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Airshow


Marc Meyer

Empfohlene Beiträge

Bei vielen Flugzeugen/Fluggesellschaften läuft jeweils eine Airshow welche die Position der Maschine sowie andere interessante Daten auf den Kabinenmonitoren oder im Entertainment System anzeigt. Wie funktioniert dies genau? Woher kommen die Daten? Es wird ja under anderm auch die erwartete Ankunftszeit angegeben.

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Wenn ich die Frage richtig verstanden habe, ist die Antwort sehr einfach: GPS. Die erwartete Ankunftszeit lässt sich ja einfach aus aktueller Geschwindigkeit und Entfernung errechnen.

Wenn ich dich falsch verstanden habe, tut es mir leid...

 

Gruss, Michi

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Wenn ich die Frage richtig verstanden habe, ist die Antwort sehr einfach: GPS. Die erwartete Ankunftszeit lässt sich ja einfach aus aktueller Geschwindigkeit und Entfernung errechnen.

Wenn ich dich falsch verstanden habe, tut es mir leid...

 

Gruss, Michi

 

Mein Frage ist eher in die Richtung ob dies mit Systemen aus dem Cockbit gekoppelt ist

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Hallo.

 

Ich habe da schon länger auch eine etwa ähnliche Frage und hänge die nun hier an. Hoffe, es sei gestattet... ;)

 

Auf der Homepage vom Flughafen Zürich sieht man ziemlich (bzw. sehr) genau, wann ein landender Flieger erwartet wird und dahinter noch einen Vermerk, z.B. "im Landeanflug" oder ähnlich.

 

Mit welchen Systemen werden diese Angaben ermittelt? Ist das Online- und Anzeigetafel-System mit irgend einem Mausklick gekoppelt, den die (APP)-Controller ohnehin machen müssen? Oder kommen diese Angaben ev. sogar vom secundary-radar...?

 

Danke - und überseht Marc's Frage bitte deshalb nicht. ;)

 

Gruss

Johannes

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Johannes,

 

ich kann da nur eine Antwort für den Flughafen Genf geben:

 

Angezeigt wird die ETA im SYCO (Flugdatensystem). Wie kommt jetzt die ETA zustande???

 

Sobald die Details mittels automatisierter Meldung vom Nachbarzentrum erhalten wurden (vorallem Einflugzeit ins ACC Genf) so wird vom System automatisch die verbleibende Flugstrecke errechnet. Dabei hat das System auch Daten wie die Anflugroute, TAS des Flugzeuges nach Datenbank und den einprogrammierten Wind.

 

Wird das Flugzeug am Radar entdeckt so überprüft das System automatisch die Werte und korrigiert sie wenn nötig.

 

Bei uns jedenfalls ist somit keine Manipulation mehr nötig seitens der Controller. Als vor ein paar Jahren noch alles vom Controller ausgerechnet und eingegeben wurde musste man aufpassen, nicht allzu falsche Angaben zu machen, da dann die ganze Organisation des Flughafens (handling agents, Standplätze usw.) evtl. über den Haufen geworfen wurde.

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Markus Burkhard

Hallo Michi

 

Die Zeiten kommen nicht direkt vom GPS, da ja in einem Airliner nicht primär nach GPS navigiert wird.

Die Zeiten stammen vom Bordcomputer (Flight Management Computer), dieser erhält seine Positionsdaten von Trägheitsnavigationssystem (IRS, INS) und GPS, und kennt auch Daten wie Geschwindigkeiten entlang der gesamten Flugroute, Winde etc. Somit ist die Sache wesentlich genauer als wenn nur ein GPS Receiver die Entfernung und Geschwindigkeit messen/rechnen würde.

 

Gruess

Markus

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Hallo zusammen.

 

Für uns beide gleich eine ausführliche Antwort, super! :)

 

Vielen Dank, Urs!

Immer wieder beeindruckend, was und wie da alles zusammenspielt... :eek:

 

Zusatzfrage:

Wie sieht es nun bei heavy inbound aus? Also wenn der APP einen Flieger im Holding deponieren muss, gibt man die erwartete Verspätung dann manuell ein oder bleibt die Zeit während dem Runden drehen dann einfach "stehen"?

 

Danke & Gruss

Johannes

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Johannes,

 

wenn geholdet wird, dann geben wir statt der ETA 'HLD' im SYCO ein. Soviel ich weiss wird dann einfach 'delayed' angezeigt. Sobald die Anflüge wieder anfangen, dann werden von uns die EAT's berechnet. Und APP nimmt das 'HLD' wieder raus und gibt die Sequenz ins SYCO ein.

 

übrigens: Genf hat sozusagen nie Holdings wegen starkem Verkehr. Dies liegt daran, dass Genf ein bisschen mehr Luftraum zur Verfügung hat als Zürich und an der anderen Organisation der Anflugrouten sowie Sektoren. Auch bei 'heavy inbound' werden auf jeder Anflugroute von den ACC lower-sectors auf Eigeninitiative schon Vorsequenzen gemacht - 10NM ist Standard. APP kann sie dann direkt auf der 'transition' übernehmen und muss nur noch die Routen ineinander verflechten, wird häufig mit einem zeitlich abgestimmten 'base turn' gemacht.

 

Natürlich kommt's auch vor, dass es bei uns holdet. Vorallem dann wegen Wetter, komplexem Verkehrsaufkommen usw.

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