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26. August 2026 / Absturz Tecnam P2002 OE-CLJ in den Attersee - 2 Tote


Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Guten Morgen zusammen,

 

da ich diesen Unfall hier nicht gefunden habe, poste ich ihn. Am 26. 8. 2026 verunfallte gegen 11:23 Uhr eine einmotorige Tecnam P2002JF der Skygate Academy. Das Flugzeug stürzte in den Attersee. Fluglehrer (24) und Flugschülerin (19) starben. Es gibt Aufzeichnungen auf FR24 und mehrere Augenzeugenberichte, die auf ein Trudeln oder einen Spiralsturz hindeuten könnten. Das Wrack liegt in gut 160 Metern Tiefe im Attersee und soll heute geborgen werden, wenn das Wetter mitspielt.

 

Weiterführende Links:

 

https://www.5min.at/oberoesterreich/5202608281209/flugzeugabsturz-im-attersee-flugdaten-liefern-neue-hinweise/ 

 

https://ooe.orf.at/stories/3368950/

 

https://ooe.orf.at/stories/3368759/
 

https://www.austrianwings.info/2026/08/kleinflugzeug-in-den-attersee-gestuerzt-grosseinsatz-der-rettungskraefte-laeuft/

 

https://ooe.orf.at/stories/3368586/

 

https://aviation-safety.net/wikibase/578210

 

LG
Patrick

 

 

Geschrieben
vor 34 Minuten schrieb airforce:

FL mit 24? 

FL = Flight Level...    FI = Flight Instructor (Die Abkürzungen auf unseren Ausweisen der EASA sind alle in english - please

Geschrieben

Danke Patrick, ich hab von diesem Unfall gehört und bin sehr betroffen. Den beiden Piloten ist nicht mehr zu helfen ( RIP ) , bleibt nur den Bergungsteams alles Gute zu wünschen und dass denen nicht passiert in 160 Metern Tiefe trotz Tauchrobotern und dgl. . Das ist eine elende Tiefe, in der das Flugzeug Wrack geortet wurde.


Ciao Gregor

 

 

Geschrieben (bearbeitet)

Nach den Bildern von der Bergung des Wracks ist der Flieger wohl senkrecht mit hoher Geschwindigkeit aufgeschlagen. Quelle: Tagesspiegel

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Bearbeitet von spornrad
Geschrieben
vor 15 Stunden schrieb spornrad:

Nach den Bildern von der Bergung des Wracks ist der Flieger wohl senkrecht mit hoher Geschwindigkeit aufgeschlagen. 

 

 

Kommt darauf an, was Du mit "hoher Geschwindigkeit" meinst. Vertikal (Sinkrate) war sie bestimmt hoch. Vorwärtsbewegung (das was wir umgangssprachlich unter "Geschwindigkeit" verstehen) hatte sie wohl kaum.

 

Es gibt mehrere sinngemäß deckungsgleiche Augenzeugenberichte, die allesamt von einer "Drehbewegung", davon dass das Flugzeug "wie ein Blatt" oder (wörtlich) "trudelnd" abgestürzt sei. Bei Augenzeugenberichten von Laien (das ist nicht despektierlich gemeint) bin ich immer sehr vorsichtig, aber hier beschreiben alle Zeugen unabhängig voneinander quasi das gleiche Szenario. Es ergibt sich also schon aus diesen Berichten ein konkludentes Szenario.

 

Die Daten von FR24 zeigen zudem, dass der Flug bis zur letzten Minute unauffällig verlief. In dieser letzten Minute fiel (bei vorerst gleichbleibender Flughöhe) die Geschwindigkeit sukzessive um mehr als 40 Knoten ab. Der zuletzt gemessene Wert war 49 Knoten, einhergehend mit einem bis dahin erfolgten moderaten Höhenverlust von 5.900 Fuß (Reiseflughöhe) auf 5.500 Fuß und einer abrupten Kursänderung um gut 60 Grad nach links. Dann riss die Aufzeichnung ab. 49 Knoten liegt nur 8 Knoten über der Spallspeed (Herstellerangabe) des Unglücksfliegers.

 

Vor diesem Gesamtbild halte ich nach der derzeitigen Faktenlage (die natürlich noch nicht vollständig ist) einen Trudelunfall für nicht unwahrscheinlich. Entsprechend habe ich bereits am Freitag kommentiert. Die Fragen (die vielleicht nie geklärt werden können) sind nun, warum die Maschine in diesen Flugzustand geriet und weshalb der Fluglehrer ihn nicht rechtzeitig beendete oder beenden konnte. 

 

Jetzt müssen wir abwarten, was die österreichische SUB tut. Die hat sich in den vergangenen Jahren ja nicht gerade durch Geschwindigkeit und Kompetenz ausgezeichnet, wurde mehrfach vom Rechnungshof und anderen Institutionen (zu Recht) gerügt. 5, 10 oder sogar bis zu 18 Jahre mussten wir mitunter auf Unfallberichte warten, bei manchen Unfällen gab es nie einen! 

 

In den letzten Jahren hat sich die Qualität der Arbeit der SUB in Österreich zwar deutlich verbessert, aber es dürfte immer noch einiges nicht gerade optimal laufen.

 

Da es in diesem Fall aber wahrscheinlich auch weiterhin mediales und öffentliches Interesse geben wird, hoffe ich, dass die SUB zumindest innerhalb von zwei Jahren einen Abschlussbericht präsentieren wird. Schauen wir mal, ob ich zu optimistisch war. Spätestens in zwei Jahren wissen wir es.

 

LG
Patrick

Geschrieben
Am 29.8.2026 um 11:20 schrieb cosy:

FL = Flight Level...    FI = Flight Instructor (Die Abkürzungen auf unseren Ausweisen der EASA sind alle in english - please

Thanks;-)

Geschrieben
Geschrieben

Die haben garantiert eine Übung gemacht und haben es verkackt. Schade und unnötig!

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Geschrieben

Off topic

 

als begeisterter Amateur Taucher kann ich die Bergung nur bewundern.

 

da sind zwei Profis echt auf 160m Tiefe gegangen und haben die Bergeseile angebracht.

 

sie hatten 90sec Zeit in dieser Tiefe und haben für die Deco 3 Stunden für den Aufstieg gebraucht.

 

auf dem Weg nach oben waren 8 Tacher platziert die mit den diversen Deco Gasmischungen geholfen haben.

 

wusste nicht, dass unser Alpenland solche Tiefwssser Experten hat

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vor 14 Stunden schrieb FalconJockey:

Die haben garantiert eine Übung gemacht und haben es verkackt. Schade und unnötig!

..was wiederum zur Frage führt, wie man Notfälle sicher und realitätsnah  trainiert, ohne selber zum Notfall zu werden. Wir hatten die Diskussion bereits beim power loss after takeoff. Man könnte noch anfügen: Landetraining, wenn die Vögel bereits zu Fuss gehen.

 

Frage dazu: Geniessen FI‘s heute noch Kunstflugstunden in ihrer Ausbildung? Ein spin recovery ist eines der Manöver, die an sich kein Hexenwerk wären - ausser man war noch nie in dieser Situation.

 

Bearbeitet von Hotas
Geschrieben (bearbeitet)
4 hours ago, Hotas said:

Frage dazu: Geniessen FI‘s heute noch Kunstflugstunden in ihrer Ausbildung? Ein spin recovery ist eines der Manöver, die an sich kein Hexenwerk wären - ausser man war noch nie in dieser Situation.

 

 

Zumindest in den USA ist spin training fuer CFI immer noch vorgeschrieben. Gleichzeitig wird streng gewarnt im Flugtraining auch nur in die Nähe des Trudelns zu kommen. Für sicheres Trudeln muss das Fluggerät für Kunstflug zugelassen sein. Die wenigsten Schulmaschinen sind das und die meisten sind gar nicht ins Trudeln zu bringen. 

 

Wenn mit so einem Schulflugzeug ein Manöver geflogen wird, dass bei einem Kunstflugzeug das Trudel einleitet - etwa ueberziehen in der Kurve kombiniert mit unkoordiniertem Flug - dann geht so ein Flugzeug nicht ins Trudeln sondern in den Spiralsturz. Wenn dann noch jemand versucht mit spin recovery aus dem Spiralsturz zu kommen. Da darf ein Schulflugzeug in der Normal Kategorie schon im Flug zerbrechen.

 

Wolfgang

 

  

Bearbeitet von Maxrpm
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https://www.euroga.org/forums/instructors/1036-spinning-in-a-c152-beyond-immediate-recovery?page=5#post_26205

 

"Die meisten, wenn nicht sogar alle „modernen“ Flugzeuge verhalten sich sehr gutmütig. Das Problem ist, dass sie nur bis zu einem gewissen Punkt gutmütig sind und darüber hinaus ziemlich giftig werden können. Beispiele hierfür sind die Tecnam P2002 und die Diamond DA40....

...Was die DA40 und die P2002 angeht: Beide Typen sind zwar sehr einfach zu fliegen, sicher und so weiter, aber sobald man den Strömungsabriss erreicht, kippen sie freudig und schlagartig ab in irgendeine Richtung– sehr zur Überraschung des Flugschülers und vielleicht auch des Fluglehrers. Die DA40 gibt reichlich Vorwarnung, sodass man eigentlich nicht in diese Situation geraten sollte, wenn man die gängigen Trainingstechniken anwendet und alles funktioniert, während mich die P2002 tatsächlich überrascht hat! Andererseits weiß ich, dass sie schön trudelt und ausleitet, was ich zusammen mit dem Werks-Testpiloten ausprobiert habe…"

 

Ca. 4000 ft AGL kann schon knapp sein, um Trudeln auszuleiten, wenn überraschend, und wenn vielleicht noch eine Panikreaktion dazu kommt.

Die Steuerflächen des Leitwerks waren nach dem Foto alle noch dran.

 

Gruss

Albrecht

Bearbeitet von spornrad
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"sie kommt schön ins Trudeln und leitet auch schön aus" - das bestätigt auch ein Video, wo sie eine P2002 aus dem Langsamflug abkippen und eine Umdrehung spinnen lassen. Zwar taucht der Flieger ziemlich plötzlich und dreht rasch (auf den Videos sieht es langsamer aus als in Realität). Ausleiten tut der Pilot aber nur mit Stick loslassen, bei kaum sichtbarem Seitenruderinput.

(Tirabuzon Tecnam P2002JF prueba - Spin test - YouTube)

 

In diesem Setup (provozierter Stall aus Langsamflug ohne Power, nach Drehbeginn Steuer loslassen und ausleiten) wurden max. 1000ft. Höhe verbraten, sofern ich vom Altimeter ablesen kann.

 

Bearbeitet von Hotas
Geschrieben
3 minutes ago, Hotas said:

Unten ein Video wo sie eine P2002 aus dem Langsamflug abkippen + eine Umdrehung spinnen lassen. Zwar taucht der Flieger ziemlich plötzlich und dreht rasch (glaubt mir, auf den Videos sieht es unspektakulärer aus als in Realität). Ausleiten tut der Pilot aber nur mit Stick loslassen, bei kaum sichtbarem Seitenruderinput.

(Tirabuzon Tecnam P2002JF prueba - Spin test - YouTube)

 

In diesem Setup (provozierter Stall aus Langsamflug ohne Power, nach Drehbeginn Steuer loslassen und ausleiten) wurden max. 1000ft. Höhe verbraten, sofern ich vom Altimeter ablesen kann.

 

 

Das geht hier völlig in die falsche Richtung.

 

Die Tecnam P2002 is in der normal und nur in der normal Category zugelassen. Spins sind laut Handbuch des Herstellers ausdrücklich untersagt. 

 

Der Testpilot im Video ist allein im Cockpit. Damit liegt der Schwerpunkt hinten. Mit einem Flugschüler am zweiten Sitz liegt der Schwerpunkt weiter vorn. Vielleicht geht sie dann nicht ins Trudeln sondern in der Spiralsturz. Wenn ihr versucht eine Spiralsturz zu beenden in dem ihr einfach die hand vom Knüppel nehmt - dann wird Euch das gelingen aber erst durch den Aufschlag am Boden.   

 

Vergesst solche Geschreibsel und solche Video - wenn im Handbuch steht Trudeln nicht erlaubt. Dann kommt nicht in die Nähe.

 

Wolfgang FAA CFI 

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Geschrieben

Alles gut Wolfgang, ich habe deinen Beitrag oben schon gelesen.

 

Erstens: Im Video sind einmal 2 Personen drin, einmal 1 Person.

Zweitens: Das "Spiralsturz nach Abreissen im Kurvenflug"-Szenario entspricht nicht der Beschreibung von Patrick oben:

"Die Daten von FR24 zeigen zudem, dass der Flug bis zur letzten Minute unauffällig verlief. In dieser letzten Minute fiel (bei vorerst gleichbleibender Flughöhe) die Geschwindigkeit sukzessive um mehr als 40 Knoten ab."

 

Vielmehr schreit es also nach einer ganz normalen Abkipp-Übung aus dem Langsamflug, die versemmelt wurde.

 

Dass der Flieger nicht fürs Trudeln zugelassen ist, ist dem Flieger doch egal. Das Video zeigt aber, wie er reagiert wenn es doch passiert, dass es ihn nicht gleich zerreisst, und dass eine Ausleitung machbar ist. Nicht mehr und nicht weniger.

Geschrieben (bearbeitet)

Wenn wie hier vermutlich eine Langsamflugübung aus dem Ruder läuft, ist der Hinweis auf das Verbot absichtlichen Trudelns im Handbuch wenig hilfreich.

 

Es muss nicht unbedingt fahrlässig sein, bei einer Überziehübung abzukippen. Im Langsamflug kann auch schon eine Thermikblase reichen, die man mit nur einer Fläche erwischt.

 

Das Handbuch gibt deshalb auch Anweisung für's Ausleiten: Gas raus, Quer- und Höhensteuer neutral, voll Gegen-Seitenruder.

 

Ob Trudeln oder Spiralsturz erkennst du mit dem Popo. Kaum G oder sehr viel G. Aber nur, wenn du Trudeln gelernt und geübt hast*. In 4000 ft AGL hast du für all das verflixt wenig Zeit. Ich schätze, ca. 15-20 s max. Idealerweise hast du nach dem Abkippen die Drehung sofort per Seitenruder gestoppt und das Höhenruder nachgelassen, noch bevor sich der Flieger entscheidet, ob er trudelt oder stürzt. Für den Spiralsturz muss er nämlich erstmal Fahrt aufholen.

 

Wenn du die Drehung gestoppt hast, bist du immer im Sturzflug und musst aufpassen, den Flieger im Abfangbogen nicht zu überlasten. 

 

Ich bin froh, dass meine Segelfluglehrer damals Höhe fast immer per Trudeln abgebaut haben, damit ihnen nicht langweilig wird. Schlecht wurde es mir davon nur am Anfang, und meistens erst nach der Landung  🙂

 

* wird heute in der PPL-Ausbildung nicht mehr geübt, was ich schlecht finde.

Bearbeitet von spornrad
Geschrieben
18 hours ago, spornrad said:

 

 

Ich bin froh, dass meine Segelfluglehrer damals Höhe fast immer per Trudeln abgebaut haben, damit ihnen nicht langweilig wird. Schlecht wurde es mir davon nur am Anfang, und meistens erst nach der Landung  🙂

 

 

 

 Nichts prägt einen Piloten so stark wie das gelebte Vorbild der ersten Fluglehrer.

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Geschrieben (bearbeitet)

Ja, da waren urige Typen dabei. Aufbruchstimmung 1990, auf den Rümpfen der Puchacz und Blanik stand noch DDR, und ich erinnere mich an einen, der immer hinten sein Kofferradio dudeln hatte. Der war das so gewöhnt, weil er davor im Flug immer Westsender gehört hat, da war der Empfang besser 🙂. Aber sehr sicherheitsbewusst. Auch beim Fallschirmpacken wurden wir geschult, und Drahtseile spleissen.

 

Was die mir von der Pieke auf beigebracht haben, ist klassisches Stick - and Rudder- Fliegen. Wenn die Kugel oder der Faden nicht zentriert war, gabs sofort einen Anschiss. Fussarbeit. Inklusive Slippen, Trudeln ein- und ausleiten, Langsamflug in enger Thermik, Fliegen nach Horizontbild, per Popo-g-Meter, Steuerdruck und Gehör. Rausschauen war angesagt. Bewusst Fehler machen lassen, und dann beibringen, wie man das wieder ausbügelt.

 

Die Flugzeuge waren alt. Seilrissübungen gabs kaum, die sind nämlich sowieso alle paar Starts wirklich gerissen. Am Anfang der Ausbildung ist mir einmal die Haube weggeflogen und auch mal der Fahrtmesser ausgefallen. Dank der klasse Lehrer kein Problem, da fliegt man halt per Horizontbild Pitch und landet ganz normal. Viele jüngere Kollegen lernen das nicht mehr so intensiv, und das ist schade. Da fehlen dann vielleicht ein paar Pfeile im Köcher. Vor allem wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, und man damit umgehen muss.

 

Um auf den Unfall hier zurückzukommen:

Es nützt dir nichts, wenn dein Fluglehrer dir nur beibringt, beim ersten Piepser der Stallwarnung das Steuer fest zu drücken. So kommst du nie in die entscheidende Grenzregion, wo das Höhenruder weich wird, Buffeting spürbar, usw.

Es nützt dagegen sehr, wenn dir dein Lehrer mit ausreichend Sicherheitshöhe, Fallschirm und dafür zugelassenem Flieger gezeigt hat, was passiert, wenn du den abkippenden Flügel versuchst mit Querruder aufzufangen. Das vergisst du nie im Leben!

Der danach dann das Trudeln ausleitet, und im nächsten Versuch - nach erneutem Errreichen einer sicheren Höhe - dir beibringt, wie du den abkippenden Flügel mit dem Seitenruder auffangen kannst, ohne den Flieger ins Trudeln zu bringen. Nebenbei entwickelst du ein Gefühl für die weichen Steuerdrücke und das Buffeting nahe am Stall. 

 

Leider hatten die beiden hier weder den richtigen Flieger noch ausreichend Höhe für so eine Übung.

 

PS. Die meisten Cessna 172 sind bei entsprechender Beladung (Utility) für Trudeln zugelassen.

 

Bearbeitet von spornrad
Geschrieben
Am 2.9.2026 um 20:38 schrieb FalconJockey:

Die haben garantiert eine Übung gemacht und haben es verkackt. Schade und unnötig!

 

Erlaube mir eine Präzisierung. Wenn, dann waren es nicht "die", sondern der Fluglehrer. Das 19-jährige Mädel stand nach meinen Infos ganz am Beginn der Ausbildung. Die gesamte Verantwortung hatte der Fluglehrer. Es gibt in der Tat viele Piloten (auch Lehrer), die überzeugt sind, dass der Ausbilder hier etwas "demonstrieren" wollte. Ganz soweit lehne ich mich (noch) nicht aus dem Fenster aber ich habe schon am 28. August 2026 entsprechend analysiert. Vieles deutet auf einen möglichen Trudelunfall hin: https://www.austrianwings.info/2026/08/absturz-vom-attersee-indizien-koennten-auf-trudeln-hindeuten/

 

Vor 16 Jahren gab es in der Vorgänger-Flugschule (gleicher Chef) auch einen Absturz, wo eine Maschine mit Lehrer und Schüler "einfach so vom Himmel" fiel: https://www.austrianwings.info/2026/09/flugstunde-in-den-tod-der-absturz-der-cessna-150-der-business-flight-salzburg-bfs-2010/ 

 

LG
Patrick

Geschrieben
Am 2.9.2026 um 21:52 schrieb Maxrpm:

Off topic

 

als begeisterter Amateur Taucher kann ich die Bergung nur bewundern.

 

da sind zwei Profis echt auf 160m Tiefe gegangen und haben die Bergeseile angebracht.

 

sie hatten 90sec Zeit in dieser Tiefe und haben für die Deco 3 Stunden für den Aufstieg gebraucht.

 

auf dem Weg nach oben waren 8 Tacher platziert die mit den diversen Deco Gasmischungen geholfen haben.

 

wusste nicht, dass unser Alpenland solche Tiefwssser Experten hat

 

Das war eine Spitzenleistung. Vor allem war einer der Taucher (es waren ein Österreicher und ein Deutscher) 68 Jahre alt. So fit muss man in dem Alter erst einmal sein.

 

LG
Patrick

Geschrieben

 

Der Attersee, doch wohl kein Bermudadreieck …

 

Auch ich denke, dass der Fluglehrer der 19-jährigen jungen Frau so manches im und mit dem Flugzeug beweisen wollte.

 

Doch wer weiss, vielleicht ergeben die Obduktionsergebnisse und die Untersuchung des Flugzeugwracks objektivere Einblicke in dieses sehr tragische Geschehen.

 

Gregor

 

 

Geschrieben
vor 17 Minuten schrieb sharkbay:

 

Auch ich denke, dass der Fluglehrer der 19-jährigen jungen Frau so manches im und mit dem Flugzeug beweisen wollte.

 

 

 

 

Sollte das zutreffen (Imponiergehabe) so war er als Fluglehrer charakterlich nicht geeignet und das würde dann natürlich auch auf die Flugschule zurückfallen. WENN, wie gesagt, denn bewiesen ist noch nichts, egal in welche Richtung.

 

Die Frage ist, ob der Unfall jemals vollständig aufgeklärt werden kann.

 

Wenn die Untersuchung des Wracks keine technischen Probleme ergeben SOLLTE (alles Konjunktiv, denn fix is noch nix) und die Obduktion der beiden Opfer ebenfalls keine Beeinträchtigung zu Tage fördern SOLLTE, dann bliebe letzten Endes ohnedies nur menschliches Versagen als Absturzursache übrig. 

 

Dann wird es aber spannend - denn wenn sie keine Kamera im Cockpit hatten (beim Absturz der Tante Ju 2018 war das sehr hilfreich), wird man nie mit 100-prozentiger Sicherheit sagen können, was im Cockpit geschehen ist oder was nicht. Dann bleiben nur noch die Radardaten und die Augenzeugenberichte.

 

Da sich bei unserer SUB in Österreich in der jüngeren Vergangenheit qualitativ zum Glück einiges verbessert hat UND der öffentliche/mediale Druck in dieser Angelegenheit groß ist, denke ich, dass wir in 12 bis 24 Monaten einen hoffentlich hochwertigen Abschlussbericht sehen werden.

 

LG
Patrick

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb HuPa:

Erlaube mir eine Präzisierung. Wenn, dann waren es nicht "die", sondern der Fluglehrer. Das 19-jährige Mädel stand nach meinen Infos ganz am Beginn der Ausbildung. Die gesamte Verantwortung hatte der Fluglehrer.

Genau so war es auch von mir gemeint. Am Ende hat der Fluglehrer immer die gesamte Verantwortung - selbst wenn ein verwirrter und panischer Flugschüler wie ein Ochse am Steuerhorn bzw. Knüppel zieht.

Fluglehrer mit 24...wieviel Erfahrung hat man denn in diesem Alter schon? Ich war da noch ein "Bub"!

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Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb FalconJockey:

Fluglehrer mit 24...wieviel Erfahrung hat man denn in diesem Alter schon?

Das ist ein Thema für einen eigenen Thread. 
Was ich beobachte: Die Flugbegeisterten machen die PPL-Ausbildung mit dem Fernziel Linienpilot. Das braucht ein bisschen Zeit, zum Beispiel aus finanziellen Überlegungen. In der Zwischenzeit ist der Fluglehrer eine aussichtsreiche Zwischenstation. Man muss nicht für jede geflogene Stunde bezahlen. Auch der Aufwand für die Ausbildung ist in dieser Lebenslage gut organisierbar. Eine FI berechtigung in der Lizenz schadet dem CV bestimmt nicht.

Was aus meiner Sicht dazu kommt: Die „Erfahrenen“ Piloten (was immer das heisst), in diesem Zusammenhang meine ich aktive Linienpiloten, brauchen die Freizeit wirklich zur Erholung, weil diese erstens notwendig ist und zweitens die Dienstpläne sehr eng an die minimale Erholungszeit, respektive maximale Flugdienstzeit gelegt sind. Eine Nebenbeschäftigung als FI ist nicht gut kombinierbar. Ich bilde mir ein, dass „früher“ auf den Flugplätzen viele aktive Berufspiloten ihr Wissen weitergaben, was heute viel weniger der Fall ist.

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