg, Berlin und Wien dazunehmen.  Stuttgart geht auch noch, solange sie noch den HB anfahren. München könnte eine Option sein, wenn die Verbindung nicht dermassen unzuverlässig wäre. Ansonsten sehe ich ex-CH keine Destinationen, wo der Zug eine ernsthafte Konkurrenz darstellt. Die SBB fährt 2x die Woche umsteigefrei nach Venedig? Die SNCF einmal nach Marseille? Da fehlt es an Frequenz.

 

Aber mit dem TGV mit 320 Sachen über die LGV-Est bolzen, ist definitiv schon noch geil😎

  • 5 Monate später...
Geschrieben

Es gibt mal wieder über das Thema CO2-Kompensation zu berichten. Ab 1. Januar 2027 sind ja Reisebüros gesetzlich verpflichtet in allen Offerten "transparente Informationen" über die Emissionen anzugeben, die voraussichtlich ausgestossen werden. Das dies ein politischer Hirnfurz ist, der in der Realität 1. keinen interessiert und 2. kaum irgendwie vernünftig die Realität abbilden kann, ist ein offenes Geheimnis. Aber es ist halt auch ein Steckenpferd einiger Umweltpolitiker, die damit das Klima gerettet sehen.

 

Anyway, die Klima-Kompensations-Firmen bringen sich schon mal in Stellung:

 

https://abouttravel.ch/reisebranche/pascal-wieser-klimaschutzbeitraege-staerken-vertrauen-und-glaubwuerdigkeit/

 

Das die Realität an der Front aber eher so aussieht, muss man wohl nicht extra betonen:

 

https://abouttravel.ch/reisebranche/feedback-myclimate-die-realitaet-sieht-anders-aus/

 

Das Problem von Firmen wie MyClimate ist doch gerade, dass "Vertrauen und Glaubwürdigkeit" das einzige sind, was diese am Leben erhält...

Geschrieben
vor 46 Minuten schrieb Lubeja:

Das dies ein politischer Hirnfurz ist, der in der Realität 1. keinen interessiert und 2. kaum irgendwie vernünftig die Realität abbilden kann, ist ein offenes Geheimnis.

 

Das ist schwachsinnige EU-Gesetzgebung. Von einem EU-Parlament beschlossen, was monatlich (700 Abgeordnete und tausende Mitarbeiter) von Brüssel nach Straßburg pendelt und so völlig unnötig immense Kosten und CO2 Emissionen verursacht. 

Wahrscheinlich steht demnächst auf jedem Ticket die CO2 Belastung. Dazu noch Bilder von Hitzekatastrophen. Warnhinweise, wie auf den Zigarettenpackungen.

 

Geschrieben

 

Am 1.7.2026 um 15:17 schrieb LS-DUS:

Wahrscheinlich steht demnächst auf jedem Ticket die CO2 Belastung. Dazu noch Bilder von Hitzekatastrophen. Warnhinweise, wie auf den Zigarettenpackungen.

 

Wie wäre es mit groooooossen Verbotsschildern über den Innenstädten? Schliesslich sind Flugzeuge für die enormen Temperaturen in den Städten verantwortlich. Nicht via Klimaerwärmung, sondern direkt durch ihre Verbrennungsprozesse!!!!!!!!!

 

Hier der Beweis:

 

https://www.wuzonline.de/hitzewellen-kerosin-flugzeuge-aus-der-stadt-verbannen/

Geschrieben

"Das fordert die die Notgemeinschaft der Flughafen-Anlieger Hamburg e.V.". Da have ich aufgehört zu lesen.

Geschrieben
Am 1.7.2026 um 14:23 schrieb Lubeja:

Ab 1. Januar 2027 sind ja Reisebüros gesetzlich verpflichtet in allen Offerten "transparente Informationen" über die Emissionen anzugeben, die voraussichtlich ausgestossen werden.

Einen Sektor trifft diese Regelung besonders hart:

Nämlich alle Reiseangebote, die sich als besonders umweltfreundlich und naturverbunden ausgeben. Ihr wisst schon, diese erstklassigen Treetop Hotels im Dschungel, Eco-Lodges in Namibia oder Polarexpeditionen.

 

Es tönt jetzt vielleicht blöd, aber aus Sicht der Natur ist es wohl das kleinere Übel, 1000 Feriengäste in einen Hotelblock in Antalya zusammenzupferchen, als 1000 Eco-Lodges auf einer viel grösseren Fläche in der Pampa zu errichten, mit aller Infrastruktur und Logistik die damit zusammenhängt. Aber genau diese Eco-Angebote nehmen den Mund besonders voll was die Nachhaltigkeit betrifft. Diese EU-Regelung wird noch vielen Individualtouristen die Augen öffnen.

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 4 Stunden schrieb Hotas:

Aber genau diese Eco-Angebote nehmen den Mund besonders voll was die Nachhaltigkeit betrifft. Diese EU-Regelung wird noch vielen Individualtouristen die Augen öffnen.

 

Man sehe, was diese "Eco-Lodges" in den letzten 20 Jahren in Teilen aus der Peninsula de Osa oder auch in Regionen wie Tortuguero (beides in Costa Rica) gemacht haben. Schicke "Baumhäuser" und "wooden villas" für die Insta-Hintern- und Busenwackler*innen,... und für teures Geld.

 

Zu "meiner Zeit" kam man nach SJO nur via USA (Ausnahme Martinair, saisonal). Heute fliegen mehrere Europäer-Airlines direkt an, u.a. Edelweiss. Zahlungskräftige Youngsters also mit Franken und Euronen für diese Lodges, für die man Straßen (u.a. von Puerto Jiminez nach Carate) ausbauen musste und jeden Tag logistische und Transfer-Fahrten unternehmen muss. Zu meiner Zeit war in Carate die Schotterpiste zu Ende und ein Platz zum Umkehren - mehr nicht. Weil dort beginnt einer der m.E. besten Nationalparks Mittelamerikas (Osa Nationalpark).

Heute gibt es an dieser nunmehr Straße mehrere dieser Lodges für die ehem. "Klima-Streiker" und Yoga-Fritzen, tw. die Flanke am direkt angrenzenden National Park entlang in den Regenwald gebaut. Und die ehemalige 4WD-Piste ist mittlerweile bis zur Hälfte asphaltiert - damit bei den früher vielen pot holes die Stimmung der hippen Klientel nicht leidet. Wir fuhren damals in einem uralten US-Schulbus von Palma Sur nach Pto Jiminez mehr als 3 Stunden über eine Pista, die mehr aus Schlaglöchern bestand, als aus Straße. Heute braucht man 1,75h - alles asphaltiert, auch in der "Stadt". Wer älter war und es mit den Bandscheiben hatte, nahm eine Cessna Caravan oder Twin Otter.

 

Am Atitlán-See (Guatemala) - ein seit längerem beliebtes Ziel der Backpacker in Mittelamerika - begann das damals auch schon, vor allem in San Marcos La Laguna. Das war schon ausgerichtet für die Yoga-Heinis und jene, die so taten, als würden sie nach "Erleuchtung" streben. Ich war lieber in San Pedro, da waren mehr authentische Leute. Heute sind diese Lodges am See natürlich auch der letzte Schrei. Was zu meiner Zeit 2004 unglaublich erschien, ist jedoch zwischenzeitlich passiert - der See ist tw. vor lauter Tourismus und Zuzug der Saisonkräfte bzgl. Wasserqualität immer wieder zwitweise gekippt. Die Eco-Lodges und deren hippe Gäst*innen sind da sicher niiicht beteiligt... 🙈

 

Jaja, die Doppelmoral "der besten Guten" aller Zeiten..., man sieht sie überall - und sie manifestiert sich zunehmend im Rahmen einer kollektiven kognitiven Dissonanz.

 

Ich war vor paar Jahren mal 3 Wochen auf einer entlegenen Fiji-Insel in so einer Eco-Lodge. Weil wir bewußt was wollten, wo keine Straßen (KFZ), Pisten (ATVs) und nicht mal diese Golf Carts fahren. Ein secluded beach sozusagen, wo man mit dem Boot anlandet - direkt neben Matschitz' Laucala Island. 

Naja, was soll man sagen. Diese "Eco Lodge" war abhängig von einem Dieselgenerator (heute haben sie hoffentlich mehr PV-Module und mit Speicher). Und die vornehmlich australischen Gäste wollten natürlich nicht auf ihre Getränkedosen und anderen Zivilisations-Junk verzichten. Für mich war das letztlich eine eher bescheidene Experience in Sachen "Eco" - sprich reine Augenauswischerei. Nachdem das "Eco" für uns aber nicht der wesentliche Buchungsfaktor war, war uns das an sich egal.

 

Man erkannte halt wieder mal, dass Marketing mehr verspricht, als es hält. Auch wollte man uns öfter zu Ausflügen und Tauchgängen (mit dem Aussenborder) überreden - also Sprit verbrennen. Wir wollten aber maximal chillen bzw. alles zu Fuss erkunden und machten nur zwei Trips (ich wollte u.a. die Mateschitz Insel einmal umrunden). Was mich interessiert hätte, wäre in einem entlegenen Dorf mit dem Häuptling und anderen Locals eine echte Kava-Zeremonie erleben, aber sowas geht heute nicht mehr. Dazu muss man ein echter "Reisender" sein, der zeitweise mit den Einheimischen lebt - so wie ich das früher tat. Als Tourist in einer ollen Lodge gibts nur eine Kava-Runde in der Community Hütte der Lodge - also eine moderate Folklore-Show. 

 

Einmal und nie wieder "Eco Lodge" - man bezahlt zudem mehr für weniger, nur damit das "Label" und somit (bei immer mehr Zeitgenossen heute) die progressiv-grüne "Haltung" passt! Besser, man mietet eine Hütte in einem Local Dorf! Da erlebt man auch die Schwierigkeiten der Menschen vor Ort und kann etwas mithelfen...

 

Zudem gehören die meisten dieser fancy alternative Lodges auf Fiji oft Weissen aus AUS oder NZL, und die leben oft auch "zuhause" und nicht auf den Inseln (wie in unserem Falle). In Mittelamerika sind es oft "Gringos" und Europäer, denen die Eco Lodge oder das Resort gehören. Es ist also durchaus eine neue Art von Kolonialismus - die Einheimischen werden durch das Kapital tw. vom Land ihrer Ahnen verdrängt (Preise steigen, Gentrifizierung etc.), verlieren die Möglichkeit zur Subsistenzwirtschaft, müssen schlecht bezahlte Jobs im Tourismus annehmen (was als Chance verkauft wird), werden mehr oder weniger ausgebeutet wie Sklaven, nur dass sie paar Dineros dafür bekommen, um damit dann das zu bezahlen, was sie früher vom Land/Meer direkt erhalten hätten etc.

 

An den Unis lernen sie ja im "Wertewesten" heute dieses ganze" post colonial studies"-Gedöhns und werfen in Folge ihrer eigenen Kultur, Ethnie und nationalen Geschichte Ausbeutung vor (tw. ist da natürlich wirklich was dahinter, das British Empire etwa war definitiv ein ausbeuterisches Unrechtssystem), aber in Zusammenhang mit "woke" und so. Sich selbst sehen sie hingegen dann oftmals nicht in der Pflicht, wenn sie derlei Angebote nutzen..., weder als "kapitalistische Neo-Kolonialisten" (weil sie ja meist Rot oder Grün wählen) noch als "Klimasünder" (LR-Flüge, was sie den Boomern noch vor wenigen Jahren stets vorwarfen) - weil sie, ja sie sind ja "Eco" unterwegs! mhmmm..., genau! 🤪

 

Ich sag's ja..., kognitive Dissonanz!

 

Gruß

Johannes

Bearbeitet von Phoenix 2.0

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