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Lehmann

Ey, ab in den Süden: Charterfeuerwerk und Binter-Raketen rund um Silvester!

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Lehmann

Hola alle,

 

 

 

wer dachte, wir seien von der Bildfläche verschwunden, der irrt. Doch die Tage und Monate strichen ins Land und irgendwie gab’s nicht mehr viel zu berichten. Doch wir sind zurück und wer nen paar Minütchen zwischen all dem Rummel um die Konferenzen der Präsidenten in Zürich und München hat, der darf sich auf ein paar Eindrücke von der größten kanarischen Insel freuen, die hoffentlich unserer Personalie wieder getreu serviert werden. Also „fasten your seatbelt“!  B)

 

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Das ganze kam ins Rollen, als man bei der Suche nach nem neuen Ausflug in wärmere Gegenden in der Buchungsmaske auf einmal die bis dato noch nicht mal fliegende „Sundair“ vor der Nase hatte. Alternativ schmiss Norwegian Air Shuttle mit günstigen Tickets um sich, aber trotzdem verirrte sich unsere Suchanfrage immer wieder auf die Homepage der dubiosen Neugründung. Wenn man uns Spotter mal ehrlich fragt, dann ist man doch immer auf nen Nervenzusammenbruch heiß und weiß damit auch schon bestens umzugehen, also warum nicht mal Neues wagen und bei dem Newbie zwei Tickets ergattern.

 

Sundair selber hat unterdessen irgendwann mal erfolgreich den Flugbetrieb aufnehmen können, nachdem man den Erstflug von April auf September verschieben musste und selbst dann noch auf Sitzplatzkapazitäten von anderen Fluggesellschaften setzte, und so machten wir uns mit einem nicht ganz einzuordnenden Kribbeln mal auf den Weg nach Berlin und – joaaa – schauen mal, was so passiert :D

 

28. Dezember 2018

 

Sehr früh morgens flog uns der Wecker um die Ohren, und so standen wir wenig später in der Abflugshalle von Tegel und schauten in ungefähr 150 genauso schlaflose Gesichter, die mit uns in einer Schlange darauf warteten, dass der Urlaub losgeht. Bei dem ein oder anderen war der Daumennagel schon fast gänzlich runtergeknabbert, als endlich zwei Mitarbeiter an uns vorbei schliffen, die so aussehen könnten, als würden sie bei Sundair arbeiten. Der PC wurde zum Leben erweckt und damit eine Sorge weniger, einer Nullnummer zum "Opfer" gefallen zu sein.

 

Ne gefühlte Ewigkeit später hielten wir unsere Bordkarten in der Hand und somit waren alle Weichen gestellt! Kurz vor dem Abflug noch den quietschgrünen Brasilianer aus Sankt Petersburg abgedrückt:

 

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Apropos Brasilien: Wo hat eigentlich Sundair ihre Karren her? Tja :D Die hat Geschäftsführer Rosello wohl höchstpersönlich, am Amazonas sitzend, aus der Brühe gefischt. Die beiden 174-Sitzer haben 6 wilde Jahre bei der TAM hinter sich, und fanden Anfang 2017 beide ihren Weg auf die Hinterhöfe von Rio de Janeiro. Sundair hat zugeschlagen und sie nach Abu Dhabi flattern lassen, wo sie den ganzen Sommer unter dem Messer lagen, bis man sie im September bzw. November in die Bundesrepublik holte. Mittlerweile war auch die Lizenz mal fertig und so konnte der Flugbetrieb am 27. September 2017 aufgenommen werden, und das war nach: Las Palmas!

 

Unser Airbus ist auch schon wach und ist bereit zum Einstieg:

 

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Nach einem etwas chaotischen Boarding saßen wir alle auf unseren vier Buchstaben und waren festgezurrt, als uns die Kabine willkommen hieß und die Flugzeit, die mit 5 Stunden berechnet war, verlas.
 

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Na dann: Leinen los!

 

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Der Flug verlief recht ruhig und ging schnell von der Uhr. Bei einem perfekten Flugwetter sind wir eines von vielen Flugzeugen auf der Rennstrecke Richtung kanarische Inseln. Die dürften auch schon bestens bei der Crew bekannt sein, denn in Mitten des Fluges kamen wir mit einem Steward von Sundair ins Gespräch. Der antwortete auf unsere Frage, wie man denn zur Sundair käme, verständnisvoll. Ein kleines, unbekanntes Unternehmen, das bei ihm den Reiz zum Wechsel von der Sun Express zur Stralsunder Airline weckte. So viel übrigens auch zur Begriffserklärung: der Firmensitz befindet sich wie gesagt in der Hansestadt aus Mecklenburg-Vorpommern. Rossello, der früher mal PC’s zusammen gesteckt hat, trat dann 50% der Anteile von Sundair an den Reiseveranstalter Schauinsland-Reisen ab und jooooa, so kam es zum ersten großen, ostdeutschen Flugunternehmen seit Mauerfall und dem Ende der Ära Interflug :D

 

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So verquatscht, sind schon längst im Endanflug auf Gran Canaria!

 

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Nach guter Landung steuerten wir flott unsere Parkposition an und wurden derweil mit sehr außergewöhnlichen Grüßen vom Bordmikrofon in den Urlaub verabschiedet. Es war Sundair "eine Blumenwiese der positiven Gefühle" uns heute von Berlin zu unserem Urlaubsziel zu fliegen, ertönte es aus dem Lautsprecher… Sundair bringt da ne eigene, nicht zu spießige Note mit rein – gefällt doch!

 

So mit Blick aufs Vorfeld sind wir schnellen Schrittes Richtung Mietgarage marschiert… Doch der nicht sehr engagierte Heini der Mietwagenfirma ließ auf sich warten und so standen wir uns locker ne Dreiviertelstunde die Beine in den Bauch, ehe der Typ mit einer Seelenruhe uns die Schlüssel in die Hand drückte. Ein paar schöne Flieger hatten wir schon an den Nagel hängen müssen, naja so what – dann steigen wir einfach mal kreuzquer in die Nachmittags-Rush-Hour ein:

 

Unser erstes Objekt: die adrette „TUI Blue“ vor dem blauen Atlantischen Ozean!

 

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Auch die Frau mit der Harfe macht ne gute Figur vor dem blauen Horizont:

 

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Doch an „Corvatsch“ mit der schönen Blume auf dem Hintern kommen die Boeings natürlich in keiner Weise ran!

 

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Bevor ich das erste Mal den Lokalmatador vorstellen darf! Binter Canarias ist der allseits bekannte Local-Carrier auf den Kanarischen Inseln. Die Airline ist selbstverständlich auf allen 7 Inseln vertreten und darüber hinaus dabei, sich auch international ein nettes Streckennetz aufzubauen. Denn der Kurs Richtung Afrika und Südeuropa wird immer weiter ausgebaut! Zu den 7 Inselhüpfern sind bis letztes Jahr auch noch 14 Flugziele an der Westküste Afrikas und vereinzelte Abstecher Richtung Europa, wie Lissabon & Madeira dazugekommen.

 

Portugals Hauptstadt bekommt zum Beispiel mehrmals die Woche einer der drei, von Air Nostrum angemieteten CRJ-1000’s zu Gesicht!

 

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Neben den 3 kanadischen Neuzugängen flattern auch noch 17 ATR-72’s über die Inseln. Weitere drei Exemplare haben sich vor einem Jahr auf die benachbarten Kap Verde abgeseilt, wo Binter ihren ersten Ableger gegründet hat. Eine einzige ATR der Airline trägt sogar noch die alte Bemalung:

 

Dazu sei gesagt, dass es exakt 10 Jahren her ist, dass Binter ihre „neue“ Lackierung vorgestellt hat  :D

 

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Aus Arlanda und Helsinki schickt Norwegian Air Shuttle netterweise nahezu täglich einer der nagelneuen sechs Boeing 737-800 MAX vorbei! Weitere 104 Stück sollen im Laufe der Jahre für die Skandinavier aus den Produktionshallen schlüpfen…

 

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Neben den Taxiways fällt immer wieder eine exotische ATR-72 auf. Auf der Suche nach einem Punkt mit besserer Sicht werden wir tatsächlich fündig und können von hier bestens den Dauerparker aus Äquatorialguinea unter die Lupe nehmen: Ceiba Intercontinental hatte im Herbst 2012 einer ihrer vier Turboprobs nach Las Palmas entsandt, um dort folgende ATR als erste der Flotte mit der neuen Lackierung zu versehen. Doch nach getaner Arbeit geriet die Airline in eine Zahlungsunfähigkeit und so konnten die Kosten nicht bezahlt werden. Während der Rest der Flotte wenige Monate später an selber Stelle gewartet und umlackiert wurde, stiegen die Kosten für die ATR-72 immer mehr und so bleibt Binter auf diesem Meisterwerk sitzen. Mittlerweile 5 Jahre sind ins Land gegangen, ohne dass die Herren aus Malabo den fertigen 72-Sitzer mal abgeholt haben.

 

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Daneben, in deutlich unfotogenerer Position, stand noch ein Exot: ein Flugzeugtyp von DHL, der in unseren Breitengraden eher selten ist, ist in Südafrika größter Bestandteil des dortigen DHL-Ablegers, Solenta Aviation. Dort hat man im Sommer letzten Jahres eine 27-jährige ATR-42, zu Recht aussortiert und sich dafür jüngeren Ersatz aus Europa geholt. Nach längerer Standzeit in Toulouse-Francazal ist die ATR-42 nach Las Palmas überführt worden, wo sie einen Tag nach unserem Abflug die Reise zu ihrem neuen Besitzer aufgenommen hat. Die Reise geht zu Vensecar Internacional, der venezolanischen DHL-Tochter.

 

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Wo wir doch gerade bei den ATR’s sind: Royal Air Maroc stellt eine weitere wichtige Verbindung nach Casablanca sicher, die abwechselnd mit einem Zwischenstopp in Teneriffa Norte angeflogen wird. Zum Einsatz kommt hier die ATR 72-600.

 

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Zum Abschluss des Tages noch der Kraftwürfel aus Madrid! Air Europa steuert Las Palmas zweimal täglich aus der Hauptstadt an, wobei abends im Normalfall ein Heavy vorbeikommt – nett!

 

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29. Dezember 2017

 

Neuer Tag, neues Glück – nur beim Glück mit dem Wetter scheinen wir den Kürzeren gezogen zu haben. Es ist komplett bewölkt, windig und nicht wirklich warm, aber das stört weder uns, noch der Kulisse!

Und glücklicherweise kommt auch das ein oder andere Gerät mit fliegender Prominenz vorbei!

 

Die sogenannten Shamrocks sind offizieller Partner der Irish Rugby Football Union, dem drittbesten Rugby-Team auf unserem Erdball!

 

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Tja, die anderen wahren Peter Pan aus dem Nimmerland in Erinnerung!

 

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Dann wurde es mal kurz hektisch, weil „Alpha Mike Echo“ in den Funk geschrien hat. Der vermeldete einen Swing-Over auf Bahn 03R, zudem sich gerade ein Sonnenloch Platz verschaffte. Das Callsign ist das der spanischen Luftwaffe und mit einem Blick in den Final Approach wurde bekannt, dass da gerade ein Airbus A310 der „Ejército del Aire“ in den Anflug stürzt. Dabei muss man auch sein Plätzchen am Zaun räumen, denn die rechte Bahn ist sehr nah am Spotterpunkt, also erstens schnell die Linse gewechselt und zweitens sofern es die Zeit noch erlaubte, über Stock und Stein gekraxelt um ein bisschen Abstand zum Specki in der Airbus-Familie zu gewinnen. Das mit der Sonne war uns dann nicht vergönnt, aber wer beklagt sich denn gegen diesen seltenen Gast…

 

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Und auch sonst so, schien die Luftwaffe heute gut aufgelegt zu sein: es dampft wieder hinter den Bergen, als mit einer 1988er Hercules, ein weiteres Mal „Alpha Mike Echo“ zum Visual Approach gecleared wird.

 

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Der nääääächste bitte! Diesmal gleich im Doppelpack…

 

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Die Jungs vom Militär hatten ihre Show, doch wenn’s Mittag gibt, sitzen alle in der Kaserne und Routine hält wieder Einzug. Und mit ihr auch die Sonne!

 

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Kurz jedenfalls… Zum täglichen Nachtisch aus Madrid hängt man wieder unter dunkler Wolkensuppe am Auslöser und so beschließen wir, dass das der Tagesabschluss sein sollte.

 

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30. Dezember 2017

 

Der neue Tag brachte ein paar Veränderungen mit sich, aber die hatten ihren größten Anteil am Flugplan und leider nicht wirklich am Wetter. Die Air Force hatte heute Ruhetag, und so sind es hauptsächlich die Engländer und Skandinavier die heute auf die üblichen 100 Movements kommen sollten, los geht’s!

 

Den Anfang machte heute mal Jonathan Swift, der für gewöhnlich erst am Nachmittag eintrudelt – heute mal zu früher Morgenstund!

 

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Die hatte heute mal kein Gold im Mund, aber strahlendweiß statt Gold im Mund ist doch eh viel besser, wenn ihr wisst was ich meine :D Dieses Exemplar der SmartLynx übrigens, hat es sich über den Winter im Condor-Rudel gemütlich gemacht und fliegt von München, Zürich oder Wien der Sonne hinterher.

 

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Genauso wie diese Aushilfsmöwe der BulAir. Nicht viel bunter, dafür auch für Condor, aber diesmal ab Frankfurt.

 

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Ihr dürft gerne raten, für wen die nächste Weißwurst hier angeknattert kam, bevor ich es euch erzähle… Exakt! Condor „5-X-Drölf“ aus Düsseldorf.

 

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Beinahe wieder einer dieser identitätslosen Charterröhren, doch dieser ist es zu entschuldigen. Denn die Karre kam drei Tage zuvor erst aus Seattle in ihr neues zuhause und

war dementsprechend noch ohne Uniform… Mittlerweile trägt sie die vollständige Allegiant Air äääääh Jet2holiday-Lackierung.

 

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Wetter wurde auch der restliche Tag nicht mehr besser und so beschließen wir den 30. Dezember mit einem Familienfoto aus Novair-Kreisen:

 

Cheeeeese!

 

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31. Dezember 2017

 

Weiter geht es mit dem 31. Dezember, letzter Tag des Jahres. Und der ist nochmal ein richtig schöner! Kaiserwetter und mit dem Blick auf den Radar steigt der Puls auch nochmal ein bisschen an. Da sind nette Kisten auf den Airways vor den Kanaren. Also schnell das ein oder andere Brötchen verschlungen und schon konnte der Spaß beginnen.

 

Wo sicherlich auch der ein oder andere Spaß beginnt, ist im Europapark in Rust. Dafür wirbt Eurowings (wie passend) auf einen der Airbus A320’er, die man aus der Air Berlin-Pleite gewinnen konnte.

 

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Die Konkurrenz wirbt lieber für die anteilseigene Hotelkette…

 

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…das ganze gibt’s auch in knallgelb und in der Version der „TUI Magic Life“-Marke:

 

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Travel Service dreht derweil gleich für eine ganze Region an der Werbetrommel. Kein Wunder, denn hier ist einer der größten Arbeitslosigkeitsquoten der ganzen Republik Tschechien zuhause, und auch die Bevölkerung hat beispielsweise große Probleme mit unsauberen Leitungswasser. Kein Wunder, dass die Touris hier fern bleiben :D  Bekannteste Stadt in der Mährisch-Schlesische Region ist Ostrava.

 

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Pull& Bear ist ein spanischer Modekonzern, der Mittlerweile auf der ganzen Welt Fuß gefasst hat. Unterstützung gibt’s von Iberia Express, deren Flugzeuge in elf verschiedene, europäische Länder vorstoßen. Darunter werden auch 5 von 7 kanarischen Inseln angeflogen:

 

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Mit etwas Verwirrung tauchte zur Mittagszeit mal eine Air Europa im Anflug auf, doch das ist kein längst verspäteter Morgenkurs, sondern hier ist man für Eurowings auf der

Strecke von Köln hierher eingesprungen! Auch Air Europa generiert mit gern gesehenen Stickern ein wenig Aufmerksamkeit für Argentiniens zweitgrößte Metropole:

 

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Bei Germania hat es der firmeneigene 30-jährige Geburtstag zum Anlass gemacht, eine Sonderbemalung aus dem Stall zu lassen…

 

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…während in Frankfurt am Main die Kür zur ersten 5-Sterne-Airline Europas Grund gewesen war, die Korken in den hessische Nebelsuppe zu schießen:

 

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Im Nachbarland feiert man ein Glücksspielunternehmen, das den Rentnern ihres Landes mit ein paar Bingo-Zetteln das Geld aus der Tasche zieht. Das Gute daran ist, dass 50

Prozent der Einnahmen an helfende Organisationen weitergehen.

 

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Könnte gerne den ganzen Tag so weiter machen, aber irgendwann kam dann auch mal die Klatsche von SmartLynx, die mit ihrem grässlichen Dauerweiß mal wieder für Condor vorbei schaute:

 

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Etwas südlich von Lettland kommt dann Litauen, wo man wenigstens ein bisschen Farbe auf die Flieger pinselt…

 

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Nach der Mittagspause geht’s auf der anderen Seite weiter, wo uns zum Einstand einer der neuen TAP-Embrietten um die Ohren fliegt, der aufgrund technischer Probleme drei

Stunden Verspätung mit aus Lissabon brachte.

 

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„Beauty“ hingegen hat pünktlich abgelegt und ist auf dem Heimweg Richtung Frankreich…

 

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Channex muss nur noch ein Stückchen weiter über den Ärmelkanal, dann ist sie auch zuhause.

 

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…während dieser Rennwagen auf der Insel hier beheimatet ist und mehrmals am Tag zwischen Las Palmas und Fuerteventura rumschwirrt.

 

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Geht ganz schön zuuuuuu!

 

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Evelop ist zwar regelmäßiger Gast auf den Kanaren, war aber in diesem Fall als Kreuzfahrtzubringer im Einsatz:

 

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Wahnsinn ist, was die Skandinavier-Schüsseln da täglich allesamt für lange Anreisen haben! Nehmen wir uns mal diese Jettime Boeing 737 aus und nach Skellefteå zum Beispiel: was für uns eine angenehme Mittelstreckenrakete ist, ist vom schwedischen Skellefteå aus die reinste Langstrecke in einem engen Narrowbodie. Heute hat die Stecke aufgrund von starken Gegenwinden über dem Atlantik knackige 7 Stunden gedauert!

 

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Und damit nicht genug: das (Schnecken-) Rennen geht am heutigen Tage an Norwegian 1715… Mit 7:30 Stunden Anreise auf der Strecke Tromso-Las Palmas ist dieser Kurs Spitzenreiter in dieser Disziplin!

 

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Die übrigens ihre Heimreise passend zum letzten Tag des Jahres antraten. Doch das mit der Silvesterfete könnte knapp werden bei den Insassen, dieses Fluges. Denn dieser Kurs wird erst um 00:35 Uhr zurück in Tromso erwartet. Der starke Wind konnte Richtung Norden heute allerdings zum Vorteil genutzt werden und sofern ich mich richtig erinnere war dieser Flug um kurz vor Mitternacht wieder in heimischen Gefilden, doch um eine New-Years-Party am Tromsoer Flughafen kamen sie wohl nicht drum rum...

 

Wir hingegen empfingen noch meinen Onkel, der samt Freundin noch kurz vor knapp aus Berlin einschwebte und uns für die nächsten Tage noch einen Besuch abstattete. So ließen wir also gemütlich zu viert den letzten Abend des Jahres am Strand von Las Palmas ausklingen und beobachteten das Feuerwerk aus sicherer Distanz  :)  

 

1. Januar 2018

 

Das neue Jahr fing allerdings genau dort an, wo das alte auf gehört hat: zurück an Ort und Stelle, macht sich als erstes ein gehörnter und wahrscheinlich geräderter Minibus nach Düsseldorf vom Acker, der sicherlich den einen oder anderen schlaftrunkenen Partygast vom gestrigen Abend zurück an den Rhein kutschiert.

 

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Und die heute omnipräsente Thomson mit einigen Boeing 757’er, die die Unzähligen Briten aus dem Urlaub abholen…

 

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…aber auch von den jungen Boeing 737’ern gab es heute reichlich zu sehen!

 

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Zwischendurch mal wieder ein bisschen Lokalfutter  :ph34r:

 

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Bei TUI gibt es seit Januar 2017 eine neue Ausgabe vom CEWE-Fotoflieger, der nun auch mal bei schönster Kulisse fällig war!

 

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Eigentlich lagen wir einer Sonderbemalung von Thomson auf der Lauer und hätten den Spot, der geplanten Startzeit wegen eigentlich kaum verlassen dürfen, aber es gibt auch Situationen in unserem Hobby, wenn zwanzig-dreißig Minütchen Trödeln auf der Rampe erlaubt ist :D

 

Wenn zum Beispiel ein Air Europa-Dreamliner aus der Hauptstadt bei schönstem Abendlicht vorbei schaut! Übrigens immer dabei: in der letzten Reihe unter dem Leitwerk hat es sich Julio Englesias gemütlich gemacht. Sehr bekannt durch seine Karriere als Musiker, wie auch sein Sohn aktuell. Vielleicht hätten wir ihn mittlerweile auch als Fußballer in Erinnerung, denn Julio war mal Torwart bei Real Madrid, bis ein schwerer Autounfall ihn zum Karriereende zwang. Naja, er hat das Beste draus gemacht und trotzdem Berühmtheit erlangt!

 

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Tja, Julio und seine 300 Vordersitze hatten noch nicht mal Asphalt unter den Füßen, da saßen wir schon wieder im Mietwagen und flitzen zurück zum Spot. Nach kleiner Verschnaufpause hat sich unser Objekt der Begierde in Bewegung gesetzt und dampfte mit leichter Verspätung Richtung Startbahn, wobei die 20 Minuten bis London-Stansted sicherlich wieder aufgeholt wurden  :)

 

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Im Windschatten knattert mal wieder ein Swiftair über den Hof, die es scheinbar auch ziemlich eilig hatte. Diese ist allerdings keiner von diesen nervigen Fuerte-Taxis, sondern flattert mit Post querfeldein.

 

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Mit einer Arkefly, äääh TUI Netherlands endet ein schönes, sonniges Jahresdebüt:

 

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2. Januar 2018

 

Weiter ging’s selbstverständlich direkt am nächsten Tag, sobald die Sonne wieder schien!

 

Eingeläutet wird die bunte Runde von einer der etlichen Norshuttels, die früh aufgestanden sein muss! Schon zur Morgenstunde ging‘s wieder Richtung Heimat in treuer Begleitung von Gloria Fuertes, einer spanischen Poetin, die uns bereits im Jahre 1998 Richtung Himmel verlies, doch mit ihrem Platz auf dem Leitwerk der Erde wieder ein Stück näher ist  :)

 

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Auch einer von nur drei Airbus A321’er der Express-Flotte hat abgelegt und schießt in wenigen Sekunden zurück Richtung Norden, wo er zwei Stunden später in Barajas landen wird:

 

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Thomson hat heute den Größten der Flotte aus der Garage geholt und hüpft bei der Gelegenheit nochmal schnell nach Espargos, der Hauptstadt der Insel Sal, einer der neun bewohnten Inseln der Republik Kap Verde, bevor es ein paar Stunden später wieder retour geht. Der Flughafen Espargos, am Rande erwähnt, war zur aktiven Zeit des Space Shuttels, ein möglicher Ausweichplatz, falls eine Notlandung passieren hätte müssen, wodurch er bekannt sein könnte.

 

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Mal wieder in strahlendweis enttäuscht eine weiter Büchse von Air Explore, die ein paar Monate zuvor in der interessanten Bemalung von Palau Pacific Airlines umher flog. Schade…

 

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Deutlich anziehender ist dabei Mauretania Airlines, Flag-Carrier aus dem benachbarten Afrika, die ihre Chance seit der Annullierung von der Blacklist 2012 nutze und nun auch eine Europa-Verbindung anbietet. Doch aufgepasst, bei Flightradar wird häufig der Emb-145 als Fluggerät gemeldet, der sich auch tatsächlich schon mehrfach nach Las Palmas verirrt hat, aber mehrheitlich kommt hier die Boeing 737 zum Einsatz. Die Flüge poppen auch immer erst kurz vorher auf dem Radar auf, da über dem Meer wohl keine gute Transponder-Verbindung ist.

 

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Auch das Militär ist gut reingerutscht ins neue Jahr und schaut mal mit einer Casa 295 von der Nachbarinsel Fuerte vorbei…

 

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Auffallend war heute, dass ziemlich viele Polen dabei waren, wie zum Beispiel Enter Air…

 

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…oder Smartwings, die ja eigentlich aus dem benachbarten Tschechien stammen, aber heute mit slowakischer Aushilfskraft im Namen der Travel Service Poland unterwegs sind. Ach, ist doch eh alles das selbe!

 

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Aber auch die Evergreens aus dem hohen Norden waren wieder vielfach vertreten:

 

In groß und alt… Workhouse von 1990 und im Geburtsjahr schon mal für Air Europa in Spanien unterwegs gewesen:

 

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…und in klein und jung!

 

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Norwegian ist mächtig stolz auf die 6 Millionen Mitglieder ihres Treueprogramms „Norwegian Reward“ und widmet dieser Plattform großzügige Titel:

 

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Das ist schon ne beachtliche Menge, wenn man die Jungs aus Island fragt. Das ist immerhin das knappe Zwanzigfache der ganzen isländischen Bevölkerung!

 

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Und auch dieser Tag endet mit dem Musketier von Air Europa, die auf dem Kurs ordentlich durchrotieren! Freut sich das Konto…

 

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3. Januar 2018

 

Eine schöne Jetairfly nach kurzer Anreise aus Teneriffa zum Warmwerden:

 

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Bevor ein längst warmgelaufenes Unternehmen zur Tat schreitet: SATA ist mit fast 80 Jahren Tradition schon beachtlich lange dabei und ist vergleichsweise schon älter als die

Firma vom Festland, TAP Air Portugal!

 

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Mit dicken gemachten Dingern an den Trägern, gibt es einen neuen Plastikflieger in der Airbus-Familie:

 

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Gemachte Dinger sehen irgendwie billig aus! Passt ja zu easyJet, Low-Coster aus England…

 

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Dann lieber die nicht altwerdende Boeing-Generationen in ihren verschiedensten Farben:

 

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…uuuuups, ähhh, sorry…

 

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FAAARBEN!

 

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Wobei Chirurgie der Aviatik auch mal gut tun könnte. Apropos Farben… Kann die mal einer zum Lackieren schicken?!

 

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Vikinger-Schönheit in Hülle und Fülle!

 

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Schönheiten… Und dann gibt’s da noch die Aviocars :D Es ist die Casa C-212, die liebevoll mit dem Wort Aviocar „umschmückt“ wird. Diese hat sich in den Produktionsjahren seit 1971 genau 477 Mal in überraschenderweise 40 verschiedene Länder auf dem ganzen Erdball verkaufen lassen. Ich weiß nicht, ob es damals bei Casa noch nen scheppernden Schnaps vor der Besichtigung gab, oder ob es einfach ein praktisches Transportmittel ist… Anyway, auch Spanien hat zugriffen und sich ein paar Teile gesichert. In die Kritik geraten ist der Schuhkarton in den Jahren immer wieder, weil es zur aktiven Zeit knapp 600 (!) Todesopfer in Zusammenhang mit den 80 Totalschäden und Abstürze dieses Musters zu verkraften gab. Jede 7.te Casa C-212 ist im Schnitt mit Todesfolge abgestürzt, ne skandalöse Zahl…  :blink:

 

Auch diese C-212 blieb nicht unfallfrei, sondern wurde nach einer Bruchlandung 2004 in Lanzarote aus dem Verkehr gezogen und schließlich in Ingenio eingezäunt.

 

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Rush-Hour!

 

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Der Sunny-Heart-Fettsack macht sich mit scharrenden Hufen wieder vom Hof…

 

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Unverhofft kommt oft! Auf einmal flog uns Icelandair ums Dach, die sich neben Primera Air und WOWair natürlich auch nicht lumpen ließen und mal im warmen Süden vorbei schauen – heeeeeello!

 

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Nova Airlines hat sich letztes Jahr auch von allen drei Kleinbussen getrennt, deren A330-200’er sind ja mittlerweile schon längst über alle 7 Berge, und geriet dadurch so in den Engpass, dass Kapazitäten aus England angemietet werden musste, doch irgendwann traf dann die verspätete NEO-Lieferung ein und seither fliegen die Schweden mit den zwei Neulingen auf das Kanaren-Archipel.

 

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TUI-RIU ist wieder mit von der Partie!

 

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Genauso wie die mager beflogene Strecke zwischen Luxemburg und Las Palmas. Gerade mal zwei wöchentliche Verbindungen bot man uns zur Schau…

 

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Im Windschatten war unser Geheimtipp Sundair, die netterweise heute den zweiten Airbus A320 der Flotte aus Kassel-Calden vorbeischickten:

 

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Auf Durchreise von Kenia in die USA setzte mal eine seltene Gulfstream hier zur Landung an:

 

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Den Abschluss des Tages macht Finnair, die immer noch mit den putzigen Rentieren umher fliegen…

 

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Aber nur fasst! Einen hatten wir noch auf der Rechnung! Also schnell kurz vor Sonnenuntergang nach San Agustín geknattert um nochmal der dort ausgestellten DC-7 einen Besuch abzustatten. Denn die hat abends schönstes Sonnenlicht zu ihrer Linken. Es ist die letzte DC-7, die von den Produktionsbändern gelaufen ist und lernte anfangs bei der Swissair das Fliegen. Die Schweizer hatten damals übrigens 8,5 Millionen Euro auf den Tisch gelegt, vergleichbar ist die Kapazität mit einem CS-100, der heutzutage etwa das schlappe zehnfache wert ist.

 

Nachdem die DC-7 öfter mal als Werbefläche genutzt worden ist, hat man sie 2015 in das Farbkleid er Binter gesteckt.

 

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Als Beifang gab es noch die Überreste einer ATR-42, die ebenfalls in Binter-Farben auffiel. Diese hat man vor der Abrissbirne retten und sich als Crew Trainer unter den Nagel reißen können.

 

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Auch wieder ein Moment im Leben, wo das Sprichwort „man sieht sich immer zweimal im Leben“ Gebrauch macht. Ein Flieger, bei dem man bei der ersten Begegnung niemals die Vermutung hätte, dass man sich nochmal in irgendeiner Form begegnet. Aber dieser Kasten ist mir auf den Tag genau vor 7 Jahren schon mal in Gran Canaria begegnet. Damals noch im Farbkleid der seltenen Halcyon Air! Was für ein Zufall.

 

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4. Januar 2018

 

Soooooo! Das Klicken hat ein Ende, es ging nach ein paar Häppchen zurück ins Hotel, wo wir kurz vor der Nacht noch die Klamotten zurück in den Koffer warfen und unser Zeug zusammen packten. Denn heute ist Abreisetag und auch unser Airbus ist schon auf der Insel!

 

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Bei der Gelegenheit ließen sich noch ein paar sportliche Aufnahmen von der Terrasse machen, wie zum Beispiel von einer Thomas Cook UK, die ich schon die ganze Woche

auf dem Zettel hatte, aber irgendwie immer nur nach Fuerteventura oder Teneriffa wollte. Am letzten Tag ein paar Minuten vor dem Boarding hat es sich nochmal angeboten ihn doch noch zu kriegen – thaaaaaanks!

 

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Sieht startklar aus der Jute! Rinn da, und heeme jeht's nach Berlin!

 

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Aus dem Cockpit fiel der Kapitän samt Sonnenbrille und hing sich ans Mikrofon wo er sich für ein paar grüßende Worte in den Gang platzierte und noch kurz die Flugzeit von 5 Stunden durch den den Airbus plärrte. Serviert mit dem Wetterbericht von Berlin, der nicht gerade viel von sich erwarten ließ. Ne ordentliche Brise Sturm und ein paar Zerdrückte über dem Gefrierpunkt. Na toll. Naja was soll’s…

 

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Adios, Las Palmaaaas!

 

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Röööööööhr!

 

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Windstärke hier oben konnte man NOCH quasi an einer Hand abzählen, was man auch an den Wolken sieht. Alles was man da unten sieht liegt unbewegt in einem Muster über dem Meeresspiegel…

 

 

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…aber mit dem Sonnenuntergang kamen nicht nur die Pyrenäen unter unseren Airbus, die wegen ihren topographischen Gründen halt mal die ein oder andere Turbulenz in unseren Weg werfen, sondern ab Basel auch noch die Ausläufer des starken Sturms. Die machten sich von ihrer Stärke zwar erst widererwartend ab dem Final Approach über Berlin bemerkbar, aber dort halt dann von ihrer ganzen Seite :D

 

Denn wir waren über Schönefeld, als wir die nasse Wolkendecke verließen und auf Piste 26R eindrehten. Ständig wackelt unsere Tragfläche um den Horizont und die Berliner Skyline, als ich mir das Geschehen draußen mal anschaute. Und so überflogen wir nach Pankow und Reinickendorf auuuch… Moment mal. Unter unserem Wingtip kann ich einen Lufthansa Airbus erspähen, den wir unbeeindruckt überflogen und dann unsanft auf Pistenmitte mit einem Rad auf die Bahn schlugen. Sofort geben die Jungs aus dem Cockpit wieder volle Kraft voraus und wir stiegen in die Verlängerung… Ein großer Schlenker um den Flughafen und etwa 10 Minuten später meldet sich dann auch mal die Zentrale zu Wort, die sich für das ungewöhnliche Manöver entschuldigte und erklärte, dass wir eine Böe von hinten bekommen haben und wir ohne Chance über die Bahn wegtrieben. Mit dem Versprechen, dass der zweite Versuch gelingen wird legte er sein Mikro aus der Hand und setzte wenig später nochmal genauso fest unsere Reifen auf die Bahn, doch dieses Mal blieben wir auch auf festem Boden.

 

Mit bordeauxroten Sitzen und einem aufgeräumten Look kriegt die Kabine auch noch ihren Auftritt:

 

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Tja, das kalte und windige Berlin hatte uns wieder und so ließen wir den Tag ruhig auslaufen, bevor es am Tag drauf mit einer kleinen Pause in Leipzig endgültig heimwärts ging! ;)

 

5. Januar 2018

 

Hier drückten sich mal wieder diverse Russen die Klinke in die Hand, wenn auch der Großteil von den Antonovs hier zur Wartung ist und deshalb auch unterschiedlichst viele Triebwerke an ihren Tragflächen haben :D Sieht auch ein wenig kurios aus…

 

Erst eins…

 

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…dann zwei…

 

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…dann, aaaargh – man siehts nicht so genau, aber ja: drei:

 

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Dann vier, dann steht nicht Weihnachten vor der Tür, sondern ganze 5 An-124’s vor der Hallentür von AMTES Leipzig! Und das ist bei uns im Hobby ja sowas wie Weihnachten

und Ostern zusammen… Schon ein beeindruckender Ausblick auf einem deutschen Flughafen:

 

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Das soll es gewesen sein, ihr habt’s geschafft! Das war ne Woche Kanaren verpackt in einen enggehaltenen sportlichen, hoffentlich nicht allzu langen Bericht, der weitestgehend die vielfältige Kost die Las Palmas mit ihren zahlreichen Charter- und Lokalfutter so auf den Teller bringt. Gerade über das „Winterloch“, wenn es das Wort überhaupt gibt, wo in der Heimat nur Nebelsuppe, Schneetürmchen, Glühwein und natürlich die Gans zur Weihnachtszeit serviert wird, lohnt sich der Abstecher nach Las Palmas ohne Frage! Von meiner Seite wird in nächster Zeit auch nochmal ein Bericht kommen, den ich euch schon mal versprechen kann, denn ein neues Abenteuer – diesmal ins Weite – ist schon gebucht und wartet darauf, dass es angetreten wird.

 

So long und danke fürs Reinlesen,

 

 

 

die wieder auferstandenen Lehmänner aus München  :P

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Tis

Yay, the Lehmen are back! :D 

 

Mit dem Lesen warte ich noch bis morgen, sonst wird's wieder zu spät (man lernt dazu...) - aber so beim ersten schnellen Durchscrollen sahen die Bilder auf jedenfall schon sehr sehr lecker aus! 

 

 

Vielen lieben Dank, ich freue mich!

 

 

Tis

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Fames

wow, wiedermal aller erste Sahne - einmal mehr ein Genuss vom ersten bis zum letzten Buchstaben! ;-) 

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propfreak

immer wieder ein Genuss die Lehmanns in Bild und Schrift zu erleben.. weiter so!

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Easyspotting

Nach einem kurzen Heimabflug-Spotting Ende letztes Jahr in Fuerteventura, konntet ihr mir die noch wesentlich grössere Vielfalt aus LPA in wie gewohnt mit bestem Bild- und Text-Material unterhaltsam und informativ rüberbringen. Die lange Auszeit von euer Seite ist zum Glück überstanden und das Warten wurde wahrlich belohnt...

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Andi112

Ich liebe die Lehmann Tripreports  :wub:

immer wieder amüsant zu lesen :)

wie immer ein toller Tripreport

gerne mehr im Jahre 2018 :)

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