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LAPL mit RTF auf Deutsch


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Geschrieben

Hallo zusammen

Ich bin neu auf dieser Plattform. Bitte habt daher Verständnis, falls ich etwas falsch gemacht habe – schliesslich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Ich beabsichtige, im Herbst 2026 die LAPL-Lizenz zu erwerben, und habe eine Frage, die mich beschäftigt: Hat jemand Erfahrung mit der Radiotelefonie (RTF) in deutscher Sprache? Ist sie grundsätzlich gleich wie auf Englisch oder gibt es wesentliche Unterschiede? Ich würde mich über ein paar Antworten sehr freuen. Vorab noch eine Bemerkung: Die PPL kommt für mich leider nicht mehr infrage – das hat verschiedene Gründe.

Gruss
David

Geschrieben (bearbeitet)

Grundsätzlich gleich, wobei Englisch üblich ist. Vielleicht hast du schon Englisch. Du musst die deutschen Fachbegriffe lernen (Radiocalls usw.), die simulierten Flüge üben und in der Prüfung absolvieren. Falls deine Muttersprache nicht Deutsch ist, musst du auch die ICAO-Sprachprüfung machen. 

 

Radiotelefonieprüfungen

Bearbeitet von Dierk
Geschrieben

Hallo Dierk

Vielen Dank für deine geschätzte Rückmeldung.

Könntest du eventuell auch noch folgende Frage beantworten?

Ich habe gesehen, dass bei einer Flugschule – den Namen möchte ich aus Datenschutzgründen nicht nennen – die Voice-Ausbildung auf Englisch etwa 14 Abende à 3 Stunden dauert. Die deutsche Voice-Ausbildung hingegen umfasst lediglich einen Abend mit 3 Stunden. Das steht für mich in keinem Verhältnis. Liegt das daran, dass man davon ausgeht, dass die Teilnehmenden die deutsche Sprache bereits ausreichend beherrschen? Noch kurz zu meinen Sprachkenntnissen: Ich spreche Deutsch und Italienisch. Ich gehe davon aus, dass ich die ICAO-Sprachprüfung auf Deutsch nicht absolvieren muss, da ich seit 52 Jahren in der Schweiz lebe und hier sämtliche Schulen, meine Berufsausbildung sowie verschiedene Weiterbildungen absolviert habe. Wie siehst du das? Für die englische Voice-Ausbildung müsste ich einen erheblichen Zeitaufwand in Kauf nehmen, obwohl ich das Fliegen lediglich als Hobby betreiben möchte. Zudem habe ich derzeit nicht die Absicht, ins Ausland, beispielsweise in die USA, zu fliegen. Falls ich neben Deutsch noch eine weitere Sprachberechtigung erwerben würde, dann eher auf Italienisch. Damit hätte ich die Möglichkeit, bei Bedarf auch in Italien zu fliegen. 😊

Geschrieben

Hallo David,

 

Mit Deutsch bist aus in der CH ziemlich limitiert - Du kannst mit Zürich Info kommunizieren und kontrollierte und unkontrollierte Plätze in der Deutschschweiz anfliegen. Geneva Info aber geht nicht und auch keine Plätze im Tessin oder in der Französischen Schweiz - also kein Locarno, Sion, Ecuvillons, Gruyère, etc.

 

Lieber Gruss

Chris

 

 

 

Geschrieben

Hallo Chris, ist es nicht so, dass ich Locarno anfliegen darf, aber Lugano nicht? In der West-Schweiz nicht fliegen, geht für mich in Ordnung.

Geschrieben

Kann leider keine Screenshots einfügen. Locarno ist En und IT.

Das macht die Schweiz dann halt schon sehr klein…

LG

chris 

FalconJockey
Geschrieben

Mach auf jeden Fall die RTF auf Englisch. Die Berechtigung für die RTF auf Deutsch gleich mit erledigen. In dem Fall würde ich mal auf der Website des BAZL nach der Regelung, nach welchen Kriterien eine Sprache als "Muttersprache" eingestuft wird, suchen. Falls Du sie nicht finden kannst, schreibe eine kurze Nachricht ans BAZL, die sind kompetent und nett und helfen ziemlich schnell.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 6 Stunden schrieb Dav:

Hallo Dierk

Vielen Dank für deine geschätzte Rückmeldung.

Könntest du eventuell auch noch folgende Frage beantworten?

Ich habe gesehen, dass bei einer Flugschule – den Namen möchte ich aus Datenschutzgründen nicht nennen – die Voice-Ausbildung auf Englisch etwa 14 Abende à 3 Stunden dauert. Die deutsche Voice-Ausbildung hingegen umfasst lediglich einen Abend mit 3 Stunden. Das steht für mich in keinem Verhältnis.

 

Das ist seltsam, einerseits ist nur für engl. Voice (das heisst, nur die simulierten Flüge am grossen Tisch) die 14 x 3 Stunden (total 42 Stunden!) deutlich zu lang, aus der Erinnerung waren es eher 5 bis 7 mal 1.5 Stunden. Wenn man natürlich grottenschlecht im Englisch ist, kann es auch länger gehen. 

 

Andererseits sind 1 Abend à 3 Stunden für Deutsch lächerlich kurz, insbesondere wenn das die erste Voice ist, wirst du es nur mit diesem Training kaum durch die Prüfung schaffen. Selbst wenn man schon die englische Voice hat, sind die deutschen Begriffe ("Rollhalt" usw.) teils etwas gewöhnungsbedürftig. 

 

Nur mit deutscher Voice bis du auf Deutschland und die deutsche Schweiz beschränkt. Da wird es schon in der Ausbildung beim Navigations-Dreiecksflug etwas eng. 

Bearbeitet von Dierk
SierraCharlie
Geschrieben (bearbeitet)
Am 14.6.2026 um 12:41 schrieb Dierk:

Andererseits sind 1 Abend à 3 Stunden für Deutsch lächerlich kurz, insbesondere wenn das die erste Voice ist, wirst du es nur mit diesem Training kaum durch die Prüfung schaffen. Selbst wenn man schon die englische Voice hat, sind die deutschen Begriffe ("Rollhalt" usw.) teils etwas gewöhnungsbedürftig. 

 

 

Ich gehe davon aus, dass der erwähnte RTF-Kurs auf Deutsch v.a. auf PPL-Inhaber abzielt, die bereits die RTF-Berechtigung auf Englisch besitzen. Da sie mit dem Sprechfunk bereits vertraut sind, ist die Deutsche RTF-Berechtigung leichter resp. schneller zu lernen und erhalten.

 

@Dav Wenn du sehr gerne fliegen willst und mit den Einschränkungen leben kannst, dann beginn mal mit der deutschen RTF. Eventuell wirst du aber diese im Einzelunterricht erlangen müssen. Anbieter gibt es hierzu einige und die meisten arbeiten auch via Zoom o.ä.

 

Eine der Einschränkungen wird aber auch die Sicherheit sein. In der Deutschschweiz wird unter Motorfliegern gefühlt zu 80%+ auf Englisch gefunkt. Somit ist die Nutzung der deutschen RTF auch mit dem Risiko der Miskommunikation auf unkontrollierten Flugplätzen verbunden, da dich ggf. nicht alle zu 100% verstehen. Da eine LAPL ohnehin mit einigem an Aufwand mit sich kommt, wäre evtl. eine Auffrischung der Englischkenntnisse und Erlangung der Englischen RTF-Berechtigung zeitnah nach dem Lizenzerhalt sinnvoll.

Bearbeitet von SierraCharlie
FalconJockey
Geschrieben

Eine sehr gute Übungsplattform ist übrigens das VATSIM-Netzwerk - und komplett kostenfrei. Die heute erreichte Qualität der Fluglotsen ist eine sehr gute Hilfe, um RTF anzuwenden und zu üben - in den meisten Sprachen!

Geschrieben
vor 9 Stunden schrieb SierraCharlie:

Eine der Einschränkungen wird aber auch die Sicherheit sein. In der Deutschschweiz wird unter Motorfliegern gefühlt zu 80%+ auf Englisch gefunkt. Somit ist die Nutzung der deutschen RTF auch mit dem Risiko der Miskommunikation auf unkontrollierten Flugplätzen verbunden, da dich ggf. nicht alle zu 100% verstehen.

Vielleicht bin ich da ein Exot, aber ich hatte als Erstes die deutsche RTF-Berechtigung im Rahmen meiner Segelflieger-Lizenz erworben. Ich musste einsehen und muss auch heute gestehen, dass die damals gelernte Phraseologie (basiert auf einem Büchlein eines Schweizers mit zwei Teilen, einer auf deutsch und der Andere auf englisch) sich  stark unterscheiden von dem, was man als PPL-"Luftfahrzeugführer" so in der richtigen deutschen Welt (Langen und so..) höhrt. Ich hab da etliche Mühe mit den 'korrekten' Begriffen. Nach über 20 Jahren mit PPL-A und LPC english (5) und LPC französisch (6) hatte ich beim deutschen Aeroclub und dann auch bei der EASA sondiert, ob ich formell ein LPC deutsch -Test absolvieren könne / dürfe, auf basis der bisherigen Bescheinigungen. 

 

Das gieng offenbar nicht oder ist sehr kompliziert, denn mein EASA PPL ist von der DGAC ausgestellt, die Schweizer BAZL-Struktur mit dem damaligen nationalen RT(entspricht wohl RTF) für Segelflieger-Brevet ist / war ausserhalb ICAO, und EASA gabs da sowieso nicht. 

 

Somit wurde mir in D empfohlen, mich an den DGAC zu wenden- diese aber führen keine Prüfungen in deutsch durch. Man sagte mir, ich solle mich an Clubs im Grenzgebiet (Elsass..) wenden um dann den deutschen Test ablegen zu können. 

 

Da wurde aus einer Maus schnell ein feuerspeiender Drache mit Stummelflügeln.

Ich habs nun definitiv fallen gelassen. Wenn ich stoisch auf englisch in deutschen Lüften funkte, kommt es durchaus vor dass die auf deutsch wechseln. (..weil mein Akzent so "anziehend" ist!?)

Cosy

Geschrieben
Am 14.6.2026 um 21:41 schrieb Dierk:

Das ist seltsam, einerseits ist nur für engl. Voice (das heisst, nur die simulierten Flüge am grossen Tisch) die 14 x 3 Stunden (total 42 Stunden!) deutlich zu lang, aus der Erinnerung waren es eher 5 bis 7 mal 1.5 Stunden. Wenn man natürlich grottenschlecht im Englisch ist, kann es auch länger gehen. 

 

42 Stunden ist sicher genug. Hier spielt aber auch rein, dass in meiner Erfahrung beim Voice Kurs nochmal sehr viel Theorie (was ist nochmal ein QNH?) nachgeholt werden darf. Viel Zeit geht mit Flugplanung, Luftraumklassen, Kartenstudium, Lesen einer Karte (wo finde ich nochmal die Frequenz für Ground?) usw. drauf.

Wir haben das in der Vergangenheit in zwei konzentrierten Wochenenden gemacht, plus kurz vor der Prüfung nochmal einen Refresher. Insgesamt kommen wir auf ca. 30h - für Leute mit wenig Vorkenntnissen in der Praxis ist das echt anspruchsvoll. 

 

Die englische Voice ist im Prinzip nicht schwierig, der LPC macht es aber für Personen ohne gute Sprachkenntnisse sehr schwer. 

 

Am 14.6.2026 um 23:42 schrieb SierraCharlie:

Eine der Einschränkungen wird aber auch die Sicherheit sein. In der Deutschschweiz wird unter Motorfliegern gefühlt zu 80%+ auf Englisch gefunkt. Somit ist die Nutzung der deutschen RTF auch mit dem Risiko der Miskommunikation auf unkontrollierten Flugplätzen verbunden, da dich ggf. nicht alle zu 100% verstehen. Da eine LAPL ohnehin mit einigem an Aufwand mit sich kommt, wäre evtl. eine Auffrischung der Englischkenntnisse und Erlangung der Englischen RTF-Berechtigung sinnvoll zeitnah nach dem Lizenzerhalt.

das ist sicher so, allerdings schätz ich sicher 80% der dortigen Piloten deutschsprachig und somit würden sie David verstehen. @Dav Es ist einfach nur essentiell wichtig, dass du die Floskeln auf englisch mindestens verstehst. Danach sind wir gleich weit wie mit allen anderen nicht englischsprachigen Flugplätzen, wie in der Romandie, Frankreich, Deutschland, Italien usw. Ich lass jetzt den Rant darüber 😇

Darf ich dich fragen, was der grosse Grund gegen das englische RTF ist? Generelle Sprachkenntnisse? 

 

Am 15.6.2026 um 09:16 schrieb cosy:

Wenn ich stoisch auf englisch in deutschen Lüften funkte, kommt es durchaus vor dass die auf deutsch wechseln.

lustig, ich hatte bisher mit HB- Fliegern auf deutschen ATC Frequenzen die gegenteilige Erfahrung. Wir wurden nach dem Initial immer wieder auf englisch angefunkt. 

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb Michi Moos:

 

42 Stunden ist sicher genug. Hier spielt aber auch rein, dass in meiner Erfahrung beim Voice Kurs nochmal sehr viel Theorie (was ist nochmal ein QNH?) nachgeholt werden darf. Viel Zeit geht mit Flugplanung, Luftraumklassen, Kartenstudium, Lesen einer Karte (wo finde ich nochmal die Frequenz für Ground?) usw. drauf.

Wir haben das in der Vergangenheit in zwei konzentrierten Wochenenden gemacht, plus kurz vor der Prüfung nochmal einen Refresher. Insgesamt kommen wir auf ca. 30h - für Leute mit wenig Vorkenntnissen in der Praxis ist das echt anspruchsvoll. 

 

Die englische Voice ist im Prinzip nicht schwierig, der LPC macht es aber für Personen ohne gute Sprachkenntnisse sehr schwer. 

 

das ist sicher so, allerdings schätz ich sicher 80% der dortigen Piloten deutschsprachig und somit würden sie David verstehen. @Dav Es ist einfach nur essentiell wichtig, dass du die Floskeln auf englisch mindestens verstehst. Danach sind wir gleich weit wie mit allen anderen nicht englischsprachigen Flugplätzen, wie in der Romandie, Frankreich, Deutschland, Italien usw. Ich lass jetzt den Rant darüber 😇

Darf ich dich fragen, was der grosse Grund gegen das englische RTF ist? Generelle Sprachkenntnisse? 

 

lustig, ich hatte bisher mit HB- Fliegern auf deutschen ATC Frequenzen die gegenteilige Erfahrung. Wir wurden nach dem Initial immer wieder auf englisch angefunkt. 

Hallo Michi. Es liegt an meinen Sprachkenntnissen in Englisch. Obwohl ich ein paar Wörter kann und den Funkspruch auf Englisch mit etwas mehr Aufwand irgendwie hinbekommen würde, macht mir die LPC (Level 4) eher Bauchschmerzen. Darum hatte ich mich ursprünglich für die deutsche Voice entschieden.
Dank eurer Rückmeldungen – vielen Dank an dieser Stelle – habe ich mich nun doch entschieden, das Sprechfunkzeugnis auf Englisch zu machen. Ich hoffe, das bleibt auch so. Es wird mit 52 Jahren sicher nicht einfach für mich, da ich die Fliegerei nur als Hobby ausüben möchte. Ich wollte es schon vor über 20 Jahren machen, aber die Familie hatte damals Vorrang. Jetzt stellt sich nur die Frage: Wie gehe ich am besten vor? Habt ihr Vorschläge für mich?
Geschrieben
Am 15.6.2026 um 01:06 schrieb FalconJockey:

Eine sehr gute Übungsplattform ist übrigens das VATSIM-Netzwerk - und komplett kostenfrei. Die heute erreichte Qualität der Fluglotsen ist eine sehr gute Hilfe, um RTF anzuwenden und zu üben - in den meisten Sprachen!

Das werde ich sicher so machen. Danke für deinen Rat!

Geschrieben

Welche Plattform eignet sich am besten zum Üben des englischen Flugsprechfunks: VATSIM, IVAO oder andere?

 

Geschrieben
vor 8 Minuten schrieb Dav:

Welche Plattform eignet sich am besten zum Üben des englischen Flugsprechfunks: VATSIM, IVAO oder andere?

Ich bin seit Anbeginn bei VATSIM aktiv und kann daher nur VATSIM loben. Gerade die Abteilungen im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) sind eigentlich jeden Tag sehr gut mit ATC besetzt, Piloten sind auch immer genug da. Solltest Du schon mit X-Plane oder Microsoft Flight Simulator bewandert sein, ist der Einstieg nicht schwer. Man muss sich aber damit auseinandersetzen und lernen, wo man wie wen kontaktieren muss, wie die Verfahren mit und ohne aktive ATC aussehen etc..

Geschrieben
vor 33 Minuten schrieb FalconJockey:

Ich bin seit Anbeginn bei VATSIM aktiv und kann daher nur VATSIM loben. Gerade die Abteilungen im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) sind eigentlich jeden Tag sehr gut mit ATC besetzt, Piloten sind auch immer genug da. Solltest Du schon mit X-Plane oder Microsoft Flight Simulator bewandert sein, ist der Einstieg nicht schwer. Man muss sich aber damit auseinandersetzen und lernen, wo man wie wen kontaktieren muss, wie die Verfahren mit und ohne aktive ATC aussehen etc..

Gibt es Unterlagen wie eine Anleitung oder so, zum Downloaden?

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