cosy Geschrieben 10. April Geschrieben 10. April vor 7 Stunden schrieb Beno: Wenn die Höhenangabe ungefähr stimmt, dann wäre die Absturzstelle etwas höher gelegen als die niedrigste Passhöhe (Passo di Cristallina, 2566 m), aber viel Raum zum Manövrieren ist da nicht. Das hàngt vom lokalen QNH ab. Dieser Wert kann im alpinen Gebirge ganz gewaltig schwanken. (die Transponder senden die Druckhöhe @1013hPa- unabhängig vom realen QNH) Ein Beispiel: Als ich vor etwa 2 Wochen (19.3) von Sion nach Grenchen flog, war das QNH in Sion (vom Tower gemeldet) 12 hPa höher als jenes das mir Geneva Info gab über Montreux! Das entspricht ein Höhenunterschied von 324 feet. 8432 ft (Deine Angabe von 2566m@1013) reicht schon wegen der Geländeform im Einschnitt nicht. Kennt jemand das QNH in diesem Sektor am Unfalltag? Cosy Zitieren
Beno Geschrieben 10. April Autor Geschrieben 10. April (bearbeitet) @cosy Ich bezog mich mit der Höhenangabe auf den Zeitungsbericht, in welchem die Fundstelle auf einer Höhe von 2600m angegeben wird. Aber die QNHs am 13.3.2026 um 14 Uhr Lokalzeit in der Region waren: Cevio: 1015.7 hPa Cimetta 1016.3 hPa Locarno-Monti: 1016.6 hPa Matro 1015.7 hPa Piotta: 1015.4 hPa Robièi: 1015.9 hPa (Daten: MeteoSchweiz) Bearbeitet 10. April von Beno 2 Zitieren
cosy Geschrieben 12. April Geschrieben 12. April Am 11.4.2026 um 00:16 schrieb Beno: @cosy Ich bezog mich mit der Höhenangabe auf den Zeitungsbericht, in welchem die Fundstelle auf einer Höhe von 2600m angegeben wird. Aber die QNHs am 13.3.2026 um 14 Uhr Lokalzeit in der Region waren: Cevio: 1015.7 hPa Cimetta 1016.3 hPa Locarno-Monti: 1016.6 hPa Matro 1015.7 hPa Piotta: 1015.4 hPa Robièi: 1015.9 hPa (Daten: MeteoSchweiz) Ok, vielen Dank. Mit der Formel (height+[(1013-QNH)*30] ergibt das eine Druckhöhe die vom Mode-S Transponder ausgesendet wird von 8630ft (auf 100ft 'gerundet'). Die ADS-B Out Spur sendete am letzten Punkt 7750 ft (interpoliert mit dem 2.letzten Datenpunkt?), mit Track 343 und 147 kt. Diese Transponderhöhe entspricht 2362m ü.M. bei Std. Denkbar ist, dass der letzte Datenpunkt einige Momente vor dem Aufschlag gesendet wurde, und der Pilot eventuell das Flugzeug aus der sehr konstanten Flugbahn ( ohne Speed, Alt- und Kursänderung) hochzog. Es ist sehr gut möglich, mit diesem Zweisitzer aus 147kt Fahrt im Reiseflug mit cruise-power den etwa 270 ft Höhengewinn in wenigen Sekunden rauszuholen, vermutlich ohne unter die Stallgeschwindigkeit zu erreichen. Es könnte sich hier eventuell ein dynamischer Stall über aufsteigendem Gelände ereignet haben (das weiss ich nicht- ist aber nicht auszuschliessen). Ein weiteres Problem, das in solchen Wetterlagen 'zuschlagen' könnte, ist die visuelle Illusion die sich beim Scannen einstellen kann, dass feine Kontrastunterschiede von Wolkenformationen aussehen können wie Bergkuppen oder Teile eines abfallenden Gletscherrückens. Das hat schon manche hartgesottenen Profis getäuscht. Dies kann besonders dann vorkommen, wenn man den Flugabschnitt gut kennt und visuelle Erinnerungen von der Strecke hat. Da ist es möglich, dass ein 'gespeichertes' Bild mit dem visuellen Eindruck korrelliert- und das Bewusstsein des Piloten täuscht. Es gibt einige solche Unfälle. Die harte No-Go- Limite der Sicherheitshöhe sowie die vorgängig gewählten Decision-Points für eine Umkehrkurve in Einflügen in ansteigende / verengende Täler können solche Situationen vermeiden helfen. Cosy Zitieren
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