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PiperCruiser

8.9.2016 | OE-XHA | R66 | Hannes Arch tödlich verunglückt

Empfohlene Beiträge

JMLAB

.

Ich bin sehr betroffen und fassungslos und mir fehlen fast die Worte -

 

Hannes, ich höre soeben den 4. Satz von Wolfgang Amadeus Mozart Symphonie Nr. 40 , ein souveräner Sieg des Lebens über den Tod !

 

Als einer der besten und reaktionsschnellsten Piloten der Welt sind wir sehr stolz auf Dich, dass auch Du Dich als Österreicher durch Deine herausragenden sportlichen Leistungen verewigt hast.

 

Deiner Familie, Deinen Freunden und Deinen Fans wünsche ich Kraft und Zuversicht !

 

Wir schätzen Dich und sind im Gedanken bei Dir !

 

.

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gerald

Eine Besonderheit an diesem Flug war, dass es sich um einen Sichtflug in der Nacht gehandelt hat. Der Absturz war zwischen 21 und 22h.

 

Nachtrag: Bericht des ORF vom 10.9.2016

http://kaernten.orf.at/news/stories/2795794/

bearbeitet von gerald

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Danix

ein Versorgungsflug zu einer Berghütte bei Nacht und per Sicht?! Wer macht so was? Sogar die Retter kamen erst bei Tageslicht. Und dann sogar mit einem einmotorigen Kolbenmotorheli?!

bearbeitet von Danix

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Niko

Der Flug zur Berghütte war wohl bei Taglicht. Der Rückflug sollte wohl bei Dunkelheit durchgeführt werden.

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FalconJockey

ein Versorgungsflug zu einer Berghütte bei Nacht und per Sicht?! Wer macht so was? Sogar die Retter kamen erst bei Tageslicht. Und dann sogar mit einem einmotorigen Kolbenmotorheli?!

Oben in den Bergen hast Du ja noch etwas länger Licht als unten im Tal. Es dürfte nicht so schwer sein, abzuheben und dann ins Tal abzusteigen, der Kollege kannte sich in der Gegend sicherlich mindestens gut aus. Er hat aber wohl einen fatalen Fehler gemacht, schade.

 

Die Retter sind noch in der Nacht mit dem Heli angerückt, konnten das Wrack aber lediglich orten, nicht landen. Darum mussten die Helfer zu Fuß den Berg rauf.

 

Weiterhin ist der Robinson R66 mit einer Turbine ausgerüstet, nix Kolbenmotor.

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Danix

OK, das wusste ich nicht.

Es gibt ja verschiedene Ansichten bezüglich Sicherheit. Wenn einem die Turbine abstellt in der Nacht in den Bergen, ist dann halt schwierig. Ein Seil oder ein anderes Hindernis in der Nacht ist nicht auszumachen. In der Schweiz würde wohl niemand so einen Flug machen.

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Manfred J.

OK, das wusste ich nicht.

Es gibt ja verschiedene Ansichten bezüglich Sicherheit. Wenn einem die Turbine abstellt in der Nacht in den Bergen, ist dann halt schwierig. Ein Seil oder ein anderes Hindernis in der Nacht ist nicht auszumachen. In der Schweiz würde wohl niemand so einen Flug machen.

 

Hallo Dani,

 

in der Schweiz ist ja alles besser, das war früher schon so :P  

Zumindest meint man es  ;)

 

Und trotzdem passiert auch dort immer wieder mal was, was mit Fliegen zu tun hat...

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Danix

stimmt! Die Schweizer kochen auch nur mit Wasser.

 

In der Schweiz ist meines Wissens sogar die Unfallhäufigkeit von Helikoptern am höchsten. Ich habe mal ziemlich schlimme Zahlen gelesen. Irgendwie ein Heli muss in 2 oder 3 Jahren amortisiert sein, denn viel länger lebt er nicht im Schnitt.

 

Eben gerade deswegen wird in diesem bergigen Land die Sicherheit hoch geschrieben. Bekanntlich waren die Schweizer Pioniere in der Luftrettung (man denke an Hermann Geiger und die Rega), und ihre Hilfe wird immer wieder gerne in Anspruch genomme (z.B. Aufbau einer Luftinfrastruktur im Himalaya).

 

Deshalb sage ich ja, in den Bergen würde ich auf Sicherheit spielen. Da verträgt es nicht so viel wie im Flachland.

 

Dani

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HRK

ein Versorgungsflug zu einer Berghütte bei Nacht und per Sicht?! Wer macht so was? Sogar die Retter kamen erst bei Tageslicht. Und dann sogar mit einem einmotorigen Kolbenmotorheli?!

Versorgungsflüge zu Berghütten sind immer nach Sicht, nur dass es hier in der Nacht erfolgt ist ist erstaunlich.

R66 ist ein Helikopter mit Turbine, nicht Kolbenmotor.

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iwl

Oben in den Bergen hast Du ja noch etwas länger Licht als unten im Tal.

 

Bei Sunset vor 20 Uhr vermutlich nach 21 Uhr auch in den Bergen nicht... 

 

Um ganz korrekt zu sein die Astronomische Dämmerung war erst 21.2x aber da spielt es vielleicht schon die größere Rolle ob der Mond scheint?

 

So dunkel, dass man den Berg nicht sieht ist es eigentlich selten, Kabel sind ja schon am Tag übersehen worden.

bearbeitet von iwl

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sheckley666

stimmt! Die Schweizer kochen auch nur mit Wasser.

 

In der Schweiz ist meines Wissens sogar die Unfallhäufigkeit von Helikoptern am höchsten. Ich habe mal ziemlich schlimme Zahlen gelesen. Irgendwie ein Heli muss in 2 oder 3 Jahren amortisiert sein, denn viel länger lebt er nicht im Schnitt.

Ja, das liegt wohl hauptsächlich am Heli-Logging.

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F-LSZH

Nachtrag: Bericht des ORF vom 10.9.2016

Da stecken mal wieder einige sachliche Fehler drin.

Piloten, die mit Flugzeugen durch die Nacht fliegen, müssen eine harte Instrumentenflugprüfung durchlaufen.

Es ist kein IR erforderlich, es genügt eine Nachtflugqualifikation, und die kann man einfach nach 5 Ausbildungsstunden und den geforderten Solo-Starts und Landungen erhalten.

Fliegen bei Nacht ist für Privatpiloten - mit der entsprechenden Ausbildung und Prüfung - auch im Sichtflug möglich. Voraussetzung dafür ist, dass es hell genug ist. Der Mond muss genügend Licht abgeben, und es dürfen keine Wolken die Sicht verdecken.

Naja. Die Wetterbedingungen für Nacht-VFR sind laut SERA:

  • Wolkenuntergrenze mindestens 1500 ft AGL
  • Mindestsicht von 5 km oder für Helikopter 3 km
  • Unterhalb 3000 ft AMSL oder 1000 ft AGL (was immer höher ist) muss der Pilot Bodensicht behalten
  • Im Gebirge kann die nationale Luftfahrtbehörde höhere Wolken- und Sichtminima vorschreiben (keine Ahnung, ob Österreich davon Gebrauch gemacht hat). Ganz sicher kann das aber nicht heissen, dass man Mondschein benötigt.

Was sinnvoll ist, ist allerdings noch eine ganz andere Frage.

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iwl

Die Sichtweite ist doch im Prinzip auch wenn Licht wäre.

Prinzipiell ist es nicht verboten zu fliegen wenn es stockduster ist.

 

Ingo

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Danix

Der Mond an besagtem Tag war sehr leer, knapp ein Viertel. Ich weiss nicht wie ihr das handhabt, aber in der Nacht gehe ich nicht im Gebirge fliegen.

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DaMane

...............Ganz sicher kann das aber nicht heissen, dass man Mondschein benötigt..............

 

Die Sichtweite ist doch im Prinzip auch wenn Licht wäre.

Prinzipiell ist es nicht verboten zu fliegen wenn es stockduster ist.

 

Ingo

Aha! :unsure:  Will ja nicht schlau daherreden, aber ich dachte, unser biologisches Sehvermögen basiert auf der Wahrnehmung reflektierter Lichtstrahlen. Ohne Lichtquellen geht da also schon gar nix. Nord- und sonstigen Flachländlern ist vermutlich nicht so gegenwärtig im Bewußtsein, daß die Berge der Alpen - abseits von Ortschaften, Häusern und größeren, belebten Verbindungswegen wie Autobahnen -  beleuchtungstechnisch noch weitestgehend unerschlossen sind. Weshalb der Mond dort tatsächlich immer noch die einzig flächendeckend wirksame Nachtbeleuchtung darstellt, die unbeleuchtete Hindernisse sichtbar machen kann (sofern er denn gerade scheint. ;))

 

Hannes Arch war mit Sicherheit kein Bruder Leichtsinn, und er wird sich schon seine Gedanken gemacht haben bevor er losflog. Anders als bei Tag in einer Wolke - wo man ja sieht, daß man draussen nichts sieht - verleitet Dunkelheit vielleicht eher dazu zu glauben, daß im schwarzen Nichts auch nix sein kann. Ist aber nur eine Spekulation.......

 

Gruß

Manfred

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DaMane

........................

Prinzipiell ist es nicht verboten zu fliegen wenn es stockduster ist.

 

Ingo

Müßte es denn verboten sein?

 

Manfred

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maxrpm

Sichtweite in der Nacht ist ein schwieriges Ding. Ich mag die Lichter einer Ortschaft im Tal sehen die 10km entfern liegt. Damit beträgt die Sicht tatsächlich 10km. Nachtsichtflug rechtlich OK. Aber anders als am Tag heißt das nicht, dass ich auch einen Felsvorsprung in 200m Entfernung sehe.

 

Wolfgang

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iwl

Wie gut man nachts sehen kann ist vermutlich auch recht individuell.

 

Ansonsten in einem R66 kann man ja auch mit der Zeit gehen, ein Garmin oder so mit Terrain stecken, statt rückwärts an Verbote zu denken.

bearbeitet von iwl

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Phoenix 2.0

In einem Steckbrief heißt es, seine Leidenschaft war neben Bergsteigen „Abenteuer erleben“. In einem Interview sagte der Pilot: „Für mich ist das Schlimmste, die Normalität zu leben. Und um hinauszubrechen und motiviert zu leben und das Leben in seinen ganzen Zügen zu genießen, dann geht man in diese Richtungen. Ich kenne meine Grenzen, die werde ich nicht überschreiten.“ [Quelle: ORF.at]

 

Er ist nicht der erste Extremsportler oder "Meister seines Fachs", der abseits der Anforderungen des Spitzensports oder der möglichen persönlichen Höchstleistungen umkommt. Für Außenstehende mutet es befremdlich an, wenn ein Akro-Vollprofi beim Rückflug eines Kartoffelsack-Lastenfluges verunglückt; genauso wie es eingenartig anmutetete, als sich Reinhold Messner beim Beklettern seiner eigenen nur 3 Meter hohen Schlossmauer (Schlüssel vergessen) einen komplizierten Bruch des Fersenbeines zuzog. Thomas Bubendorfer wiederum verunglückte nach Jahren spektakulärster Vorhaben und Rekorde bei Werbeaufnahmen schwerst; Patrick Edlinger, ein weiterer Extremkletterer (Spitzname "Spiderman"), überlebte den Sturz über eine Treppe in seinem Haus leider nicht.
Die Tücken des "Alltags" machen auch vor "Helden" und Vollprofis nicht halt! Nicht umsonst gibt es uralte Sprichwörter aus vielen Kulturen und Epochen, welche vermitteln, dass es per se keine unwichtigen Tätigkeiten gibt. Für einen Samurai, indianischen Krieger oder auch Shaolin-Mönch bedeutet/e dies, dass die kleinste Unachtsamkeit im Alltag genauso das "Einfallstor" für den jähen Tod zu bedeuten vermag, wie eine große Schlacht oder der Kampf gegen einen starken Gegner..., da kann man noch so hart trainiert oder erfahren sein.

 

Die wahren Motivationen und Entscheidungen für den gefühlten späten Start (Tageszeit) von Hannes Arch werden wir mitunter nie wissen oder erfahren. Mitunter gab es auch ein technisches Gebrechen und dann ist Nacht-VFR im alpinen Gelände halt leider "bad luck"; mal warten was herauskommt. Eine Verbots- und "Hasardeur-Diskussion" erscheint hier m. E. nicht angebracht, wird sich aber mitunter nicht vermeiden lassen, weil es halt der FF-Stammtisch ist...

 

Gruß

Johannes

bearbeitet von Phoenix 2.0
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Baeriken

Aus gegebenen Anlass: Wo finde ich denn mal eine Statistik, wieviele "Robinsons" in den letzten 10 Jahren weltweit pro Jahr ungewollt "zu Bruch" gegangen sind?

 

Grüße

 

Nick

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sheckley666

Die wahren Motivationen und Entscheidungen für den gefühlten späten Start (Tageszeit) von Hannes Arch werden wir mitunter nie wissen oder erfahren.

 

Der Passagier hat doch überlebt - also darf man hoffen, hier etwas zu erfahren.

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maxrpm

In einem Steckbrief heißt es, seine Leidenschaft war neben Bergsteigen „Abenteuer erleben“. In einem Interview sagte der Pilot: „Für mich ist das Schlimmste, die Normalität zu leben. Und um hinauszubrechen und motiviert zu leben und das Leben in seinen ganzen Zügen zu genießen, dann geht man in diese Richtungen. Ich kenne meine Grenzen, die werde ich nicht überschreiten.“ [Quelle: ORF.at]

Gruß

Johannes

Ich kannte dieses Zitat nicht aber in ähnlicher Form habe ich das schon von anderen extremsportlern gehört. Sowohl bei den Segelfliegern also auch Motorradfahrern habe ich sie persönlich erlebt. Ganz coole und symphatische Männer und Frauen. Nie würde ich versuchen ihr Abenteuer zu reglementieren. Aber in einem irren Sie alle gleich. Sie alle glauben ihre Grenzen zu kennen. Seine Grenzen lernt man in dem man sie überschreitet.

Aber jemand wie Arch hat sein Grenzen soweit verschoben, dass er stirbt wenn er die überschreitet. Wie sollte er sie also kennen.

 

Wolfgang

bearbeitet von maxrpm
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TSC Yoda

Und genau das erfährt fast jeder Extremsportler.

Einige überleben das...Andere leider nicht :(

 

Für sie gelten alle irgendwann die normalen Gesetzmäßigkeiten und Wahrscheinlichkeiten nicht mehr, sodaß der natürliche "siebte Sinn" seinen Sinn verliert (so ein Bisschen "godlike").

 

Wir können ihm allerdings auch fürchterlich Unrecht tun...vielleicht ist ja was kaputtgegangen oder hat den Flug so verkompliziert, daß er zu abgelenkt war...

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Danix

Wobei eben ein Extremsportler noch so leistungsfähig sein kann (physisch und psychisch), es nützt ihm nichts, wenn er einen Helikopter hat und deren einzige Turbine beschliesst sich zu verabschieden. Das einzige was dann der Extremsportler noch tun kann, ist eine Autorotation. Die kann hinunter ins Tal glücken, aber womöglich war es kein direkter Weg ins Tal, sondern er führte über einen Kamm, eine Alm, einen Grat.

 

So nahe sich ein Red Bull-Akrobat an den Limiten befindet, es ist etwas ganz anderes, einen sicheren Utilityflug zu machen. Redundanz kommt in dieser "Sportart" nicht vor. Die einzige zweite Sicherheitsstufe ist die kluge Voraussicht des Piloten.

 

Dani

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