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Etwas Nostalgie im Strassenverkehr


Walter Fischer

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Walter Fischer

 

Man beachte ab 03:55 die klare Ordnung des Fahrzeug Vortrittes ;-)

 

Und die Autos: Alles eigenständige Charaktere, von weitem zu unterscheiden. Mit vielen von diesen bin ich noch selbst gefahren (worden).

 

Gruss Walti

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Walti, danke für das Video.

Bei den Überholmanövern wird mir übel! Ich machte das Billett im Januar 1963. War ich eventuell auch so ein Idiot?

 

Und dann der Fussgängerstreifen in der Kurve! Heute unmöglich.

 

Gruss Erich

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Und die Autos: Alles eigenständige Charaktere, von weitem zu unterscheiden. 

 

 

Danke für den tollen historischen Ausflug. Bei der Beurteilung der Vielfalt ist allerdings in meinen Augen viel historische Verklärung dabei. Nimmt man mal die ganzen Käfer weg, dann ist doch auch zu dieser Zeit schon viel Design-Einerlei vorhanden:

 

Abgesehen von einigen "Exoten" ist die Formansprache sehr einheitlich: Eine "integrale Front" mit Runden Scheinwerfern relativ weit aussen und dazwischen ein langer, gerader oder Leicht gebogener Kühlergrill, der aber oben und unten eingerahmt ist. Ob das dann ein DAF 55, NSU1200, ein Fiat 128, ein Renault 12 oder ein B-Kadett war, ist ziemlich egal.

 

Mercedes hat sich lange "gewehrt" und hat die Lampen noch etwas abgesetzt, ist dann aber im 240SL auch deutlich "flacher" geworden.

Selbst bei den Sportwagen dieser Zeit hat sich mit dem Ghibli die neue Design-Sprache durchgesetzt

Ford, die im P4 die Lampen noch etwas abgesetzt hatten, ist im P6 dann auch auf die neue Integral-Front gegangen. 

Selbst Fiat, die ja eigentlich mit ihrem Senkrechten Mittelgrill immer noch eine eigenständige Designsprache hatten, hat das im 124, 128 oder 850 nachgemacht. 

Bei Opel vollzieht sich der Wandel von den abgesetzten Lampen zur Einheitsfront relativ früh im Wechsel vom Rekord zum Rekord A bzw a zum B Kadett.

 

Florian

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Danke für den tollen historischen Ausflug. Bei der Beurteilung der Vielfalt ist allerdings in meinen Augen viel historische Verklärung dabei. Nimmt man mal die ganzen Käfer weg, dann ist doch auch zu dieser Zeit schon viel Design-Einerlei vorhanden:

.......................

Florian

......und alle hatten auch damals schon 4 Räder ;)

Trotzdem war jede Marke klar unterscheidbar. Zumindest die europäischen (bei den Japanern fiel es mir schon damals schwer) .  Wir alle haben auch Augen, Nase, Mund und Ohren in ähnlicher Größe und etwa an der gleichen Stelle, aber trotzdem unverwechselbare Gesichter.  Auch die Motoren hatten ihren eigenen Sound. Eine Alfa Giulia oder Fiat 600/850 hörten sich ganz anders an als ein Renault R4 (als Kind, das die Propeller-Ära noch voll miterlebt hat, konnte ich natürlich auch alle zeitgenössischen Kolben- und Turboprop-Airliner identifizieren, ohne dazu aus dem Fenster schauen zu müssen).

 

Was man sich heute überhaupt nicht mehr vorstellen kann ist der Gestank, dem wir damals ausgesetzt waren, aber wohl wg. Gewöhnung nicht mehr wahrgenommen haben. Wenn ich heute im Großstadtverkehr unterwegs bin und komme zufällig in die Nähe (=< 50 m Abstand) eines Oldtimers aus dem katalysatorfreien Vergaserzeitalter, rieche ich ihn meist schon, bevor ich ihn überhaupt gesehen habe.

 

Gruß

Manfred

Bearbeitet von DaMane
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Heute ist auch jede Marke klar unterscheidbar (wenn man vielleicht mal vom Porsche Cayenne absieht, den ich von hinten jederzeit für einen Hyundai halten würde). 

 

Ich finde halt, dass ein Opel Astra und ein Audi A3 heute sogar unterschiedlicher aussehen, als ein Fiat 128 und ein B-Kadett. 

 

Bei Sound gebe ich Dir dagegen vollumfänglich Recht: Durch die "Schallschutz"-Massnahmen der letzten 20 Jahre klingen heute alle Autos gleich (schrecklich) ....

 

Florian

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Was man sich heute überhaupt nicht mehr vorstellen kann ist der Gestank, dem wir damals ausgesetzt waren, aber wohl wg. Gewöhnung nicht mehr wahrgenommen haben. Wenn ich heute im Großstadtverkehr unterwegs bin und komme zufällig in die Nähe (=< 50 m Abstand) eines Oldtimers aus dem katalysatorfreien Vergaserzeitalter, rieche ich ihn meist schon, bevor ich ihn überhaupt gesehen habe.

Ich kann mich auch noch erinnern, dass ich als Kind eingeatmet habe, wenn ein Auto auf dem Schulweg vorbei fuhr. Ich hab den Geruch gemocht! Mama hat mir dann aber erklärt, dass das nicht gesund sei... :(

 

Was das Design angeht: Wenn natürlich fast alle Autos auf den gleichen Platformen basieren, sind die Möglichkeiten halt auch beschränkt. Aber wenn ich auch sehe, was da manchmal hässliches produziert wird, nur um etwas anderes Design zu machen...

 

PS: Das mit dem Fussgängerstreifen funktioniert noch fast überall auf der Welt genau so ;)

Bearbeitet von sirdir
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Wäre das Video in Farbe, würde man auch erkennen, wie langweilig die Bemalung der Autos mittlerweile geworden ist. Farbig sind eigentlich nur noch Firmenwagen, der Rest ist Weiss, Schwarz (ok, auch dunkle Grautöne gehören dazu...) oder silbern. Ab und zu mal Rot.

 

Ich frage mich manchmal, welches Auto (hochpreisige ausgenommen) heute noch das Potential hat, ein Klassiker zu werden. So wie es der Käfer, Döschwo, DS, Manta, VW Bus, Golf usw. heute sind. Mir fällt dazu nichts ein.

 

Gruss, Marcel, aufgewachsen in Saurer-City

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Ich frage mich manchmal, welches Auto (hochpreisige ausgenommen) heute noch das Potential hat, ein Klassiker zu werden. So wie es der Käfer, Döschwo, DS, Manta, VW Bus, Golf usw. heute sind. Mir fällt dazu nichts ein.

 

Das mit den Klassikern ist halt immer so eine Sache: Erstens erkennt man die echten Klassiker immer erst hinterher und zweitens sieht man an Deiner Liste gut, dass "Klassiker" eben auch aus Mangel entstehen. 

 

Warum ist denn der Käfer heute ein "Klassiker" - sicher nicht, weil er so ein tolle Auto war! Sondern vielmehr, weil es fast niemanden gibt, der vor 1970 geboren ist und nicht irgendein persönliches Erlebnis mit dem Käfer hat - ähnlich mit dem Golf für die 70er Generation. Heute hat man in jedem Segment viel mehr Auswahl, so dass die Prägung entsprechend schwächer ist.

Hinzu kommt: bei allen diesen Modellen ist der Mythos auch nicht unerheblich von Filmen geprägt worden - in einer Weise, wie sie heute wegen Product Placement verboten wären. 

 

Aber einige Autos fahren auch im "Normalpreissegment" schon rum, die das Zeug dazu haben, in 40 Jahren als Klassiker bezeichnet zu werden (ich weiss, die sind "alle Schrott", aber das sagt man über alle Autos "zu Lebzeiten"), z.B.:

- Smart

- Audi TT (der erste)

- Skoda Yeti

- Toyota Prius

 

Hierbei habe ich jetzt bewusst die durchaus auch stilbildenden (und damit Klassiker-Potential besitzenden) Neuauflagen alter Klassiker, wie Mini oder Fiat500 weggelassen.

 

Florian 

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Walter Fischer

Köstlich waren auch die schmalen Reiflein. Und da die sog. "Diagonal" Bauform. Das erlaubte mir damals mit dem Taxi nach dem "Central" in Zürich mit Hilfe der linken Fahrschiene des Tramgleises von der Weinbergstrasse bis zu Schaffhauserplatz zum Gaudi der Fahrgäste freihändig zu fahren. Nur bei der Einfahrtsweiche musste ich jeweils den Haspel nach rechts legen, um nicht in die Haltestelleninsel reinzuflutschen ;-)))

 

Gruss Walti

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Damals brauchte es als Verkehrsteilnehmer noch eine richtig dicke Haut (und viel Mut). Mir ging beim Film schauen durch den Kopf, wie wohl die damalige Verkehrstoten Statistik ausgesehen hat und hab mal gegoogelt. Leider geht der historische Vergleich beim Bundesamt für Statisik nur bis 1970 zurück http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/11/06/blank/01.html

 

Aber Walti hat schon recht, die Autos hatten einfach noch etwas, damals.

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Mir fiel schon öfters auf, wie klein die Autos damals doch waren... Heute werden "Kleinwagen" präsentiert, die nun wirklich keine mehr sind. Ic hahtte kürzlich einmal das Glück auf der Autbahn hinter einem neuen Mini herzufahren, der einen alten Mini überholte. Den Alten hätte man glatt quer in den Neuen hineinstelen können... (beim Gewicht wird es ähnlich aussehen).

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Damals brauchte es als Verkehrsteilnehmer noch eine richtig dicke Haut (und viel Mut). Mir ging beim Film schauen durch den Kopf, wie wohl die damalige Verkehrstoten Statistik ausgesehen hat und hab mal gegoogelt. Leider geht der historische Vergleich beim Bundesamt für Statisik nur bis 1970 zurück http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/11/06/blank/01.html

 

Aber Walti hat schon recht, die Autos hatten einfach noch etwas, damals.

 

Das werden die Menschen in 50 Jahren über die heutigen Autos auch sagen. Und man muss ja zugeben: So eine Achtspännige Postkutsche hat auch einfach etwas, was ein 7,5-Tonner nie haben wird, auch wenn er die Pakete viel schneller über die Alpen transportiert  ;)

 

Was die Verkehrstoten betrifft, so war zumindest in Deutschland 1970 auch das absolute Spitzenjahr (im negativen Sinne): Davor haben die Zahlen einfach deswegen noch zugenommen, weil die Motorisierung stark zugenommen hat. Schaut man sich die Anzahl der Verkehrstoten je zugelassenem KFZ oder je gefahrenem Kilometer an, so sieht man seit den 30er Jahren einen abnehmenden Trend. 

 

In Nostalgie schwelgen ist immer schön. Aber man darf dabei nicht vergessen, dass rein objektiv betrachtet die Autos was Nutzwert, Komfort und Sicherheit angeht heute halt schon um vieles besser sind, als vor 40 Jahren. Hinzu kommt, dass sich unsere Ansprüche extrem geändert haben: In den 60ern und 70ern fanden wir es noch toll, zu fünft (oder gar sechst) in einem Käfer in zwei Tagen über die Alpen an die Adria zu tuckern. Heute beschweren wir uns über zu wenig Sitzabstand bei einem 1,5-Stunden Flug nach Mallorca...

 

Florian

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Walter Fischer

Phach...8 spännige Kutsche, das macht ja 200 Kg pro PS.

Da lob ich mir diese Tuningvariante mit nur noch 100 Kg pro PS  ;-)

 

 

Gruss Walti

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Das mit den (wieder) immer grösser werdenden Kleinwagen ist mir auch aufgefallen. Besonders doof finde ich ja, dass es heute Mode ist, dass die Autos nach unten immer dicker werden. Eine riesen Platzverschwendung. Aber wahrscheinlich geht es wohl um Knautschzonen & Co.

Den alten Mini heute neu zuzulassen dürfte 'schwierig' sein.

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Den alten Mini heute neu zuzulassen dürfte 'schwierig' sein.

 

Das wäre zumindest in Deutschland völlig unmöglich!

 

Der hat nämlich keine Leuchtweitenregulierung und seit Anfang der 90er gelten hierzulande Autos ohne diese Funktion als ebenso gefährlich wie Plutonium, die ISIS oder krumme Salatgurken. 

 

In diesem Sinne,

Florian

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Walter Fischer

Und wann kommt endlich der Stromstoss in den Sitz der Fahrer, die bei 2000 Meter Sicht und leichtem Nieselregen die Nebelschlussleuchte eingeschaltet haben ?

 

Gruss Walti

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