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Norwegen - 4000 Kilometer durch das Land der Trolle und Fjorde (55 Pics)

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Hello allerseits,

 

mal wieder habe ich eine kleine Reise unternommen, nachdem ich schon Neuseeland und Südostasien durchstreift hatte, war nun, kurz vor Beginn meines Studiums, Norwegen an der Reihe.

Obwohl der Rucksack bis zum Bersten gefüllt war durfte natürlich das Foto-Equipment nicht fehlen, und so gibt’s nun rund 50 Bilder, die euch hoffentlich gefallen ;)

 

 

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Noch ganz kurz was zur Sprache. Sie ist dem Deutschen in den Grundzügen ähnlich, aber doch ziemlich tückisch. Der Artikel steht z.B. meist am Ende des Nomens, das sieht dann so aus:

ein Fisch / der Fisch / Fische / die Fische = en fisk / fisken / fisker / fiskene

Das schafft ziemliche Verwirrung, weshalb ich das Lernen nach einigen Stunden aufgegeben habe. Damit der interessierte Leser wenigstens die Ortsnamen korrekt aussprechen kann, hier eine kurze Aussprachehilfe:

 

- å = deutsches „o“

- o = u

- u = ü

- ø = ö

Ǻlesund wird also Olesünd ausgesprochen, Bodø wird zu Buudö und Oslo in einigen Dialekten gar zu Uschlu. :)

 

 

Meine Reiseroute (siehe Karte im Titelbild) führte mehr oder weniger von Süd nach Nord, und brachte mich in 3 Wochen von der „norwegischen Riviera“ bei Stavanger über den Polarkreis hinaus bis zum nördlichsten Punkt Europas. Here we go...!

 

Beginnen wir in Oslo, mit einem Blick über die Hauptstrasse, Karl Johans gate, zum noch immer bewohnten, königlichen Schloss.

 

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Der 1848 errichtete Bau überzeugt in seiner Schlichtheit und versinnbildlicht damit die Norwegische Bodenständigkeit

 

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Im Vigeland-Park stehen um die 650 Figuren des norwegischen Bildhauers – durch kleinste mimische Facetten kreiert er ausdrucksstarke Gestalten

 

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Hauptattraktion des Parkes ist der 17 Meter hohe Monolith, der aus sage und schreibe 121 einzelnen Figuren besteht

 

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Zum Abschied von Oslo ging’s noch auf den Holmenkollen-Berg für eine tolle Aussicht über die Stadt. In der rechten Bildmitte erkennt man das Schloss.

 

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Meine Schlafstätte in Oslo war übrigens die Haupthalle des Flughafens Gardermoen. Gar nicht so unbequem, nur etwas kalt. Aber mit Windjacke und Badetuch zugedeckt ging’s dann. Wieso das ganze? Mir waren die Herbergen in der Stadt schlicht zu teuer. Sowieso ist Norwegen die Hölle für Sparfüchse. Ein Restaurant hab’ ich gar nie betreten, und mich eigentlich nur von Hahnenwasser, Knäckebrot, Äpfeln, Hot Dogs und ab und zu mal einem Salat ernährt. Trotzdem schrumpfte das Ersparte mit Lichtgeschwindigkeit (nur noch geschlagen vom Bauchumfang)

Eine kleine Preis-Übersicht...;)

 

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Aber Norwegen bietet natürlich auch was fürs Geld, und damit geht’s jetzt weiter.

 

Nächste Station ist Stavanger an der südlichen Westküste. Bötchen, Schiffe, und im Hintergrund die typischen Holzhäuser dominieren die Szenerie

 

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Stavanger liegt am Eingang des Lysefjordes (Licht-Fjord), so genannt wegen des ihn umgebenden, hellen Gesteins

 

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Hauptattraktion ist aber der Preikestolen (Predigerstuhl), ein Felsplateau 604m über dem Meer, von dem man eine tolle Aussicht geniesst. Die Wanderung hoch ist mit 2 Stunden veranschlagt – ich hätte das um die übliche halbe Stunde unterboten, hätten nicht Horden bergunerfahrener Asiaten die Schlüsselstellen verstopft...;)

 

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Als Entspannung gab’s am Abend dann wenigstens tolle Stimmungen zu bestaunen – die Jugendherberge lag direkt am See.

 

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Weiter geht’s in die Kulturstadt Bergen, etwas weiter nördlich. Die Stadt platzt regelmässig aus den Nähten, weil die Touristen in Scharen herbeiströmen, vor allem, um die alten hanseatischen Häuser von tyske brygge (Deutsche Brücke) zu bestaunen...

 

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Viel mehr hat Bergen nicht zu bieten (schon gar nicht bei Regen), und so gibt’s halt noch eine Totale der Häuserzeile – seit 1944 im angrenzenden Hafen ein Munitionsschiff explodierte, stehen die netten Häuschen halt etwas schief...;)

 

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Bergen, die „Stadt des Regens“ (248 Regentage im Jahr, 30 mehr als London :D ), zeigte sich von ihrer nassesten Seite, und so machte ich mich zwei Tage später auf die Weiterreise. Es ging mit einem herrlichen Fjordcruise ins Landesinnere, stets auf dem 204km (!) langen Sognefjord.

 

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Man bedenke, dies ist kein Bergsee, sondern noch immer Meer!

 

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Und noch ein Bildchen, wir haben unser Ziel, den engen Naerøyfjord erreicht

 

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Wasserfälle gehören untrennbar zu den Fjordlandschaften. Der Sage nach entstehen sie, wenn die in den Wäldern lebenden Trolle mal Wasser lassen müssen...;)

 

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Nächster Tag, es geht von Meereshöhe mit Bahn und Bus weiter ins Landesinnere, zum Gjende-See, 1000m.ü.M.

 

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Nur mit schönen Spiegel-Bildchen geb’ ich mich aber nicht zufrieden, und so begab ich mich auf eine nächste Wanderung. Es stand der Beseggen (Sensen-Grat) an, der rund 600 Meter über dem See verläuft und an einigen Stellen nur 10 Meter breit ist...

 

Der Lohn für die fünfstündige Plackerei, gespickt mit panischen Momentchen wenn ich mal wieder den Halt eines Steines überschätzt hatte ;)

 

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Wie klein wird der Mensch im Angesicht dieser gigantischen Natur?

 

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Gleich nach der 7-stündigen Wanderung ging es auf den Bus, und nach 4 Stunden Fahrt war ich wieder auf Meereshöhe angelangt, im Geirangerfjord, der als der schönste gilt. Leider stauten sich darin die Wolken und versteckten die Schönheit etwas...

 

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Ein Highlight gab’s trotzdem, den Wasserfall namens syv søstre (Sieben Schwestern).

 

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Am nächsten Tag ging’s weiter in die Jugendstil-Stadt Ålesund, vor allem das Panorama vom Hausberg ist phantastisch

 

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Ein Panorama vom nächsten Morgen, die Aussicht ist einfach zu schön!

 

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Aber auch im Städtchen selbst ist was los!

 

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1904 vernichtete ein verheerender Brand 800 Häuser im Stadtkern. Doch in nur 3 Jahren war alles wieder aufgebaut, und zwar im damaligen Baustil, dem Jugendstil.

 

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Von Ålesund geht’s weiter in die nächste Kulturmetropole, Trondheim. Einst war sie die Hauptstadt Norwegens, und aus dieser Zeit stammt auch der gigantische Nidaros-Dom, die grösste Kirche Skandinaviens

 

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Nahaufnahme:

 

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Eine weitere Attraktion sind die farbenfrohen, alten Speicherhäuser, die nun grösstenteils in Wohnungen und Geschäften Platz bieten.

 

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Von Trondheim machen wir einen grooossen Sprung, es geht rund 700km in Richtung Norden, in die unscheinbare Bezirkshauptstadt Bodø. Nach der Ankunft mit dem Nachtzug hielt es mich aber nur zwei Stunden dort, dann boardete ich die Fähre auf die Lofoten.

 

Mal ein Häppchen für zwischendurch:

 

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Unterwegs zu den Lofoten passieren wir skurrile Felsformationen...

 

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Doch das Eindrücklichste steht noch bevor. Nach zwei Stunden erhebt sich plötzlich der eindrückliche „Lofoten-Wall“ aus dem Meer.

Beim Näherkommen löst der sich langsam in einzelne Felsmassive auf, die aber nicht minder imposant sind (Bildqualität suboptimal, ich weiss...):

 

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Ankunft im Fischerdörfchen Å, das heute zwar mehr Touristen als Fische zu Gesicht bekommt, aber noch immer seinen typischen Charme behalten konnte

 

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Beim Nachbardorf Reine ist es weniger der Charme der Bauten als der monumentale Hintergrund, der dieses Dörfchen einst die Wahl zum „schönsten Ort Norwegens“ gewinnen liess...

 

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Doch nicht überall floriert das Business...(gefällt mir als Foto-Motiv unglaublich gut!)

 

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Tja, wie das halt so ist, auf den abgeschiedenen Inseln :)

Man möge doch die Gelegenheit nutzen und das Norwegische auch lesen und dann mit dem Deutschen vergleichen – wie man sieht, mit dem Verstehen ist das gar nicht so eine Sache

 

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Ein weiteres kleines Fischerdörfchen, Hamnøy

 

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Und ein frühmorgendlicher Blick (6 Uhr, übrigens) auf mein Quartier für 3 Nächte ;)

 

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Dann gab’s mal wieder was für die Fitness, in zweistündiger Plackerei wurde der 448 Meter hohe Reinebringen erklommen – die Aussicht war etwas vom besten, das ich je gesehen habe...!

 

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Da muss auch noch ein Panorama rein ;)

 

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Von den Lofoten ging’s über die scheussliche Erzstadt Narvik weiter nach Tromsø, der lebendigen Studentenstadt 500km nördlich des Polarkreises. Bei der Ankunft der Schreck: Kein einziges Zimmer mehr frei. Unter freiem Himmel zu übernachten ist bei 6°C auch keine Option. Also ab an die Notschlafstelle Airport. An der Busstation treffe ich noch einen netten Studenten, der mir seine Nummer gibt und mir anbietet, notfalls bei ihm schlafen zu können, sollte der Airport geschlossen sein.

Dreimal dürft ihr raten, was passierte – der Flughafen war nachts um 10 schon dunkel und verriegelt. Und wirklich, der nette Helfer von der Busstation hielt sein Versprechen – Gott sei Dank!

So überlebte ich also, und konnte am nächsten Morgen vom Hausberg folgenden Ausblick geniessen.

 

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Im Vordergrund, am nahen Ende der Brücke die bekannte Eismeer-Kathedrale. Auf der Rückseite der Tromsøya (Tromsø-Insel) ist auch der Airport erkennbar. Auch da muss ich noch ein Panorama bringen, man notiere Regenschauer und –bogen!

 

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Die äusserst ästhetische Brücke prägt das Stadtbild

 

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Hauptsehenswürdigkeit ist aber klar die Eismeerkathedrale, deren Architektur an die Holzkonstrukte erinnert, an denen in der Region der Stockfisch zum Trocknen aufgehängt wird.

 

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Am nächsten Tag ging’s auf See – mit dem Luxusschiff der Hurtigruten über Nacht weiter nördlich nach Hammerfest. Kurz vor Sonnenuntergang:

 

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Die Hurtigrute (Schnell-Route) hat eine lange Tradition. 1893 als Postschiffroute entlang der Küste eingerichtet, kamen im Laufe der Jahre immer mehr Häfen dazu. Heute macht sich täglich ein Schiff von Bergen im Süden auf die 11-tägige Reise in den äussersten Norden nach Kirkenes und zurück. Hauptkunden sind heute Touristen („Eine der schönsten Seereisen der Welt!“), aber auch für die abgeschiedenen Küstenorte ist die Verbindung eine wichtige Lebensader.

 

Wir treffen auf hoher See auf die „Nordkapp“ (Baujahr 1996)

 

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Nach einer kurzen Nacht auf einem Sofa (eine Kabine erlaubte mein Budget nicht :)) erreichen wir um 05:20 Hammerfest, die laut Slogan nördlichste Stadt der Welt (stimmt nicht, mehr dazu später :))

 

Eine der seltenen Sonnenminuten genutzt für eine Übersicht. Wirklich viel Charme versprüht die Stadt nicht, historische Bausubstanz ist dank H.itler auch kaum auszumachen. Nur die Ölanlagen ziehen einen in ihren Bann.

 

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Von Hammerfest ging’s weiter nach Honningsvåg noch weiter nördlich. Schliesslich bin ich nur Kilometer von meinem Ziel, dem Nordkap entfernt, auf der treffend benamsten Insel Magerøya (Magere Insel)

 

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Kurz vor dem Nordkap hüpfte ich jedoch aus dem Bus und machte mich auf eine 9km-Wanderung durch eine schlammig-steinige Einöde. Ziel: Die unspektakuläre Landzunge Knivskjelodden , der wirklich nördlichste Punkt Festlandeuropas.

Als Lohn für die Anstrengung (notiere rechtes Hosenbein) kann man dann mit stolzerfüllter Brust und dämlichem Grinsen vor dem „lächerlichen Touristenkap“ posieren :)

 

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Gut, imposant ist es ja schon :)

 

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So sieht es in der Gegend aus. Man denke sich hinzu: 6° Celsius, nasse Schuhe und einen äusserst bissigen Wind ;)

 

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Dann ging’s auch für mich zum Touristenkapp, und da nur zwei Busse im Abstand von 14 Stunden täglich da hinfahren musste ich halt vom Ausgangspunkt meiner Wanderung die letzten 7km auch noch zu Fuss gehen. Wenigstens sparte ich mir so den Eintritt von 30€ (!!), den jeder Fahrzeuginsasse für den Zugang zum Nordkap zu bezahlen hat.

Unterwegs traf ich diesen Kollegen hier:

 

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Während des vierstündigen Wartens auf meinen um Mitternacht fahrenden Bus beobachtete ich amüsiert, wie man es nur bis zu den Knien in Schlamm getaucht und mit 25 Kilometern in den Beinen kann, die ausgelassenen, südländischen Touristenhorden, die frenetisch ihre Leistung feierten, durch schlichtes im-Car-sitzen und im-Fünfsternhotel-schlafen so weit nördlich vorgedrungen zu sein. Und dann hielten sie es auch noch für den nördlichsten Punkt Europas *gröööhl* :)

 

Obligates Foto des vielfotografierten Monuments, um Punkt Mitternacht *bibber*

 

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Nach dem Nordkapp-Abenteuer bin ich zurück in meiner „Basis“, dem Städtchen Honningsvåg, das nun wirklich das nördlichste Europas ist (nicht der Welt). Lustige Anekdote: Honningsvåg hat erst 1998 das Stadtrecht bekommen. Doch da sie schon das Nordkap als Touristenattraktion haben, darf Hammerfest weiterhin mit „die nördlichste Stadt der Welt“ werben....

 

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Meine letzte Busfahrt führte in 13 Stunden durch unendliche Wald- und Wasserlandschaften. In Karasjok, der Hauptstadt des Nomadenvolkes der Samen, gab’s einen dreistündigen Zwischenstopp: Der Intercitybus musste kurz als Schulbus aushelfen. Im Hintergrund ist das Samenparlament (nicht verwandt mit der Samenbank) zu erkennen ;)

 

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Schliesslich habe ich es geschafft, ich bin in Kirkenes angekommen. Russland ist nur noch 12 Kilometer entfernt, und ich bin nun so weit östlich wie Kairo oder Istanbul.

Auch sonst merkt man die Östlichkeit. Sonnenuntergang „schon“ um 9, Sonnenaufgang um 03:20 ;)

 

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So, und damit endet auch dieser Trip-Report. Ich hoffe natürlich, er hat gefallen, und ich konnte in Bild und Text etwas von den unbeschreiblichen Schönheiten dieses Landes weitergeben.

 

Wen es nun auch juckt – ich kann Norwegen wirklich nur empfehlen!

Das Land bietet eine Vielzahl an imposanten Landschaften und dazu auch viele schöne Städtchen mit langer Geschichte (im Gegensatz zu Neuseeland). Alle Sehenswürdigkeiten sind (mehr oder weniger gut) mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen, auch gibt es an vielen dieser Orte hochwertige Jugendherbergen. Noch besser (und viel billiger!) ist es jedoch, mit dem eigenen Fahrzeug zu reisen und zu campen, denn dies ist in Norwegen überall gestattet, nur den Mindestabstand von 300 Meter zur nächsten Siedlung gilt es einzuhalten.

Der Lebensstandard ist ausserordentlich hoch, ebenso die Sicherheit (Norweger schliessen ihre Haustüren eigentlich nie ab...).

 

Erschwerender Umstand Nr.1 ist das Wetter. Einen "schönen Tag" hatte ich in fast 4 Wochen nie. Meist war es mehr oder weniger bewölkt, die oben gezeigten Sonnenshots bedurften manchmal einstündigen Abwartens von Sonnenlöchern oder Regenpausen :)

Negativ zu bewerten sind auch die astronomisch hohen Preise, die nicht immer den Wert der erhaltenen Leistung widerspiegeln. Aber wer bereit ist, etwas Geld zu opfern, und durch penible Planung (und ggf. Fasten, wie ich ;)) die Ausgaben zu reduzieren, der wird wohl um einige atemberaubende Eindrücke reicher zurückkehren. Oder wie’s der Kollege vom Lonely Planet so schön formuliert hat: „Yes, Norway is expensive. But it is one place you can’t afford to miss“.

 

 

Danke für’s Lesen! Kommentare sind natürlich herzlichst willkommen, ebenso etwaige Fragen - die meisten Touristengebieten und -fallen kenne ich nun :)

 

Herzliche Grüsse,

 

Tis

 

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