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Vulkanausbruch in Island: Grimsvotn spuckt


totomagic

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http://abcnews.go.com/Business/wireStory?id=13655928

 

http://en.vedur.is/earthquakes-and-volcanism/earthquakes/vatnajokull#view=map

 

Hier mal die aktuelle Advisory

 

VAG_1306011787.png

 

Je nach Quelle erreicht die Aschewolke momentan eine Höhe zwischen 3000m und 6000m, wobei sie weiter an Höhe gewinnt. Auch auf dem Sat-Bild ist die Wolke eindeutig zu erkennen.

 

Bitte nicht schon wieder, ich hatte erst letztes Jahr an genau den sechs Tagen Dienst, als der Luftraum geschlossen war :001:

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Laut Icelandic Met Office hat der Vulkan aktuell Asche bis in eine Höhe von 20km gespuckt.

 

http://en.vedur.is/about-imo/news/2011/nr/2174

 

Bei avherald ist auch bereits ein Foto veröffentlicht, welches kurz nach dem Ausbruch aufgenommen wurde:

 

http://www.avherald.com/h?article=43cee879&opt=0

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Auch der stellvertretende Leiter der Brüsseler Eurocontrol sagte, selbst im Falle eines Eindringens der Aschewolke in den europäischen Luftraum «sind wir sehr zuversichtlich, dass es im Falle einer Störung ein wesentlich geringeres Ausmass sein wird, als wir im vergangenen Jahr erlebten». Zurzeit sei überhaupt nicht absehbar, wie sich die Lage entwickle, fügte Flynn hinzu.

 

Immer schön spannend, wie sich die Menschen selbst widersprechen... :cool:

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Ich sehe es schon kommen - wir werden wieder einen wunderschönen blauen Himmel haben: Weder Wolken, noch Flieger noch Asche am Himmel.

 

Und ich muss am Donnerstag nach London... :002:

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oneworldflyer

http://www.klm.com/travel/ch_en/prepare_for_travel/up_to_date/flight_update/index.htm

 

Volcanic eruption from Iceland's Grimsvötn

Since Saturday the Grimsvotn volcano in Iceland is active. The Vocanic Ash Authority expects the cloud of volcanic ash to be arriving over Scotland and Northern England.

 

Based on this info and on own expertise KLM has decided to adjust flight operations for Tuesday morning 24 May 2011.

 

The following flights to and from Aberdeen, Glasgow, Edingburgh and Newcastle will be cancelled for Tuesday morning 24 May:

 

to and from Glasgow: KL 1470, KL 1477 and KL 1478

to and from Newcastle: KL 952, KL 953 and KL 954

to and from Aberdeen: KL 1440, KL 141, KL 1442, KL 1443 and KL 1444

to and from Edinburgh: KL 1276, KL 1277, KL 1278, KL 1279 and KL 1280

Affected customers will be re-booked and notified by KLM.

 

KLM expects to operate all other flights as scheduled. KLM is in continuous contact with the relevant authorities and closely monitors the situation. If the situation dictates so action will be taken accordingly.

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Man,mal Aussicht auf ein paar stressfrei Tage,für den einen oder anderen,und statt Genuss,schon wieder allmählig aufkommende Panikattacken. :009: :005:

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Die Aschewolke kann man auch auf Flightradar24 sehen:

 

aschewolke.jpg

 

Irgendwie erstaunlich, wieviele Flugzeuge sich noch im "bewölkten" Gebiet aufhalten (vor allem über Schottland und dem sonstigen GB)

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Ach, was sind wir alle froh, dass die Wolke schön um alle Kontinente herumschippert - da kommen die Schreibtischtäter nicht in Versuchung :D

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"17.02 Uhr: Flughäfen in Hamburg, Bremen und Berlin droht Schließung

 

Wegen der sich nähernden Aschewolke könnten ab Mitternacht die Airports in Hamburg und Bremen für Starts und Landungen geschlossen werden. Später wird das Verbot dann vermutlich auf Berlin ausgedehnt werden müssen. Dies teilte der Deutsche Wetterdienst mit."

 

http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article13391116/Airports-in-Hamburg-Bremen-Berlin-vor-Schliessung.html

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Nun sind sie zu: Hamburg und Bremen

 

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat die Einschätzung der britischen Behörden angezweifelt, wonach die durch den Vulkanausbruch in Island ausgelöste Aschekonzentration über Schottland zu hoch für den Flugverkehr sei. Die Airline habe eine eigene Maschine in den schottischen Luftraum entsendet und keine Asche in der Atmosphäre gefunden, teilte Ryanair am Dienstag mit.

 

Zudem:

Der internationale Luftfahrtverband IATA hat sich verärgert über den Umgang der britischen Behörden mit der Aschewolke des isländischen Vulkans Grimsvötn gezeigt. Es sei «erstaunlich und inakzeptabel», dass die britischen Luftverkehrsbehörden keine eigenen Messungen zu der Asche in der Atmosphäre vornähmen, erklärte der Verband mit Sitz in Genf. Die britische Luftverkehrsbehörde teilte mit, sie verlasse sich auf die Vorhersagen der offiziellen Wetterdienste.

 

ATA-Chef Giovanni Bisignanin sagte, er sei ausserdem besorgt über die fehlenden formalen Übereinkommen unter den Einzelstaaten, wie der Luftraum zu sichern sei. (dapd)

 

http://www.derbund.ch/panorama/vermischtes/Streit-um-Sperrung-des-Luftraums--auch-in-Zuerich-werden-Fluege-gestrichen/story/19561565

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Ach, was sind wir alle froh, dass die Wolke schön um alle Kontinente herumschippert - da kommen die Schreibtischtäter nicht in Versuchung :D

Die sind leider schon voll im Einsatz!

 

Mit Fliegergruss

Adrian.

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Wenn die Aschensimulation jemals die USA erreicht werden wir sehen ob sich die FAA der Hype der Europäer anschließt.

 

 

Stellvertretend für so viel Airline Kapitäne aus dem pprune.

 

All incidents in the past occurred in thick, high-density ash clouds. NOT in nice VMC weather. And even then, when the KLM and BA crews (with hindsight) did many things wrong ( no engines immediately to idle, no 180° turn, no wing + eng A/I on) they didn't crash.

 

Aviation is not absolutely safe. Crashes occur every year, but not one crash or incident has occurred due to volcanic ash while flying outside ash concentrations visible to the naked eye. A/C manufacturers can't guarantee that it's safe to fly in areas with concentrations >4000 microgrs/m2. Why is that, do you all think? Based on scientific data or experiments? NO: IT'S A LIABILITY ISSUE.

 

So what should be done now?

 

Well, military A/C should be flying in the red zone by day VMC, actively looking, but avoiding visible ash concentrations. Make a post-flight inspection of the A/C + engines. No damage? Take-off again and go look for some visible (pollution-like) ash and examine the A/C after the flight.

 

Until now there's NO evidence that ash > 4000mgrs/m2 but still invisible to the eye has ANY safety impact on an A/C.

 

The decision to close airspace (or rules to same effect) is nothing but a bureaucrats' "cover-your-ass"-policy!

 

Believe me. As an airline captain I have safety on my mind all the time. I'm looking out of the window as I'm writing this and looking at severe CAVOK conditions but with low ash concentrations forecast. Maybe, just maybe flying my A320 in those conditions might have a long term negative impact on the engines maintenance, but I'm sure it's not going to kill me!

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So wie ich es verstanden habe, sind im Moment die Testflugzeuge nicht vom Militär, sondern von Ryanair. Die wollen es diesmal wissen und die Legende von der unsichtbaren Aschewolke zerstören, wie es letztes Jahr die Lufthansa getan hat.

 

Dani

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Eine Lesetipp für alle Leseratten: Der neue Berg von Franz Hohler. Der Autor beschreibt süffisant und messerscharf, wie Politik, gesellschaftliche Zwänge und sonstige Seilschaften das Leben in einer Schweizer Gemeinde beeinflussen.

 

Jetzt fragt sich der Leser natürlich, was das Thema mit der Fliegerei zu tun hat? Mehr als sie meinen! Wie im Buch von Franz Hohler, schiesst auch im aviatischen Umfeld jedes Jahr ein neuer Berg aus dem Boden. Nicht wie im Werk Hohlers mitten in der Schweiz, aber doch nahe genug, damit sich studierte Leute über mögliche Folgen Gedanken machen können.

Hiess er letztes Jahr Ejadingsbums, nennt er sich heuer Grimskram – oder so ähnlich. Vulkane sind für die Flugzeuge nicht lustig, da sind sich Piloten einig. Staudruckrohre werden verstopft, Scheiben verklebt, Triebwerkschaufeln verschwefelt und andere gemeine Sachen mit dem Arbeitsgerät angestellt.

 

Piloten reagieren auf die Aschewolken ähnlich wie auf Gewitterzellen. Wir umfliegen sie. Doch hier beginnt unser Problem. Ja wo ist sie dann, die gemeine Aschewolke? Sehen können diese höchstens die isländischen Kollegen, die sich im Moment aus Mangel an Arbeit auf ihren Motorbooten tummeln. Hier in Europa tappen wir nicht im Dunkeln, sodern im eitel Sonnenschein bei Sichweiten von mehreren hundert Kilometern.

 

Da sind wir auf die Wissenschaft und die Politik angewiesen. Doch leider sind sich die beiden Parteien zwischeneinander und untereinander nicht immer ganz einig. Eine Aschewolke in Europa, die man nicht sieht, scheint gefährlich, eine radioaktive Wolke in Japan, die man übrigens auch nicht sieht, absolut ungefährlich. Ich bin angewiesen auf Fachfrauen und -männer, denn meine physikalische Grundausbildung ist schon Jahre her. Ich bin auch froh, dass sich Personen mit Doktorwürde Gedanken machen, ob sich im wolkenfreien Himmel nicht doch so eine gemeine Wolke versteckt.

 

Ich habe Vertrauen, genauso wie die Leute in Hohler Buch oder die Bürger im alten Rom.

«Legis virtus haec est: imperare, vetare, permittere, punire.» Die Eigenschaft des Gesetzes ist jene: Befehlen, verbieten, erlauben, bestrafen.

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In diesem und anderen Fällen sind sich Wissenschaft und Politik auch deshalb nicht einig, weil es an belastbaren Daten fehlt: Die "Messflüge" von Ryan oder damals von LH liefern mangels tauglicher Messgeräte eben nur einen Augenschein (Turbinenschaufeln beeinflusst usw..). Die paar Aerosol-Bodenmessstationen können keine Daten über die Konzentration ermitteln ("die Wolke ist da" - jaja, aber wieviel Wolke?). Das einzige Messflugzeug in Deutschland ist mal wieder anderweitig beschäftigt. Die Meterorologen liefern Ergebnisse aus einem wackligen mathematischen Modell - die Präzision von Strömungsberechnungen der Wetterfrösche kann jeder aktive Pilot leicht selbst beurteilen.

 

Sagt der Politiker zum Wissenschaftler: Ich brauche belastbare Daten.

Sagt der Wissenschaftler: Ich brauche dafür teure Messgeräte und ein verfügbares Flugzeug.

Sagt der Politiker: Für so einen teuren Zeitvertreib irgendwelcher gelangweilter Wissenschaftler gibt's hier kein Geld.

Sagt der Wissenschaftler: Dann bleibt's halt beim Lesen aus dem Kaffeesatz.

Sagt der Politiker: Mein Kaffeesatz ordnet die Schliessung des Luftraums an! Jawoll! Weil ich nämlich hier das Sagen habe.

 

Dass ausserhalb Europas mit Vulkanausbrüchen in Bezug auf die Luftfahrt viel vernünftiger umgegangen wird, kratzt den europäischen Politiker nicht die Bohne. Wär' ja noch schöner, wenn er sich seine Weisungsbefugnis und seine unumschränkte Macht über das Angstländchen der Wutbürger mit Vernunftgründen aufweichen liesse...

 

Viele Grüsse

Peter

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Urs Wildermuth

Für Deutschland scheint genau das zuzutreffen, Peter. Entweder kein Messflugzeug vorhanden, oder nicht zertifiziert (!) oder kein Geld, oder Politiker, die lieber 3 Tage warten (Wochenende) oder im Bus zurückschippen (Merkel) und in Klassenfahrtmentalität den Entscheid vor sich herschieben.

 

In der Schweiz verlief das anders. Das Messflugzeug war bereits am ersten Tag der Belastung in der Luft (Freitag), flog Samstag und Sonntag sowie bis zum Ende der Situation jeden Tag mehrfach. Dazu war ein LIDAR im Einsatz (der auch jetzt wieder zur Verfügung stehen würde) der die Ascheschicht klar gesehen hat. Dazu kamen Auswertungen von Sonden und Pollenmessgeräten u.a auf dem Jungfraujoch und anderswo, wo man ebenfalls einiges drauf gesehen hat.

 

So meine persönliche Erinnerung auch aus den Gesprächen mit den Leuten, die direkt involviert waren. Dazu kam noch mein eigener Augenschein am Samstag (Sternflug), wobei mir seitens des Messfliegers später bestätigt wurde, dass die Ascheschicht zu dem Zeitpunkt dort auf der Höhe war, wo wir sie gesehen hatten.

 

Ich denke, gegenüber dem ist die Konzentrationskarte nun bereits ein grosser Schritt in die richtige Richtung. Wesentlich ist aber, dass die Triebwerkshersteller nun endlich verpflichtet werden, verbindliche Grenzwerte festzulegen. Nur so kann man abschliessend bestimmen, was wann geht und was nicht. Und klar, im Ernstfall müssen die Staaten ihre Ressourcen voll zur Verfügung stellen und nicht was besseres zu tun haben.

 

Die Meterorologen liefern Ergebnisse aus einem wackligen mathematischen Modell - die Präzision von Strömungsberechnungen der Wetterfrösche kann jeder aktive Pilot leicht selbst beurteilen.

 

Na ja, so schlecht sind die Modelle nicht. Ich weiss nicht was für Erfahrungen Du hast, aber aus meiner Arbeit als Dispatcher war ich immer sehr angetan über die Resultate der Upper Wind Daten und der Möglichkeit auch Ultra Longhaul überwiegend mit sehr hoher Präzision planen zu können, und das war immerhin vor 10 Jahren. Man muss dazu aber auch sagen, dass die meisten Trajektorienmodelle nicht für Vulkanasche gemacht waren, sondern für Radioaktivität und derartiges. Und da sagen die Modelle halt nur, hat was, hat nix. Das hat man ja nun geändert mit den Modellen, mit denen man nun die Konzentrationen berechnet. Allerdings, wie Du sagst, wäre es für die Verifikation sehr wünschenswert, wenn man auch Messresultate kriegen kann.

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, sondern von Ryanair. Die wollen es diesmal wissen und die Legende von der unsichtbaren Aschewolke zerstören,

Ryanair zu fragen, ob sie ihre Flugzeuge nicht besser am Boden lassen sollten, ist etwa gleich sinnvoll wie einen AKW-Betreiber zu fragen, ob sein AKW sicher sei.

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Es gibt eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema "Einflug in stark verdünnte Vulkanasche" von der NASA. Die Nasa ist, unabsichtlich, mit einem Forschungsflugzeug DC-8-72 voller Messinstrumente und mit einer ganzen Crew von Atmosphärenphysikern an Bord, im Jahre 2000 in eine stark verdünnte Aschewolke eingeflogen.

Das ganze Vorkommnis dauerte ca 7 Minuten.

Während dieser Zeit war an den wissenschaftlichen Messinstrumenten eine Veränderung der Messwerte festzustellen.

An den Cockpitinstrumenten war keine Änderung feststellbar und niemand an Bord nahm einen veränderten Geruch war.

Der Flug wurde planmässig fortgesetzt.

Nach der Landung war mittels äusserlicher visueller Inspektion (kein Boroskop) keine Beeinträchtigung der Triebwerke oder anderer Flugzeugsysteme feststellbar.

Das Flugzeug blieb anschliessend im Dienst für die geplante Messkampagne. Dabei wurden keine Auffälligkeiten festgestellt.

Nach Abschluss der Messkampagne, 63 Flugstunden nach dem Ereignis, wurden die Triebwerke innerlich inspiziert mit Boroskop. Dabei zeigten sich Schäden im Heissgaspfad, welche nach einiger Zeit (Grössenordnung hundert Stunden) zum Versagen der Turbine hätten führen können.

Hier der Link zum Bericht

 

Gruss

 

Philipp

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