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Eine Frage an Chregel


Thermikus

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Hallo Chregel

 

Gestern hatte ich vor der Landung mit dem Falken über Funk auf 119.82 mitbekommen, dass Du ebenfalls im Birrfeld (segelfliegerisch) aktiv warst. Auf dem Startstreifen Segelflug, auf dem ich bei Südanflügen normalerweise lande, stand ganz vorne an der Strasse vor den Büschen ein Segler.

 

Dies hatte mich veranlasst, auf der Graspiste zu landen. Kurz darauf sah ich jedoch, wie das Schleppflugzeug, das fast gleichzeitig mit mir hereinkam, über das Segelflugzeug hinweg auf dem Asphaltstreifen landete.

 

Mir wurde einmal gesagt, dass das Landen über auf dem Harbelagstreifen stehende Flugzeuge hinweg nicht erlaubt sei. Nun könnte das ja so auszulegen sein, dass das nur gilt, wenn ein Schleppzug startbereit steht oder mehrere Segelflugzeuge hntereinander am Start stehen. Wenn dagegen ein Segler direkt an den Büschen in deren Schutz steht, kann dem ja nichts passieren, da man bei der Landung in mindestens fünf Meter Höhe über die Strasse und die Büsche hinweg muss. Also - was ist da verbindlich?

 

Und gleich noch eine Frage: Wenn ich von den Alpen her komme, melde ich mich bereits über Bremgarten auf der Segelflugfrequenz, damit Ihr wisst, dass da ein Motorsegler im Anflug ist, der auf der Segelflugpiste landen wird. Neben den weiteren Pflichtmeldepunkten "Abkreisraum" und "Downwind" melde ich sicherheitshalber zusätzlich noch, wenn und ich welcher Höhe ich die Autobahn südlich des Platzes überfliege. Dann - so meine ich - können mich aller Segler (die ich vielleicht nicht sehe) mit dieser exakten Positionsangabe unmittelbar vor der Landung im Auge behalten. Ist diese zusätzliche Meldung für Euch nützlich?

 

Schönen Gruss - Dietwolf:001:

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Hallo Dietwolf,

 

bin zwar nicht Chregel, der wird sich sicher auch noch melden, aber hier mein Prozedere. Ich halte mich ob Mose (nur Falk) oder Segler an folgendes:

Wenn ich den Abkreisraum anfliege melde ich das frühzeitig, dann mache ich nur noch Meldung wenn ich in den Downwind gehe oder wenn ich eine lange Landung mache.

 

Gruss aus Buchs

 

Willi

 

PS: Nächste Woche nehm ich mir den Falk, eventuell Checkflug nach Kloten, muss ich aber noch mit dem Fluglehrer absprechen.

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Christian Thomann

Hallo Thermikus

 

Nun bin ich auch wieder da. Also warst du es doch.

 

Der Segler gleich bei der Zufahrtsstrasse zum Montageplatz 08 bzw. zur Segeflug-Hartbelagpiste war eine ASH-25. Dieser Bereich kannst du von der Bestimmung des Überfliegens ausklammern. Erstens stehen dort noch weit höhere Büsche und zweitens ist die Pistenschwelle aus diesem Grunde noch recht weit vorgezogen, also nach Osten versetzt. Ebenfalls hat es dort sehr oft Leute und auch Autos mit Hängern. Ferner ist ein Lastwagen auf der Hauptstrasse davor auch 4 m hoch und du müsstest dort mindestens 5 m über die Strasse fliegen. Wenn alles in Ordnung ist, hindert dich niemand für eine Pistenlandung. Einfach keine Überflüge von am Start bereit gestellten Fliegern.

 

Grundsatz: Wenn du alles mit Abstand machst und dabei auch noch save fliegst, wird auch kaum jemand einen dicken Hals machen. Es ist auch immer situativ zu betrachten. Am Freitag gegen Abend hatten wir bei Windstille auch einen Gegenanflug wagen können, weil selbst auf der Motorflugpiste kein Verkehr herrschte. Dennoch hatten wir auf beiden Frequenzen diese Aktion aus Sicherheitsgründen angemeldet.

 

Ich nehme aber auch an, dass du vor deinem Flug die Notiz beim Ausgabeschalter gelesen hast, dass die Graspiste vorläufig noch sehr sumpfige Stellen hat. Wenn du also unbedingt die Falke auf den Kopf stellen willst, kannst du schon ins Gras. Andernfalls böte sich auch die gute Motorflugpiste an oder auf der Segelflugpiste einen sanften Wingover zu machen, aber nur, wenn du das beherrschst.

 

Letzten Donnerstag hat sich die Schleppmaschine am Pistenanfang 26 buchstäblich bis über die Radachsen versenkt. Das gab eine grössere Grabübung mit Unterlegen von Brettern und Entpannungsfahrzeuge von der Piste her!

 

Bei deinen Südanflügen vermischest du den Motorflug mit dem Segelflug. Meldungen aus den Sektoren werden von Motorflugzeugen wie du dies auch gemacht hast, ziemlich weit vorher schon gemacht. Falls du deinen Flug als Motorflug betreibst hast du bei aktivem Segelflugbetrieb dort nichts zu suchen. Dann hast du aber offensichtlich deine Absicht in den Segelflug verlegt, da du ja richtigerweise Abkreisraum und Downwind gemeldet hast.

 

Fazit: Da du also eigentlich im Segelflug landen wolltest, solltest du auf der Segelflugfrequenz auch keine exorbitanten Meldungen absetzen. Bei regem Segelflugbetrieb gäbe das ja ein riesiges Geschwafel von flugzeugen, die man eh erst noch finden müsste. Also kannst du dich einfach auf den Abkreisraum beschränke, wo sich dann eh im Nahbereich die entstandenen Gefahren tummeln. Aus 10 km bist du noch lange keine Gefahr!

 

Ich bin übrigens gerne bereit, mit dir einige Übungen im Motorflugbereich zu machen, um auch Motorfluglandungen wieder etwas aufzuwärmen.

 

Gruss

Chregel

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Hallo Chregel, hallo Willi

 

Besten Dank für Eure Auskünfte. Zuviele Köche verderben den Brei - scheint auch für den Funkverkehr im Segelflugteil zuzutreffen. Also künftig nur noch Einflugmeldung über Bremgarten - und dann im Abkreisraum sowie Downwind.

In den Motorflugteil fliege ich nicht gerne, da dort bei Prachtwetter immer ein Heidengesurre herrscht (man höre dazu 123.55).

 

Im Segelflugteil ist es zur Zeit noch idyllisch. Das wird sich aber bald ändern, wenn die Thermik wieder erwacht. Da habe ich dann meine Spezialmethode: Schon ein Stück vor dem Birrfeld etwas über Platzrundenhöhe (700 Meter/Meer) anfliegen. Dann sind die Segler fast immer etwas höher und man kann sie viel besser erkennen als wenn sie unter mir oder vor bzw. neben mir sind.

 

Wenn sich gerade eine Lücke auftut, noch eine Kurve im Abkreisraum und ab in den Downwind. Hat sich sehr bewährt!

 

Bezüglich weicher Untergrund gibt es ganz bestimmte Stellen, die mir nach über 30 Jahren Landungen im Birrfeld bestens bekannt sind. Am Pistenanfang 08 bis hinüber zum Grasplatz vor den Hallen sind es einige. Besonders in Acht nehmen muss man sich, wenn es am Tag vorher stark geregnet hat.

 

Am Freitag war das Wetter bereits trocken. Da der Untergrund auf einem Grossteil der Graspiste aus Kies besteht, versickert das Wasser sehr schnell. Gestern, Samstag, z.B. bot der Rasen kein Problem mehr. Das Zurückrollen geschieht dann ohnehin auf dem asphaltierten Startstreifen.

 

Trotzdem - ich danke Dir für Deine Klarstellung des erlaubten und nicht erlaubten Landens auf dem Startstreifen Segelflug. Also wäre es gestern erlaubt gewesen. Ja - und wenn die Segler dort aufgereiht sind und die Piste wirklich nass ist, dann muss ich eben - auch wenn's mir nicht so gefällt - in den Motorflugteil hinüber.

 

Gruss - Dietwolf;)

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