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Caravan-Ferien rund um FBMN


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bleuair

Dumela!

Kaum ein besserer Tag als Boipuso Day für den folgenden Bericht - am 30. September feiert Botswana den 54. Unabhängikeitstag. Pula!

 

Nun, die ganz weit Gereisten in der geneigten Leserschaft wissen natürlich längst, dass FBMN der Flughafencode für Maun in Botswana ist. Und eben diese Stadt gilt gemeinhin als Tor zum Okavango-Delta, einer der faszinierendsten Weltgegenden überhaupt. Genau vor 1 Jahr durfte ich die Ecke bereisen. Nein, natürlich nicht mit einem Camping-Anhänger, sondern mit einer echten Caravan aus Blech und Nieten. Neben dem Delta sollten noch weitere interessante Gebiete besucht werden. Nach Abwägen verschiedener Reisemöglichkeiten haben wir uns für das Flugzeug entschieden. Ich wäre gerne selber gefahren, aber verschiedene Beobachtungen bestätigten schliesslich, dass die Cessna die beste Wahl war.

Und wenn man einen Teil der Flugzeit quasi als "Rundflug, den ich sowieso hätte machen wollen" abbucht, passt es sowieso. Die folgenden Bilder sollen deshalb vor allem einen Eindruck vermitteln, wie das Land von oben aussieht. Ich langweile Euch jetzt nicht mit irgendwelchen Tierbilder... Hier gehts um die Vogelperspektive. In selbiger mussten wir sehr schnell feststellen, das Delta sah nicht gerade so aus, wie wir uns das von irgendwelchen Dokus gewohnt sind. Statt grün und "lush" wars gelb und "dry". Das hatte damit zu tun, dass 2019 ein sehr trockenes Jahr war. Ironie der Sache, im reisearmen 2020 floss so viel Wasser ins Delta wie in den letzten 10 Jahren nicht. Tja, man kann es nicht steuern, selbst wenn sich die Wasserstände im Herbst schon im Frühjahr an den Niederschlägen im Quellgebiet in Angola ablesen lassen. Die Buchung einer Reise nach Botswana ist geprägt von knappen Kontingenten, die man noch früher buchen sollte. Der Vorteil der Trockenheit im Delta: Man konnte praktisch überall mit dem Jeep hinfahren und damit den Tieren auf den "Inseln" viel näher kommen. Und wegen knappen Ressourcen waren die Tiere eher konzentriert an den verbliebenen Wasserlöchern zu beobachten.

Aber wie gesagt. Hier geht es nicht um Tiere, sondern um die Ansichten aus der Luft und ein bisschen Fliegerbildchen. Darum jetzt "ready for departure"!

(Fotografen-Info: Body: Nikon D7500, Objektiv: bei allen Fotos (bis auf 4 Bilder) 24-120mm KB.)

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Auf den Abend hin nach Kloten an den Flugplatz, ein "Schlumi" im Airside, dann die "Herisau" besteigen und erst mal gemütlich "fliegerchillen". Nach einer entspannten (....) Nacht im Ecosessel weckt uns schöner Sonnenschein und wir erhaschen einen Blick auf Jo'burg. Mein erstes Mal in Afrika!!!

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Ok, es war vorerst nur im (gut aushaltbaren) Transit vom O.R. Tambo, aber trotzdem... Nach dem Umsteigen auf die ZS-YBA der Airlink befinden wir uns hier schon im Landeanflug auf FKMN Maun.
 

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Wiki meint, es sei eine Streusiedlung. Ja, dem würde ich nicht widersprechen. Aber immerhin: 60'000 Einwohner. Grösser als Biel, Thun, Chur, Fribourg etc.!

 

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Und wie die Flügelstrebe verrät, sitze ich hier schon in einer Caravan... Was soll ich sagen, Maun war letztes Jahr im Umbau. Die airside Infrastruktur passt eigentlich gut. Der Platz ist mit unzähligen Einmots im Linien- und Charterbetrieb sehr busy. Das Terminal ist "naja". Es erfüllt seinen Zweck durchaus. Im Gewusel der verschiedenen Touroperator Representatives schaffen auch wir es, an der richtigen Kleingruppe anzudocken. Die Gruppe ist nicht "unsere" (wir reisen individuell) aber sie fliegt teilweise die gleiche Strecke.

 

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Die Cessna wird von Mack Air betrieben. Die Airline ist schon lange im Geschäft und betreibt heute gefühlt zwei Dutzend Cessna 208 Grand Caravan EX. Sie brüsten sich damit, eine der jüngsten Flotten in ganz Afrika zu betreiben. Alles so etwa 2016 und jünger. Naja, junge Flieger, aber weit tragen sie Dich nicht 😄 Wir sind immer noch in Blickweite der Runway 08, welche wir mit einer Linkskurve nach Norden verlassen haben.

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Rausschauen und erstmals die a.b.s.o.l.u.t.! faszinierenden Bodentexturen sehen. Sehr gut sieht man so, wo das Wasser stehen würde und wo die Inseln sind. Dabei sprechen wir nur von ganz seichtem Wasser resp. wenig Höhenunterschied. Das Dunkle, quasi der "Seegrund", sieht nur von oben so aus. Meist ist er bewachsen mit Gras. Die Linien sind tiergemachte Trampelpfade und folgen absolut keiner Logik 😉

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Botswana ist: flach. Das Delta ist flach, die Kalahari ist flach, die Salzpfannen sind flach. Aus fliegerischer Sicht jetzt nicht gerade sooo der Kracher für eine Rundreise. Auch weil low level doch einiges an Thermik vorhanden ist.

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Aha! Unser erster Flug ist FBMN-FBXB-FBNB-FBCM. Hier kommt ein solcher Strip in den Blick. Wie man sieht, perfekt ausplaniert und lang genug für schwere Caravans. Wir fliegen den so genannten Teardrop Approach. 45° über das ferne Pistenende. Check: Name, Windsack, Safarijeep. Dann in einem weiten 225° turn in Base und Final. Cool!

 

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Checkpoint: Name des Strips, Windsack, Safarijeep. (damit weiss der Pilot, dass unten jemand schaut, die Paxe auch mitnimmt resp. der Nachschub schon da ist.) Die Kommunikation läuft mehrheitlich über Funk, sowohl in den Camps wie auch in den Fahrzeugen sind Geräte drin.

 

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Aha, Wasser. Tiere. Ein Camp. Und alles direkt am Platz. Resp. umgekehrt...

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Einer der Flussarme, in dem noch etwas Wasser steht...

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Da musste ich an die Darstellung der Nervenzellen im Gehirn denken...

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Wie gesagt, wo das Wasser ist, sind die Tiere.

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All das gab es rund um Xaxaba. Endlich dreht unsere C208 in den Endanflug. Man könnte sich direkt an solche Büroaussichten gewöhnen!

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Grosse Nachfrage nach kühlem Nass im short final. Witzige Biester, die Flusspferde! Sie können aber auch anders als träge rumliegen...

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Wir sind unten - und da steht sogar ein Jet Ranger rum... mit dem Gerät wärs natürlich nochmal was anderes....

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Für uns aber heisst es - sitzen bleiben. Eine Gruppe steigt aus, bei laufender Turbine natürlich, und schon gehts weiter. Also nachdem die Impalas gekreuzt haben natürlich.

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Zebrastuten mit ihren Fohlen... Was für ein Vorgeschmack...!

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Wir steigen nicht allzuhoch, der nächste Strip ist near and ahead. Gut so!

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Faszinierend! So sehr anders als alles, was ich bisher sah.

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Da hat es noch einigermassen viel Wasserfläche. Sieht spannend aus, definitv "Einbaum-Terrain". Leider aber nicht unsere Ecke. Und auf dem Landweg "eben mal schnell hinfräsen" ist nicht.

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Auf dem Landweg ist es nämlich schwierig genug. Das Fahren im Sand ist nicht gerade etwas, was einen schnell von A nach B bringt.

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Neuer Strip, gleiches Prozedere.

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Check!

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Man kann sich drauf verlassen, dass die Camps immer so errichtet werden, dass es a) für Besucher was zu sehen gibt und b) Wasser im Bohrloch vorhanden ist.

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Hier liegt das Camp wohl ein bisschen "abseits". Rund um den Strip ist nichts zu sehen. Aber egal. Der Landcruiser steht da. Alles gut.

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Bereits am Airstrip ist Nxabega Camp angeschrieben. Manchmal bedient 1 Strip nur 1 Camp, manchmal ist es 1=n.

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Der Loadmaster ist noch nicht an Bord, so kann ich aus Reihe 2 kurz nach vorne blicken. Die Cessna Grand Caravan EX ist mit einem G1000 ausgerüstet, sonst wirkt die ganze Sache nicht viel anders als eine handelsübliche Skyhawk. Ich bin beeindruckt vom Platz, Komfort, Leistung und Einsatzspektrum der Caravan. Mit dem langen Cargopod sieht sie auch vernünftig aus. Ein wirklich tolles Reisemobil!

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Also, auf zum nächsten Leg!

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Aha, wieder ein Strich in der Landschaft! Wir sind die letzten zwei Paxe im Flieger...

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...und freuen uns schon auf das, was wir am Boden zu sehen kriegen werden...

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Hier sieht man, wie weit die PilotInnen ausholen für ihren Approach. Eine Caravan könnte man gut auch sportlich reindrehen. Aber ein stabilisierter flacher Anflug hilft bestimmt bei a) Pax Comfort und b) minimaler Abnützung durch optimale Speeds und flight loads.

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Wenn es Wasser hätte, wäre das hier eine Brücke 😕

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Final FBCM Cement (der Strip heisst nur so, es holpert genauso wie sonst wo).
 

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Beim Backtrack ein close up vom "Signalplatz". Der Guide sitzt noch gechillt auf dem Achterdeck des Toyota Landcruisers. Kurz darauf werden wir dort sitzen.

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Die Mack Air Cessnas hören auf das Callsign "Greentail 1xx" - die Kilo Hotel ist die 108 (weil H=8. Buchstabe). Tiptop eingespielte Abläufe, inklusive "Expressfracht" und Post, das wird natürlich auch immer ausgetauscht.

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Keine Leute aufm Jeep, damit geht die Cessna nun leer zurück nach Maun.

Und wir stehen nun also, rund 30 Stunden, nachdem wir die S-Bahn bestiehen haben, auf einer anderen Hemisphäre, auf einem anderen Kontinent mitten im Nirgendwo und sind zwingend auf unseren Guide angewiesen. Der Kontrast könnte nicht grösser sein! Ein beeindruckendes Erlebnis. Auf der Fahrt zum Camp machen wir uns bekannt und berichten von den Reiseerlebnissen. Alle paar Meter hält er an, weil wieder irgendwo ein Tier durch die Gräser zieht. Wir befinden uns nun also mitten im grössten "Zoo" der Erde (mitunter auch im teuersten). Schon am nächsten Tag werden wir uns langweilen vor lauter Löwen, Elefanten, Antilopen, Warzenschweinen und irgendwelchen Greifvögeln. Nur Spass. Es ist der Hammer. Abgerundet von einer perfekten Organisation des Tagesablaufs hat man den Alltag nach zwei Giraffen bereits vergessen. Wir treffen auf die Camp-Leute und andere Besucher, teilen alle zusammen unsere Geschichten und am Abend gibts am grossen Tisch ein Essen und auch ein bisschen "Nass mit Schwung".

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Eine Woche später sind wir es, die unten am Signalplatz auf dem Jeep warten, bis die Cessna kommt... 😄

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Hallo, Greentail!

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Me like! Auf dieser Reise bin ich mit der Caravan viiiiel wärmer geworden.

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Infrastruktur reduce to the max. Immerhin hat es Feuerlöschmittel. Aber wir Privatflieger wissen ja eigentlich, zum Glücklichsein brauchts nur wenig... nicht mal unbedingt eine Piste.

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Okavango Workhorses (und ja, das Camp Logo auf dem Jeep ist tatsächlich auch ein stilisiertes Pferd)

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Joah so lange sind die Mack Air Leute im Geschäft hier...

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Wir rotieren und winken ein letztes Mal unserem Guide, der uns nach einer Woche und zahllosen Stunden "auf dem Bock" ans Herz gewachsen ist. Zwischen dem letzten Landebild und diesem hier liegen übrigens 3500 Fotos und 1 Woche 😄

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FBCM-FBMN - diesmal wirds ein Direktflug. Rausgucken, solange es geht!

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Das ist die "Hauptstrasse" nach Maun. Die Versorgung des Camps erfolgt per LKW, 1x pro Woche. Der LKW fährt 12 Stunden. Wir sind nach 25min wieder am Boden. Leider bräuchte es für die Nutzlast eher 5 Caravans....

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Im Wäldchen rechts der Brücke in der Bildmitte liegt das Camp. Die unibraunen Gebiete wären alle nass, aber eben, in dieser Gegend war das Wasser spärlich im 2019.

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Wie gesagt, alles tiergemachte Trampelpfade, wohl in Richtung Wasser...

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Fliessen tut da nix mehr. Aber spannend siehts aus!

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In dieser Richtung irgendwo liegt Namibia!

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Die Zivilisation kommt näher. Deutliche Spuren menschlicher Aktivität lassen sich von oben meist gut erspähen.

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Ich habe mir Botswana lebensfeindlicher vorgestellt, aber im Okavango empfand ich es nicht so extrem. Auch Hitze oder Sonne waren jetzt nicht so extrem, dass ich mich dadurch gestresst fühlte. Ein 35°C hier ist fast unangenehmer...

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Auf 5500ft (2500ft AGL) ist es eh nochmal besser auszuhalten. Wir nähern uns mit den üblichen stoischen 140kt unserem Ziel Maun.

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Und schon sind wir in der Base zur 08! Die grösste Maschine am Platz ist im Moment eine Gulfstream, so wegen dem Grössenvergleich.

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Wenn ich die Pneuspuren so ansehe, wird aus der Gegenrichtung nur selten gelandet. Naja, die Winde werden auf der Südhalbkugel wohl eher von Ost nach West blasen, dann macht die 08 Sinn, oder?

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Das grosse Business fliegt Grand Caravan. Die Kleinen fliegen Gippsland Airvan oder Cessna 206 Skywagon oder 210 Centurion.

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Im Terminal fällt mein Blick nach draussen - nicht auf die Baustelle, sondern auf die Piste. Ist da wohl etwa gerade einer abgesoffen? Wir sollten eigentlich noch "ein Zelt weiter"...

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Die Zweimot wurde einfach liegen gelassen. Man sieht sie auch auf den Übersichten oben. Sie scheint "genügend" weit ausserhalb der Piste zu liegen. Geborgen wird dann später?!?

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Maun Tower

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Same type, different airline. Nachdem wir ausserhalb des Terminals bei Major Blue Air im Büro "eincheckten", werden wir mit dem Bus zum Flieger gefahren. Auch die Bravo Bravo ist eine neue EX, auch wenn der Dreiblattprop nicht darauf schliessen lässt.

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Nach der Landung des South African Avros und dem Start der company C172 vor uns starten wir gegen Osten.


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Ich erhasche einen Blick auf die "Privat- und Maintenance" Ramps. Besonders freut mich der Blick auf die assets der Okavango Air Rescue, einer Luftrettungsorganisation, welche der Rega das Gönnermodell abgeguckt hat. Und ja, sie fliegt mit einer alten PC-12 (mittlerweile mit 2), die manche schon in Videos, Magazinen oder im Kalender gesehen haben. Leider habe ich trotz einer Übernachtung in Maun nicht dran gedacht, dort vorbei zu gehen. Die Gründer sind ja Schweizerin resp. Deutscher und damit wäre es einfach gewesen, den Kontakt zu knüpfen. Aber vielleicht ergibt sich die Gelegenheit ja noch.

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Diesmal drehen wir nach dem Start auf der 08 nach Südosten.

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Streusiedlung. Äbe.

 

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Unser (solo) Pilot schraubt die C208 auf whopping 9500ft, unser Leg dauert etwas weniger als eine Stunde. Mit 140kt zerreisst man keine Stricke.

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Elefanten erspäht man von hier oben keine mehr. Die Sicht wird auch eher diesig. Wir sind übrigens jederzeit VFR unterwegs. Der Blick ist gefühlt "eher weniger oft" nach draussen. Aber ich kann zum Luftraumsystem in Botswana überhaupt nichts sagen, was FIS berichtet etc. Und das G1000 hilft ggf. auch mit Traffic Alerts. Ich vertraue den Leuten jetzt einfach mal...

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Strukturen...

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Im Sinkflug, wir nähern uns den Makgadikgadi Salt Pans. Man kriegt schon einen Eindruck, der Bewuchs ist bedeutend geringer!

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Final for FBJC - Tsigaro (besser bekannt als Jack's Camp, daher -JC). Dieses Camp ist ungemein bekannt, aber auch entsprechend teuer. Wir logieren im "Billigableger". Der Jeep dafür wartet schon an der Piste. Hier mal ein Straight in, ohne Circling.

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Dort unten wird unsere Bleibe sein für die nächsten paar Nächte. Wobei wir einmal auch draussen in der Salzpfanne schlafen könnten. Wegen unüblich starkem Wind und saukühlen Temperaturen im einstelligen Bereich wird uns das verwehrt und nach dem Quad-Ausflug zum Dinner unter dem Sternenzelt fahren wir wieder rein.

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Aber erst mal müssten wir mal Landen. Und man erkennt hier, das hat mit "Zement" wirklich nix zu tun. Das war gefühlt die rauheste Piste von allen. Huch! Auf dem Apron steht ja ein Flugzeug!

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Gruppenbild mit einer namibischen Centi! Wenn es eine Privatmaschine ist, dann werde ich aber ganz schnell sehr neidisch 😄

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Während wir nach dem Umlad auf den Jeep davonholpern, macht sich Major Blue Air leer auf den Rückweg nach Maun. Der Pilot wird erst weit nach dem Pistenende an Höhe gewinnen, dann dafür aber sehr rasch. Ein bisschen Spass bei der Arbeit darf sein 🙂

Eben, wie gesagt, ein paar Nächte und Tage später, und wir sind wieder weg. Ein Ausflug in die Salzpfanne lässt erahnen, wo es *wirklich* lebensfeindlich ist. Wir geniessen auch einen Besuch bei einer Erdmännchenkolonie (süss). Der Besuch bei einer "umgesiedelten" San-Familie aus dem Südwesten des Landes zeigt uns zwar lokale Bräuche, Sprache (die mit den Klicklauten) und Prozeduren, aber es ist halt alles etwas "eingerichtet". Wir machen einen Bushwalk und lachen viel. Im Camp logiert eine deutsche Familie und zwei ältere östereichische Paare, wir sind quasi "unter uns" und geniessen die Zeit im Camp (mit freundlicher Unterstützung von Amarula und St. Louis Import).


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Und schon landet die Bravo Bravo wieder in Tsigaro. Major Blue Air scheint hier einen Exklusivvertrag zu haben. Mack Air fliegt hier nicht rein. Die Caravan wird gefüllt, die deutsche Familie fliegt denselben Leg: FBJC-FBSV

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Und mit anderen Gästen aus Jack's Camp macht sich gleich die company Airvan vom "Acker".

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Als wir rollen, trifft noch die company Caravan ein... Es herrscht emsiger Betrieb! Für ein paar Minuten zumindest.

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Takeoff in den Wind und schon vor dem Pistenende wird über den "Apron" gebankt. Unser Pilot will es wirklich wissen 😄 Und ja, ich sitze in Reihe 0...
 

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Es sieht halt leider immer noch sehr ähnlich und sicher mal flach aus hier. Irgendwo zieht eine Fahrzeugspur durch...

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Oder etwa eine "Autobahn"...

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Manchmal wünschte man sich jemanden, der alles erklären kann. Warum ist der Strassenverlauf so, wie ich ihn da gerade sehe?

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Ich meine ja nur! Wäre es nicht einfacher gewesen, die Strasse einfach gerade zu bauen? Hilft die Schlangenlinie, dass man nicht einschläft?

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Unsere Route führt an der Kudiakam Salt Pan vorbei...

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...und am Nxai Pan Strip, komplett mit verschiedenen Vegetationsformen, einer Buschstrasse und vermutlich irgendwelchen Bränden...

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Irgendwelche Schneisen, welche auch als Grenzen zwischen den Concessionaires fungieren.

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Oha! Was sieht mein flachlandversehrtes Auge? Höger! Hügel! Wir befinden uns im Anflug direct base for Savuti Int'l. Die Hügel heissen Ghoha und Savuti Hills.

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Zudem erhebt sich in der Nähe noch eine sandige Wulst. Wir haben in den Salzpfannen schon viel gehört über deren Entstehung, den Zusammenhang mit dem Okavango und seinen Nebenflüssen, welche einst einen grossen See bis hierhin füllten.

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Ich habe ein paar Dinge über die Fliegerei in Botswana gelernt...

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Unbenützbare Pistenverlängerung... es dauert noch ein Stück....

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...bis wir am Gate sind!

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Der Pilot lässt sich nicht zweimal bitten - ab dafür!

Nach ein paar Tagen rund um den Savuti Channel, den vertrockneten Savuti See, ein paar Leoparden und "a pile of lion" haben wir genug der Langeweile mit den Tieren und schon sind wir wieder am Platz, um uns von Greentail 106 abholen zu lassen. Die deutsche Familie fliegt wieder denselben Leg, muss/darf diesmal aber im Airvan mit. A2-OKF wird von einer Pilotin gesteuert, was mich mega freut.

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Wir werden FBSV-FBSI-FBKE fliegen.

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Die Airvan der Major Blue Air wird hingegen direkt fliegen. Sehr wehmütig verliessen wir diese Ecke Botswanas. Das Camp war äusserst wirklich mega ziemlich gut. Wir erlebten hier an einem Tag eine ganze Reihe an krassen Beobachtungen, das hat sich tief eingebrannt. Ja und obiges Foto entstand übrigens am 30.09.2019!

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Hier wieder diese Sandwulst...

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Einer der Elefanten sieht nicht mehr so frisch aus...?

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Beim Anflug auf FBSI Saile - wieder so ein Teardrop Anflug... 

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...alles gut! 

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Wieder erlaubt der Anflug spezielle Einsichten von oben. Die Landschaft ist hier etwas nasser und von Grün durchzogen. Der Linyanti River und seine Seitenarme sind die lebensbejahenden Gründe dafür. Auf der anderen Seite liegt die Sambesi Region von Namibia (ehemaliger Caprivi-Zipfel).

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Greentail 106 im langen Endteil...

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Wir bleiben sitzen und nehmen ein paar Passagiere auf.

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Kurz darauf sind wir wieder in der Luft. Von oben erblicken wir Kudus am Wasser, ein paar Warzenschweine und viele Zebras (am oberen Bildrand). Cool!

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Ein einzelner Elefant "knorzt" am Wasserloch, dazu noch mehr Zebras, Antilopen und Wasservögel 🙂

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Der Flug dauert ein paar Minuten, weshalb wir etwas höher steigen.

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Die Airvan von vorhin fliegt nun etwas südlich von uns parallel auf FBKE zu, wie man schön auf der Karte sieht. Wir sind mit Zwischenhalt fast gleich schnell wie der Kolbenschüttler!

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Zivilisation... Der Ort heisst Kavimba.

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Ein letztes Mal wirre Formen und Farben am Boden.

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Blick auf eine wichtige Strasse, und in der Bildmitte fliesst der Chobe als Grenzfluss zu Namibia. Die Ngoma Bridge ist ein wichtiger Knotenpunkt. Das Gewässer mündet später in den Sambesi, der in Simbabwe über die Victoria Fälle donnert.

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Die andere Maschine fliegt nun direkt vor uns. Wir kriegen ein direct final 08 für Kasane FBKE.

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Im Anflug erheischen wir schon mal ein paar Blicke auf den Chobe River N.P., den wir in den nächsten Tagen noch von unten besichtigen werden. Die Elefantenschwemme erspare ich Euch 😉

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Ah nei, lue da. hier sind sie. Sehr imposante Sache hier.

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Hinten liegt Kasane. Links ist weiterhin Namibia und in der Flussmitte die zu Botswana gehörende Sedudu Island.

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Die Airvan im Final und wir müssen etwas reduzieren mit der Caravan. Wenn man von der Piste rutschen sollte, gibts auch hier genügend Auslauf.

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Noch ein letzter Blick von oben auf irgendeine Sandpiste durch irgend einen Busch. Die trockenen (aber nicht toten) Bäume sehen ganz eindrücklich aus!

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Morgen werden wir auf dem Fluss per Boot rumschippern und uns - laaangweilig - Wasservögel, Krokodile, Flusspferde, Elefanten und weitere Tiere angucken.

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So. Die letzten Meter unserer Caravanferien sind auch bald geschafft.

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Auch hier ist einiges los. Ich kriege sogar exklusive Z- Registrationen für meinen Spotterhunger! 🙂

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Das Flughafengebäude ist top neu, da hat jemand ein bisschen was investiert in Kasane.

Nach diesem letzten Stopp in Botswana passieren wir die Landesgrenze "zu Fuss". Am Kazungula Grenzübergang im Osten der Stadt, ganz in der Nähe des Vierländerecks (Namibia, Sambia, Simbabwe und Botswana) werden wir von unserem Guide abgesetzt, passieren den Grenzbeamten (das Prozedere dauert gut und gerne zwei Stunden) und besteigen auf der anderen Seite einen Car, der uns in einer Stunde auf einer prima Teerstrasse nach Victoria Falls bringen wird. Dies ist der letzte Stopp, und dieses Leg machen wir nicht auf dem Luftweg. Der Flughafen von Victoria Falls liegt so weit ausserhalb des Ortes - aber auf der anderen Seite - so dass es nichts gebracht hätte, nochmal zu fliegen. Nach zwei Tagen in Vic Falls mit dem Besuch der (ebenfalls sehr trockenen) Fälle ist dann Anfang Oktober die Zeit des definitiven Abschieds gekommen!

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Die "Abschussrampe" in Richtung nach Hause ist der Victoria Falls International Airport. Ein durchgestyles Gebäude, wenn ich das richtig gelesen habe, von China gebaut und ein kleiner Hinweis darauf, dass hier viel Wachstum angestrebt (worden gewesen wäre) wird. Mit der momentanen Reiseunlust sind solche "Riesenteile" nicht optimal, aber man wird sehen.... Drinnen erinnert alles an einen ganz normalen Flughafen. Drei Gates gibts und die haben alle eine Prima Sicht nach draussen. Wo nichts läuft...

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EIn paar Flieger "brutzeln" in der Sonne... sonst kein Traffic, nix.

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Bis zur Landung unserer Embraer der Airlink, welche uns nach Kapstadt bringen wird. Immerhin 1 Movement in FVFA...

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Nach einem üblichen Turnaround geht es schon wieder los und wir starten Richtung Osten in den Himmel über Afrika.

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Auf Südkurs queren wir wieder durch Botswana, vorbei an den Salzpfannen. Der charakteristische "Schlirgg" in der Bildmitte ist eine "Insel" in der Sua Pan.

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In einem Chemiewerk westlich des Ortes Sowa wird Sodium abgebaut. Man erkennt auch die Piste von FBSN, quasi dem Werksflugplatz. Die abgebauten Mengen Salz sind massiv - man fragt sich unweigerlich, wer was mit soviel Material macht...

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Im Geiste nehmen wir von Botswana nun Abschied, die Müdigkeit setzt auch ein... "Kurz darauf" befinden wir uns schon im rechten Gegenanflug auf die 01 von Cape Town International Airport FACT... 4 Stunden Reisepause, ein bisschen an die frische Luft, ein bisschen Terminalspotting (yay, sie haben es im Westen gebaut) und schon bald sitzen wir im Edelweiss 340er HB-JMD.

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Grüezi und willkommä an Bord! ...tschüss Afrika und hoffentlich auf ein nächstes Mal! Es wäre mir ein grosses Vergnügen, das Okavangodelta auch noch in "nass" zu erleben...

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Vielen Dank für den Mitflug, der hoffentlich recht unterhaltsam war und nicht alltäglich. Persönlich bin ich aus der Sicht von 2020 sehr glücklich, dass ich die Reise 2019 erleben durfte und "eingetütet" habe. Noch 1 Jahr später zehre ich davon... Die Bedingungen waren vielleicht nicht sooo "lehrbuchmässig" wie im Dokfilm, aber das sieht man bei den unzähligen Löwencloseups eh nicht 🥰 Vielleicht hat die eine oder der andere nun doch wieder Anreiz, ein paar Reisepläne für 2021 zu schmieden. Eine Entdeckungreise (mit) der Caravan kann ich nur empfehlen!

Ke a leboga & sala sentle!

Edited by bleuair
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zebra

Genial! Vielen Dank fürs Mitnehmen! Ja, die 208 ist das ideale Gerät für diese Umgebung.

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FalconJockey

Du hast mit dem trockenen Wetter eigentlich Glück gehabt, weil es viel einfacher gewesen ist, die Tiere ohne stundenlange Pirsch zu sehen.

 

Beim nächsten Mal fliegst Du dann bestimmt selbst dort herum, so wie der eine oder andere von uns hier das in der Vergangenheit getan hat. Das ist dann zehn Mal besser als jeder Mitflug in einer Caravan.

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derfisch

Toller Bericht. Da blutet mein Herz.

Wir hatten für dieses Jahr eine Flugsafari mit einer C206 (ZS-DIT) ab J'Burg geplant, welche durch Süd Afrika, Namibia und Botswana führen sollte. Selbstredend mussten wir diese nun auf nächstes Jahr schieben.

Hoffen wir, dass die Welt bald mal wieder in den "Normalmodus" kommt und wir nächstes Jahr die tolle Reise antreten können.

Aber ich bleibe auch demütig. Wenn abgesagte Ferien meine grössten Sorgen in dieser Krise sind, ist das Jammern auf aller höchstem Niveau......

 

 

 

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bleuair
vor 9 Stunden schrieb FalconJockey:

die Tiere ohne stundenlange Pirsch zu sehen

Insbesondere konnte man mit dem Fahrzeug überall hingelangen. Wenn man mit dem Boot unterwegs ist resp. wenn es viel Wasser hat, sind die Möglichkeiten bedeutend geringer.
Aber "die Tiere" ist ja sowieso nicht so eindeutig. Die Camps haben meist nur einen Elefantenschutzzaun. Der ganze Rest (der GANZE Rest) kann im Prinzip quer durchs Camp marschieren. Entsprechende Pfotenabdrücke haben das auch eindrücklich belegt. Und wenn man des Nachts in Hörweite einen Todeskampf eines Afrikabüffels hört, weiss man, dass man anderntags die Löwen nicht weit suchen muss. Die hauen sich in der Regel die Bäuche voll und bleiben dann einfach liegen. Und wenn die Beute noch was hergibt, sind sie ggf. sogar am nächsten Tag noch genau da, wo man sie am Vortag sah. Maunz!

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Yoda

Hammermäßige Bilder Mirko!!🙂 Was für ein Erlebnis, toll dass du uns hier virtuell mirgenommen hast!

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bleuair
Am 1.10.2020 um 18:02 schrieb derfisch:

Flugsafari [...] ab J'Burg geplant, welche durch Süd Afrika, Namibia und Botswana führen sollte.

Wenn ich das letzte FliegerMagazin so anschaue, dann scheint Botswana nicht ganz oben zu sein auf der Liste. Auch die von Andreas erwähnten "der eine oder andere von uns hier" sind wohl weniger in Botswana unterwegs als in Südafrika. Ich empfand Botswana für Selberflieger als wenig spektakulär (aus aviatischer Sicht). Es ist sehr weitläufig-eintönig. Im Norden, ja, da gibts bestimmt was zu sehen (siehe oben, vielleicht?) aber sonst, so (fast) ganz ohne Erhebungen, das ist doch nicht spannend. Spannend wirds ab da, wo man vom Strip abgeholt wird und dann ein paar Nächte in der Lodge verbringt, Game Drives und andere Ausflüge macht und dann begeistert von den Tieren und der guten Umsorgung spricht. Dazwischen 1 Stunde mit 140kt über die Kalahari schaukeln? Geschenkt.
Besagter Artikel bestätigte, Fliegen dort unten, ja gern, aber nicht unbedingt Botswana. Wenn man schon dort ist, dann würde ich aber tatsächlich Tsigaro und Savuti ansteuern. Und vielleicht einen der zahlreichen Strips im Delta, mit Lodge Anschluss. Jedenfalls viel Erfolg mit dem Projekt. Keinen Reisebericht zu bringen würde meine Erwartungen enttäuschen 😉

Edited by bleuair
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FalconJockey

Ja, NUR Botswana per Flugzeug ist nicht ausreichend. Aber die coole Sache ist halt, dass Du mit einer C172 oder C182 "schnell" überall hin kannst: ein paar Tage Maun, dann einen Tag Victoria Falls, rüber nach Namibia zu diversen Orten und dann noch ein wenig Südafrika.

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bleuair
Am 19.10.2020 um 23:36 schrieb FalconJockey:

ein paar Tage Maun, dann einen Tag Victoria Falls

Unbestrittene Vorteile des Selberfliegens. Und im Sinne des Servicegedankens möchte ich anfügen, dass a) Victoria Falls im Nachbarland Zimbabwe liegt und man halt immer sehen muss, wie es geht mit den Grenzquerungen im Einzelfall (die Lektüre des Fliegermagazins liess schon durchblicken, dass es nicht immer so einfach ist, selbst im südlichen Afrika), und b) dass ich persönlich Maun jetzt nicht gerade als sehenswerte Destination für ein paar Tage anfliegen würde. Sprit und Supplies, ja gerne, aber darüberhinaus bietet die Stadt nicht besonders viel an Attraktivität (von einem Besuch auf der Basis der Okavango Air Rescue mal abgesehen). Wie gesagt, Tsigaro (für die Salzpfannen), Savuti (für den Channel, die Hills und die Plains) und irgendein passender Strip im Delta, dann hat man Botswana geplant. Kasane als Basis für den Chobe NP und einen Überflug des Sambesi mit den Victoriafällen etc. ist natürlich auch denkbar für Selberfliegen.

Aber das Ganze "serviert bekommen" hatte auch seinen Reiz 😉 Mit Augenzwinkern noch ein letztes Argument gegen das Selberfliegen: Amarula! 😄

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FalconJockey

Klar, in Maun muss man nicht länger als ein paar Stunden sein. Ich war 2014 dort und wir hatten dort nur eine Übernachtung, bevor es zu den Victoria Falls (Zimbabwe) ging. In 14 Tagen kann man dort sehr gemütlich durch die Gegend tuckern und 3 oder 4 Tage an einem Ort bleiben, damit man nicht jeden Tag die Koffer packen muss, das wird sonst zu stressig.

 

Im Prinzip ist da unten selber fliegen ganz einfach:

- Uniformhemd mit ganz vielen Streifen tragen

- Crew Ausweis (notfalls basteln)

- jede Menge General Declaration Formulare

- Airspace Permits einholen (lassen)

- die AIP genau bzgl. Zoll/Grenzkontrolle lesen (ist oft PPR)

- flexibel sein

- niemanden bestechen

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bleuair
vor 23 Stunden schrieb FalconJockey:

Jömmers, da habe ich wohl geschlafen 😕 dieser Bericht hat es leider nicht in die "ganz entfernt erinnere ich mich, was gesehen zu haben" Schublade geschafft. Danke!

Umso schöner - jetzt kann man's einordnen! Cool zu sehen, wie die alte Infrastruktur in Vic und Kasane aussah. In Maun ist sie noch nicht erneuert (das Terminal war in Bau, aber was heisst das schon). Da habt Ihr aber schön grüne Landschaft erlebt über dem Delta.!
Noch mehr Faszination löst allerdings Wasser im Sambesi aus... 😄 bei uns war 2/3 des Falles "leer". Östlich der Livingstone Insel lief gar nichts mehr.

MBC_1520_1200.jpgUmso beeindruckender, die Sache jetzt noch in "nass" zu betrachten. Naja, für uns war ja schnell klar, wir müssten quasi die Reise nochmal wiederholen, weil die Szenerie beim ersten Mal nicht richtig installierte. (dazu gehört auch die im Wortsinn abgeblasene Übernachtung in der Salzpfanne) Wer weiss, vielleicht tatsächlich im "eigenen" Flieger! Jedenfalls habe ich mit Deinen Berichten jetzt etwas Futter 🙂
.

Edited by bleuair
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Am 19.10.2020 um 23:19 schrieb bleuair:

Wenn ich das letzte FliegerMagazin so anschaue, dann scheint Botswana nicht ganz oben zu sein auf der Liste.

Den Bericht habe ich natürlich auch gesehen. Die Jungs waren übrigens mit dem gleichen Anbieter unterwegs, wie ich: Markus Möllmann von Bush Pilots.

Unsere Route war / ist wie folgt geplant:

 

Fish River Canyon

Sossusvlei

Damaraland

Etosha

Okavango Delta

Kalahari

Mashatu / Tuli Block

 

Jeweils zwei Nächte pro Stopp.

 

Botswana haben wir letztes Jahr der Länge nach überflogen auf dem Weg zu den Vic Falls. Es ist wohl richtig, dass es nicht wirklich viele beindruckende Landmarks gibt. Trotzdem ist es für uns Europäer eine andere und unbekannte Landschaft. Mir hat es gefallen.

 

Ganz eindrücklich waren die thermischen Bedingungen. Wir waren im Herbst mit einer C206 unterwegs und gut unter MOTOW.

Während dem Flug über Botswana gab es Phasen in welcher ich auf 10'000 Fuss, frei von Gelände und ohne Wolken, die Höhe nicht halten konnte. Steigleistung gesetzt und trotzdem ging's 300 Fuss / Min runter. Das umgekehrte gabs dann natürlich auch wieder. Alles aber ganz ruhig, ohne Turbulenzen.  

 

Betrachte ich die aktuelle Lage, habe ich gewisse Zweifel ob die Reise im nächsten Jahr wirklich möglich sein wird.
Ich weiss, das sind Luxusprobleme. Aber schade wäre es auf jeden Fall.

 

Cheers

 

Timo

 

 

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