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04.06.2026 | Lufthansa | Boeing 787-9 | D-ABPQ | EDDF Frankfurt | Nose Gear Collapse at gate


Empfohlene Beiträge

Geschrieben (bearbeitet)

Einer Boeing 787-9 der Lufthansa ist heute das Nose Gear eingeknickt. Maschine stand am Gate und wurde gerade für den Flug LH450 nach LAX vorbereitet, als scheinbar ohne Vorwarnung das Nose Gear nach vorne knickte.

 

https://www.aero.de/news-52777/Boeing-787-9-von-Lufthansa-sackt-am-Gate-auf-die-Nase.html

 

Video:

https://vid-hot.pr0gramm.com/2026/06/04/e5dc47278b51fb5e-h264-low_res.mp4

 

Fotos:

EPkNPW5.jpeg

 

smInsit.png

 

Glück für die Arbeiter auf dem Loader und vorne neben der Nase, die da sehr dicht an der Maschine dran waren, das hätte übel ausgehen können.

 

Bearbeitet von conaly
Geschrieben

Nach Angaben von aero.de, handelt es sich um einen erst im Januar 2026 neu an Lufthansa ausgelieferten 787-9 Dreamliner.

Ist in dem Fall alles noch unter Boeing Garantie ! ?

Zum Glück ist diesen Arbeitern nichts passiert.

 

LG Simon

Geschrieben

Ist bei einer British Airways 787 vor fünf Jahren schonmal passiert:

 

https://www.gov.uk/government/news/aaib-report-boeing-787-8-inadvertent-nose-landing-gear-retraction-whilst-parked-on-stand-london-heathrow-airport

 

Zitat

During preparation for a cargo flight from Heathrow to Frankfurt, the ground maintenance team was working to address three fault messages associated with the nose landing gear (NLG) doors while the flight crew prepared the aircraft. The Dispatch Deviation Guide confirmed that rectification of the defects could be deferred to a later date providing that the landing gear was recycled to confirm the NLG functioned correctly. To prevent the landing gear from retracting when UP was selected, the landing gear downlock pins were fitted. However, when UP was selected, the NLG retracted. As a result, the aircraft’s nose struck the ground, which caused significant damage to the lower front section of the aircraft. This inflicted minor injuries on the co-pilot and one of the cargo loading team.

 

The accident was caused by the NLG downlock pin being inadvertently inserted in the downlock link assembly apex pin instead of the downlock pin hole. The design of the aircraft NLG downlock assembly created an opportunity for error when inserting the NLG locking pin, because two holes were located so close together that the pin could be accidentally inserted in the wrong location.

 

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb KoS:

Ist in dem Fall alles noch unter Boeing Garantie ! ?

 

Ich denke das ist fast zweitrangig. Aber die Ausfallkosten werden sicherlich nicht ohne sein und ich vermute, dass die Reparatur bei den Rümpfen aus Verbundstoffen auch Umfangreicher ist. Da haben wir ja Experten hier, die das sicher genauer ausführen können.

 

Gruß Alex

Geschrieben

Die BA 787 wurde innerhalb von fünf Monaten repariert. Der wurde eine Tür rausgerissen und keine Frachttür, aber man kann den voraussichtlichen Ausfall der Maschine wohl auf etwa diese Zeit bemessen.

 

Laut internen Kreisen war wohl eine Crew an Bord und es gab unter dieser Verletzte, jedoch ohne Details zu Schwere.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 5 Minuten schrieb conaly:

Laut internen Kreisen war wohl eine Crew an Bord und es gab unter dieser Verletzte, jedoch ohne Details zu Schwere.


Das wurde jetzt auch offiziell bestätigt:

 

Zitat

 

Lufthansa bestätigt den Zwischenfall. Zum Zeitpunkt des Vorfalls hätten sich Crew- und Bodenmitarbeitende für Flugvorbereitungen an Bord befunden, aber noch keine Fluggäste. "Mehrere Mitarbeitende wurden verletzt und werden derzeit medizinisch versorgt", so ein Sprecher. Darunter seien Boden- und Kabinenpersonal. Die genauen Umstände würden gemeinsam mit den zuständigen Stellen untersucht. Technikfachleute und Hilfskräfte seien vor Ort.


Quelle:

https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_101283338/boeing-787-bugfahrwerk-von-lufthansa-dreamliner-knickt-am-flughafen-ein.html

Bearbeitet von Chris.apunkt
Geschrieben

Beim Vorfall von British Airways handelte es sich um einen reinen Cargo-Flug, bei welchem beim 8-jährigen Dreamliner ein Fehler am Fahrwerk angezeigt wurde. Bei den anschliessenden Kontrollarbeiten im Cockpit kam es wegen einer Verwechslung bei der eingesetzten Bugfahrwerkssperre, beim betätigen des Fahrwerkhebels zum einknicken und versagen des Bugfahrwerks.

Beim LH Dreamliner wurde jedoch nichts von angezeigten Fehlern erwähnt, und nach 5 Monaten sollten da ja eigentlich noch keine solche Mängel auftreten?

 

AAIB Bulletin Quelle: Boeing 787-8, G-ZBJB

Geschrieben (bearbeitet)

Seltsam, dass dies bei einer brandneuen Maschine passiert. Ich gehe nicht davon aus, dass der Captain seinem Copi beweisen wollte, dass man den Fahrwerkshebel im Stand einziehen könne, da passiere nichts -  wie   vor ca. 26 Jahren beim  bekannten Fall, als ein Crossair-Cpt in LFSB seinem Schüler genau dies mitteilte - und dann das Fahrwerk der SAAB 340 einbrach, weil ein Sicherungsbolzen nicht eingesetzt worden war. Ich gehe eher (sehr spekulativ) davon aus, dass die 787 wohl in North Charleston SC gebaut wurde ;=)  Dass es dort zu auffälligen Fertigungsfehlern kam, ist ja bekannt. Siehe Auszug aus Wikipedia. Runterscrollen zu quality control issues. 

Bearbeitet von danlu
Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb danlu:

Ich gehe eher (sehr spekulativ) davon aus, dass die 787 wohl in North Charleston SC gebaut wurde ;=)

 

Die meisten 787 kommen inzwischen aus Charleston (darunter übrigens alle 787-10), die Dreamliner-Linie in Everett ist seit 2025 dicht. Und selbst wenn das der Fall war, jede Airline schickt Abnahmetechniker ins Werk, und gerade Lufthansa wird den Teufel tun und ein mangelhaftes Flugzeug übernehmen.

 

Zumal sich die Linie dort deutlich stabilisiert hat. So schlimm wie vor einigen Jahren, als an fast jeder Maschine nachgearbeitet werden musste, ists wohl lange nicht mehr.

Frank Holly Lake
Geschrieben (bearbeitet)

Einige Mitarbeiter wurden verletzt und kamen ins Krankenhaus.

Da war Glück das keiner getötet wurde. 

Die Frachtluke ist offen. Und ich bin mir sicher, das es an der Schäden gibt.

Eigentlich sollte, und das weis ich von meiner  Fraport Zeit , bevor die Klappen geöffnet

oder das  Bording beginnt, die Safety Pins drin sein im Bugfahrwerk,  um genau so etwas zu verhindern.

Beim Hauptfahrwerk nicht ganz das Problem, wenn da was schief geht, liegt das Flugzeug auf den Triebwerken.  

Beim Bugfahrwerk geht es vorne ganz schnell runter und deshalb gefährlich. 

Grüße Frank 

 

 

Bearbeitet von Frank Holly Lake
Frank Holly Lake
Geschrieben (bearbeitet)

Ein LH Mitarbeiter teilte mir mit, das die Cowlings beider TW unten ebenfalls beschädigt sind, 

Prüfen auf Strukturschäden in der Pylonen .... Die Cargodoor ist nach oben gebogen und der Doorframe ist beschädigt.  Plus die Schäden des Rahmes vorne unten am Bugfahrwerk,

Die ist über Monate am Boden war sein Kommentar ebend.. 

Grüße Frank 

Bearbeitet von Frank Holly Lake
Frank Holly Lake
Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb KoS:

Nach Angaben von aero.de, handelt es sich um einen erst im Januar 2026 neu an Lufthansa ausgelieferten 787-9 Dreamliner.

Ist in dem Fall alles noch unter Boeing Garantie ! ?

LG Simon

 Es muss geprüft werden warum das passiert ist . Hat da jemand den Fahrwerkshebel betätigt? Waren die Safey Pins drin?   Oder hat es eine unkontrollierte Betätigung der Hydraulik gegeben z.B bei einem Test.

Das wird sicher noch Untersucht.

 

Ich wage die Aussage, bei  normalen stehen mit Safety  Pins drin passiert so etwas nicht mal bei einem Sturm. 

Die Versicherung  wird  am Ende den Schaden zahlen.

 

Den Monatelagen Ausfall muss die LH selber zahlen. 

Denn die Dinger kosten monatlich einen Millionenbetrag  bei z.B Dr Peters & Co. 

Denen ist es egal, ob das fliegt,  oder am Boden steht. zwischen 0.6 bis 1,2 M$

Grüße Frank 

Bearbeitet von Frank Holly Lake
Frank Holly Lake
Geschrieben (bearbeitet)

 


Ist es wieder passiert ?

Einen vergleichbaren Vorfall gab es bereits 2021 in London .
Ursache war damals ein falsch gesetzter Lock-Pin, beim Abarbeiten einer Fehlermeldungsliste  der Nose-Landing-Gear (NLG) Door durch ein Wartungsteam an Bord.
Hierzu wird das NLG auf Up gesetzt und der (richtig gesetzte) Pin soll das Einziehen des NLG verhindern.

Hier war der Pin fasch gesteckt und schon lag das Flugzeug auf der Nase. 

 

https://www.gov.uk/government/news/aaib-report-boeing-787-8-inadvertent-nose-landing-gear-retraction-whilst-parked-on-stand-london-heathrow-airport

 

Dieses Loch wurde dann mittels Abdeckung geschlossen damit das nicht mehr passiert. Siehe Service Bulletin 

 

Grüße Frank 

 

Während der Vorbereitungen für einen Frachtflug von Heathrow nach Frankfurt arbeitete das Bodenwartungsteam an der Behebung von drei Fehlermeldungen im Zusammenhang mit den Bugfahrwerksklappen, während die Flugbesatzung das Flugzeug vorbereitete.

Der Leitfaden für Abweichungen im Abflugverfahren (Dispatch Deviation Guide) bestätigte, dass die Behebung der Mängel auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden konnte, sofern das Fahrwerk erneut getestet wurde, um die korrekte Funktion des Bugfahrwerks zu bestätigen.

Um zu verhindern, dass das Fahrwerk beim Einfahren (UP) einfährt, wurden die Verriegelungsbolzen für das ausgefahrene Fahrwerk montiert. Trotzdem fuhr das Bugfahrwerk beim Einfahren ein. Infolgedessen schlug die Flugzeugnase auf dem Boden auf, wodurch der untere vordere Teil des Flugzeugs erheblich beschädigt wurde.

Der Kopilot und ein Mitglied des Verladeteams erlitten Verletzungen. Der Unfall wurde dadurch verursacht, dass der Verriegelungsbolzen für das Bugfahrwerk versehentlich in den oberen Bolzen der Verriegelungsverbindung anstatt in die dafür vorgesehene Bohrung eingesetzt wurde.

Die Konstruktion der Bugfahrwerksverriegelung bot eine Fehlerquelle beim Einsetzen des Verriegelungsbolzens, da die beiden Bohrungen so nah beieinander lagen, dass der Bolzen versehentlich an der falschen Stelle eingesetzt werden konnte. Es lag ein Service Bulletin und eine Lufttüchtigkeitsanweisung vor, die den Unfall hätten verhindern können welche aber noch nicht umgesetzt waren.

Bearbeitet von Frank Holly Lake
Geschrieben

Sogar unsere 1-MOT hat einen WOW (weight on wheel) switch, welcher ein Einfahren am Boden verhindert. Oder war es nicht ordentlich verriegelt?

 

Stefan

 

Geschrieben

Die ganze Konstruktion des Bugfahrwerks des Dreamliners scheint Schwachstellen zu haben. Gemäss den Angaben im AAIB Untersuchungsbericht, wäre dies bereits der vierte Dreamliner mit einem NLG (Nose Landing Gear) Ereigniss, nachdem Boeing auch schon 2018 auf ihrem Firmengelände einen solchen Vorfall hatte.

Kennt jemand einen anderen Flieger, der noch öfter auf die Nase gefallen ist ? 

LG Simon 

 

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Geschrieben

Nach dem Unfall im UK wurde eine "Airworthiness Directive (AD) 2019-23-07" mit Datum vom 16. Januar 2020 erlassen: Innert 36 Monaten musste das "falsche Loch" mit einem metallenen Pin verschlossen und gesichert werden (gemäss dem Boeing Safety Bulletin B787-81205-SB320040-00 RB).

Ich vermute mal dass alle neu ausgelieferten Flugzeuge ab Werk mit dem Pin ausgerüstet werden.

 

Ein Fahrwerk fährt nicht einfach so ein; Fahrwerke sind mit einer sicheren "Übertotpunkt- Verriegelung" konstruiert, so dass nach dem Einrasten nur durch einen Hydraulikzylinder dieser Totpunkt überwunden werden und das Fahrwerk eingefahren werden kann.

Beim Rollen auf dem Flugplatz, beim Schleppen und beim Push Back sind ja keine Safety Pin's eingesteckt und da darf das Fahrwerk nicht einfach einklappen.

Wenn ich mit der Webcam dem Abfertigen der Flugzeuge in Zürich betrachte, so werden da an den Fahrwerken von den Abfertigern keine Pin's eingesteckt: Die Flugzeuge rollen zum Standplatz, werden abgefertigt, werden Zurückgestossen und rollen zur Piste.

Lediglich vor dem Push Back wird ein Pin beim Bugfahrwerk eingesteckt um die Bugfahrwerksteuerung zu schützen; dieser Pin wird dem Piloten nach dem Zurückstossen gezeigt.

Mit fällt auf, dass ein Techniker vor dem Zwischenfall prominent neben dem Bugfahrwerk steht und das Fahrwerk betrachtet .... nach den Unfall läuft er einfach vom Flugzeug weg ....

Ich vermute mal, der Sicherheitspin wurde bei Wartungsarbeiten anlog UK nicht eingesteckt .... in der Haut den verantwortlichen  Mechaniker möchte ich nicht stecken.

 

Stefan

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Geschrieben (bearbeitet)

Der Flieger sollte eine Stunde später abheben. Ob da noch Zeit ist für Wartungsarbeiten? Da es schon vorher mehrere Vorfälle gegeben hat, dürfte doch die Gefahr bekannt sein, bei einer solchen Wartung. 

 

 

 

Bearbeitet von LS-DUS
Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb LS-DUS:

Der Flieger sollte eine Stunde später abheben. Ob da noch Zeit ist für Wartungsarbeiten? Da es schon vorher mehrere Vorfälle gegeben hat, dürfte doch die Gefahr bekannt sein, bei einer Wartung. 

 

Ja, na klar wird da bei Problemen noch am Flieger gearbeitet.

 

Gruß Alex

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Geschrieben (bearbeitet)

Ich weiß, das ist OT, aber ich würde gerne " ❤️ SPD ➕ CDU 🖤" auf den Rumpf sprühen... - das paßt einfach zu gut, auch nach der gestrigen UN-Sicherheitsrat-Sache (leider geil). 😎

 

On Topic: Der Dreamliner ist der einzige Typ, den ich seit Beginn an bewußt meide - da fliege ich lieber mit der fast 30 Jahre alten OS B767! Nennt mich "hysterisch", is mir egal! Und der "Käse" mit der Air India ist noch nicht gegessen..., jemand hat das im entsprechenden Thread bereits angesprochen.

 

Kann mit jemand erklären, der sich auskennt, was der Dreamliner besser kann, als eine A350-Variante?

 

Gruß

Johannes

Bearbeitet von Phoenix 2.0
Geschrieben

Täusche ich mich, oder sehe ich wirklich eine geöffnete MLG Door auf dem zweiten Bild? Die sollte doch bei einem normal ausgefahrenen Fahrwerk zu sein?

Frank Holly Lake
Geschrieben

Johannes  Nicht lustig 

 

Bei dem Gear Up gibt es eine Sequenz . Erst gehen die Doors auf, dann fährt das Fahrwerk ein.

Dann gehen die Doors wieder zu. 

Passiert am Boden nicht mit dem MLG , da ist so viel Last auf dem Fahrwerk drauf, dass die Hydraulikzylinder das nicht schaffen können, es einzufahren.

Das  dem NLG schon, weil es sich in der Flugzeugachse bewegt und das Bugfahrwerk keine Bremsen hat. .

Grüße Frank   

Geschrieben
vor 48 Minuten schrieb freak0815:

Täusche ich mich, oder sehe ich wirklich eine geöffnete MLG Door auf dem zweiten Bild? Die sollte doch bei einem normal ausgefahrenen Fahrwerk zu sein?

Die Türen sind offen. Ich wette, die haben da etwas getestet und keine Pins gesteckt. So ein Mist. Zumindest hat LH genug A340 in Reserve, um die Lücke zu stopfen.

 

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