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Helikopterabsturz am Samstag?


Berchi

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Merkwürdig. Da stand heute eine kurze Mitteilung in einem ausländischen Sonntagsblatt, dass am Samstag in Gossau SG ein Hubschrauber beim Start abgestürzt sei. Beide Insassen blieben unverletzt, die Maschine erlitt erheblichen Schaden. (Ein paar weitere Details aus dem Artikel lasse ich hier zwecks Vermeidung weiterer Spekulationen weg.)

 

Sonst hat man nichts davon lesen können. Ist da was dran? (Schaut jedenfalls mal in eure Garagen, ob die Hubschrauber noch drin sind...)

 

Grüsse, Berchi

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Stefan Allemann

Hier die Meldung aus dem Online-Tagi vom Samstag:

 

Helikopterabsturz bei Gossau

 

Der Absturz eines Helikopters kurz nach dem Start in Gossau SG ist glimpflich verlaufen.

 

Der 37-jährige Pilot und der 61-jährige Passagier konnten sich unverletzt aus der Kabine befreien, wie die Kantonspolizei St. Gallen mitteilt. Die Maschine des Typs «Robinson» wurde stark beschädigt.

Laut Polizei führte der Pilot ab der Thurgauer Basis Sitterdorf einen Rundflug durch. Kurz nach 14.30 Uhr setzte er in Enggetschwil in der Gemeinde Gossau auf einer Kuppe im freien Landwirtschaftsgelände zu einer Landung auf. Beim anschliessenden Start kam die Maschine kurz nach dem Abheben mit der Erdoberfläche in Kontakt und stürzte ab. Die Gründe für den Unfall sind vorerst nicht geklärt. (grü/ap)

 

 

Gruss,

Stefan

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Hallo

 

Zum Glück gabs nur Sachschaden... einen Heli ersetzt man, Menschen sind für immer weg...

 

mfg

 

hey...

 

da gebe ich dir voll recht... :top:

 

sachschaden... sind ersetzbar... menschen nicht...

 

aber... leider gab es am montag wieder einen... in der nähe von kassel... :002:

 

werde mal am ball bleiben... und berichten...

 

hier der artikel dazu...

 

Hubschrauber stürzt in Kleingarten

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Irgendwie mysteriös. Da scheint tatsächlich etwas passiert zu sein, aber es kommt kaum in den Nachrichten und bis heute gibts keinen Vorbericht vom BFU.

 

Kann man einen solchen Unfall wirklich einfach unter den Teppich wischen, als wär nichts passiert? Ich habe das gerüchtehalber schon gehört, aber bisher für nicht möglich gehalten, dass man Unfälle einfach mit dem Abtransport der Mulde erledigt.

 

Grüsse, Berchi

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Spitfire Mk XIX

Gar nichts ist hier mysteriös, sondern es geht alles genau nach der Verordnung über die Untersuchung von Flugunfällen und schweren Vorfällen (VFU): Gemäss dieser Verordnung, welche die Arbeit des BFU regelt, werden Unfälle von Luftfahrzeugen mit einer höchstzulässigen Startmasse von weniger als 2250 kg nur sogenannt "summarisch" untersucht, sofern es sich um einen Privatflug gehandelt hat und keiner der Insassen erheblich verletzt wurde. Schulungsflüge beispielsweise führen immer zu einer vollständigen Untersuchung, sofern das Luftfahrzeug erheblich beschädigt wurde. Das erklärt, warum beispielsweise der Unfall der R22 bei Bätterkinden vor rund drei Wochen untersucht wird. Im vorliegenden Fall vom Samstag wurde nichts "unter den Teppich gewischt", sondern es handelt sich eben um einen privaten Flug bei dem glücklicherweise niemand verletzt wurde. Damit wird lediglich das "summarische" Verfahren angewandt, d.h. der Pilot muss einige Formulare ausfüllen und dem BFU entsprechende Fragen beantworten. Der summarische Bericht - basierend auf diesen Angaben - wird dann später veröffentlicht.

 

Es muss wieder mal daran erinnert werden, dass aufgrund dieser Regelung sehr wohl ein Luftfahrzeug zu Schrott geflogen werden kann, ohne dass eine vollständige Untersuchung durchgeführt wird. Bedingung ist, dass man diesen Vorgang privat erledigt und niemanden verletzt ;). Dass die betreffenden Piloten dann jeweils kein grosses Tamtam um ihr Missgeschick machen, erscheint verständlich...ich würde aber davon abraten, immer gleich schlechte Motive im Sinne von "unter den Teppich wischen wollen" zu unterstellen.

 

Gruss Dan

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Wilko Wiedemann

Besten Dank, Dani, für deine sachlich fundierte, kompetente Antwort aus vorderster Front.

 

Diese glimpflichen, privaten Unfälle gehören gar nicht in die Presse, da sie schlichtweg niemanden was angehen, ausser die Beteiligten.

 

Gruss

 

Wilko

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Diese glimpflichen, privaten Unfälle gehören gar nicht in die Presse, da sie schlichtweg niemanden was angehen, ausser die Beteiligten.

Wilko, veröffentlicht werden aber auch die Untersuchungen im summarischen Verfahren.

 

Gruss

Philip

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Dan,

 

danke für deine Erklärung, das klärt einiges. Das summarische Verfahren war mir bekannt, aber nicht die genauen Bestimmungen darin und offenbar war ich falsch der Meinung, dass das Verfahren nur bei Bagatellen angewendet werden kann. Ich habe mir die Verordnung (insbesondere Art. 21) jetzt zu Gemüte geführt und begreife deine Aussage.

 

Meine Formulierung von "unter den Teppich wischen" war demzufolge nicht angebracht - Entschuldigung. Wäre ich der Pilot gewesen, dann hätte ich selbstverständlich auch kein Interesse an einer grossen Geschichte.

 

Grüsse, Berchi

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Diese glimpflichen, privaten Unfälle gehören gar nicht in die Presse, da sie schlichtweg niemanden was angehen, ausser die Beteiligten.

 

Da lässt sich jetzt diskutieren. Ganz nüchtern und ohne jetzt jemandem auf die Zehe zu treten: Wo ist denn dann der viel gepriesene Lerneffekt für andere? Mir scheint (habs mal gehört oder gelesen), dass relativ viele Helikopterunfälle bei Privatflügen passieren, obwohl es doch eigentlich recht wenige Helikopter hat. Vielleicht liege ich damit falsch, da mir keine genauen Zahlen vorliegen, aber vielleicht könnten andere auch aus solchen Unfällen - trotz der Tragik für den/die Betroffenen - ja etwas lernen?

 

Dass solche Unfälle nicht durch die Presse abgehandelt werden sollten, da bin ich 100%-ig einverstanden, denn die Presse hilft sicherlich in keinster Weise. Nur leider kann man das wohl kaum vermeiden.

 

Grüsse, Berchi

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Gast Hans Fuchs
Wo ist denn dann der viel gepriesene Lerneffekt für andere?
Im summarischen Bericht wird in der Regel das Wort für Wort wiedergegeben, was der Pilot dem BFU zu Protokoll gibt. Dies heisst zwar noch lange nicht, dass man nichts daraus lernen könnte, doch können solche Berichte durchaus gelegentlich ein wenig geschönt sein. :005:

 

Hans

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