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Dreamliner wird nach 3 Flügen und 13 Flugstunden verschrottet


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Frank Holly Lake
Geschrieben (bearbeitet)

Hallo. 

Oh h a was ist passiert? 

 

Eine 787 Dreamliner mit der Kennung N947BA aus dem Jahr 2016 wird nach 3 Flügen und 13 Flugstunden verschrottet. Bei dem Flugzeug wurden nach Untersuchung der US-Luftfahrtbehörde FAA die Inbetriebnahme nicht genehmigt .
Boeing hatte eingeräumt, bei der Maschine möglicherweise die Verbindungsstellen zwischen Rumpf und Tragflächen nicht überprüft worden seien. Hier wurde Mängel festgestellt, als man  nachträgliche eine Inspektion durchführte. Diese Mängel sind nicht mehr zu beheben gewesen.

 

Vita des Flugzeuges 

Bei dieser Boeing 787-8 handelte es sich um den 17. Dreamliner, der in Everett vom Band lief. Das Flugzeug kam auf gerade einmal 13 Flugstunden, die allesamt  nur auf Überführungsflügen gesammelt wurden. 
Seinen ersten Flug hat der Dreamliner im September 2016 absolviert.

Ursprünglich sollte Royal Air Maroc das Flugzeug 2016 übernehmen, aufgrund von Montagefehlern blieb Boeing auf dem Jet sitzen.

Ein  US-Unternehmen ließ das Flugzeug im Auftrag zu einem Luxusjet mit 60 First-Class-Plätzen umbauen, um es auf luxuriösen Weltreisen einzusetzen. Da es jedoch für das Flugzeug keine Zulassung gab, wurde 2016  

von Boeing  in Victorville eingelagert. Die Triebwerke wurden wohl schon 2017 weiterverwertet. 
Schon 2021 wurde der Jet für 25 Millionen Dollar an eine Investmentholdinggesellschaft verkauft. 
Später übernahm die Bank of Utah das Flugzeug.
Da der Dreamliner nie mehr eine Zulassung erhalten kann,  wurde bereits mit der Zerlegung begonnen.

 

155 Dreamliner sich derzeit in der Wartung oder sind eingelagert und warten auf neue Aufgaben. 
8 Dreamliner wurden inzwischen verschrottet worden. 

1  Ging beim einem Unfall verloren.
Grüße Frank 

 

N947BA - Boeing 787-8 Dreamliner - Royal Air Maroc (RAM)

Bearbeitet von Frank Holly Lake
Geschrieben
vor 56 Minuten schrieb Frank Holly Lake:

Ein  US-Unternehmen ließ das Flugzeug im Auftrag zu einem Luxusjet mit 60 First-Class-Plätzen umbauen, um es auf luxuriösen Weltreisen einzusetzen.

buchstäblich zum Fenster rausgeworfene Moneten...

Geschrieben

 

vor 16 Stunden schrieb cosy:

buchstäblich zum Fenster rausgeworfene Moneten...

 

Wie war das, wie man am schnellsten vom Milliardär zum Millionär wird? Man muss ins Airline-Biz einsteigen. Über Investieren in Dubai sagt man schon länger das Selbe...

 

Gruß

Johannes

Urs Wildermuth
Geschrieben
Am 8.4.2026 um 20:22 schrieb Frank Holly Lake:

Boeing hatte eingeräumt, bei der Maschine möglicherweise die Verbindungsstellen zwischen Rumpf und Tragflächen nicht überprüft worden seien. Hier wurde Mängel festgestellt, als man  nachträgliche eine Inspektion durchführte. Diese Mängel sind nicht mehr zu beheben gewesen.

 

Immerhin macht so die Verschrottung Sinn. Wenn die Mühle nicht flugtauglich war, weil Boeing geschlampt hat, dann gibt es ja wohl keine andere Lösung

 

 

Frank Holly Lake
Geschrieben (bearbeitet)

Man hätte das Flugzeug in einen Hanger stellen können, die Flügel stutzen und dann Anbauteile  wegschleifen können. Danach kann man die in der Produktion neue Flügel wieder anbauen. 

Das macht aber aus 2 Gründen keiner. 

1

Dazu müsste man erstmal eine Anleitung entwickeln, was bei dem komplexen Bauteil 

sehr teuer  werden würde, inkl. FAA Genehmigung.

Dazu muss man bis in den Fahrwerksschacht rein arbeiten.

2

Und selbst wenn das möglich gewesen wäre, wären die Arbeitsstunden weit teurer 

gewesen, als würde man die Zelle neu bauen. 

 

Ich habe das mal bei einem A320  gesehen,  der auf dem Airbusgelände verunfallt ist . Da hat eine Crew die Teile bei Airbus ausgebaut und in die Produktion zeitnah zu einer neuen Zelle geliefert , dort eingebaut. 

Kabelbaum , Cockpit, Fahrwerke, Lüftungskanäle , Triebwerke, Fenster usw, alles was nicht vernietet oder verklebt war.

Am Ende bleib nur noch die  verbeulte Zelle über, die zerlegt wurde.

Grüße Frank . 

 

Bearbeitet von Frank Holly Lake
Geschrieben

Es geht - wie Du selber schreibst - ums liebe Geld. Man ha ja auch schon noch-nicht-alte A318, B777 und so zerlegt, wobei in diesem konkreten Falle ja was im Argen lag.

 

Für unsere Generation mutet es mitunter "schräg" an, wenn ein Flugzeug mit unter 15 Jahren am Buckel geschrittet wird, weil wir es kennen, dass B707, Caravellen, DC-9 und alte B737 über viele Jahrzehnte flogen, bis sie in Afrika oder dgl. doch mal "abrauchten".

 

Ist ja bei den Autos heute auch so: Alte Mercedes, Toyotas und dgl. konnten eine Million herunterspulen. Heutige 3-Zylinder-Mittelklasse-Karren mit "zig" Nebenaggregaten rauchen eben auch schon zwischen 80.000 und 120.000 ab - je nach Fahrweise und dgl.

 

Fazit: Zeiten und Technik ändern sich...

 

Gruß

Johannes

Geschrieben

Mit einem Unterschied - die 787 ist nicht wie herkömmlich mehrheitlich aus Stahl:

 

Die Boeing 787 Dreamliner besteht zu etwa 50 Gewichtsprozent aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) und anderen Verbundwerkstoffen. Dies umfasst den Rumpf, die Flügel und das Leitwerk.

 

Hier sind die Details zum Materialanteil:

 

Strukturanteil: Neben den 50% Verbundwerkstoffen (Gewichtsanteil) besteht die Struktur zu ca. 20% aus Aluminium, 15% Titan und 10% Stahl.
Volumen: Bezogen auf das Volumen bestehen sogar über 80% des Flugzeugs aus Verbundwerkstoffen.

 

Das fasst niemand grossflächig an....

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb Gulfstream:

die 787 ist nicht wie herkömmlich mehrheitlich aus Stahl

..Stahl? Der wurde bestimmt nicht 'mehrheitlich' in den frühen Generationen von Verkehrsflugzeugen mit Strahlantrieb verwendet. Die Frage ist auch noch, ob Du da Gewicht, Menge (Volumen) oder Kosten als Qualifikator nimmst..

Cosy

 

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb cosy:

..Stahl? Der wurde bestimmt nicht 'mehrheitlich' in den frühen Generationen von Verkehrsflugzeugen mit Strahlantrieb verwendet. Die Frage ist auch noch, ob Du da Gewicht, Menge (Volumen) oder Kosten als Qualifikator nimmst..

Cosy

 

 

ok, allenfalls auch Alu. Auf jeden Fall ein Material, welches entsprechend in diesem Fall bearbeitet werden könnte.

Urs Wildermuth
Geschrieben
Am 8.4.2026 um 20:22 schrieb Frank Holly Lake:

Boeing hatte eingeräumt, bei der Maschine möglicherweise die Verbindungsstellen zwischen Rumpf und Tragflächen nicht überprüft worden seien. Hier wurde Mängel festgestellt, als man  nachträgliche eine Inspektion durchführte. Diese Mängel sind nicht mehr zu beheben gewesen.

 

Wenn das der Grund ist, wieso sie verschrottet wird, dann kann es auch durchaus sein, dass Boeing damit seine Fehlproduktion verschwinden lassen will, bevor jemand drauf kommt, dass die ein fehlerhaftes Flugzeug ausgeliefert haben (ausser denen die es eh wissen im Business). 

 

Sowas hat Tradition: AF hat damals auch eine Concorde aus dem Betrieb genommen und später verschrottet, nachdem sie in Dakar einen heftigen Tailstrike produziert und erst Monate später zum Schluss kamen, dass man sie ausser Betrieb nehmen sollte.... (F-BVFD). 

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Urs Wildermuth:

Sowas hat Tradition: AF hat damals auch eine Concorde aus dem Betrieb genommen und später verschrottet, nachdem sie in Dakar einen heftigen Tailstrike produziert und erst Monate später zum Schluss kamen, dass man sie ausser Betrieb nehmen sollte.... (F-BVFD). 

Das war mir gar nicht bekannt.

 

https://www.heritageconcorde.com/f-bvfd-211

 

https://culturaaeronautica.blogspot.com/2011/12/historia-do-f-bvfd-o-unico-concorde.html

 

F-BVFD+-+nose+section.jpg

 

 

b9d472_44ecda6cc4c54edcb169b1f7200a79b4.

Urs Wildermuth
Geschrieben
vor 1 Minute schrieb FalconJockey:

Das war mir gar nicht bekannt.

 

Tja, der erste von vielen Fällen wo AF es verstanden hat, die Dinge sehr verschwiegen zu halten, dass selbst Leute wie Du nie was davon gehört haben. 

 

 

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