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Neuseeland 2015 | 142 Bilder | 33MB | Teil 2: 3 Wochen per Mietauto unterwegs


FalconJockey

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TRIP REPORT NEW ZEALAND 2015 - TEIL 2

 

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Einleitung

Vor ein paar Wochen wurde der erste Teil meines Trip Reports veröffentlicht, in welchem wir Neuseeland im gemieteten Privatflugzeug erkundet hatten. Alle guten Dinge gehen leider viel zu schnell vorbei, sodass wir nach knapp 10 Tagen unser Flugzeug (ohne Kratzer, aber auch ohne Peilstab...) in Christchurch abstellten und die Reise ganz profan mit dem Mietwagen fortsetzten. Man war sogar so nett, uns gratis beim Aeroclub mit all unserem Gepäck abzuholen, um unser gebuchtes Auto in Empfang zu nehmen. Wir bekamen einen weißen Subaru Legacy Kombi fortgeschrittenen Alters, aber immer noch gut in Schuß. Dies würde unser Auto für die kommenden 18 Tage sein.

 

Solltest Du den ersten Teil verpasst haben, kannst Du ihn unter diesem Link finden.

 

 

Trip in die Neuseeländischen Alpen

 

Wir waren gerade aus Queenstown mit Flugzeug angekommen und hatten unterwegs Wanaka, Mount Cook, den Tasman Gletscher und viele schöne Landschaften gesehen und fuhren nun mit dem Auto in dieselbe Richtung zurück, weil Berge von unten anders als von oben aussehen. Behaupten manche.

 

Nach kurzem Einkauf ging es in knapp 3 Stunden nach Lake Tekapo, einem Örtchen am namensgebenden Schmelzwassersee. Wir waren in einen Backpacker eingebucht und hatten unser eigenes Zimmer, so wie eigentlich immer. Vor dem Abendessen wollten wir noch schnell runter an den See, um den Sonnenuntergang einzufangen.

 

 

Das Wasser war kalt - was bei Gebirgsseen so sein sollte

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Der Ostwind hatte uns bereits am Mittag auf dem Flug nach Christchurch Wolken in den Weg gestellt. In Lake Tekapo, hinter der ersten Gebirgsbarriere zwischen Küste und Hochplateau, flossen die Wolken herunter und lösten sich auf.

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Zurück im Backpacker wollten wir unser Abendessen zubereiten, mussten aber kurz warten bis eine Armada von Reiskochern wieder abgebaut war. Asiaten, vorallem Chinesen, reisen sehr häufig in kleinen Gruppen, anstatt individuell. Ein Grund wird wohl die Sprachbarriere sein und weil man sich so kulturell sicherer fühlt. Man kann z.B. "ungestraft" beim Essen schlürfen...

 

 

Am nächsten Tag fuhren wir eine relativ kurze Strecke in Richtung Mount Cook Village, um den Fuß des Mount Cook und den Tasman Glacier zu erreichen. Die Tasman Valley Road, die den State Highway und die Endmoräne des Tasman Glacier verbindet, ist schon seit Ewigkeiten für Mietwägen tabu (kein Versicherungsschutz), obwohl ich nie verstanden haben was so gefährlich sein soll. Als wir jetzt im Januar 2015 unterwegs waren, wurde sie sogar asphaltiert, wobei die Schotterpiste vorher auch keinerlei Probleme bereitet hatte.

 

 

Nach 10 bis 15 Minuten Fußmarsch und Aufstieg hat man von der Seitenmoräne des Gletschers diesen Ausblick auf den Gletschersee

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Man kann die vertikale Mächtigkeit der Seitenmoräne und die frühere Höhe des Gletschereises gut erahnen. Die kleinen Punkte im Wasser sind Kayaks - soviel zu den hier anzutreffenden Dimensionen

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Anstatt nun den normalen Touristenpfad zurück zum Parkplatz zu nehmen, wollten wir uns die Geröllhalde und das Seeufer bei gleißendem Sonnenschein genauer ansehen und stiegen von der Seitenmoräne zum See ab. Dies erfordert ein wenig Geschick, man muß sich eine optimale Route für dieses Steile Terrain suchen und auf Steinschlag achten. Belohnt wird man dafür mit wunderschönen Steinen, die man unterwegs findet.

 

Nach dem Abstieg, Blick zurück auf den Aussichtspunkt, von dem die vorherigen Fotos entstanden waren

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Die bunten Punkte sind Menschen

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Der Gletscher hat mächtigen Felsbrocken abgelegt

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Sogar Mount Cook gestattet uns einen selten klaren Blick

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Wir folgten der Moräne bis zum Abfluß des Sees, der den Lake Pukaki speist

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Nach über 2 Stunden in der Sonne war es nun aber an der Zeit, zum Auto zurückzukehren und für etwas Abkühlung zu sorgen. Wir fuhren zur Hauptstraße zurück und zu einem weiteren Aussichtspunkt, dieses Mal im Hooker Valley mit dem Hooker Glacier. Leider hatten wir nur Zeit, um zum nahen Aussichtspunkt zu gehen, direkt zum Gletscher sollte es nicht reichen.

 

 

Mueller Lake, das Hooker Valley mit Gletscher ist im Tal rechts davon zu finden. Auch hier kann man beeindruckend hohe Seitenmoränen des einstmals stolzen Gletschers unterhalb des Mount Sefton bewundern

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Es war nun an der Zeit, in Richtung Wanaka aufzubrechen, wo wir heute übernachten würden. Nach den vielen Stunden in der Sonne freuten wir uns schon auf eine Mahlzeit vom Grill!

 

Blick zurück auf den Mount Cook (Bildmitte). Im Tal rechts befindet sich der Tasman Glacier, links das Hooker Valley

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Am nächsten Tag ging es recht früh los, da wir ein strammes Fahrprogramm an die Westküste vor uns hatten. Genauer gesagt ging es wieder zum Mount Cook Massiv, nur auf der Westseite. Wir kamen, abgesehen von ein paar lahmen Touristen mit Camper Vans, die nicht Platz machten, gut voran. Die Strecke führte uns über den Haast Pass, wo der noch wilde Haast River durch eine enge Felsschlucht toste.

 

Der Haast River, ziemlich wild, obwohl Niedrigwasser herrschte!

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Der Haast Pass ist auch ein richtiges Sandfly-Loch! Wohlwissend hatten wir unsere Autotüren nur für wenige Sekunden geöffnet, doch trotzdem schlichen sich mehrere dieser Plagegeister in den Innenraum! Sie machten unser Leben bei der Weiterfahrt so schwer, dass sie uns zu einem ungeplanten Zwischenstop zwangen, um sie zu eliminieren. Hinterher erfuhren wir, dass es am effektivsten ist, wenn man die Heizung auf Maximum stellt und dann die Fenster öffnet. Hitze mögen sie nicht.

 

Nach 260 Straßenkilometern und knapp unter 3 Stunden Fahrtzeit erreichten wir den Ort Fox Glacier, wo wir unsere Freundin trafen, die in dieser Sommersaison als Guide auf dem zugehörigen Gletscher arbeitete. Sie hatte sich in den 2 Tagen danach freigenommen, um mit uns eine Gletschertour zu unternehmen, doch leider kündigte sich für den geplanten Tourtag eine Kaltfront mit Regen an. Aus diesem Grund wollten wir zunächst nur kurz zum offiziellen Aussichtspunkt für Touristen gehen, um uns die Lage anzusehen und am nächsten Tag anhand des tatsächlichen Wetters entscheiden.

 

 

Fox Glacier - mangels Niederschlägen hat er sich in den 4 Jahren seit meinem letzten Besuch stark zurückgezogen. Im März 2011 lag das Gletschertor noch ca. 500 Meter weiter unten im Tal, unweit des aktuellen Fotopunktes.

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Im Februar 2015 wurde ein Zeitraffervideo des Rückzugs veröffentlicht, welches Aufnahmen vom Januar 2014 bis zum Januar 2015 zeigt. Sehr beeindruckend: Vimeo Video

 

 

Kurz vor unserem Besuch brach die Front des Gletschers ein

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Blick hinauf zum ersten Eisfall

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Die Menschen sind auf dem vorherigen Foto vielleicht nicht aufgefallen, hier aber schon!

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Nach diesem kurzen Besuch am Fox, fuhren wir nach Franz-Josef Village, wo unsere Unterkunft gebucht war. 2011 hatte ich im Backpacker in Fox Glacier übernachtet, war davon aber gar nicht angetan. Der Backpacker in Franz-Josef hatte deutlich bessere Bewertungen, stellte sich aber auch als Nullnummer heraus. Grundregel: Häuser mit mehr als 30 Betten muß man meiden, wenn möglich.

 

 

Nach dem Abendessen fuhren wir zum Franz-Josef Gletscher. Da man vom Parkplatz aus mindestens 30 Minuten bis zum Aussichtspunkt läuft, waren wir in einem Wettrennen gegen die einbrechende Dunkelheit.

 

 

Blick vom Küstenregenwald hinauf auf das Eisfeld

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Auch er hat sich dramatisch zurückgezogen. 2011 war er noch in der Nähe des Eisblocks querab des Wasserfalls auf der rechten Seite, jetzt kann man den Terminus gar nicht mehr sehen

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Nur durch Überschreiten des Absperrbandes und nach Überwindung einiger großer Geröllhalden hat man derzeit diesen Blick auf den Gletscher, welcher nur noch ein Schatten seiner selbst ist

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Lange sollte man sich dort allerdings nicht aufhalten, da die Seitenwände durch Erwärmung, Regen und die fehlenden Eismassen an Halt verlieren und immer wieder Steinlawinen abgehen.

 

Franz-Josef Terminus im Januar 2015

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Blick hinauf

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Am nächsten Tag kam tatsächlich Regen, weshalb wir unsere Gletschertour für diesen Tag abschreiben konnten. Unser Plan war, den Gletscher über den Aussichtspunkt hinaus auf der linken Talseite zu erreichen. Da diese Strecke durch eine aktive Steinschlagzone führt, ist sie seit mehr als einem Jahr für kommerziell geführte Gruppen gesperrt, das Risiko ist zu hoch. Normale Touristen sind aus diesem Grund gezwungen, sich mit einem Hubschrauber auf dem Gletscher absetzen zu lassen.

Bei Regen sind diese Steinschlagzonen unberechenbar, weshalb wir unseren Trip auf den nächsten Tag verschoben, für den gutes Wetter vorhergesagt war.

 

Den aktuellen Regentag verbrachten wir mit einem Ausflug in der Gegend, wobei wir sogar eine funnel cloud (Trichterwolke ohne Bodenberührung) sehen konnten. Natürlich hatte ich die Kamera wegen des Regens nicht dabei.

 

 

Am nächsten Tag war es dann soweit: Die Sonne schien und wir organisierten uns bergtaugliche Stiefel, Klettereisen und Eispickel. Nach kurzer Wanderung erreichten wir zu dritt bereits bekannten Aussichtspunkt, wo wir die Absperrung überschritten und der Seitenmoräne folgten, bis wir oberhalb des Gletschereises ankamen. Nach kurzem Abstieg standen wir endlich direkt am Eis, montierten unsere Klettereisen und erklommen den Gletscher. Für mich ist das immer wieder ein tolles Erlebnis.

 

 

Auf dem Weg zum ersten Eisfall, den wir auf der rechten Seite über die Seitenmoräne umgingen

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Seitlicher Blick in den Eisfall

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Um und über diese Gesteinsblöcke waren wir geklettert, um den Eisfall zu umgehen

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Die Gletscher-Helis flogen im Akkord

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Nach einiger Zeit erreichten wir das obere Ende des ersten Eisfalls, wo wir abermals unsere Steigeisen anlegten und den Weg über das Eis fortsetzten

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Blick hinauf auf das Eisfeld und zum zweiten Eisfall. Auf diesem Eisfeld landen und starten die Helikopter mit den Touristen

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Jede Menge Gletschermühlen waren zu bestaunen

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Die Bergflanken waren teilweise noch in Wolken gehüllt, das Wetter besserte sich aber zusehends

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Oberer Eisfall bei strahlendem Sonnenschein

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Das Eisfeld

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Erkundung eines Schmelzwasserbachs, der sich ins Eis gegraben hat

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Blue all over the place

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Besuch des oberen Eisfalls mit tiefen Spalten und...

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...Druckrücken (pressure ridges). Diese entstehen dort, wo der Gletscher durch eine Änderung der Geländesteigung seine Geschwindigkeit verringert und die nachrückenden Eismassen das Eis auffalten, wie bei einem Autounfall die Motorhaube nach oben gedrückt wird.

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Noch ein Blick zurück auf den oberen Eisfall, nun geht es zurück ins Tal

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Am unteren Eisfall steigen wir wieder in die Seitenmoräne ein und rund zwei Stunden später dürfen wir endlich diese, auf Dauer unbequemen, Stiefel ausziehen!

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Unsere Tour auf den Gletscher dauerte insgesamt um die 8 Stunden und sie war wirklich toll! Danke an unsere liebe Berg- und Gletscherführerin, ohne sie hätten wir diese Gelegenheit nicht wahrnehmen können!!

 

Nach kurzer Verschnaufpause am Auto fahren wir in etwas über 2 Stunden über Fox Glacier und Franz Josef zu unserem heutigen Übernachtungsort: Hokitika. Da waren wir doch schon einmal! Wir haben uns wieder in derselben Unterkunft eingemietet und nach kurzem Einkauf wird das Abendessen auf dem BBQ zubereitet, mjam!

 

 

Am nächsten Tag hatten wir uns das "Old Slaughterhouse" zum Ziel gesetzt. Dies ist laut Bewertungen einer der besten Backpacker im ganzen Land und er liegt an einem entlegenen Teil der Westküste. Unterwegs standen ein kurzer Besuch der "Pancake Rocks" in Punakaiki, sowie einer Seelöwenkolonie an.

 

 

Entlang der Westküste gibt es viele Fotomöglichkeiten, man kann gar nicht oft genug anhalten

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Was ein Kontrast zu dem ganzen Eis am Vortag

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Endlose Kurven später erreichen wir endlich Punakaiki, wo sich ein ordentlicher Tourismus rund um die Pancake Rocks entwickelt hat. Die Attraktion selbst ist kostenlos zugänglich.

 

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Wilde Westküste an einem sehr schönen Sommertag

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Entstanden sind diese Schichten in einem flachen, ruhigen Meer. Durch geologisch bedingte Absenkung und Hebung wurde aus den schlammigen Sedimentschichten erst relativ hartes und graues Gestein und dann kam es wieder an die Oberfläche, wo es nun der Erosion ausgesetzt ist

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Immer wieder gerne fotografiert: Die Raubkatze

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Und einfach nur sattes, wildes grün. The West Coast!

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Nach einiger Wegstrecke und gutem Vorankommen erreichten wir die Abzweigung zur Seelöwenkolonie und entschieden uns, den kleinen Umweg zu nehmen.

 

Nach kurzer Wanderung riecht man zunächst diese niedlichen Tiere, dann sieht man sie auch

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Im nahen Westport, der "Kohlenstadt", machen wir abermals Halt und kaufen für die nächsten Tage ein, schliesslich werden wir nun in die Wildnis fahren, wo es keine Geschäfte gibt.

 

Nach weiteren 30 oder 40 Minuten erreichen wir schliesslich den Parkplatz zu unserer Backpacker Lodge. Wie auf der Buchungsinformation gelesen, befindet sich das Haus nicht direkt am Strand, sondern etwas weiter oben in den Bergen, mitten im Küstenregenwald. Den Aufstieg muß man zu Fuß über einen schmalen Pfad bewältigen, der mitten durch den Wald führt. Nach etwa 15 Minuten hat man es geschafft und steht vor 3 tollen, großen Holzhäusern mit einer grandiosen Aussicht. Das Gepäck muß man übrigens nicht mitnehmen, das holt der Besitzer und Betreiber der Lodge, ein gebürtiger Ire, mit seinem Quad Bike ab. Hätte ich doch auch die Kiste mit den Lebensmitteln im Auto gelassen...War ganz schön schwer, das Ding auf den Berg herauf zu schleppen. Selbst schuld.

 

 

Haupthaus der Lodge mit Küche, Wohn- und Eßzimmer und Veranda. Sandflies inklusive.

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Blick von der Veranda in Richtung Nordwesten

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Blick entlang der Küste in Richtung Südwesten, da kamen wir her

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Das Haus mit unserem Doppelzimmer lag ein paar Meter über dem Haupthaus, dies war unser Blick (Haupthaus im Bild)

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Wie das so an der Westküste ist, muß man auf Wolken und Regen nicht lange warten

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Wenig später ist aber schon wieder besser

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Der Tag neigt sich dem Ende zu

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Die Gischt und Feuchtigkeit des abziehenden Schauers sind überall

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Der nächste Tag bestand wieder aus einer langen Fahrt. Nach einem späten Frühstück und viel zu frühem Abschied von diesem traumhaften Anwesen, ging es zurück nach Westport, weil dies der einzige Weg aus diesem Küstenabschnitt heraus ist. Von dort fuhren wir quer durch die Berge zum Abel Tasman National Park in der Nähe von Nelson. Im ersten Teil des Trip Reports waren wir dort auch entlang geflogen.

 

Am nächsten Tag wollten wir uns ein paar Dinge im Abel Tasman ansehen, wurden aber prompt von einem Polizisten gelasert, weil ich ein Schild übersehen hatte. Überall darf man 100 km/h fahren, nur dort war ein Limit von 80 km/h vorgeschrieben. 60 NZD ärmer sahen wir uns kurz einen Strand mit vielen Touristen an und fuhren dann weiter zum Tagesziel "Wharariki Beach", der mit den tollen Torbögen.

 

Unterwegs hielten wir auf einem von Höhlen durchzogenen Karstplateau an, wo man eben jene Höhlen unter Anleitung besichtigen kann.

 

Nächster Stop waren die "Te Waikoropupu Springs" (kurz: Pupu Springs), aus denen mitten auf einer Wiese im Schnitt 14 Kubikmeter Wasser pro Sekunde austreten, die vorher in der Karstregion versickert waren. Da das Wasser mehrere Jahre im Untergrund war und somit ordentlich gefiltert wurde, zählt es zu den klarsten Wässern der Welt.

 

Quelltopf

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Deutlich sieht man die Aufwallungen des Wassers

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Wir konnten nicht lange bleiben, mussten wir doch noch ein ganzes Stück fahren, um die Westküste zu erreichen, bevor die Ebbe vorüber war. Nach dem Abstellen des Autos und kurzer Wanderung über Schafweiden und Dünen, erreichten wir schliesslich den Wharariki Beach.

 

 

Das Wasser lief schon langsam wieder auf

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Überall vom Meer herausgewaschene Höhlen und Tunnel

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Auch hier gab es das eine oder andere Tier

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Und vorallem die Torbögen, deswegen waren wir ja gekommen

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Man muß schon ein ganzes Stück den Strand entlang laufen, um diesen Ansicht zu haben

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Am Strand lagen jede Menge dieser Zeitgenossen herum, lieber nicht drauftreten

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An den Felsen Mischungen aus Sandstein und festeren, Eisenoxid haltigen Schichten, die nicht so schnell erodieren

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Wir fuhren nun wieder zurück zu unserem Stützpunkt am Abel Tasman, wo wir eine weitere Nacht verbrachten und zum Abendessen natürlich wieder den BBQ anfeuerten.

 

Tags darauf legten wir das kurze Stück nach Nelson zurück, um einige kleine Einkäufe zu erledigen. Danach ging es gleich weiter in die Marlborough Sounds, die keineswegs etwas mit Tabakprodukten zu tun haben. Gebucht waren wir in einem kleinen, tollen Backpacker in einer Bucht. Viele Serpentinen sind zurückzulegen, um dorthin zu gelangen, aber es ist es wert. Unter anderem kann man kostenlos Kayaks mieten und den Fjord erkunden. Es gibt dort schwarze Schwäne, manchmal Delphine und jede Menge Getier im sauberen Meerwasser.

 

 

Das "Anakiwa 401". Die Hausnummer ist Programm.

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Sommer, Sonne, Sonnenschein zieh ich mir furchtbar gerne rein!

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Kleine, aber funktionelle Küche

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Die goldene Hausregel

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Direkt vor dem Haus beginnt die Bucht

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Das Anakiwa 401 liegt übrigens am Ende des "Queen Charlotte" Wanderwegs. Ein paar Tage zuvor fanden Touristen auf dem Weg ein verwirrtes Wildschweinbaby, das ganz allein war, und brachten es mit zu unseren Gastgebern, die es nun pflegten

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Da es dort weit und breit keine Städte gibt, ist der Nachthimmel außerordentlich dunkel, was Sternbeobachter freut. Mit einem Tisch und ein paar Steinen als Stativ habe ich ein wenig experimentiert und ganz passable Ergebnisse erzielt!

 

 

Ein Teil der Milchstraße, unserer Heimatgalaxie. Schön zu erkennen oben rechts die Große Magellansche Wolke (man möge mich korrigieren)

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Wer findet das Kreuz des Südens?

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Ok, ich habe es markiert

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Ein close-up des Kreuz des Südens - jetzt finden es aber alle!? Der dunkle Bereich rechts vom Kreuz ist der "Kohlensack Nebel"

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Nach zwei Nächten in den Marlborough Sounds ging es nur ein paar Kilometer weiter nach Picton, einem Ort mit Fährhafen, von wo man nach Wellington auf die Nordinsel übersetzt. Die Tickets hatte ich schon lange im Voraus online gekauft und sie schlossen den PKW mit ein. 2011 mussten wir den Mietwagen in Picton stehen lassen und in Wellington einen neuen Mietwagen in Empfang nehmen. Mit dem ganzen Gepäck nicht so komfortabel...

 

 

Auf wem Weg nach Picton herrliche Ausblicke in einen der Sounds, also Fjorde

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Unterwegs in den Fjorden, kurz vor der Einfahrt in die Cook Strait

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Wir hatten tolles Wetter, kaum Wellen

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In Wellington hatten wir uns mangels annehmbarer Backpackerunterkünfte per AirBnB privat einquartiert. Wir kamen bei einer sehr netten Familie mit Hund unter, top moderne Wohnung, die zentrumsnah lag. Perfekt also für einen Ausflug zu Fuß. Heute wollten wir faul sein und aßen im Restaurant zu Abend, es gab eine leckere Pizza von einem echten Italiener - eine Rarität hier unten!

 

Nach nur einer Nacht ging es mit einer langen Fahrt auf das zentrale Plateau der Nordinsel, denn wir wollten das Tongariro Crossing in Angriff nehmen, welches wir im ersten Teil des Berichts bereits aus der Luft gesehen hatten. Nach etlichen Stunden Fahrt und einer Einkaufs- und Tankpause in Wanganui, erreichten wir schliesslich den Ort "National Park", wo sich unsere Unterkunft befand. Für den nächsten frühen Morgen waren schnell zwei Plätze gebucht, um uns zum Anfang des Tongariro Crossing Trail zu bringen.

 

 

Nach der Ankunft in National Park hatten wir einen klaren Blick auf die Vulkane Ruapehu, Ngauruhoe und direkt daran anschließend das Tongariro Massiv (von rechts nach links)

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Ngauruhoe (rechts) und Tongariro (links)

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Um 7:30 Uhr war Abfahrt für den Bus, der uns zum Beginn unserer Tour brachte. Dort angekommen war schon viel los, weil es sich hierbei um den beliebtesten Alpinen Wanderweg handelt. Wir wollten so schnell wie möglich los, weil wir auf dem schmalen Weg nicht immer wieder langsamere Zeitgenossen überholen wollten - also ca. 95% der anderen "Gipfelstürmer". Nach etwa zwei Stunden hatten wir das erste große Hindernis erklommen und standen auf dem Bergrücken der Ngauruhoe und das Tongariro Massiv verbindet.

 

 

Da geht es hinauf, auf den Ngauruhoe!

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Der Aufstieg erfolgt über den dunklen Lavastrom auf der linken Seite. Die weiss gefärbte Rutsche in der Bildmitte dient dem Abstieg

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Nach weniger als 50 Minuten hatten wir die knapp 600 Meter Höhenunterschied (1650m-2287m) überwunden und standen auf dem Gipfel, es war hier endlich etwas kühler an diesem perfekten Sommertag! Im Hintergrund sieht man den Gipfel des Ruapehu, wir schauen als grob nach Süden

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In der Gegenrichtung haben wir einen tollen Blick über das Tongariro Massiv. Den Wanderweg kann man gut erkennen: Er führt von links nach rechts durch das Bild, es folgt ein kurzer, steiler Anstieg und dann geht es hinab in Richtung des Sees

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Detailaufnahme: Hier sieht man wieder den Wanderweg an besagtem See. Der Weg folgt nach Erreichen des Sees seinem Ufer von rechts nach links. Die extrem weisse Wolke im Hintergrund stammt vom Te Maari Crater, der 2012 ausbrach und den Wanderweg temporär unterbrach

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Nach kurzer Rast und nachdem wir uns sattgesehen hatten, gingen wir den Abstieg an, was sich als nicht ungefährlich erwies. Klar war nur, dass wir der Rutsche folgen sollten. Der Einstieg gestaltete sich schon sehr rutschig, aber dann mussten wir nicht nur auf uns selbst konzentrieren, sondern auch auf die anderen, teilweise minderbemittelten, Touristen achten. Immer wieder wurden weiter oben am Berg Material losgetreten und verfehlte andere Bergsteiger nur knapp. Ein Mädchen wurde dann doch von einem Lavabrocken am Rücken oder am Kopf getroffen. Nachdem wir den Abstieg mit Vorsicht bewältigten, brauchten wir fast so lange wie für den Aufstieg.

 

Nach kurzer Snackpause machten wir uns auf und folgten wieder dem regulären Wanderweg, der nach kurzer Verschnaufpause steil anstieg. Wieder mussten wir uns den Weg an hoffnungslos unfähigen Touristen vorbei bahnen - meistens irgendwelche Chinesen ohne richtiges Schuhwerk oder körperliche Koordination. Nach diesem kurzen Kraftakt standen wir schliesslich am Rand des Red Crater und hatten einen tollen Blick zurück zum Ngauruhoe.

 

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Der Red Crater verdankt seine intensive Färbung Eisenoxid, oder ganz banal Rost

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Besonders interessant finde ich dort immer die stehengebliebenen Wände des Lavatunnels

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Blick über den Red Crater zum Mount Ngauruhoe

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Auf der anderen Seite des Red Crater geht es steil bergab zu den Emerald Lakes, die in der Tat sehr hübsch sind

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Ein leichter Schwenk nach links offenbart die Menschenmassen, die den Wanderweg in der Hauptsaison bevölkern!

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Um den anderen Wanderern aus dem Weg zu gehen, biegen wir am ersten See vom Weg ab und erkunden die andere Seite ohne Wanderweg, aber dafür mit faulig riechenden Fumarolen, die fleißig Schwefelwasserstoff in die Atmosphäre blasen

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Schliesslich erreichen wir den unteren der Emerald Lakes, wo wir auf der anderen Seite des Ufers zurück zum Hauptwanderweg gelangen und der Karawane folgen

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Nach kurzem Anstieg am Ende des Kraters stehen wir am Blue Lake

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Selbe Stelle, gegenläufige Blickrichtung: Red Crater, Ngauruhoe, Ruapehu

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Folgt man dem Wanderweg, erreicht man nach kurzer Strecke die Flanke des Tongariro.

 

Kurz nach Verlassen des Blue Lake kommt man dem frisch eruptierten Te Maari Crater nahe und hat einen guten Blick auf ihn bzw. auf die immer wieder aufsteigenden Wolken aus Wasserdampf und Schwefelwasserstoff

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Der Weg folgt der Flanke des Tongariro in endlos erscheinenden Schleifen. Am Blue Lake denkt der unbedarfte Besucher, dass es ja nun nicht mehr weit sein könne, doch weit gefehlt: Hier hat man erst knapp über 50% der Wegstrecke geschafft und die nächsten 2 Stunden läuft man ungeschützt vor Sonne oder Wind und Regen durch eine karge Vulkanlandschaft mit niedrigen Büschen und Hecken. Schliesslich erreicht man den Bergwald, welcher einen vor den Elementen schützt. Nach weiteren 45 Minuten steht man dann am Endpunkt des Wanderwegs und kann sich bei geschäftstüchtigen Maori eine kalte Dose eines erfrischenden Getränks kaufen.

 

Kurz: Die zweite Hälfte des Tongariro Crossings sind mental hart, weil es keine interessanten Dinge zu sehen gibt und man den Elementen voll ausgesetzt ist.

 

Unsere Tourzeit betrug insgesamt über 7 Stunden, weil wir den Ngauruhoe bestiegen hatten (2 Stunden zusätzlich) und wir waren wirklich nicht langsam unterwegs, haben wir doch die meisten anderen Wanderer überholt! Es gibt angeblich Einheimische, die dieses Crossing wöchentlich oder öfters in Angriff nehmen. Wir haben auf dem Wanderweg sogar Leute gesehen, die gejoggt sind! Hält wohl fit.

 

 

Nach einem wohlverdienten Steakteller am Abend, fuhr ich relativ spontan zum Ruapehu, um endlich diesen blöden Kometen Lovejoy zu sehen und zu fotografieren. Sollte es endlich klappen?

 

Der gut ausgebauten Straße zum Skigebiet am Ruapehu folgend und schliesslich weit über allen störenden Lichtern parkte ich den Wagen am Straßenrand und legte mich auf die Lauer.

 

Blick nach Norden zum Ngauruhoe, Jupiter rechts daneben

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Einzelne Wolkenfelder stellten mich auf die Geduldsprobe, Blick zum Gipfel des Ruapehu mit der Milchstraße im Hintergrund

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In Richtung Westen fand ich endlich den lange gejagten Kometen: Lovejoy. Die grüne Färbung stammt von zweiatomigem Kohlenstoff

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Am nächsten Vormittag ging es über die Waitomo Caves nach Rotorua, die Stinkstadt. Die Gegend rund um Waitomo ist ein Karstgebiet, d.h. es handelt sich um dicke Schichten aus Kalkgestein, die durch Erosion große Höhlensysteme ausgebildet haben. In die größte Höhle weit und breit wollten wir uns abseilen (lassen). Das Vorhaben ist nicht ganz billig, legten wir doch zu zweit für diese relativ kurze Tour 576 NZD hin.

 

 

Nach ca. 30 Minuten Fahrt im Exkursionsbus erreicht man die Außenstation in der Nähe des Höhleneingangs, welcher sich auf Privatgelände befindet. Nach kurzer Anprobe der benötigten Overalls, Stiefel und Klettergurt ging es auf eine kurze Trainingsstrecke, wo wir die Grundregeln für das sichere Klettern und Abseilen lernten und in die Tat umsetzen konnten. Erst im Anschluss daran begaben wir uns zur tatsächlichen Höhle, die bei mir gehörigen Respekt erzeugte. Irgendwie fand ich es dann doch keine so gute Idee mehr, mich in diesen 100 Meter tiefen Abgrund abzuseilen. Aber dann mußte es doch durchgezogen werden, kneifen gilt nicht.

 

Eigene Kameras darf man dort nicht mit hinein nehmen, weil man Angst um abgelenkte Touristen hat, die dann ausrutschen und verunglücken. Eine Rettung wäre sehr aufwendig. Die Höhlenführer hatten dafür Kameras dabei und schossen fleißig Fotos von uns allen, die wir dann später gratis herunterladen konnten.

 

 

Ausdruck grenzenloser Begeisterung über 100 Meter Nichts

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Schon sehr beeindruckend und beängstigend

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Nach kurzer Gewöhnung macht es dann aber doch Spaß

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Die Dimensionen sind ungewöhnlich und toll

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Nach ca. 2 Stunden unter Tage gelangen wir über eine lange Leiter und zu Fuß an die Oberfläche, wo es weiterhin sommerlich heiss ist. Wir haben nun 2 Stunden Autofahrt kreuz und quer durch die Pampa vor uns, um den nächsten Backpacker in Rotorua zu erreichen. Wir sind im Funky Green Voyager gebucht, den ich schon kenne und beim letzten Mal sehr zufrieden war. Nach dem Abladen der Koffer schauen wir uns im Stadtpark die heissen, stinkenden Quellen an, in denen der Schlamm fleißig vor sich hin blubbert. Alle paar Jahre kommt es zu kleinen Ausbrüchen, der letzte größere fand im Jahr 2001 statt.

 

Am Rande der Stadt gibt es ein bekanntes Thermalfeld mit Geysiren, heissen Quellen und weiteren Schlammlöchern. Dieses wird natürlich kommerziell betrieben und hielten sich früher die Eintrittspreise in erträglichen Grenzen, verlangen die Maori dort inzwischen 50 NZD pro Person. Nachdem ich die Geysire schon kannte und es in der Welt bessere Möglichkeiten für eine Beobachtung gibt, verzichteten wir auf einen Besuch. Man macht dort inzwischen ganz gut Geld, mit all den Touristenbussen, die Menschenmassen ausspucken.

 

Eigentlich wollten wir uns den Vulkan Mount Tarawera zu Fuß ansehen, aber seit einigen Jahren ist dieser - man ahnt es - gesperrt, weil die Maori dort die Seelen der Opfer eines Ausbruchs im 19. Jahrhundert wähnen. Darum darf man dort nicht wandern gehen. Aber natürlich kann man gegen richtig viel Geld (150 NZD pro Person) mit einem Führer wandern gehen, oder sogar mit einem ganz unheiligen Jeep gefahren werden. Der Vulkan war früher einmal öffentlich, inzwischen zockt man hier die Touristen auch ab. Schade.

 

Nach einem enttäuschenden Aufenthalt in Rotorua machten wir uns auf den Weg zum vorletzten Übernachtungsort der gesamten Reise. Es ging nach Norden in Richtung Taupo und von dort weiter auf die Coromandle Halbinsel. In der Nähe des Hot Water Beach hatten wir uns in einen Backpacker gebucht, wo wir für zwei Nächte bleiben würden.

 

Nach der Ankunft wurde zunächst im Garten entspannt

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Hinter diesen Hügeln ist bereits das Meer

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Zum Sonnenuntergang zog uns an den Strand, der nur 5 Gehminuten entfernt war

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Tags darauf erkundeten wir die Gegend, besuchten riesige Kauribäume liessen die Zeit verstreichen.

 

 

Gigantische Kauribäume, sehr beeindruckend und fast die letzten ihrer Art, nachdem die Europäer fast alle Bäume abgesäbelt hatten

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"Mitten im Urwald"

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Am Abend zogen wir von unserer Unterkunft aus los und liefen in ca. 1 Stunde zur "Cathedral Cove", die eine bekannte Attraktion ist. Bei Ebbe.

 

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Diese Felsformation nennt sich "The sail". Warum wohl.

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An unserem letzten vollen Tag in der Gegend fuhren wir eine ganze Weile, um den "New Chums Beach" zu erreichen. Dieser ist durch keine Straße erschlossen, sodass man den letzten Kilometer entlang der Küste laufen muß. Es lohnt sich aber. Kaum Menschen an einem ganz tollen Strand!

 

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Auf dem Rückweg vom New Chums Beach machten wir bei "Luke's Kitchen" Halt. Man sitzt dort im Freien und genießt leckere Pizzas oder Meeresfrüchte. Wenn ihr mal in der Gegend seid, solltet ihr dort essen. Uns wurde das Restaurant von Einheimischen empfohlen, die wir in Wellington getroffen hatten.

 

 

Nach diesem schönen Abschlußabend verließen wir am nächsten Tag die Coromandle Halbinsel und fuhren nach Auckland, wo wir eine Reservierung für eine Nacht im Hilton am Yachthafen hatten. Sehr schönes Hotel. Parken kostet natürlich extra, aber was soll's. Von dort kann man die Innenstadt zu Fuß erkunden, was wir auch taten.

 

Kaum eingecheckt, fuhren wir jedoch zunächst über die Harbour Bridge auf die Nordseite von Auckland, von wo man einen tollen Blick auf die Stadt hat.

 

 

Auckland, City of sails

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Zu Abend wollten wir noch eine Pizzeria testen, die wir als Geheimtip im Internet gefunden hatten. Nach 4 Wochen, in denen wir unzählige Steaks gegessen hatten, durfte es gerne noch eine Pizza sein. Nach etwas komplizierter Suche fanden wir besagte Pizzeria tatsächlich, weil sie sehr unscheinbar daherkommt. Das Lokal heißt "That's Amore Pizzeria" und ist absolut zu empfehlen, wenn man nach Wochen des Urlaubs mal wieder eine echte neapolitanische Pizza essen will. Der Besitzer kommt aus Neapel und weiss was er tut. 5 von 5 Sternen.

 

 

Am nächsten Tag ging es abermals in die Stadt, bevor wir unsere Koffer endgültig packen mussten. Zur Mittagszeit sollten wir schliesslich zum Flughafen fahren, um für den Flug nach Bangkok einzuchecken, der um 14:50 Uhr ging.

 

 

Mit diesem Foto auf die Gegend um Brisbane/Australien, gemacht aus der Business Class Toilette unserer Thai Airways B777, möchte ich diesen Trip Report schließen. Der Rest der Rückreise war unkompliziert, eine kurze Nacht verbrachten wir in der Nähe des Flughafen BKK, um am folgenden Tag endlich die Weiterreise nach Frankfurt antreten zu können. Raus aus dem Sommer, rein in den recht milden Winter!

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Fazit: 4 Wochen durchgehend Supersommer, gut gegessen, fast überall gut übernachtet, tolle Landschaften, tolle Menschen, so lasse ich mir das gefallen. Dies war auch mein letzter Trip "sponsored by US Airways", denn die haben ja in der Zwischenzeit mit American Airlines fusioniert. Hätten die Mitarbeiter des US Airways Call Center nicht unser Ticket doch ausgestellt, wäre die Reise eventuell ins Wasser gefallen. Wer den ersten Teil des Trip Report gelesen hat, weiss wovon ich rede. Also, nochmals tausend Dank, falls hier jemand von Dividend Miles mitliest :)

 

 

Ich hoffe, dass euch die Mitreise gefallen hat. Mal sehen wohin die nächste Reise führt!

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Wow wow wow.. Du hast mich soeben in meine Weltreise zurückversetzt! Ich war diesen Winter unter anderem in Neuseeland und habe etwa die selbe Route gemacht- aber in zwei Monaten. Ich dachte schon diese Zeit sei knapp ;-)

Wunderschöne Bilder hast du gemacht! Danke fürs mitnehmen, meinen geplanten Neuseeland-Reisebericht ist jetzt wohl überflüssig geworden! :-)

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  • 2 Wochen später...

Wow. Das ist ja wirklich ein toller Reisebericht und ein großes Kompliment für die schönen Bilder.

Da würde es sich ja fast schon lohnen einen kleinen Blog zu eröffnen und diesen damit zu füllen (falls du das nicht eh schon gemacht hast).

Vielen Dank fürs Teilen!

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  • 2 Monate später...

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