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18.01.2015 | Piper PA-24 Comanche | D-EERZ | Absturz Kreis Göppingen


simones

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Jetzt scheint es so gut wie amtlich zu sein: Wolfgang Dallach, Kunstflug-Vize-Weltmeister und Konstrukteur der Diabolo und D4 Fascination, sowie seine Lebensgefährtin starben bei dem Absturz.

Er flog mit einer Piper PA-24 Comanche D-EERZ,  aus ungeklärter Ursache stürzte er dann in die Wohnsiedlung.

 

http://www.bild.de/regional/stuttgart/flugzeugabsturz/in-wohngebiet-39389710.bild.html

 

Wieder einer der großen Piloten weniger! :-(

Bearbeitet von HHS
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Trudelunfall und Kunstflug Vize Weltmeister, da stimmt irgend etwas nicht.

 

«Es flog zuerst gegen eine Strassenlaterne und zerschellte dann an einer Garage (...) Die Trümmerteile verteilten sich über mehrere Vorgärten.»

 

Also definitiv kein Trudelunfall, egal, was zufällig ausgewählte Fussgänger sagen und die «so gut wie amtliche» Blöd schreibt.

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Zumindest war das Trudeln schon ausgeweitet, wenn es denn überhaupt stattgefunden hat.

 

Die weite Verteilung der Schäden/Trümmer spricht aber eher für den fehlgeschlagenen Versuch entweder im Wohngebiet zu landen oder über den Ort noch drüber weg zu fliegen und dahinter zu landen.

 

Florian

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Trudelunfall und Kunstflug Vize Weltmeister, da stimmt irgend etwas nicht.          

Absolut erfahrener Oldtimerpilot mit Kunstflugberechtigung trudelt eine Saab Saphir (und auf dem Photo sieht man alle 3 Ruder falsch ausgeschlagen...), Vize-Kunstflugweltmeister trudelt eine Piper, es ist einfach unfassbar zu was Menschen fähig sind, die es offensichtlich besser wissen und schon tausendmal besser gemacht haben. Solche Fälle gehen auch über das hinaus, was Unfalluntersucher leisten können. Es gibt Tage, da zweifele ich daran, dass der Mensch zum Fliegen gemacht ist.

Und wieder geht der Fliegerwelt ein Original verloren, das sicher nicht unumstritten war, aber ganz klar zu den Großen gehört hat, die die Fliegerei nachhaltig beeinflusst haben.

 

Gruß

Ralf

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Zumindest war das Trudeln schon ausgeweitet, wenn es denn überhaupt stattgefunden hat.

 

Die weite Verteilung der Schäden/Trümmer spricht aber eher für den fehlgeschlagenen Versuch entweder im Wohngebiet zu landen oder über den Ort noch drüber weg zu fliegen und dahinter zu landen.

 

Florian

So wie die Maschine ausschaut, sind die Tanks aufgeplatzt aber es hat (Gott sei dank) nicht gebrannt.

Könnte es Treibstoffmangel gewesen sein?

 

Nur mal so

 

Thomas

Bearbeitet von Pallianer
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Könnte es Treibstoffmangel gewesen sein?

 

Ja, es könnte Treibstoffmangel gewesen sein. Es könnte auch ein verklemmter Vergaser gewesen sein. Es könnte aber auch ein Kurbelwellenbruch gewesen sein. Oder es könnte natürlich auch ein Herzinfarkt gewesen sein. Es könnte … Wer bietet mehr?

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Gemäss der Stuttgarter Zeitung schlug das Flugzeug am nordöstlichen Ortsrand von Rechbergshausen ein. Die Zeitung schreibt: 

... war das Flugzeug über die Felder von Birenbach her gekommen. Es verlor an Höhe und streifte ein Mehrfamilienhaus in der Oberhäuser Straße ... zog eine Schneise durch die angrenzenden Gärten, schlug im Anschluss in die Garage eines Hauses in der Albstraße ein ...


So, und nun könnt Ihr in Google-Maps nachschauen und weiterspekulieren.

Bearbeitet von fm70
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Ja, es könnte Treibstoffmangel gewesen sein. Es könnte auch ein verklemmter Vergaser gewesen sein. Es könnte aber auch ein Kurbelwellenbruch gewesen sein. Oder es könnte natürlich auch ein Herzinfarkt gewesen sein. Es könnte … Wer bietet mehr?

Hallo Fritz,

 

bei allen "es könnte Möglichkeiten" und vollen Tanks hätte ich am Ende bei dieser Zerstörung einen Brand erwartet.

Da war aber nichts, das war der Grund für meinen Post.

 

Viele Grüße

 

                              Thomas

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Absolut erfahrener Oldtimerpilot .......es ist einfach unfassbar zu was Menschen fähig sind, die es offensichtlich besser wissen ........

Sterben kann man eben nicht lernen, nicht simulieren und sich auch nicht theoretisch erarbeiten. Mögen Dir einschlägige Erfahrungen und Erkenntnisse auch weiterhin erspart bleiben.

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Wenn man sich mal die Berichte anschaut und den Flugweg nachvollzieht, dann ist er tief über freies Feld auf ein Wohngebiet zugeflogen. Das ist in einer Notsituation doch eher ungewöhnlich, wenn man die Notlandefelder direkt unter sich hat.

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In der Tat ist das Szenario "Versucht über das Dorf noch eine freie Ladefläche zu erreichen" nach Unfallort und berichteter Flugweg eher unwahrscheinlich. 

 

Kennt jemand das Wetter zum Unfallzeitpunkt?

 

Florian

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Sterben kann man eben nicht lernen, nicht simulieren und sich auch nicht theoretisch erarbeiten. Mögen Dir einschlägige Erfahrungen und Erkenntnisse auch weiterhin erspart bleiben.

Wenn ich von "Menschen" spreche, beziehe ich mich da ausdrücklich mit ein. Auch in mir schlummert vermutlich noch ein Neandertaler, der im unpassendsten Zeitpunkt zum Vorschein kommen kann. Diese Erkenntnis ist mir somit zutiefst bewusst, und eben nicht erspart geblieben. Derartige Unfälle erinnern einen da immer sehr schmerzhaft dran.

 

Gruß

Ralf

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Wenn ich von "Menschen" spreche, beziehe ich mich da ausdrücklich mit ein. Auch in mir schlummert vermutlich noch ein Neandertaler, der im unpassendsten Zeitpunkt zum Vorschein kommen kann. Diese Erkenntnis ist mir somit zutiefst bewusst, und eben nicht erspart geblieben. Derartige Unfälle erinnern einen da immer sehr schmerzhaft dran.

 

Gruß

Ralf

Ich glaube auch, daß uns immer - wie in solchen Fällen - eine zutiefst menschliche Eigenschaft zum Verhängnis werden kann. Je besser man in einer Sache ist, um zu größer wird die gefühlte Sicherheit in diesem Metier, was überhaupt nichts mit Selbstüberschätzung zu tun haben muß, weil sie von einem gesunden, weil bestätigten Selbstvertrauen kommt.  Und das wiederum kann, auch wenn man sich dessen bewußt ist und, trotz bester Vorsätze, zu einem Nachlassen der größtmöglichen Vorsicht im falschen Moment beitragen. Wem wäre das noch nicht passiert? Wer sich weniger sicher ist, ist vielleicht im entscheidenden Moment eine Spur vorsichtiger, oder traut sich einfach weniger.

Der bei solchen Betrachtungen oft - meist in abwertender Weise - herbeigezogene Vergleich mit unseren Vorfahren aus dem Neandertal triftt m.E. auch nicht den Punkt. Auch die Menschen dieser Aera haben Großartiges vollbracht, indem sie mit den ihnen zur Verfügung stehenden Wissen und Mitteln, und trotz großer körperlicher Benachteilung (Kraft &, Schnelligkeit) überlebt haben, sodaß wir uns heute über sie lustig machen können (allein schon diese Schädelform, igitt). Vorsicht und Umsicht waren auch - oder gerade - in dieser Zeit Schlüsselqualifikationen beim Überleben (wage ich mal zu behaupten, auch ohne dabei gewesen zu sein).

Dabei haben mit Sicherheit die aus heutiger Sicht gerne geringgeschätzen Instinkte eine wichtige Rolle gespielt, in einem Leben, das -  im Gegensatz zu unserem - 365 Tage im Jahr und über die ganzen 24 h des Tages lebensgefährlich war, und nicht nur für kurze Momente ein paar Mal im Leben.  Nur der Instinkt gewährleistet blitzschnelle, und trotzdem fehlerfreie situationsgerechte Handlungsabläufe, wie wir es bei unseren tierischen Verwandten noch bewundern können.

Das Problem ist nur, daß wir bei der Gestalung unserer modernen 'Welt' dieses wertvolle Potential nicht integriert haben wollten, sondern glauben, es wäre besser, instinktives Handeln zu unterbinden (ok, Kernkraftwerke kann man damit bestimmt nicht managen, aber die sind ja sowieso ein "Sündenfall" aus der Sicht der Natur).

 

Aber zurück zum Thema Fliegen. Ein bischen "Instinkt" unserer von Natur mit der Fähigkeit zum Fliegen ausgetatteten Mitbewohnenern dieser Erde, könnte vielleicht auch für uns das Fliegen ein bischen sicherer machen. Nur leider habe ich noch von keinem Forschungsprojekt gehört, das sich die Nutzung von Synergie-Effekten zum Ziel gesetzt hätte.

Drei beim Absturz in die falsche Richtung ausgeschlagene Ruder durch einen kunstflugerfahrenen Piloten würden dann vielleicht weniger wahrscheinlich. Just my 2 ct........

 

 

Achtung: diese Überlegungen haben ausdrücklich nicht speziell mit dem in diesem Thread behandelten Unfall zu tun, und sollen auch keinen Anlaß für Spekulationen dazu liefern.

Gruß

Manfred

Bearbeitet von DaMane
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Naja, das Problem ist eben, dass Instinkte (und deren körperliche Manifestationen, Adrenalin etc.) relativ einfache Handlungen 'erzwingen' wollen - erstarren, um nicht gesehen zu werden, wegrennen, kämpfen. Das alles ist nunmal eher hinderlich wenn es darum geht, eine komplexe Maschine zu bedienen.

Das hat nichts mit 'Geringschätzung' zu tun, sondern damit, dass unsere Lebensweise nicht mehr zu unseren Körpern passt.

Nebenbei, mit den Neandertalern sind wir ja sowieso nicht sonderlich eng verwandt, wobei mir die Idee gefällt, dass etwas von deren Erbgut in uns überlebt haben könnte.

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Ich glaube auch, daß uns immer - wie in solchen Fällen - eine zutiefst menschliche Eigenschaft zum Verhängnis werden kann. Je besser man in einer Sache ist, um zu größer wird die gefühlte Sicherheit in diesem Metier, was überhaupt nichts mit Selbstüberschätzung zu tun haben muß, weil sie von einem gesunden, weil bestätigten Selbstvertrauen kommt.  Und das wiederum kann, auch wenn man sich dessen bewußt ist und, trotz bester Vorsätze, zu einem Nachlassen der größtmöglichen Vorsicht im falschen Moment beitragen. Wem wäre das noch nicht passiert? Wer sich weniger sicher ist, ist vielleicht im entscheidenden Moment eine Spur vorsichtiger.

Der bei solchen Betrachtungen oft - meist in abwertender Weise - herbeigezogene Vergleich mit unseren Vorfahren aus dem Neandertal triftt m.E. auch nicht den Punkt. Auch die Menschen dieser Aera haben Großartiges vollbracht, indem sie mit den ihnen zur Verfügung stehenden Wissen und Mitteln, und trotz großer körperlicher Benachteilung (Kraft &, Schnelligkeit) überlebt haben, sodaß wir uns heute über sie lustig machen können (allein schon diese Schädelform, igitt). Vorsicht und Umsicht waren auch - oder gerade - in dieser Zeit Schlüsselqualifikationen beim Überleben (wage ich mal zu behaupten, auch ohne dabei gewesen zu sein).

Dabei haben mit Sicherheit die aus heutiger Sicht gerne geringgeschätzen Instinkte eine wichtige Rolle gespielt, in einem Leben, das -  im Gegensatz zu unserem - 365 Tage im Jahr und über die ganzen 24 h des Tages lebensgefährlich war, und nicht nur für kurze Momente ein paar Mal im Leben.  Nur der Instinkt gewährleistet blitzschnelle, und trotzdem fehlerfreie situationsgerechte Handlungsabläufe, wie wir es bei unseren tierischen Verwandten noch bewundern können.

Das Problem ist nur, daß wir bei der Gestalung unserer modernen 'Welt' dieses wertvolle Potential nicht integriert haben wollten, sondern glauben, es wäre besser, instinktives Handeln zu unterbinden (ok, Kernkraftwerke kann man damit bestimmt nicht managen, aber die sind ja sowieso ein "Sündenfall" aus der Sicht der Natur).

 

Aber zurück zum Thema Fliegen. Ein bischen "Instinkt" unserer von Natur mit der Fähigkeit zum Fliegen ausgetatteten Mitbewohnenern dieser Erde, könnte vielleicht auch für uns das Fliegen ein bischen sicherer machen. Nur leider habe ich noch von keinem Forschungsprojekt gehört, das sich die Nutzung von Synergie-Effekten zum Ziel gesetzt hätte.

Drei beim Absturz in die falsche Richtung ausgeschlagene Ruder durch einen kunstflugerfahrenen Piloten würden dann vielleicht weniger wahrscheinlich. Just my 2 ct........

 

 

Achtung: diese Überlegungen haben ausdrücklich nicht speziell mit dem in diesem Thread behandelten Unfall zu tun, und sollen auch keinen Anlaß für Spekulationen dazu liefern.

Gruß

Manfred

Und welche speziellen Trainingsprogramme können helfen, diese hier beschriebenen menschlichen Handicaps zu eliminieren? Was unternehmen die Fluggesellschaften, um solche menschliche Vorkommnisse zu eliminieren?

 

Es bleibt anzumerken, das die Ehefrau mit an Bord war, und diese Ehefrau möglicherweise Grundkenntnisse von ihren Ehemann bekommen hat. So eine Art Pitch Hinter Kurse können Leben retten, wenn wirklich mal ein Ausfall des ein mann gesteuerten Flugzeug vorkommen sollte.

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Es bleibt anzumerken, das die Ehefrau mit an Bord war, und diese Ehefrau möglicherweise Grundkenntnisse von ihren Ehemann bekommen hat. So eine Art Pitch Hinter Kurse können Leben retten, wenn wirklich mal ein Ausfall des ein mann gesteuerten Flugzeug vorkommen sollte.

 

Es war die Lebensgefährtin, nicht Ehefrau. 

Neuere Zeugenaussagen sprechen nicht mehr von Trudeln, sondern nur von auffälligen Flugmanövern.

Seine Fliegerkollegen aus seinem Verein befürchten eher gesundheitliche Probleme. 

 

http://www.swp.de/goeppingen/lokales/landkreis_gp/Aufwendige-Bergung-nach-Flugzeugabsturz-von-Wolfgang-Dallach;art1210078,3001293

 

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.flugzeugabsturz-in-rechberghausen-der-tote-pilot-wird-obduziert.71f01b03-a460-4d76-8126-11b7ed5dca6c.html

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Und welche speziellen Trainingsprogramme können helfen, diese hier beschriebenen menschlichen Handicaps zu eliminieren? Was unternehmen die Fluggesellschaften, um solche menschliche Vorkommnisse zu eliminieren?

........

 

Ich habe nicht behauptet, daß ich eine Lösung wüßte. Es war nur ein Versuch zu verstehen, was der Grund sein kann, daß selbst Ausnahmepiloten vom Himmel fallen (können).

Solange man nicht weiß was überhaupt vorgefallen ist, kann man auch nicht sagen, wie es zu verhindern gewesen wäre.

 

Gruß

Manfred

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Ohne hier peteätlos erscheinen zu wollen...

Manchmal ist man offensichtlich mit der flugerfahrenen Ehefrau besser bedient, als mit der hübscheren Lebensgefährtin :blush:

 

Auffällige Flugmanöver können natürlich auch technische Ursachen haben.

 

Bereits im tiefer gelegenen Birenbach soll die Piper kurz zuvor fast den Boden berührt haben, bevor die Maschine wieder hochzog und den Hang hinauf Richtung Rechberghausen flog.

Könnte also auch ein Problem mit der Höhensteuerung (blockiert durch Fremdkörper, Steuerseil gerissen...) gewesen sein.

Zwischen Birenbach und Rechberghausen gibt es jedenfalls hinreichend große Felder für eine Notlandung. Sehr, sehr komisch.

Die Presse meldet ähnliches.

 

Vier Tage nach dem Absturz einer viersitzigen Piper PA-24 Comanche auf dem Sonnenberg in Rechberghausen gibt es Anzeichen für einen technischen Defekt an der Maschine vor dem Absturz.

allerdings klingt es eher nach einer Räuberpistole...

 

Horst Baur, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Ulm, bestätigte am Donnerstag Hinweise, dass der Pilot aus dem Cockpit per Handy den Flugplatz in Heubach angerufen hatte. In dem Telefonat soll er den Ausfall der Bordelektrik der 45 Jahre alten Maschine gemeldet haben.

Eher unwahrscheinlich, dass ein Elektrikausfall zu so einem Problem werden kann. Es sei denn, ein Kabelbrand vergiftet einen, aber das ware ja problemlos nachzuweisen, da das Wrack ja nicht ausgebrannt ist.

Ein Elektrikproblem mit der Tankanzeige hingegen könnte zumindest erklären, warum es zu keinem Brand gekommen ist... Aber Wolfgang traue ich nun wirklich zu, ein Flugzeug notzulanden wenn der Motor zickt.

 

Definitiv ein Unfallbericht auf den man gespannt sein kann.

 

Gruß

Ralf

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allerdings klingt es eher nach einer Räuberpistole...

Na ja, denke die meinen exakt das was dann folgt, dass der Pilot offenbar noch per Handy in Heubach angerufen hat und einen elektrischen Defekt gemeldet hat, was ein technischer Defekt ist. Sooo schlecht ist der Artikel eigentlich nicht.

 

Ein elektrischer Ausfall ist unter VFR/VMC kein grosses Problem, auch wenn er zu einer Mehrbelastung führt. Es wäre dann Alternate Gear Extension e.t.c. notwendig, heisst vor einer Rücklandung wären einige Dinge zu erledigen. Dazu kommt allenfalls noch der Versuch eines Debugging. Was ebenfalls noch möglich wäre ist natürlich dass eines der Geräte Gestank oder Rauch verbreitet hat im Cockpit, was dann zu einer Sichtminderung führen kann, ebenso im schlimmsten Fall sogar zum Orientierungsverlust. Wie Du richtig sagst, das wäre aber nachzuweisen. Was mich ebenfalls interessieren würde, die Commanche hat ein recht komplexes Fuel System, wenn die Elektrik weg ist, fallen auch die Tankanzeigen aus. Würde in einer solchen Situation ein Tank in tiefer Höhe leergeflogen, ist das auch eine recht ungemütliche Situation.

 

Für mich stellt sich die Frage, wieso die Maschine so tief unterwegs war. Wollte Dallach notlanden oder blieb er unter einer möglichen Wolkendecke? Wurde er durch den Defekt, was auch immer dieser war, abgelenkt?

 

Das wir uns Gedanken machen drüber ist logisch und natürlich, gerade wenn ein so erfahrener Pilot involviert ist, denn es führt jedem von uns vor Augen, dass selbst jemand wie Wolfgang Dallach in eine Situation kommen kann, die dann so endet. Umsomehr hoffe ich auf eine vollständige Aufklärung, denn nur von einer solchen können wir lernen.

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dass der Pilot offenbar noch per Handy in Heubach angerufen hat und einen elektrischen Defekt gemeldet hat,

Wäre das deine größte Priorität, wenn du ein technisches Problem hast? Am Flughafen mit dem Handy anrufen?

 

 

Es wäre dann Alternate Gear Extension e.t.c. notwendig, heisst vor einer Rücklandung wären einige Dinge zu erledigen.

Probleme mit der alternate gear extension könnten natürlich (Gerade bei einem Kustflugpiloten) ein paar high-g Flugmanöver erklären, um das Fahrwerk loszurütteln. Diverse AFMs beschreiben das durchaus als Standardmethode (siehe z.B. den Unfallbericht der Fokker-Notlandung in Stuttgart). Bei niedrigen Wolken kann das bedeuten, dass man auch mal etwas tiefer gehen muss um einen ordentlichen Abfangbogen fliegen zu können. Eine geplante Bauchlandung würde natürlich auch ein Telefonat mit dem Flughafen rechtfertigen.

Das Fahrwerk der Commanche fährt elektrisch?

 

Gruß

Ralf

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Hallo Ralf,

 

höchste Priorität ist immer fliegen. Irgendwann aber kommt durchaus auch die Kommunikation und da macht es Sinn, einen Landeplatz wie Heubach zu informieren, wenn man zurückkommt ohne Funk oder mit sonstigen Problemen, die eine abnormale Landung erwarten lassen. Und wenn man die Nummer zur Hand hat wieso nicht.

 

Das PA24 Fahrwerk fährt elektrisch. Im einem POH, dass ich auf die Schnelle gefunden habe, wird bei elektrischen Problemen auf die Manual Gear Extension verwiesen. Diese erfolgt durch das auskoppeln des Motors und Freefall sowie die Betätigung eines Hebels.

 

POH PA24-250 Commanche

 

Auf den Zeitungsbildern würde es danach aussehen, als ob das Bugfahrwerk eingefahren war, die anderen kann man nicht sehen. Muss bei dem Zerstörungsgrad aber nicht der Zustand vor dem Aufschlag sein.

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