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pelliflyer

Sprache der Radiotelefonie – Umsetzung von Art. 10 LFG und Art. 5a VFSD

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cosy
On 3/16/2019 at 1:29 PM, bleuair said:

Bruno, meinst Du die Prüfungen (siehe mds' Zitat) oder irgendwelche Kurse?

Jedenfalls habe den deutschen Eintrag seit weniger als 2 Jahren.
Und auch 2019 gibt es kiloweise Prüfungen in Deutsch, Französisch und Italienisch...

 

@cosy wann kommen die Dokumente, die ich von Dir verlangte oben?

Es sind zwei pdf's (de,fr). Ich kann sie hier im Forum nicht reinstellen, wie kann man diese hier im Forum hochladen? Mit der alten Version war sowas noch möglich, oder?

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cosy

oh, ok. Aber ich habe soeben die Richtlinie gelesen, das BAZL verlangt in jedem Fall eine Prüfung. Ich habe die ja schon vor Urzeiten gemacht (in schweizerdeutsch und fürs Segelfliegen), und dachte mir, das kann ich da schnell noch in meinem EASA PPL  eintragen lassen... offenbar nicht. Und ich habe etwas Mühe, dass man hier durch eine Prüfung durch muss, wenn man:

- Jahrzehnte Flugpraxis hat in der erwähnten Sprache, die hatten mich ja legal fliegen und Sprechen lassen, die Admins von Bern!

- Muttersprachlich ist

- Den Beweis erbracht hat, dass man die Theorie und die Phraseologie beherscht in zwei anderen Sprachen

 

kleinlich...

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ArminZ
Posted (edited)
1 hour ago, cosy said:

Südafrika, England, USA*: dort wird kein Test wie hier in der Schweiz, Frankreich usw. gemacht gemäss FCL.055 oder so. Es ist ein Gespräch auf Englisch mit dem Prüfungsexperten. Danach wird die Note festgestellt und nach Bezahlung die Bescheinigung gedruckt.

 

(*dieser Hinweis habe ich nicht persönlich verifiziert, bei den andern habe ich entweder meine eigene Erfahrung oder jene eng bekannter Freunde wiedergegeben).

 

OT: Zumindest bei den Briten funktioniert das nur wenn Du auf Level 6 bist. Falls nicht, gibt es weitere Optionen. Und die Briten scheinen überhaupt keine ausländischen LPCs einzutragen  (ausgenommen bei Lizenztransfer)

https://www.caa.co.uk/General-aviation/Pilot-licences/Applications/Documentation/Language-proficiency/

 

Südafrika: falls englisch auf Expert level, wird Level 6 eingetragen. Verschiedene Szenarien. Ausserdem gibts separate Schulen die LPC anbieten

http://www.aviationassist.co.za/language-proficiency/ 

http://www.cranfield.co.za/AviationCourses/EnglishProficiencyTesting/tabid/77/Default.aspx

Edited by ArminZ

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Dierk
Posted (edited)
vor einer Stunde schrieb cosy:

oh, ok. Aber ich habe soeben die Richtlinie gelesen, das BAZL verlangt in jedem Fall eine Prüfung. Ich habe die ja schon vor Urzeiten gemacht (in schweizerdeutsch und fürs Segelfliegen), und dachte mir, das kann ich da schnell noch in meinem EASA PPL  eintragen lassen... offenbar nicht. Und ich habe etwas Mühe, dass man hier durch eine Prüfung durch muss, wenn man:

- Jahrzehnte Flugpraxis hat in der erwähnten Sprache, die hatten mich ja legal fliegen und Sprechen lassen, die Admins von Bern!

- Muttersprachlich ist

- Den Beweis erbracht hat, dass man die Theorie und die Phraseologie beherscht in zwei anderen Sprachen

 

kleinlich...

 

Es sind halt Sprechgruppen, die nicht Teil des Alltagsdeutsch sind. Man möchte hören, dass du Wörter wie "Rollhalt" und die anderen, teils verkehrsflughafenspezifischen Termini, die man beim Segelflug nicht lernt, auf deutsch umsetzen kannst. Dafür braucht es einen individuellen Kurs von wenigen Stunden und die Anmeldung an die Prüfung durch die Flugschule. 

 

Und ja, ich rate ab sich mit Material aus Deutschland vorzubereiten. Man möchte Standardphraseologie hören, wie sie in CH gelehrt wird, und die der englischen entspricht, mit identischer Abfolge der Sprechgruppen, nur eben auf Deutsch. 

Edited by Dierk

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cosy
On 3/17/2019 at 4:19 PM, Dierk said:

ich rate ab sich mit Material aus Deutschland vorzubereiten. Man möchte Standardphraseologie hören, wie sie in CH gelehrt wird, und die der englischen entspricht, mit identischer Abfolge der Sprechgruppen, nur eben auf Deutsch. 

 

 

hahaha-...

ist das nicht die Ironie am Ganzen? Man prüft etwas, das man in der realen Welt so gar nicht wirklich praktiziert (höhrt). In Schönhagen blabbern die Citation Piloten , die Stemmer in der S10 und die Schüler in den Cessna-Wurmbüchsen frisch drauflos, teils in ihrem Breiteberliner Akzent. Da hätt ich auch lieber englisch, um wenigstens zu schnallen, was die da melden.-- aber in Deutschland machts ja der obligatorische sprechende Platzwart dann wieder klar..

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mds
On 3/17/2019 at 2:29 PM, cosy said:

dann mal eine offene Frage an die Teilnehmer hier im deutschsprachigen Forum: Wer von den aktiven Piloten hat eine 6 in Deutsch (LPC)  und wie kam sie/er dazu?

 

Ich habe in der Schweiz die deutsche LPC- und RTF-Prüfung absolviert. Was genau geprüft wurde, weiss ich nicht mehr, in jedem Fall gab es sowohl einen theoretischen als auch einen praktischen Teil.

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Andreas Meisser
Posted (edited)
vor 5 Stunden schrieb mds:

Ich habe in der Schweiz die deutsche LPC- und RTF-Prüfung absolviert

 

Ähnlich bei mir. Theorie fiel weg mit der Begründung, dass dies schon bei der englischen RTF geprüft wurde. Und da ich mal zur Schule ging, hat man mir ohne zu prüfen LP 6 in deutsch gegeben.....😁

Andreas

Edited by Andreas Meisser

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bleuair

Gleiches hier. RTF Prüfung absolviert und LPC6 eingetragen, nachdem ich, mich an meine Schulzeit, während der ich Kafka‘s „Der Prozess“ lesen musste, erinnernd, einen schönen Schachtelsatz, just inspiriert von ebendiesem, den meisten hier wohlbekannten, Schrifsteller, zum Besten gab. 

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cosy

Bex LSGB ist im neuen AIP (ab morgen gültig) NUR NOCH AUF FRANZÔESISCH!! Nichtinhaber der Fr- LPC müssen mit Bussen rechnen und im Ereignissfall mit Konsequenzen seitens der Versicherungen!!

Auf den andern Plätzen hat sich kaum was geändert-überraschenderweise!

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Dominik Lambrigger
vor 22 Stunden schrieb cosy:

Bex LSGB ist im neuen AIP (ab morgen gültig) NUR NOCH AUF FRANZÔESISCH!! Nichtinhaber der Fr- LPC müssen mit Bussen rechnen und im Ereignissfall mit Konsequenzen seitens der Versicherungen!!

Auf den andern Plätzen hat sich kaum was geändert-überraschenderweise!

Ach was, Schauermärchen....

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ArminZ
Posted (edited)
Quote

(...) Radiotelefonie (RTF) mit dem Flugsicherungsdienst über dem Luftraum der Schweiz in Zukunft ausschliesslich in englischer Sprache stattfinden soll....

Bex hat m.W. keinen Flugsicherungsdienst 🙂   . Siehe die Stellungnahme des BAZL, genauer Seite 8 (Link am Anfang dieses Threads), daraus geht hervor dass wir über kontrollierten Luftraum sprechen (Klasse C/D).  Nicht um unkontrollierte Flugplätze also.


EDIT: siehe  auch

 

Edited by ArminZ

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Tobias

Es hat auf dem COM-Blatt Fluglätze mit folgenden Bezeichnungen:

fr oder ge oder en oder fr,en oder ge,en usw.

 

Noch einmal: Was soll das bedeuten? Was soll damit ausgesagt werden?

Wenn sowieso überall en erlaubt sein soll, warum steht dann bei einigen Plätzen en und bei einigen nicht? Ich seh denn Sinn überhaupt nicht. Help.... 😉

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Stefan Allemann

Ich glaube wir sollten uns mit diesem Thema auf einen Thread beschränken.

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HB-JAN

Guten Abend zusammen

 

Gestern, am 11. Juni 2019, wurde anlässlich der Sommersession im Nationalrat über das Thema diskutiert.

Die Luzerner Zeitung hält zusammenfassend fest: "Am Grundsatz English only wird nicht gerüttelt".

Der Beitrag ist hier nachzulesen

 

Etwas irritierend ist der folgende Satz:

"Im Tessin darf an den Flugplätzen Locarno und Lugano weiterhin Italienisch
gesprochen werden, weil der dortige Luftraum von Italien überwacht wird"

 

Die Debatte des Nationalrates kann hier als Video angeschaut, oder nachgelesen werden. 

 

Gruss Jan 

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pelliflyer

Alles klar.

 

Hier sieht man wie in Zukunft irgendwelche Forderungen und Verordnungen vom BAZL beantwortet werden.  "Ich habe volles Verständnis für ihr Anliegen, aber aus Sicherheitsgründen können wir auf ihre Forderung nicht eingehen"

 

Das haben wir doch schon mal gehört, der damalige Bundesrat hiess doch Moritz ….. So kann man elegant jede Diskussion abmurksen.

 

Ich persönlich bin auch dafür, dass man nur Englisch kommuniziert aber dann weltweit. Fliegt mal in Spanien, selbst auf grossen Plätzen wird spanisch gesprochen in einem super Tempo. Keine Chance sich ein Bild der Luftlage zu machen. 

 

Man müsste die Geschichte mit dem Language Proficency endlich mal abschaffen und am Funk Standart Phraseologie verlangen. Da hätten auch Piloten mit wenig Englisch Kenntnissen eine Chance.

 

Gruss Guido

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cosy

Mutige Zukunftsvoraussage:

in 15 Jahren gibts keinen Sprechfunk mehr, denn ein Device gibt Klartextdialoge in Schrift +Voice aus, das Flugzeug kommuniziert seine vom PIC verursachten Absichten. Das ganze als Digitalfunk mit Fehlererkennung+-korrektur.

für notfälle kann man dann immer noch realrime-voicespickel senden+empfangen. Die Phraseologie wird aut. von /zu lokalsprache und english übersetzt+angezeigt.

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Urs Wildermuth
Am ‎12‎.‎06‎.‎2019 um 21:48 schrieb pelliflyer:

Man müsste die Geschichte mit dem Language Proficency endlich mal abschaffen und am Funk Standart Phraseologie verlangen. Da hätten auch Piloten mit wenig Englisch Kenntnissen eine Chance.

Englisch gehört zur Fliegerei wie Wetterkunde, Flugzeugkunde und Navigation. Da spricht auch keiner von Abschaffen, damit die, die es nicht schnallen einfach auch mit dürfen.

 

Wer eine Lizenz erwerben will, muss die Voraussetzungen erfüllen. So einfach ist das. Und wenn eine davon ist, Englisch auf LP Level 4 und eine vernünftige RT machen zu können, dann ist das eben so. Mal abgesehen davon, dass radebrechende Funker weder sich noch anderen einen Gefallen tun. Wer mit Kärtchen oder Google Uebersetzer am Funk teilnimmt, gehört dort schlicht und ergreifend nicht hin.

 

Hätten wir die LP in der Schweiz gebraucht? Anfangs war ich der Meinung, nein, denn die meisten der Leute die ich kenne können ne saubere RT allein schon deswegen, dass sie die Radiotelephonie UIT wie das damals hiess bestanden, ohne Englisch gabs auch dort kein Durchkommen. Zwischenzeitlich hab ich aber Leute erlebt, wo ich mich frage wie die den Voice Kurs geschafft haben, eben mit Kärtchen funken oder sonstiges....

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cosy
On 7/11/2019 at 10:34 AM, Urs Wildermuth said:

denn die meisten der Leute die ich kenne können ne saubere RT allein schon deswegen, dass sie die Radiotelephonie UIT wie das damals hiess bestanden, ohne Englisch gabs auch dort kein Durchkommen.

Das stimmt so nicht, gilt vielleicht für die Deutschschweiz, aber sicher nicht für die ganze Schweiz.

Und bitte: warum beherschen so viele Deutschschweizer trotz x Jahren Unterricht französisch (oder italienisch) so schlecht (man könnte fast sagen 'überhaupt nicht') Weil romanische Sprachen schwieriger zu lernen sind für englisch/germanophone Hirne. Darum ist der Effort für romanische Mutersprachler auch höher, vernünftig english zu beherschen.

Man kann jetzt darüber lamentieren, das schafft die Facts jedoch nicht aus der Welt.

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FalconJockey

Das halte ich für ein Gerücht. Ist nur eine Frage der Erziehung. Ich kenne jede Menge Romanos, die sehr gut Englisch können.

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Urs Wildermuth
Am 13.7.2019 um 08:34 schrieb cosy:

Und bitte: warum beherschen so viele Deutschschweizer trotz x Jahren Unterricht französisch (oder italienisch) so schlecht (man könnte fast sagen 'überhaupt nicht') Weil romanische Sprachen schwieriger zu lernen sind für englisch/germanophone Hirne. Darum ist der Effort für romanische Mutersprachler auch höher, vernünftig english zu beherschen.

 

Eine Sprache kannst nicht in der Schule lernen sondern dort kriegt man höchstens die Grundlagen. War bei mir klassisch auch so: solange nur in der Schule ne riesige Knorzerei mit schlechten Noten, Sprachaufenthalt in England und später USA und gut war. Französisch leider erst nach der Matur ein paar Monate in Genf gearbeitet und die Klemme geht auf. Oder gleich im Gebiet lernen und die Knorzerei weglassen.

 

In der heutigen Zeit kann jeder der will eine Sprache so lernen dass er sie beherrscht, aber ohne Auftenthalt im Sprachgebiet ungleich schwerer bis (für mich zumindest) unmöglich. Muss nicht gleich für längere Zeit sein, sinnvoll genutzte Sommerferien können durchaus reichen, wenn man die Grundlagen mitbringt und dann nicht mit 5 anderen Schweizern rumhockt sondern allein in einer Familie oder Schule was macht.

 

 

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Dierk

Leute, was stellt ihr euch so an? 😉 Man soll den language proficiency Nachweis nun bald mit nur 30 Wörtern Englisch bestehen können. 

 

https://www.srf.ch/news/schweiz/funken-im-sichtflug-english-only-soll-fuer-hobbypiloten-wieder-gestrichen-werden

 

26 Wörter gehen schon mal für das Fliegeralphabet weg. Bleiben noch 4 Wörter, die zur Kommunikation mit Skyguide gelernt werden müssen. 

 

Vorschlag für die nun stark vereinfachte Radiotelefonie für einen VFR-Flug Sion-Zürich: 

 

1. Abflug: "HB-XXX starting Sion Zürich" 

2. Tower Sion: "ok" / "not ok" 

3. Reiseflug: Funkstille, konzentrieren Sie sich ganz auf das Fliegen, das benötigt Grips!

4. Landen: "HB-XXX landing Zürich

5. Tower Zürich: "ok" / "not ok" 

 

😋

 

Edited by Dierk
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Urs Wildermuth

Frau Somaruga scheint von der Language Proficiency nichts gehört zu haben? Argumentiert man so in einer parlamentarischen Debatte wenn man keine Ahnung hat?

 

Zitat

Verkehrsministerin Simonetta Sommaruga betonte vergeblich, dass es um ein Fachvokabular von 50 bis 100 Wörtern gehe, das erlernt werden müsse.

 

Das reicht für eine LPC Level 4 nicht. Offenbar ist es bei der Verkehrsministerin noch nicht angekommen, dass ausser der Radiotelephonie auch der LPC nötig ist?

 

Wenn die Fachkenntnisse im Parlament immer so sind...

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cosy

Die Räte (National-wie Ständerat hatten vor der Sommerpause eine Motion für die Einführung des Englisch mit 138 zu 38 Stimmen zugestimmt. Nun sind Diskussionen im Nationalrat im Gang, dies rückgängig zu machen, da damit lediglich beabsichtigt war, den kommerziellen Flugverkehr zu treffen.

Da wundern sich die Aviatiker ob deren Sachverständnis..

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