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Hohe Renten bei Swissair-Pensionskassen


mds

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1. Die Bevölkerung wächst nicht. Spätestens seit dem Pillenknick nicht mehr. Bevölkerungswachstum findet nur noch dank Einwanderung statt. Selbst global wird sich die Bevölkerung stark verringern, u.a. dank der katastrophalen Einkindpolitik in China.

Nur gilt seit 1. Januar 2016 eine Zwei-Kind Politik. Die chinesische Führung ist also durchaus zu Korrekturen fähig.

 

Gruss

Ernst

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Wer nicht bis kurz vor dem Sterben arbeiten will, muss sich privat absichern.

Die große Frage ist: Wenn es tatsächlich zur vorhergesagten Situation kommt, welche Form der privaten Absicherung ist sicher? Heute fliesst sehr viel Geld in die private Absicherung, wenn eine Phase kommt in der viel Geld daraus abgezogen wird, bricht dieses System genauso zusammen. Jeder Markt in dem es eine Phase gibt in der alle kaufen, und eine in der alle verkaufen wollen, wirft keine Rendite ab und wird evtl. sogar zum Totalverlust. Man investiert ja nicht in dauerhafte Werte, sondern in Dinge (Firmen, Immobilien, Gold...) die auch einen Marktwert haben. Und wie der sich entwickelt wenn in 50 Jahre alle verkaufen wollen ist absehbar... Für die, die in den nächsten 10 Jahren in den Ruhestand gehen wird sich eine private Absicherung voll auszahlen, für die die 2070 in den Ruhestand gehen ganz sicher nicht.

 

Der logische Schluss also: in Zukunft werden fast alle bis kurz vor dem Sterben arbeiten... Was ja nicht mal unbedingt schlimm ist, wenn es vernünftig organisiert wird, von vorneherein klar ist, und die die es einfach nicht schaffen vernünftig abgesichert werden. Schon heute erreicht ein guter Teil der Arbeitnehmer nicht das Rentenalter, sondern wird vorher arbeitsunfähig.

 

Gruß

Ralf

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@ Dani

 

Aus deiner Grafik kann man aber ganz klar und deutlich ersehen, dass die Weltbevölkerung weiterhin dramatisch anwächst und man erst 2100 eine Abflachung bzw Stagnation der Zunahme erwartet.

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@ Dani

 

 

 

Und die zweite Grafik ist Stand 1998... seither hat sich etwas anderes getan als prognostiziert.

Statistisches Bundesamt

 

Pressemitteilung Nr. 408 vom 15.11.2017: Mehr Geburten und weniger Sterbefälle im Jahr 2016

WIESBADEN – Im Jahr 2016 wurden in Deutschland 792 000 Kinder lebend geboren. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren das 55 000 Neugeborene oder 7,4 % mehr als im Jahr 2015 (738 000). 

Im Jahr 2016 starben 911 000 Menschen, gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Sterbefälle um 1,5 % gesunken (2015: 925 000). Seit 1972 starben somit jährlich mehr Menschen, als Kinder geboren wurden. 2016 lag die Differenz bei 118 000, im Jahr 2015 hatte sie 188 000 betragen.

Das sind allein 70.000 weniger Geburtendefizit zwischen 2015 und 2016, komplett entgegen dem 1998 vorhergesagten Trend. Ich bin auf die Zahlen von 2017 gespannt.

 

Und natürlich zeigt diese Grafik nicht Ein- und Auswanderung, da reden wir von Zahlen in der Größenordnung der Geburten-/Sterberate die man natürlich nicht vernachlässigen darf.

 

Von daher sind viele der Szenarien von denen alle reden inzwischen wieder dringen korrekturbedürftig...

 

Gruß

Ralf

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aber es ist immer noch ein Defizit. Und das wird sich nie mehr ändern. Das einzige was sich noch ändert ist, dass sich das Defizit auch auf "ärmere" Länder ausdehnt. Es ist ein Zeichen von Wohlstand, dass man seine Kinder nicht mehr zur Altersabsicherung braucht.

 

Denn, Kuno, genau das habe ich ja gesagt:

 

 

 

Bevölkerungswachstum findet nur noch dank Einwanderung statt. Selbst global wird sich die Bevölkerung stark verringern,

 

Wenn ich also von Geburtenrückgang spreche, dann spreche ich von den westlichen Ländern.

 

Allerdings wird obige Grafik weitergehen. Im Jahr 2150 wird die Menschheit drastisch geschrumpft sein. Je nachdem wie sich die Welt weiterentwickelt natürlich.

 

Ralf, auch zu deiner pessimistischen Gefühlslage bezüglich Geld muss ich eine Grafik anfügen, die mehr sagt als alle meine Argumente, auf die ihr sowieso nicht hört:

2-formatOriginal.jpg?inIsFirst=false

Krisen werden überschätzt. Es ist völlig egal, wann man einsteigt. Bleibt man dran, wird man gewinnen. Das Problem ist, dass die meisten bei Hochständen kaufen und dann in der Krise versuchen zu verkaufen. Andere Anlageformen sehen sogar noch wesentlich besser aus, weil sie weniger stark fluktuieren.

 

Dani

Bearbeitet von Danix
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@Danix

 

Wenn dein steigender Dow mit einer steigenden Weltbevölkerung und rapide steigenden Produktionszahlen korrespondiert, was erwarten wir in der Phase einer schrumpfenden Weltbevölkerung (von der du noch mehr überzeugt bist als ich). Gerade der Aspekt das "wir" im Moment so gut verdienen, das wir viel davon für die Zukunft investieren treibt den Aktienmarkt, wie wird er in der Phase laufen wenn ein Großteil der Bevölkerung der westlichen Welt versuchen wird von diesem Kapital zu leben, wen alle Geld aus dem Aktienmarkt herausziehen wollen? Es gibt ein ziemlich logisches Szenario... Nicht mal unbedingt für uns, aber für undere Kinder.

 

Gruß

Ralf

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Krisen werden überschätzt. Es ist völlig egal, wann man einsteigt. Bleibt man dran, wird man gewinnen. Das Problem ist, dass die meisten bei Hochständen kaufen und dann in der Krise versuchen zu verkaufen. Andere Anlageformen sehen sogar noch wesentlich besser aus, weil sie weniger stark fluktuieren.

 

 

Schade, dass meine Oma nicht mehr antworten kann. Sie hat in der Zeit um 1923 ihre selbst erarbeitete Aussteuer (simple Ersparnisse) aus 7 Jahren "Fronarbeit" als Magd (7/24) quasi über Nacht verloren. Aktien waren damals was für das Bürgertum...

 

Du beziehst Deine obige Aussage rein auf das Spekulieren ("ein- und aussteigen"), während ich von Bürgern rede, deren Pensionen und Lebensversicherungen über Produkte ebenso am "Spieltisch" der Weltfinanz-, Rohstoff- und Devisenmärkten liegen und sie kaum einen Einfluss drauf haben. Sie verlieren in einer wahrhaftigen Krise ggf. so gut wie alles an Vorsorgen und Rente.

 

Aber Hut ab, mitunter ist Dein Konzept sozusagen das Geheimnis ("bleibt man dran, wird man gewinnen"), nachdem alle seit Dekaden suchen. Ich sehe schon - Du bist nur aus Hobby Pilot (die Airline gehört Dir) und schreibst bereits an einem Buch, welches Kostolany und Co. in ihre Schranken verweisen wird.  :P

 

Gruß

Johannes

Bearbeitet von Phoenix 2.0
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Die Menscheit arbeitet grad mit grossem Effort daran, dass das sogar noch früher eintritt ;-)

Dann müssen wir uns ja auch keine Sorgen machen, ob KI oder Roboter unsere Gesellschaft übernehmen. Irgendwie ein bisschen schizophren, wenn man sich Angst vor einer "futuristischen" Zukunft macht, und gleichzeitig das Gefühl hat, dass die Welt aus den Fugen gerät. Genauso wie die Aussage von Ralf:

 

 

 

[...Dow...] was erwarten wir in der Phase einer schrumpfenden Weltbevölkerung 

Das Wirtschafts- (und damit Aktienkurs-)Wachstum ist nicht eine Folge der steigenden Bevölkerungszahl (oder nur bedingt), sondern der Produktivität. Dank Maschinen bzw. Technologie steigen Aktienkurse. Konnte ich früher mit dem Einsatz von 1 CHF ein bisschen Kuhmist produzieren, kann ich heute einen Chip produzieren, der die ganze Welt vernetzt. Maschinen (also "Roboter") sind nicht der Fluch, sondern die Lösung für die Zukunft, wo weniger Menschen arbeiten werden.

 

Kommen wir zum dritten Pessimisten mit dem Namen Johannes: Wenn du meinst, dass Börsen und Gewinn nur etwas für Hasardeure und Spekulanten sei, dann hast du eine der wichtigsten Grundsätze unserer Gesellschaft noch nicht verstanden. Denn das meiste deiner Rente (und vieles mehr, z.B. die Garantien für deine Versicherungsgesellschaften, Banken, Bundesländer usw) wird an den Börsen erwirtschaftet. All deine Pensionen und Guthaben liegen da. Ausser du hast ein Rentensystem im direkten Umlageverfahren (das gilt in der Schweiz bei der AHV, der ersten Säule der Alterssicherung, und gleichzeitig der am stärksten gefährdeten). Anders gesagt: Dank der "Börse" bekommst du in Zukunft noch eine Rente. In den USA ist es ganz normal, dass gewöhnliche Leute (etwa die Hälfte der Bevölkerung) ihre Ersparnisse in Wertanlagen investieren. Und deshalb auch eine höhere Rendite (und damit Rente) erhält.

 

Ich hatte auch eine Oma, die hat ihre Ersparnisse in den Schrankboden gesperrt. Sie hatte keine Weltwirtschaftskrise. Dafür brannte ihr Haus ab...

 

Dani

Bearbeitet von Danix
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In der Schweiz ist es relativ 'einfach':

  • von der AHV (1. Säule) alleine werden wir nicht (vernünftig) leben können. Heute schon und morgen erst recht nicht. Mit Fr. 2'xxx.- überlebt man in der Schweiz nicht wirklich. Und das geht nur nach unten - die Umwandlungssätze und abnehmende Kaufkraft lassen grüssen.
  • Das BVG (2. Säule) ist nach wie vor eine einigermassen sichere Bank, inklusive netter Zinsen wenn man in der Lage ist, die Kasse ausserhalb der gegebenen Anlage aufzustocken.
  • Die 3. Säule ist ebenfalls sehr attraktiv. Auf der einen Seite kann man mehrere äufnen, um beim Bezug die Steuerprogression zu knicken und auf der anderen Seite dient sie bestens zur Amortisation einer Liegenschaft. Und man kann sie via Börse laufen lassen, mit vernünftigen Baskets.
  • Und dann gibt es (zumindest in der CH) noch die Möglichkeit, sein Altersaufkommen via Liegenschaften aufzustocken (das wird so bleiben - in der Schweiz wird es bei dem Zulauf, den wir haben, immer eine Nachfrage geben), Gold (da gilt Danis Ausssage ebenso wie bei Aktien: wer liegen lässt, gewinnt auf der Zeitachse) - und Garagengold. Bsp: eine Ente (2CV) war 4 Jahre in Reihe das Auto mit dem grössten YoY Wachstum (>20%) - und das bei niedrigen Einstiegspreisen. Noch. Und da gibt es noch viele andere Beispiele auf der Kostenachse.
  • Und sollte es eine Abwertung geben oder sogar Komplettverlust aus den genannten Gründen - dann ist eh alles anders....Hoffen wir, dass wir das bei der heutigen geopolitischen Lage nicht erleben....

Wenn ich da in andere Länder schaue, haben wir so viele Möglichkeiten, die andere nicht haben. Also nicht meckern ;), sondern "schaffe, schaffe, Häusle bauen, Hund verkaufen, selber bellen" :)

 

Markus

Bearbeitet von Gulfstream
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...................

 

Kommen wir zum dritten Pessimisten mit dem Namen Johannes: Wenn du meinst, dass Börsen und Gewinn nur etwas für Hasardeure und Spekulanten sei, dann hast du eine der wichtigsten Grundsätze unserer Gesellschaft noch nicht verstanden. Denn das meiste deiner Rente (und vieles mehr, z.B. die Garantien für deine Versicherungsgesellschaften, Banken, Bundesländer usw) wird an den Börsen erwirtschaftet.

.......................

 

Dani

Bei soviel Optimismus, wie du an den Tag legst, braucht es unbedingt eine Prise Pessimismus als Korrektiv. Letztendlich werden am ehesten die Realisten recht behalten.

 

Zum Tema Börse: mein bescheidenes "Insider-Wissen" auf diesem Gebiet beruht lediglich auf der recht authentisch wirkenden Verfilmung "The Wolf of Wall Street" . Sehr lustig......!. :)

 

Eine Börse erbringt ja selbst keinerlei Wertschöpfung, sondern befriedigt lediglich das Bedürfnis von Anlegern nach Hoffnung auf Rendite. Börsenkurse spiegeln niemals reale Werte wieder - wir erinnern uns doch noch alle gut daran, als Porsche den VW-Konzern übernehmen wollte :o - sondern nur einen Glauben daran. Und der wird von und durch Psychologie gesteuert. Eigentlich nichts für rational denkende Menschen, da kann man ja gleich ins Casino gehen. :unsure:

Viel Glück mit deinen Anlagen!

 

Gruß

Manfred

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Eine Börse erbringt ja selbst keinerlei Wertschöpfung

Kommt darauf an. Es gibt halt zwei grundsätzlich unterschiedliche Wege an der Börse Geld zu machen.

 

Entweder man stellt anderen Geld zur Verfügung um damit Werte zu schöpfen (man gibt z.B. Boeing Geld um damit eine 797 zu entwickeln, oder Tesla um damit ein Model 3 zu entwickeln) und partizipiert später an dem erwirtschafteten Gewinn (durch Dividende oder durch Verkauf der gestiegenen Aktie). Das war der Sinn der Börse als sie damals in Holland erfunden wurde, um Schiffstouren nach Ostindien zu finanzieren. Das hilft der Wirtschaft und schafft Arbeit und Wohlstand für breite Massen (natürlich nie für alle). Die Börse ist damit praktisch eine demokratisierte Art von Bank, die Gewinne aus Wertschöpfung werden breit gestreut, so kann man ein langfristiges Standbein der Altersversorgung schaffen. Diese Art der Wertschöpfung ist weitgehend selbstregulierend, wer viele Werte schafft zieht Investoren an, wer mit dem zur Verfügung gestellten Geld nichts erwirtschaftet, wird gemieden und muss verschwinden.

 

Dann kann man Geld durch kurzfristiges Handeln mit Aktien machen, das Geld verbleibt dabei viel zu kurz irgendwo um damit wirklich zu wirtschaften (oft nur für Sekunden!), man zieht nur Nutzen aus kurzfristigen Kursschwankungen ohne das Werte geschöpft werden, ohne Arbeit und Wohlstand für breite Massen zu schaffen, im Gegenteil, man nutzt die Verluste anderer für eigene Gewinne. Das macht keinen Sinn und ist je nach Einstellung sogar als unmoralisch zu empfinden. Insbesondere haben die Gewinne und Verluste sehr oft keinerlei wirklichen Grund, es ist also keinesfalls so, dass diese Art des Aktienhandels sich in irgendeiner Weise automatisch so reguliert, dass sie maximale gesamtgesellschaftliche Wertschöpfung erreicht. Im Gegenteil, oft wird so maximaler Schaden angerichtet. Man könnte es mit entsprechenden Steuern durchaus auch unterbinden, bzw. die Allgemeinheit an den so erzielten Gewinnen partizipieren lassen. Da aber die Entscheider unserer Gesellschaft zumeist genau so ihren eigenen Wohlstand und ihre Macht begründen, werden sie den Teufel tun etwas daran zu ändern. Durch kurzfristigen Handel erwirtschaftete Gewinne sind völlig untauglich als Altersvorsorge, denn sie sind nicht demoskopiefest, wenn die großen Geldströme nicht mehr in so gemanagte Fonds fließt (heute, viele Beschäftigte) sondern daraus abgezogen wird (in 20 Jahren, viele Ruheständler) wird dieses System zusammenbrechen. Es wird nicht die Renten der heutigen Berufsanfänger in 2070 sichern.

 

Gruß

Ralf

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Haus bleibt Haus, Wohnung bleibt Wohnung, Grund bleibt Grund.

Nicht unbedingt. Wird neben deinem Haus/Grund plötzlich eine Sondermülldeponie aufgemacht oder in andere Wohnungen des Hauses Flüchtlinge einquartiert (nicht falsch verstehen, dies ist eine Faktendarstellung bezüglich des Marktwerts, keine Wertung von Personen...) dann kann der Wert von Haus, Wohnung oder Grund nahezu schlagartig Richtung Null tendieren. Findest du auf deinem Grund Altlasten, kann der Wert sogar negativ werden. Da man nie weiss, ob irgendwann teure Maßnahmen (z.B. energetische Sanierung) Pflicht wird, kann der Wert bisweilen schlagartig abnehmen.

 

Besitz muss nicht unbedingt langfristig irgendetwas sichern. Oft is es zum Glück so, aber eben keine Garantie. Man kann immer genau das falsche besitzen.

Ein umlagefinanziertes System ist per se eigentlich immer eine Garantie, solange in diesem Land noch Gewinne erwirtschaftet werden, kann das Geld auch noch unter allen verteilt werden. Wenn hier keine Werte mehr geschaffen werden, ist die Rente das geringste Problem... Kein anderes System ist so sicher wie die vom gesamten Land erwirtschafteten Gewinne umzulegen.

 

Gruß

Ralf

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Hallo  Ralf,

 

natürlich kann immer was sein, aber wenn man sich mit der Materie vertraut macht und gründlich recherchiert, kann das Risiko minimiert werden (wie überall sonst auch) - zumindest glaubt man das.

Das "Gefährlichste" weil Wahrscheinlichste bei Immobilien sind Nachbarn, die sich scheiden lassen, nachdem man selbst überprüft und gekauft hat; folglich wird die Hütte nebenan verkauft und man versteht sich mit "den Neuen" nicht mehr gut bzw. hat es auf einmal einen anderen Lärmpegel, weil eine Familie mit vier Kindern eingezogen ist. Da kann man nichts gegen machen. Einzige Möglichkeit, das zu verhindern: eine Alleinlage auf einer Lichtung, wo man die Wiesen verpachtet und somit auch Handhabe hat, ob und wann Jauche ausgebracht wird; hier ist man viel eher "Herr der Lage", und ein Stück Wald macht zudem müde Männer munter. 

Kauft man einen Altbau, gibt es (noch) Erleichterungen so wie bei Oldtimern. In AUT, SUI und Bayern wird man gewiss auch nicht zukünftig dazu gepiesakt werden, ein gepflegtes altes Gehöft oder Sacherl mit Styropor oder so zu verkleiden. Dafür haben wir zuviel Traditionsbewusstsein und es gäbe einen Aufschrei, den jede Partei scheut. Bei Verkäufen spielt der Energieausweis ohnehin schon eine wichtige Rolle, und ganz klar mindert es den Wert, wenn die Bude schlecht gedämmt ist und eine alte Heizanlage verbaut ist. 

 

Viele Länder machen schon lange keine Gewinne mehr, und wie Du andeutest, ist Streuung die beste Lösung. Aktien kommen bei mir trotz allem ganz hinten, denn wie bereits diskutiert liegen meine staatlichen und sonstigen Maßnahmen ohnehin in Wertpapieren veranlagt - da habe ich gar keinen Einfluss drauf. Kann man nur hoffen, dass da auf die "richtigen Pferde gesetzt" wurde.

 

Gruß

Johannes

Bearbeitet von Phoenix 2.0
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Immobilien werden im Volksmund allgemein als sichere Anlagen angesehen, und sie haben teilweise sicher nicht unrecht. Allerdings sollten diese Leute wissen, dass auch diese Werte starken Schwankungen unterliegen können. Wir erinnern uns an diverse Immobilienkrisen, die vielen Leuten Leid und Verlust gebracht hat. Die letzte war in den USA 2008, wo viele Leute viel Geld verloren haben. Wenn man ein (zu) hoch bewertetes Haus kauft, sagen wir 20%, es aber fremdfinanziert (Hypotek), zB. mit 60%, dann "gehört" einem Das Haus lediglich zu 40%. Verliert nun das Haus seinen übertriebenen Wert, verliert der Besitzer die Häfte seines Vermögens, also etwas, was an den Börsen eher selten vorkommt.

 

Die nächste Krise könnte durchaus wieder eine Immobilienkrise werden, weil dank dem tiefen Geldmarktzins die Häuser viel zu hoch bewertet werden.

 

Aber auch hier hilft sinnvolle Diversifikation: Nicht all sein Vermögen in nur eine Anlage stecken, breit aufgestellt sein hilft am besten. Nicht nur Häuser, sondern auch andere Anlagen.

 

Noch was zum "Spiel an der Börse": Es ist eine sehr weit verbreitete, aber leider eine falsche Meinung, dass Börsen nichts zum Volkseinkommen beitragen. Das Gegenteil ist der Fall: In einer Marktwirtschaft ist der Handelsplatz der einzige Ort, wo Preise festgelegt werden. Wie katastrophal sich ein Fehlen dieser Preisbildung auswirkt sehen wir in unvollständigen Märkten, wie eben in sozialistisch regierten Ländern, wo der Staat die Preise festlegt: Da eine Einzelperson oder ein Institut niemals den wirklichen Preis kennen kann, ist ein Gut entweder zu teuer oder zu billig, worauf schreckliche Fehlallokationen stattfinden. Dann gibt es plötzlich zu viel von einem Gut und zu wenig von einem anderen, was benötigt wird ist nicht zeitgerecht vorhanden, die Wirtschaft bricht zusammen. Gerade gelesen: Der Mangel an Streichhölzern in Kuba. Wirklich eine zum Lesen heitere, aber eigentlich schreckliche Geschichte, die nur zeigt, was eine Volkswirtschaft ohne freien Handel bewirkt.

 

Die Leute haben ein sehr zwiespältiges (oder sagen wir es geradeheraus: ein negatives) Bild der "Börse". Was sie nicht verstehen, ist ihre enorme Bedeutung für ihr tägliches Leben, selbst wenn sie nicht "investiert" sind. Der "Wolf of Wall Street" war nur deshalb so eine eindrückliche Geschichte, weil er eben NICHT so war wie alle anderen Börsenheinis.

 

Dani

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Während wir hier über den bald kommenden Börsenzusammenbruch und dne Weltuntergang sinnieren, sass ich diese Tage mit zwei ehemaligen Swissair-Piloten am Tisch... die freuen sich einfach, dass es ihnen auch dank der Situation ihrer Pensionskasse so gut geht :-)

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Nicht ganz. Die Basiseinzahlungen ja, aber der Überschuss kommt aus dem Anlagereglement- und den Richtlinien der Swissair PK, und da werden Immobilien Baskets, Aktien, Obligationen etc. drin sein. Also sind wir wieder an der Börse, welche 2017 mit ca. 16% Zuwachs auf einem low risk Ansatz performt hat.

 

Markus

 

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Der Hauptanteil bei diesen abstrusen Leistungen (400 Mio für den letzten Rentner) einer Rentenkasse liegt nicht an der Performance, sondern dass schlicht und einfach die Leistungsempfänger fehlen. Einfach gesagt: Die Rentner sterben ihnen aus. Im Prinzip wurde eine Pensionskasse erfunden, damit immer wieder neue Angestellte kommen und einzahlen. Das funktioniert aber nicht mehr, wenn die neuen Angestellten ausbleiben (weil die Firma nicht mehr existiert). Und so kommt es halt, dass Kapital weiter arbeitet, obwohl immer weniger Geldleistungen ausbezahlt werden müssen.

 

Wie gesagt reden wir hier nicht über die Piloten-Pensionskasse, sondern die der "normalen" Swissair-Angestellten.

 

Im Prinzip müsste man ein Gesetz in Kraft setzen, das verlangt, dass eine Pensionskasse in die der neuen Airline eingeht, also sozusagen der Folgefirma. Da aber alles getan werden musste, damit Swiss International keine Folgefirma von Swissair wurde (weil sie sonst die Schulden hätte übernehmen müssen), trat dies hier nicht in Kraft. Es würde jedoch Sinn machen, wenn man am Ende das überschüssige Kapital der neuen PK von Swiss schenken würde.

 

Dani

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Wie gesagt reden wir hier nicht über die Piloten-Pensionskasse, sondern die der "normalen" Swissair-Angestellten.

 

ääääh, Dani, doch - das waren zwei ehemalige Swissair-Piloten. Bei denen, so sagten sie, ist der Deckungsgrad der Pensionskasse sogar noch höher, als der bei der Pensionskasse der "normalen" Swissair-Angestellten...

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das schon. Aber die Piloten-PK ist eine andere! Ihre ist die wahrscheinlich best rentierende PK der Schweiz, dank ein paar hervorragenden Leuten im Management. Die mit den 400 Mio für den letzten Rentner ist die PK des Bodenpersonals.

 

Dani

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