Frank Holly Lake Geschrieben 8. April Geschrieben 8. April (bearbeitet) Hallo. Oh h a was ist passiert? Eine 787 Dreamliner mit der Kennung N947BA aus dem Jahr 2016 wird nach 3 Flügen und 13 Flugstunden verschrottet. Bei dem Flugzeug wurden nach Untersuchung der US-Luftfahrtbehörde FAA die Inbetriebnahme nicht genehmigt . Boeing hatte eingeräumt, bei der Maschine möglicherweise die Verbindungsstellen zwischen Rumpf und Tragflächen nicht überprüft worden seien. Hier wurde Mängel festgestellt, als man nachträgliche eine Inspektion durchführte. Diese Mängel sind nicht mehr zu beheben gewesen. Vita des Flugzeuges Bei dieser Boeing 787-8 handelte es sich um den 17. Dreamliner, der in Everett vom Band lief. Das Flugzeug kam auf gerade einmal 13 Flugstunden, die allesamt nur auf Überführungsflügen gesammelt wurden. Seinen ersten Flug hat der Dreamliner im September 2016 absolviert. Ursprünglich sollte Royal Air Maroc das Flugzeug 2016 übernehmen, aufgrund von Montagefehlern blieb Boeing auf dem Jet sitzen. Ein US-Unternehmen ließ das Flugzeug im Auftrag zu einem Luxusjet mit 60 First-Class-Plätzen umbauen, um es auf luxuriösen Weltreisen einzusetzen. Da es jedoch für das Flugzeug keine Zulassung gab, wurde 2016 von Boeing in Victorville eingelagert. Die Triebwerke wurden wohl schon 2017 weiterverwertet. Schon 2021 wurde der Jet für 25 Millionen Dollar an eine Investmentholdinggesellschaft verkauft. Später übernahm die Bank of Utah das Flugzeug. Da der Dreamliner nie mehr eine Zulassung erhalten kann, wurde bereits mit der Zerlegung begonnen. 155 Dreamliner sich derzeit in der Wartung oder sind eingelagert und warten auf neue Aufgaben. 8 Dreamliner wurden inzwischen verschrottet worden. 1 Ging beim einem Unfall verloren. Grüße Frank Bearbeitet 8. April von Frank Holly Lake Zitieren
cosy Geschrieben 8. April Geschrieben 8. April vor 56 Minuten schrieb Frank Holly Lake: Ein US-Unternehmen ließ das Flugzeug im Auftrag zu einem Luxusjet mit 60 First-Class-Plätzen umbauen, um es auf luxuriösen Weltreisen einzusetzen. buchstäblich zum Fenster rausgeworfene Moneten... Zitieren
Phoenix 2.0 Geschrieben 9. April Geschrieben 9. April vor 16 Stunden schrieb cosy: buchstäblich zum Fenster rausgeworfene Moneten... Wie war das, wie man am schnellsten vom Milliardär zum Millionär wird? Man muss ins Airline-Biz einsteigen. Über Investieren in Dubai sagt man schon länger das Selbe... Gruß Johannes Zitieren
Urs Wildermuth Geschrieben 10. April Geschrieben 10. April Am 8.4.2026 um 20:22 schrieb Frank Holly Lake: Boeing hatte eingeräumt, bei der Maschine möglicherweise die Verbindungsstellen zwischen Rumpf und Tragflächen nicht überprüft worden seien. Hier wurde Mängel festgestellt, als man nachträgliche eine Inspektion durchführte. Diese Mängel sind nicht mehr zu beheben gewesen. Immerhin macht so die Verschrottung Sinn. Wenn die Mühle nicht flugtauglich war, weil Boeing geschlampt hat, dann gibt es ja wohl keine andere Lösung Zitieren
Frank Holly Lake Geschrieben 10. April Autor Geschrieben 10. April (bearbeitet) Man hätte das Flugzeug in einen Hanger stellen können, die Flügel stutzen und dann Anbauteile wegschleifen können. Danach kann man die in der Produktion neue Flügel wieder anbauen. Das macht aber aus 2 Gründen keiner. 1 Dazu müsste man erstmal eine Anleitung entwickeln, was bei dem komplexen Bauteil sehr teuer werden würde, inkl. FAA Genehmigung. Dazu muss man bis in den Fahrwerksschacht rein arbeiten. 2 Und selbst wenn das möglich gewesen wäre, wären die Arbeitsstunden weit teurer gewesen, als würde man die Zelle neu bauen. Ich habe das mal bei einem A320 gesehen, der auf dem Airbusgelände verunfallt ist . Da hat eine Crew die Teile bei Airbus ausgebaut und in die Produktion zeitnah zu einer neuen Zelle geliefert , dort eingebaut. Kabelbaum , Cockpit, Fahrwerke, Lüftungskanäle , Triebwerke, Fenster usw, alles was nicht vernietet oder verklebt war. Am Ende bleib nur noch die verbeulte Zelle über, die zerlegt wurde. Grüße Frank . Bearbeitet 10. April von Frank Holly Lake Zitieren
Phoenix 2.0 Geschrieben 11. April Geschrieben 11. April Es geht - wie Du selber schreibst - ums liebe Geld. Man ha ja auch schon noch-nicht-alte A318, B777 und so zerlegt, wobei in diesem konkreten Falle ja was im Argen lag. Für unsere Generation mutet es mitunter "schräg" an, wenn ein Flugzeug mit unter 15 Jahren am Buckel geschrittet wird, weil wir es kennen, dass B707, Caravellen, DC-9 und alte B737 über viele Jahrzehnte flogen, bis sie in Afrika oder dgl. doch mal "abrauchten". Ist ja bei den Autos heute auch so: Alte Mercedes, Toyotas und dgl. konnten eine Million herunterspulen. Heutige 3-Zylinder-Mittelklasse-Karren mit "zig" Nebenaggregaten rauchen eben auch schon zwischen 80.000 und 120.000 ab - je nach Fahrweise und dgl. Fazit: Zeiten und Technik ändern sich... Gruß Johannes Zitieren
Gulfstream Geschrieben 12. April Geschrieben 12. April Mit einem Unterschied - die 787 ist nicht wie herkömmlich mehrheitlich aus Stahl: Die Boeing 787 Dreamliner besteht zu etwa 50 Gewichtsprozent aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) und anderen Verbundwerkstoffen. Dies umfasst den Rumpf, die Flügel und das Leitwerk. Hier sind die Details zum Materialanteil: Strukturanteil: Neben den 50% Verbundwerkstoffen (Gewichtsanteil) besteht die Struktur zu ca. 20% aus Aluminium, 15% Titan und 10% Stahl. Volumen: Bezogen auf das Volumen bestehen sogar über 80% des Flugzeugs aus Verbundwerkstoffen. Das fasst niemand grossflächig an.... 1 Zitieren
cosy Geschrieben 12. April Geschrieben 12. April vor 7 Stunden schrieb Gulfstream: die 787 ist nicht wie herkömmlich mehrheitlich aus Stahl ..Stahl? Der wurde bestimmt nicht 'mehrheitlich' in den frühen Generationen von Verkehrsflugzeugen mit Strahlantrieb verwendet. Die Frage ist auch noch, ob Du da Gewicht, Menge (Volumen) oder Kosten als Qualifikator nimmst.. Cosy Zitieren
Gulfstream Geschrieben 12. April Geschrieben 12. April vor 3 Stunden schrieb cosy: ..Stahl? Der wurde bestimmt nicht 'mehrheitlich' in den frühen Generationen von Verkehrsflugzeugen mit Strahlantrieb verwendet. Die Frage ist auch noch, ob Du da Gewicht, Menge (Volumen) oder Kosten als Qualifikator nimmst.. Cosy ok, allenfalls auch Alu. Auf jeden Fall ein Material, welches entsprechend in diesem Fall bearbeitet werden könnte. 1 Zitieren
Urs Wildermuth Geschrieben 15. April Geschrieben 15. April Am 8.4.2026 um 20:22 schrieb Frank Holly Lake: Boeing hatte eingeräumt, bei der Maschine möglicherweise die Verbindungsstellen zwischen Rumpf und Tragflächen nicht überprüft worden seien. Hier wurde Mängel festgestellt, als man nachträgliche eine Inspektion durchführte. Diese Mängel sind nicht mehr zu beheben gewesen. Wenn das der Grund ist, wieso sie verschrottet wird, dann kann es auch durchaus sein, dass Boeing damit seine Fehlproduktion verschwinden lassen will, bevor jemand drauf kommt, dass die ein fehlerhaftes Flugzeug ausgeliefert haben (ausser denen die es eh wissen im Business). Sowas hat Tradition: AF hat damals auch eine Concorde aus dem Betrieb genommen und später verschrottet, nachdem sie in Dakar einen heftigen Tailstrike produziert und erst Monate später zum Schluss kamen, dass man sie ausser Betrieb nehmen sollte.... (F-BVFD). Zitieren
FalconJockey Geschrieben 15. April Geschrieben 15. April vor 3 Stunden schrieb Urs Wildermuth: Sowas hat Tradition: AF hat damals auch eine Concorde aus dem Betrieb genommen und später verschrottet, nachdem sie in Dakar einen heftigen Tailstrike produziert und erst Monate später zum Schluss kamen, dass man sie ausser Betrieb nehmen sollte.... (F-BVFD). Das war mir gar nicht bekannt. https://www.heritageconcorde.com/f-bvfd-211 https://culturaaeronautica.blogspot.com/2011/12/historia-do-f-bvfd-o-unico-concorde.html Zitieren
Urs Wildermuth Geschrieben 15. April Geschrieben 15. April vor 1 Minute schrieb FalconJockey: Das war mir gar nicht bekannt. Tja, der erste von vielen Fällen wo AF es verstanden hat, die Dinge sehr verschwiegen zu halten, dass selbst Leute wie Du nie was davon gehört haben. Zitieren
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