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Wasser im Tank


Mike Strasser

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Mike Strasser

Salü zusammen

 

Heute habe ich in den Nachrichten gehört, dass das Flugzeug vom Aviatik-Experten Sepp Moser, der am 1.April auf der Zürcher Allmend schadlos notgelandet ist, Wasser im Tank gehabt habe, welches den Motor zum absterben brachte. Sepp Moser hat nun Anklage gegen Unbekannt eingereicht wegen Sabotage....

 

Nun meine Frage: Wasser im Tank, hmm, hätte man das bei einem seriösen Preflightcheck nicht feststellen müssen? Da lässt man doch vorher etwas Benzin ab, um es auf Kondens- (der sonstiges) -Wasser zu prüfen!?

Oder ist das möglich, dass man das nicht merkt!? Oder hat da Sepp Moser mit seiner "unheimlichen Erfahrung" ein Routine-Flash gehabt??

 

Gruss,

Mike

 

 

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Wilko Wiedemann

Jaja, der Sepp Moser, der sogenannte Aviatik-Experte.

 

Beim Preflightcheck gehört das "Strainern", das Prüfen des Benzins auf Wasser immer dazu. Vorallem auch bei der Cessna 152, die Moser an diesem Tag flog. Ich flige diesen Typ selber und weiss, dass man beim Check aus jedem Tank eine Probe ablässt und auch den Tanksumpf (Tiefster Punkt des Treibstoffsystems) ablässt und auf Wasser prüft. Ob ihm da wohl ein Fehler unterlaufen ist ? Andererseits habe ich noch fast nie Kondenswasser im Benzin festgestellt, welches einen Flug gefährden hätte können.

 

Ob da tatsächlich jemand dem guten Sepp ne Kanne Wasser in den Tank geschüttet hat oder ob er wohl einfach an Paranoia leidet ? Wer weis. Vielleicht wird mans eines Tages herausfinden.

 

MfG

 

Wilko

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Hallo,

 

ich fliege zwar keine Cessnas - habe aber von einem spezifischen Problem gehört:

 

Es gibt Piloten, die beim Tanken den Tankhahn in den Stutzen hängen. Dabei wird mit der Zeit der Stutzen verformt und es können Löcher auf der Tankoberseite auftreten. Dabei dringt bei Regenwetter relativ viel Wasser in die Tanks ein.

Es gab schon mehrere Unfälle mit Cessnas, die darauf zurückzuführen waren.

 

Gruss

Urs

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Mike Strasser

Hoi Urs und Wilko

 

Das mit dem deformierten oder undichten Tankstutzen ist durchaus eine mögliche Ursache. Aaaber, auch dann hätte "Seppli Oberschlau" das merken müssen, da er ja siiicher einen seriösen Preflight-Check gemacht hat wink.gif

 

Aber ich möchte mich keinenfalls auf eine Spekulation der möglichen Ursachen machen. Das wollen wir doch mal den Unfall-Experten überlassen!!

 

Aus welchem Grund auch immer Wasser im Tank war, beim Preflight-check hätte man das doch merken müssen.

Da finde ich, sollte man das Verhalten, betreffend Preflight-Check, von Sepp Moser überprüfen, und erst in zweiter Linie den Grund suchen.

 

Das ganze sieht mir so nach "..machen wir mal mit einer Anzeige etwas auf Ablenkung, damit niemand merkt, dass ich den Check vergessen habe..." aus a_smil09.gif .

 

Aber, das sind nur so meine Gedanken

 

Gruss,

Mike

 

[Dieser Beitrag wurde von Mike Strasser am 23. Mai 2001 editiert.]

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Walter Fischer

Uiiii, uiii..., ruft mir ja nicht PG auf den Plan, der wird Euch sicher wieder die Leviten lesen von wegen Vorverurteilung und so. Aber sicher habt Ihr noch nie vergessen, diesen Check zu machen, dafür seid Ihr vielleicht mit eingefahrenen Flaps und fehlender Oposit-Traffic- Beobachtung losgeschmirgelt, weil Ihr noch die Charts sortieren musstet. Walti, ein Freund Sepp's.

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Wilko Wiedemann

Salü Walti

 

Sicher hat schonmal jemand das eine oder andere, mehr oder weniger gefährliche vergessen. Aber kann man nicht zu einem Fehler stehen ?

 

So wie es aussieht hat da der gute Sepp eine Routunekontrolle vergessen und nun hats ihn kalt erwischt. Wenn es wirklich Wasser im Tank gewesen war, dann wäre der Zwischenfall vermeidbar gewesen.

 

Ich fand nur die Art der Berichterstattung doof, in der der gute Sepp fast als Held dargestellt wurde, da er die Kiste heil gelandet hat. Wenn sowas mal mir passiert, dann heisst es doch bloss: Jaja, wieder mal ein unvorsichtiger Jungpilot. *gähn*

 

Schön zu sehen, dass auch den sogenannten Fachleuten solche Kleinigkeiten passieren. Davon ist halt keiner gefeit, nicht mal die Superpiloten der Lufthansa, Swissair und wie sie alle heissen. Am Ende steht doch nur der Mensch und da sind alle gleich.

 

MfG

 

Wilko

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Mike Strasser

Genau, Wilko

 

Ich hatte es eigentlich auch so gemeint.

Nicht der Fehler als solches habe ich angeprangert, niemand ist schliesslich fehlerfrei, sondern, dass man nicht zum gemachten Fehler steht, das finde ich bedenklich, vor allem ein solcher Fehler. Schliesslich hätte ja viel mehr passieren können. Aber dem Seppli natürlich nicht... biggrin.gif

 

Gruss

Mike

 

[Dieser Beitrag wurde von Mike Strasser am 27. Mai 2001 editiert.]

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Gast Hans Fuchs

Was habt ihr denn bloss?

 

Immer strainern? Wer macht das schon? Oftmals ist es doch völlig klar, dass absolut kein Wasser seit dem letzten Flug hat in die Tanks gelangen können. (keine Neubetankung, keine Temp. Schwankungen, kein Regen, Flugzeug dauernd hangariert)

 

Wenn ich auch schon mal gelegentlich vor allem im Ausland überprüfe, ob mir einer über Nacht das Benzin aus dem Tank geklaut hat, so wäre ich noch nie auf die Idee gekommen, dass irgend einer mir Wasser hinterrucks hätte einfüllen können.

 

Ich empfinde hier einige Voten als sehr unfair und nichts weiter als voyeuristisch.

 

Hans

 

------------------

Gletscherfliegen

 

[Dieser Beitrag wurde von Hans fuchs am 28. Mai 2001 editiert.]

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wenn ich mich recht entsinne, stand in dem artikel (im tagi) drin, dass er vorher benzin abgelassen hatte und dass die menge wasser die im tank war unmöglich durch kondensation hätte entstehen können. ausserdem haben sie festegestellt dass die cessna leicht schräg kopfüber gestanden ist und sich das wasser in einer ausbuchtung an einem höheren teil des tankes gesammelt hat und der motor daher erst später, eben über züri abgestellt hat, und nicht schon früher, was ihm wohl das leben gerettet hat, die allmend ist halt ein schöner notlandeplatz.

 

das sind auch die gründe weswegen er auf die idee kam, strafanzeige zu erstatten. und sich das bazl für die konstruktion des tankes interessiert.

hoffe ich erinnere mich richtig.

 

gruss micha

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  • 3 Monate später...

Der immer (naja, meistens oder wenigstens manchmal...) gut orientierte BLICK hat zu obiger Sache News, die die Verschwörungstheorie, an die wohl ohnehin niemand so richtig glaubte, eher ins Abseits manövriert. Ob's vielleicht doch auch am Pre-Flight-Check lag...?

 

ZÜRICH – Der Kalkwassergehalt brachte die Wahrheit zu Tage: Der Aviatikjournalist Sepp Moser ist nicht Opfer eines Sabotageaktes.

 

Moser musste am 1. April auf der Zürcher Allmend Brunau notlanden. Im Tank findet sich Wasser. Nur: wie kam das Wasser in den Tank? Moser vermutet einen Sabotageakt und reicht Klage gegen Unbekannt ein.

Regenwasser, lautet jetzt der jüngste Befund der Zürcher Bezirksanwaltschaft. Hätte ein Dritter den Wasser in den Tank gelassen, wäre der Kalkgehalt höher gewesen. Nun wird die Untersuchung demnächst eingestellt.

 

Grüsse, Reto

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  • 2 Wochen später...

hallo diskutanten! bei der Cessna 152 gibt es keine Tankwahlhebel, d.h. es kann einen beim tankumschalten kein ausfall wegen wasser im anderen Tank überraschen. das heisst wieder, dass schon beim rollen und runup bei der C152 der motor ausginge und sich nicht irgendwo im flug plötzlich das versteckte wasser auf den weg in die tankleitung macht. Im Flug kann es auch nicht am Tankdeckel reinregnen, weil dort Sog ist. eine bessere ausrede für eine interessante aussenlandung als wasser im tank ist doch die hornisse oder wespe im cockpit. wir sollten auch nicht das drainen unseres eigenen systems vor dem flug vergessen - vielleicht war das mit wasser im tank gemeint?

 

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Gruss Chris

http://www.do27berlin.de

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