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05.10.2016 | SA 315 B Lama | HB-XRD | Monte Ceneri TI | Pilot startet unvermittelt, zieht Flughelfer 20m in die Luft


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Geschrieben

Ein Vorfall der fast zehn Jahre her ist - Der Schlussbericht (Faktenbericht) wurde jetzt veröffentlicht:
https://www.sust.admin.ch/inhalte/AV-berichte/HB-XRD_FB_D.pdf

Der "spannende" Teil (wortwörtlich):

Quote

Währenddessen wies der Pilot den Flughelfer B mit einem Handzeichen an, an Bord zu kommen, um mitzufliegen. Flughelfer B nahm daraufhin neben dem Piloten auf dem vorderen linken Sitz Platz.
(....)
Die Flughelfer A und C kontrollierten inzwischen noch einmal, ob die Transportleine korrekt am Boden ausgelegt war.
Kaum hatte Flughelfer B die linke Tür geschlossen, startete der Pilot unvermittelt und stieg rasch vertikal auf. Der Pilot war überzeugt, er müsse nur das in der Kabine verstaute Material transportieren.
(....)
Noch während Flughelfer A kontrollierte, ob die Transportleine frei war, spannte sich diese. Der Sekundärlasthaken, der an den Haltegurten der Last festgemacht war, verfing sich im rechten Ärmel der Jacke und im Arm des Flughelfers A (vgl. Abbildungen 1, rechts). Der Flughelfer A wurde zusammen mit der Ladung rund 20 m in die Höhe gezogen. In dem Moment, als die Transportleine unter voller Spannung stand, verspürten der Pilot und Flughelfer B einen Schlag. Flughelfer C informierte sofort per Funk den Piloten über die Lage. Dieser stoppte den Steigflug des Helikopters, leitete einen langsamen Sinkflug ein und setzte die Last und den verunfallten Flughelfer am Boden ab. Danach landete er den Helikopter und stellte die Turbine ab.

 

Ich hoffe dem Flughelfer geht es unterdessen wieder gut!

Frank Holly Lake
Geschrieben

Alter Schwede, 10 Jahre später der Abschlussbericht. I

Ist da Jemand in Rente gegangen und hat noch den Schreibtisch aufgeräumt?  

Grüße Frank

Geschrieben (bearbeitet)
vor 18 Stunden schrieb Frank Holly Lake:

Alter Schwede, 10 Jahre später der Abschlussbericht. I

Ist da Jemand in Rente gegangen und hat noch den Schreibtisch aufgeräumt?  

Grüße Frank

 

In Österreich ist sowas traurige Normalität. Da warten wir auch schon mal 15 Jahre auf einen Abschlussbericht. Kenne sogar Unfälle, die noch länger her sind (2008) und wo es bis heute keinen Abschlussbericht gibt. Also nichts Besonderes - zumindest auf Österreich bezogen, wie es in der Schweiz üblicherweise ist, kann ich nicht sagen.

 

Es hat seinen Grund, weshalb die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes in Österreich laut ICAO-Auditing qualitativ zum Beispiel deutlich HINTER den Untersuchungsstellen von Nigeria oder dem Kongo rangiert, wie ich u. a. für mein Buch über den Achensee-Absturz 2011 (da waren es "nur" 8 oder 9 Jahre bis es einen Bericht gab, der allerdings qualitativ völlig für die Tonne ist) gab.

 

LG
Patrick

Bearbeitet von HuPa
Geschrieben (bearbeitet)

Eine Anekdote:

 

Die zivile Flugunfalluntersuchungsbehörde war in AUT von 2020 bis 2025 dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie untergeordnet.

 

Man musste also schlicht gesagt ein "Wunderwuzzi" (österr.) oder "Siebesiech" (schweizer.) sein, um das Ministerium nur im Ansatz auch nur halbwegs kompetent - ohne tw. totalen Verlass auf Berater und hohe Beamte - überblicken sowie managen zu können. Unter der letzten Ministerin L. Gewessler (Grüne) zählte es hier mehr (Achtung Ironie), dass Klimaaktivisten vor der Justiz bewahrt und medial gepushed wurden (u.a. Fr. Schilling, die nun für die Grünen im EU-Parlament sitzt und Frau Baerbock "nacheifert"), dass NGOs finanziert und hofiert wurden bzw. politische Vorfeldarbeit betrieben und neokorporatistische Strukturen aufbauten, dass Windräder ausgebaut wurden und fossile Brennstoffe sowie der Autoverkehr ins Visier moralistischer und tw. tendenziöser wissenschaftlicher Agenden gerieten.

 

Noch Fragen?

 

Immerhin hat man die Umweltagenden und das Klimagedöhns nun dem Landwirtschaftsbereich (anderes Ministerium) zugeordnet. Eine - noch dazu grüne - Person kann m.E. nicht für "Klima", Umweltverträglichkeit, Verkehr und Luftfahrt - also (quasi) für das gesetzliche und tw. betriebliche Reglement um VIE und somit u.a. das "Habitat" von Austrian Airlines - zuständig sein. Letztlich fungierte besagtes Ministerium also als oberste Luftaufsichtsbehörde... mit einer Grünen als Chefin.🙈 Für mich ist es ein veritabler Interessenskonflikt!

 

Die "Klimakleber" kamen wohl u.a. deshalb (siehe oben) nach Aktionen am VIE recht glimpflich (um die EUR 15.000) davon. In Deutschland drohen ihnen relativ hohe Geldstrafen, die existenziell ausfallen können - für das "klimagehypte" Deutschland und eine grün-rote Justiz eigentlich eine Sensation. Finde ich gut, ein Flughafen ist kritische Infrastruktur und kein Spielplatz für aufmerksamkeitsheischende Spätpubertierende... 👍

 

ABER: Die oben beschriebene Behörde war bereits vor den Grünen nicht die Schnellste..., wir rangieren da schon länger auf "Banenenrepubliks-Niveau". Aber man weiß zu wenig, bzgl. Personalstärke und das Funding, sowohl früher als auch in den letzten Jahren.

In einer österreichischen Privat TV-Satire jedenfalls würde die Kohle, die an sich für die Untersuchungsbehörde vorgesehen war, u.a. in Windräder in Bad Hinterdupfingen, für ein Gletscherschmelz-Diorama in einer Architekten-Holzhütte am Großglockner sowie für ein neues NGO-Akademie-Gebäude für Klima-Aktivist*innen umgeleitet worden sein... (Achtung Ironie) 😁

 

Gruß

Johannes

Bearbeitet von Phoenix 2.0

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