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Geschrieben

Ein streng wissenschaftliches Sommerlochthema:

 

Die meisten Piloten haben im Zusammenhang mit Aussenlandungen schon kontrovers diskutiert, ob Kühe als Windindikatoren taugen. Zumal die Klassiker, d.h. rauchende Kamine und Schweizerfähnchen im Hausgarten immer seltener werden. Zugegeben, diese Diskussionen kamen nie ganz auf das Gesprächsniveau der Solvay-Konferenzen heran, vielmehr wurden es im Theoriesaal als witzige Auflockerung eingebracht. Wenn nicht vom Lehrer, dann sicher von einem Schüler. Ich habe es so "gelernt": Man sagt, dass die Kühe ihren Hintern in den Wind stellen, aber darauf sei kein Verlass.

 

 

Nun, gestern hat es ja stark gewindet, und ich nahm eine Radtour durch die Ostschweiz spontan als Anlass für Feldforschung: Denn bei der ersten Kuhherde die ich passierte, steckten sie die Köpfe allesamt (!) in den Wind. Vielleicht, weil dann keine Fliegen im Gesicht sind? Leider hat sich diese Beobachtung bei weiteren Kuhherden nicht mehr bestätigt, aber es war schwierig weil die erste Wiese das einzige Test-Setup unter Laborbedingungen war (vollkommen flache Weide). Danach war immer irgendwas anderes. Es müssen verschiedene überlagernde Faktoren sein: Wind, Geländeneigung, Sonnenstand, Zufall, warmer oder kalter Wind, allgemeine Marschrichtung wenn sie zum gerade aus dem Stall kommen, Fliegenpopulation...

 

Aber meine vorläufige, empirische aber nicht wissenschaftliche Conclusio lautet:

- Selbst bei starkem Wind ist auf die Kühe kein Verlass als Windanzeige -> die Lehrer hatten Recht

- Allenfalls bei Orkanstärke neigen die Kuhschwänze wahrscheinlich dazu, vom Wind wegzuzeigen -> noch zu beweisen, aber dann wird sowieso keiner in der Luft sein

- Weitere Untersuchungen erforderlich -> Haben wir Cowboys / Landwirte in diesem Forum? Eure Expertise und Beobachtungen sind willkommen.

 

Mit leichtem Jauchenduft grüsst Hotas und wünscht eine schöne Woche.

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Geschrieben

Danke für deine Studie! 😄

Aber folgende Regel gilt immernoch? Regnet es der Kuh aufs Horn, kommt der Regen schräg von vorn!
 

Gruß Alex

Geschrieben

Die Fallrichtung der Ausscheidungen in Bezug zum Abgabeort, oder auch der Aufschlagsort und -form des Plütters, sollte definitiv auch Rückschlüsse über die allgemeine Windrichtung, eventuell sogar -stärke ermöglichen, oder? Immerhin können Kriminalologen auch Rückschlüsse über die Blut-Splatter-Spuren ziehen...

Geschrieben

Es gab früher einmal einen Wettbewerb, welcher hiess "Schweizer Jugend forscht". Eine junge Schülerin hat genau diese Kuhthematik zum Anlass einer Studie genommen, mit der Schlussfolgerung, dass die Ausrichtung der Viecher keiner eigentlichen Gesetzmässigkeit folgt. Allerdings sind die Kühe meist in die gleiche Richtung ausgerichtet. Windunabhängig!

 

Dies habe ich selbst schon oft beobachtet, denn ich wohne in unmittelbar angrenzend an die Landwirtschaftszone. Auf meinem Nachbargrundstück weiden regelmässig zwischen 32 und 35 Kühe. Heute morgen waren alle Kühe in der gleichen Ausrichtung am weiden. Eine Kuh (Leitkuh) hat dann 180° gewendet und in der Gegenrichtung gegrast. Innert 2 Minuten hat die ganze Herde ebenfalls gewendet und alle waren wieder praktisch parallel ausgerichtet. Nach ca. 20 min wiederholte sich die ganze Chose. Wind konstant aus W bis NW bis zu ca. 10kts.

 

Für ein Flightforum  extrem offtopic, aber halt noch unterhaltend...

Hausi

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Geschrieben

Gerade weil die Viecher so unzuverlässig sind 

 

 

Hab ich bei Aussenlandungen immer vermieden in Kuh befallene Weiden zu landen

Urs Wildermuth
Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Hotas:

steckten sie die Köpfe allesamt (!) in den Wind.

 

vor 4 Stunden schrieb Hotas:

Mit leichtem Jauchenduft grüsst Hotas

 

LOL, soweit sind wir schon... na ja, also wieso Kühe bei dem Wind den Hintern IN den Wind halten sollten und dann den Kuhfladen um die Ohren kriegen? Eher nicht... 

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb Hausi122:

Heute morgen waren alle Kühe in der gleichen Ausrichtung am weiden. Eine Kuh (Leitkuh) hat dann 180° gewendet und in der Gegenrichtung gegrast. Innert 2 Minuten hat die ganze Herde ebenfalls gewendet und alle waren wieder praktisch parallel ausgerichtet. Nach ca. 20 min wiederholte sich die ganze Chose.

... Das macht man doch in der Militärfliegerei auch so. Es sollte einfach nicht unbedingt 2 Minuten dauern, bis alle die gleiche Richtung wie der Cheffe haben... 😆

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Geschrieben

Was ein non-mainstream stromlinienförmiger Post.😄

 

Gruss Richard

  • 4 Wochen später...
Geschrieben

Wir hatten das Thema in der Segelflugtheorie auch, wobei ich mich nicht genau erinnere, ob das humorvoll gemeint war, oder nicht. Auf jeden Fall achte ich mich ab und zu, wie die Kühe stehen und glaube festzustellen, dass sie oft zwar alle gleich, aber beliebig im Verhältnis zum Wind stehen. 

 

 

Geschrieben (bearbeitet)

Ich könnte mir vorstellen, dass die gleiche Ausrichtung der Kühe beim Grasen einen evolutionären Vorteil hat - taucht nämlich ein Raubtier auf, rennen alle Kühe in die gleiche Richtung weg (und müssten evtl. die gleiche Drehung vom Raubtier weg vollziehen) und rennen nicht kreuz- und quer durcheinander. Als Kuh würde ich also sehr darauf achten, mich genauso auszurichten wie die Herde. 

Bearbeitet von Dierk
Geschrieben
3 hours ago, Dierk said:

Ich könnte mir vorstellen, dass die gleiche Ausrichtung der Kühe beim Grasen einen evolutionären Vorteil hat - taucht nämlich ein Raubtier auf, rennen alle Kühe in die gleiche Richtung weg 

Den Irrglaube, dass Kühe vor Gefahr weglaufen hat schon manches arme Raubtier bitter bezahlt. 

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