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simones

02.09.2017 | AN2 | Balaschicha (Moskau) | 2 Tote durch Absturz bei Flugshow

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FalconJockey

Wie oft müssen wir denn noch auf die korrekte Formatierung der Thementitel hinweisen? Du bist doch ein regelmässiger Nutzer, Du solltest das wissen.

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simones

Dann korrigiere das bitte mal. Bin hier am Handy und Überschrift kann nicht bearbeitet werden. Danke.

 

Micha

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FalconJockey

Du musst schon etwas mehr Daten liefern. Moskau ist groß, da gibt es mehrere Airports etc..

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simones

02.09.2017 / AN - 2 / Luftfahrtshow in Balaschicha bei Moskau abgestürzt / zwei Menschen (im Flugzeug) kamen dabei ums Leben. unter den Zuschauern wurde niemand verletzt

 

;-)

Micha

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DaMane

Eine AN-2 mag zwar ein ein wirkliches Vielzweckflugzeug sein, blos als Kunstflugmaschine ist sie definitiv ungeeignet. Was hiermit leider vollkommen unnötig unter Beweis gestellt wurde.

 

Gruß

Manfred

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teetwoten

Ja, von irgendwoher muss der Auftrieb eben kommen. Bei soviel Querneigung bräuchte es entsprechend viel Auftrieb (hohes Lastvielfaches) wenn nur noch die Vertikalkomponente zum Tragen des Flugzeuges übrig bleibt. Zudem hätte er noch Trägheitskräfte überwinden müssen zum Übergang vom Sink- zum Horizontalflug.

 

Ob eine AN2 für den Messerflug geeignet ist weiss ich nicht (Schmier- und Treibstoffversorgung, Schub-/Gewichtsverhältnis, uam). Vielleicht kann uns DaMane etwas dazu sagen. Jedenfalls hätte er hierfür viel Fuss geben müssen, um die Nase massiv zu heben. Hervorragend geeignet ist beispielsweise die kleine PITTS S1, welche eine ganze Pistenlänge im stationären Messerflug hinkriegt. Dabei wird das Flugzeug im wesentlichen vom Rumpf und der Vertikalkomponente des Schubes getragen.

 

Wie kann einem Piloten nur so etwas passieren? Schade, schade, schade!

 

Stefan

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DaMane

.............

Ob eine AN2 für den Messerflug geeignet ist weiss ich nicht (Schmier- und Treibstoffversorgung, Schub-/Gewichtsverhältnis, uam).

Vielleicht kann uns DaMane etwas dazu sagen. .................

Leider nein. Ich bin zwar grundsätzlich der Meinung, daß die Fluglage im Raum eigentlich egal ist, solange positive G's in Scheinlotrichtung auf die Tragflächen wirken, und das Flugzeug seiner Nase hinterherfliegt, mein Schnupper-Training auf der AN-2 war aber zu kurz, um auch ernsthaft Grenzflugzustände zu behandeln. Die Anuschka ist sicher der einzige Flieger in meiner Typensammlung, mit dem ich nie eine größere Schräglage als 25 bis 30° geflogen habe, schon weil wir immer relativ nahe am Boden unterwegs waren. Das Flugzeug fliegt mit hoher Eingenstabilität, erfordert große Bedienkräfte an den Rudern, und reagiert relativ träge auf Steuereingaben. Alles in allem das pure Gegenteil dessen, was zum sportlichen Fliegen einladen könnte. 

 

Wie kann einem Piloten nur so etwas passieren? Schade, schade, schade!

 

 

Stefan

Ich glaube weniger, daß ihm das passiert ist, sondern daß er in grob fahrlässiger Weise zu weit neben der Spur war. Siehe auch meinen Beitrag im Nachbar-Faden:

 

http://www.flightforum.ch/board/index.php?/topic/99009-20082017-pa28-warrior-hb-ptl-sanetschpass-vs-kleinflugzeug-abgest%C3%BCrzt/page-9&do=findComment&comment=951946

 

Gruß

Manfred

bearbeitet von DaMane
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PeterH

Eine AN-2 mag zwar ein ein wirkliches Vielzweckflugzeug sein, blos als Kunstflugmaschine ist sie definitiv ungeeignet. Was hiermit leider vollkommen unnötig unter Beweis gestellt wurde.

 

Gruß

Manfred

 

Von ein paar Ausnahmen abgesehen... ;)

 

 

Gruß

Peter

bearbeitet von PeterH
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simones

... und ab 1:30 Minute siehst Du den Absturzgrund des o.g. Unfalls. Der Pilot war aber schlauer und macht das nicht 3 Meter über dem Boden. Denn Messerflug kann auch der beste Pilot nicht mit der Kiste.

Video ist übrigens toll!!!

 

LG Micha

bearbeitet von simones

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PeterH

Man muß im Messerflug natürlich mit dem Seitenruder abstützen, aber wie's Stefan gesagt hat: Das bischen Auftrieb vom Rumpf bei der Geschwindigkeit (um die 180 km/h) reicht bei der Masse und der Motorleistung der AN-2 eben nur für eine Bahn, die grade mal ein bischen flacher ist als der zweite Teil einer ballistischen Kurve...  :huh:

 

Man sollte schon ein paar Füße unter sich haben... Ich war jedenfalls immer feige und hab' meine Einfach-Aerobatik (Messerflug wegen Treibstoffversorgung und Schmierung maximal(!) 4 Sekunden (und das ist dermaßen lang :o )) mit der C42 nur oberhalb 3000ft AGL geflogen...

 

Gruß

Peter

bearbeitet von PeterH
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DaMane

Von ein paar Ausnahmen abgesehen... ;)

 

 

Gruß

Peter

Hey, das hätte ich nicht für möglich gehalten. :o Danke!

 

Hier war aber offensichtlich auch ein Könner am Werk, der sein Fluggerät perfekt beherrschte. Das zeigt schon allein der Umstand, daß er sich in relativer Bodennähe zu trudeln getraute.

 

Gruß

Manfred 

bearbeitet von DaMane
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DaMane

... und ab 1:30 Minute siehst Du den Absturzgrund des o.g. Unfalls. Der Pilot war aber schlauer und macht das nicht 3 Meter über dem Boden................

 

LG Micha

.....und er war noch nicht zu schnell!

 

Das beeindruckendste an dieser Vorführung war für mich übrigens nicht der Loop, sondern daß er das Schiff tatsächlich getrudelt hat.

 

Gruß

Manfred

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DaMane

Noch'n Video, das wir hier noch nicht verlinkt hatten (glaube ich):

 

 

Gruß

Manfred

bearbeitet von DaMane
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teetwoten

Diese Perspektive dürfte drei Informationen liefern:

1) Seine max. Querneigung betrug tatsächlich nahezu 90°.

2) Es gelang die Querneigung deutlich zu reduzieren, wonach die Querruder wohl noch gewirkt hatten.

3) Es gelang nicht den Sinkflug rechtzeitig zu stoppen (möglicherweise wegen der Massenträgheit des Vogels und der Ansprechzeiten der Steuerung).

Offenbar hat sich der Pilot nicht mit inkrementalem Üben an das Manöver herangetastet und hat auch keine Reserve eingebaut.

Führt zB ein Show-Pilot einen tiefen Loop vor Publikum durch und kommt ein paar Meter über Boden aus dem Loop heraus, dann hat er in aller Regel den Knüppel bereits nachgelassen und hätte auch schon viel höher herauskommen können. Den Loop so einteilen und ausführen bringt für den Piloten Reserve und Sicherheit bei gleichzeitig ausreichend Nervenkitzel für den Zuschauer...

Stefan

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simones

Diese Perspektive dürfte drei Informationen liefern:

1) Seine max. Querneigung betrug tatsächlich nahezu 90°.

 

 

Und genau da ist der Fehler. Bei 90  Grad hat man so gut wie 0 vertikalen Auftrieb mit dem Flieger. Das bedeutet Höhenverlust, der zu Bodenkontakt führte.

Will man kurzzeitig 90 Grad Kurven mit dem Ding fliegen, dann sollte man entweder hoch genug sein (kann dann Höhe abbauen), oder vor Einleiten dieser Schräglage einen positive Pitch haben, um quasi eine flache Parabel zu verfolgen. Da der ja noch im Sinkflug war, ist das eigentlich nicht zu glauben so ein Flugzustand bewusst herbeizuführen (dann noch über Zuschauern). Hätte auch noch viel schlimmer ausgehen können.

 

Der Flieger ist eigentlich super gutmütig, aber irgendwann hat alles seine Grenzen.

 

Schönen Sonntag, Micha

bearbeitet von simones
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DaMane

Diese Perspektive dürfte drei Informationen liefern:

1) Seine max. Querneigung betrug tatsächlich nahezu 90°.

2) Es gelang die Querneigung deutlich zu reduzieren, wonach die Querruder wohl noch gewirkt hatten.

.......

 

Stefan

Wo siehst Du das? Für mich sieht die Querneigung ab 0:11 bis zum ersten Bodenkontakt der linken Flächenspitze 2 Skunden später relativ konstant aus.

 

Gruß

Manfred

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DaMane

................Da der ja noch im Sinkflug war, ist das eigentlich nicht zu glauben so ein Flugzustand bewusst herbeizuführen (dann noch über Zuschauern). Hätte auch noch viel schlimmer ausgehen können.

 

..............

 

Schönen Sonntag, Micha

Manche Flieger können eine Tendenz haben, ab einem bestimmten Punkt die Bank selbsttätig zu vergrößern. Natürlich sollte ein Pilot dieses Verhalten schon vorher kennen, bevor er ein solches Manöver fliegt.

 

Gruß

Manfred

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simones

Kann durchaus sein, daß er versuchte durch den  Querruder Ausschlag nach rechts den Bank zu normalisieren, also in die Horizontale zu kommen. Der Anstellwinkel wird damit aber auf der linken Fläche vergrößert (Querruder runter, Anstellwinkel wird vergrößert!).  Dann kam es evtl. zum Strömungsabriss an der linken Fläche.

 

LG Micha

 

P.S. Sieht man gut ab Sekunde 5. Da wackelt der Flieger um die Längsachse. Sieht irgendwie nach Übersteuerung und Verlust der Strömung an der linken Tragfläche aus.

bearbeitet von simones

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DaMane

.............................

LG Micha

 

P.S. Sieht man gut ab Sekunde 5. Da wackelt der Flieger um die Längsachse. Sieht irgendwie nach Übersteuerung und Verlust der Strömung an der linken Tragfläche aus.

Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, welches Video meinst - es gibt inzwischen ja eine ganze Auswahl davon - aber ich erkenne auf keinem eine ausgeprägte Langsamflugphase, wo man die Gefahr eines (auch einseitigen) Strömungsabrisses für möglich halten könnte. :unsure:

Wenn Du einen Schlenker zu erkennen glaubst, kann der durchaus ein Anzeichen einer Anormalität sein, die anschließend zum Unglück führte.

 

Gruß

Manfred

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simones

Lieber Manfred, klar sind Details´schwer zu erkennen. Fakt ist : Pilot hat einfach Scheiße gebaut und mit seinem (+Mitflieger) Leben bezahlt.

 

Gott sei Dank nicht mit Leuten am Boden.

 

Gute Nacht Micha

bearbeitet von simones

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Dierk

Die Querneigung kann man hier sehr gut mit dem Geodreieck ausmessen (2:33)

 

https://youtu.be/Bfp5_gcgLtI

 

Aus Zuschauerperspektive kam der Unfall total plötzlich und unerwartet. Tragisch.

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DaMane

Die Querneigung kann man hier sehr gut mit dem Geodreieck ausmessen (2:33)

 

 

Aus Zuschauerperspektive kam der Unfall total plötzlich und unerwartet. Tragisch.

Gute Aufnahme! So ab 2-3 Sekunden vor dem ersten Bodenkontakt ist schon absehbar, daß das nicht mehr gut ausgehen kann. Ein aufrichten aus der Schräglage hätte geradewegs in den Zuschauerbereich geführt. Vielleicht war das dem Piloten bewußt geworden, und er hat es deswegen unterlassen? Wir werden es nie erfahren....

 

Gruß

Manfred

bearbeitet von DaMane
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Dierk

So wäre es wohl weitergegangen (auf pprune gefunden):

 

https://youtu.be/Ud1RFzJ34sw

 

Nur kam er diesmal aus irgendeinem Grund tiefer aus dem Looping.

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