Jump to content
St-Exupéry

TMZ in Deutschland

Empfohlene Beiträge

St-Exupéry

Hallo zusammen,

 

in diesem Jahr wurden in Deutschland TMZ um Flughäfen eingerichtet (Trandponder mandatory zone), z.B. um den airport Nürnberg. Der Tower ist innerhalb der bis 3500 ft reichenden CTR zuständig. Darum herum ist eine TMA die von 4500 ft bis FL 70 reicht. An der Grenze der TMA ist der Vermerk "TMZ-Code 4044/Monitor 129.525"

(Leider gelang es mir nicht, den Kartenausschnitt hier hineinzukopieren.)

 

Gehe ich richtig in meiner Auslegung, dass ich bei einem crossing keine clearance erbitten muss, solange ich über 3500 ft durch die TMA fliege und ich den Transponder auf den TMZ-Code geschaltet habe und ich die Frequenz 129.525 abhöre?    

 

Weiss jemand Bescheid?

 

Gruss   Reto

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Chipart

Hi Reto,

 

da liesst Du die Karte glaube ich falsch. Über Nürnberg ist weiterhin ein "Trichter" mit Luftraum Charlie, im inneren Bereich von 3500 auf FL 70 und im äusseren Bereich von 4500 auf FL 70. In diesem Luftraum Charlie brauchst Du natürlich ne Freigabe, etc.

 

Oberhalb von Charlie liegt von FL70 bis FL100 die TMZ, für die Du wie du richtig schreibst keine Freigabe brauchst. Zudem gibt es entlang der verlängerten Centerline auch östlich und westlich des LR C einen TMZ-Bereich, der von 5500 bis FL 100 geht, für den das Gleiche gilt. 

 

Florian

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
ArcticChiller

Dies ist meines Wissens als "Listening Squawk" bekannt und wird auch in der UK verwendet. Wäre noch interessant zu wissen, ob dasselbe Gebiet auch eine RMZ ist. Fall nein, müsste der Listening Squawk eigentlich freiwillig sein (dann wäre auch NORDO mit Squawk 7000 möglich).

bearbeitet von ArcticChiller

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Chipart

NfL 1-958-17 ist hier sehr eindeutig:

Es ist eine "dringende Empfehlung" den Transpondercode zu schalten und Hörbereitschaft zu halten.

 

Sprich: Wenn Du es nicht machst gibt es deswegen kein Bussgeld, aber wenn ein Zwischenfall passiert wirst Du zumindest begründen müssen, warum Du es nicht gemacht hast. Und solltest Du ohne Hörbereitschaft beim Versuch in der TMZ knapp am Rand des LR-C vorbei zu fliegen diesen dann doch kratzen, dann kannst Du sicher mit weniger "Kulanz" rechnen...

 

Florian

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Boeing707

Hallo,

 

@St-Exupery/Reto:

 

genau wie es Chipart/Florian schon schrieb, NATÜRLICH benötigst du eine Freigabe. TMZ hin oder her, im Beispiel EDDN/Nürnberg beginnt oberhalb der Kontrollzone/CTR A3500ft der Airspace C. Das ist auf der Karte unmissverständlich dargestellt.

 

 

Die TMZ´s wurden u.a. dort eingerichtet, wo Verkehrsflughäfen nicht komplett durch einen Airspace C geschützt sind, wie z.B. EDLW, EDLP, EDDG, EDFH, EDDN... und aufgrund dieser Luftraumstruktur in Flughafennähe im Luftraum E IFR- und VFR-Mischverkehr vorkommt. Die eingerichteten TMZ befinden sich außerhalb Luftraum C im Luftraum E und haben den Sinn und Zweck, dass der Lotse aufgrund des gerasteten Squawks erkennt, dass der VFR-Pilot die Frequenz gerastet hat, mithört (monitored) und ggf. gezielt bei einer Traffic-Info angesprochen werden kann.

 

 

VG Thomas

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
St-Exupéry

Besten Dank für Eure hilfreichen Antworten.

 

Das hab ich mir gedacht, dass es nach wie vor eine Clearance für das queren des Luftraum C braucht. das wäre sonst ja revolutionär gewesen. Das Abhören der Monitor-Frequenz ist also in der TMZ, im Fall von Nürnberg ab FL 70 anzuwenden. Dies bringt mich zur nächsten Frage:

 

Der Tower gibt mir keine clearance, den Luftraum C zu durchqueren, da nur zuständig bis 3500 ft. Gehe ich recht in der Annahme, dass Approach "Nürnberg Director" auf 119.475 mein Ansprechpartner für das Queren des Luftraums C zwischen 3500 ft und FL 70 ist?     

 

Besten Dank für Eure Antworten.

 

VG Reto  

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Chipart

Ganz praktisch ist Dein Ansprechpartner München Information (FIS) von Süden kommend auf 120.650 und von Norden kommend auf 125.800. Die koordinieren mit ihren Kollegen ob der Durchflug möglich ist und geben Dir dann die richtige Radar-Frequenz. Formal bekommst Du dann dort die Clearance.

 

Florian

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
St-Exupéry

Hallo Florian,

 

das ist richtig, ich werde mit München-Info in Kontakt stehen. Ich verlasse mich aber ungern alleine darauf, dann schon noch die riichtige Frequenz zu erhalten, sondern möchte im Sinne optimaler Vorbereitung selber schon die richtige Frequenz wisssen. Nach meiner Einschätzung müsste das  "Nürnberg Director" auf 119.475 sein. Aber Info möge helfen.  

 

Besten Dank allen für die Antworten. 

 

VG Reto

bearbeitet von St-Exupéry

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Chipart

Hi Reto,

 

auch wenn gute Vorbereitung natürlich nie Verkehrt ist, kannst Du diese Frequenz nicht wissen, da es keine Verbindlichen Übersichten/Karten dazu gibt. Mich würde die Director-Frequenz eher überraschen, da sie dich ja sicher aus der Anflug-Staffelung raushalten werden und würde daher eher München Radar auf 129.525 erwarten.

 

Ich kann mir ehrlich gesagt nur schwer vorstellen (wissen tu ich's nicht, da ich auf der Höhe da noch nie durch bin), dass sie IFR-Durchgangsverkehr z.B. auf der Z109 oder N869 von Radar auf Director und wieder zurück nach Radar jagen. Daher wüsste ich nicht, warum sie das mit VFR-Crossings machen sollten.

 

Am Ende musst Du eh auf die Frequenz, die Info Dir sagt und dabei ist es wahrscheinlich besser, keine Erwartung zu haben, weil man dann schon nicht "erwartungsgesteuert das Falsche hören kann". Das ist natürlich bei Approaches oder Departures anders, wenn man zum einen die nächste Frequenz aus der Karte schon tatsächlich ablesen kann und man zum Anderen in einer Phase des Fluges ist, wo zumindest alleine im Cockpit das Eindrehen der Frequenz Konzentration von anderen Dingen wegnimmt. Aber bei einer Crossing hast Du ja alle Zeit der Welt.

 

Florian

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
St-Exupéry

Hallo Florian,

 

danke für deine Ueberlegungen, die sehr nachvollziehbar sind. Ich fliege immer alleine oder mit Passagieren, die keine Hilfe sind und bin mir darum gewohnt, bereits bei der Planung möglichst weitgehend mental vorbereitet zu sein. Wenn ich vom Wetter her oberhalb von FL 70 durchfliegen kann, werde ich den Code rasten und auf der Monitor-Frequenz mithören. Wenn ich tiefer fliegen muss, vertraue ich darauf, dass mir Munich-Info die richtige Frequenz gibt.

 

Besten Dank!

 

Reto

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
DaMane

Nur der guten Ordung halber: die FIS-Bodenfunkstellen in Deutschland heissen offiziell "XYZ-Information", zwecks klarer Unterscheidung von XYZ-Info eines unkontrollierten Landeplatzes. Also nicht wundern, wenn mal auf einen Initial-Call auf 126,95 "Muenchen-Info....." keine Antwort kommen sollte.

 

Gruß

Manfred

bearbeitet von DaMane
  • Gefällt mir 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×