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okaga

Flugschule wählen

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okaga

Hallo zusammen

 

Nach vielen Jahren Wartezeit darf ich mich nun mir der Auswahl einer Flugschule befassen, da ich im Herbst mit der PPL-Ausbildung anfangen möchte. Durch den Wohnort bedingt (Zürich-Nord), kommen vor allem Speck-Fehraltorf und Birrfeld in Frage.

Bei beiden sehe ich Vor- und Nachteile, da ich aber noch kein Pilot bin, ist evtl. meine Einschätzung diesbezüglich nicht ganz korrekt. Nach dem Abschluss der PPL würde ich vermutlich ca. 20h im Jahr fliegen können, deshalb wäre es mir auch wichtig, auf einem ähnlichen Flugzeug wie in der Flugschule weiter fliegen zu können, und evtl. ab dem gleichen Flugplatz.

 

Speck:

+ Kurze Graspiste (anspruchsvoller)

+ Schulungsflugzeug, welcher überall auf der Welt zu finden ist (C152)

+ kleiner Betrieb

- Flotte nach Ausbildung (relativ teure C172s mit G1000)

 

Birrfeld:

+ Schulungsflugzeug etwas interessanter / anspruchsvoller (DA20)

+ Mehrere Fliegerklubs dort angesiedelt, gute Flugzeugauswahl nach PPL

- Weg zum Flugplatz unsympatisch (Gubrist, A1, Baregg)

- grosser Betrieb, etwas zu viel los, v.a. am Wochenende

 

 

Wäre froh um eure Inputs dazu, weitere vor- und Nachteile, evtl. auch Fluglehrer-Empfehlungen (per DM).

 

P.S. es geht hier um die praktische Ausbildung, die theoretische Ausbildung werde ich im Fernunterricht machen.

 

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Tis

Zwei Inputs:

 

 

Speck:

- Graspiste: Kann dir witterungsbedingt oft einen Strich durch die Rechnung machen, da noch Tage nach intensiven Niederschlägen feucht und ggf. unbrauchbar oder limitierend. Ist mir (in Schupfart) einige Male passiert. Speck dürfte etwas besser sein, da noch Plastikplatten in der Piste verbaut sind, aber beachtenswert ist der Umstand wohl trotzdem. Einfach, damit du's nicht vergisst. 

 

Birrfeld:

- Wie gesagt, teilweise sehr viel los. Das mag für das Schärfen der fliegerischen Fähigkeiten vielleicht schon gut sein, kann aber vielleicht am Anfang auch etwas überfordern. Ich selbst war nur einmal da und plane selbst als Alternate für Schupfart immer Basel, aber von Kollegen, die viel da fliegen, höre ich schon immer wieder, dass es ab und zu etwas voll, gedrängt und chaotisch werden kann. Ich war froh, konnte ich meine Circuits auf einem etwas ruhigeren Platz abspulen. 

 

Als Input wäre da auch noch die MFGZ ab Zürich, aber da wissen andere besser Bescheid. 

 

Persönlich habe ich die Ausbildung in Schupfart gemacht, und (neben der Professionalität der Leute) das familiäre Ambiente dort sehr geschätzt. Speck dürfte ähnlich sein. Die Tecnam, die beide auch als Schulungsflugzeug haben, hat mir auch Spass gemacht, ist modern ausgerüstet aber dank dem Rotax doch nicht so teuer. Nur etwas leicht und schüttelt daher gerne etwas 🙂. Später dann auf die Piper (Tiefdecker, anderes Layout, etc.) umzuschulen, war aber dennoch kein Problem. 

 

Sinnvoll wäre es vielleicht, bei beiden Flugschulen mal einen Schnupperflug zu buchen, dann kannst du gleich auch die Anreise testen, siehst wie der Betrieb abläuft und wie die Menschen so ticken. 

 

 

LG,

 

Tis

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Urs Wildermuth

Hallo Andrei,

 

sehe es ähnlich wie Tis. Ich kenne Speck gut, die Graspiste ist im Sommer (meist) ok, macht aber das Fliegen im Winter fast unmöglich bzw schränkt es stark ein. Wenn Du im Herbst anfangen willst, heisst das im Winter schulen. Das kann in Speck durchaus zum Problem werden, wenn die Pistenverhältnisse oft tagelang nicht geeignet sind. Ich finde auch die Clubgebühren in Speck ziemlich heftig (500.- p/a) wobei man dann glaube ich von ermässigten Taxen profitiert, musst Du abklären.

 

Andererseits ist Speck oft wettermässig offen, wenn Zürich und Birrfeld unter zähem Hochnebel liegen der dann auch tagelang nix mehr machen lässt.

 

Birrfeld ist mit der Betonbahn im Vorteil, ebenso ist die Vielfalt grösser. Man kann den ganzen Winter fliegen (ausser Nebel oder so).

 

Was Du auch überlegen solltest (Zürich Nord ist da etwas offen was besser ist) ist der Nordring und Gubrist... von wo ich wohne (Winkel) ist Speck einfacher zu erreichen als Birrfeld, im Tagesverlauf ist der Nordring ja nicht unter einer Stunde zu bewältigen...

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AirBuss

Hallo,

 

schau Dir ruhig auch Zürich mit der MFGZ als Alternative an.

 

8 hours ago, okaga said:

P.S. es geht hier um die praktische Ausbildung, die theoretische Ausbildung werde ich im Fernunterricht machen.

 

Im Nachhinein fand ich es gut, Klassenunterricht statt Fernuntericht zu machen. Hier habe ich viele Leute kennengelernt mit denen ich heute noch im Kontakt bin und ab und zu fliegen gehe. 

 

 

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Parachutesj
Geschrieben (bearbeitet)

Hi Andrei

Ich hab meine Ausbildung bei der MFGZ ab LSZH gemacht und für die Schulung sind wir sehr oft nach Birrfeld geflogen.

Ich wohne auch in ZH-Nord und hab immer gesagt, statt vorm Gubrist stehe ich lieber am Pistenhalt und schaue den Airlinern zu.

Es ist so, man braucht ab Zürich mehr Zeit da man keine Circuits fliegen kann. Unter dem Strich kostet es vermutlich auch mehr (nicht wg. den Landegebühren oder Kosten der MFGZ sondern man verliert Flugzeit - Ein-Ausflug CTR).

Der Vorteil der Nähe zum Flughafen war für mich entscheidend. Und was ganz nebenbei kommt, ich flieg praktisch jeden Platz an und habe keine "Angst" oder Hemmungen wie das sonst vielleicht manche haben. Man ist von Anfang an drin in der sehr komplexen Welt von internationalen Airports. 

Weiterer Vorteil: Wenn man eine Reservation hat, steht das Flugzeug fertig betankt bereit. Man muss nur noch seine Checks durchführen und wenn man zurück ist, parkt man und geht zum Debriefing. Das ist auf anderen Plätzen meines Wissens nicht so, da muss man ggfs. erst noch zwei andere Flieger aus dem Hangar schieben bis man an seinen kommt, tanken sowieso und vor dem Hangarieren auch noch mal putzen. Das kostet ebenfalls erheblich Zeit.

Allerdings ist es auch recht anonym. Du kennst den Fluglehrer und das Sekretariat aber andere Piloten sieht man kurz beim Ein-Aussteigen. Deshalb die Empfehlung auch die Theorie dort zu machen damit man etwas vom Club mitbekommt. 

 

Ich würde wieder zur MFGZ gehen.

 

Eine Anmerkung aber noch: wenn dein Budget knapp ist und du nach der Ausbildung nur 20h/Jahr fliegen kannst, würd ich mir persönlich das noch mal überlegen. Sorry wenn ich das so sagen muss, aber das ist zwar mehr als gesetzlich gefordert aber viel zu wenig um wirklich im Training zu bleiben, gerade am Anfang.

 

VG

Steffen

 

bearbeitet von Parachutesj
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Heinz Richner

Steffen,

 

die Timeline des Trainings wird wohl beim Neuling genauso verlaufen, wie bei den meisten anderen Privatpiloten auch. Nach Lizenzerhalt aus Faszination viel fliegen, danach gehen die Flugstunden in Pflichtübungen zum Ratingerhalt über und irgendwann hat mans dann gesehen. Von dem her gesehen haben diesen aviatischen Werdegang schon viele gemacht, ohne erhöhtes Risiko, die Einen etwäs länger, andere viel kürzer.

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mds

@Parachutesj 20 Flugstunden pro Jahr finde ich für einen Privatpiloten schon recht ordentlich. Das sind immerhin sechs bis sieben Flugtage plus sicherlich gleich viele Tage als Reserve (Wetter, Flugzeug defekt / in einer der ständigen Kontrollen, man ist krank / nicht fit, andere Prioritäten). Und jeden Flugtag muss man entsprechend vorbereiten, was einiges an Zeit beansprucht, sobald man sich nicht mehr mit Rundflügen und Flügen zu (einfachen) schweizerischen Plätzen begnügt. (Wobei es je nach Vercharterer gar nicht möglich ist, so viele Tage im voraus ein Flugzeug zu reservieren oder jedenfalls nicht für mehr oder weniger einen ganzen Tag, was aber notwendig ist, wenn man regulär arbeitet und auch mal ein paar Stunden an einer Destination verbringen oder mehrere Tage unterwegs sein möchte.)

 

@okaga Ich würde Birrfeld empfehlen. In Bezug auf die Flugzeug-Verfügbarkeit solltest Du aber keine allzu hohen Erwartungen haben. Die Fliegerschule Birrfeld zum Beispiel hat keine modernen Reiseflieger im Angebot. Wenn man auf einen Reiseflieger, mehrheitlich nicht so moderne, zurückgreifen möchte, muss man mit mehr oder weniger Geld Mitglied einer Haltergemeinschaft werden. Das ist aber nicht Birrfeld-spezifisch, sondern gilt überall. Die Vercharterer in der Schweiz sind stark auf die Grundausbildung ausgerichtet, moderne Reiseflugzeuge zu chartern ist fast unmöglich und in jedem Fall sehr teuer.

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FalconJockey

Sehe das auch so, dass 20h im Jahr schon ordentlich sind. Wer ein knappes Budget hat, sollte sich überlegen, nach zur oder zumindest nach der Ausbildung in den USA oder ähnlich erschwinglichen UND fliegerfreundlichen Ländern das Logbuch zu füllen. Gerade die ersten zwei Jahre nach Lizenzerhalt sind immens wichtig, um Erfahrungen zu sammeln, auch mal Mist zu bauen, ohne dabei größeren Schaden anzurichten. So kurz nach Ende der Ausbildung ist man dann noch etwas konzentrierter und vorsichtiger, was ein Vorteil ist.

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okaga

@alle  Vielen Dank für eure Inputs, das ist alles recht hilfreich. Der Plan wäre im Herbst mit den ersten Lektionen anzufangen, dann im Winter eher auf die Theorie zu fokussieren und ab dem Frühling wieder intensiver mit der Praxis weitermachen. Daher wäre es nicht so wichtig, im Winter viel fliegen zu können. Was ich bei Speck noch gut finde, ist dass der Flugplatz mit dem ÖV gut erreichbar ist, so kann ich auch die Zeit unterwegs irgendwie nutzen.

 

LSZH war auch mal in der Auswahl, würde aber sicherlich insgesamt 4-5 tausend Franken teurer als LSZK oder LSZF sein, da im Vergleich Fluglehrer bzw. Flugzeug pro Stunde teurer sind. Dazu die Landegebühren. Mit dem Geld würde ich lieber noch einige Stunden fliegen. Sonst wäre es schon cool, mit dem kleinen Bugsmasher auf so einem grossen Flughafen wie Zürich.

 

@Tis Die Idee mit dem Schnupperflug finde ich gut, so kann ich auch potentielle Fluglehrer kennenlernen, und einen besseren Eindruck von den 2 Flugplätzen bekommen.

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okaga
vor 15 Stunden schrieb AirBuss:

Hallo,

 

schau Dir ruhig auch Zürich mit der MFGZ als Alternative an.

 

 

Im Nachhinein fand ich es gut, Klassenunterricht statt Fernuntericht zu machen. Hier habe ich viele Leute kennengelernt mit denen ich heute noch im Kontakt bin und ab und zu fliegen gehe. 

 

 

Ja, den Vorteil sehe ich auch beim Klassenunterricht, allerdings ist im Moment die Zeit das Problem bei mir, ein paar Stunden pro Woche dafür zu finden wird eher schwierig. Dazu kenne ich schon relativ viel von der Theorie, es wird für mich einfacher sein, in eigenem Tempo mein Wissen zu vervollständigen.

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mds

Bitte nicht vergessen: Theorie und Praxis muss man nicht am gleichen Ort absolvieren.

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mds

@okaga Vorläufig ist es noch möglich, Zürich anzufliegen, auch wenn man dort nicht schult. Fliegerisch halte ich Zürich – wie eigentlich alle kontrollierten Plätze – für vergleichsweise einfach. Viel Arbeit wird durch die vorhandenen Standardprozeduren und durch die Flugsicherung abgenommen.

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PAO1908
vor 2 Stunden schrieb okaga:

@alle  Vielen Dank für eure Inputs, das ist alles recht hilfreich. Der Plan wäre im Herbst mit den ersten Lektionen anzufangen, dann im Winter eher auf die Theorie zu fokussieren und ab dem Frühling wieder intensiver mit der Praxis weitermachen.

@Tis

Das würde ich mir nochmals überlegen. Entweder beides parallel machen oder aber Unterbrüche so weit wie möglich vermeiden. Wenn Du nach drei Monaten wieder im Cockpit sitzt ist alles wieder ziemlich neu, vor allem am Anfang. Ich bin ja eher der Typ der sich sagt, zuerst die Theorie, dann die Praxis. Obwohl ich mich genau nicht an das gehalten habe. Resultat: Praktisch bereit für die PPL aber fehlende Theorie. Sehr ärgerlich und hat dann auch einiges an Moneten gekostet. Ich sehe aber durchaus auch Vorteile, wenn man beides parallel macht. Viele Dinge, die in der Theorie abstrakt tönen sind dann plötzlich verständlich, wenn man im Cockpit sitzt. 

 

Ich habe im Birrfeld geschult und sehe keine Probleme bezüglich viel Verkehr. Wenn man sich von Anfang an daran gewöhnt ist, ist es einfach normal. Wird das selbe sein wie wenn man immer von LSZH startet. 

 

Bezüglich Verfügbarkeit der Flieger, ja, das ist nicht so optimal. Aber es gibt einige Fluggruppen wo die Verfügbarkeit sehr gut ist und du auch längere Reisen OHNE Mindeststunden unternehmen kannst. 

 

Auf jeden Fall vielen Erfolg und vor allem Spass bei der Ausbildung! 

 

Gruss 

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Parachutesj

@all 

primär meinte ich direkt nach der Ausbildung, fertig mit 60-70 Stunden und dann im ersten Jahr danach nur 20h - da kommt man nie rein. Wenn man schon ein paar Jahre hinter sich hat und dann 20h macht reicht das vielleicht.

Für mich wäre es zu wenig. Aber das ist dann off-topic und will hier auch keine Grundsatzdiskussionen führen. Der Gesetzgeber definiert ja mit 12h in den letzten 12 Monaten genau was notwendig ist, das reicht ja dann aus.

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FalconJockey

Hi Steffen,

 

aber genau das ist doch bei jedem anders. Der eine fühlt sich mit 5h im Jahr wohl, der andere muss 35h fliegen, damit er sich in Übung fühlt. Darum würde ich in der Hinsicht keine absolut klingende Auskunft geben.

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DaMane
vor 2 Stunden schrieb FalconJockey:

Hi Steffen,

 

aber genau das ist doch bei jedem anders. Der eine fühlt sich mit 5h im Jahr wohl, der andere muss 35h fliegen, damit er sich in Übung fühlt. Darum würde ich in der Hinsicht keine absolut klingende Auskunft geben.

"Wohl fühlen" hat nicht unbedingt was mit fit-sein zu tun. Steffen hat recht, daß ein Anfänger nur das verfestigen kann, was noch nicht verloren gegangen ist. Piloten, die das nicht hinkriegen, bleiben ewig "Flugschüler".

Ich glaube auch nicht, daß selbst ein erfahrener Pilot von >1000h mit nur 5 h p.a. seinen level halten kann.

 

Gruß

Manfred

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FalconJockey

Ich mache das so. In manchen Jahren fliege ich in Deutschland nur 3h oder 5h mit der SEP-Schüssel (weil nicht so aufregend), im nächsten Jahr dann im Urlaub dafür 20h oder 25h. Na klar ist man dann etwas eingerostet, weshalb man seine drei Runden dreht.

 

Weiterhin finde ich schon, dass man sich wohl fühlen muss, damit man selbstsicher mit der Materie umgeht. Wenn es nicht gut läuft, fühle ich mich zum Beispiel nicht wohl und drehe eben noch eine Runde.

 

Und genau das ist eben individuell: Die einen haben mehr Talent, die anderen weniger. Die einen müssen daher weniger viel fliegen, um ein ähnliches Niveau zu halten, die anderen dafür mehr.  Das ist auch gar nicht schlimm, nur muss das jeder für sich selbst wissen.

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DaMane
vor 9 Stunden schrieb FalconJockey:

Ich mache das so. In manchen Jahren fliege ich in Deutschland nur 3h oder 5h mit der SEP-Schüssel (weil nicht so aufregend)............

Du hast ja auch nicht das Problem mangelnder Übung, dir fehlen schlimmstenfalls einmal ein paar Stunden zur SEP-CR-Verlängerung. 😀, die Du aber durch einen Prüfungsflug kompensieren könntest.

Zitat

Weiterhin finde ich schon, dass man sich wohl fühlen muss.....

Da habe ich nichts Gegenteiliges behauptet. Wenn alles gut läuft, fühlt man sich automatisch wohl. Ich erlebe aber leider auch Piloten, wo die Selbsteinschätzung nicht mit den vorhandenen  Fähigkeiten übereinstimmt, und der Unterschied nicht wahrgenommen wird...

Zitat

Und genau das ist eben individuell: Die einen haben mehr Talent, die anderen weniger.

Das ist unbestritten. Ich weiß z.B. nach 27 Jahren fliegen, daß ich nicht ganz untalentiert bin.

Trotzdem habe ich mich in den ersten 200 h nach Schein nach einer längeren Flugpause - entweder berufsbedingt, oder im Winter, da kamen schnell mal 3 bis 4 Monate zusammen - vor dem ersten Flug immer etwas "unwohl" gefühlt. Weil ich eben nicht einschätzen konnte, wieviel in dieser Zeit eingerostet sein kann. Ich habe das für mich in der Form gelöst, daß ich mir z.B. von einem Fluglehrer eine Einweisung auf ein noch unbekanntes Muster verpassen ließ. Dabei habe ich immer was dazugelernt, und mich gleichzeitig wohl gefühlt.

 

Gruß

Manfred

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FalconJockey

Und eben genau das meinte ich: Du hast Dich nicht 100% sicher gefühlt, also bist Du mit einem Fluglehrer unterwegs gewesen. So soll es ja sein, wenn man auf der sichersten Seite bleiben will. Akzeptabel wäre in so einem Fall sicherlich auch, alleine ins Flugzeug zu steigen und eine Runde zu drehen. Meist ist man nach wenigen Minuten wieder voll drin, im Rhythmus - darum gibt es ja Checklisten und mehr oder weniger normierte Verfahren bei Abflug, Anflug und Landung, selbst bei den SEPs.

 

Wenn ich meine 12h+ in der Zeit vor der SEP-Verlängerung geflogen bin, unternehme ich in der Regel übrigens keinen Übungsflug mit Lehrer, weil mein SIM-Checks in dieser Hinsicht anerkannt werden. Das muss aber jeder selbst wissen, der in dieser Lage ist.

 

Grundsätzlich bin ich ja ganz bei Dir: PPL machen und dann die ersten paar Jahre schon fleissig fliegen (>20h im Jahr), danach hat man dann einen gewisse Erfahrung aufgebaut, von der man zehren kann. Die Leute, die sich diesbezüglich regelmässig überschätzen, hätten wahrscheinlich nicht einmal die PPL oder den Führerschein bekommen sollen... Die Fliegerei ist keine triviale Sache, der Charakter muss ein Mindestmass an Kompatibilität erfüllen.

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DaMane
Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb FalconJockey:

............Akzeptabel wäre in so einem Fall sicherlich auch, alleine ins Flugzeug zu steigen und eine Runde zu drehen. Meist ist man nach wenigen Minuten wieder voll drin, im Rhythmus -

Meist sind die ersten 2 bis 3 Landungen nach einer längeren Pause, die einem Anfänger zur Sicherheit fehlen. Heute würde ich es natürlich so machen.

Zitat

Wenn ich meine 12h+ in der Zeit vor der SEP-Verlängerung geflogen bin, unternehme ich in der Regel übrigens keinen Übungsflug mit Lehrer, weil mein SIM-Checks in dieser Hinsicht anerkannt werden. Das muss aber jeder selbst wissen, der in dieser Lage ist......

Das ist mir auch neu . Bist Du sicher, daß Mulitengine-Jet-Stunden auf SEP angerechnet werden? Die Anerkennung von IR-Checks könnte ich nachvollziehen.

Ich hatte vor Jahren mal das Problem, zwar ausreichend viele ME-Stunden zu haben, die ich außerhalb Europas und EASA-Land geflogen bin, aber - auch international - zuwenig SEP-Stunden für eine Verlängerung zu Hause. Dazu mußte ich extra ein Date mit einem Prüfer vom Luftamt koordinieren, um den ein bischen durch die Luft schaukeln zu dürfen.

 

Gruß

Manfred

 

PS: mir fällte gerade wieder ein, daß Du ja eine Schweizer Lizenz hast.....

bearbeitet von DaMane

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FalconJockey

Nein, nicht die Stunden werden anerkannt. Ich muss schon meine 12h+ auf SEP fliegen. Aber der Übungsflug kann durch einen Skilltest bzw. meinen LPC (Licence Proficiency Check) ersetzt werden, den ich jährlich im Simulator mache.

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DaMane
vor 1 Minute schrieb FalconJockey:

Nein, nicht die Stunden werden anerkannt. Ich muss schon meine 12h+ auf SEP fliegen. Aber der Übungsflug kann durch einen Skilltest bzw. meinen LPC (Licence Proficiency Check) ersetzt werden, den ich jährlich im Simulator mache.

OK, jetzt ist mir alles klar.

 

Manfred

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fixusc

Hallo Andrei

 

Ich habe letzten Freitag meinen PPL-Skilltest bestanden. Die gesamte Ausbildung habe ich bei der Flugschule Grenchen gemacht. (Ausser den Sphair Kurs; ich nehme an diesen hast du nicht absolviert). Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht mit dieser Flugschule und Grenchen ist von Zürich mit dem ICN in 1h direkt zu erreichen. Es gibt auch einen auf die Verbindung passenden Bus zum Flugplatz. Ich hatte ebenfalls einige andere Flugschulen auf dem Radar und bin schlussendlich aus zwei Gründen in Grenchen gelandet:

 

-Kosten. Ich habe das PPL für 14'850.- inkl. alles gemacht. Nach meiner Recherche ist das die billigste Variante überhaupt, wenn du das PPL in der Schweiz machen willst. Klar, ohne Sphair kostet es ca. 5000.- mehr, aber der Preis ist pauschal und du hast die Kosten somit im Griff und kannst ziemlich genau planen, wie viel es dich kosten wird.

-Das Ausbildungsmodell. Du machst alles (Theorie, Voice und Praxis) in Kursen zusammen mit anderen Schülern. Die Kurse dauern (ausser bei der Voice) jeweils zwei Wochen, wobei du insgesamt drei Praxiskurse hast (der erste fällt weg, wenn du Sphair gemacht hast). In diesen Kursen bist du voll mit Fliegen beschäftigt und kannst auch bei den anderen Schülern mitfliegen. Dh du bist für das gleiche Geld viel mehr in der Luft und siehst viel mehr Flugplätze. Wir haben in einem Tag Touren mit 6 Flugplätzen gemacht. Zudem sind die Leute super und die ganze Administration für Aviatik-Verhältnisse sehr simpel, was zu zu schätzen lernen wirst. Ausserdem weisst wenn du die Kurse buchst genau, wann du mit dem PPL fertig bist. Du kannst somit alles planen, was für mich sehr wichtig war, um das ganze während dem ETH-Studium zum machen. Schlussendlich hat die Ausbildung von Ende Februar 18 bis 3. August gedauert. Auf Anfrage im Birrfeld sagte man mir, dass es unmöglich ist, dort das PPL in einer Saison zu machen...

 

Noch eine Bemerkung zu den Theorie-Fernkursen. Ich wollte ursprünglich die Theorie im E-Learning absolvieren, da mir ein langer Klassenunterricht viel zu aufwendig erschien (als ETH-Student war für mich die Theorie wirklich sehr einfach). Nach Rechereche bin ich zum Schluss gekommen, dass der Theoriekurs in Grenchen trotz Klassenunterricht VIEL weniger Aufwand bedeutet als das E-Learning. Dort wird angegeben, dass du 29 Wochen lang jede Woche 9h lernen und dann immer noch mehrere Tage in Präsenzunterricht gehen musst!!! Der Kurs in Grenchen dauert 12 Tage und ich konnte es sogar in 8 Tagen machen.

 

Letzter Tipp: Mach rechtzeitig einen Termin für das Medical ab. Das kann sehr lange dauern und ohne Medical kannst du nicht solo fliegen.

 

Beste Grüsse

Felix

 

PS: Wenn andere Piloten-Neulinge bereit sind, preiszugeben, wie viel sie fürs PPL tatsächlich bezahlt haben (ein ferner Bekannter von mir hat in Bad Ragaz damals über 28'000 bezahlt), hättest du eine realistische Vergleichsbasis für die Kosten. Die Angaben auf den Websites sind leider meist sehr optimistisch.

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mds

Birrfeld: Je nach Definition von «Saison»! 😉 Meine Trainee-Lizenz erhielt ich damals Ende September und die praktische Prüfung fand Mitte Mai im nächsten Jahr statt. Theorie und Voice absolvierte ich allerdings anderswo in Intensivkursen.

 

Ich schulte gerne intensiv an einzelnen Tagen oder auch mehreren Tagen hintereinander. Auch für Theorie und Voice fand ich Intensivkurse angenehm. Ich weiss aber, dass es andere bevorzugen, über Monate hinweg an einem Abend pro Woche einen Kurs zu besuchen oder nach zwei Schulungsstunden in der Luft nichts mehr lernen.

 

Wenn man noch nicht allzu alt und nicht völlig unbegabt ist, halte ich ein Budget von 25'000 Franken für sinnvoll. Wenn es mit weniger geht, weil man mit weniger Flugstunden auskommt, umso besser. Dazu kommen Reisekosten, Verpflegungskosten, allfällige Mitgliedschaften und eine Rechtsschutzversicherung.

 

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okaga

@fixusc Danke für den Beitrag, Felix, und gratuliere zur bestandener Prüfung!

Die Flugzeugflotte und die Preise in Grenchen sehen schon interessant aus, allerdings wäre es mir doch zu weit weg. Nach Grenchen und zurück müsste ich sicherlich etwa 3 Stunden rechnen, was recht viel ist. Dazu würde ich eher Abends oder früh am Morgen fliegen und nicht ganze Tage oder Wochen dem Fliegen dedizieren, da ich zu 100% arbeite und 2 kleine Kinder zu Hause habe.

 

Das Angebot würde ich allerdings nicht "Pauschal" nennen, obwohl es bei der Schule es so heisst. Es sind genau 45 Blockstunden dabei, inkl. Fluglehrerkosten und Theorie, dazu kommen noch Lande- und weitere Gebühren.. Ohne SPHAIR kostet das ganze 16'200 CHF, zusätzlich etwa 3'500 für Gebühren, Bücher usw., also insgesamt knapp 20'000 SFr.

Bei Speck und Birrfeld komme ich auf etwa die gleichen Kosten, wenn ich 45 Flugstunden und 90 Fluglehrerstunden rechne: bei Speck kostet der C152 208 SFr/Stunde, der Fluglehrer 75 SFr/Stunde. In Birrfeld ist der DA-20 195 / Stunde und der Fluglehrer 93 SFr/ Stunde (ich habe bei beiden keine Pauschalen einberechnet, welche die Kosten etwas reduzieren, wenn man das ganze in einem Jahr macht). 

 

Als nächstes mache ich den Schupperflug am 18.8 in Birrfeld und kurz danach auch in Speck und werde besser mitbekommen, wie die Flugzeuge und die Schule aussehen, und hoffentlich einen passenden Fluglehrer kennenlernen (mit "passendem" meine ich, dass sein Lehrstil zu meinem Lernstil passt, was ich für sehr wichtig halte).

 

Bei der Theorie ist es mir zu mühsam, jede Woche ins Klassenzimmer zu gehen, und alles zusammen in einem Intensivkurs kann ich auch nicht machen - würde lieber deshalb beim Fernunterricht bleiben. Das mit dem Präsenzunterricht finde ich auch viel zu unflexibel (nehme an, du hast bei Swiss PSA geschaut) - nur 2 Mal im Jahr, und 2 Wochenenden hintereinander.

Da habe ich die Schule Safetywings gefunden - http://www.safetywings.ch/ , bei welcher es nur 6 Stunden Präsenzunterricht sind, dafür aber Einzelunterricht, um die eigenen Fragen und Unklarheiten zu besprechen. Der Termin dafür wird individuell abgemacht, Schlussprüfungen gibt es jeden Monat. Ich werde mich wahrscheinlich bei ihnen für die Theorie anmelden.

 

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