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  1. Hier gibt’s noch einen weiteren Shorty vor dem Jahresende von mir und der ist erst noch nur halb-aviatisch. Für einen meiner üblichen, längeren Idiotentrips, welche nen ausgewachsenen AvGeek-Trip Report rechtfertigen würden, hat es mir leider dieses Jahr nicht gereicht – obwohl 21 Segmente waren es dann doch… Und um die eins hinter der zwei dreht sich dieser Report hier. Bisschen background: irgendwann Anfang Dezember habe ich meinem regelmässigen Mitreisenden Patrick/eldior den Vorschlag unterbreitet, mal an eine der Adventsfahrten mit dem berner Dampftram teilzunehmen und wir einigten uns spontan auf den 3. Advent. Leider waren dann alle Fahrten bereits ausgebucht, als ich versuchte Plätze zu reservieren. So ein Pech aber auch, da müssen wir uns den Tag spontan anders um die Ohren schlagen. Es ergab sich, dass just an dem Tag die SBB auch ihren neuen Schnellzug ‚Giruno‘ das erste Mal auf der Gotthardstrecke einsetzen wollte. Ist gekauft Mehr aus Spass tauchte schnell die Frage auf, was denn eine Anreise ins Tessin mit dem Flugzeug kosten würde… Lugano fällt ja leider weg, aber Swiss war doch in arger Ausverkaufsstimmung und verscherbelte LX1216 nach Malpensa für läppische Fr. 89.- oneway und dies weniger als 48 Stunden vor Abflug! Wirklich den Kaufentscheid ausgelöst hat aber der Hinweis EQP 290 im Buchungssystem: Helvetic würde diese Rotation mit ihrer brandneuen Embraer 190 E2 durchführen! Nun denn, werden wir die beiden Verkehrsmittel Flugzeug und Bahn mal im direkten Vergleich testen. Es kommt glaube ich bis heute häufiger vor, dass ich sonntags um diese Uhrzeit erst ins Bett gehe, als dass ich auf einem Perron stehe… Immerhin, ein Klassenwechsel zum GA musste heute schon sein zur Feier des Tages – FÖÖÖRST um viertel vor sechs Uhr morgens im ICN nach Zürich Ankunft am Flughafen um 06:42, STD für den Flug 07:35, trödeln liegt sicher nicht drin, aber die gut 50 Minuten reichen locker. Erster Eindruck: sieht aus wie ein E-Jet, aber der grosse Topf unterm Flügel ist schon eindrücklich Zugegeben, das Bild stammt vom Aussteigen in Mailand, in Züri war es noch zu dunkel und sah noch so aus: Das Platzangebot ist aber auch bei der 190E2 nicht besser, wenn man 112 Sitze reinquetscht. Für mich geht es gerade noch so, Patrick hingegen flucht etwas von wegen aufgezwungenem Manspreading… nun, Ihr kennt ja inzwischen unser Lieblingsthema Ja, muss auch sein. Und nein, sie steckt immer noch da drin Damals, früher, nannte man sowas noch ein Egobildli… Einen echten Cabin Shot gibt es später noch, erst mal linieren wir auf 14 auf - das verspricht ein wunderbarer Morgenflug zu werden, bei diesem Licht! Der Start war enttäuschend lahm, aber die Mühle ist auch ziemlich leicht heute, da flext man lieber bis zum Anschlag… trotzdem steigt sie ordentlich in den Himmel! © Patrick Schuler © Patrick Schuler Flieger, grüss mir die Sonne – machen wir doch gerne! Innen offenbart sich auch der Grund für den günstigen Preis: es sind mit uns gerade mal 54 Nasen SLF an Bord. Als Service gabs ein Fläschchen Mineralwasser und zwei Mal Schöggeli. Aussen präsentiert sich die Alpenwelt in all ihrer verschneiten Pracht: Andermatt – unterwegs war rechterhand sogar kurz das Matterhorn exakt vor dem Mont Blanc zu sehen. Leider ohne Foto Nach knapp fünfzehn Minuten in der Luft sind wir schon im Tessin, abeam Ascona und Locarno. Im Süden ist das Wetter nicht sooo prickelnd… So sieht echte, zeitgemässe Flugscham aus, wenn man in einem hochmodernen Öko-Jet das Klima rettet!!!!!!! Unter der Nebeldecke graut es: Aaaand touchdown – sofort alles raus, was bremst… Benvenuti a Milano Malpensa – viel italienisches Blech ist hier aber nicht zu sehen. Beim Aussteigen gibt sich nochmal die Gelegenheit, die Kabine etwas genauer zu betrachten. Ich meine, ist ja ganz gefällig das ganze – aber Award winning? Nope, ist auch nur eine zwar zeitgemässe, aber ansonsten stinknormale Eco-Kabine. Natürlich hat uns Ökofritzen interessiert, wie viel die Kiste den nun gesoffen hat. Lapidare Antwort des Captains auf unsere diesbezügliche Frage: wenig Er nahm sich aber kurz die Zeit, um nachzusehen. Es waren 1090kg, die wir seit Zürich verbraten haben. Wäre noch interessant zu wissen, wieviel Kohle unser ursprünglich geplantes Dampftram im gleichen Zeitraum verbratet… eine entsprechende Anfrage bei Bernmobil ist jedenfalls platziert Dank Flightradar24.com lässt sich natürlich auch hier die Flugstrecke genau nachverfolgen: Mit dem Bus geht es anschliessend ins Terminal, wo wir dann mit der erfreulichen Meldung beglückt werden, dass der nächste Zug in die Stadt streikbedingt erst in ca. 1.5 Stunden fahren würde… zu viel werden wir heute in Mailand auch nicht mehr kommen, immerhin geht unser Zug zurück nach Hause bereits um 13:20 Uhr. Na gut, wenn ich als Lokführer so etwas Hässliches fahren müsste, würde ich vermutlich auch streiken: Liebe italienische Designer: da war eine nicht unerhebliche Menge Vino Rosso im Spiel, oder? Wie auch immer, für uns reicht es für einen kurzen Spaziergang im Bahnhofsviertel, auch ein Laden muss zwecks Beschaffung von Salami und etwas Pecorino unsere Anwesenheit erdulden. Und natürlich darf, wenn auch nicht ganz stilecht milanese, eine Pizza nicht fehlen. Schon ist knapp 13 Uhr und wir entern wieder den imposanten Bahnhof… …und Minuten später einen ETR610 der Trenitalia, welcher uns nach Lugano bringen wird. Machen wir einen Sprung zurück in die Schweiz – in Lugano haben wir eine knappe Stunde Aufenthalt. Mit Zeit totschlagen haben wir heute ja schon gut Erfahrung. Immerhin gibt es etwas Abwechslung durch eine Zugtaufe, welche heute in Anwesenheit von Prominenz begangen wird: Und da kommt das gute Stück: Schon nicht unschick „Unser“ Exemplar des Giruno kommt wenige Minuten später auf Gleis 3 an – nach dem E2-Embryo unsere zweite Typenpremiere an dem Tag: Hier gibt es nix zu meckern, die Kabine ist wirklich gut gelungen. Besonders die über den Drehgestellen in 1+1 angeordneten, leicht gegeneinander versetzen Sitzen gefallen mir speziell gut. So ergeben sich nette Tischchen und Stauräume und auch zwei gross gewachsene Personen können vis-a-vis sitzen, ohne sich mit den Beinen ins Gehege zu kommen. In der ersten Klasse ist zudem am-Platz-Service verfügbar – haben wir aber nicht genutzt, da wir uns in Vergesslichkeit bereits selber mit Proviant versorgt hatten… Ziemlich geil: alle anderen Züge, mit denen ich bisher gefahren bin, beschleunigen zwar unten raus gut, mit zunehmender Geschwindigkeit geht aber die Beschleunigung merklich zurück, bzw. wird eben unmerklich. Nicht so bei unserem Ostschweizer: scheibe, hat das Teil Power! Als wir bei Biasca in Richtung Basistunnel fahren, beginnt die Kiste brutal zu schieben und lässt nicht locker, bis die fahrplanmässigen 200 km/h erreicht sind. Und hinterlässt zwei debil grinsende Idioten Tatsächlich ist es nicht nur für uns eine Premiere, vielmehr ist es auch die allererste planmässige Fahrt durch den Gotthard-Basistunnel mit dem neuen Zug. In Erstfeld aus dem Loch gekommen, bemerkt man dann aber doch bald mal die Jahreszeit mit den kurzen Tagen und fotografieren wird schwierig. Mit einer bereits arg verunglückten Abendstimmung aus Brunnen möchte ich daher diesen Kurzbericht bereits wieder zum Ende kommen lassen. Kurzer Bericht, kurzes Fazit: - Die Embraer E2: netter Flieger, auch wenn gewisse Leute ihm in der getesteten Bestuhlung den „worst legroom ever-Award“ verleihen wollen. Ziehe ich nach wie vor jederzeit einem A320 vor. - der Giruno: ich hatte ja schon Angst, dass dieser Zug eine glorifizierte S-Bahn werden würde. Aber nein, Stadler hat ein absolut langstreckentaugliches Gerät konstruiert, in kürzester Zeit und ohne nennenswerte Probleme gebaut und auf die Schiene gebracht. Geiles Teil, da darf die SBB gerne noch ein paar Dutzend Exemplare nachordern! - Der direkte Vergleich Flug/Zug birgt spannendes. Den ökologischen Aspekt mal aussen vor gelassen, muss ich sagen: alle, die behaupten, auf solchen Kurzstrecken wie Zürich-Mailand könne man problemlos den Zug nehmen, haben zwar nicht unrecht. Klar kann man das, nur sind die Vorteile den eben auch längst nicht so deutlich, wie gerne herausgestellt. Da wird gerne schwadroniert, man müsse beim Flugzeug ja auch die Anfahrt zum Flughafen rechnen und die Zeit beim Check-in und Sicherheitskontrolle, etc. Ja klar, wenn man zu jenen Leuten gehört, die für ein verlängertes Wochenende in Mailand 8+23kg Gepäck mitschleppen müssen und drei Stunden vor Abflug am Flughafen sind, dann mag das zutreffen. Wenn man aber unser Beispiel nimmt, dann haben wir (streikbereinigt) folgendes: - Fahrt Zürich HB – Zürich Flughafen: 11 Minuten - Check-in hat man online gemacht & reist mit Handgepäck, daher Bahnhof über SiKo bis Gate: 50 Minuten - Flug Blockzeit 07:35 – 08:30, sind 55 Minuten - Zeit in Mailand vom Flugzeug zur Bahnstation: 20 Minuten - Fahrt mit dem Malpensa-Express ins Stadtzentrum: 1 Stunde Summe: 196 Minuten, oder 3 Stunden und 16 Minuten. Die schnellste Bahnverbindung Zürich HB – Milano Centrale zur gleichen Zeit ist der EC311. Abfahrt 06:10, Ankunft 09:50, Fahrzeit 3:40, Differenz 24 Minuten. Das Flugzeug ist also durchaus auch auf dieser Strecke konkurrenzfähig; man kann ebenfalls um 10 Uhr in der Stadt sein. Wir hätten mit den 24 Reserveminuten sogar genug Zeit gehabt, noch Gepäck aufzugeben. Dann gibt es noch das ultimative Totschlag-Argument, im Zug könne man dafür arbeiten! Nämlich!!! Eeehm, also wenn ich überlege, wie viel Zeit wir immer noch hatten, uns parlierend zu unterhalten, dann bleibt auch genau so viel Zeit zum Arbeiten am Flughafen, im Flugzeug und im Flughafenzubringer. Und es soll mir ja niemand erzählen, man könne dreieinhalb Stunden am Stück hochkonzentriert auf einen Bildschirm starrend arbeiten… Und zum Schluss: 20 Minuten Tunnelfahrt können schwerlich 30 Minuten Alpenflug im goldenen Morgenlicht ersetzen! In diesem Sinne: good flight, good night
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