Zum Inhalt springen

16.05.2026 | Private Owner | North American T-28A Trojan | N728NA | Limburgerhof | Explosion im Reiseflug und Absturz


Empfohlene Beiträge

Geschrieben (bearbeitet)

Heute um 11 Uhr 30 ist es bei einer North American T-28A Trojan im Reiseflug an Board anscheinend zu einer Explosion gekommen, was dann unmittelbar zu einem Absturz in ein Wohngebiet in Limburgerhof, nähe Mannheim, führte. Das Trümmerfeld verteilt sich auf mehrere Grundstücke und einen Spielplatz. Es sind dabei leider auch die 2 Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Das Flugzeug war in Aachen gestartet.

 

 

https://www.flightradar24.com/data/aircraft/n728na#3fb8397d

Bearbeitet von Baeriken
Geschrieben (bearbeitet)

 

Bearbeitet von Baeriken
FalconJockey
Geschrieben

Eine Explosion halte ich für unwahrscheinlich, eher handelte es sich um einen Luftzerleger nach Verlust der Kontrolle wegen Einflug in Wolken.

Geschrieben (bearbeitet)

Bei denen wird sich die Engine zerlegt haben während des Fluges.

 

Meine 3 Cent

 

 

Bearbeitet von sharkbay
Geschrieben (bearbeitet)

Ich denke auch wie Andreas.

 

Ein Sternmotor "explodiert" wohl eher nicht wie im Film in einem Feuerball, sondern "zerlegt" sich ggf. teilweise in Teilen schrapnellartig. Im Video oben sieht man den Motor zudem gleich zu Beginn.

 

Wenn "Ohrenzeugen" was von einer "Explosion" reden, muss man wohl auf der Hut sein. Ein "Knall" muss keine "Explosion" wie im TV sein. Die Harley meines Nachbarn "explodiert" auch nicht, obwohl die Fehlzündungen ganz danach klingen...

 

Gruß

Johannes

Bearbeitet von Phoenix 2.0
Geschrieben

Die beiden Todesopfer konnten identifiziert werden. Es handelt sich um zwei deutsche Männer im Alter von 60 und 66 Jahren aus Bayern (Landkreise Ebersberg und Starnberg). Der Zielflughafen war offenbar der Flughafen Oberpfaffenhofen bei München.

 

Geschrieben (bearbeitet)

ja schon merkwürdig die harte Rechtskurve laut den ADS-Daten kurz vor dem Absturz. Nun sollte doch eigentlich so ein ehemaliges Schulungsflugzeug die erhöhten G-Kräfte abkönnen und nicht sofort in der Luft auseinanderbrechen. Für mich auch unverständlich, wie man bei einem unbeabsichtigten Einflug in Wolken nicht den Flieger über den künstlichen Horizont temporär einigermaßen gerade halten kann. Es wird auch berichtet, dass es am Absturzort zur Zeit des Impact stark regnete.

Bearbeitet von Baeriken
Geschrieben

Für die T-28B/C beträgt die limit load 6.0 g (NAVAIR 01-60FGB-1 NATOPS Flight Manual Navy Model T-28B/C Aircraft Part 4 acceleration limitations). Für die T-28A kenne ich sie leider nicht. Dass hier ein Motorzerleger die Absturzursache sein soll, kann ich mir nur schwer vorstellen. Hätte sich zB ein Zylinder abgesprengt, so müssten die übrigen Teile wohl mit Öl verschmiert sein. Eine Motorpanne aus welchem Grund auch immer würde zu einer Notlandung und nicht zu einem Absturz führen. So wie es aussieht dürfte der Motor mehrheitlich an der Zelle verblieben sein, so dass der Schwerpunkt zum Fliegen noch einigermassen hätte genügen müssen. Wenn sich natürlich andere Teile getrennt haben sollten, dann dürfte die Flugtauglichkeit rsp. Kontrollierbarkeit in Frage gestellt sein. Das dürften wir schon bald erfahren, wenn mal alle Teile gefunden sind (Fundort, Trennstelle, uam).

 

Stefan

 

 

 

 

 

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Baeriken:

Für mich auch unverständlich, wie man bei einem unbeabsichtigten Einflug in Wolken nicht den Flieger über den künstlichen Horizont temporär einigermaßen gerade halten kann. 

Da haben wir es! Genau diese Ansicht hat zu unzähligen Abstürzen geführt. Ohne viel und regelmässigem Fliegen nach Instrumenten und entsprechendem Training ist es eben nicht so einfach, über eine gewisse Zeit nur mit den Instrumenten das Flugzeug einigermassen gerade zu halten.(ohne Autopilot).  Die Meinung von Nicolai ist leider bei VFR-Piloten sehr weit verbreitet und endet meist tragisch. Das Horizontfliegen am PC bringt da (fast) nichts.

 

Banal, aber wahr.

Hausi

Geschrieben

na dann wage ich auf Grund von Hausi´s und Stefan´s Feststellung mal eine Prognose zum Unfallhergang, vorrausgesetzt, die letzten Flightradar-Daten sind einigermaßen korrekt: Der Pilot flog schon etwas zu lang für seine mangelnden IFR-Flugerfahrungen auf dem Baumuster in der Wolkendecke aus der es laut Zeugenaussagen am Boden auch regnete. Er entschied sich dann zu einer Umkehrkurve nach rechts um wieder Bodensicht zu bekommen bei der er dann die Kontrolle über die T28-B verlor und dadurch die Flugzeugstruktur über die materielle Belastungsgrenze führte. Der Flieger brach auseinander, wobei anscheinend die heißen Teile so von den treibstoffführenden Teilen getrennt wurden, dass kein Feuer entstand und es auch zu keinem Aufschlagbrand kam. Die Limburgerhofer Feuerwehr konnte Löschwasser sparen und die Bewohner entgingen einem Flammeninferno in ihrem Wohngebiet.

Geschrieben

Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand unabsichtlich 6 G am Knüppel zieht. Egal, ob in den Wolken oder sonstwo. 

Ein mechanisches Problem sollte nicht ausgeschlossen werden. 

Geschrieben

Wenn einer in die Wolken gerät (IMC), mit dem künstl. Horizont nicht umgehen kann und die Geschwindigkeit bis Vne und drüber stetig zunimmt, so wäre es schon vorstellbar, dass er aus Panik einfach mal zieht. 6 g ist übrigens das Grenzlastvielfache (falls für die T28A auch zutreffend), womit das Bruchlastvielfache dann 9 g wäre.

 

Oder gab es in seiner Wolke (wenn es denn so war) Gewitteraktivität? Dann könnten noch Böenlasten hinzukommen, welche sehr schädlich sein können, wenn Du schneller als VA fliegst...

 

Stefan

 

Geschrieben
vor 14 Stunden schrieb Hausi122:

Da haben wir es! Genau diese Ansicht hat zu unzähligen Abstürzen geführt. Ohne viel und regelmässigem Fliegen nach Instrumenten und entsprechendem Training ist es eben nicht so einfach, über eine gewisse Zeit nur mit den Instrumenten das Flugzeug einigermassen gerade zu halten.

 

Ist zwar OT, aber das ist einer der Punkte, die ich als Simulatorflieger noch nie wirklich verstanden habe. Ich weiss, G-Kräfte etc, die einem Vorgaukeln, dass die Fluglage eine andere ist, als die Instrumente anzeigen. Trotzdem, als Simpilot fliegt man ja eigentlich immer "falsch" in Bezug auf VFR, also mind. ich, immer nach Instrumenten, da mir ja die physikalische Rückmeldung im Sim komplett fehlt. Daher wohl meine Verständnisschwierigkeiten...

FalconJockey
Geschrieben
vor 18 Stunden schrieb Baeriken:

Die beiden Todesopfer konnten identifiziert werden. Es handelt sich um zwei deutsche Männer im Alter von 60 und 66 Jahren aus Bayern (Landkreise Ebersberg und Starnberg). Der Zielflughafen war offenbar der Flughafen Oberpfaffenhofen bei München.

 

Laut einem User in PPRUNE waren beide Piloten sehr erfahren. Einer war ein früherer Luftwaffenpilot mit Testpilotenlizenz - der sollte sich mit IFR und den einhergehenden Gefahren ausgekannt haben. Weiterhin sollen die beiden die Maschine kürzlich gekauft haben und sie war zur Überholung in Aachen. Die war also Heimflug zur Basis des Flugzeugs.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb AnkH:

 

Ist zwar OT, aber das ist einer der Punkte, die ich als Simulatorflieger noch nie wirklich verstanden habe. Ich weiss, G-Kräfte etc, die einem Vorgaukeln, dass die Fluglage eine andere ist, als die Instrumente anzeigen. Trotzdem, als Simpilot fliegt man ja eigentlich immer "falsch" in Bezug auf VFR, also mind. ich, immer nach Instrumenten, da mir ja die physikalische Rückmeldung im Sim komplett fehlt. Daher wohl meine Verständnisschwierigkeiten...

 


Starke G-Kräfte in der real-life Fliegerei ( ohne Druckanzug ) können auch sehr erfahrene Piloten an die Grenzen ihres „Bewusstseins“ bringen. Sowas kann echt ungut sein, die subjektive Wahrnehmung ( von Piloten zu Piloten selbstverständlich verschieden ) kann sich während der Zeit der starken G-Kräfte sowas wie irreal anfühlen, ein komisches Gefühl mit anderen Worten.

 

Eine physikalische Rückmeldung im Simulator im Bezug auf starke G-Kräfte ist grundsätzlich nicht erforderlich, das kann man in den Settings definitiv ausschalten.

 

Die Instrumente in der real-life Fliegerei als auch im Simulator sind so konzipiert bzw. so programmiert, auch unter der Einwirkung starker G-Kräfte alle Flug-Parameter korrekt wiederzugeben.

 

Alles andere wäre ja technischer Unsinn.

 

 

Bearbeitet von sharkbay
Geschrieben

Gregor, das mit den G-Kräften ist mir schon klar, die gibts ja aber nicht einfach so. Aber lassen wir das OT doch sein, ggf. eröffne ich dazu einen eigenen Thread.

Geschrieben

Oder war etwa (zu viel) Eis im Spiel, Stichwort Strömungsabriss....!?

 

Stefan

 

Geschrieben
vor 18 Stunden schrieb teetwoten:

Dass hier ein Motorzerleger die Absturzursache sein soll, kann ich mir nur schwer vorstellen. Hätte sich zB ein Zylinder abgesprengt, so müssten die übrigen Teile wohl mit Öl verschmiert sein.

ja, das ist stimmig.

G-Kràfte: die Vorstellung, dass in den gesàttigten Wolken eine g-Kraft von 6 bis 9 G auf die Besatzung gewirkt haben soll in der vermuteten Umkerhrkurve ist recht unwahrscheinlich.  Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Piloten mit einem solchen Profil die im Hosenboden gespeicherte intuitive Reaktion darauf nicht intus haben.

 

Spontane Eindrücke beim Betrachten des Videos:

 

Sehr sonderbar sind die Brüche der Holmen an den Flügeln:  Der linke Flügel

dmy3xg3q.png

der Hauptholm ragt weit aus dem Flügel heraus, wurde also nicht direkt durch G-Kràfte desolidarisiert. Anders gesagt, der Flügel wurde möglicherweise nicht durch aerodynamische oder G-Kràfte mit Gewalt schlagartig abgetrennt, denn dann wäre der Holm nicht mehr drann oder arg verbogen.

 

Hingegen ist beim rechten Flügel:

h3589ud2.png

eine völlig andere Bruchkante sichtbar:

Dies sieht so aus, als wàre der Holm an einer Nietreihe entlang gebrochen (oder Verschraubung), also an der Stelle mit der geringsten Querschnittsfläche. Schwierig zu beurteilen aus dem Video, wenn dem so ist, wäre das ein Hinweis auf eine Ueberlastung auf Biegung..

 

Cosy

  • Gefällt mir 1
  • Danke 1
Richard Hächler
Geschrieben

Fehlt nicht ein Propellerblatt? Falls sich das im Flug verabschiedet hat, bleibt der Motor nicht lange am Flugzeug.

Geschrieben

der Motor hat sich ja mit dem Bugradstrut abgetrennt.  Ist auf Fotos gut zu sehen. Da ist eine gewisse Plausibilität in der Vermutung einer massiven Unwucht vorhanden.

Hausi

Geschrieben

Vorsicht, der Motor lag unweit zahlreicher anderer Teile, vermutlich auch der Kabine, weshalb er wohl kaum vor dem Aufprall (zB wegen Unwucht) schon abgetrennt war....

 

Stefan

 

Dein Kommentar

Du kannst jetzt schreiben und Dich später registrieren. Wenn Du ein Konto hast, melde Dich jetzt an, um unter Deinem Benutzernamen zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Nur 75 Emojis sind erlaubt.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.

×
×
  • Neu erstellen...