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Hier möchte ich ein sehr interessantes Projekt vorstellen, das für eine leichten Twin alle aktuellen Erkenntnisse zusammenfasst: Dies ist die AT-6, eine viersitzige MAschine mit Canard Vorflügel und zwei (sehr leichten) Rotax Turbo-Einspritzer mit gesamthaft 320 PS T/O Power. Die Konstruktion ist in klassischer Technik aus Aluminium. Die Trimmung wird quasi "verlustlos" mittels dem Einstellwinkel des Canard und dem (vorgewähltem) Anstellwinkel des Stabilo bewerkstelligt. "Normale" Flugzeuge erzeugen (etwas zuviel) Auftrieb am Flügel und kompensieren mit Klappen mit etwas Abtrieb am Höhenleitwerk. Der Enterich macht im Idealfall nur Auftrieb. Für dieses Projekt wurde dieFirma AT-P gegründet* (deren URL bedient (noch?) keine Publikationen) Hier ein Video (Ton im Originakl in Polnisch, teilweise etwas falsch übersetzt durch K.I.): Die Ekdaten: Vs0 59kt Vcruise 160kt Service ceiling FL160 MTOW 1400kg, 4 Sitze Range: 945 Nm 2x Rotax 916iSc (2x160PS, 75% 2x 142PS)Tubo, redundant dual injection per cyl, DCDI) 2x hydr. C/S- Propeller von MT Avionik: Garmin ballistisches Gesamtrettungssystem BRS sehr interessante Kinetik des Einziehfahrwerks, designt für rauhe Pisten. Die Entwicklungs-"geschichte" Die ersten Konzeptentwürfe entstanden im Rahmen eines Forschungs/Entwicklungsprogramms der Universität Warschau, wo ein Team um Prof. Tomasz Goenzenstorf und Tomasz Antonievski ein Projekt Tree surface aircraft [TSA] mittels der von dieser Uni entwickelte Designsoftware**) verwendet wurde, und anschliessend im scaling von 40% gebaut und die Simulation mittels Messungen am Model geprüft und verfeinert wurde (Publikation 2016). In den Dokumenten und Plänen zum Bau des ersten Protoypen waren vermutlich noch zwei Rotax 914 Turbo vorgesehen, da die gesamte Startleistung mit 230 PS vermerkt war. Tomasz Antonievski, Aviatik-Ingenieur Seine Kreationen trugen jeweils die Bezeichnung AT-(nummer): AT-1 Tomasz absolvierte seinen Master 1990 an der Warszaw University ot Technology mit diesem Projekt: ein zweisitziges UL in Tiefdecker -Konfiguration, das Ende 2090 seinen Erstflug absolvierte. AT-2 Diese zweisitzige Tiefdecker-Einmot in Alubauweise mit fixem Bugfahrwerk. Die ersten 2 Maschinen waren eigentlich Bausätze des Pottier P220S Koala (die Kits wurden in Aerotechnik in Kunovice (CZ), wo in den Fabrikhallen auch die Motoren Walter Mikron und leichte UL's gebaut wurden). Die P220S war von beginn an für die Motoren Limbach 2000 und Mikron ausgelegt und gebaut worden. Die ersten 3 Maschinen sind mit Limbach 2000 aufgebaut worden und entsprachen den Bauunterlagen von Pottier. AT-3 Durch unbefriedigenden Ergebnisse (Leistung des L2000 auf dem Papier 80 PS, effektiv 75PS max.) baute Tomasz 1997 das 3. Flugzeug auf den Rotax 912ULS (100PS, Vergaser) um. Dieses Flugzeug wurde als Experimental vertrieben, aber auch ab 2002 (gebaut und vertrieben von der pol. Aero) als (europ.) VLA. Zwei Flz dieses Musters waren in Bern für eine Flugschule jahrelang im Einsatz. Es sollen ca. 150-170 Einheiten ausgeliefert worden sein. Werbe-Flyer für die AT-3. AT-4 Die AT-3 wurde re-designt und für den US-Markt als Gobosh G-700 in die USA und auch nach Asien ausgeliefert (immer noch mit dem 912ULS, 100PS). Bau und Produktion wieder bei Aero in Polen. AT-5 Tomasz entwickelte ein viersitziger Trainer mit Einziehfarwerk ab 2010 und gründete für die Produktion die Firma AT-P *). Der Erstflug war 2024 AT-6: Hier findet ihr ein interessantes Paper über die Designphase dieses Flugzeugs. Ein besonderes Gewicht hatte die Stabilitätskriterien und Dynamik-Effekte um die Hoch- und Querachse (Duch Roll). Anmerkung: **) Sehr interessantes Paper hier : "Rapid design of unconceitonal Aircraft usind software tools...Lessons learnd" Ich habe manche Stunden mit der P220 in meinem Flugbuch. Auch war ich mit Tomasz Antonievski mehrmals im Kontakt weil ich in einem Umbauprojekt eines P220S Koala zu einem AT-3 (L2000 -> R912ULS) beteiligt war. Cosy
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Herzlich Willkommen zu einem weiteren kleinen Tripreport aus meinen Federn Nach Ostern ging es für mich mit easyJet in Richtung Nordosten - genauer gesagt in die polnische Stadt Krakau. Der eigentlich Grund für diesen Kurztrip war natürlich die Besichtigung der geschichtsträchtigen Orte rund um Krakau herum, welche durch den 2. Weltkrieg zu unschöner Bekanntheit wurden. Die Rede ist natürlich von den Konzentrationslagern Auschwitz und Birkenau. Ich habe mich lange gefragt ob ich euch Bilder von dieser Reise zeigen soll oder nicht - ich habe mich offensichtlich dazu entschieden die Bilder hier zu präsentieren. Ich persönlich finde es wichtig, dass man sich an solche historischen Erreignisse erinnert und nicht einfach mit der Zeit vergisst und deswegen meine Entscheidung. Ich mache es allerdings so, dass ich euch zuerst alle Bilder aus der wunderschönen Stadt Krakau zeigen werde und zum Schluss ein paar Impressionen aus den Konzentrationslager, sodass diejenigen welche die Bilder von Auschwitz und Birkenau nicht sehen möchten rechtzeitig wegklicken können - ich hoffe dies ist für alle so in Ordnung! Eigentlich wäre ein Flug ab Zürich mit euroLot gebucht gewesen, aber die stellten ja just ein paar Tage vor unserer Reise ihre Flüge ein - immerhin war dies länger schon bekannt und wir konnten umbuchen und wählten die zweite Möglichkeit eines Direktfluges aus der Schweiz und so fuhren wir halt nach BSL und nicht nach ZRH und bestiegen anstelle einer Dash8 eine eher langweiligere A319 von easyJet. Das Fluggerät war die rund 10-jährige HB-JZU, welche zeitlebens orange trägt nur die Regi wechselte von G zu HB. Mit leichter Verspätung traf "unsere" Flieger aus Budapest in BSL an und rollte direkt zum Gate: Kurze Zeit später befanden wir uns da, wo es am schönsten ist - weit oben: Nach rund 90 Minuten setze der Pilot auf dem Flughafen, welcher nach dem letzten polnischen Papst Johannes Paul II benannt ist, auf. Das Ankunftsterminal war extrem klein, diese Tatsache wurde noch verstärkt als die Passagiere einer Ryanair-Maschine auch noch im Terminal eintrafen. Mit dem öffentlichen Bus und nachher zu Fuss ging es zum Hostel. Wir schlenderten gemütlich in die Stadt für ein leckeres Nachtessen und machten in der Folge noch etwas vom wesentlich tieferen Preisniveau gebrauch und gönnten uns den einen oder anderen Cocktail. Nichts desto trotz standen wir am Tag darauf früh auf der Matte, eigentlich wollten wir nach Auschwitz, doch glücklicherweise wurden wir noch darauf aufmerksam gemacht, dass die Info der Hostel-Rezeptionistin nicht korrekt war und man quasi gezwungen ist eine geführte Tour nach Auschwitz zu machen. Also Programmänderung - Tour für den nächsten Tag buchen und ab in die Stadt: Wir betraten die Altstadt von Krakau durch das "Florianstor": Ein kurzer Blick zurück: Nach wenigen Metern standen wir bereits auf dem grossen Marktplatz mit der Marienkirche: Weiter ging es durch die Tuchhalle: Weiter ging es auf den Wawel - ein Königsschloss im Stile der Renaissance: Ich erhaschte einen ersten Blick auf die Weichsel: Unsere Sightseeingtour führte ein paar Meter der Weichsel entlang mit dem Ziel ins ehemalige jüdische Viertel von Krakau - das Kazimierz: Wir besuchten auch einen jüdischen Friedhof: Danach schlenderten wir zurück in die Altstadt und erklommen den mühsamen Weg auf den Ratshausturm, von wo man einen tollen - wenn auch nicht ungestörten - Blick auf die Stadt hatte: Nochmals die Marienkirche von unten: Weiter ging es ins Shopping-Centre, wo ich die shoppingwütenden ziehen liess und mich in ein echt typisch polnisches Kaffee setze - Starbucks! Zum Nachtessen zog es uns wiederum in die Altstadt, ich packte dazu auch gleich das Stativ unter den Arm um ein paar Impressionen noch bei Nacht festzuhalten. Ich liess einen tollen Tag bei zwei leckeren Cocktails ausklingen. Der nächste Tag stand dann ganz im Zeichen von Auschwitz und Birkenau - die Bilder folgen weiter unten! Das Wetter war wesentlich besser als am Vortag, sodass ich mich nach dem Ausflug nochmals mit der Kamera in die Altstadt begab um noch die eine oder andere Impression bei Sonne auf den Chip zu brennen. Die Königsburg von der Brücke über die Weichsel aus: Nachdem Nachtessen spazierte ich ein weiteres Mal zur Weichsel - ich wollte noch ein Nachtfoto vom Wawel: Am nächsten Tag gönnten wir uns ein Upgrade in Sachen Frühstück bevor es mit dem Hostelshuttle zum Flughafen ging - dieser war alles andere als gemütlich und das für gefühlt 100 Menschen gebaute Terminal war mit den gefühlt 1000 Leuten drinnen wesentlich zu klein: Glücklicherweise mussten wir nicht allzu lange auf unseren Flug warten, schon bald begann das Boarding - die Kolonne erstreckte sich durchs halbe Terminal und es war schwer auszumachen, wo die Reihe anfängt - aber egal, schlussendlich kommen alle in den Flieger: Zügig ging es auf die RWY für den Start: und so landeten wir wieder sicher auf dem Euroairport in Basel: Somit endet hier der erste Teil meines Reiseberichtes. In der Folge zeige ich euch noch ein paar Impressionen aus den beiden Konzentrationslagern und ich nehme es gleich hier vorne weg - ich persönlich war extrem berührt und obwohl ich die Geschichte ein bisschen kenne, zutiefst schockiert. Gleichzeitig empfehle ich jedem, welcher sich für Geschichte interessiert, die beiden KZs zu besichtigen. Arbeit macht frei - dieser Schriftzug ziert nicht nur den Eingang zum KZ Auschwitz, auch andere KZs haben diesen Spruch als Eingang. Arbeit macht in dem Falle aber nicht frei, das einzige was die Insassen frei machte, war der Tod! Der doppelte Stachel- und Elektrodraht, welcher ein Ausbruch verunmöglichte: Pro Gebäude wurden bis zu 1'700 Häftlinge untergebracht: Drei Blöcke wurden in Auschwitz in ein Museum umgebaut, die Exponate sind eindeutig und absolut einfahrend - ich hatte ziemlich weiche Knie: In der Folge ein paar weitere Impressionen aus dem Lager in Auschwitz: Der dünne Draht, welcher zwischen Freiheit und Gefangenschaft trennte: Ohne Worte: Danach ging es ins nicht weit entfernte Konzentrationslager Birkenau, welches oft auch unter Auschwitz läuft. Sehr eindrücklich vor einem Gebäude zu stehen, welches man oft schon auf Bilder und Berichten gesehen hat - der Eingang zum KZ Birkenau: In solchen Wagen verbrachten die deportierten Juden teilweise mehrere Tage - viele überlebten bereits die Fahrt nach Birkenau nicht: Die Krematorien wurden von den Nazis kurz vor der Befreiung von Birkenau zerstört um Spuren zu vernichten: Ich glaube dazu gibt es nicht viel zu sagen, ausser das pro Abteil sieben Erwachsene schliefen: Das "stille Örtchen": und auch hier wiederum alles eingezäunt mit Stacheldraht: Hier noch einen Blick auf die Rampe von Birkenau. Hier fuhren die Wagen hin mit den Juden drin und gleich auf dem "Perron" wurden Frauen und Kinder von Männern getrennt, sie mussten sich aufstellen und wurden gemustert: Mit diesen traurigen und schockierenden Bilder möchte ich hiermit diesen kurzen Tripreport beenden - oder wie es unsere sehr kompetente Tourleiterin am Schluss gesagt hat: Manchmal fehlen einem einfach komplett die Worte! Ich persönlich bin froh, diese traurige Stätte einmal besucht zu haben um mir einen persönlichen Eindruck dieser Grausamkeiten machen zu können und ich kann ein Besuch in Auschwitz und Birkenau nur weiterempfehlen - die Geschichte darf nicht in Vergessenheit geraten! Ich hoffe euch hat der Tripreport "gefallen". Wie immer freue ich mich über jegliche Rückmeldungen von euch!
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