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24.05.2026 | Cessna | OE-KAF | Zell am See | Kollision mit Schirm einer Paragliderin


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Geschrieben

I leb  - des is amal die hauptsach

 

der Spruch nach der Notlandung hat das Zeug zum Klassiker

FalconJockey
Geschrieben

Hier mal direkt ein Video davon bei YouTube:

 

 

Schwein gehabt! Ich bin mal gespannt, ob a) sie ein FLARM dabei hatte und b) die Cessna ein PowerFLARM verbaut hatte.

Geschrieben (bearbeitet)

Können FLARM und PowerFLARM auch Schutzengel erfassen !?

 

;- )

 

Da müssen sehr viele Schutzengel zum Unfallzeitpunkt unterwegs gewesen sein, sozusagen ein Schutzengel-Aus-Flug zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort.

 

:- )

 

Diese Paragleiterin ist echt cool, die hat einen sehr klaren Geist bewahrt.

 

Mindestens eine Bronze-Statue gebührt ihr jetzt in ihrem Heimatort.

 

Falls sie kein FLARM mit dabei hatte, dann wird‘s wohl eine Statue aus Zirben Holz werden …

 

🙂

 


 

Bearbeitet von sharkbay
Geschrieben

Ich glaube, ich habe noch nie einen Paraglider auf dem FLARM in einer unserer Katanas gesehen.

 

Oder werden die auf dem alten LED FLARM nicht angezeigt? 

Andrea Schlapbach
Geschrieben (bearbeitet)

Die Datenlage lässt vermuten, dass die C172 ein Flarm dabei hatte, die Gleitschirm-Pilotin nicht (obschon solche Fanet/Flarm Geräte heute in der HG-Szene sehr verbreitet sind, und entsprechend auf den Flarm-Geräten in Flz dargestellt werden). Die Cessna flog auf etwa 2100m auf Südkurs. Das war kurz nach 1115h UTC (1315h LT). Gut, dass das weitgehend folgenlos blieb. (In derselben Gegend gab es 2007 eine Midair SuperPuma - Katana)

 

Das fand im sog. Pinzgauer-Spaziergang statt, eine thermisch sehr aktive, von allen thermiksuchenden Luftraumteilnehmern sehr frequentierte Strecke. Das war deutlich NW und höher als die Platzvolte von LOWZ (Zell aS). Ich nehme an, dass es da keine Einschränkungen gibt bezüglich Para-Verkehr in der Nähe eines Flplz.

 

Das ist ein typischer See&Avoid uncontrolled-A/S VFR VMC Incident, wie man ihn letztlich in der Luftfahrt seit einem Jahrhundert akzeptiert nach dem Motto "shit-happens". Die stehende Gerichtspraxis in der Schweiz (ich nehme an, das ist in AT grob ähnlich) geht bei solchen Zusammenstössen mW zuerst mal davon aus, dass beide Teilnehmer Mist gebaut haben, allenfalls wegen "Störung des öffentlichen Verkehrs" angeklagt werden, um dann weitere Aspekte in die Würdigung miteinzubeziehen. Dabei wird u.a. berücksichtigt, ob der andere visuell gesehen werden konnte (die Pilotensicht ist bei vielen Motorflz, insbeso Hochdeckern schon prinzipiell durch die Bauweise ziemlich limitiert, und man als Risiko akzeptiert), ob man geblendet wurde (die C172 flog wohl ziemlich genau auf die Sonne zu), und ob man die Vorschriften und vorgeschriebenen Tools einhält (was beides prima-vista wohl zutrifft).

 

Was (in der Schweiz) gerichtlich oft und erstaunlicherweise deutlich weniger bis gar keine Rolle spielt, sind die ICAO Annex 2 Vortrittregeln (hier klar: Para > Motorflz; diese Regeln dienen mehr der theoretischen Verkehrsfluss-Regelung als der praktischen Rechtslage), die elektronische Sichtbarkeit (weil noch freiwillig), eine Routenwahl durch "shark-infected-water" (weil im VFR prinzipiell jeder überall sein darf), oder das farbige Schirmdesign (ich gehe davon aus, dass der Gleitschirm aus Sicht der Cessna knapp unter dem Horizont lag, und da sind viele Farben rasch Camouflage).

 

Bearbeitet von Andrea Schlapbach
Geschrieben
vor 21 Minuten schrieb Andrea Schlapbach:

Die stehende Gerichtspraxis in der Schweiz (ich nehme an, das ist in AT grob ähnlich) geht bei solchen Zusammenstössen mW zuerst mal davon aus, dass beide Teilnehmer Mist gebaut haben, wegen "Störung des öffentlichen Verkehrs" angeklagt werden, um dann weitere Aspekte in die Würdigung miteinzubeziehen. Dabei wird u.a. berücksichtigt, ob der andere visuell sichtbar ist (was bei vielen Motorflz, insbeso Hochdeckern schon prinzipiell limitiert ist, und man als Risiko akzeptiert), ob man geblendet wurde (die C172 flog wohl ziemlich genau auf die Sonne zu), und ob man die Vorschriften und vorgeschriebenen Tools einhält (was beides prima-vista wohl zutrifft).

 

Was (in der Schweiz) gerichtlich oft und erstaunlicherweise deutlich weniger bis gar keine Rolle spielt, sind die ICAO Annex 2 Vortrittregeln (hier klar: Para > Motorflz; diese Regeln dienen mehr der theoretischen Verkehrsfluss-Regelung als der praktischen Rechtslage), die elektronische Sichtbarkeit (weil noch freiwillig), eine Routenwahl durch "shark-infected-water" (weil im VFR prinzipiell jeder überall sein darf), oder das farbige Schirmdesign (ich gehe davon aus, dass der Gleitschirm aus Sicht der Cessna knapp unter dem Horizont lag, und da sind viele Farben rasch Camouflage).

 

 

Es wäre völlig unverständlich, wenn die Vortrittsregeln nicht berücksichtigt würden. 

 

Sonst heißt es demnächst auf diesem Kanal: Kollision mit Gasballon; Cessnapilot: "ich habe dem Ballon nicht mehr ausweichen können"

FalconJockey
Geschrieben
vor 7 Minuten schrieb Dierk:

Es wäre völlig unverständlich, wenn die Vortrittsregeln nicht berücksichtigt würden.

Selbstverständlich gelten die Vorfahrtsregeln - man kann sie aber nur einhalten, wenn man den Gegner, dem man ausweichen muss, auch (rechtzeitig) sehen kann. Ich käme nicht auf die Idee, dem Motorflieger einen Vorwurf zu machen, denn selbst ausgewachsene SEPs sieht man oft erst sehr spät, oder gar nicht. Bevor mein Flugverein (schon vor vielen Jahren!) in allen Maschinen PowerFLARM verbaut hatte, habe ich ab und zu mal andere Flugzeuge gesehen. Danach gingen mir die Augen auf, wieviel ich verpasst hatte.

Erst letztes Jahr hatte ich einen Near-Miss trotz PowerFLARM: Ich war gerade aus der Platzrunde ausgeflogen und ausgestiegen, auf vielleicht 2100ft, als eine vorfahrtsberechtigte Cirrus SR20/22 knapp vor mir rechts nach links mit Reisegeschwindigkeit (>150kts) vorbeizischte. Ja, der hatte Vorfahrt, ich habe ihn nicht oder erst zu spät im PowerFLARM gesehen, aber wer zum Teufel ist so fahrlässig und fliegt bei blauem Himmel so tief mit Vollgas im Reiseflug durch die Gegend. Ich wäre Schuld gewesen, weil ein anderer unklug, vielleicht sogar fahrlässig, unterwegs gewesen ist. Nicht einmal die Registrierung konnte ich erfassen, so schnell ging es. Danach musste ich auch erstmal schlucken und mich kurz sammeln.

Geschrieben (bearbeitet)

Zell am See ( LOWZ ) liegt in einem relativ tiefen „Kessel“ , umgeben so gut wie von allen Seiten mit steil aufsteigenden Bergflanken.

 

Ich selbst bin in Zell am See ( LOWZ ) schon mehrmals in der Real-Life Fliegerei mit Diamond Maschinen gelandet und gestartet.

 

Die Einteilung des Landeanfluges alleine ist schon eine Herausforderung ( wenn man nicht Einheimisch ist ) , dabei kommt man schnell an die Berghänge heran, dort, wo die Paragleiter ihre Thermik suchen.

 

Mit anderen Worten, man hat als Pilot eines Flugzeuges schon einiges zu tun.

 

Wäre ich Jurist, ein Richter, ich würde beide Beteiligten freisprechen, falls es von der Staatsanwaltschaft zu Anklagen käme.

 

Die Regeln allerdings für Flüge mit Paragleitern und Gleitschirmen gehört der Tatsache angepasst, dass sich in Zell am See ein Flugplatz befindet, auf dem nicht nur Helikopter landen.

 

Flächenflugzeuge brauchen eben ausreichend ausgedehnte räumliche Ressourcen, um Fliegen und Landen zu können.

 

Und Zell am See ( LOWZ ) ist für Flächenflugzeuge nicht gerade einfach, sich dabei auch noch um die vielen dort fliegenden Paragleiter und Gleitschirmflieger kümmern zu können, um nicht selbst in gröbere Schwierigkeiten zu geraten.

 

Die Flugregeln in Zell am See für Paragleiter und Gleitschirmflieger gehören aus meiner Sicht überdacht und von den Flugsicherheitsbehörden dementsprechend den Bedingungen dort angepasst.

 

Beide Seiten wollen ihre Hobbys ausüben.

 

Und dem gerecht werden zu können, müssen sich Flugsicherheitsbehörden einbringen und den Luftraum um Zell am See rechtlich gesehen sicherer gestalten.

 

Nur so können Unfälle dieser Art in Zukunft vermieden bzw. weitestgehend vermieden werden, eine 100%ige Sicherheit gibt es bekanntlich nicht.

 

Gregor

 

 

Bearbeitet von sharkbay
Geschrieben (bearbeitet)
1 hour ago, Andrea Schlapbach said:

 

 

Das fand im sog. Pinzgauer-Spaziergang statt, eine thermisch sehr aktive, von allen thermiksuchenden Luftraumteilnehmern sehr frequentierte Strecke. Das war deutlich NW und höher als die Platzvolte von LOWZ (Zell aS). Ich nehme an, dass es da keine Einschränkungen gibt bezüglich Para-Verkehr in der Nähe eines Flplz.

 

Den Pinzgauer Spaziergang bin ich in den letzten 40 Jahren sehr oft mit allen möglichen Seglern geflogen.  An einem schoenen Tag ist da immer so dicht mit Seglern, Drachen und Paras, dass man eigentlich dauernd nur am Luftraumbeobachten ist und  das Vario nur akustisch benutzt. 

 

Ich bin auch oft mit CH1, PA18 oder Dimona auf eine Kaffee nach LOWZ geflogen. Dabei wäre mir niemals eingefallen bei solchem Termikwetter  den Pinzgauer Spaziergang zu fliegen. Da hätte ich mich zu Tode gefürchtet.

 

Nach der Gerlos runter auf 1400m MSL  und leicht rechts versetzt in Talmitte mit deutlichem Respektabstand zum Hang.  Da kommen um die Mittagszeit die Kollegen ohne Motor nur hin wenn sie aussenlanden muessen und diese Fälle halten sich in Grenzen. Trotzdem die Speed deutlich zurueckgenommen und Augen draussen.

 

Das erscheint mir die einzige vernünftige Motorflugtaktik im oberen Pinzgau an einem Termiktag   Flarm ist ein gute Erfindung, aber manchmal sinds einfach auch für Flarm zu viele in der Luft. 

 

 

Wolfgang

 

Bearbeitet von Maxrpm
Flieger-Chrigel
Geschrieben
Ich glaube, ich habe noch nie einen Paraglider auf dem FLARM in einer unserer Katanas gesehen.
 
Oder werden die auf dem alten LED FLARM nicht angezeigt? 

Da würde ich dringend die Geräte überprüfen lassen. In typischen Gleitschirm-Gegenden wimmelt es, auch auf den alten LED-Geräten, nur so von Signalen von Gleitschirmen.
Geschrieben

Danke. Ich achte beim nächsten Flug besser drauf. Im Winter war jetzt zuletzt auch wenig Glider Activity

swisswingman
Geschrieben

Das ist für mich ein absolutes Horrorszenario. Genau deshalb erschreckt mich dieser Unfall enorm. Mir selbst ist einmal etwas Ähnliches passiert, worüber ich bis heute nur staunen kann.

 

In Flugplatznähe von Buttwil befand sich tatsächlich ein Paraglider ungefähr auf Höhe der Volte südöstlich der Piste 34 und trieb dort sein Unwesen. Keine Ahnung warum. Ich habe nur dank eines Funkspruchs eines anderen Piloten erfahren, dass sich dort ungefähr ein Paraglider befinden soll. Trotz grossräumigem Umfliegen habe ich ihn erst querab meines rechten Flügels gesehen, gleiche Höhe, vielleicht 25 Meter entfernt.

 

Kein FLARM, nichts auf ForeFlight, gar nichts. Hätte ich den anderen Funkspruch nicht gehört, wäre das womöglich richtig übel ausgegangen.

Dass die Paragliderin diesen Unfall überlebt hat und sich offenbar noch retten konnte, ist wirklich bemerkenswert. Umso mehr hoffe ich, dass sich ein solches Szenario nie wieder wiederholt.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 14 Stunden schrieb swisswingman:

Das ist für mich ein absolutes Horrorszenario. Genau deshalb erschreckt mich dieser Unfall enorm. Mir selbst ist einmal etwas Ähnliches passiert, worüber ich bis heute nur staunen kann.

 

In Flugplatznähe von Buttwil befand sich tatsächlich ein Paraglider ungefähr auf Höhe der Volte südöstlich der Piste 34 und trieb dort sein Unwesen. Keine Ahnung warum. Ich habe nur dank eines Funkspruchs eines anderen Piloten erfahren, dass sich dort ungefähr ein Paraglider befinden soll. Trotz grossräumigem Umfliegen habe ich ihn erst querab meines rechten Flügels gesehen, gleiche Höhe, vielleicht 25 Meter entfernt.

 

Kein FLARM, nichts auf ForeFlight, gar nichts. Hätte ich den anderen Funkspruch nicht gehört, wäre das womöglich richtig übel ausgegangen.

Dass die Paragliderin diesen Unfall überlebt hat und sich offenbar noch retten konnte, ist wirklich bemerkenswert. Umso mehr hoffe ich, dass sich ein solches Szenario nie wieder wiederholt.

 

"Horrorszenario" teile ich und ich kenne das ja aus beiden Perspektiven. Der Punkt ist: mit dem Gleitschirm weichen wir schlicht nicht sinnvoll aus, weil zu langsam. Das Warum beim "Unwesen" heisst wohl "Thermik" - und auch dort gilt, dass wir am Gleitschirm nicht einfach Leistung ziehen und weiterfliegen können. Gerade im Alpstein (Ebenalp, Kronberg) ist das Alltag.

Wir sind alle Luftraumteilnehmer, ob nun motorisiert oder nicht - see and avoid, keiner treibt da mehr Unwesen als ein anderer. FLARM und auch Flugfunk (wenn man dann darf...) sind sicher aus Eigeninteresse sinnvoll. Sorg hebe ufenand!

 

Bearbeitet von liddl
purevernunft
Geschrieben

Liebes Forum

Die Gleitschirmpilotin hat sich geäussert und vielleicht ist das interessant:

"shortcuts zum Unfall
➡️ ich war nirgends wo ich nicht sein durfte!
➡️ nein, ich hatte kein Flarm
➡️ ich war im Thermik kreisen
➡️ nein, als Paragleiter kannst du einem Kleinflugzeug nicht ausweichen
➡️ er ist als motorisiertes Luftfahrzeug ausweichpflichtig
➡️ generell wird in der Thermik kreisenden Fluggeräten ausgewichen
➡️ der Pilot des Flugzeuges ist auch sicher gelandet
➡️ ja ich weiß wer das war 
➡️ es wird ganz offiziell, ohne Drama seinen ordentlichen Rechtsweg gehen

[...]"

(https://www.instagram.com/p/DYxIulmjOZ3/)

 Hintergrund dieser Äusserung ist wohl Kritik an ihr in den Sozialen Medien

Liebe Grüsse

Chris

 

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Geschrieben (bearbeitet)

Ich weiss nicht, ob wir wir uns bewusst sind was passiert wenn jeder Gleitschirm ein FLARM dabei hätte. Wenn die FLARMS richtig anzeigen, dann können wir an schönen Tagen kaum noch fliegen ohne dass es dauernd (ich meine dauernd!) piept. An guten Thermiktagen sind im kleinen Alpstein, frei geschätzt, bis zu 50 Gleitschirme gleichzeitig in der Luft. Im Wallis oder im Pinzgau müssen es über 100 sein.

 

Irgendwie müssen wir dieser Informationsflut Herr werden, um eine Übersättigung und damit Ignorierung der FLARM Signale zu vermeiden. Ich erhoffe mir viel von intelligenter Filtersoftware, die Objekte ohne Kollisionsrisiko gar nicht erst anzeigt. Oder durch Regeln, z.B. dass Gleitschirme das FLARM nur aktivieren über Kretenhöhe, in Flugplatznähe, bei Talquerungen oder auf Überlandstrecken wo man sie nicht erwartet.

Vielleicht werden wir ja dereinst mit Starlink verbunden sein, sodass das Lagebild noch kompletter, genauer und übersichtlicher dargestellt wird.


Woanders in diesem Forum habe ich schon gelesen, dass Modellflugplätze (bei Buttwil?) einen FLARM Transmitter erhalten sollen. Wohl bald auch Drohnen, Fallschirmspringer und in letzter Konsequenz müsste man Zugvögel mit FLARM-Halsband ausrüsten. 

Bearbeitet von Hotas
Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb Hotas:

Ich weiss nicht, ob wir wir uns bewusst sind was passiert wenn jeder Gleitschirm ein FLARM dabei hätte. Wenn die FLARMS richtig anzeigen, dann können wir an schönen Tagen kaum noch fliegen ohne dass es dauernd (ich meine dauernd!) piept. An guten Thermiktagen sind im kleinen Alpstein, frei geschätzt, bis zu 50 Gleitschirme gleichzeitig in der Luft. Im Wallis oder im Pinzgau müssen es über 100 sein.

 

Kann ich nicht nachvollziehen. Die Segelflieger haben auch Flarm und kreisen im Schlauch, 30 m tiefer oder höher, ein Dutzend... das Flarm ist doch gerade dafür optimiert, nur Alarm auszulösen, wenn der eigene Geschwindigkeitsvektor mit dem des Objekts zu einem Kollisionsrisiko wird. Du kannst mit 12 Kameraden im Schlauch kreisen, und keines der Flarms schlägt Alarm... 

 

Wenn es also "dauernd" piept, dann must du in deiner Trajektorie auch dauernd Verkehr haben, dessen Vektor auf gleicher Höhe deine Traktorie schneidet. Da Paraglieder, insbesondere in der Thermik kreisende Paraglider, praktisch an einem Ort verweilen (vom leichten Höhengewinn mal abgesehen), bedeutet dass schlicht, du fliegst ständig direkt und im Konflikt auf Paraglider zu. Bei guter Sicht sieht man sie schon aus 3 km Entfernung, wenn man mal in Richtung eigenem Flugweg schauen würde. Bei 180 km/h sind das 1 Minute Reaktionszeit, und bei 240 km/h immer noch 45 Sekunden. Das sollte doch mehr als ausreichend sein, um dem Konflikt auszuweichen, selbst wenn kein FLARM Alarm schlägt. Ist ja nicht so, dass ein Gleitschirmflieger eine Cessna von rechts hinten überholt. Im Gleitschirmfluggebiet müsste der Blick daher öfter nach geradeaus vorn gehen und weniger über die Schulter nach schräg hinten. 

Bearbeitet von Dierk
Geschrieben (bearbeitet)

Zell am See ist ein Hotspot des Flugsports in Österreich, umgeben von einer mächtigen Bergwelt und einer atemberaubenden Natur.

 

Nicht nur die vielen Angebote an Rundflügen von LOWZ, die Herzen der Flugvirus-Infizierten im allgemeinen schlagen in Zell am See um vieles höher als normal, gut erreichbar aus Deutschland, und gut erreichbar aus vielen österreichischen Bundesländern.

 

In Zell am See ist daraus abgeleitet viel mehr Flugverkehr als anderswo, Flugzeuge, Paragleiter, Gleitschirmflieger, Rundflüge, Fallschirmspringer, Flug-Ausbildung treffen da aufeinander, denn dieses Alpenpanorama gepaart mit dem majestätischen und idyllischen Zeller-See ist einfach überwältigend, wer möchte sich das schon entgehen lassen.

 

 

Bearbeitet von sharkbay
Ergänzung
Geschrieben

Alles gut, Flarm ist eine tolle Sache. Aber bei Dichtestress schaue ich sowieso nur raus, darauf will ich hinaus. Da stört mich das Gepiepse eher; denn mehr als rausschauen kann ich ja nicht. Crosscountry, wo meine Attention nicht ganz so hoch ist und alle 15 Minuten ein Flieger unerwartet kreuzt, ja da hilft es mir hingegen sehr.


Es ist wie die gelbe Warntafel „Vorsicht, Rutschgefahr“ die in der Hotellobby aufgestellt wird wenn nass gewischt wurde. Dort wo man normalerweise keine Pfütze erwartet, macht das Sinn. Es würde aber keiner auf die Idee kommen, dutzende dieser Tafeln im Hallenbad aufzustellen. Es würde nichts bringen und nur nerven, obwohl die Rutschgefahr allgegenwärtig ist.

Thermikdreher
Geschrieben

Bei Gleitschirmfliegern ist neben dem Flarm-Sender auch diverse Streckenflug-Apps verbreitet. Bei diesen ist eine Funktion, dass man andere Gleitschirme tracken kann. Es wäre eigentlich ein zusätzliche Hilfe, wenn Flugzeuge ebenfalls dargestellt würden. Rein als Hinweis. 

 

Mir ist klar, dass dies die Ausweichpflicht nicht ändert. Ich denke einfach, dass es wohl einfacher ist, als Gleitschirmpilot einen der wenigen Motorflieger im livetracking im Auge zu behalten, als andersrum. 

 

Man müsste flightradar und xctrack zusammenbringen.

 

Eine gute Livetracking-Plattform ist 

Burnair.cloud . Es ist für Motorflieger sicher mal empfehlenswert, an Flugtagen ein Blick darauf zu haben. Damit man mal sieht, mit wie vielen Gleitschirmen zu rechnen ist. 

 

 

 

HP. Rutschmann
Geschrieben (bearbeitet)
Am 26.5.2026 um 12:52 schrieb Hotas:

Wohl bald auch Drohnen

Nö, nicht bald, heute.

 

(Sorry, jetzt wird's offtopic)

Allerdings binde ich (bis heute) meine Flarms nur an Quadrocopter > 2,5kg und wenn ich weiss, dass ich 

a) potentiell in der Nähe von Flugverkehr (zB in der Umgebung des HOC VOR) und

b) zu Zeiten, mit denen mit Verkehr zu rechnen ist.

 

Mal als Rundumfrage: Tönt das vernünftig, oder sollte es immer dran und senden?

Potentiell hat's sonst "in meiner Gegend" keinen Traffic, der so niedrig unterwegs ist, dass es imho kritisch werden könnte, alle 2-3 Monate im Sommer mal einen Heli auf Aussenlandungsübungsplatzsuche ausgenommen. 🙂

 

LG

HP.

Bearbeitet von HP. Rutschmann
swisswingman
Geschrieben
Am 26.5.2026 um 09:20 schrieb liddl:

 

"Horrorszenario" teile ich und ich kenne das ja aus beiden Perspektiven. Der Punkt ist: mit dem Gleitschirm weichen wir schlicht nicht sinnvoll aus, weil zu langsam. Das Warum beim "Unwesen" heisst wohl "Thermik" - und auch dort gilt, dass wir am Gleitschirm nicht einfach Leistung ziehen und weiterfliegen können. Gerade im Alpstein (Ebenalp, Kronberg) ist das Alltag.

Wir sind alle Luftraumteilnehmer, ob nun motorisiert oder nicht - see and avoid, keiner treibt da mehr Unwesen als ein anderer. FLARM und auch Flugfunk (wenn man dann darf...) sind sicher aus Eigeninteresse sinnvoll. Sorg hebe ufenand!

 


 

Danke dir für die Einordnung aus der Gleitschirmperspektive, das ist absolut nachvollziehbar.

 

Mit „Unwesen“ war von meiner Seite natürlich keine Wertung im Sinne von Vorwurf gemeint, sondern eher die unerwartete Präsenz in einem Bereich, wo man ihn situativ nicht erwartet hat. Gerade im Nachhinein klingt das Wort unglücklich, das gebe ich gerne zu.

 

Dass Thermik und Gelände (wie im Alpstein) genau solche Situationen begünstigen und ihr da nicht einfach „ausweichen“ könnt wie ein Motorflugzeug, ist klar. Genau deshalb finde ich ja auch, dass wir alle gemeinsam als Luftraumteilnehmer extrem aufmerksam sein müssen und See and Avoid am Ende auf beiden Seiten steht.

 

Mein Erlebnis hat mir einfach nochmals deutlich gezeigt, wie schnell man trotz Technik und Verfahren in eine kritische Nähe kommen kann. Umso wichtiger ist für mich gegenseitiges Verständnis und sauberes Miteinander im Luftraum.

 

Sorg hebe ufenand gilt absolut.

Geschrieben (bearbeitet)


Ich diskutiere über diesen Vorfall natürlich auch im privaten Kreis mit einem Fliegerkollegen, einem sehr guten und langjährigen Freund.

 

Er schrieb mir via WhatsApp   >
 

„Viel zuviel Verkehr in dem engen Tal … “

 

 

Ich schrieb ihm heute via WhatsApp zurück   >
 

„ … , das dürfte man keiner Frau so sagen … “

 


😉  🙂


Gregor

 


 

Bearbeitet von sharkbay
Korrektur, nun im richtigen Thread
Urs Wildermuth
Geschrieben
Am 26.5.2026 um 12:52 schrieb Hotas:

Irgendwie müssen wir dieser Informationsflut Herr werden, um eine Übersättigung und damit Ignorierung der FLARM Signale zu vermeiden.

 

Ehrlich gesagt, ich denke, die richtige Aktion im Falle einer "Übersättigung" wäre, das Gebiet mit dieser schnellstmöglich zu verlassen. Wenn es rund herum nur noch pipst, dann heisst das, es ist dichter Verkehr und es ist wohl am besten, wenn man sich aus solchen Gebieten raushält.

 

Am 26.5.2026 um 12:52 schrieb Hotas:

Woanders in diesem Forum habe ich schon gelesen, dass Modellflugplätze (bei Buttwil?) einen FLARM Transmitter erhalten sollen. Wohl bald auch Drohnen, Fallschirmspringer

 

Man kann es nur hoffen. Wobei: FLARM ist zwar ne tolle Sache, aber ist eben als "Hobby Anwendung" nicht regulatorisch erfassbar. FLARM hat im PRinzip seit Jahren die Arbeit gemacht, die EASA oder die nationalen CAA's hätten tun müssen, nämlich sich auf einen brauchbaren Standard zu einigen, der ALLE Verkehrsteilnehmer für ALLE sichtbar macht, vom Airliner bis zum Gleitschirm. Und das dürfte wohl nicht Flarm sein sondern höchstwahrscheinlich ADS-B für die Zukunft. 

 

Für die GA hingegen ist FLARM zur Zeit alternativlos. Und wenn schon keine Regulation seitens der CAA kommen kann, wäre es aber durchaus möglich, dass z.b. die Versicherer oder Clubs sich darauf einigen, das so viele wie möglich mit Flarm ausgestattet werden oder aber endlich eine allgemeingültige Lösung gefunden wird, die man auch entsprechend vorschreiben kann. 

 

Geschrieben
Am 25.5.2026 um 09:03 schrieb sharkbay:

 

Diese Paragleiterin ist echt cool, die hat einen sehr klaren Geist bewahrt.

 

 

Absolut. Nerven aus Stahl. Legendär: "Oida, leckt's mi am Oasch ..." und sofort richtig gehandelt. Keine Panik, Ruhe bewahrt in einer enorm stressigen Situation. Natürlich war auch Glück dabei, aber dass sie noch lebt, verdankt sie in erster Linie ihrer professionellen und raschen Reaktion nach der Kollision.

 

Ich ziehe meinen Hut vor der Dame. 

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