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Kommende Reisehochsaison - Flugstornierungen durch Airlines wegen Kriegs-Auswirkungen?


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Geschrieben

Hallo zusammen,

 

nachdem die BILD-Zeitung heute was von möglichem "systemischen Treibstoffknappheit" in zwei Wochen tönt, hiermit - rein interessensmäßig - paar Fragen an die Runde in diesem eigenen Thread, das es keinen dezidierten Thread wegen der derzeitigen Lage gibt.

 

Wegen der weitgehenden Blockade der strategisch wichtigen Meerenge von Hormus droht auf europäischen Flughäfen schon in wenigen Wochen ein akuter Mangel an Flugbenzin. Sollte sich die Lage nicht rasch entspannen, könne es innerhalb von drei Wochen zu einer „systemischen Treibstoffknappheit“ kommen, warnte Olivier Jankovec, Generaldirektor des Flughafen-Dachverbands ACI Europe, in einem Schreiben an die EU, das der Nachrichtenagentur AP vorlag. QUELLE: bild.de

 

Nehmen wir an, ich hätte vor Monaten einen Sommertrip mit Austrian Airlines gebucht, und der Krieg/die Krise im Nahen Osten wird nicht deeskaliert, sondern es spitzt sich weiter zu und Europa bekommt weiterhin immer weniger Öl geliefert (Letzteres geschieht ja bereits).

 

1. Kann LH/OS wegen "Force majeur" oder sonstiger vertraglich wirksamer Klauseln den Flug canceln, und ich schau kohlentechnisch "mim Ofenrohr ins Gebirg", wenn ich keinen Umbucher-Tarif gewählt habe?

 

2. Zahlt die Kreditkartenversicherung in so einem Fall, wenn ich die Reise mit der CC bezahlt habe?

 

3. Normalerweise schliesse ich eine umfassende Reisekrankenversicherung ca. 1,5 Monate vor der Reise ab. Wenn ich die nun jetzt abschliessen würde, würde man dann - im Falle eines Flugausfalls durch die Airline - die Stornierung aus der Leistung heraushalten, weil ich ja die Versicherung erst gebucht hatte, als die Kacke da unten bereits am Dampfen war und es somit - aus Sicht der Versicherung - somit absehbar war, dass dieses Risiko schlagenden werden könnte?

 

Mich würden da eure Einschätzungen interessieren, ob man da als Frühbucher ohne Umbuchungsoption seine Kohlen wiedersehen würde.

 

Grüße

Johannes

Geschrieben
vor 36 Minuten schrieb Phoenix 2.0:

Europa bekommt weiterhin immer weniger Öl geliefert (Letzteres geschieht ja bereits).

 

Gestern hat der letzte Öltanker aus den Golfstaaten Europa erreicht. Das soll ungefähr sechs Wochen dauern, bis ein Tanker diesen Weg zurücklegen kann. Einige Tanker die Europa angesteuert haben wurden nach Asien umgeleitet, weil die mehr bezahlt haben. 

 

Die Frage ist dann auch, gibt es im Urlaubsgebiet genügend Kerosin, oder muss der Flieger schon Sprit mitnehmen. In der Regel wird dann die Airline den Flug canceln, weil es nicht mehr möglich ist. Auch wegen den Spritkosten. Dann wird man sein Geld zurückerhalten. 

 

Falls die Probleme am Golf länger dauern, dazu noch das Rote Meer abgeriegelt wird, dann werden die Airlines noch so wie in den 50 iger Jahren fliegen können in der damaligen Häufigkeit und Preisgestaltung. 

 

Ryanair hat sich gegen Preiserhöhungen abgesichert, aber das bringt denen nichts, wenn es kein Kerosin mehr gibt. 

 

 

 

 

 

 

oneworldflyer
Geschrieben (bearbeitet)

Wenn die Airline den Flug storniert, hast du gemäss eu261 u.a. Anspruch auf Refund oder Rerouting. Da ist duty of care und unabhängig von Kompensationszahlung. 

Bearbeitet von oneworldflyer
Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb LS-DUS:

Gestern hat der letzte Öltanker aus den Golfstaaten Europa erreicht. Das soll ungefähr sechs Wochen dauern, bis ein Tanker diesen Weg zurücklegen kann. Einige Tanker die Europa angesteuert haben wurden nach Asien umgeleitet, weil die mehr bezahlt haben. 

 

Pssst..., das will hier in Europa niemand hören! Vertraue dem ÖRR und dem Merz, dass alles im Griff sei! Vielleit wird hier ja bald, wie in irland zugehen...

 

Falls meine Sommerflugreise ins Wasser fallen sollte, juckt mich das ned, solange die meine sauerverdienten Mäuse wieder 'rüberwachsen lassen! War eh mehr die Idee der Frau, ich lümmle eh lieber auf meiner Terrasse, und wir sollen ja eh alle das Verzichten lernen. Also, bleib' ma alle zuhause - von wegen dem CO2 und den Kipppunkten und wegen den Grünen!! 😎

 

Fazit: Sehen wir die "Energiekrise" als Chance, so wie unsere EU-Politiker uns das präsentieren! Alles wird gut, oder wollen wir etwas schwarzmalen!?

 

Gruß

Johannes

Bearbeitet von Phoenix 2.0
Geschrieben

Buche einfach einen Privatjet, wir kommen immer irgendwie an Jet A1 ran. Notfalls bringen wir ein paar Kanister im Gepäckraum mit.

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb FalconJockey:

Buche einfach einen Privatjet, wir kommen immer irgendwie an Jet A1 ran. Notfalls bringen wir ein paar Kanister im Gepäckraum mit.

 

Im nächsten Leben dann, weil aus mir wurde in diesem Leben kein "Surfer des Kapitalismus". Ich bin schon froh, dass ich mit OS fliegen kann, und ned Lauda nehmen muss. 

 

Gruß

Johannes

Geschrieben (bearbeitet)

Wenn es große Engpässe beim Öl geben sollte, möchte ich nicht Politiker sein. Denn dann kann die Frage aufkommen, wer zuerst tanken darf. 

Ich vermute zuerst die Bauern mit ihren Traktoren, dann der Transportbereich, auch Luftfracht, Feuerwehr, Gebäude im Winter. 

Und der Rest verklagt dann den Staat wegen ausbleibender Wirtschaftsgrundlage. 

Man wird es bei solchen Engpässen nicht dem Markt überlassen können. 

 

Bearbeitet von LS-DUS
Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb LS-DUS:

Denn dann kann die Frage aufkommen, wer zuerst tanken darf. 

 

Na also zuerst tanken auf jeden Fall mal Leute wie die Vorsitzende von "Die Linke", Heidi Reichinnek; ihr fetter und von der Partei (quasi eine SED-Nachfolgeorganisation) finanzierter fetter fossiler Audi A8 hat natürlich (!) - wie die Karossen aller anderen Bundespolitiker - Vorrang. Jaja, die sozialistischen Apparatschiks und Bonzen..., Wasser predigen und Wein saufen - es ward und wird nie anders sein!

 

Um beim Thema zu bleiben, bevor es wieder Ärger gibt:

Derzeit ist ja noch alles offen. Im Grundrauschen der Medien und Politiker lässt sich - zumindest für mich - derzeit keine Tendenz oder Richtung ausmachen. Eskalation ist genauso wahrscheinlich oder möglich, wie eine Art Übereinkunft.

Was den Flugverkehr anbelangt, so könnte die Latenz bei neuen Öl-Lieferungen (im Falle einer Übereinkunft) und folglich beim Raffinieren (sofern es dort keine Reserven hat) dennoch dafür sorgen, dass es genau zu Beginn der Hauptreisezeit in Europa zu Engpässen kommen könnte. Wie Lothar oben schrieb, versiegen die Öl-Lieferungen für Europa offenbar.

 

Schon faszinierend, wie sehr Europa - allem voran Deutschland - in Punkto Energieversorgung nun total belämmert dasteht - fast wie ein Drittweltland. Aber wie sagte "Mutti Merkel" zwar in einem anderen Kontext, aber dennoch auch hier passend: Wir schaffen das! 🤡 Aja, es gab die Tage eine massive "Hellbrise" in Deutschland. Leider kann ich dazu nur die hier ach so verhasste WELTWOCHE bemühen, sonst findet sich so gut wie nix:

 

Die Wind- und Solaranlagen deckten gemäss dem renommierten Fraunhofer-Institut am 5. und 6. April bis zu 175 Prozent des deutschen Strombedarfs. Die deutschen Konsumenten dagegen haben keinen Grund, zu lachen. Das Osterwunder dürfte gemäss dem bekannten Energiefachmann Stefan Spiegelperger Verbraucher und Steuerzahler allein am Sonntag 133 Millionen Euro gekostet haben.

 

Gruß

Johannes

Bearbeitet von Phoenix 2.0
Geschrieben (bearbeitet)
On 4/11/2026 at 8:03 PM, oneworldflyer said:

Wenn die Airline den Flug storniert, hast du gemäss eu261 u.a. Anspruch auf Refund oder Rerouting. Da ist duty of care und unabhängig von Kompensationszahlung. 

So viel ich weiß kann die Airline bis 14 Tage vor Abflug entschädigungsfrei stornieren. 
 

Wenn der Sprit deutlich teurer wird, werden sie dies sowieso tun, weil sie die Frequenzen ausdünnen und dich dann statt direkt über z.B. FRA routen. Und dies mit einem Aufpreis gegenüber dem, was du ursprünglich gebucht hast. Du kannst dieses Angebot dann annehmen oder es bleiben lassen und zu Hause bleiben.

Bearbeitet von ndugu
Geschrieben (bearbeitet)
Am 11.4.2026 um 20:03 schrieb oneworldflyer:

Wenn die Airline den Flug storniert, hast du gemäss eu261 u.a. Anspruch auf Refund oder Rerouting. Da ist duty of care und unabhängig von Kompensationszahlung. 

Ich gebe zu ich vergesse schnell, aber hat nicht genau das während Covid-19 nicht geklappt? Oder man hat einen Gutschein erhalten für einen Leg, den man -für sich- sowieso nie mehr abfliegen wird? Oder der Flug war dann zum späteren Zeitpunkt so teuer, dass der Gutschein nie reicht und man gerade so gut den Flug neu hätte buchen können? Oder die Airline hat es ausgestanden und gewartet, bis der Passagier von sich aus cancelt? Oder das Geld wurde zurückgezahlt, einfach nach 2 Jahren? Oder die Kreditkartenfirmen, Buchungsportale, Airlines, Reiseveranstalter und Versicherungen schieben sich die Kostenverantwortung zu?

 

Schon klar, damals war eine Ausnahmesituation, aber genau so eine Ausnahmesituation / Force Majeure Klausel wird auch jetzt geclaimt. Wenn eine Landung auf einem Aussenflughafen wegen Gewitter nicht mal zu einem Refunding berechtigt (ich ging durch einen solchen Prozess), dann wohl auch nicht eine Stornierung wegen dem Irankrieg. Dann heisst es halt nicht Storno, sondern "wir wären ja schon geflogen, aber uns wurde von Gesetzes wegen der Flug untersagt".

 

Bearbeitet von Hotas
Geschrieben (bearbeitet)
vor 14 Stunden schrieb ndugu:

So viel ich weiß kann die Airline bis 14 Tage vor Abflug entschädigungsfrei stornieren. 
 

Wenn der Sprit deutlich teurer wird, werden sie dies sowieso tun, weil sie die Frequenzen ausdünnen und dich dann statt direkt über z.B. FRA routen. Und dies mit einem Aufpreis gegenüber dem, was du ursprünglich gebucht hast. Du kannst dieses Angebot dann annehmen oder es bleiben lassen und zu Hause bleiben.

 

Fazit: Also lieber derweil keine Flugreisen buchen, denn es ist eine Lotterie, wo man u.U. so gut wie alles an getätigte Zahlungen verlieren kann, wenn man nicht aufzahlt UND schlechtere Verbindungen (Stops) in Kauf nimmt. Sauber...

 

Mit dem heutigen Tag ist zudem klar, dass die beschädigte Druschba-Pipeline nach Ungarn und weiter in die Slowakei nun nicht mehr durch die Ukraine repariert werden wird, was noch weniger Öl in den EU-Raum bedeutet. 

 

Gruß

Johannes

Bearbeitet von Phoenix 2.0
Geschrieben
16 minutes ago, Phoenix 2.0 said:

 

Fazit: Also lieber derweil keine Flugreisen buchen, denn es ist eine Lotterie, wo man u.U. so gut wie alles an getätigte Zahlungen verlieren kann, wenn man nicht aufzahlt UND schlechtere Verbindungen (Stops) in Kauf nimmt.


Quatsch, dein Geld kriegst du natürlich zurück, wenn dein Flug gecancelt wird und du das neuere, teurere Angebot nicht annimmst.

Geschrieben

Anspruch auf Rückerstattung hast du.

 

Aber es hat einfach nicht funktioniert damals; wer etwas anderes behauptet hat Covid nicht erlebt (auf einer Weltreise).

 

Wenn deine Flugreise aus mehreren Flügen besteht, oder du sie dir selber zusammenstellst, und ein Flug davon wird gecancelt, dann bleibst du auf den anderen (Anschluss-)Flügen / Hotels / Mietwagen sitzen.

Und nein, wenn dir ein Gutschein gegeben wird von Hawaiian mit einem Jahr Gültigkeit, dann wirst du in einem Jahr nicht nochmals nach Hawaii fliegen nur um diesen dämlichen Gutschein einzulösen. Und Geld gab's dann statt dem Gutschein auch nicht. Been there!

Du kannst dann gerne die überlastete Hotline anrufen oder ein Amtsbüro das niemals innerhalb nützlicher Frist einen Entscheid herbeiführt, völlig illusorisch dass dir dann jemand rechtzeitig hilft. Die Airline Hotlines nahmen ja gar kein Telefon ab, um den claim entgegenzunehmen.

Und andere Gutscheine für Flugstrecken, die du eventuell noch nachgeholt hättest - da waren die Flugpreise in einem Jahr (pünktlich zur Einlösefrist der Gutscheine) explodiert.

 

Ja, es gab sie, die Unternehmen, Airlines, Reisebüros, Showveranstalter die zahlen mussten und wo es keine Ausreden gab. Die gingen in den kontrollierten Konkurs, weil ja alle ihre heutigen Verbindlichkeiten mit dem Vorverkauf der Flüge von morgen bezahlen. So ist das halt. Dann kriegst du vom Konkursamt aus Island, USA oder wo auch immer ein Schreiben, indem du dich mit einer kleinen Teilentschädigung abfinden kannst, oder unter Umständen gar nichts kriegen wirst. Been there!

 

Versicherungen - zwecklos, alle. Als der Begriff "Pandemie" ausgerufen wurde, haben die Champagnerkorken geknallt, denn damit musste keine Versicherung irgendetwas bezahlen. Been there!

 

Mein Fazit war:

Alle unsere Gesetze, Versicherungen, Entschädigungsregelungen funktionieren nur in Schönwetterlagen. Verständlich! Das ist das Prinzip jeder Versicherung und jeder Bank dass nicht alle gleichzeitig ihr Geld wollen.

 

"Alle gleichzeitig" ist hier in der Golfregion zum Glück noch nicht der Fall, also dürfte das System noch mehr oder weniger funktionieren. Aber wenn es richtig "tschädderet" wie der Schweizer sagt, dann müsst ihr für euch selber schauen. Stellt euch auf jeden Fall drauf ein, und schont eure Nerven.

 

 

 

 

Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb ndugu:

Quatsch, dein Geld kriegst du natürlich zurück, wenn dein Flug gecancelt wird und du das neuere, teurere Angebot nicht annimmst.

 

Alles klar, ich dachte, "entschädigungsfrei" würde auch den bezahlten Flugpreis betreffen, nicht nur allfällige Zusatzstrafen.

 

Gruß

Johannes

Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb Hotas:

Aber wenn es richtig "tschädderet" wie der Schweizer sagt, dann müsst ihr für euch selber schauen. Stellt euch auf jeden Fall drauf ein, und schont eure Nerven.

 

Danke für die Tipps und Hinweise, wir haben diesmal einen Direktflug, und die Maschine wird an der Destination (Insel-Airport) nicht auftanken müssen, wenn man sie in VIE volltankt. 

 

Weil das auch so ein Gedanke ist, dass Insel-Airports während des Aufenthalts - im Falle einer sich zuspitzenden Knappheit - das Kerosin ausgehen könnte.

 

Ich hätte auch ein ungutes Gefühl, wenn ich diesen Sommer auf die Azoren (und ja, auf Lajes wird der Sprit nie ausgehen, aber ggf. in Ponta Delgada und auf den kleineren Inseln) oder Madeira flöge, weil man von dort - im worst case - schwer oder gar nicht auf dem Seeweg wegkäme (es gibt keine Fähren zum Festland, wie etwa bei den Kanaren nach Cadiz oder so). Die griechischen Inseln hingegen sind wenigstens gut per Fähren vernetzt, und von Griechenland (Festland) aus kommt man dann doch am Landweg irgendwie heim. 

 

Aber schauen wir mal..., ich hoffe, die Optimisten behalten recht, und alles geht gut. Wenn man einen Hunni für Sprit draufzahlen muss, fällt niemandem ein Zacken aus der Krone, außer den "LCC-Royalty-PAXen"...

 

Gruß

Johannes

Bearbeitet von Phoenix 2.0
Geschrieben

Ich habe den Eindruck ihr denkt viel zu viel drüber nach. 

 

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 8 Minuten schrieb oneworldflyer:

Ich habe den Eindruck ihr denkt viel zu viel drüber nach. 

 

So wie damals anno 2020 im Februar über die möglichen Auswirkungen von Covid?? 😜

 

Ich habe eher den Eindruck, die Leute denken zu wenig über alles nach. Aber nachdem Orban weg ist, hat man ja nun wieder paar Wochen Feierlaune in Europa, und alles andere rückt in den Hintergrund. 

 

Jedenfalls, wenn ich jetzt für die Zukunft Urlaub buchen würde, würde ich eine Destination wählen, von wo ich im Falle am Landweg heimkomme.

 

Gruß

Johannes

Bearbeitet von Phoenix 2.0
  • Danke 1
  • Was soll das ? 1
Geschrieben
Am 11.4.2026 um 20:03 schrieb oneworldflyer:

Wenn die Airline den Flug storniert, hast du gemäss eu261 u.a. Anspruch auf Refund oder Rerouting. Da ist duty of care und unabhängig von Kompensationszahlung. 

 

Eine interessantere Frage wäre wenn die Airline den Flug weniger als 14 Tage vor dem Abflug storniert (annulliert) - zB wegen teurem oder knappen Kerosin? Und ob sie dann die Penalities (aka Kompensationszahlungen) laut EU 261/2004 bezahlen - oder nicht?

 

Können sie einfach so "Extraordinary Circumstances" vorschieben - und kommen sie damit vor Gericht/den CAAs oder NEBs (National Enforcement Bodies) weg?

Ich würde sagen eher nein, denn die meisten Airlines haben ja schon fast immer ihr Fuel "gehedged", um sich gegen unerwartete Preisschwankungen und -erhöhungen zu schützen. Auch Kriege sind ja auch nicht so ein total unerwartetes Ereignis. Vor allem wenn diese Kriege nicht direkt die Flugroute und Flughäfen des annullierten Fluges betreffen. Das tönt also nach Business as usual - für mich auf jeden Fall.

 

Vielleicht hat schon jemand Erfahrungen hier gemacht und könnte uns mitteilen was passiert ist (wie die Airline reagiert, kommuniziert und argumentiert)?

 

LG Chris

Geschrieben (bearbeitet)
On 4/13/2026 at 5:35 PM, Phoenix 2.0 said:

 

Danke für die Tipps und Hinweise, wir haben diesmal einen Direktflug, und die Maschine wird an der Destination (Insel-Airport) nicht auftanken müssen, wenn man sie in VIE volltankt. 

 

Da muss ich Dich leider enttäuschen. Ein A320 kann sowas nicht. Zumindest wenn die Maschine gut ausgelastet ist.

Beim Start geht sich das aus aber beim Landen überschreitest du so das maximale Landegewicht.

 

Wenn etwa der Rückflug so 2 h dauert. Dann braucht man incl. Alternate und Reserve so um die 6t minimum  Fuel. Mit 6 Tonnen in den Tanks und halbwegs vollem Flugzeug darfst du nicht landen

 

wolfgang 

Bearbeitet von Maxrpm
Geschrieben (bearbeitet)

@Wolfgang: Dann würde es eng werden, wenn der Sprit ab Juni nicht mehr auf allen kleinen griechischen Inseln verfügbar wäre (wie so viele "Schwarzmaler" behaupten). Aber der Optimismus erlebt einen Schub, zwar berichten alle Medien irgendwie, dass nichts klar sei, aber angeblich wolle man die Straße von Hormuz öffnen. 

 

Das war gestern mein Stand, war 3 Tage auf Seminar ohne großen Außenkontakt; bin also noch nicht im Bilde. Werde mich nun refreshen...

 

Gruß

Johannes

Bearbeitet von Phoenix 2.0
Geschrieben (bearbeitet)
10 hours ago, Olindaguy said:

 

Eine interessantere Frage wäre wenn die Airline den Flug weniger als 14 Tage vor dem Abflug storniert (annulliert) - zB wegen teurem oder knappen Kerosin? Und ob sie dann die Penalities (aka Kompensationszahlungen) laut EU 261/2004 bezahlen - oder nicht?


Also Fuel beschaffen gehört zu den Kernaufgaben jeder Airline. Gewisse sichern sich gegenüber Preisänderungen ab, und bezahlen dafür eine Prämie. Andere tun dies nicht, und tragen das Risiko selber. Wenn die Airline nun den Flug nach Kreta storniert, weil dort der Fuel teuer und/oder knapp ist, hat sie entweder schlechte Verträge und wird deshalb nicht beliefert, oder der Lieferant ist vertragsbrüchig und die Airline kann den Schaden auf den Fuel Lieferanten abwälzen. 
 

Anders ist es, wenn die Airline den Flug nach Zypern stornieren muss, weil dort ein Tanklager von einer iranischen Shahed getroffen wurde. Das wäre Force Majeure und die Airline geht kompensationsfrei aus. 

Bearbeitet von ndugu

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