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Scheint doch wahr zu sein


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Geschrieben

Leute - als Management Pilot war ich ja auch nicht immer Herz und Seele mit den Unions. Aber das ist ein bisschen extrem.

 

"Due to mandatory minimum rest periods…"

That’s airline-speak for "our crew just got into a full-blown fistfight in the hotel lobby."

Here is what happens when union debates on the flight deck go completely off the rails.

An Air New Zealand Boeing 787 cruising from Auckland to San Francisco, a heated verbal disagreement erupted in the cockpit between the Captain and the Second Officer over union matters.

The First Officer and Second Officer formally reported the Captain's behavior. But it didn't end at 37,000 feet.

Upon reaching San Francisco, a physical altercation exploded in the hotel lobby, with the Captain reportedly throwing a barrage of punches.

Two consecutive flagship flights (NZ7 SFO AKL on Sept 6 and Sept 7) were cancelled.

A recovery flight (NZ6077) was scrambled for Sept 8 to haul stranded passengers home.

The involved crew stood down and flown back to New Zealand as passengers - on separate planes, for obvious reasons.

Air NZ forced to send polite customer emails blaming "pilot availability and mandatory rest limits" to cover for the chaos.

"Travel update Kia ora xxxxx,  

We're sorry to advise that your flight, NZ7 San Francisco to Auckland, Sunday 06 September, has been delayed by 14 hours & 10-minutes.  

The pilot scheduled to operate your flight is no longer able to operate your service. To get you on your way, we have arranged a replacement pilot, who is on their way to operate your flight to Auckland. Before they can do so, they are required to complete their mandatory minimum rest period.  

We understand a delay of this length is both frustrating and inconvenient, and we're sincerely sorry for the impact this unexpected disruption will have on your travel plans.  

Reconsidering your travel plans? Should you no longer wish to travel, you are eligible for a full refund of any unused fare and flight-related products associated to your booking."

 

 

Geschrieben

Heftig!

Die haben sich ganz schön in die Wolle gekriegt! Und nach Ankunft, in der Hotel-Lobby, hat der Kapitän, immer noch geladen, offenbar zugeschlagen 🥊...

Was ihn gewerkschaftlich dermassen auf 180 brachte, davon erfährt man nichts. Gehaltsfragen? Seniority list?

 

Gruss Richard

  • FalconJockey änderte den Titel in Scheint doch wahr zu sein
Geschrieben

Piloten sich halt doch auch nur Menschen ... und keine Halbgötter 😉

 

Stefan

Geschrieben (bearbeitet)

Womöglich traf ein neo-kommunistischer SO (das ist heute unter Twens an Unis und so modern) auf einen alt-neoliberalen Captain, der noch die Wakes des Thatcherismus erlebte. 😁

 

Oder umgekehrt, traf ein libertärer SO auf einen Labour-gefärbten Captain, der durch den fitten Grünschnabel seine Regeneration als alternder Bloke gefährdet sah.

 

Stürzte da in U.K. nicht mal eine BEA-Trident wegen sowas ab? Da hatte so ein Frischling den Alten auch wegen dergleichen (Streik der Youngsters wegen Arbeitsbedingungen) derart zur Weißglut gebracht, dass der im Steigflug einen Infarkt bekam und dann stürzten sie ab und alle kamen um.

 

Gruß

Johannes

Bearbeitet von Phoenix 2.0
Geschrieben
Am 18.9.2026 um 20:18 schrieb Maxrpm:

Leute - als Management Pilot war ich ja auch nicht immer Herz und Seele mit den Unions. Aber das ist ein bisschen extrem.

 

 

  

vor 7 Stunden schrieb Phoenix 2.0:

Stürzte da in U.K. nicht mal eine BEA-Trident wegen sowas ab?

 

 

Korrekt. 1972, der Fall eines British European Airlines Tristars, der in Staines nahe Heathrow abstürzte ist mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf zurück zu führen, dass der Kapitän sich zuvor im Crewraum heftigst mit einem nicht zur Besatzung gehörenden Copiloten über einen Streik gestritten hatte und  in der Folge einen Herzanfall erlitt. Nach dem Start geriet die Trident in einen Stall, der vom Kapitän trotz mehrfacher Aktivierung der Shaker/Pusher Systeme nicht korrigiert wurde, stattdessen wurden auch noch die Vorflügel eingefahren. Obwohl die Warnsysteme mehrfach anschlugen, behielt der Kapitän die Fluglage bei, bis die Maschine in einen Deep Stall geriet und abstürzte. 

 

https://en.wikipedia.org/wiki/British_European_Airways_Flight_548

 

Offensichtlich ist es eine gute Entscheidung, Leute die in solche Streitigkeiten verwickelt wurden nicht mehr fliegen zu lassen. Es wäre allerdings auch überlegenswert, ob jemand der sich so unprofessionell verhält, überhaupt noch als Crewmember akzeptabel ist. 

 

 

Geschrieben
vor 21 Stunden schrieb Phoenix 2.0:

Womöglich traf ein neo-kommunistischer SO (das ist heute unter Twens an Unis und so modern) auf einen alt-neoliberalen Captain, der noch die Wakes des Thatcherismus erlebte. 😁

 

Oder umgekehrt, traf ein libertäre SO auf einen Labour-gefärbten Captain, der durch den fitten Grünschnabel seine Regeneration als alternder Bloke gefährdet sah.

 

 

...die Story liesse sich weiter fortsetzen: Welches waren die Worte -der Trigger- um in der Hotel Lobby des Captain's Fäuste fliegen zu lassen? (no pun intended:-)

 

Der "neo-kommunistische SO" zum Kapitän:  "Du verfluchtes Kapitalisten-Schwein!"

So, mit umgekehrtem Vorzeichen, der "libertäre SO"...."Alter, du bist nicht nur eine fliegerische Null - du hast auch sonst null Ahnung!"

...oder so🥊...😏

 

Dass Piloten auch nur Menschen sind, und keine Halbgötter, wie "Sir Galahad" schreibt, dem ist nichts entgegen zu setzen. Aber Selbstbeherrschung dürfte mit dazugehören, zum Anforderungsprofil eines Piloten in führender Position - sprich Kapitän. CRM, Team-Fähigkeit, ein nicht allzu steiles Hierarchiegefälle und vor allem, kühles Blut in Stress Situationen ist gefragt.

Das alles lässt so einen Ausraster in anderem Licht erscheinen. "Unprofessionell", wie Urs sagt.

 

Gruss Richard

 

 

 

 

Geschrieben (bearbeitet)

@Richard: Das muss gar nicht so krass begonnen haben. Sowas staut sich auf - ich denke, der "Dampfkochtopf-Modus" entwickelte sich vorher über dem Pazifik, bis der innere Druck immens war.

 

Klar kann man nun über die Professionalität streiten, aber wie manche sagen, sind wir alle nur Menschen. Die Selektionsverfahren und Assessments im Zuge der Aufnahmeverfahren für Luftfahrzeugführer (huch, darf man das noch so sagen, ohne dass die Sprachpolizei kommt!?) können/sollen die Grundkonstitution und Persönlichkeit erfassen, aber nicht episodisch und ggf. auch situativ kumulierende emotionale Zustände. Man kann am Ende also nicht erwarten, dass Piloten ihre Amygdala total im Griff haben, aber es gibt eine gewisse allgemeine Erwartungshaltung, dass ihr Großhirn verhindert, dass es zu einem offenen Ausbruch (also dass sich etwas affektiv-initiiert nach außen bahnt und zeigt) kommt, der zudem in der Öffentlichkeit stattfindet, wo dann ggf. - neben dem Berufsstand - auch noch ein Firmen-Image "besudelt" wird (vor allem medial, falls sowas öffentlich wird).

 

Wir leben im Zeitalter der zunehmenden multiplen Spaltung, wie wir alle bereits realisiert haben. Das fordert seinen Tribut, weil selbst wenn man keinem Lager zugehören will, wird man von Anderen immer schneller in eine solches gesteckt und dann i.d. Regel als "Freund" gesehen, oder als "Feind"

Wenn man etwa heute Sichtweisen an den Tag legt, die damals noch von dem SPD'ler Helmut Schmidt innerhalb eines sozialdemokratische Wertekanons vertreten/gesagt werden konnten, ist man damit bei den Studierenden von heute absolut "rääächts". Gleichzeitig muss man sich seinerseits den Wahn der modernen urbanen Youngsters 'reinziehen, dass Kuba, Venezuela und die DDR an sich ganz super Systeme waren/sind, aber das (also die ganzen sozialistischen Theorien) wurde halt "nur falsch umgesetzt" ( 🙈 ). Manche der Jungen finden sogar den alten Mao wieder "cool" - da hört sich dann aber auch bei mir der "Spaß an der Unwissenheit" der vermeintlich Wissenden auf. Angesichts dessen kann es schon mal passieren, dass ein "ruhiger Fahrer" einen Rappel kriegt und mal Tacheles redet. Handgreiflichkeiten unter Erwachsenen hingegen erachte ich wegen sowas als "übertrieben". 🤭

 

Dennoch wundert mich das gar nicht, dass selbst in Berufen, wo selektierte Profis am Werk sind, es zu Entgleisungen kommen kann, welche auf emotionalen Bewertungen und Reaktionen basieren, die man - zumindest in früheren Generationen - meist mit Ende der Post-Adoleszenz zu kontrollieren gelernt hatte. Heute ist das vielleicht anders, da sind selbst 35-Jährige mit blauen Haaren, die noch zuhause bei Mami wohnen und ehrenamtlich für (N)GOs tätig sind, sofort beleidigt, weil man ein falsches Wort benutzt hat, und wollen das dann vor Gericht bringen. Und viele Ältere verhärten sich auch in ihren Krusten und werden aggressiver in der Verteidigung dessen, was aus ihrer Sicht die einzige Lösung ist.

 

Naja, nun können Jungen ja alle nach Berlin gehen..., wo die "SED" soeben erstmals in der ungeteilten - also gesamten - Stadt die Mehrheit hat. Dort wird man ihnen - so die Versprechen - bald Wohnungen zur Verfügung stellen, die man "den Reichen" vorher wegnehmen will. Das wird alles noch ziemlich spannend...

 

Wie ihr unschwer erkennt bzw. eh schon länger wisst, bin auch ich als langjähriger ehem. Wähler der Sozialdemokraten nicht unparteiisch. Ich missbillige den sich offen vollziehenden Wandel hin zum Realsozialismus und dgl., was mich letztlich aus Sicht meiner ehm. "Freunde" zum "Rechten" macht. Ich raste darüber nicht aus, aber als Captain in einem Cockpit mit einem jungen Neomarxisten, das wäre dennoch eine "spannende Sache".

Ich selbst würde politische und religiöse Themen als "der Alte" wahrscheinlich unterbinden, indem ich nicht drauf eingehe oder drauf hinweise, dass ich dazu im Arbeitsumfeld nichts sage. Bei gewerkschaftlichen und arbeitsrechtlichen Themen hingegen ist das halt was anderes, da schwingen die politischen Ideen der eigenen Anschauungen im Hintergrund mit. Wer sich stur mit der Gewerkschaft solidarisiert, positioniert sich ebenso, wie jener, der bereit ist, für "die Firma" und deren Ideale/Ziele/Gewinne potentiell seinen gesunden Schlaf und seine Gesundheit zu opfern...

 

so long

Hannes

Bearbeitet von Phoenix 2.0

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